Amsterdam – Der Weltverband der christlichen Aramäer (WCA) hat die mediale internationale Anteilnahme für den syrischen Zweig der Terrororganisation PKK, die YPG, verurteilt und in einer Pressemitteilung gefragt, warum die Empörung ausblieb, als vier christliche Schulen der Aramäer in Nordsyrien am 28. August des vergangenen Jahres durch die YPG geschlossen wurden.
„Warum sorgen sie sich nicht um die aramäischen Christen? Warum sorgen sie sich so sehr um diese ‚unschuldigen, wehrlosen, heroischen‘ #YPG #Kurden?“, schreibt der Weltverband in einem Tweet am Donnerstag.
„Die selbsternannte und nicht anerkannte YPG-Regierung hat keine Autorität und keine Rechtsgrundlage, um solche Entscheidungen durchzusetzen“, sagte Sarah Bakir, WCA-Direktorin für UN-Angelegenheiten, im vergangenen Jahr nach Schließung der Schulen.
„Die WCA berichtet seit Jahren über die eskalierende kurdische Aggression in Syrien: Beschlagnahme von Eigentum, Morde, Entführungen, Zwangsrekrutierung und jetzt die Schließung von Schulen. Wir haben die internationale Gemeinschaft mehrfach aufgefordert, zu handeln, ohne Erfolg. Die WCA und ihre Mitgliedsorganisationen stehen zu den Aramäern und anderen Minderheiten, die unter dem kurdischen Regime leiden, und sie verurteilt aufs Schärfste die rechtswidrigen Handlungen des YPG“, so der Verband in einer Stellungnahme.
Es sei auffallend, „warum diejenigen Staaten, die YPG mit Waffen und anderen Formen der Unterstützung belieferten“, die YPG nicht gestoppt hätten und warum sie diese wachsenden Menschenrechtsverletzungen immer noch nicht verurteilten, so der Verband weiter.
(Screenshot/Twitter)
Nach Schließung der Schulen seien aramäische Geistliche und Bürger von Qamischli spontan in Protest auf die Straße gegangen, um sich gegen die YPG und seine Verbündeten zu erheben. „Das Volk hat es satt, dass Tyrannen und ihre Stellvertreter ihre Menschenrechte verletzen“, sagt Bakir.
„Jeder, der gegen die YPG spricht, hat Morddrohungen erhalten und wurde angegriffen. Opfer dieser Angriffe sind aramäische Gemeindeführer in der Diaspora und Aramäer in Qamischli“, betonte Bakir.
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– „Friedensquelle“ –
Syrien: Aramäische Christen sprechen sich für Militäroffensive der Türkei aus
Nach der Vertreterin, einer in Schweden ansässigen Assyrer-Vereinigung, hat nun auch der Weltverband der aramäischen Christen die Kritiker der türkischen Anti-Terror-Offensive verurteilt und sich für die Mission ausgesprochen.
Syrien: Aramäische Christen verurteilen Falschmeldungen der Medien
Amsterdam – Eine der ältesten christlichen Minderheiten der Welt, die Aramäer Syriens, haben den US-Sender NBC News aufgefordert, die Öffentlichkeit nicht zu täuschen.
Unter Berufung auf den YPG-nahen „Assyrischen Militärrat“, berichtete NBC News am Donnerstag, dass bei Angriffen der türkischen Streitkräfte auf Stellungen der YPG, Mittwochnacht zwei syrische Christen getötet worden seien. Des Weiteren berichtete der Sender, dass Baderkhan Ahmad, ein syrisch-kurdischer Journalist, der aus der Stadt Qamischli im Nordosten Syriens berichtet, den Tod einer christlichen Mutter und ihrem Kind aus seiner Nachbarschaft gemeldet habe.
Laut dem in den Niederlanden ansässigen Weltverband der aramäischen Christen, WCA NGO, seien während der türkischen Offensive im Norden Syriens „Null Christen“ getötet worden.
