Außenhandel
Exporte im September um 4,4 Prozent gestiegen

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Wiesbaden (dts) – Die deutschen Ausfuhren sind im September des laufenden Jahres um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Insgesamt wurden von der Bundesrepublik Waren im Wert von 105,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 83 Milliarden Euro importiert, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit. Demnach waren die deutschen Exporte im September 2015 um 4,4 Prozent und die Importe um 3,9 Prozent höher als im September 2014. Gegenüber August 2015 stiegen die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 2,6 Prozent und die Importe um 3,6 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss im September 2015 mit einem Überschuss von 22,9 Milliarden Euro. In die Mitgliedstaaten der EU wurden im September Waren im Wert von 62,2 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 55,3 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber September 2014 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 7,4 Prozent und die Importe aus diesen Ländern um 6,6 Prozent. In die Länder der Eurozone wurden im September 2015 Waren im Wert von 38,7 Milliarden Euro geliefert und Waren im Wert von 37,8 Milliarden Euro aus diesen Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im September 2015 Waren im Wert von 23,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 17,5 Milliarden Euro von dort importiert. In die Länder außerhalb der Europäischen Union, die sogenannten Drittländer, wurden im September 2015 Waren im Wert von 43,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 27,6 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert, teilten die Statistiker weiter mit.

Flüchtlingspolitik
Grünen-Politiker Beck attackiert Tübinger OB Palmer

Berlin (dts) – Der innenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, hat die Äußerungen des Grünen-Politikers Boris Palmer zur Flüchtlingspolitik scharf kritisiert. „Wenn es darum geht, mit steilen CSU-Thesen durch die Öffentlichkeit zu irrlichtern, könnte Boris auch mal über den Schutz der Familie als Kern der Gesellschaft und Grundlage unserer Verfassung, an der sich nicht nur Einwanderer und Flüchtlinge orientieren sollten, philosophieren“, sagte Beck dem „Handelsblatt“. „Ich rate deshalb Boris: weniger Seehofer wagen. Der Schaden im Baden-Württembergischen Wahlkampf wird durch Boris immer größer. Er sollte sich jetzt mal zusammenreißen.“ Palmer, der auch Oberbürgermeister von Tübingen ist, hatte davor gewarnt, eine Einschränkung des Familiennachzugs bei Flüchtlingen von vornherein auszuschließen. Palmer dürfe natürlich sagen, was er wolle, sagte Beck. „Er muss aber den Widerspruch ertragen, wenn er sogar die CDU-Vorsitzende rechts überholt.“ Man könne auch fragen, ob Palmer wisse, dass das Verbot des Familiennachzugs rechtlich nur gehe, wenn zugleich das schriftliche Verfahren beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) abgeschafft und jeder Syrer wieder persönlich angehört werde. „Wie er das schaffen möchte, verschweigt er.“ Und selbst dann würde eine entsprechende Weisung des Innenministeriums an das BAMF gegen die Rechtsprechung mehrerer Oberverwaltungsgerichte verstoßen und neue Gerichtsverfahren provozieren.

Flüchtlingskrise
Schäuble: Müssen Familiennachzug begrenzen

Berlin (dts) – Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, den Familiennachzug von syrischen Flüchtlingen zu begrenzen. Wenn Kriegsflüchtlinge nicht individuell verfolgt würden, „kann man den Familiennachzug ausschließen. Und wir müssen natürlich den Familiennachzug begrenzen“, sagte Schäuble im „Bericht aus Berlin“. Damit stellte er sich hinter die Forderungen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und des bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU). Die Aufnahmekapazität des Landes sei nicht unbegrenzt, so der Finanzminister weiter. „Infolgedessen ist es eine notwendige Maßnahme, dass man im Einzelnen prüft“, sagte er. Er halte den Vorschlag von Minister de Maizière für „eine notwendige Entscheidung“. „Und ich bin sehr dafür, dass wir sehr rasch uns darüber in der Koalition verständigen.“

