Teheran (nex) – Das türkische Energieunternehmen Unit International hat am Samstag einen 4,2-Milliarden-US-Dollar-Deal mit dem Iran bekanntgegeben. Man werde im Nachbarland insgesamt sieben thermische Kraftwerke mit einer installierten Gesamtkapazität von 6020 Megawatt errichten, hieß es aus der Konzernleitung. In einer Erklärung wurde zudem angekündigt, dass mit dem Bau der Kraftwerke bereits im ersten Quartal des Jahres 2017 begonnen werden würde.
Ünal Aysal, der Chef des Unternehmens und frühere Präsident des türkischen Fußballklubs Galatasaray Istanbul, erklärte, dass Unit International bereits seit 1982 mit dem Iran zusammenarbeite und man sich nun mit dem iranischen Energieministerium auf einen 20-Jahres-Vertrag geeinigt habe. „Der Iran wird uns für die nächsten 20 Jahre Erdgas liefern, im Gegenzug verkaufen wir Strom für die nächsten sechs Jahre zum vereinbarten Festpreis“, erläuterte Aysal. „Diese Vereinbarung ist eine Pionierleistung mit Blick auf die Öffnung des iranischen Marktes für ausländisches Kapital. Wechselseitiges Vertrauen und eine bereits lange Jahre zurückreichende Freundschaft schaffen uns die Voraussetzungen, um die Türen für Kapitalzufluss in den Iran zu öffnen.“
Die Kraftwerke, die im Rahmen der Vereinbarung gebaut werden sollen, würden zehn Prozent des gesamten Energiebedarfs des Iran decken. Die Parteien hätten im Vorfeld mehr als ein Jahr lang in mehr als 1000 Stunden an der Vereinbarung gearbeitet, erklärte Mohsen Tarztalap, der Generaldirektor der Thermal Power Plant Holding (TPPH), die im Auftrag des iranischen Energieministeriums den Deal auf den Weg gebracht hatte. Tarztalap zufolge sei die Technologie der Erdgas-Kombikraftwerke des Iran veraltet, während neue Kraftwerke doppelt so effizient arbeiten würden und einen geringeren Erdgasverbrauch zur Folge hätten.
„Die Vereinbarung, die wir mit der Türkei geschlossen haben, ist exemplarisch für alle ausländischen Investoren“, erklärte Tarztalap. Zuvor hatte Unit International bereits fünf Kraftwerke mit einer eingebauten Kapazität von 3210 MW im Iran errichtet. Darüber hinaus hatte das Unternehmen bereits vier Kraftwerke in der Türkei und zwei in Europa mithilfe innovativer Finanzierungsmodelle errichtet und einige davon haben dafür bereits Auszeichnungen vonseiten internationaler Finanzinstitutionen erhalten.
Sendetermin: Dienstag, den 07. Juni 2016 um 20:15 Uhr bei RTL II
München (ots) – Zehn Jahre im Leben eines Mythos: 1964 sichert sich der junge afroamerikanische Boxer Cassius Clay (Will Smith) erstmals den Boxweltmeistertitel im Schwergewicht. Er wird zur Ikone der Bürgerrechtsbewegung, konvertiert zum Islam und ändert daraufhin seinen Namen in Muhammad Ali. Als er sich weigert, in den Vietnamkrieg zu ziehen, scheint seine viel versprechende Karriere beendet zu sein. Doch der Champ gibt nicht auf…
„Regisseur Michael Mann und Hauptdarsteller Will Smith lassen in ‚Ali‘ entscheidende Jahre einer Boxerkarriere Revue passieren“, urteilte „Der Standard“ und der „Kölner Stadtanzeiger jubelte: „‚Ali‘ ist ein Kunstwerk“.
Um größtmögliche Authentizität bei seinem Film gewährleisten zu können, arbeitete Regisseur Michael Mann nicht nur mit Muhammad Ali selbst zusammen, sondern engagierte außerdem seinen Vertrauten, den Fotografen Howard Bingham, als Berater sowie Alis ehemaligen Trainer Angelo Dundee als Choreographen.
