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Peshmerga in Mosul
Erdoğan: „Abzug türkischer Soldaten aus Mosul steht nicht zur Debatte“

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan erklärte in einer Pressekonferenz am Donnerstag, die Türkei werde weiterhin Peshmerga in Mosul ausbilden. Russland sei keine Partei in diesem Konflikt, weshalb der Versuch Moskaus, den Streit zwischen Ankara und Bagdad vor die UN zu bringen, Fragen aufwerfe.

(Foto:> trt)
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Ankara (nex) – Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem kroatischen und bosnisch-muslimischen Vertreter im Staatspräsidium von Bosnien und Herzegowina, Dragan Covic und Bakir Izetbegovic, hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan betont, dass ein wie vom Irak geforderter Abzug der türkischen Truppen aus der irakischen Provinz Mosul nicht zur Debatte stehe. Dies berichtet der türkische Rundfunksender TRT. Die türkischen Soldaten seien nach Baschika nicht im Rahmen eines Kampfeinsatzes, sondern zu Ausbildungszwecken entsandt worden. Dort und in weiteren Lagern auf dem Territorium des Irak würden sie kurdische Peshmerga-Einheiten für einen Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) ausbilden. Die personelle Stärke der zur Ausbildung abgestellten Einheiten richte sich jeweils nach der Zahl der Auszubildenden.

Erdoğan übte Kritik an Russland, das die derzeitige diplomatische Krise zwischen Ankara und der irakischen Zentralregierung in Bagdad nutzen wollte, um die Mosul-Frage vor die Vereinten Nationen zu bringen. Die anderen Mitglieder des Weltsicherheitsrates lehnen es jedoch ab, sich mit dieser Frage zu beschäftigen. Es stelle sich die Frage, so Erdoğan, aus welchem Grund sich in dieser Angelegenheit an die UNO gewandt habe, zumal die Russische Föderation gar keine Partei in diesem Konflikt sei. Russland, so Erdoğan, solle erst mal der Welt erläutern, warum Moskau, das keine gemeinsame Grenze mit Syrien habe, zusätzlich zum zuvor bereits bestehenden Militärstützpunkt Tartus nun in Latakia einen weiteren errichtet und dort Kampfflugzeuge und Raketen stationiert habe.