Projekt TAKM
Türkei und Aserbaidschan besprechen Projekt TAKM

Baku (eurasia/nex) – Turkstaaten diskutieren kaum über eine militärische Integration, bemängelte der türkische Generalstabschef Hulusi Akar bei seinem Besuch der Streitkräfte von Aserbaidschan am 6. Oktober. Er bezeichnete die Beziehungen zu Baku als strategische Partnerschaft, an einer engeren militärischen Zusammenarbeit mit Kasachstan und der Mongolei werde gearbeitet.
aserbaidschanische.armee.quelle
Der türkische General lobte, dass die Turkstaaten zunehmend enger miteinander kooperierten. Mit Blick auf das Verhältnis zur Kaukasusrepublik Aserbaidschan sagte er, beide Staaten würden auf eine gemeinsame Vergangenheit zurückschauen, ihre Beziehungen auf einem soliden Fundament aufbauen „Heute arbeiten die Streitkräfte der Türkei und Aserbaidschan in den Bereichen Ausbildung, Militärübungen und Verteidigungsindustrie zusammen. Dabei teilen sie sich ihre Fähigkeiten und Erfahrungen bei der militärischen Aufrüstung“ sagte der türkische General.
Akar fügte hinzu, dass mehr als 7000 aserbaidschanische Militärangehörige in türkischen Militärakademien ausgebildet würden. Aktuell befänden sich 245 aserbaidschanische Soldaten zum Zwecke diverser Fortbildungen in der Türkei. Die gemeinsamen Militärübungen „TurAz Qartali“ und „TurAz Sahini“ in diesem Jahr seien hervorragende Beispiele für die Qualität der Kooperation der Streitkräfte beider Länder, so der türkische Generalstabschef. Offen warb Akar für die türkischen Rüstungsschmieden und gab an:
„Die Türkei hat großen Erfolg in der Verteidigungsindustrie verzeichnet und verfolgt die Entwicklungen in der aserbaidschanischen Rüstungssphäre genau.“ Der oberste Militär der Türkei bemerkte, dass der Technologietransfer und die gemeinsame Produktion von Verteidigungsprodukten Aserbaidschan und der Türkei ein noch robusteres Kooperationsverhältnis erlauben würden.
Auf die Frage nach dem Verhältnis zu den übrigen Turkstaaten in Zentralasien antwortete Hulusi Akar:
„Die Arbeit, also Erfahrungen mit zentralasiatischen und kaukasischen Staaten zu teilen, wurde 2011 als Teil der Agenda der Vereinigung der europäischen und mediterranen Gendarmerie- und Polizeikräfte mit Militärstatus (FIEP) aufgenommen.“
In diesem Kontext arbeite die Türkei vor allem mit Aserbaidschan, Kasachstan und der Mongolei zusammen, um die Fähigkeiten der jeweiligen Streitkräfte zu verbessern, so Akar. Dafür hätten die Staaten zudem eigens das sicherheitspolitische Projekt TAKM (welches als Akronym die Mitgliedsstaaten repräsentiert) gegründet. Das Projekt dient dem Zweck, die Polizeieinheiten und die Gendarmerie-Führung der Mitgliedsstaaten zu integrieren, einander im Kampf gegen Terrorismus zu unterstützen sowie Reformen anzustoßen oder Erfahrungen auszutauschen. Das Projekt wurde im Februar 2013 ins Leben gerufen. Zudem stärkt die TAKM-Organisation die Zusammenarbeit zwischen den Strafverfolgungsbehörden der Türkei, Aserbaidschan, Kasachstan und der Mongolei.
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DFB-Schiedsrichterkommission
Felix Brych ist Deutschlands Schiedsrichter des Jahres

