DFB-Skandal
DFB-Vize Frymuth betroffen über Rücktritt von Niersbach

Frankfurt/Main (dts) – DFB-Vizepräsident Peter Frymuth hat sich betroffen über den Rücktritt des DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach gezeigt. „Die Übernahme der politischen Verantwortung beinhaltet auch Dinge, für die er nachweislich nichts kann“, sagte Frymuth der „Rheinischen Post“. „Mit Niersbach verliert der DFB einen Spitzenfunktionär mit unheimlich hoher Fachkompetenz und großer Menschlichkeit. Er hat sich in seinem Charakter in all den Jahren nicht verändert.“ Frymuth betonte, durch den Rücktritt von Niersbach seien die Ermittlungen rund um die WM 2006 keineswegs beendet. „Wir werden aufklären, was es aufzuklären gibt. Nichts wird unter den Teppich gekehrt.“ Bundestrainer Joachim Löw erklärte, er sei „überrascht und sehr traurig“ über Niersbachs Rücktritt. Niersbach hatte zuvor erklärt, im Zuge der WM-Affäre ziehe er „die politische Konsequenz“. Er betonte, er habe „immer sauber, vertrauensvoll und korrekt“ gearbeitet und habe sich „persönlich absolut nichts vorzuwerfen“. Er habe über die Hintergründe der umstrittenen 6,7-Millionen-Euro-Zahlung im Vorfeld der Fußball-WM 2006 „keinerlei Kenntnis“ gehabt. Die Amtsgeschäfte beim DFB übernehmen bis auf Weiteres die bisherigen Vizepräsidenten Reinhard Rauball und Rainer Koch.

Pegida
Jahrestag der Reichspogromnacht: Tausende demonstrieren in Dresden

Dresden (dts) – In Dresden haben am 77. Jahrestag der nationalsozialistischen Pogromnacht trotz heftiger Kritik erneut Tausende Anhänger der Pegida-Bewegung demonstriert. Nach Angaben der studentischen Initiative „Durchgezählt“ nahmen 7.000 bis 8.500 Menschen an der Kundgebung des Bündnisses teil, zwischen 4.000 und 6.000 Menschen protestierten demnach gegen die Bewegung. Im Vorfeld hatten Gegner angesichts des sensiblen Datums ein Verbot der Pegida-Kundgebung gefordert, die Stadt Dresden teilte jedoch mit, dass man keine rechtliche Handhabe für ein Verbot habe. Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann rief die Demonstranten in seiner Eröffnungsrede zu ruhigem Gedenken „ohne Parolen, ohne Geschrei“ auf. Auch in anderen deutschen Städten gab es Demonstrationen.

NSU-Prozess
Beate Zschäpe will umfassend aussagen

München (dts) – Die Hauptangeklagte im Münchener NSU-Prozess, Beate Zschäpe, will nach Informationen von „Spiegel Online“ ihr Schweigen brechen und am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht München umfassend aussagen. Laut des Berichts steht seit Wochen fest, dass Zschäpe ihr Schweigen brechen wird. Die Hauptangeklagte im NSU-Prozess werde vor Gericht aber wohl nicht selbst sprechen, sondern ihre Aussage von ihrem Verteidiger verlesen lassen.

Bisher hatte die Angeklagte seit ihrer Festnahme am 8. November 2011 jegliche Angaben zur Terrorzelle NSU verweigert. Zschäpe wird beschuldigt, unter anderem an zehn Morden, zwei Sprengstoffanschlägen und 15 Raubüberfällen als Mittäterin beteiligt gewesen zu sein.

Sorge um Altkanzler
Leibarzt: Helmut Schmidt ist „nicht mehr ansprechbar“

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Berlin (dts) – Der Gesundheitszustand von Altkanzler Helmut Schmidt (SPD) hat sich nach Angaben seines Arztes seit dem Wochenende noch einmal „dramatisch zugespitzt“. Das berichtet „Bild“ unter Berufung auf Informationen aus der Familie Schmidts und seines Leibarztes. Demnach habe sich der Altkanzler zusätzlich zu weiteren Beschwerden in Folge einer schweren Gefäß-Operation vor zwei Monaten eine „unklare Infektion zugezogen“, habe „hohes Fieber“ und sei derzeit „nicht mehr ansprechbar“. „Sein Körper hat kaum noch Widerstandskräfte. Wir müssen jederzeit mit allem rechnen“, zitiert die Zeitung den Leibarzt des Altkanzlers.

