PKK-Terror
Türkei: Anti-Terror-Einheiten töten Top-Terroristen Cemil Ates

  Das Innenministerium hatte eine Million Türkische Lira (350 000 US-Dollar) auf Cemil Ates’ Kopf ausgesetzt   Ankara (nex) – Ein PKK-Terrorist, auf dessen Ergreifung die Türkei eine Belohnung in Höhe von einer Million Türkische Lira (350 000 US-Dollar) ausgesetzt hatte, wurde am heutigen Donnerstag während eines Anti-Terror-Einsatzes im osttürkischen Distrikt Hasköy (Provinz Mus) getötet. Die Türkei hatte wegen des Terroristen Cemil Ates mit dem Codenamen “Hemgin Kocer“ einen Suchauftrag, eine so genannte Green Notice, an Interpol gerichtet. Ates befand sich auf der Most-Wanted-List des türkischen Innenministeriums. Nach Angaben von Sicherheitsquellen, die sich unter dem üblichen Vorbehalt der Anonymität äußerten, fungierte Ates als ein regionaler Anführer der PKK-Terrororganisation. Während der Operation wurde ein zweiter Terrorist ebenfalls getötet und ein weiterer gefasst. Zahlreiche Waffen und Dokumente der Terrororganisation wurden während des Einsatzes konfisziert, so die Sicherheitsquellen weiter.    

EU-Türkei-Kooperation
Dank enger Zusammenarbeit zwischen Türkei und EU: Schweden nimmt Ex-PKK-Chef fest

Stockholm (nex) – Nachdem deutschen Sicherheitsbehörden bereits im Februar durch die Festnahme des hochrangigen Funktionärs Muhsin K (Codename „Delil“) ein Erfolg im Kampf gegen die PKK gelungen war, hat nun auch Schweden einen großen Coup gelandet. Nach Angaben der schwedischen Behörden nahm die Polizei am gestrigen Mittwoch einen türkischen Staatsbürger fest, nach dem in Deutschland wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in der Terrororganisation PKK gefahndet werde. Der Mann wurde um etwa 0630 GMT am größten Flughafen Schwedens, Arlanda-Stockholm, festgenommen. „Die betreffende Person wird der Mitgliedschaft in einer ausländischen Terrororganisation, namentlich der PKK, beschuldigt“, erklärte eine Sprecherin des Generalbundesanwalts gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Sie fügte hinzu, dass der Verdächtige ein türkischer Staatsbürger sei und verdächtigt werde, zwischen Juli 2012 und Juli 2014 einer der so genannten regionalen Anführer der PKK in Deutschland gewesen zu sein. Die schwedischen Staatsanwälte bearbeiteten den Auslieferungsantrag, so die Sprecherin weiter. Die PKK wird in der Türkei, der Europäischen Union und den USA als eine Terrororganisation angesehen. Tausende Terroristen und Hunderte Zivilisten und Soldaten wurden seit letztem Sommer getötet, als die PKK (Arbeiterpartei Kurdistans) nach zweieinhalbjährigem Waffenstillstand und Friedensprozess ihren Kampf für eine größere Autonomie wiederaufgenommen hat. Deutschland ist für circa drei Millionen türkischstämmige Menschen ihr Zuhause. Etwa jeder Vierte ist ethnischer Kurde, die in den 1960-er und 70-er Jahren zum Arbeiten oder als Flüchtlinge, die vor der Gewalt in den 1980-er und 90-er Jahren flohen, nach Deutschland kamen. Während Deutschland sich um die Eindämmung einer diplomatischen Krise, ausgelöst durch das Schmähgedicht Jan Böhmermanns über den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, bemüht, sind Experten zunehmend über einen Nebeneffekt des Flüchtlingsabkommens mit Ankara besorgt: die Eskalation der Gewalt zwischen türkischen Nationalisten und PKK-Anhängern. Der für den Fall zuständige Staatsanwalt Ronnie Jacobsson erklärte am Mittwochmorgen gegenüber der Nachrichtenagentur AP, dass die deutsche Polizei einen internationalen Haftbefehl gegen den am Flughafen in Gewahrsam genommenen Verdächtigen erlassen habe. Jacobsson teilte mit, dass der 1980 geborene Mann sich auf der Durchreise befand. Die türkischen Nachrichtenagenturen Dogan und IHA berichteten, dass der Mann bei der Passkontrolle festgenommen worden sei. Er sei auf dem Weg zu einem Flugzeug der Turkish Airlines gewesen.

