Gesellschaft
Anteil der Altersarmut im Westen größer als im Osten

Die Altersarmut ist derzeit in Westdeutschland ein größeres Problem als in Ostdeutschland. Das geht nach einem Bericht der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Montag) aus ihr vorliegenden Daten des Statistischen Bundesamts hervor. Demnach waren in den zehn westdeutschen Bundesländern ohne Berlin Ende vergangenen Jahres 4,15 Prozent der über 65-Jährigen auf die soziale Grundsicherung im Alter angewiesen. Dagegen bezogen in den sechs ostdeutschen Bundesländern einschließlich Berlins erst 2,15 Prozent der Älteren die Grundsicherung. Zählt man Berlin, wo die Quote der Grundsicherungsempfänger mit 6,5 Prozent sehr hoch ist, zu den westdeutschen Ländern hinzu, fällt der Unterschied noch größer aus. In diesem Fall erreicht die Quote der Grundsicherungsempfänger in Westdeutschland 4,36 Prozent. Bundesweit liegt sie bei gut drei Prozent.

Türkei
Alanya: Hotelgäste dürfen zur Stressminderung Geschirr zerschlagen und Fernseher kaputtmachen

Alanya – In der Türkei wird in einem Hotel den Gästen ein eigenartiger Service angeboten – die Zeit im „Zimmer für Stressbeseitigung“ zu verbringen, in dem man Geschirr zerschlagen, Computer, Fernsehapparate und andere Geräte kaputtmachen darf
Wie die Nachrichtenagentur Sputnik unter Berufung auf eine Meldung von Assoziation der Touristenoperateure Russlands (ATOR) weiter berichtet, stellt ein Hotel in Alanya seinen Gästen die Dienstleistung „Rageroom“ (Wutzimmer) zur Verfügung. In diesem speziellen Raum dürfen die Touristen Geschirr zerschlagen, Fernseher, Computer, Kühlschrank und andere Gegenstände kaputtmachen dürfen. Dafür müssen Sie sich allerdings spezielle Schutzkleidung anziehen.
Hauptsächlich werde der „Rageroom“ von Männern im Alter von 18 bis 38 Jahren genutzt, deren Aktivitäten mit Business und IT-Technologien verbunden seien. Touristen aus Deutschland, Skandinavien, den Niederlanden und Großbritannien nutzen das Zimmer häufigsten, berichtet Sputnik weiter.  

München
Erneut Muslimin in U-Bahn attackiert

München – Die junge Frau ist Muslimin und offenbar wegen ihres Glaubens beleidigt worden. Die Polizei sucht nach Zeugen. Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtet, ist eine 16-jährige Schülerin in der U-Bahn erst beleidigt und dann von einem weiteren Mann attackiert worden. Die Münchnerin war am 8. September um 14.20 Uhr in der U 2 in Richtung Feldmoching unterwegs, als sich ein 20 bis 30 Jahre alter Mann mit kurzen blonden Haaren neben sie setzte und nach ihrem Glauben fragte.

Als sie sagte, sie sei Muslimin, habe er sie mit den Worten „Geh doch zurück in die Wüste“ beschimpft und daraufhin die U-Bahn am Kolumbusplatz verlassen. Wie SZ weiter berichtet, kam kurz darauf ein zweiter Mann auf sie zu und habe behauptet von der jungen Frau gekratzt worden zu sein. Anschließend habe er versucht sie zu schlagen. Fahrgäste seien der 16-Jährigen jedoch zu Hilfe geeilt und stiegen mit ihr am Sendlinger Tor aus. Die Polizei sucht Zeugen (Tel. 089/29100).

Erst im August wurden zwei Musliminnen auf einem S-Bahnhof in Berlin angegriffen weil sie Türkisch sprachen.

– Berlin – Weil sie türkisch sprachen: Mann attackiert Frauen am S-Bahnhof

Weil sie türkisch sprachen, wollte ein 37-jähriger Mann auf dem S-Bahnhof Wittenau zwei Frauen mit einer Metallratsche attackieren. Beide Frauen konnten in eine S-Bahn fliehen.