Dem Rapper und Schauspieler Will Smith ist eine schauspielerische Meisterleistung gelungen. Er hat nicht nur mühelos den Wechsel ins dramatische Fach geschafft, sondern verkörpert den „Champ“ in Mimik und Gestik geradezu genial. Kein Wunder, dass Will Smith für seine beeindruckende Leistung 2002 mit einer Oscar- und einer Golden Globe-Nominierung belohnt wurde.
Jamie Foxx verkörpert Trainer Drew Brown. Zwei Jahre nach „Ali“ erhielt er den Oscar für die Darstellung einer anderen afroamerikanischen Legende: Er mimte Musiker Ray Charles in dem Biopic „Ray“.
In weiteren Rollen überzeugen Jon Voight („Das Vermächtnis der Tempelritter“) als Howard Cosell, Mario Van Peebles („Defender – Der Schutzengel“, „Whitmans Rückkehr“) als Bürgerrechtler Malcolm X und Ron Silver („The Arrival – Die Ankunft“, „Blue Steel“) als Trainer Angelo Dundee. Auch Jon Voight wurde übrigens für seine Darstellung für den Oscar und den Golden Globe nominiert.
„Ali“ Kino-Klassiker mit Starbesetzung, USA 2001
Mit Will Smith, Jamie Foxx, Jon Voight, Ron Silver u.a.
Regie: Michael Mann
Berlin (ots) – Am 31. Mai fand die Preisverleihung beim iranischen Holocaust-Karikaturen Wettbewerb statt, der antisemitische und den Holocaust leugnende Karikaturen prämierte.
Die Preise wurden von Majid Mollanoroozi vergeben, Direktor des Teheraner Museums für Zeitgenössische Kunst und Visual Arts Direktor im iranischen Ministerium für Kultur und Islamische Führung.
Ausgerechnet Mollanoroozi wurde kürzlich vom Auswärtigen Amt zum Partner eines Kulturprojektes ausgewählt, wie der „Iran Appeasement Monitor“ berichtete. Im Oktober 2015 wurde in Anwesenheit von Frank Walter Steinmeier eine Absichtserklärung zwischen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Mollanoroozi unterzeichnet, in der es darum geht, iranische Kunstwerke in Deutschland zu zeigen.
Ulrike Becker, Sprecherin der STOP THE BOMB Kampagne, kritisiert die Kooperation des Auswärtigen Amtes mit Mollanoroozi scharf: „Das Kulturabkommen ausgerechnet mit dem Preisverleiher der antisemitischen Karikaturen zeigt exemplarisch das Versagen des kulturellen Dialogs mit dem iranischen Regime. Die Vorstellung, es gäbe innerhalb der iranischen Führung gemäßigte, moderate oder nicht antisemitische Kreise ist Augenwischerei.“
Dr. Kazem Moussavi, Herausgeber des „Iran Appeasement Monitor“ und Sprecher der Green Party of Iran erklärt: „In der geplanten Ausstellung sollen Kunstwerke gezeigt werden, die im Iran selbst verboten sind. Dass die Bundesregierung mit dem iranischen Regime kollaboriert, ist besonders perfide, solange Künstler wie viele andere kritische Stimmen im Iran täglich zensiert, verhaftet und gefoltert werden.“
Der Karikaturen-Wettbewerb wurde in diesem Jahr von der Islamischen Organisation für Propaganda veranstaltet und war Teil der „Iranischen Karikaturen-Biennale“, die vom Ministerium für Kultur und islamische Führung bezahlt und organisiert wird. Aussagen von Außenminister Zarif, der Veranstalter sei eine unabhängige NGO und habe mit der Regierung nichts zu tun, sind nachweislich falsch.
Mainz (ots) – Die Mainzer Ganymed Pharmaceuticals AG hat auf dem internationalen Onkologen-Kongress ASCO 2016 in Chicago (USA) außergewöhnlich positive Daten aus einer randomisierten Phase 2-Studie mit IMAB362 zur Erstbehandlung (first-line therapy) von Magenkrebs vorgestellt. Das biopharmazeutische Unternehmen entwickelt hochselektive Immuntherapeutika zur gezielten Behandlung von Krebs.