Meinungsfreiheit in Deutschland
Protest: ZDF-Mitarbeiter wollen Erdogan-Schmähgedicht jetzt wieder in Mediathek stellen

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Berlin (nex) – Mehrere Mitarbeiter des ZDF protestieren gegen die Entscheidung des eigenen Senders, das umstrittene Erdogan-Schmähgedicht aus der Mediathek zu entfernen. Man wolle den Beitrag nun wieder verfügbar machen. Rapper Bushido dazu: „Ist man ein Böhmermann, ist es Kunst, ist man Rapper, landet es auf dem Index. Fickt Euch, Ihr Feuilleton-Lutscher!!!“ Wie der „Spiegel“ berichtet, heißt es in einem Schreiben, das über die Hauspost verteilt wurde, offenbar: „Wir würden es begrüßen, wenn die ‚Schmähkritik‘ vom Giftschrank wieder in die Mediathek gestellt wird. Eine ZDF-Sendung bewegt Regierungschefs und ersetzt ein juristisches Proseminar. Programmauftrag erfüllt.“   Auch in anderen Sendungen würden „Politiker notorisch so hart angegangen, dass sie sich beleidigt fühlen könnten“, heißt es in dem Schreiben weiter. Böhmermann hatte in der Late-Night-Show „Neo Magazin Royale“ eine Schmähkritik über den türkischen Staatspräsidenten Tayyip Erdogan verfasst und bezeichnete ihn dort unter anderem als Pädophilen und Ziegenficker. Böhmermann erhielt in Deutschland viel Applaus für seinen „Mut“, gerade von Künstlern und Medienschaffenden, die seinen Einsatz für Satire- und Medienfreiheit bewunderten. Doch nicht alle klatschten und jubelten. Politik- und Islamwissenschaftler Fabian Köhler etwa erinnerte in seinem Blog Schantall und die Scharia an die Krise 2005, als der deutsche Politiker Otto Schily von seinem türkischen Amtskollegen Abdülkadir Aksu verlangte, die türkische Zeitung „Vakit“ zu verbieten. „Unter dem Deckmantel seriöser Berichterstattung“ verbreite die Zeitung „antijüdische und antiwestliche Hetze“, gab Innenminister Otto Schily am 25. Februar 2005 bekannt, verbat den deutschen Verlag der Vakit und ließ dessen Vermögen beschlagnahmen. Doch mit dem Verbot wurde die mediale und politische Debatte erst losgetreten. Nicht die Holocaust-Leugnungen der Vakit waren es, die die Bundesregierung erzürnten, sondern ihre „Schmähbeiträge“ gegenüber deutschen Politikern. In den Wochen nach dem Verbot veröffentlichte die Vakit eine Reihe von Beiträgen und Karikaturen, die neben Kristina Köhler und Gerhard Schröder vor allem einen deutschen Politiker zum Ziel hatten – den deutschen Bundesinnenminister: Schily mit Hakenkreuz. Schily mit Hitlerbart. Schily vor einem Ofen, in dem offenbar Ausgaben der Vakit verbrannt werden, berichtet Köhler weiter.

Auch Rapper Bushido kritisiert das Mit-zweierlei-Maß-Messen der Politiker und Medien in Deutschland.

In einem Twitter-Beitrag schrieb er: „Ist man ein Böhmermann, ist es Kunst, ist man Rapper, landet es auf dem Index. Fickt Euch, Ihr Feuilleton-Lutscher!!!“

Der Rapper meinte damit seinen indizierten Song „Stress ohne Grund“, in dem er Politiker wie Claudia Roth, Serkan Tören und Klaus Wowereit beleidigte. „Du wirst in Berlin in deinen Arsch gefickt wie Wowereit“, lautet eine Zeile des besagten Songs. Serkan und Wowereit zeigten Bushido daraufhin an.

