Wenn die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Menschen vorschreibe, zu essen und zu trinken, werde die Fatwa lauten, dass die Menschen während der Fastenzeit essen und trinken sollen, so Omran. „Dann müssten sie die verpassten Tage nach Ende der Krise nachholen.“
Menschen die nicht essen und trinken seien schwächer und aus diesem Grund durch das Virus leichter angreifbar. Deshalb sei es möglich, dass die Azhar die Fastenzeit aussetzen wird, wenn die WHO es nahelegt. Die wöchentlichen Freitagsgebete in Moscheen wurden schon vor einigen Wochen verboten. Laut Omran hätten die Azhar-Gelehrten für die möglichen Entscheidungen mit der Sunna, der Überlieferung aus den Zeiten von Prophet Mohammed, argumentiert:„Ein Beispiel aus der Sunna ist, dass der Prophet in einigen Nächten, in denen die Umstände kein Gemeinschaftsgebet in der Moschee erlaubten, die Gläubigen angewiesen hat, zu Hause zu beten. Der Prophet sagte den Gläubigen: ‚Betet in Euren Zelten oder in Euren Häusern!'“Das Coronavirus, das nach jetzigem Wissensstand offenbar Ende 2019 zuerst in der chinesischen Millionenstadt Wuhan ausgebrochen ist und sich von dort weiterverbreitet hat, ist seit Anfang 2020 ein weltweites Problem. Laut dem Robert-Koch-Instituts (RKI) wurde das Virus jedoch bereits Mitte der 1960er Jahre identifiziert. Mittlerweile hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Coronavirus-Pandemie ausgerufen. Die Symptome der vom Coronavirus ausgelösten Krankheit Covid-19 ähneln einer Lungenentzündung. Um eine weitere Ausbreitung einzudämmen haben zahlreiche Staaten Ausgangssperren ausgerufen. In Deutschland gilt ein Kontaktverbot. Spanien und Italien gehören in Europa zu den am stärksten betroffenen Staaten.