1. Bundesliga
Werder Bremen verschafft sich Luft im Abstiegskampf

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Augsburg (dts) – Zum Abschluss des zwölften Spieltages der 1. Fußball-Bundesliga hat sich Werder Bremen mit einem 2:1-Sieg gegen Augsburg Luft im Abstiegskampf verschafft. Bremen überließ den Hausherren in der ersten Hälfte das Spiel und wartete auf Konter-Gelegenheiten. Nach dem Seitenwechsel zog das Tempo der Partie merklich an und beide Seiten spielten offensiver auf. Pizarro schoss in der 58. Minute das 1:0 für die Norddeutschen nach Vorlage von Garcia. In der 69. Minute nutzte Bartels die schwache Defensiv-Leistung des Tabellenletzten und traf zum 2:0. Augsburg mühte sich danach zwar um ein Tor, scheiterte jedoch an einer kompakten Bremer Abwehr. In der 79. Minute prallte Selassie mit Schlussmann Wiedwald zusammen, Selassie verlor kurzzeitig das Bewusstsein und musste vom Feld getragen werden. Wiedwald rettete kurz danach gegen einen platzierten Schuss von Bobadilla mit den Fingerspitzen und klärte an den Pfosten. In der 89. Minute entschied Schiedsrichter Stieler in einer harten Entscheidung auf Handspiel von Garcia an der Strafraumgrenze: Verhaegh verwandelte zum 2:1 und brachte Augsburg für die Schlussphase noch einmal heran. Bremen schiebt sich durch den Sieg auf Rang 14 vor, Augsburg bleibt letzter mit vier Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz.

Visafreiheit
Studie: Türken wollen nur noch zum Shoppen nach Europa

Visapflicht für Türken: 300 Milliarden Schaden in fünf Jahren Brüssel (nex) – Einer Studie zufolge würden Türken nicht mehr als Gastarbeiter, sondern nur noch „zum Shoppen“, als Touristen, Studenten oder Messebesucher nach Europa einreisen wollen. Die Anzahl jener türkischen Bürger, die nach Europa auswandern wollten, sei auf ein unbedeutend geringes Maß gesunken. Anfang 2015 bat die Agentur für Arbeit um türkische Fachkräfte. Diese lehnten aber eine Übersiedlung nach Deutschland großteils ab, da sie die Lebensqualität in der Türkei als besser einstuften. Auch die fehlende Sprache wurde als weiterer Grund genannt, Deutschland fernzubleiben. Die türkische staatliche Arbeitsagentur ISKUR hat erklärt, dass die Arbeitslosen, die bei ihnen gemeldet seien, über die Möglichkeit eines Arbeitsplatzes in Deutschland informiert würden. Aber: ”Viele wollen nicht, weil sie sagen, dass die Lebensqualität in der Türkei besser sei als in Deutschland.“ 300 Milliarden Euro Schaden Dem Präsidenten der Plattform „Visumfreies Europa“ zufolge liegt der Schaden, den die Visapflicht für Türken in der europäischen und türkischen Wirtschaft in fünf Jahren angerichtet hat, bei 300 Milliarden Euro. Türkische Bürger würden infolge der Visapflicht, die ja auf keiner rechtlichen Basis begründet sei, sehr großen wirtschaftlichen und sozialen Schaden riskieren. Bis zur Erteilung eines Visums dauere es sehr lange. Im Schnitt koste allein ein Antrag auf ein Visum 100 Euro, hinzu kämen noch weitere Ausgaben, wodurch sich die Kosten für ein Visum am Ende auf bis zu 250-300 Euro pro Person belaufen würden. Sollte die Visapflicht für Bewohner der Türkei komplett abgeschafft werden, würden der Handel und Tourismus zwischen der Türkei und der EU davon profitieren. Allein die Tourismuseinnahmen würden jährlich um 15-20 Milliarden Euro steigen. EU-Erweiterungskommissar Hahn betonte, dass es bereits seit zwei Jahren Verhandlungen zwischen Brüssel und Ankara mit dem Ziel gebe, die Visapolitik zwischen beiden Staaten zu liberalisieren. Bis spätestens 2017 solle Visafreiheit erreicht werden. In einem Interview für „Die Welt“ sagte Hahn, die Kapitel betreffend der Grundrechte, Justiz, Freiheiten und Sicherheit im Rahmen der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei müssten so früh wie möglich geöffnet werden. Eine Schließung dieser Kapitel sollte nach Ansicht von Hahn aber erst am Ende der Beitrittsverhandlungen erfolgen. EU-Erweiterungskommissar Hahn betonte, dass es bereits seit zwei Jahren Verhandlungen zwischen Brüssel und Ankara mit dem Ziel gebe, die Visapolitik zwischen beiden Staaten zu liberalisieren. Bis spätestens 2017 soll Visafreiheit erreicht werden. Problematik biometrischer Reisepässe muss gelöst werden Auf die Frage, ob das realistisch sei, sagte der EU-Erweiterungskommissar, seiner Ansicht nach wäre es nach Erfüllung der vorgesehenen Kriterien innerhalb von zwei Jahren möglich, die Visafreiheit für türkische Staatsangehörige bei Reisen in den Schengenraum zu gewährleisten. Bis dahin sei es aber im Interesse einer funktionierenden Grenzverwaltung und mit Blick auf die Problematik biometrischer Reisepässe und gefälschter Reisedokumente sowie viele andere Bezug habende Themen zusammen mit der EU an diesen Themen zu arbeiten Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte bei einem Besuch in der Türkei angeboten, den beschleunigten Visaprozess für türkische Bürger zu unterstützen. „Im Gegenzug erwarten wir die schnellere Einführung des Rückübernahmeabkommens“, sagte Merkel nach einem Treffen mit dem türkischen Regierungschef Ahmet Davutoglu in Istanbul.  

