Energiedeal mit dem Iran
Rekord-Deal: Türkischer Energiekonzern besiegelt 4,2-Milliarden-US-Dollar-Vertrag mit Iran

Sieben Kraftwerke soll die türkische Unit International im Iran errichten, bereits 2017 soll mit dem Bau der Anlagen begonnen werden. Das Unternehmen pflegt bereits seit mehr als 30 Jahren Wirtschaftsbeziehungen mit der Islamischen Republik.

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Teheran (nex) – Das türkische Energieunternehmen Unit International hat am Samstag einen 4,2-Milliarden-US-Dollar-Deal mit dem Iran bekanntgegeben. Man werde im Nachbarland insgesamt sieben thermische Kraftwerke mit einer installierten Gesamtkapazität von 6020 Megawatt errichten, hieß es aus der Konzernleitung. In einer Erklärung wurde zudem angekündigt, dass mit dem Bau der Kraftwerke bereits im ersten Quartal des Jahres 2017 begonnen werden würde.

Ünal Aysal, der Chef des Unternehmens und frühere Präsident des türkischen Fußballklubs Galatasaray Istanbul, erklärte, dass Unit International bereits seit 1982 mit dem Iran zusammenarbeite und man sich nun mit dem iranischen Energieministerium auf einen 20-Jahres-Vertrag geeinigt habe. „Der Iran wird uns für die nächsten 20 Jahre Erdgas liefern, im Gegenzug verkaufen wir Strom für die nächsten sechs Jahre zum vereinbarten Festpreis“, erläuterte Aysal. „Diese Vereinbarung ist eine Pionierleistung mit Blick auf die Öffnung des iranischen Marktes für ausländisches Kapital. Wechselseitiges Vertrauen und eine bereits lange Jahre zurückreichende Freundschaft schaffen uns die Voraussetzungen, um die Türen für Kapitalzufluss in den Iran zu öffnen.“

Die Kraftwerke, die im Rahmen der Vereinbarung gebaut werden sollen, würden zehn Prozent des gesamten Energiebedarfs des Iran decken. Die Parteien hätten im Vorfeld mehr als ein Jahr lang in mehr als 1000 Stunden an der Vereinbarung gearbeitet, erklärte Mohsen Tarztalap, der Generaldirektor der Thermal Power Plant Holding (TPPH), die im Auftrag des iranischen Energieministeriums den Deal auf den Weg gebracht hatte. Tarztalap zufolge sei die Technologie der Erdgas-Kombikraftwerke des Iran veraltet, während neue Kraftwerke doppelt so effizient arbeiten würden und einen geringeren Erdgasverbrauch zur Folge hätten.

„Die Vereinbarung, die wir mit der Türkei geschlossen haben, ist exemplarisch für alle ausländischen Investoren“, erklärte Tarztalap. Zuvor hatte Unit International bereits fünf Kraftwerke mit einer eingebauten Kapazität von 3210 MW im Iran errichtet. Darüber hinaus hatte das Unternehmen bereits vier Kraftwerke in der Türkei und zwei in Europa mithilfe innovativer Finanzierungsmodelle errichtet und einige davon haben dafür bereits Auszeichnungen vonseiten internationaler Finanzinstitutionen erhalten.

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