Der Verband wandte sich am Samstag in einem Tweet an alle Medien und forderte diese auf, ihre Quellen zu überprüfen und fehlerhafte Artikel zu korrigieren. Die Medien sollten zumindest eine nicht YPG-nahe Quelle zitieren und die Leser und Öffentlichkeit nicht irreführen, so der Verband.„Hört auf, unsere Leute Zuhause zu erschrecken“, schreibt WCA in dem Tweet.Operation FriedensquelleDie türkischen Streitkräfte begannen nach einem grünen Licht des US-Präsidenten Donald Trump am Mittwoch die Anti-Terror-Offensive „Friedensquelle“ im Norden Syriens gegen die Terrororganisationen IS und YPG. Dort soll eine Sicherheitszone entstehen, in die die syrischen Flüchtlinge zurückkehren können.
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– Syrienkrise –
Armenische Christen beten für Militäroffensive der Türkei
Nachdem sich bereits die Vertreterin einer in Schweden ansässigen Assyrer-Vereinigung und auch der Weltverband der aramäischen Christen mit Sitz in den Niederlanden für die Anti-Terror-Offensive der türkischen Streitkräfte gegen den IS und die YPG aussprachen, haben sich am Freitag auch die armenischen Christen der Türkei mit der Mission solidarisiert.
Gold an den Ringen für die Türkei
İbrahim Çolak ist bei der Kunstturn-WM (Geräteturnen) in Stuttgart als erster türkischer Sportler Weltmeister im Ringturnen geworden.
Damit hat ein türkischer Nationalsportler erstmals bei einer WM eine Goldmedaille im Ringturnen der Männer gewonnen.
Im heutigen Finale der Männer setzte sich der türkische Nationalsportler an den Ringen mit 14.933 Punkten gegen die Konkurrenz durch und sicherte sich und damit erstmals auch für die Türkei Gold.
Damit ist İbrahim Çolak automatisch für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio qualifiziert.
Ankara – Aufgrund der Anti-Terror-Offensive der türkischen Streitkräfte in Nordsyrien, hat Bundesaußenminister Heiko Maas Einschränkungen für die Genehmigung von Rüstungsexporten an den Nato-Partner angekündigt.
„Vor dem Hintergrund der türkischen Militäroffensive in Nordost-Syrien wird die Bundesregierung keine neuen Genehmigungen für alle Rüstungsgüter, die durch die Türkei in Syrien eingesetzt werden könnten, erteilen“, sagte der SPD-Politiker der Bild am Sonntag. Laut Maas habe die Bundesregierung bereits seit 2016 eine sehr restriktive Linie für Rüstungsexporte nach Ankara umgesetzt, so die Zeitung.
Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte noch vor der Entscheidung der Bundesregierung, dass die Türkei ihren Kampf gegen den Terrorismus von nichts und niemanden stoppen lassen werde.
„Auch wenn unsere Verbündeten die Terrororganisation unterstützen, auch wenn wir alleine dastehen, auch wenn ein Embargo verhängt wird, egal was sie tun, unser Kampf richtet sich gegen die Terrororganisation. Und im Kampf gegen die Terrororganisation werden wir auf keinen Fall zurückstecken“, sagte Cavusoglu der Deutschen Welle zufolge.
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– „Friedensquelle“ –
Syrien: Aramäische Christen sprechen sich für Militäroffensive der Türkei aus
Nach der Vertreterin, einer in Schweden ansässigen Assyrer-Vereinigung, hat nun auch der Weltverband der aramäischen Christen die Kritiker der türkischen Anti-Terror-Offensive verurteilt und sich für die Mission ausgesprochen.
Cem Yilmaz spendet für Soldaten
Der bekannte türkische Comedian und Schauspieler Cem Yilmaz erklärte via Twitter, er werde die gesamten Einnahmen seiner Show vom 29. Oktober der Mehmetcik Stiftung spenden. Die Stiftung gehört den türkischen Streitkräften an.
„Ich gebe allen meinen Fans bekannt, dass ich die gesamten Einnahmen meiner Show vom 29. Oktober, das im Bostanci Show Zentrum stattfinden wird, der Mehmetcik Stiftung spende.“
(Screenshot/Twitter)
Zuvor meldete sich auch der türkische Megastar Tarkan bezüglich der Anti-Terror-Offensive der türkischen Streitkräfte gegen die Terrororganisation PKK/YPG in Nordsyrien via Twitter zu Wort und solidarisierte sich mit den türkischen Truppen.