Weil sie türkisch sprachen: Mann attackiert Frauen am S-Bahnhof
 

Kaisborstel
Schriftsteller Günter Kunert im Alter von 90 Jahren gestorben

Trauer um einen der wichtigsten deutschen Schriftsteller der Gegenwart Osnabrück – Der Schriftsteller Günter Kunert ist tot. Der in Berlin geborene Autor und Lyriker starb am Sonnabend im Alter von 90 Jahren in seiner Wahlheimat Kaisborstel bei Itzehoe. Das bestätigte sein enger Freund, der schleswig-holsteinische Bildhauer Manfred Sihle-Wissel, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Vor zehn Tagen war Kunert aus dem Krankenhaus entlassen worden, da es sein Wunsch gewesen war, zu Hause zu sterben. Dort wurde er bis zu seinem Tod palliativ versorgt. Kunert gilt als einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller der Gegenwart. Erst im März hatte er seinen 90. Geburtstag gefeiert. Der mehrfach ausgezeichnete Schriftsteller gehörte 1976 zu den Erstunterzeichnern der Petition gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann. Kunert wurde daraufhin 1977 die SED-Mitgliedschaft entzogen. 1979 ermöglichte ihm ein mehrjähriges Visum das Verlassen der DDR. Mit seiner Frau Marianne ließ sich Kunert in Kaisborstel bei Itzehoe nieder. Geboren wurde Günter Kunert 1929 in Berlin. Trotz seiner jüdischen Mutter entging er der Verfolgung durch die Nazis. Nach Kriegsende begann er in Berlin ein Grafikstudium, das er abbrach, um zu schreiben. Sein erstes Gedicht erschien 1947. Es war die Ausdrucksform, in der er die deutsche Geschichte zeitlebens begleitet und verarbeitet hat. Aber er war auch Maler und Grafiker. Seine Bilder füllten die hohen Wände seines Wohnzimmers bis unter die Decke, schreibt NDR. 

Kenia
Nairobi: Türkischer Geschäftsmann beim Goldkauf um 600.000 Dollar betrogen

Nairobi – Türken gehören zu den vielen ausländischen Staatsangehörigen, die von falschen Goldhändlern in Kenia betrogen werden, sagte die türkische Botschaft in Nairobi. Der jüngste Vorfall, bei dem ein türkischer Bürger fast 600.000 Dollar verlor, wurde von der kenianischen Regierung bestätigt und führte zu zahlreichen Verhaftungen. In einem weiteren Fall beantragte vor zwei Monaten ein in Südafrika lebender türkischer Geschäftsmann bei der Botschaft in Nairobi eine Überprüfung, bevor er mit einem Kenianer ein Goldgeschäft abschloss. Die Botschaft habe festgestellt, dass es sich bei dem vermeintlichen Goldhändler um einen Betrüger handele und den türkischen Geschäftsmann daraufhin vor einer Transaktion gewarnt. Wie türkische Medien weiter berichten, fand der Türke den Deal jedoch zu attraktiv und erlitt am Ende einen enormen Verlust. In jüngster Zeit verhafteten die Behörden den kenianischen Millionär Jared Kiasa Otieno. Zusammen mit 15 anderen wurde Jared beschuldigt, einen Ausländer um 300 Millionen kenianische Schillinge (3 Millionen US-Dollar) betrogen zu haben. „Wir haben viele Betrugsfälle mit dieser Person in Verbindung gebracht. Ich bin sicher, dass auch türkische Bürger Opfer waren, und wir haben einige Fälle bei uns“, sagte eine Quelle in der kenianischen Polizei, die unter der Bedingung der Anonymität mit der Nachrichtenagentur Anadolu sprach. Die Zahl der betrogenen Ausländer ist stark gestiegen, obwohl Kenia kein bedeutendes Goldexport- oder -produktionsland ist. Die kenianischen Behörden drängen die Botschaften, ihre Staatsangehörigen davor zu warnen, nach Kenia zu kommen, um Geschäfte mit Gold zu tätigen. Den ausländischen Opfern werde zuerst echtes Gold gezeigt, das kurz vor der Übergabe umgepackt werde. Botschaftsvertreter fordern türkische Staatsbürger, die Gold kaufen wollen, immer wieder auf, sich an das kenianische Bergbauministerium zu wenden.  