IMAB362 ist ein monoklonaler Antikörper und das erste Medikament dieser Klasse, das gegen das Zelloberflächenprotein Claudin18.2 gerichtet ist. Die Phase 2-Studie mit Patienten mit fortgeschrittenem biomarker-positivem Magenkrebs erreichte alle Endpunkte. Insbesondere konnte IMAB362 die mittlere Überlebenszeit (Median) signifikant verlängern, wenn der Antikörper zusätzlich zur Standard-Chemotherapie verabreicht wurde (13,2 Monate versus 8,4 Monate, HR 0,51, p=0,0001). Die Patienten mit den höchsten Claudin18.2-Werten überlebten im Mittel noch länger (16,7 Monate versus 9,0 Monate, HR 0,45, p<0,0005). In der Studie wurde IMAB362 gut vertragen. Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen waren Erbrechen, Übelkeit und Neutropenie (niedrige Blutwerte).
„Patienten mit Magenkrebs im fortgeschrittenen Stadium haben derzeit eine schlechte Prognose. Wir können ihnen nur wenige Therapiemöglichkeiten bieten. Die Ergebnisse unserer Studie belegen klar die klinisch und damit für die Patienten relevante Wirksamkeit von IMAB362 sowie ein günstiges Risiko-Nutzen-Profil in einer Indikation mit hohem medizinischem Bedarf“, sagte der Onkologe Prof. Dr. med. Salah-Eddin Al-Batran, Ärztlicher Direktor am Institut für Klinisch-Onkologische Forschung am Krankenhaus Nordwest in Frankfurt. Dr. Al-Batran präsentierte die Studiendaten auf dem ASCO-Kongress.
„Dieser Antikörper verbindet eine hochpräzise Ausrichtung auf Claudin18.2-positive Tumoren mit starken immun-onkologischen Wirkmechanismen“, sagte Dr. Özlem Türeci, Mitgründerin und CEO von Ganymed. „Wir sind sehr erfreut, dass die Patienten in der Studie so bedeutsam von der Behandlung mit IMAB362 profitiert haben. Das zeigt sich auch darin, dass von den Patienten, die IMAB362 zusätzlich zur Chemotherapie erhalten haben, am Ende der Studie noch mehr als doppelt so viele am Leben waren als von jenen, die nur mit Chemotherapie behandelt wurden.“
Über die Studie
In die Studie wurden 161 Patienten mit fortgeschrittenem oder rezidivierendem Magenkrebs oder Tumoren am gastroösophagealen Übergang aufgenommen, die einen spezifischen Mindestwert von Claudin18.2 im Tumor aufwiesen. Die Claudin18.2-Werte wurden an Gewebeproben aus dem Tumor mithilfe des validierten und CE-gekennzeichneten Diagnose-Verfahrens CLAUDETECT®18.2 bestimmt. Die Patienten wurden dann nach dem Zufallsprinzip (randomisiert) in zwei Gruppen eingeteilt: Die eine erhielt die Standard-Chemotherapie (Epirubicin, Oxaliplatin und Capecitabin) und zusätzlich IMAB362 (800/600 mg/m2), die zweite wurde nur mit Chemotherapie behandelt. Weitere 85 Patienten wurden in einer explorativen Gruppe mit einer höheren Dosis des Antikörpers behandelt.
Wesentliche Resultate
Im Vergleich zu Patienten, die nur mit Chemotherapie behandelt wurden, konnte IMAB362 die mittlere Zeit (Median) bis zum Fortschreiten der Erkrankung von 4,8 auf 7,9 Monate (HR 0,47, p=0,0001) und die mittlere Gesamtüberlebenszeit von 8,4 auf 13,2 Monate (HR 0,51, p<0,0001) verlängern. Bei den Patienten mit den höchsten Claudin18.2-Werten im Tumor betrug diese Überlebenszeit 16,7 Monate mit IMAB362 verglichen mit 9 Monaten nur mit Chemotherapie (HR 0,45, p<0,0005).