Beileid vom Megastar
Der Megastar, der im April 2016 in Köln seine Duisburger Freundin Pinar Dilek geheiratet hatte und seitdem auch in Deutschland ein Haus hat, drückte den bei der Anti-Terror-Operation „Friedensquelle“ gefallenen türkischen Soldaten über den Kurznachrichtendienst Twitter sein Beileid aus. Die Türkei hatte am 9. Oktober eine groß angelegte Säuberungsaktion gegenüber der Terrororganisation PKK/YPG in Nordsyrien gestartet.
„Für die Gefallenen…“
Der türkische Megastar Tarkan schrieb via Twitter: „Ich bin zutiefst traurig über die gefallenen Soldaten und Zivilisten, die Märtyrer sind. Ich wünsche allen Gefallenen Allahs Barmherzigkeit sowie Beileid, Geduld und Kraft für ihre Familien und Angehörigen. Den Verletzten wünsche ich schnellstmögliche Genesung.“
(Screenshot/Twitter)St. Pauli-Trainer Jos Luhukay streicht Cenk Sahin aus KaderSt. Pauli-Trainer Jos Luhukay hat den Türken Cenk Sahin für das Testspiel gegen Werder Bremen nach dessen Äußerungen zur türkischen Militäroffensive in Syrien aus dem Kader gestrichen.
St. Pauli-Trainer Jos Luhukay hat den Türken Cenk Sahin für das Testspiel gegen Werder Bremen nach dessen Äußerungen zur türkischen Militäroffensive in Syrien aus dem Kader gestrichen. Sahin hatte zuvor in Instagram angegeben, an der Seite der türkischen Parlamentsarmee zu stehen und für sie zu beten: „Wir sind an der Seite unseres heldenhaften Militärs und der Armeen. Unsere Gebete sind mit euch!“
Sahin kam in der Saison 2017/2018 zum Zweitligisten St. Pauli, war seither im Kader dabei. Nun, nach dem Instagram-Post und der St. Pauli-Ultras, die in einen Sturm der Entrüstung verfielen und dann den Rauswurf forderten, reagierte Jos Luhukay und nahm den Türken aus dem Kader.
PKK auch in Deutschland eine Bedrohung
Die PKK gilt sowohl in der EU als auch in den USA als terroristische Vereinigung und wird hier vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) beobachtet. Der Inlandsgeheimdienst der Bundesrepublik zählt im Verfassungsschutzbericht auch weitere Organisationen in Deutschland zum Umfeld der terroristischen PKK.
In einer Broschüre des deutschen Inlandsnachrichtendienstes werden die folgenden Gruppierungen, die mutmaßlich mit der PKK agieren, erwähnt: Das „Demokratische Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland e.V.“ (NAV-DEM), die Jugendorganisation „Komalen Civan“ bzw. die europäische Jugendorganisation „Tevgera Ciwanen Soresger“, die „Kurdische Frauenbewegung in Europa“ (AKHK/TJK-E), der „Verband der Studierenden aus Kurdistan“ (CIK), die „Föderation der demokratischen Aleviten e.V.“ (FEDA) und der Zentralverband der Ezidischen Vereine e.V.“ (NAV-YEK)
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– „Friedensquelle“ –
Syrien: Aramäische Christen sprechen sich für Militäroffensive der Türkei aus
Nach der Vertreterin, einer in Schweden ansässigen Assyrer-Vereinigung, hat nun auch der Weltverband der aramäischen Christen die Kritiker der türkischen Anti-Terror-Offensive verurteilt und sich für die Mission ausgesprochen.
Popstar Tarkan solidarisiert sich mit der türkischer Armee
Der türkische Musikstar Tarkan meldete sich bezüglich der Anti-Terror-Offensive der türkischen Streitkräfte gegen die Terrororganisation PKK/YPG in Nordsyrien via Twitter zu Wort und solidarisierte sich mit den türkischen Truppen.
