Wien (nex) – Zum Shitstorm im Internet seien seit kurzem auch wüste Beschimpfungen gegenüber Mitarbeitern gekommen, sagte Unternehmenssprecherin Nicole Berkmann am Donnerstag. An der Wutwelle seien Tierschützer, Menschen mit fremdenfeindlicher Gesinnung und auch selbst ernannte Konsumentenschützer beteiligt.
„Als Nahversorger für alle Bevölkerungsgruppen in Österreich sind wir traurig und schockiert über den Tonfall der Diskussionen, ziehen aber unsere Konsequenzen“, teilte Spar mit. „Wir halten fest, dass es kein Fleisch aus Schächtungen bei Spar gegeben hat. Die verwendete Halal-Zertifizierung hat immer die Betäubung der Tiere vor der Schlachtung beinhaltet.“ Einziger Unterschied zu anderen Schlachtungen sei ein Gebet, das währenddessen gesprochen worden sei. „Wir haben den Umsatz gegen den Imageschaden abgewogen und gesagt, dass wir es lassen“, so die Sprecherin. „Wir sind nicht erfreut. Anscheinend ist die Zeit noch nicht reif für so etwas in Österreich.“
Wie Der Standard berichtete, gab es auch gegen Rewe im Netz einen Shitstorm, weil sie Halal-Produkte führte. Der Konzern habe aber von „rassistischen“ Kommentaren gesprochen und sein Angebot nicht beschränkt.
Muslime essen nur Fleisch von geschächteten Tieren. Dabei werden die Tiere vor der Schlachtung in aller Regel nicht betäubt. Nach islamischem Recht ist es nach Ansicht einiger Gelehreter allerdings auch erlaubt, die Tiere zu betäuben und dann so schnell wie möglich zu schächten.
Berlin (dts) – Historiker und Migrationsexperte Klaus Bade rät zu Zuversicht und Gelassenheit angesichts der Flüchtlingskrise. Deutschland sei seit 1945 ein Einwanderungsland und es gebe dabei keine objektive Kapazitätsgrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen:
„Die Grenze liegt immer da, wo die Akzeptanzgrenze liegt“, sagte Bade in „Zeit Campus“. „Eine objektive Grenze gibt es nicht. Wenn man in die deutsche Geschichte zurückblickt, könnte man sehr gelassen sein: Integration hat in Deutschland, manchmal eher schlecht als recht, aber letztlich immer funktioniert.“
Allerdings, so Bade weiter, sei jedes Mal aufs Neue eine Schwelle zu übersteigen gewesen, bei der Teile der Bevölkerung den Eindruck hatten: „Das ist so nicht zu machen. Das war bei den Vertriebenen so, damals hatten viele gehofft, sie zögen weiter in die USA. Das war bei den sogenannten Gastarbeitern so, das war bei Aussiedlern so.“
Auf die Frage, warum die Deutschen trotz guter Erfahrungen nicht zuversichtlicher reagieren würden, sagte Bade: „Man muss da unterscheiden: Ein gutes und wachsendes Drittel der Gesellschaft, gerade jüngere Menschen, erlebt kulturelle Vielfalt als selbstverständlich in seinem Alltag. Das sind Kulturpragmatiker oder sogar Kulturoptimisten. Ein anderes, schrumpfendes, aber umso lauter lärmendes Drittel, häufig Ältere, sind eher Kulturpessimisten.“
Für die bedeute kulturelle Vielfalt infolge starker Zuwanderung das Ende des Abendlandes. „Um das dazwischenliegende Drittel kämpfen diese beiden Pole.“ Klaus Bade gilt als einer der profiliertesten Experten zum Thema Integration und Zuwanderung in Deutschland. Er war Professor für Neueste Geschichte in Osnabrück und bis 2012 Vorsitzender des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration.
Berlin (dts) – Nationalspieler Thomas Müller hat nach Ansicht des früheren Kapitäns des FC Bayern München, Lothar Matthäus, das Zeug zum Weltfußballer: „Er ist 26 Jahre alt. Vielleicht wird es was in den nächsten Jahren“, sagte Matthäus im Interview mit „Yahoo Sport“.
In diesem Jahr ist kein deutscher Spieler für die Wahl zum Weltfußballer nominiert. Die nominierten Fußballer Messi, Neymar und Ronaldo hätten die Zuschauer international ein Stück weit mehr unterhalten, als es die Deutschen Woche für Woche machten, so Matthäus. „Ich denke, Messi wird es. Er hat überragend gespielt und überragende gefeiert.“
Im vergangenen Jahr war Cristiano Ronaldo zum Weltfußballer des Jahres gewählt worden.