Die Behandlung mit IMAB362 wurde in dieser Studie gut vertragen. In der mit IMAB362 behandelten Gruppe waren Erbrechen (bei 34,5% der Patienten mit Schweregrad 1/2 und bei 3,6% mit Grad 3/4 in der Kontrollgruppe versus 55,8% der Patienten mit Grad 1/2 und 10,4% mit Grad 3/4 in der IMAB362-Gruppe) und niedrige Blutwerte (Neutropenie; bei 21,4% der Patienten mit Grad 1/2 und 21,4% mit Grad 3/4 in der Kontrollgruppe versus 23,4% der Patienten mit Grad 1/2 und 32,5% der Patienten mit Grad 3/4 in der IMAB362-Gruppe) geringfügig häufiger. Im Vergleich zu den nur mit Chemotherapie behandelten Patienten war bei Behandlung mit IMAB362 die Rate schwerer Nebenwirkungen nicht erhöht.
Über IMAB362
IMAB362 ist ein Antikörper, der selektiv und spezifisch gegen das Membranprotein (Tight Junction Protein) Claudin18.2 gerichtet ist. Der Antikörper befindet sich in der klinischen Entwicklung und ist das erste gegen dieses Membranprotein gerichtete Produkt seiner Klasse. Claudin18.2 ist ein einzigartiges Zielmolekül, da es außer auf differenzierten Magenzellen sonst in keinem gesunden Gewebe vorkommt. Dagegen ist es in verschiedenen Krebsformen hochreguliert, so etwa in 80% der gastrointestinalen Adenokarzinome (Magen-Darm-Krebs), in 60% aller Tumoren der Bauchspeicheldrüse sowie im Gallen-, Eierstock- und Lungenkrebs. IMAB362 hat somit ein interessantes Potenzial für verschiedene Krebserkrankungen, in denen dieses einzigartige Zielprotein exprimiert wird und in denen dringend zusätzliche Therapiemöglichkeiten benötigt werden.
IMAB362 hat Orphan Drug Status in den USA und in Europa in den Indikationen Magenkrebs und Bauchspeicheldrüsen-Krebs. Der Wirkmechanismus dieses Antikörpers umfasst die Aktivierung der antikörper-abhängigen zellulären Toxizität (ADCC), die komplement-abhängige Zytotoxizität (CDC) und – in Verbindung mit Chemotherapie – die T-Zell-Infiltration und die Modulation der Tumormikroumgebung. In früheren klinischen Studien an in hohem Maße vorbehandelten Patienten mit Claudin18.2-positivem Magen-Darm-Krebs hat IMAB362 auch als Monotherapie Aktivität gegen Krebszellen gezeigt.
Über Ganymed Pharmaceuticals AG
Die Ganymed Pharmaceuticals AG ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das eine neue Klasse von Immuntherapeutika zur Behandlung von Krebs entwickelt, sogenannte „Ideale Monoklonale Antikörper“ (IMABs). IMABs sind insofern einzigartig, als sie hochselektiv sind für Proteine, die auf Tumorzellen auftreten, aber nicht an gesunde Zellen binden. IMABs sind so spezifisch auf Tumorzellen gerichtet wie kein anderer Antikörper. Damit wirken sie selektiv auf Krebszellen und können Tumorzellen wirksam bekämpfen, ohne normales, gesundes Gewebe zu schädigen. Aus diesem Grund können sie in einer optimalen Dosis verabreicht werden und haben ein großes therapeutisches Fenster bei gleichzeitig verringertem Risiko für Nebenwirkungen.
Ganymed entwickelt mit IMAB027 auch einen gegen Claudin6 gerichteten monoklonalen Antikörper. Dieses Membranprotein kommt in gesundem Gewebe von Erwachsenen nicht vor, ist aber in einer Reihe von soliden Tumoren exprimiert, unter anderem im Hoden-, Eierstock-, Gebärmutter- und Lungenkrebs. Ganymed hat kürzlich eine Phase 1-Studie (OVAR) abgeschlossen, in der die Wirksamkeit und Sicherheit von IMAB027 als Monotherapie bei Patientinnen mit Eierstockkrebs untersucht wurde, und wird voraussichtlich Ende 2016 mit Phase 2-Studien beginnen.