             

Humanitäres Engagement
Türkei: Sauberes Wasser für weitere Millionen Menschen in Afrika

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Ankara (nex) – Die Türkei weitet ihre Anstrengungen aus, um etwa drei Millionen Menschen in mehreren afrikanischen Ländern, die derzeit eine Dürre erleben, Zugang zu sauberem, gebrauchstauglichem Wasser zu ermöglichen. Dies erklärte der türkische Minister für Forst- und Wasserwirtschaft, Veysel Eroglu am Mittwoch in Ankara. „Wir planen, weiteren neun afrikanischen Ländern mit unserer Erfahrung und unserem Wissen zur Hand zu gehen“, so der Minister. Projekte des Ministeriums umfassen die Hilfe beim Bau von Brunnen, die Überwachung und das Management der Wasserqualität, Reinigungstechnologien für Wasser und Abwasser, Bewässerung, Dammbau sowie den Schutz, die Verbesserung und das Management der Wasserressourcen. „Wir haben in diesem Rahmen unser Ziel gesetzt“, erklärte Eroglu. „Wir haben bislang acht afrikanische Länder mit Wasser versorgt. Und nun sind neun weitere Länder in Afrika an der Reihe.“ Derzeit profitieren 1,7 Millionen Menschen auf dem Kontinent von den türkischen Projekten, bis 2019 soll diese Zahl auf drei Millionen ansteigen. Bis dato gibt es Projekte in Äthiopien, Somalia, Sudan, Burkina Faso, Gambia, Mauretanien, Niger, Mali und Djibouti; künftig wird türkisches Know-How in der Wasserwirtschaft auch im Tschad, in Togo, Benin, Ghana, Guinea, Senegal, Guinea Bissau, Gambia und Kenia verfügbar sein. Zusätzlich gibt es auch noch türkische humanitäre Projekte, die das Direktorat für staatliche Wasserwirtschaft, die Kooperations- und Koordinationsagentur des Amts des türkischen Premierministers (TIKA) oder Nichtregierungsorganisationen betreuen. Diese Gruppen haben in zahlreichen afrikanischen Ländern, die unter verschärften Bedingungen leben, etwa 2600 Brunnen gebohrt, die insgesamt etwa neun Millionen Menschen mit Trinkwasser versorgen.

13. OIC-Gipfel
Türkei: Organisation für Islamische Zusammenarbeit will Einheit und Solidarität stärken

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Istanbul (nex) – Der bevorstehende 13. Gipfel der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), der am Donnerstag und Freitag in der Türkei stattfinden wird, soll einer Erklärung auf der offiziellen Webseite der Organisation zufolge die Einheit und Solidarität der muslimischen Staaten im Kampf gegen Terrorismus stärken. Die Türkei wird erstmals seit der Gründung der Organisation im Jahre 1969 diese Veranstaltung ausrichten und für die nächsten beiden Jahre den Vorsitz der Organisation übernehmen. Der Gipfel wird unter dem Motto „Einheit und Solidarität für Gerechtigkeit und Frieden“ stehen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wird den Gipfel eröffnen, an dem Präsidenten und Premierminister aus mehr als 30 Ländern teilnehmen werden. Dieses Treffen auf höchster Ebene wird auch genützt werden, um die Situation in Syrien, im Jemen, in Palästina, im Irak und in Aserbaidschan zu diskutieren; es soll am Ende des Treffens auch eine gemeinsame Erklärung geben. Im Jahr 1969 gegründet, setzt sich die Organisation für Islamische Zusammenarbeit aus 57 Mitgliedsstaaten zusammen und soll eine kollektive Stimme der islamischen Welt darstellen. Die OIC soll die zweitgrößte supranationale Regierungsorganisation nach den Vereinten Nationen darstellen. Sie wurde in der marokkanischen Hauptstadt am Ende des historischen Treffens nach dem Brandanschlag auf die Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem im Jahre 1969 gegründet. Die Mitglieder trafen regelmäßig, üblicherweise alle drei Jahre, zusammen, um vorwiegend regionale politische Fragen zu erörtern. Die bisherigen Gastgeber waren Marokko (dreimal), Senegal (zweimal), Saudi-Arabien, Pakistan, Katar, Kuwait, Iran, Malaysia und Ägypten. Traditionell bestimmte der israelisch-palästinensische Konflikt die Agenda der Gipfel, etwa 1969 in Rabat, 1974 in Lahore und 1981 in Mekka. Bei letzterem Gipfel standen auch die politische und wirtschaftliche Krise in Afghanistan sowie der Iran-Irak-Konflikt auf der Agenda. In Casablanca 1984 forderten die Führer von 42 Mitgliedsstaaten einen Waffenstillstand und ein Ende des Iran-Irak-Krieges. Die israelische Besetzung palästinensischer Gebiete war das Hauptthema 1991 in Dakar, 2000 in Doha, 2003 in Kuala Lumpur und 2008 wiederum in Dakar. Das Thema des steigenden antimuslimischen Rassismus war bereits 1984 in Kairo erstmals angesprochen worden.