Streik
Lufthansa-Flugbegleiter wollen auch am Dienstag streiken

Frankfurt/Main (dts) – Die Lufthansa-Flugbegleiter wollen auch am Dienstag in den Arbeitsausstand treten. Die Kranich-Airline werde an den Flughäfen Frankfurt, München und Düsseldorf bestreikt, teilte die Gewerkschaft Ufo mit. Während in München und Frankfurt ausschließlich die Langstreckenflüge von den Streiks betroffen sein sollen, werden in Düsseldorf zusätzlich auch die Kurz- und Mittelstreckenflüge bestreikt. Nachdem die Flugbegleiter am Sonntag eine Streikpause eingelegt hatten, waren von den Arbeitsniederlegungen am Montag 929 Flüge und über 100.000 Passagiere betroffen. In dem Tarifstreit geht es um die Alters- und Übergangsversorgung der rund 19.000 Lufthansa-Flugbegleiter.

Flüchtlingskrise
Deutsche Bahn startet Qualifizierungsprogramm für Flüchtlinge

Berlin (dts) – Die Deutsche Bahn (DB) startet in Bayern ein Qualifizierungsprogramm für Flüchtlinge mit Berufserfahrung. Im November starte eine erste Klasse mit zunächst 15 Berufserfahrenen eine Umschulung zum Elektroniker für Betriebstechnik bei der DB in München, teilte der Konzern am Montag mit. Die Qualifizierung beginnt demnach mit viermonatigen Sprachkursen für Anfänger und Fortgeschrittene. Die fachliche Umschulung bei DB Fernverkehr dauere bis zu 28 Monate. Bei erfolgreichem Verlauf plane das Unternehmen, dass Qualifizierungsprogramm in Bayern auszubauen und regelmäßig anzubieten. „Mit dem Münchner Programm gehen wir einen neuen Weg und geben berufserfahrenen Flüchtlingen im technischen Bereich eine Perspektive. Es zeigt: Wenn Viele mithelfen, kommt etwas in Bewegung, von dem alle Beteiligten profitieren“, sagte DB-Personalvorstand Ulrich Weber.

Werdau
Sachsen: 18-Jähriger klettert auf Zug und stirbt nach Stromschlag

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Zwickau (dts) – Im sächsischen Werdau nahe der Stadt Zwickau ist ein 18-Jähriger durch einen Stromschlag tödlich verletzt worden, nachdem er am Bahnhof in Werdau auf einen kurz zuvor eingefahrenen Containerzug geklettert war. Das Unglück habe sich bereits am frühen Samstagmorgen ereignet, wie die Bundespolizei am Montag mitteilte. Demnach erlitt der junge Mann, der sich zusammen mit einer Gruppe Jugendlicher auf dem Weg nach Hause befand, einen Stromschlag, weil er der 15.000 Volt führenden Oberleitung zu Nahe kam. Eine herbeigerufene Notärztin konnte nur noch den Tod des 18-Jährigen feststellen. Die anderen Jugendlichen sowie weitere vom Ereignis Betroffene erlitten einen Schock und wurden von Mitarbeitern eines Kriseninterventionsteams betreut. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauerten an, teilten die Ordnungshüter weiter mit.

Top-Location Türkei
Türkei: Nach Brad Pitt und Angelina Jolie kauft auch Cristiano Ronaldo Haus in Izmir

