Denial-of-Service-Angriff
Hacker legen BBC-Webseite vorübergehend lahm
London (dts) – Die Webseite der britischen Rundfunkanstalt BBC war am Donnerstag über mehrere Stunden nicht erreichbar:
Die BBC sprach zunächst von einem technischen Problem, später wurde jedoch klar, dass offenbar Hacker hinter der Störung der Hauptseite und verwandter Seiten steckten.
Demnach habe es einen sogenannten Denial-of-Service-Angriff gegeben. Dabei wird eine Website durch massenhafte Anfragen zum Zusammenbruch gebracht. Die Probleme begannen laut BBC gegen 07:00 Uhr Ortszeit (08:00 deutscher Zeit), erst gegen Mittag war die Seite wieder erreichbar.
Whatsapp
Nutzer klagen über technische Probleme bei WhatsApp
Dortmund (dts) – Nutzer des Nachrichtendienstes WhatsApp haben an Silvester über technische Probleme geklagt.
Demnach konnten am späten Nachmittag keine Nachrichten verschickt werden. Auf Twitter schilderten Nutzer aus zahlreichen Ländern Mitteleuropas ihre Probleme mit der App. Die Gründe für die Störung waren zunächst nicht klar. Auch bei Twitter gab es kurzzeitig Probleme mit der Suchfunktion.
6 aus 49
Lotto: Neun Millionen Euro am Samstag im Jackpot
Saarbrücken (dts) – Der Jackpot im Lotto 6 aus 49 steigt für die Ziehung am Samstag auf rund neun Millionen Euro im 1. Rang und rund zwei Millionen Euro im 2. Rang. Bei der Ziehung am Mittwoch war es keinem Glücksritter gelungen, die sechs richtigen Gewinnzahlen und die Superzahl auf seinem Spielschein anzukreuzen, teilte der Deutsche Lotto- und Totoblock am Donnerstag mit. Einem Tipper aus Bayern gelang demnach ein „Sechser“: Der Lottospieler startet das neue Jahr mit einer Gewinnsumme von 975 973,50 Euro.
Der Jackpot in der Zusatzlotterie Spiel 77 steigt ebenfalls: Der Gewinntopf ist zur kommenden Ausspielung mit rund einer Million Euro gefüllt. Jeweils 100 000 Euro gewinnen sechs Spielteilenehmer der Zusatzlotterie Super6. Die Gewinner verteilen sich auf die Bundesländer Bayern, Hessen, Hamburg und Niedersachsen.
Wertegemeinschaft Europa
Massengrab Mittelmeer: Mehr als 3770 Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa gestorben
Genf (dts) – Im Jahr 2015 sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mehr als 3770 Menschen bei dem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen, ums Leben gekommen. Das sei ein neuer Rekordwert, teilte die IOM am Donnerstag mit.
Der tödlichste Monat sei mit fast 1250 Opfern der April gewesen.
Mitte April waren rund 800 Flüchtlinge bei einem Schiffsunglück vor der libyschen Küste ums Leben gekommen. 77 Prozent der Todesopfer habe es auf der zentralen Mittelmeerroute gegeben: Insgesamt seien knapp 2900 Flüchtlinge auf dem Weg von Libyen nach Europa gestorben.
Wirtschaft
Chinesische Investoren übernahmen 2015 mehr deutsche Unternehmen
Berlin (dts) – Deutsche Unternehmen stehen in China hoch im Kurs: Im Jahr 2015 hat die Zahl der Übernahmen mit chinesischer Beteiligung stark zugenommen, berichtet die „Welt“ unter Berufung auf das Ergebnis einer Analyse der Beratungsfirma Ginkgo Tree Advisors.
Die Analysten haben für ihre jährliche Auswertung alle großen Übernahmen mit chinesischer Beteiligung untersucht. Insgesamt 36 deutsche Unternehmen sind demnach von chinesische Firmen übernommen worden. Im Jahr 2014 waren es demnach 30 Übernahmen dieser Art gewesen. Trotz der gestiegenen Zahl der Geschäfte haben die chinesischen Aufkäufer der Analyse zufolge insgesamt weniger Geld ausgegeben als im Jahr zuvor: Hatten 2014 noch Unternehmen im Wert von 1,74 Milliarden Euro den Besitzer gewechselt, lag das Transaktionsvolumen im Jahr 2015 bei nur noch 900 Millionen Euro – und war damit erheblich geringer als im Vorjahr.
Tatsächlich aber dürfte weit mehr Geld den Besitzer gewechselt haben, als diese Zahlen suggerieren: Zum einen wurden bei einigen großen Geschäften die Kaufpreise nicht veröffentlicht, schreibt die „Welt“. Zum anderen würden kleine Transaktionen in der Regeln nicht öffentlich. Die Berater schätzen denn auch das tatsächliche Transaktionsvolumen auf deutlich höhere 1,5 Milliarden Euro. Die chinesischen Käufer haben es wie in vergangenen Jahren vor allem auf Mittelständler und Familienunternehmen aus den traditionell starken Branchen hierzulande abgesehen. Von den 36 registrierten Geschäften entfielen allein 15 auf die Branchen Maschinenbau, Industrieausrüster und Automobilzulieferer.