Palästina
Gaza: Erste Lehrerin mit Down-Syndrom tritt ihren Dienst an

Gaza (nex) – Der Gazastreifen ist seit Jahren ein Ort des Leides und der Hoffnungslosigkeit, aber auch dort gibt es Menschen, die ungeachtet der Verhältnisse in Trümmen und Elend Hoffnung bewahrt haben und diese an ihre Mitmenschen weitergeben. Al Sharfa unterrichtet als Lehrerin bei Right to Live, einer in Gaza ansässigen NGO, die Kinder mit Down-Syndrom unterstützt und versorgt. Right to Live hilft Kindern mit diesem Syndrom, Bildung und Rehabilitation zu erreichen. Das Ziel ihrer Arbeit ist die Unterstützung dieser Kinder, sich in die Mehrheitsgesellschaft zu integrieren. In Berichten über Al Sharfa wird erzählt, dass sie eine enge Beziehung zu ihren Schülern habe und besser in der Lage sei, ihre Bedürfnisse zu erkennen, weil sie die Erfahrungen, die sie machen, wegen ihrer eigenen ähnlichen durchgestandenen Kämpfe nachvollziehen könne. Right to Live besuchen mehr als 400 Kinder, die hier am Tanz-, Handwerks- und Lebenskompetenzenunterricht teilnehmen.
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Der Rehabilitationsleiter des Zentrums, Nabil Aljaneed, weist darauf hin, dass bei der Unterstützung der Menschen mit Down-Syndrom in Gaza noch sehr viel getan werden müsse. „Wir bieten zahlreiche Workshops und Aufklärungsprogramme für die Menschen hier an, denn, ehrlich gesagt, schneidet die Gesellschaft sehr, sehr schlecht ab, wenn es um die Akzeptanz der Kinder und Jugendlichen mit diesem Syndrom geht“, beklagt er. Das Down-Syndrom ist eine genetisch bedingte Veranlagung, die unveränderbar und auch nicht heilbar ist und zu unterschiedlich stark ausgeprägter Lernbehinderung führen kann.

Türkische-saudische Beziehungen
König Salman in Ankara: Erdogan will Saudis zum Einsatz für ägyptische Oppositionelle bewegen