Ganymed wurde 2001 als Spin-off der Universitäten Mainz und Zürich gegründet. Mehrheitseigentümer der nicht börsennotierten Aktiengesellschaft ist die ATS Beteiligungsverwaltung GmbH. Weitere Investoren sind die Future Capital AG, der MIG Fonds, die FCPB Gany GmbH sowie Einzelpersonen.
Berlin (ots) – Die Voraussetzungen für eine nachrichtendienstliche Beobachtung der rechtspopulistischen AfD sind nach Aussage des Thüringer Verfassungsschutz-Chefs Stephan J. Kramer nicht erfüllt.
Man schaue aber »sehr genau auf die offenen Informationen, Medienberichte und Stellungnahmen aus der Partei«, sagte Kramer gegenüber der Tageszeitung »neues deutschland«. Äußerungen zum Islam, gegen Flüchtlinge und politisch Andersdenkende seien erste ernstzunehmende Anhaltspunkte.
»Wir prüfen derzeit, ob sich daraus eine veränderte Bewertung ergibt«, so Kramer. Auch die Frage, ob bekannte rechtsextreme Personen in der AfD aktiv sind, werde geprüft.
Kramer plädierte zudem für eine Grundsatzdebatte über die Sicherheitsarchitektur in Deutschland. Dabei sollte es u.a. um die Frage gehen, »wie und ob bestimmte Konstruktionen und Regelungen angesichts der heutigen Gefährdungssituationen, der föderalistischen Strukturen noch angemessen und sinnvoll sind«.
Die Verfassungsschützer fragten sich »selbstkritisch, ob uns die aktuelle Extremismusdefinition für den Verfassungsschutz die echten Bedrohungen zuverlässig erkennen lässt«.
ARD-Sportmoderator fährt trotz der Pariser Anschläge mit Vorfreude zur Fußball-EMOsnabrück (ots) – Die Pariser Anschläge vom 13. November waren für ARD-Sportmoderator Matthias Opdenhövel (45) ein prägendes Ereignis. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte er: „Ich kann mich noch sehr gut an die Explosionen erinnern und ahnte schnell, dass das nichts mit Böllern zu tun hat, die man gemeinhin kennt. Denn es gab keine Reaktionen im Stadion, keine Fangruppe die hämisch reagierte oder klatschte.
Es herrschte Ratlosigkeit.“ Trotzdem fahre er mit Vorfreude zur Fußball-EM nach Frankreich. „Aber es bleibt dieses mulmige Gefühl.“ Er vertraue gleichwohl dem Sicherheitskonzept der Franzosen. „Und ein gewisses Grundvertrauen, eine Urfreude darf man sich einfach nicht zerstören lassen“, sagte Opdenhövel.
Zum Journalismus kam der Sport-Moderator über den Umweg des Studiums der Betriebswirtschaft in Würzburg. Doch bereits im ersten Semester brach Obdenhövel ab. „Mein Interesse für das Studienfach Betriebswirtschaftslehre hielt sich auch in Grenzen. Zu mehr als zwei Vorlesungen hat es nicht gereicht. Ich blieb zwar noch bis Weihnachten, aber dann war Schluss.“
Eine weitere wichtige Station seiner Karriere war „Schlag den Raab“: Als Raab „mir 2006 das Konzept von „Schlag den Raab“ vorstellte und mich als Moderator haben wollte, konnte ich nicht Nein sagen.“ Bei der Fußball EM freut sich Matthias Opdenhövel auf die Zusammenarbeit mit Mehmet Scholl: „Mehmet ist immer gut vorbereitet. In unserer Art von Humor korrespondieren wir meines Erachtens gut. Wenn er kritisiert, dann hat das Hand und Fuß.“
Die beiden werden die Topspiele moderieren – von unten: „Mehmet Scholl und ich stehen bei den jeweiligen Top-Spielen im Stadion. Dass wir den Rasen riechen können, freut uns sehr.“ Zum Sport an sich ist Opdenhövel als Jugendlicher gekommen. „Ich war ja nicht nur sportbegeistert, sondern auch leidenschaftlich aktiv.“ Von seinen Fußballkünsten als Linksaußen damals ist er im Rückblick durchaus überzeugt:
„Sicherlich nicht Weltklasse, aber es konnte sich sehen lassen“. Dieses Talent und die Begeisterung hat er auf seine beiden Söhne übertragen, die regelmäßig in Sachen Fußball unterwegs sind. „Der Achtjährige hat einen guten linken Fuß, der 14-Jährige ist eher ein Rechtsfüßer.“
Düsseldorf (ots) – Die deutsche Auto-Industrie ist weltweit führend bei Technologien zum autonomen Fahren – trotz großer Anstrengungen von Tech-Konzernen wie Google. Deutsche Unternehmen haben weltweit 58 Prozent aller Patente zum autonomen Fahren angemeldet, der US-Technologie-Konzern Google lediglich sieben Prozent. Das geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hervor, die der „Rheinischen Post“ vorliegt.