Leipzig (dts) – In Leipzig ist am Donnerstagmittag ein 52-Jähriger von einem Unbekannten erschossen worden. Nach der Tat sei der offenbar allein agierende Täter mit einer dunklen Limousine mit österreichischem Kennzeichen geflüchtet, teilte die Polizei mit. Polizei und Staatsanwaltschaft haben Ermittlungen wegen Mordes aufgenommen und in diesem Zusammenhang am Tatort umfangreiche kriminaltechnische Maßnahmen getroffen sowie eine Fahndung nach dem flüchtigen Täter beziehungsweise dem von ihm genutzten Fahrzeug initiiert.
Der Täter sei mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterhin bewaffnet und bereit, die Waffe einzusetzen, teilten die Beamten weiter mit. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.
Belgrad (nex) – Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu hat sich türkischen diplomatischen Quellen zufolge am Donnerstagnachmittag am Rande der OSZE-Tagung in der serbischen Hauptstadt Belgrad mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow getroffen. Es handelte sich dabei um den ersten Kontakt auf höchster Ebene zwischen Ankara und Moskau seit dem Abschuss eines russischen SU-24-Kampfflugzeugs durch türkische F16 infolge einer Luftraumverletzung an der syrisch-türkischen Grenze am 24. November. Die Türkei behauptete, die russische Maschine sei trotz zehnmaliger Warnungen in nur zehn Minuten in den türkischen Luftraum eingedrungen.
Der russische Außenminister Lawrow hatte bereits am Mittwoch während seines Besuches bei der Administration Griechisch-Zyperns angekündigt, er werde nicht zögern, das Gespräch mit Çavuşoğlu zu suchen. Dieser habe zwei Tage nach dem Zwischenfall telefonisch um ein solches Treffen gefragt, erklärte Lawrow. In Belgrad tagen derzeit die Minister aus Anlass des 22. Treffens der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Der russische Präsident Vladimir Putin hatte zuvor noch ein Treffen mit seinem Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan im Rahmen der Weltklimakonferenz in Paris abgelehnt, obwohl Ankara nach dem Abschuss des Jets darum ersucht hatte. Das Treffen zwischen Lawrow und Çavuşoğlu begann am Donnerstagnachmittag.
Berlin (dts) – Politisch motivierte Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte werden von der deutschen Justiz kaum aufgeklärt. „Zeit Online“ und „Die Zeit“ haben alle 222 fremdenfeindlichen Angriffe auf Unterkünfte zwischen dem 1. Januar und dem 30. November nachrecherchiert, bei denen Menschen zu Schaden kamen oder zu Schaden hätten kommen können. Nur in zwölf Fällen der schweren Attacken wurden ein oder mehrere Täter angeklagt.
Das sind lediglich fünf Prozent aller Fälle. Nur in bislang vier Fällen wurde jemand verurteilt. Bei den Angriffen auf Unterkünfte handelt es sich um 93 Brandanschläge, 93 Sachbeschädigungen, acht Wasserschäden. Hinzu kamen 28 tätliche Angriffe. Die Übergriffe verteilen sich auf das gesamte Bundesgebiet. Die Aufklärung gelingt im Westen nicht häufiger als im Osten. In Baden-Württemberg zum Beispiel wurde noch kein einziger schwerer Angriff auf eine Flüchtlingsunterkunft aus diesem Jahr aufgeklärt. Insgesamt führt Sachsen die Liste mit 64 Angriffen an, darunter sind 18 Brandstiftungen in Asylunterkünften. Es folgt Nordrhein-Westfalen mit 21 Fällen (14 Brandanschläge). In Berlin waren es 20 (4), in Baden-Württemberg 17 (7), in Mecklenburg-Vorpommern 16 (5), in Sachsen-Anhalt 15 (7). In Bayern und Brandenburg waren jeweils sieben Unterkünfte das Ziel von Brandanschlägen.
New York (nex) – Eine Filmpremiere der besonderen Art deutet sich in den USA an. Wie türkische Medien berichten, soll in Kürze erstmals ein türkischer Horrorfilm in US-amerikanischen Kinos gezeigt werden.
Es soll sich um die Produktion „Baskın: Karabasan“ (Albtraum) von Can Evrenol handeln und der Film soll noch in der ersten Jahreshälfte des kommenden Jahres in mindestens fünf Städten der Vereinigten Staaten, darunter New York, gezeigt werden. Es soll sich dabei auch um den weltweit in den meisten Städten präsenten türkischen Film handeln.
Der Horrorfilm soll auch in Deutschland, Italien, Großbritannien, Kanada, Australien, China, Japan sowie in skandinavischen Ländern und in den GUS-Staaten gezeigt werden. Der Film wurde jüngst unter anderem auf dem Toronto Filmfestival in Kanada vorgeführt und erregte dort die Aufmerksamkeit der Fachwelt.