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Mainz (dts) – Die Schiedsrichter-Kommission Elite des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Felix Brych zum Schiedsrichter des Jahres 2014/2015 gewählt. Der 40 Jahre alte Unparteiische aus München wurde am Dienstag am Rande des Lehrgangs der Bundesliga-Schiedsrichter in Mainz von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach geehrt. Brych, der seit 2004 in der Bundesliga eingesetzt wird und seit 2007 auf der Fifa-Liste steht, ist es nach 2013 bereits die zweite Auszeichnung. „Felix Brych hat sich diese neuerliche Auszeichnung mehr als verdient“, so Herbert Fandel, Vorsitzender der DFB-Schiedsrichterkommission. „Er gehört für mich zweifellos zu den besten Schiedsrichtern der Welt und pfeift seit Jahren auf konstant hohem Niveau.“ Dadurch habe er viel für das Ansehen der deutschen Schiedsrichter getan. „Ich freue mich wirklich sehr über diese Auszeichnung“, sagte Brych. „Es ist eine Bestätigung der Schiedsrichterkommission dafür, dass ich in der vergangenen Saison stabile Leistungen geboten habe. Das hatte ich persönlich in dieser Form nicht unbedingt erwartet, weil ich nicht genau wusste, wie ich nach der Weltmeisterschaft wieder in Tritt komme.“ Schiedsrichterin des Jahres 2014/2015 ist Katrin Rafalski. Als Assistentin von Bibiana Steinhaus kam die 33-Jährige bei der Frauen-Weltmeisterschaft in Kanada zum Einsatz. „Diese Auszeichnung bedeutet für mich eine große Ehre und eine besondere Wertschätzung meiner Leistung“, so Rafalski.

Kolumnist Simon Tisdall
„The Guardian“: Europa braucht Erdogan jetzt mehr denn je

„Guardian“: Europa braucht Erdoğan jetzt mehr denn je London (nex) – Nach Ansicht der britischen Tageszeitung The Guardian braucht Europa im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise und dem Kampf gegen die Terrormiliz IS den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan mehr denn je. Der Kolumnist für Außenpolitik, Simon Tisdall, schreibt in seinem Artikel, der anhaltende Zustrom von Flüchtlingen, der zunehmende Terror des IS und der unkontrollierte Militäreinsatz Russlands in Syrien würden es notwendiger denn je machen, den türkischen Präsidenten als Partner zu betrachten. Mit Hinweis auf die mehr als 1,8 Millionen syrischen Flüchtlinge in der Türkei hätten Spitzenpolitiker der EU im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise im vergangenen Monat die Türkei um Hilfe gebeten. Tisdall zufolge könne die Bereitschaft Erdoğans, der EU in der Flüchtlingskrise entgegenzukommen, von dem abhängen, was Europa im Gegenzug anbieten werde.
Flüchtlingscamp Türkei (Foto: aa)
Flüchtlingscamp Türkei (Foto: aa)
Die Türkei sei zudem genau wie der Westen besorgt über den russischen Einsatz in Syrien. Mit Blick auf die Forderung Erdoğans hinsichtlich der Einrichtung einer Sicherheitszone im Norden Syriens vermerkte Tisdall in seinem Artikel, bisher hätten die USA und Großbritannien dies abgelehnt. Die massiven russischen Luftangriffe vom Wochenende, die oppositionellen Quellen in Syrien zufolge zahlreiche zivile Opfer gefordert haben sollen, würden den Erdoğan-Vorschlag nach einer Flugverbotszone eigentlich als noch erstrebenswerter erscheinen lassen, schreibt Tisdall weiter.