Besonders stark sind demnach die Automobil-Zulieferer Bosch (545 Patente) und Continental (277 Patente) sowie der deutsche Auto-Bauer Audi (292). VW (184), Daimler (156) und BMW (142) liegen hingegen hinter Google (198). Hubertus Bardt, IW-Forscher und Autor der Studie, warnt daher:
„Vor allem Konzerne aus der digitalen Welt können die Marktstellung der etablierten Unternehmen bedrohen.“ Selbstfahrende Autos gehören neben der Elektromobilität zu den großen Trends der Automobil-Industrie.
Düsseldorf (ots) – Global Retail Development Index[TM] sieht globale Expansion durch Krisen und begrenzten Internetzugang in Gefahr
„Indien ist derzeit weltweit der wichtigste Wachstumsmotor. Urbanisierung, eine wachsende Mittelschicht und steigende Beschäftigungszahlen bei den Frauen werden die Nachfrage weiter rasant steigern“, so Dr. Mirko Warschun, Leiter des Beratungsbereichs Konsumgüterindustrie und Handel in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika bei A.T. Kearney.
Das ist eines der Ergebnisse des Global Retail Development Index[TM](GRDI), den A.T. Kearney inzwischen zum 15-ten Mal vorlegt. Der Index bewertet die 30 weltweit attraktivsten Märkte für Handelsunternehmen in Schwellenländern. Ausschlaggebend für eine gute Platzierung sind Faktoren wie wachsender Wohlstand, sozialer Frieden, wirtschaftliche Stabilität und Marktgröße.
Grafik: 2016 Global Retail Development Index Ranking (Foto: „obs/A.T. Kearney“)
Asien ist der klare Gewinner des diesjährigen Rankings mit China (Platz 1), Indien (Platz 2), Malaysia (Platz 3) und Indonesien (Platz 5). Ausschlaggebend für die gute Platzierung sind vor allem hohe Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstumszahlen. Auch deutsche Handelsunternehmen investieren kräftig in Asien: So hat Branchen-Primus Metro bereits im vergangenen Jahr eine strategische Kooperation mit der Handelsplattform des chinesischen Online-Dienstes Alibaba abgeschlossen, um am wachsenden elektronischen Handel im Reich der Mitte zu partizipieren. Dieser lag Analysten zufolge schon im Jahr 2014 bei 2,8 Billionen Dollar – Tendenz stark steigend. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Handelskonzern die Classic Fine Foods Group (CFF) mit Hauptsitz in Singapur übernommen. Der Zukauf stärkt die Großhandelssparte der Metro Group mit speziellen Kompetenzen in der direkten Belieferung von Hotels, Restaurants und Caterern. Sporthersteller Adidas will die Zahl seiner Geschäfte in Indien bis zum Jahr 2020 auf 750 steigern. In China hat sich das Unternehmen inzwischen einen festen Platz als führende Sportmarke erkämpft und die selbst gesteckten Ziele nach eigenen Angaben bereits erreicht.