Türkisch-amerikanische Beziehungen
100 Milliarden Dollar: Türkisch-amerikanische Wirtschaftsvereinigung legt Fahrplan vor

New York – Der Türkisch-Amerikanische Wirtschaftsrat (TAİK) wird seinen Fahrplan zur Steigerung des Handelsvolumens auf 100 Milliarden Dollar auf einer Veranstaltung in dieser Woche in New York vorstellen. Auch der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan werde an dem Treffen teilnehmen. Die zehnte Türkische Investitionskonferenz soll in der Woche der Generalversammlung der Vereinten Nationen stattfinden, an deren Rande Erdoğan voraussichtlich mit US-Präsident Donald Trump zusammentreffen wird. Erdogan wird voraussichtlich am Dienstag vor der Generalversammlung sprechen, während die Investitionskonferenz am Mittwoch stattfinden wird. Auch der türkische Finanzminister Berat Albayrak und Handelsministerin Ruhsar Pekcan werden auf der Konferenz eine Rede halten, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. Im vergangenen Frühjahr initiierte TAİK den Plan zur Erreichung des 100-Milliarden-Dollar-Ziels, an dem sich später auch das türkische Handelsministerium und andere Vertreter der Wirtschaft beteiligten. Das Ergebnis dieser Arbeit wurde dem US-Handelsminister Wilbur Ross vorgestellt, der Anfang September die Türkei besuchte. „Wir haben die Mission übernommen, das Ziel zu erreichen und einen Fahrplan ausgearbeitet“, sagte Mehmet Ali Yalçındag, der Präsident von TAİK, im Vorfeld der Veranstaltung in New York. „Wir gehen mit 20-30 Unternehmen aus ausgewählten Branchen nach New York, wo sie ihre ersten Treffen mit den amerikanischen Einzelhandelsgiganten abhalten werden“, so Yalcındag. Während die Möglichkeit, dass die Türkei durch den Kauf russischer S-400-Raketen mit Sanktionen rechnen muss, ein Hindernis für den Ausbau des bilateralen Handels darstellt, hat Ankara die Tür offen gelassen, amerikanische Patriot-Raketen zu kaufen, wenn die Bedingungen erfüllt sind. TAIK fordert Freihandelsabkommen Bereits im Januar forderte TAIK ein Freihandelsabkommen zwischen der Türkei und den USA. Ein Freihandelsabkommen zwischen der Türkei und den USA ist der Weg, um den bilateralen Handel zwischen den beiden Ländern zu fördern, so der Leiter der TAIK im Januar. „Das aktuelle Handelsvolumen von rund 20 Milliarden Dollar ist unzureichend, wir müssen die Spielregeln ändern“, sagte Yalcindag der Nachrichtenagentur Anadolu.

Zum Thema

– Türkisch-amerikanische Beziehungen – Türkei: Der 100-Milliarden-Dollar-Besuch aus den USA

Türkei: Der 100-Milliarden-Dollar-Besuch aus den USA

Quanten-Überlegenheit
Neuer Google-Super-Computer 10 000 Jahre schneller als stärkste Rechner

Google soll erstmals in der Computer-Geschichte die sogenannte  Quanten-Überlegenheit (Quantum Supremacy) erreicht haben. Googles neuer Quantencomputer soll in der Lage sein, eine Berechnung in drei Minuten und 20 Sekunden durchzuführen, für die der heutige schnellste Super-Computer, IBMs Summit, etwa 10.000 Jahre benötigen würde. Bei dieser bestimmten Berechnung ging es zu überprüfen, ob ein Algorithmus tatsächlich zufällige Zahlen generiert.