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Pierre, SD (nex) – Während man in manchen Ecken Deutschlands für 250 000 US-Dollar (etwa 236 000 €) repräsentative Einfamilienhäuser allenfalls noch in ostdeutschen Kleinstädten bekommt, kann man jetzt im US-Bundesstaat South Dakota für diesen Preis eine ganze Stadt kaufen. Einem Immobilienmakler zufolge gibt es die etwa 2,5 Hektar große Geisterstadt Swett, inklusive Taverne, Wassertränke, einem Haus mit drei Schlafräumen und einem früheren Reifenhandel, die 160 Kilometer südöstlich von Rapid City liegt, zu diesem Schnäppchenpreis.
(Foto: screenshot/youtube)
Maklerin Stacie Montgomery erklärte, es hätten sich bereits mehrere Interessenten gemeldet, seit sie das Anwesen im Juni 2014 zum Verkauf ausgeschrieben habe. Allerdings sei bislang in keinem Fall eine Einigung zustande gekommen. Deshalb habe sie den Verkaufspreis nun von 399 000 auf 250 000 US-Dollar gesenkt. Eine russische Filmproduktionsfirma hat bereits angefragt, ob sie an der Stelle nicht drehen könnte. In ihren besten Zeiten hatte die Stadt 40 Einwohner, das war in den 1940er Jahren, als es dort auch noch ein Postamt und einen Lebensmittelladen gab.
Zuletzt lebten in Swett nur der Eigentümer der Stadt, Lance Benson, seine Frau und deren Hund, die selbst versucht hatten, die Stadt zu verkaufen, ehe sie an eine Bank fiel. Benson hatte Swett 1998 erstmals erworben, später im Rahmen einer Scheidungsvereinbarung wieder veräußert und 2012 noch einmal erworben. Die inmitten der Prärie gelegene Gemeinde hat vom Staat sogar ein neues Ortsschild bekommen, da das zuvor vorhandene von Pistolenkugeln durchsiebt war.
Ankara (nex) – Wie der türkische Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Viehwirtschaft, Faruk Çelik, am Mittwoch erklärte, wurden 160 Tonnen türkischer Produkte zurückgeschickt, nachdem die Russische Föderation ein Paket von Sanktionen gegen türkische Lebensmittelexporteure in Kraft gesetzt hatte.
Çelik machte deutlich, dass einige der exportierten Güter, die aus Russland zurückgeschickt wurden, auf alternative Märkte umgeleitet wurden. „Über das Jahr gerechnet, werden die Kosten, die durch die russischen Wirtschaftssanktionen bezüglich des Imports ‚mancher Produkte‘ voraussichtliche Folgekosten von etwa 764 Millionen US-Dollar nach sich ziehen“, sagte Çelik.
Seit dem Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs im syrisch-türkischen Grenzgebiet, das zuvor türkischen Luftraum verletzt haben soll, am 24. November hat die Russische Föderation eine Reihe von Sanktionen gegen die Türkei verhängt, darunter eine Ende des visafreien Reiseverkehrs zwischen beiden Ländern und ein Einfuhrverbot für türkische Lebensmittel.
Die Regierung hat ihre Bürger zudem zu einem Tourismusboykott gegen die Türkei aufgerufen. Außerdem ist auch die Einfuhr bestimmter Produkte aus EU-Ländern sowie aus Australien, Kanada, Norwegen und den USA nach Russland verboten. Dabei handelt es sich um Gegenmaßnahmen zu den Sanktionen, die zuvor von der EU infolge der russischen Rolle in der Ukraine-Krise verhängt worden waren.
Berlin (dts) – Politiker aus Koalition und Opposition haben eine grundlegende Reform der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gefordert. „Die Organisation blockiert sich selbst“, sagte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach der „Süddeutschen Zeitung“. „Das muss im Interesse der Patienten, der Kassen und auch der Ärzte aufhören.“Verantwortlich für die schlechte Stimmung und des Misstrauen in der KBV seien im Wesentlichen die Honorarverhandlungen, bei denen immer wieder Gruppen systematisch benachteiligt oder bevorzugt worden seien. Möglich sei dies durch eine völlig undurchschaubare Honorarberechnung, die abgeschafft werden müsse, sagte Lauterbach. „An ihre Stelle sollte eine einheitliche, transparente und simple Gebührenordnung treten, die für gesetzliche und private Versicherte gilt.“ Damit ließen sich viele Ungerechtigkeiten im System der KV abstellen, zeigte sich der SPD-Politiker überzeugt. Zum anderen müssten die Aufgaben der KV in die Fläche verlagert werden. Auch die Gesundheitsexpertin der Grünen, Maria Klein-Schmeink forderte die KBV auf, mehr Transparenz in ihre Bilanzen zu bringen. „Das muss aber auch für die anderen Körperschaften gelten wie zum Beispiel die Krankenkassen.“