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Türkei-Besuch des saudischen Königs: Salman bin Abdulaziz setzt Akzent auf Zusammenarbeit Ankara (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kam am gestrigen Dienstag in Ankara mit dem saudischen König Salman bin Abdulaziz während dessen ersten offiziellen Besuchs in der Türkei zusammen. Erdogan hob die Zusammenarbeit beider Länder in verschiedenen Bereichen hervor. Erdogan und König Salman erörterten bilaterale und regionale Angelegenheiten, insbesondere den Syrienkonflikt, wie eine Quelle aus dem Präsidentenamt unter dem üblichen Vorbehalt der Anonymität mitteilte. Die Staatschefs, die ihr Treffen im Präsidentenkomplex abhielten, seien sich darin einig, die Zusammenarbeit zwischen den Regionalmächten in ihrer bisherigen Form aufrechtzuerhalten und die wirtschaftlichen Beziehungen, vor allem im Investitionsbereich, zu verstärken.
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Zuvor verlieh Erdogan dem Monarchen den Verdienstorden, die höchste Auszeichnung der Türkei für ausländische Bürgerinnen und Bürger. Wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, gehen Experten davon aus, dass regionale Herausforderungen wie die Situation in Syrien und der zunehmende Einfluss des Iran die Schwerpunktthemen des Treffens bilden werden. Burhanettin Duran, Politikwissenschaftler bei der Stiftung für Politik, Wirtschaft und Soziale Forschung (SETA), vertritt die Auffassung, dass die beiden Länder durch „die Stärkung der bilateralen Beziehungen“ versuchen werden, bestehende Hindernisse zu überwinden. Er fügte hinzu, dass die türkisch-saudische Beziehung noch keine „strategische Dimension“ erreicht habe, man aber „auf dem richtigen Weg“ sei. Duran erklärte, dass Erdogan bei der Einflussnahme auf den ägytischen Präsidenten Abdelfettah el-Sisi auf die Unterstützung Saudi-Arabiens hoffe, um die Situation der Oppositionellen in Ägypten zu verbessern. Der Präsident des Zentrums für strategische Studien des Mittleren Ostens (ORSAM), Saban Kardas, wies darauf hin, dass sich die türkisch-saudischen Beziehungen unter König Salman, der den Thron im Januar letzten Jahres bestiegen hatte, stabilisiert hätten. Die Suche Saudi-Arabiens nach Verbündeten habe sich deutlich bei der militärischen Intervention im Jemen gezeigt, so Kardas. Auch die Rehabilitation des Iran nach dem Nuklearabkommen habe die Notwendigkeit der Allianzen noch zusätzlich verstärkt. Auf der wirtschaftlichen Ebene suchten die Türkei und Saudi-Arabien die Zusammenarbeit in den Bereichen Landwirtschaft und Tourismus, so SETA-Experte Duran. König Salman kam am vergangenen Montag mit einer großen Delegation zu seinem dreitägigen Besuch zwecks diplomatischem Engagement mit der Türkei in Ankara an. Präsident Recep Tayyip Erdogan empfing seinen Gast am Flughafen. Salman hatte Erdogan bei seinem Besuch in Saudi-Arabien im April letzten Jahres ebenfalls am Flughafen begrüßt. Die Teilnahme am 13. Gipfel der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) am 14. und 15. April steht ebenfalls auf der Agenda des Königs.

PKK-Terror
Syrien: PKK-Ableger PYD übt massive Gewalt gegen andere kurdische Gruppen

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Damaskus (nex) – Lokalen Quellen zufolge sollen Angehörige des syrischen Ablegers der terroristischen PKK, der PYD, im Bezirk Derbessiye der Provinz Hasakah im Norden Syriens versucht haben, ein Büro des Kurdischen Nationalrats (ENSK) in Brand zu setzen. In Qamishli sollen Anhänger der „Jugendunion Rojava“ (YCR), der Jugendorganisation der PYD, Büros der Studentenorganisation der ebenfalls konkurrierenden Kurdischen Demokratischen Partei Syriens (S-KDP) angegriffen und gedroht haben, eine Schließung zu erzwingen, sollten diese nicht um eine offizielle Genehmigung vonseiten der so genannten „Föderation“ ansuchen, die von der PYD geleitet wird. Wie Abdulhakim Bashar, ein kurdisches Mitglied des Hohen Verhandlungskommission der syrischen Opposition (HNC) und Mitglied des Syrischen Nationalrates (KNCS), erklärt, haben die bewaffneten Einheiten der PYD, die YPG, in jüngster Zeit ihre Angriffe und Drohungen gegenüber konkurrierenden kurdischen Gruppierungen in Syrien intensiviert.

PYD will „homogene kurdische Identität“ schaffen

Vahdettin İnce, ein kurdischer Intellektueller und Autor, sagte gegenüber der Tageszeitung Daily Sabah, die zunehmenden Angriffe auf andere kurdische Gruppen sei Teil eines groß angelegten Versuchs, eine homogene kurdische Identität zu schaffen, während man andere kurdische Gruppen, die nicht die Weltsicht der PYD/YPG teilten, unterdrücke.
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„Die PYD versucht, eine einheitliche Mentalität zu schaffen, die niemanden toleriert außer sich selbst. Eine solche Einstellung liegt auch im Interesse des syrischen Regimes“, so İnce. „Das Bestreben der PYD, Kantone zu bilden, stellt eine Erleichterung für das Regime dar, da die moderate Opposition dadurch geschwächt wird“, erklärt der Autor weiter. Die Einstellung der PYD helfe Assad und schade der Türkei, die stets die Kurden in der Region unterstützt habe. „Die PYD kreiert einen Narrativ, wonach die Türkei gegen die Kurden im Norden Syriens wäre, während sie selbst andere Kurden, vor allem konservative, unterdrückt und eine stalinistische Ideologie nach Sowjetvorbild propagiert. Langfristig wird eine solche Politik der Ausgrenzung weitere ethnische Auseinandersetzungen in der Region anfachen“, so İnce weiter.

