Berlin (dts) – Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat zu den Ausschreitungen vor einer Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Heidenau einen sogenannten Prüfvorgang angelegt. Deutschlands oberste Strafverfolgungsbehörde könnte damit die Ermittlungen in dem Fall an sich ziehen, der international Schlagzeilen gemacht hat, berichtet das Hamburger Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“. In Heidenau hatten Rechtsextremisten am vergangenen Wochenende einen ehemaligen Baumarkt, in dem 600 Flüchtlinge leben, regelrecht belagert.
Die Bundesanwaltschaft prüft zudem in etlichen ähnlichen Fällen ihre Zuständigkeit. Sie hat zu diesem Zweck zwei separate Beobachtungsvorgänge angelegt: In einem sammelt sie Erkenntnisse über sämtliche Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, in einem weiteren Indizien für rechtsmotivierte Gewaltstraftaten, um gegebenenfalls schnell reagieren zu können.
Rohölpreis auf Talfahrt
ADAC: Spritpreise werden weiter sinken
Berlin (dts) – Autofahrer in Deutschland können sich über weiter sinkende Spritpreise freuen. Denn nach Ansicht des Kraftstoffexperten des ADAC, Jürgen Albrecht, wird das Tanken auch in den nächsten Wochen billiger werden. Albrecht sagte der „Saarbrücker Zeitung“ (Samstag): „Gerade die Benzinpreise haben noch Luft nach unten.“
Die sinkenden Spritpreise seien vor allem darauf zurückzuführen, dass sich das Preisniveau von Rohöl deutlich reduziert habe. Rohöl ist aktuell so billig wie zuletzt vor mehr als sechs Jahren. Außerdem dränge der Iran wieder auf den Weltmarkt, und der Euro sei in den letzten Tagen stärker geworden. „Das alles wirkt sich positiv für die Autofahrer aus“, so Albrecht. Auf mittlere Sicht gebe es auch keine Anzeichen dafür, dass der Rohölpreis wieder steige. „Die Zeiten, in denen eine Eskalation im Nahen Osten dazu geführt hat, sind momentan vorbei“, betonte der ADAC-Experte. Albrecht riet Autofahrern, am späten Nachmittag bis zum frühen Abend zu tanken. Analysen hätten ergeben, dass dann die niedrigsten Preise an den Tankstellen bezahlt werden müssten. Autofahrer sollten zudem weiterhin vergleichen. „Die Anbieter unterscheiden sich da deutlich.“
Schwere Impffolgeschäden
Schweinegrippe-Impfung: 53 Fälle von Schlafkrankheit-Verdacht
Berlin (dts) – In Folge der Schweinegrippe-Impfung gab es in Deutschland zwischen dem 1. Oktober 2010 und dem 10. August 2015 mindestens 53 Verdachtsfälle auf die sonst sehr seltene unheilbare Krankheit Narkolepsie (Schlafkrankheit). Dies geht aus der Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, wie die „Rheinische Post“ (Samstagausgabe) berichtet. Zu den Betroffenen zählen 27 Minderjährige.
Bei Kindern mit gesicherten Diagnosen seien die Symptome im Durchschnitt 160 Tage nach der Impfung aufgetreten, bei Erwachsenen waren es 194 Tage. Ob die Zahlen vollständig sind, konnte das Gesundheitsministerium nicht beantworten. „Es ist ein Skandal, dass viele Menschen, denen durch die Schweingrippe-Impfung mit dem Wirkstoff Pandemrix schwerste Erkrankungen zugefügt wurden, immer noch keine Entschädigungszahlungen erhalten haben“, sagte die Gesundheitsexpertin der Linksfraktion, Kathrin Vogler. Sie verwies auf den Entschädigungsanspruch, wenn Behörden die Impfung empfohlen hätten, wie dies bei der Schweinegrippe der Fall war. Die Bundesregierung verwies wiederum auf die Zuständigkeit der Länder in dieser Frage.
Fremdenfeindlichkeit
Tillich kündigt härteres Vorgehen gegen Rechtsextreme an
Dresden (dts) – Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat sich erleichtert gezeigt, dass das ursprünglich abgesagte Flüchtlingsfest in Heidenau am Freitag doch noch stattfinden konnte, und will härter gegen Rechtsextreme vorgehen. In einem Interview mit „Bild“ (Samstag) sagte Tillich: „Ich bin froh, dass es gelungen ist, das Fest zu sichern.“ Zwar arbeite die Polizei in Sachsen an der Grenze ihrer Belastbarkeit.