Wie das Wirtschaftsmagazin Financial Times berichtet, war der Bericht dazu für kurze Zeit auf der Webseite der Nasa einzusehen, sei jedoch wieder entfernt worden. Auf Anfragen von US-Medien zu einem Kommentar, habe Google bisher nicht geantwortet. Ein weiteres Wirtschaftsmagazin, Fortune, habe jedoch eine Kopie des Berichts.

Laut einer Quelle bei Google habe NASA den Bericht womöglich vor einer gründlichen Überprüfung – die Wochen bis Monate dauern könne – versehentlich zu früh veröffentlicht.

 

Frankreich
Mann rast mit Auto in Moschee

Colmar – Ein Mann ist in Frankreich offenbar absichtlich mit einem Auto in eine Moschee gerast. Wie die Behörden mitteilten, sei bei dem Vorfall im elsässischen Colmar bis auf den mutmaßlichen Täter selbst niemand verletzt worden. Wie die Präfektur des Departements Haut-Rhin der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, sei Mann nach dem Vorfall vor der Großen Moschee von Colmar festgenommen worden. Der Fahrer des Autos wurde mit einer Stichwunde am Hals in ein Krankenhaus gebracht, berichteten lokale Medien. Es war nicht sofort klar, ob die Wunde selbst zugefügt wurde oder ob jemand anderes den Fahrer angegriffen hat. https://twitter.com/i/status/1175701992125001728

Türkei
Antalya: Mindestens fünfzehn russische Touristen bei Busunfall verletzt

Antalya – Mindestens fünfzehn russische Touristen wurden bei einem Verkehrsunfall in der Provinz Antalya in der Südtürkei verletzt. „Wir können bestätigen, dass sich der Verkehrsunfall in der Nähe von Aksu um 06.00 Uhr Ortszeit ereignet hat, als Touristen mit dem Bus zum Flughafen gebracht wurden. Fünfzehn Russen wurden verletzt. Von diesen lehnten sieben den Krankenhausaufenthalt ab und machten sich auf den Weg zum Flughafen. Derzeit werden weitere acht Menschen von Ärzten behandelt, aber wir hoffen, dass sie morgen aus dem Krankenhaus entlassen werden, da ihre Verletzungen nicht lebensbedrohlich sind“, sagte ein Sprecher des russischen Generalkonsulats in Antalya der Nachrichtenagentur TASS am Samstag. Wie der türkische Nachrichtensender CNN Türk berichtet, ist der Bus aus nicht näher erläuterten Gründen umgekippt. Vier der verletzten Personen befänden sich in Lebensgefahr. https://www.facebook.com/rfconsulateantalya/posts/3170095109670462 https://twitter.com/sputnik_TR/status/1175464751125663745  

Klimapaket
Chef des Steuerzahlerbundes warnt vor neuen Schulden für den Klimaschutz

Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, warnt davor, für den Klimaschutz neue Schulden aufzunehmen. Er sei klar, dass für die geplanten Maßnahmen „die schwarze Null nicht aufgegeben werden darf“, erklärte Holznagel im Interview mit dem Bremer WESER-KURIER. „Der Staat muss mit dem Geld auskommen, das er einnimmt – der ausgeglichene Haushalt muss zementiert werden“, so Holznagel. Der Steuerzahler-Präsident betonte, „dass zu einer guten Umweltpolitik auch eine solide Finanzpolitik gehört“. Über neue Abgaben mehr Geld einzunehmen, reiche nicht aus – man müsse zudem über das Streichen von unnützen oder schädlichen Subventionen nachdenken, so Holznagel weiter. Man müsse „anfangen, in jedem Ressort zu überprüfen, welche Entscheidungen klimagerecht sind und in die heutige Zeit passen“. Außerdem sollte „weniger über Verbote und Einschränkungen“ gesprochen werden. Stattdessen müsse man sich „stärker auf Innovation und Technik konzentrieren“.