"Chaos in der Union"
Grüne verlangen Klarstellung der Kanzlerin zu „Putsch“ de Maizières

Berlin (dts) – Schleswig-Holsteins Vize-Regierungschef Robert Habeck (Grüne) hat nach dem Vorgehen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière zum Rechtsstatus von Syrien-Flüchtlingen eine Klarstellung von Bundeskanzlerin Angela Merkel verlangt: „Es herrscht nicht nur Chaos in der Union, das ist ja ein Putsch“, sagte Habeck der „Rheinischen Post“. Deshalb sei auch die Regierungschefin gefordert. „Die Bundeskanzlerin muss klarmachen, wer Koch und wer Kellner ist“, forderte der Grünen-Spitzenpolitiker. Der Innenminister habe gegen die Beschlüsse der Koalition und möglicherweise am Kanzleramt vorbei die Weisung erteilt, den Schutz für Syrer einzuschränken. „Das ist ein krasses, böses Foul und ein seltener Fall von Wortbruch“, erklärte Habeck. Dass de Maizière es dann habe zurückholen müssen, mache die Sache nur unwesentlich besser.

1. Bundesliga
Borussia Dortmund siegt in packendem Revier-Derby gegen Schalke

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Dortmund (dts Nachrichtenagentur) – Borussia Dortmund hat am zwölften Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga das Revier-Derby gegen Schalke 04 mit 3:2 gewonnen. Die Elf von Thomas Tuchel begann vor ausverkauftem Haus offensiv und beide Mannschaften lieferten sich in einer hektischen Anfangsphase ein packendes Duell. In der 30. Minute gingen die Hausherren durch ein Tor von Kagawa mit 1:0 in Führung: Ginter hängte auf der Außenbahn seinen Bewacher ab und flankte auf den Schützen, der frei vor dem Schalker Tor zum Schuss kam. Nur drei Minuten später beendete Huntelaar seine Torflaute und traf nach Vorlage von Sané zum 1:1-Ausgleich. Kurz vor der Pause brachte Ginter nach einer Ecke den BVB erneut in Führung. Kurz nach der Pause traf Aubameyang für die Borussen zum 3:1. Danach stürmte Dortmund auf das Tor der Gelsenkirchener und drängte diese weit zurück. Der Schalker Schlussmann Fährmann erwischte einen guten Tag und bewahrte mit mehreren Glanzparaden die Knappen vor einer deutlichen Niederlage: In der 54. Minute kam Mkhitaryan frei zu einem Gewaltschuss, jedoch bekam Fährmann noch die Arme hoch und wehrte den Schuss ab. Erst ab der 65. Minute fand Schalke wieder besser in das Spiel und mühte sich um offensive Aktionen gegen bis dahin souveräne Dortmunder. Huntelaar traf in der 71. Minute zum 3:2 und brachte die Knappen wieder heran: Sokratis klärte einen Torschuss genau vor die Füße des Schützen, der den Ball über den herauseilenden Dortmunder Torhüter Bürki lupfte. Dortmund reagierte geschockt und verlor die Kontrolle über das Spiel, in der 80. Minute scheiterte Højbjerg am Ausgleichstreffer, er setzte einen wuchtigen Schuss aus zwanzig Metern an den Pfosten. In der Schlussphase erholte sich dann der BVB und brachte den Sieg über die Zeit. Durch den Sieg bleibt Dortmund Spitzenreiter Bayern auf den Fersen, Schalke fällt auf Platz fünf hinter Hertha BSC zurück. Am Abend empfängt Schlusslicht Augsburg Werder Bremen. Anpfiff ist um 17.30 Uhr.