PKK-Terroristen verhaftet
Ankara: Polizei vereitelt für Silvesternacht geplanten PKK-Terroranschlag
Ankara (nex) – Die türkische Antiterror-Polizei hat acht mutmaßliche PKK-Terroristen in der türkischen Hauptstadt Ankara in Gewahrsam genommen. Sie stehen einer Quelle aus dem Sicherheitsapparat zufolge, die sich gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu äußerte, im Verdacht, für die Neujahrsnacht einen Anschlag geplant zu haben. Die Quelle, die sich unter Zusicherung der Anonymität äußerte, machte keine Angaben über die Art des Anschlags, die man den Verdächtigen zur Last legt.
Den Angaben zufolge sollen sich auch zwei Minderjährige unter den Festgenommenen sein, die konkrete Terroranschläge vorbereitet haben sollen. Von den Verdächtigen, die bereits dem Haftrichter vorgeführt wurden, wurde über drei die Untersuchungshaft verhängt, während einer freigelassen wurde. Vier weitere befinden sich noch im Polizeigewahrsam. Die Festnahmen fanden am Mittwoch und Donnerstag in der Region von Ankara statt. Die PKK wird von der Türkei, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Mehr als 200 Mitglieder der Sicherheitskräfte starben, seit die Terroristen Ende Juli ihre bewaffneten Aktionen wieder aufnahmen.
Berlin
Flüchtlingsdebatte: Tübinger OB warnt vor festgefahrenen Positionen
Berlin (dts) – Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) warnt vor festgefahrenen Positionen in der Flüchtlingsdebatte. Er beobachte „auf beiden Seiten der Debatte in den Wortmeldungen Realitätsverweigerung“, sagte Palmer der „Welt“. „Die einen wollen die Flüchtlinge loswerden, die anderen tun so, als seien wir zu grenzenloser Hilfe verpflichtet. Beide hören den anderen überhaupt nicht mehr zu und verurteilen sich gegenseitig.“
Beides mache jedoch „pragmatische Lösungen unmöglich. Und nur mit Pragmatismus ist es überhaupt noch zu schaffen“, so der Grünen-Poltiker weiter. Palmer wird seit Monaten auch in seiner eigenen Partei heftig kritisiert, weil er vor einer Belastungsgrenze bei der Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland warnt und den Zuzug beschränken möchte. Die Grüne Jugend hatte bereits Ende Oktober Palmers Austritt aus der Partei gefordert und ein Parteiausschlussverfahren ins Spiel gebracht. Die Parteispitze sprach sich allerdings umgehend dagegen aus.
"Gefährlicher als Syrien"
Deutschland schickt weitere 500 Soldaten nach Mali
Berlin (dts) – Die Bundesregierung wird bereits in der nächsten Woche die zusätzliche Entsendung von 500 Soldaten nach Mali beschließen und mit der Verlegung im Februar beginnen. Das berichtet die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ unter Berufung auf Regierungskreise. Mit der Zustimmung des Bundestages werde für Ende Januar gerechnet.
Der laufende Einsatz mit bis zu 150 Bundeswehrsoldaten werde auf 650 Kräfte aufgestockt. Vornehmlich werde es dabei um Objektschützer und Aufklärer gehen, die die Einhaltung des Friedensvertrages in Mali auch im unsicheren Norden des Landes an der Seite von Niederländern überwachen sollen. Die Verlegung werde vermutlich im Mai abgeschlossen. „Der Mali-Einsatz wird viel gefährlicher als das, was wir in Syrien machen“, sagte der Außenexperte der Union, Jürgen Hardt, der Zeitung. Es sei „nicht auszuschließen, dass es auch zu Gefechten und Anschlägen“ komme.
"El Nino"
Südamerika: Zehntausende fliehen vor Überschwemmungen
Asunción (dts) – Nach heftigen Regenfällen in Paraguay und Uruguay sind zehntausende Menschen auf der Flucht. Mindestens acht Personen kamen ums Leben. Allein in Paraguay flohen mehr als einhunderttausend Menschen vor den Wassermassen.
Auch in Argentinien, dem Süden Brasiliens und dem benachbarten Uruguay stiegen die Pegel der Flüsse an, während zehntausende Menschen in sichere Gebiete flohen. Südamerika wird von dem Klima-Phänomen „El Nino“ heimgesucht, das die heftigen Regenfälle in der Region verstärkt hat. Nach Angaben von Meteorologen soll es in den kommenden Tagen weiter regnen.


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