Doch mithilfe von Beamten aus anderen Ländern „konnten wir das geplante Willkommensfest trotzdem absichern“, betonte Tillich. „Das Willkommen und die Sicherheit der Flüchtlinge wie auch die Versammlungsfreiheit sind unsere Aufgabe. Deshalb haben wir die schwierigen Abstimmungen mit den Polizeibehörden der anderen Länder mit Hochdruck vorangetrieben“, sagte Tillich gegenüber „Bild“. Gleichzeitig kündigte der Ministerpräsident an, „mit aller Härte“ gegen die rechtsextreme Szene in seinem Land vorzugehen. Zwar sei der überwiegende Teil der Menschen in Sachsen weltoffen und engagiert sich gerade jetzt auch für eine gute Aufnahme der Flüchtlinge. Doch genese es diese Szene und „diese Leute, die am Rand von NPD-Aufmärschen applaudieren“. Diese begäben sich an den Rand der Gesellschaft und beklatschten einen Ungeist, der Deutschland aber nie wieder herrschen werde, sagte Tillich gegenüber „Bild“.
Finanzpolitik
ESM-Chef will bei künftigen Euro-Krisen auf IWF verzichten
Berlin (dts) – Der Chef des europäischen Rettungsschirms ESM, Klaus Regling, hält die Mitwirkung des Internationalen Währungsfonds (IWF) bei künftigen Rettungsaktionen für Länder der Eurozone für verzichtbar. „Die nächste Krise, die in den nächsten Jahrzehnten kommen wird, könnten die Europäer aus eigener Kraft bewältigen“, sagte Regling dem Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“. „Das Zusammenspiel von ESM, EU-Kommission und EZB ist eingeübt, gemeinsam erfüllen sie die Aufgaben eines europäischen Währungsfonds.“
Zudem sei Europa wohlhabend genug, um seine Probleme allein zu lösen. Bei der Krise um Griechenland solle der IWF aber noch so lange an Bord bleiben, bis die Turbulenzen überstanden sind.
Istanbul rockt
Metal-Festival lädt zum Headbangen ein
Istanbul (nex) – Das wohl härteste Festival des Jahres, das „100% Metal Fest Headbangers`Weekend“, wird am 29. August zum bereits dritten Mal im Küçükçiftlik Park stattfinden. Die Line-Ups sind in diesem Jahr besonders spektakulär.
Mit dabei sind unter anderem der europäische Trash Metal Riese „Kreator“ und das amerikanische Progressive Metal Genie „Mastodon“, der das erfolgreichste Metalalbum des Jahres veröffentlicht hat, sowie „Arch Enemy“, die in der Türkei zum ersten Mal spielen und echte Pioniere des Gothic Metal sind.
Beim „100% Metal Fest Headbangers‘ Weekend“ Festival werden nicht nur internationale Heavy Metal Bands spielen, sondern auch die besten Vertreter der Metalmusik der Türkei werden die Fans begeistern. „Murder King“, „Pitch Black Process“, „Metalium“ und „Thrown to the Sun“ sind nur einige der türkischen Bands, die an drei Tagen Istanbuls Metalfans zum Headbangen bringen werden.
Konfliktlösung
Merkel zu neuem Ukraine-Gipfel mit Putin bereit
Berlin (dts) – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist offenbar zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bereit, um den Konflikt in der Ukraine zu entschärfen. Am Samstag wolle sie mit dem russischen Präsidenten telefonieren und ausloten, ob Putin ernsthaft eine Lösung der Krise anstrebe, berichtet der „Spiegel“. Sollte das so sein, könnte es schon bald zu einem Gipfel im sogenannten „Normandieformat“ kommen.
An dem würden neben Putin auch der französische Präsident François Hollande und der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko teilnehmen.
Auslosung in Monaco
Europa League: Borussia Dortmund erwischt lösbare Gruppe
Monaco (dts) – Borussia Dortmund hat in der Europa League eine lösbare Gruppe erwischt: Das Team von Trainer Thomas Tuchel trifft in Gruppe C auf Paok Saloniki, den FC Krasnodar aus Russland sowie auf FK Qäbälä aus Aserbaidschan, wie die Auslosung in Monaco am Freitag ergab. Auch der FC Schalke 04 geht als klarer Favorit in seine Gruppe: Die Gelsenkirchener treffen in Gruppe K auf Apoel Nikosia, Sparta Prag und Asteras Tripolis aus Griechenland. Der Europa-League-Neuling FC Augsburg trifft in Gruppe L auf Athletic Bilbao, AZ Alkmaar und Partizan Belgrad.
Luftstreitkräfte
TurAz Adler 2015: Türkei und Aserbaidschan starten Militärmanöver
Baku (nex) – In Baku hat das türkisch-aserbaidschanische Militärmanöver „TurAz Adler –2015“ begonnen. Bei dem Manöver testen die Luftstreitkräfte der Türkei und Aserbaidschans ihre gemeinsame Operationskapazität. Für die Übungen sind mehr als 30 Flugzeuge, darunter die Jagdflugzeuge MiG-29, F-16 und Su-25, die Bomber F-4 E, militärische Transportflugzeuge vom Typ Hercules C-130, Hubschrauber vom Typ Mi-35, Mi-17, Sikorsky UH-60 und Cougar AS532 sowie S-125 Raketenabwehrsysteme vorgesehen. Das Manöver wird insgesamt 28 Tage andauern.