Filmtipp
13 HOURS: THE SECRET SOLDIERS OF BENGHASI

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Michael Bays brisanter Actionthriller über die dramatischen 13 Stunden des Terrorangriffs in Bengasi

Es ist die Nacht des 11. Septembers 2012 – genau 11 Jahre nach den verheerenden Anschlägen auf das World Trade Center – als das US-General-Konsulat in Bengasi, Libyen, überraschend mit schwerem Geschütz angegriffen wird. Als ein eindeutiger militärischer Rettungsbefehl aus Washington ausbleibt, entscheidet sich ein Team privater Sicherheitskräfte für den Alleingang. Sie, die in einem geheimen CIA Stützpunkt in der Nähe stationiert sind, wollen die Botschaft den Angreifern nicht kampflos überlassen. Dabei riskieren die ehemaligen Soldaten Jack (John Krasinski), Rone (James Badge Dale), Tanto (Pablo Schreiber), Boon (David Denman), Oz (Max Martini) und Glen (Toby Stephens) nicht nur ihr Leben, sondern setzen sich auch über einen Befehl hinweg. Denn um die Existenz des geheimen CIA Stützpunkts zu sichern, wird ihnen ein Eingreifen strengstens von oberster Stelle untersagt. Ein 13-stündiger, selbstloser Einsatz gegen Befehl und Gehorsam und für das Leben ihrer Landsleute beginnt … Erfolgsregisseur Michael Bay („Transformers“, „Bad Boy“, „Bad Boys II“) überzeugt erneut mit seinem untrüglichen Gespür für fesselndes und actiongeladenes Kino und widmet sich mit seinem neusten Film einem Ereignis, das politisch noch immer höchste Relevanz hat. In 13 HOURS: THE SECRET SOLDIERS OF BENGHAZI folgt er den wahren Begebenheiten des 11. September 2012, basierend auf dem erfolgreichen Buch „Thirteen Hours: The Inside Account Of What Really Happened In Benghazi“ des New York Times Bestseller Autors Mitchell Zuckoff. Filmisch brillant für die große Leinwand adaptiert, beschreibt er den Angriff libyscher Milizen auf das amerikanische General-Konsulat in Bengasi, bei dem US-Botschafter J. Christopher Stevens sowie drei seiner Mitarbeiter tragisch ums Leben kamen. Michael Bay setzt mit seinen Darstellern John Krasinski („Das Büro“), James Badge Dale („World War Z“), Pablo Schreiber („Orange Is The New Black“), David Denman („Parenthood“) und Max Martini („Fifty Shades of Grey“) auf einen starken Cast, der den Helden dieses hochspannenden Thrillers ein furchtloses Gesicht gibt. Besondere Wirkungskraft erhält der Film zudem, da  Bay den Stoff gemeinsam mit den Soldaten konzipierte, die den Einsatz ausführten. Wie aktuell und nachwirkend die Ereignisse von Bengasi auch heute noch sind, zeigt die erst kürzlich stattgefundene Befragung der aktuellen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton vor dem Kongressausschuss, die zu dem Zeitpunkt des Angriffs als US-Außenministerin verantwortlich zeichnete. 13 HOURS: THE SECRET SOLDIERS OF BENGHAZI – großes, emotionales und hochbrisantes Actionkino von Erfolgsregisseur Michael Bay,  das weit über seinen „Call of duty” hinausgeht.