İzmir (nex) – Cristiano Ronaldo, Real Madrids portugiesischer Fußballstar, hat Berichten zufolge eine Villa im Wert von 3,2 Millionen Euro in der westtürkischen Metropole İzmir erworben. Einem Bericht der Tageszeitung Sabah zufolge soll das Haus unter anderem sieben Schlafzimmer, drei Wohnzimmer, einen offenen und einen geschlossenen Swimmingpool auf einer Fläche von 12 000 Quadratmetern aufweisen. Die exakte Lage des Anwesens wurde nicht preisgegeben, das Haus soll jedoch einen Ausblick über die gesamte Stadt aufweisen. Oya Paktaş, die Türkei-Repräsentantin des Immobilienimperiums der Proto-Gruppe, bestätigte den Verkauf und erklärte, der Eigentümer der Gruppe, Alessandro Proto, habe ihn persönlich beraten. Ronaldo habe sich auf Grund der Bilder des Hauses dazu entschieden, die Wohnung zu erwerben. Der Fußballstar werde Berichten zufolge einen Teil seines Urlaubs in seiner neu erworbenen Immobilie in İzmir verbringen.
(Foto: aa)
(Foto: aa)
In den vergangenen Jahren rückte die Türkei und dabei insbesondere İzmir seiner verkehrstechnisch günstigen Lage und seiner Nähe zu vielen bekannten Sommerurlaubsorten des Landes wegen in den Fokus von Kaufinteressenten, die an Luxusimmobilien interessiert waren. Paktaş hatte bereits zu einem früheren Zeitpunkt erklärt, dass das Promipaar Angelina Jolie und Brad Pitt für 2,6 Millionen US-Dollar in Urla, einer ruhigen Stadt am Meer im Westen von İzmir erworben hätten, die für Weinanbau und organische Landwirtschaft bekannt sei.

Sekundärschutz für Syrer
Innenausschuss-Chef stützt de Maizière im Streit um Familiennachzug

Berlin (dts) – Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat für seine Absicht, den Flüchtlingsschutz für Syrer neu zu regeln, die Unterstützung des Vorsitzenden des Bundestags-Innenausschusses, Ansgar Heveling (beide CDU). „Der Sekundärschutz für Syrer und damit auch der Umfang des Familiennachzuges bleiben sicherlich auf der Tagesordnung der deutschen Innenpolitik“, sagte Heveling der „Rheinischen Post“. Für ihn sei es „sehr plausibel, angesichts des Individualgrundrechtes auf Asyl wieder zu einer Einzelfallprüfung zurückzukehren“. Das bedeute nicht, dass alle Syrer nur noch sekundären Schutz bekämen, erklärte der CDU-Politiker. 2014 seien davon lediglich zwölf Prozent betroffen gewesen.

Bundesverkehrsministerium
Drohnenführerschein: SPD signalisiert Unterstützung für Reglementierung von Drohnen

Berlin (dts) – Die Pläne des Bundesverkehrsministeriums zur Reglementierung von Drohnen treffen in der SPD auf Unterstützung. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Niedersachsens Landesinnenminister Boris Pistorius (SPD): „Drohnen werden in nicht allzu ferner Zukunft viele und wesentliche Bereiche unseres Alltags, aber auch der inneren Sicherheit elementar verändert haben.“ Gerade auch angesichts der Risiken, die damit verbunden seien, „braucht es schnell verbindliche gesetzliche Regelungen für den Betrieb. Es ist schön, dass das jetzt auch in Berlin so gesehen wird“, ergänzte Pistorius, der im Sommer einen Länder-Vorstoß für Beschränkungen etwa von Reichweite und Tragfähigkeit unternommen und vor kriminellem Missbrauch gewarnt hatte. Den Plänen der Bundesregierung zufolge sollen gewerbliche Nutzer für die ferngelenkten Fluggeräte einen Führerschein brauchen und alle Drohnen ab 500 Gramm Gewicht einer Kennzeichnungspflicht unterliegen, berichtet die „Bild am Sonntag“. Die geplante Neuregelung sieht zudem ein Verbot von privaten Drohnenflügen über bestimmten Gebieten vor. Dazu zählen unter anderem Industrieanlagen, Justizvollzugsanstalten, militärische Anlagen, Unglücksorte oder Katastrophengebiete. Sicherheitsbehörden hatten nach Informationen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ das Gefahrenpotenzial von Drohnen in diesem Jahr umfassend untersucht, auch mit Blick auf eine potenzielle Nutzung für Anschläge. Die Experten seien hochgradig beunruhigt gewesen, denn die Fluggeräte ließen sich unter Nutzung allgemein zugänglicher Utensilien mit Sprengstoff bestücken, auf immense Geschwindigkeiten beschleunigen, anonym und risikolos steuern und gegen Störsender der Polizei effektiv abschirmen. Hinzu kommen Haftungsfragen und Risiken ohne kriminellen Hintergrund durch die schlichte Menge der eingesetzten Geräte.