Auf den Plätzen 4 und 6 bis 10 des aktuellen GRDI folgen Kasachstan, die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudia-Arabien, Peru und Aserbaidschan. Lateinamerikanische Länder wie Uruguay und Chile, 2015 noch auf den Rängen 2 und 3, sind diesmal gar nicht unter den Top 30 vertreten. Das Abschneiden von Russland (Platz 22) und Staaten des Mittleren Ostens ist von wirtschaftlichen Problemen und geopolitischer Instabilität belastet. Neu im Index ist Rumänien mit einer Platzierung als Nummer 24. Dabei profitiert das Land von einem stabilen Wirtschaftswachstum und Erfolgen in der Korruptionsbekämpfung. Die deutsche Discounterkette Lidl will ihr rumänisches Filialnetz in diesem Jahr ebenfalls weiter ausbauen und plant die Eröffnung von mindestens zehn zusätzlichen Standorten. Seit dem vergangenen Dezember ist Lidl rund 190 Geschäften in dem Land vertreten.
Verstärkt in den Fokus internationaler Retail-Konzerne gerückt sind dem aktuellen Ranking zufolge auch drei nordafrikanische Staaten, die ebenfalls unter den Top 30 gelistet sind, darunter Marokko (Platz 14), Algerien (Platz 18) und Ägypten (Platz 30). Insgesamt verzeichnen die Schwellenländer in den vergangenen 15 Jahren eine rasante Entwicklung: wuchs die Bevölkerung in den betrachteten Ländern um 21 Prozent (auf 6,2 Milliarden Menschen), stiegen die Handelsumsätze im gleichen Zeitraum um sagenhafte 350 Prozent. Damit geht mittlerweile mehr als die Hälfte der weltweiten Handelsumsätze auf das Konto dieser Märkte.
Vor dem Hintergrund zunehmender wirtschaftlicher und politischer Instabilität in vielen Regionen der Welt wird E-Commerce zu einer zentralen strategischen Expansionsoption. So übersteigt das Umsatzvolumen im Online-Handel nicht nur längst den des stationären Handels in fast allen Märkten, sondern bietet darüber hinaus auch bei vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz und überschaubarem Risiko gute Möglichkeiten, in ländliche Regionen vorzudringen oder neue Märkte zu testen.
„Die globale Expansion des Handels steht vor einer Zeitenwende“, resümiert Branchen-Experte Warschun. „Dabei spielt – einmal mehr – das Internet die Hauptrolle. Wenn der allgemeine Wohlstand weiter zunimmt und weltweit immer mehr Menschen auch mobil Online-Zugang haben, kann der Handelsumsatz in Schwellenländern bis im Jahr 2030 auf 22,1 Billionen Dollar steigen. Verlangsamt sich dagegen das Wachstum in China und Indien und gewinnen Nationalismus, Zensur und staatliche Regulierung die Oberhand, liegen unsere Prognosen um gut 8 Milliarden Dollar niedriger.
Istanbul (nex) – Die Armenierfrage werde auf der ganzen Welt als Erpressungsmittel gegen die Türkei verwendet, erklärte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am gestrigen Samstag und betonte, dass die Türkei die Anschuldigungen, die Ereignisse des Jahres 1915 seien ein „Genozid“ gewesen, niemals akzeptieren werde.
Erdogan, der eine Pressekonferenz in Istanbul hielt, wies darauf hin, dass die westlichen Länder die Armenierfrage nur als ein Werkzeug benutzten, um die Türkei zu verleumden.
„Ich weiß in meinem Herzen, dass nicht die Armenier ihr Hauptanliegen sind“, stellte der Präsident klar. „Sie werden lediglich manipuliert. Die Armenierfrage dient auf der ganzen Welt nur als ein Erpressungsmittel gegen die Türkei . Ich möchte die Welt Folgendes wissen lassen: Ob es euch gefällt oder nicht, wir werden die Anschuldigung des ‚Genozids‘ niemals akzeptieren.“
Am vergangenen Donnerstag hatte der Deutsche Bundestag eine juristisch nicht verbindliche Resolution zur Anerkennung der armenischen Behauptungen des „Genozids“ während der Ereignisse des Jahres 1915 angenommen.