VW-Skandal
VW-Chef sagt Belegschaft „schnelle und schonungslose Aufklärung“ zu

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Wolfsburg (dts) – Der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen, Matthias Müller, hat der Belegschaft des Autobauers eine „schnelle und schonungslose Aufklärung“ des Abgasskandals zugesagt. Was hier passiert sei, widerspreche allem, wofür der Konzern und seine Menschen stünden und sei durch nichts zu entschuldigen, so Müller auf der VW-Betriebsversammlung am Dienstag in Wolfsburg. „Wir können und wir werden diese Krise bewältigen. Weil Volkswagen ein Konzern mit starker Substanz ist. Und vor allem weil wir die beste Automannschaft haben, die man sich wünschen kann.“ Das Unternehmen werde alles daran setzen, dass Volkswagen auch in Zukunft für gute und sichere Arbeitsplätze stehe. „Neben dem riesigen finanziellen Schaden, der heute noch gar nicht abzusehen ist, ist diese Krise vor allem eine Vertrauenskrise. Weil es hier um den Kern unseres Unternehmens und unseres Selbstverständnisses geht: um unsere Autos.“ Solidität, Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit, so Müller weiter, gehörten zum Markenkern von Volkswagen: „Unsere wichtigste Aufgabe wird es deshalb sein, verlorenes Vertrauen wieder zu gewinnen – bei unseren Kunden, Partnern, Investoren und der gesamten Öffentlichkeit.“ Der erste Schritt dorthin sei die schnelle und schonungslose Aufklärung. „Nur wenn alles auf den Tisch kommt, nur wenn wir alles lückenlos aufarbeiten, nur dann werden uns die Menschen wieder vertrauen“, sagte Müller.

Welt-Ei-Tag
Sechs Milliarden Eier im ersten Halbjahr 2015 erzeugt

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Wiesbaden (dts) – Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres haben in Deutschland die Hennen in Unternehmen mit mindestens 3.000 Hennenhaltungs-Plätzen insgesamt sechs Milliarden Eier gelegt. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Welt-Ei-Tags am kommenden Freitag mitteilte, stammten 63 Prozent der Eier aus Bodenhaltung. 17 Prozent wurden demnach in der Freilandhaltung produziert. Danach folgten die Eier, die in Kleingruppenhaltung beziehungsweise Käfigen erzeugt wurden mit elf sowie Eier aus der ökologischen Erzeugung mit neun Prozent, teilten die Statistiker weiter mit.

Präsident Erdogan in Europa
Türkische Gemeinde begrüßt Erdogan-Besuch in Brüssel

Brüssel/Berlin (dts) – Die Türkische Gemeinde Deutschlands hat den Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Brüssel als überfällig begrüßt. „Die EU darf die Türkei nicht alleinlassen. Und Erdogan muss jetzt zeigen, wie ernst er es mit Europa meint, indem er der Staatengemeinschaft bei der Lösung der Flüchtlingskrise hilft“, sagte der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, der „Rheinischen Post“. Die EU solle sich daran beteiligen, mehr Unterkünfte für Flüchtlinge in der Türkei zu schaffen und die Qualität der Unterbringung zu verbessern. „Viele Menschen werden gar nicht mehr registriert“, sagte Sofuoglu. Verärgert zeigte er sich über Warnungen aus CDU und CSU, Erdogan zu sehr entgegenzukommen: „Manche Unionsabgeordnete beziehen ihre Kritik an der Türkei zu stark auf Erdogan.“ Das Land bestehe aus mehr als seinem Staatschef, sagte Sofuoglu der Zeitung.

Flüchtlingskrise
Schwesig warnt vor sexuellen Übergriffen in Flüchtlingslagern

Berlin (dts) – Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat vor sexuellen Übergriffen in Flüchtlingslagern gewarnt. „Frauen mit Kindern benötigen besondere Schutzräume“, sagte Schwesig im Interview mit der Zeitschrift „Super Illu“. „Wir brauchen abschließbare Duschen und Toiletten. Vor allem nachts.“ Außerdem forderte sie, dass Familien mit Kindern schneller an Wohnraum und Kita-Plätze kommen. Schwesig sieht in der Aufnahme von Flüchtlingskindern in deutsche Kitas große Chancen der Integration: „Gerade Kindern fällt es leicht, über unterschiedliche Religionen und Kulturen hinaus zu denken. Deshalb ist es wichtig, dass sie schnellstmöglich die deutsche Sprache lernen.“ Zu den Sorgen mancher Bürger, Flüchtlingsfrauen- und Kinder würden jetzt bevorzugt behandelt werden, sagte sie: „Wir müssen darauf achten, dass deutsche Familien, Alleinerziehende und Kinder bei der Krisenbewältigung nicht vergessen werden. Dazu gehören auch die Senioren.“

Fachkräftemangel
Studie: Jedes zweite digitalisierte Unternehmen sucht Mitarbeiter