„Illegitime Errichtung eines Staates legitimieren“

Erdal Şimşek, ein für die Tageszeitung Milat tätiger kurdischer Kriegsreporter, sagte, die Angriffe der PYD auf andere kurdische Gruppen seien ein Versuch, die „illegitime“ Errichtung eines „Bundesstaates Rojava“ zu legitimieren. „Die PYD ist auf der Suche nach Legitimität und probt die Errichtung einer eigenen staatlichen Autorität in Nordsyrien.
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Diese Vorgehensweise beim Versuch, Legitimität zu schaffen, ist jedoch selbst illegitim, da sie Angriffe auf Gruppen umfasst, die nicht dieselben Meinungen und Ideen teilen“, so Şimşek gegenüber Daily Sabah. „Allerdings zeigen diese aggressive Vorgehensweise und die gewalttätigen Attacken auf andere Gruppen auch, dass sich die PYD auf dem absteigenden Ast befinde. Deshalb greift sie zur Gewalt.“ Şimşek nimmt an, dass die PYD einen Bürgerkrieg in der Region provozieren will und Anschläge wie in al-Hasakah auch in anderen Provinzen an der Tagesordnung seien. Özcan Tikit, ein Kolumnist für die Tageszeitung HaberTürk, erklärte, dass, obwohl die PYD behaupte, eine Stimme für die Kurden zu sein, diese hauptsächlich mit der Regierung Assad zusammenarbeite. „Während die ENSK versuche, mit anderen kurdischen Gruppen zusammenzuarbeiten, diese zu vereinen und auch mit anderen moderaten Oppositionsgruppen zu kooperieren, paktiert die PYD meist mit dem Assad-Regime“, so Tikit, der von „laufenden“ und „systematischen“ Angriffen der PYD auf andere kurdische Gruppen sprach.

„PYD kopiert PKK der 1980er und 1990er Jahre“

„Die Angriffe der PYD gegen andere kurdische Gruppen verstoßen auch gegen die Vereinbarung von Irbil, die 2014 in der irakischen Provinz Duhok unter Federführung vonseiten des Präsidenten der Kurdischen Autonomieregion, Masoud Barzani, unterfertigt worden war und die eine Vereinigung der kurdischen Gruppen in Nordsyrien anstrebte“, fügte er hinzu. Der kurdische Journalist İlhami Işık wiederum sagte: „Die PYD ist eine schlechte Karikatur der PKK in Syrien. Sie verfolgt dieselben Ziele, weist dieselben Reflexe und dieselbe Ideologie auf. Die PYD kopiert die PKK in der Türkei der 1980er und 1990er Jahre. Auch die PKK hat durch Gewalt abweichende Stimmen und Gruppen eliminiert. So haben sie ihre Organisation geschaffen, wie sie heute ist.“ Die PYD versuche sich als eine Kraft gegen Daesh zu verkaufen, aber tatsächlich tun sie dies, indem sie alle Andersdenkenden unterdrücken. Sie versuchen, Legitimität durch Faschismus herzustellen, so Işık.

"Erstklassiges Beispiel für religiöse Toleranz"
Kinder der Atlanta Jewish Academy loben nach Besuch „religiöse Toleranz“ in Aserbaidschan

