13. OIC-Gipfel
Türkei: Organisation für Islamische Zusammenarbeit will Einheit und Solidarität stärken

Erstmals ist die Türkei Gastgeber des mittlerweile 13. Gipfels der 1969 gegründeten Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC). Im Rahmen dieses Treffens werden Präsidenten und Premierminister aus mehr als 30 Ländern der islamischen Welt in Istanbul erwartet.

Teilen

Istanbul (nex) – Der bevorstehende 13. Gipfel der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), der am Donnerstag und Freitag in der Türkei stattfinden wird, soll einer Erklärung auf der offiziellen Webseite der Organisation zufolge die Einheit und Solidarität der muslimischen Staaten im Kampf gegen Terrorismus stärken.

Die Türkei wird erstmals seit der Gründung der Organisation im Jahre 1969 diese Veranstaltung ausrichten und für die nächsten beiden Jahre den Vorsitz der Organisation übernehmen. Der Gipfel wird unter dem Motto „Einheit und Solidarität für Gerechtigkeit und Frieden“ stehen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wird den Gipfel eröffnen, an dem Präsidenten und Premierminister aus mehr als 30 Ländern teilnehmen werden. Dieses Treffen auf höchster Ebene wird auch genützt werden, um die Situation in Syrien, im Jemen, in Palästina, im Irak und in Aserbaidschan zu diskutieren; es soll am Ende des Treffens auch eine gemeinsame Erklärung geben.

Im Jahr 1969 gegründet, setzt sich die Organisation für Islamische Zusammenarbeit aus 57 Mitgliedsstaaten zusammen und soll eine kollektive Stimme der islamischen Welt darstellen. Die OIC soll die zweitgrößte supranationale Regierungsorganisation nach den Vereinten Nationen darstellen. Sie wurde in der marokkanischen Hauptstadt am Ende des historischen Treffens nach dem Brandanschlag auf die Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem im Jahre 1969 gegründet. Die Mitglieder trafen regelmäßig, üblicherweise alle drei Jahre, zusammen, um vorwiegend regionale politische Fragen zu erörtern.

Die bisherigen Gastgeber waren Marokko (dreimal), Senegal (zweimal), Saudi-Arabien, Pakistan, Katar, Kuwait, Iran, Malaysia und Ägypten. Traditionell bestimmte der israelisch-palästinensische Konflikt die Agenda der Gipfel, etwa 1969 in Rabat, 1974 in Lahore und 1981 in Mekka. Bei letzterem Gipfel standen auch die politische und wirtschaftliche Krise in Afghanistan sowie der Iran-Irak-Konflikt auf der Agenda.

In Casablanca 1984 forderten die Führer von 42 Mitgliedsstaaten einen Waffenstillstand und ein Ende des Iran-Irak-Krieges. Die israelische Besetzung palästinensischer Gebiete war das Hauptthema 1991 in Dakar, 2000 in Doha, 2003 in Kuala Lumpur und 2008 wiederum in Dakar. Das Thema des steigenden antimuslimischen Rassismus war bereits 1984 in Kairo erstmals angesprochen worden.

Auch interessant

Dokumentarfilm ‚Inside Gaza‘ gewinnt weiteren Preis

Berlin – Der Dokumentarfilm „Inside Gaza" der französisch-belgischen Regisseurin Hélène Lam Trong ist mit dem Roman-Brodmann-Preis ausgezeichnet worden. Die mit 10.000 Euro dotierte Preisverleihung fand...

Palästinenser: Israel hält seit Jahren Steuermillionen zurück

Jerusalem - Der palästinensische Premierminister Mohammad Mustafa warnte am Sonntag eindringlich vor den Folgen der israelischen Finanzpolitik. „Die Besatzung kürzt unsere Mittel seit Jahren,...

Der „Korea-Discount“ schwindet – die Bewährungsprobe folgt

Von Dina Ting Dem südkoreanischen Aktienmarkt haben positive Entwicklungen selten gefehlt. Was ihm jedoch fehlte, war die beständige Überzeugung der Anleger. Nach seiner beeindruckenden Rallye im...

US-Kongress diskutiert Schutzrechte für Amerikaner in der israelischen Armee

Washington D.C. - Laut Berichten von Military.com zielt eine Initiative im US-Kongress darauf ab, wichtige militärrechtliche Schutzmaßnahmen auf US-Bürger auszuweiten, die im israelischen Militär...

Gaza-Hilsflotte: Türkei fordert sofortige Freilassung der Aktivisten

Ankara - Nach dem gewaltsamen Stopp der „Global Sumud Flotilla“ in internationalen Gewässern nahe Kreta verschärft die Türkei ihren Ton gegenüber Tel Aviv massiv....

Headlines

Gaza-Hilsflotte: Türkei fordert sofortige Freilassung der Aktivisten

Ankara - Nach dem gewaltsamen Stopp der „Global Sumud Flotilla“ in internationalen Gewässern nahe Kreta verschärft die Türkei ihren...

Europarat: Deutschland missbraucht Antisemitismus-Begriff

Brüssel - In einer ungewöhnlich deutlichen Rüge hat der Menschenrechtskommissar des Europarates, Michael O’Flaherty, die deutsche Bundesregierung vor einer...

Orthodoxer Jude an Trump: „Zerstöre Israel vollständig!“

Austin/Texas - In der hitzigen Debatte um den Nahostkonflikt sorgt ein Video für Aufsehen, in dem ein Vertreter der...

Todesstrafe in Israel: Wer ist Ben-Gvir?

Ein Gastkommentar von Susanne Mattner Das israelische Parlament hat den Weg für ein Gesetz geebnet, das die Todesstrafe für Terrorakte...

Meinung

Gaza-Hilsflotte: Türkei fordert sofortige Freilassung der Aktivisten

Ankara - Nach dem gewaltsamen Stopp der „Global Sumud Flotilla“ in internationalen Gewässern nahe Kreta verschärft die Türkei ihren Ton gegenüber Tel Aviv massiv....

Europarat: Deutschland missbraucht Antisemitismus-Begriff

Brüssel - In einer ungewöhnlich deutlichen Rüge hat der Menschenrechtskommissar des Europarates, Michael O’Flaherty, die deutsche Bundesregierung vor einer Instrumentalisierung des Antisemitismus-Begriffs gewarnt. In einem...

Odadaki Son Yetişkin Olarak Türkiye

Konuk Yazar Nabi Yücel Mevcut durumda Türkiye, Orta Doğu'nun – ve çok daha ötesinin – jeopolitik manzarasında neredeyse nesli tükenmekte olan diplomatik bir tür; yani...

Rapor: Afrika Gençliği Ruh Sağlığında Dünya Lideri

Londra - Maddi refah, ruh sağlığının garantisi değil. Şubat 2026 sonunda yayımlanan yeni bir küresel rapor, zihinsel esenlik haritasını temelden sarstı. İngiltere, Japonya ve Yeni...

The Economist: Erdoğan, Müslüman dünyasının en popüler politikacısı

Londra - Neredeyse iki milyar insandan oluşan devasa ve çeşitlilik arz eden bir topluluk olan küresel Müslüman topluluğu Umma/Ümmet içinde, birleştirici bir temsilci arayışı...