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Fast jedes zweite Unternehmen mit hohem Digitalisierungsgrad will in den kommenden fünf Jahren zusätzliche qualifizierte Mitarbeiter einstellen. Dies geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, die der „Rheinischen Post“ vorliegt. Die Studie beruht auf einer aktuellen Umfrage bei den Personalchefs von 1.400 Unternehmen, die das Institut je nach Digitalisierungsgrad in drei Gruppen eingeteilt hat. Demnach wollen rund 44 Prozent der stark digitalisierten Unternehmen künftig qualifizierte Fachkräfte und Akademiker neu einstellen. Auch knapp 40 Prozent aller übrigen Unternehmen plane Neueinstellungen in diesem Bereich. Weniger Jobchancen hätten dagegen Ungelernte: In diesem Bereich wollten rund zehn Prozent aller Unternehmen in den kommenden Jahren Jobs abbauen, so die Umfrage. Die Studie widerlegt aus Sicht des arbeitgebernahen Instituts die verbreitete Auffassung, dass durch die fortschreitende Digitalisierung zunehmend Arbeitsplätze verlorengehen würden. Die Umfrage zeige vielmehr, „dass nur jedes zehnte Unternehmen, das digital stark aufgestellt ist, kurzfristig Jobs abbauen will“, schreibt die Autorin Andrea Hammermann. Die große Mehrheit der digitalisierten Unternehmen plane genauso viele Neueinstellungen wie alle anderen Betriebe.

Fassungsvermögen von 290 Passagieren
Münchner fahren bald mit türkischer Straßenbahn „Seidenraupe“

Türkisches Unternehmen Durmazlar stellt 264 U-Bahn-Waggons für München her Bursa (nex) – Die Straßenbahn mit dem Namen İpekböcegii (Seidenraupe), die vom Unternehmen Durmazlar Makine A. Ş. aus Bursa hergestellt werden, fahren bald auch im Rahmen des Münchner Verkehrsnetzes. Dies berichten verschiedene türkische Medien. Durmazlar soll dabei die Waggonkörper zu einem Großauftrag beisteuern, den sich Siemens im Rahmen einer Ausschreibung sichern konnte. Bis dato sollen bereits 20 der 264 Fahrzeuge produziert worden sein, die in der bayerischen Landeshauptstadt zum Einsatz kommen sollen.
(Foto: bursa.bel.tr)
(Foto: bursa.bel.tr)
Ob die İpekböcegi auch in Dortmund zum Einsatz kommen werden, steht noch nicht fest, da die Entscheidung hinsichtlich des Anbieters vonseiten der Stadt noch nicht gefallen ist. Auch in der Türkei kann sich das 1956 gegründete Unternehmen über einen prestigeträchtigen Auftrag freuen. So teilte die Stadtverwaltung von Samsun am 1. Oktober mit, dass acht Straßenbahnwaggons mit einer Länge von 31,8 Metern und einem Fassungsvermögen von 290 Passagieren für 12,3 Millionen Euro ebenfalls in Bursa hergestellt werden sollen.    

Flüchtlingstragödie
Nach Brand in Asylbewerberunterkunft: Polizei geht von Suizid aus

Saalfeld (dts) – Nach dem Brand in einer Asylbewerberunterkunft im thüringischen Saalfeld geht die Polizei davon aus, dass der nach dem Feuer tot aufgefundene 29-jährige Mann Suizid begangen hat. Wie die Saalfelder Polizei am Dienstag mitteilte, war das Zimmer des Mannes aus Eritrea abgeschlossen, als der Brand am Montagabend ausbrach. Es ist demnach ausgeschlossen, dass jemand von außen in das Zimmer eindrang. Das Feuer selbst sei durch eine brennbare Flüssigkeit beschleunigt worden, hieß es seitens der Ordnungshüter weiter. Die Obduktion der Leiche habe ergeben, dass der Mann an einer Rauchgasvergiftung gestorben ist. Spuren einer äußeren Gewalteinwirkung seien nicht gefunden worden.