Atlanta (PRN) – Eine Gruppe amerikanischer jüdischer Kinder, die Aserbaidschan besuchten, ein muslimisches Land zwischen Russland und Iran, lobten die „religiöse Toleranz“ des Landes nach ihrer Rückkehr nach Atlanta in den Vereinigten Staaten. Die 16-Jährige Mayaan Schoen verwies auf die herzliche Gesellschaft und die offene Kultur. „Aserbaidschan ist ein erstklassiges Beispiel für religiöse Toleranz, wo Muslime, Juden und andere Religionen friedlich zusammenleben“, erklärte sie.
(Foto: Atlanta Jewish Academy)
(Foto: Atlanta Jewish Academy)
Fünf Kinder im Alter von 13 bis 17 Jahren von der Atlanta Jewish Academy reisten in Begleitung von Rabbi Reuven Travis und dem jüdischen Leiter der Gemeinde George Birnbaum nach Aserbaidschan. „Wir leben in einer turbulenten Welt, voller Unfrieden und Gewalt durch religiöse Differenzen“, erklärte Birnbaum. „Aserbaidschan ist wirklich ein Modell dafür, wie frühere Sowjet- und aktuelle muslimische Länder aussehen sollten: ihrer Kultur und ihrem Erbe treu, aber offen für den Westen mit seiner Toleranz und seinen großen Freiheiten.“ „Ich war überall mit der Kippa auf meinem Kopf unterwegs und habe mich überall willkommen und wohl gefühlt“, erklärte Rabbi Travis. „Es gibt Städte in Europa, wo ich keine Kippa tragen würde. Dort hätte ich Angst. Doch in Aserbaidschan haben sich meine Studenten und ich uns wie zu Hause gefühlt.“
(Foto: Atlanta Jewish Academy)
(Foto: Atlanta Jewish Academy)
Diese Reise wurde vor Ort von The European Azerbaijan Society (TEAS) organisiert, die sich um die Logistik und auch um die Besichtigungen der Sehenswürdigkeiten kümmerten: Die jüdische Gruppe wurde von der Bakuer Altstadt zu den alten Steinmalereien in Gobustan und dem Zuhause der Bergjuden in Guba geführt. „Meiner Meinung nach haben die Kinder viel gelernt über die Geschichte und die Kultur Aserbaidschans“, erklärte der TEAS-Vorsitzende Tale Heydarov. „Aserbaidschan ist ein Leuchtturm für religiöse Toleranz in der Region. Muslime, Juden und Christen leben hier Seite an Seite in Frieden und Harmonie.“
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Yevda Abraamov, ein Mitglied des Milli Majlis, des aserbaidschanischen Parlaments, begleitete die jüdischen Besucher nach Guba. „Mit seiner Lage an der Seidenstraße und dem Drehkreuz zwischen Ost und West, heißt Aserbaidschan schon seit langem Reisende und Händler willkommen“, erklärte er. „Diese Tradition der Gastfreundschaft und Toleranz ist auch heute noch präsent.“ Die Reise war so erfolgreich, dass das Projekt eventuell jährlich wiederholt werden soll. Gleichzeitig soll auch ein ähnliches Programm ins Leben gerufen werden, um aserbaidschanische Studenten in die USA zu bringen. „Es ist unsere Hoffnung, dass diese Art von Projekten wunderbare Ergebnisse bringen werden, wenn die Kinder zu Erwachsenen werden und diese somit Möglichkeiten für Handel, Politik, Bildung und vieles mehr zwischen den beiden Ländern schaffen“, erklärte Birnbaum. Jonathan Nooriel, 16 Jahre, schloss: „Wir haben eine Brücke der Freundschaft geschaffen. Muslime und Juden können sich verstehen, können miteinander arbeiten und können auf der ganzen Welt für Frieden einstehen.“  

Umzug nach Köln
Düsseldorfer OB vom Umzug des WDR überrascht

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Düsseldorf (ots) – Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hat sich überrascht von der Nachricht gezeigt, dass der Westdeutsche Rundfunk (WDR) wichtige Sendungen wie die „Aktuelle Stunde“, „WDR aktuell“ und „WDR extra“ 2021 aus der Landeshauptstadt nach Köln verlegt. WDR-Intendant Tom Buhrow habe ihn nicht vorab über den Umzug der „Aktuellen Stunde“ informiert, sagte Geisel der „Rheinische Post“. „Der Weggang ist sehr bedauerlich und löst bei mir wahrlich keine Begeisterungsstürme aus“, erklärte Geisel. Er habe mit Buhrow bei der Verleihung des „Deutschen Fernsehpreises“ im Januar in Düsseldorf auch über die Situation des Senders gesprochen, aber eine Entscheidung „in dieser Richtung“ sei da nicht angedeutet worden.