Beileid vom Megastar
Der Megastar, der im April 2016 in Köln seine Duisburger Freundin Pinar Dilek geheiratet hatte und seitdem auch in Deutschland ein Haus hat, drückte den bei der Anti-Terror-Operation „Friedensquelle“ gefallenen türkischen Soldaten über den Kurznachrichtendienst Twitter sein Beileid aus. Die Türkei hatte am 9. Oktober eine groß angelegte Säuberungsaktion gegenüber der Terrororganisation PKK/YPG in Nordsyrien gestartet.
PKK auch in Deutschland eine Bedrohung
Die PKK gilt sowohl in der EU als auch in den USA als terroristische Vereinigung und wird hier vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) beobachtet. Der Inlandsgeheimdienst der Bundesrepublik zählt im Verfassungsschutzbericht auch weitere Organisationen in Deutschland zum Umfeld der terroristischen PKK.
In einer Broschüre des deutschen Inlandsnachrichtendienstes werden die folgenden Gruppierungen, die mutmaßlich mit der PKK agieren, erwähnt: Das „Demokratische Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland e.V.“ (NAV-DEM), die Jugendorganisation „Komalen Civan“ bzw. die europäische Jugendorganisation „Tevgera Ciwanen Soresger“, die „Kurdische Frauenbewegung in Europa“ (AKHK/TJK-E), der „Verband der Studierenden aus Kurdistan“ (CIK), die „Föderation der demokratischen Aleviten e.V.“ (FEDA) und der Zentralverband der Ezidischen Vereine e.V.“ (NAV-YEK).
Während die türkischen Streitkräfte ihre Offensive gegen die Terrornester im Norden Syriens ausweiten, kommen aus den Reihen der türkischen Prominenz und des Showbusiness immer mehr Solidaritätsbekundungen.
„Für die Gefallenen…“
Der türkische Megastar Tarkan schrieb via Twitter: „Ich bin zutiefst traurig über die gefallenen Soldaten und Zivilisten, die Märtyrer sind. Ich wünsche allen Gefallenen Allahs Barmherzigkeit sowie Beileid, Geduld und Kraft für ihre Familien und Angehörigen. Den Verletzten wünsche ich schnellstmögliche Genesung.“
(Screenshot/Twitter)St. Pauli-Trainer Jos Luhukay streicht Cenk Sahin aus KaderSt. Pauli-Trainer Jos Luhukay hat den Türken Cenk Sahin für das Testspiel gegen Werder Bremen nach dessen Äußerungen zur türkischen Militäroffensive in Syrien aus dem Kader gestrichen.
St. Pauli-Trainer Jos Luhukay hat den Türken Cenk Sahin für das Testspiel gegen Werder Bremen nach dessen Äußerungen zur türkischen Militäroffensive in Syrien aus dem Kader gestrichen. Sahin hatte zuvor in Instagram angegeben, an der Seite der türkischen Parlamentsarmee zu stehen und für sie zu beten: „Wir sind an der Seite unseres heldenhaften Militärs und der Armeen. Unsere Gebete sind mit euch!“
Sahin kam in der Saison 2017/2018 zum Zweitligisten St. Pauli, war seither im Kader dabei. Nun, nach dem Instagram-Post und der St. Pauli-Ultras, die in einen Sturm der Entrüstung verfielen und dann den Rauswurf forderten, reagierte Jos Luhukay und nahm den Türken aus dem Kader.
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Syrien: Aramäische Christen sprechen sich für Militäroffensive der Türkei aus
Nach der Vertreterin, einer in Schweden ansässigen Assyrer-Vereinigung, hat nun auch der Weltverband der aramäischen Christen die Kritiker der türkischen Anti-Terror-Offensive verurteilt und sich für die Mission ausgesprochen.
Die Ministerpräsidenten von Hessen und Niedersachsen, Volker Bouffier (CDU) und Stephan Weil (SPD), haben die gesamte Gesellschaft nach dem Terroranschlag in Halle zum stärkeren Widerstand gegen den zunehmenden Rechtsextremismus aufgerufen.