13 HOURS: THE SECRET SOLDIERS OF BENGHASI REGIE Michael Bay DREHBUCH Chuck Hogan BESETZUNG John Krasinski, Pablo Schreiber, Toby Stephens, Freddie Stroma, David Giuntoli, James Badge Dale u.a. PRODUKTION Michael Bay, Scott Gardenhour u.a. BASIEREND AUF DEM BUCH „Thirteen Hours: The Inside Account Of What Really Happened In Benghazi“ von Mitchell Zuckoff

Kinostart: 4. Februar 2016 Im Verleih von Paramount Pictures Germany

Tarifkonflikt
Flugbegleitergewerkschaft UFO weitet Streik bei Lufthansa aus

Frankfurt/Main (dts) – Die Flugbegleitergewerkschaft UFO weitet ihren Streik bei der Lufthansa aus: Am Montag sollen nicht nur die Standorte Frankfurt und Düsseldorf, sondern auch München bestreikt werden, teilte die Gewerkschaft am Sonntag mit.

In Frankfurt und Düsseldorf soll von 04:30 bis 23:00 Uhr die Arbeit niedergelegt werden, in München bis 24:00 Uhr. Am Freitag und Samstag waren wegen des Arbeitskampfes Hunderte Flüge ausgefallen, Zehntausende Passagiere waren betroffen. Am Sonntag hatte die Gewerkschaft eine Streikpause eingelegt. In dem Tarifstreit geht es um die Alters- und Übergangsversorgung der rund 19.000 Lufthansa-Flugbegleiter.

Abgas-Skandal
Bundesbank-Präsident: Deutschland steht trotz VW-Krise gut da

Berlin (dts) – Trotz der Krise bei Volkswagen steht die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann gut da. „Wir haben einen recht kräftigen Aufschwung und einen hohen Beschäftigungsstand, auch wenn sich das Wachstumstempo im zweiten Halbjahr etwas abgeschwächt haben dürfte“, sagte Weidmann dem „Tagesspiegel“. Die Autoindustrie habe trotz der Probleme bei VW im Oktober zugelegt, betonte er. „Insofern gibt es bislang keine Anhaltspunkte dafür, dass der Abgasskandal von VW die gesamte Branche runterzieht.“

Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, forderte Weidmann auf, kulturelle und sprachliche Barrieren zu überwinden und „unsere Werteordnung“ zu respektieren. Die Flüchtlingszuwanderung werde sich nur meistern lassen, „wenn es gelingt, diejenigen, die bleiben werden, zu integrieren“, sagte er. Eine Schlüsselrolle bei der Integration spiele der Arbeitsmarkt. Es werde aber Zeit brauchen, bis die Flüchtlinge im Arbeitsmarkt Fuß gefasst hätten.