Die Resolution beschuldigit das Osmanische Reich, im Jahr 1915 einen „systematischen Völkermord“ an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten durchgeführt zu haben.
Erdogan lud die deutschen Politiker ein, die Archive zu öffnen, um der Frage der Tötung der Armenier im Jahr 1915 nachzugehen. „Auch Sie können, wenn verfügbar, Ihre Archive öffnen. Kommen Sie, lassen Sie uns gemeinsam ein Ergebnis finden.“
Aber, so Erdogan weiter, die deutschen Politiker würden sich nicht trauen, so etwas zu tun, „denn wenn du dich so etwas traust, dann weißt du, dass du in Ungnade fallen wirst.“
Nach den Worten des Präsidenten gibt es in der Geschichte der Türkei nichts, wofür sie sich schämen muss.
„Ich wiederhole das noch einmal. Es gibt in unserer Vergangenheit nichts, wofür wir uns schämen müssten. Aber diese Länder, die die Türkei oft des ‚Armenier-Genozids‘ beschuldigen, haben das Blut Millionen unschuldiger Opfer an sich.“
Erdogan meinte, dass Deutschland das letzte Land sein sollte, das über den so genannten „Armenier“-Genozid spreche. „Sie sollten zuerst die Bedeutung des Holocausts neu definieren. Sie sollten den Holocaust von Namibia noch einmal überprüfen.“
Der Namibia-Holocaust wird als einer der ersten Genozide das letzten Jahrhunderts betrachtet, der an den Herereo und Nama in Südwestafrika vom damaligen Deutschen Reich durchgeführt worden war.
Er rief Deutschland und Europa dazu auf, bei der Lösung aller Probleme mit der Türkei fair zu bleiben.
„Entweder lösen wir gemeinsam auf faire Weise die auf der Agenda stehenden Probleme oder die Türkei hört auf, eine Barriere auf dem Weg zu Europas Herausforderungen zu sein, und wir werden euch mit euren Sorgen alleinlassen“, sagte er und fuhr fort: „Was wir wollen, ist, dass die Türkei fair behandelt wird, dass nicht mit zweierlei Maß gemessen wird, dass Regeln, die für andere gelten, auch für uns gelten.“
Erdogan stellte klar, dass die Türkei keinerlei Feindschaft gegenüber Europa hege:
„Da wir georgrafisch ein Teil Europas sind, sehen wir auch Europa als einen Teil von uns.“
Osnabrück (ots) – Als Vorbeugung gegen massive sexuelle Übergriffe durch Flüchtlinge wie in der Kölner Silvesternacht fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) ein härteres Vorgehen gegen Asylbewerber und mehr Video-Überwachung. Vor dem Deutschen Präventionstag, der an diesem Montag in Magdeburg beginnt, sagte DPolG-Chef Rainer Wendt in einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“:
„Die Täter müssen eine sofortige Reaktion des Staates spüren.“ Solch gewalttätige Asylbewerber müssten sofort in Haft kommen und dort den Ausgang ihres Asylverfahrens abwarten. Aus der Haft heraus müsse dann die Abschiebung erfolgen. „Das wäre ein deutliches Signal an die Täter: Wer grabscht oder prügelt, den schicken wir wieder nach Hause“, sagte Wendt.
Bislang würden oft nur die Personalien der Täter festgestellt und sie blieben auf freiem Fuß. „Dadurch fühlen Täter sich ermutigt und bestätigt“, kritisierte der Gewerkschaftschef. Manche tauchten unter.
Wendt forderte, öffentliche Plätze verstärkt mit Video-Kameras zu überwachen: „Die Beweisführung bei solchen Übergriffen ist extrem schwierig, deshalb brauchen wir mehr mobile Video-Überwachung.“ Dies könne auch bei ausgewählten Veranstaltungen erfolgen wie etwa bei Festivals oder Fußballveranstaltungen. Beim Musikfestival „Schlossgrabenfest“ in Darmstadt hatten jüngst 26 Frauen sexuelle Übergriffe von Männern aus dem südasiatischen Raum gemeldet. „Wir müssen mit weiteren Vorfällen rechnen“, sagte Wendt.