„Die Ächtung von rechtsextremer Gewalt und Hass im Netz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, sagte Bouffier der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Wir brauchen einen kulturellen Wandel. Wenn heute Kinder auf Schulhöfen mit ,Du Jude‘ beschimpft werden oder ein Täter nach einer Messerattacke vor einer Synagoge in Berlin laufengelassen wird, läuft etwas grundsätzlich falsch in unserer Gesellschaft“, sagte Bouffier.
Heute sei im Internet vieles sagbar und sendbar, was vor Jahren unvorstellbar gewesen sei. Hessen lege gerade ein großes Programm gegen Hatespeech im Netz auf. „Das beinhaltet auch, dass die Bürger melden können, wenn zu Hass und Gewalt gegen Minderheiten aufgerufen wird“, sagte Bouffier.
Auch der niedersächsische Ministerpräsident Weil sieht die Bekämpfung des Rechtsextremismus als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Wir brauchen eine breite gesellschaftliche Bewegung gegen alles, was die Hemmschwelle zur Gewalt senkt“, sagte Weil der Zeitung.
„Hass, Gewaltaufrufe und Verunglimpfungen im Netz müssen geächtet werden, denn den Worten folgen Taten“, sagte Weil. „Das schaffen Politik und Behörden nicht allein. Dafür muss der Impuls auch aus der Bevölkerung kommen.“
Von Januar bis Ende August haben die Amtsgerichte, die für die 15 größten deutschen Flughäfen zuständig sind, mehr als 50.000 Klagen wegen verspäteter oder ausgefallener Flüge registriert. Das geht aus Daten des Deutschen Richterbundes hervor, die der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ vorliegen.
Demnach rechnen die von dem Verband befragten Gerichte für das Gesamtjahr 2019 mit mehr als 90.000 Verfahren. Das entspräche einer Verdopplung nach 44.500 Verfahren im vergangenen Jahr.
Am stärksten ist das Amtsgericht Düsseldorf von der Klageflut betroffen: Für 2019 geht man allein dort von mehr als 20.000 Verfahren aus. Frankfurt folgt mit rund 15.000 erwarteten Klagen, Köln mit mehr als 10.000. Das für den Flughafen Berlin-Tegel zuständige Amtsgericht Wedding wird den Berechnungen zufolge auf etwa 9000 neue Klagen von Fluggästen kommen, das für den Airport München zuständige Amtsgericht Erding kalkuliert mit fast 7000 Fällen.
Dahinter kommen Hannover (6600), Königs Wusterhausen (Flughafen Berlin-Schönefeld, 6200), Nürtingen (Flughafen Stuttgart, 4500), Hamburg (4000), Geldern (Flughafen Weeze, 2600), Nürnberg (2000), Bremen (1450), Dortmund (1150), Memmingen (1050) und Eilenburg für den Flughafen Leipzig/Halle mit 500 erwarteten Verfahren.
Sven Rebehn, Bundesgeschäftsführer des Richterbundes, sagte der „Rheinischen Post“: „Die Amtsgerichte beklagen extreme Belastungen, die insbesondere die Geschäftsstellen treffen.“ Zwar handele es sich bei Fluggastfällen häufig um Bagatellverfahren, die sich unstreitig erledigen ließen.
„Teilweise werden die Streitigkeiten aber mit zunehmender Härte geführt“, so Rebehn. „Die Masse der Fälle führt dazu, dass andere Aufgaben in den Gerichten liegen bleiben.“ Der Richterbund sieht das Geschäft von Inkassounternehmen und anderen Dienstleistern, die den Rechtsstreit mit der Airline gegen Provision für Fluggäste übernehmen, als einen wesentlichen Treiber der vielen Klagen.
„Die Verfahrenswelle dürfte noch wachsen, weil Rechtsdienstleister über Portale im Internet massiv um neue Mandate betroffener Flugkunden werben“, so Rebehn.
Köln – Ayse Aydin, Sprecherin der DITIB-Bundeszentrale in Köln, dementierte gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger, dass in den Moscheen des Verbandes für die Anti-Terror-Offensive der türkischen Streitkräfte die sogenannte „Sieges-Sure“ rezitiert wurde.
„Solche Gebete habe es bei der DITIB nicht gegeben. Das könnten viele Besucher bestätigen.
„Eine solche Aktion ist von uns weder angewiesen, noch geplant oder in irgendeiner Weise auf unserer Tagesordnung. Ein entsprechender Hinweis bezüglich unserer Haltung ist auch an unsere Moschee-Gemeinden ergangen. Wir werden mit der Gemeinde in Herne diesbezüglich erneut in Verbindung treten“, zitiert der Kölner Stadt-Anzeiger eine Stellungnahme der DITIB.
Zuvor berichtete das Blatt, dass von einer DITIB-Moschee in Herne auf Facebook ein Tondokument geteilt worden sei, in dem auf die 48. Sure des Korans, die sogenannte Fetih- oder Sieges-Sure, Bezug genommen worden sei.
In der Aufnahme habe Ali Erbas, Chef der staatlichen türkischen Religionsbehörde Diyanet, das Gebet an „den Herrn, unser ruhmreiches Heer immer mit Seiner Macht und Kraft siegreich zu machen“ gerichtet, so der Kölner Stadtanzeiger.
Volker Beck, Lehrbeauftragter des Centrums für Religionswissenschaftliche Studien( CERES) der RuhrUniversität Bochum, reagierte mit scharfer Kritik. „Die DITIB und Teile des Zentralrats der Muslime erweisen sich als Propaganda-Agenten des türkischen Staates in einem völkerrechtswidrigen Krieg. Das ist Politik, Religion ist nur noch Mittel zum fragwürdigen Zweck“, sagte Beck dem Kölner Stadt-Anzeiger.
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– Anschlag in Halle –
DITIB verurteilt den Terrorangriff auf die Synagoge in Halle aufs Schärfste
Die islamische Religionsgemeinschaft DITIB hat den Anschlag auf eine jüdische Synagoge am Mittwoch aufs Schärfste verurteilt.
Maurerloge erklärt: „Wir wünschen Erfolg für die Aktion „Friedensquelle“
Istanbul – Nachdem die jüdische Gemeinschaft in der Türkei und das armenische Patriarchat Unterstützung für die von den türkischen Truppen begonnene Anti-Terror-Aktion „Friedensquelle“ zugesichert haben, kam eine ähnliche Erklärung auch von der „Großloge der Freien und Angenommenen Maurer der Türkei“ (HKEMBL).
Zuvor hatten sich bereits die Vertreter einer in Schweden ansässigen christlichen Assyrer-Vereinigung und auch der Weltverband der aramäischen Christen mit Sitz in den Niederlanden für die Offensive der Türkei gegen den IS und die YPG/PKK ausgesprochen. Durch die Mitteilung einer der wichtigsten Freimaurerlogen der Türkei, bekommen die türkischen Truppen eine weitere wichtige Unterstützung durch die Zivilgesellschaft.
In einem von dem Großmeister Bülent Akkan unterzeichnetem Statement auf der Internetseite der „Großloge der Freien und Angenommenen Mauer der Türkei“ wurde der Anti-Terror-Aktion Erfolg gewünscht.
Freimaurer: Operation „Friedensquelle“ eine „berechtigte und entschlossene Aktion“
„Als Großloge der Freien und Angenommenen Mauer wünschen wir den türkischen Streitkräften, die im Nordosten Syriens die berechtigte und entschlossene Aktion „Friedensquelle“ durchführen und gegen terroristische Strukturen vorgehen, die den Fortbestand unseres Landes bedrohen, viel Erfolg. Wir hoffen, dass die heldenhaften Soldaten ihren Auftrag mit einem Triumph abschließen und in unser Land zurückkehren.Wir weisen darauf hin, dass wir gegen jegliche Angriffe, die unser Land, unseren Boden oder unsere Menschen bedrohen, national geeint auftreten. Wir wünschen allen voran unserer Türkei sowie allen Menschen und der Menschheit Ruhe und Frieden.“