Studie
Deutsche IS-Kämpfer sehr gut gebildet

Berlin (dts) – Viele deutsche IS-Kämpfer sind laut einer Studie offenbar überdurchschnittlich gut gebildet. Die deutschen Sicherheitsbehörden haben Herkunft und Radikalisierung von fast allen aus Deutschland nach Syrien und in den Irak ausgereisten Islamisten untersucht, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Donnerstagsausgabe. In der gemeinsamen Analyse des Bundesamtes für Verfassungsschutz, des Bundeskriminalamtes und des Hessischen Informations- und Kompetenzzentrum gegen Extremismus geht es um insgesamt 670 Personen, die bis Ende Juni 2015 in das Kriegsgebiet gezogen sind. Es ist die bisher umfassendste Studie dieser Art. Zu den Feststellungen gehört, dass in der Hälfte der Fälle Hinweise vorliegen, dass sich die Ausgereisten islamistisch-jihadistischen Gruppierungen angeschlossen haben, die meisten dem Islamischen Staat. Meist sind es Männer, aber der Frauenanteil unter den Ausgereisten steigt ständig und liegt nun bei 21 Prozent. 409 der 670 untersuchten Personen wurden bereits in Deutschland geboren, 114 von ihnen konvertierten zum Islam. Auffällig ist, dass sowohl viele gut Gebildete mit Abitur- oder Fachhochschulreife unter ihnen sind, aber auch sehr viele Arbeitslose. Fast die Hälfte der Ausgereisten war bereits durch Straftaten aufgefallen, zumeist Eigentums-Drogen und Gewaltdelikte. 63 sollen direkt von der Schulbank in den Jihad gezogen sein. Überraschend sind die Erkenntnisse über die Gründe für die Radikalisierung: Danach spielt das Internet zwar eine bedeutsame eine Rolle, wichtiger aber sind Freunde oder Kontakte in Moscheen. Nur in neun Fällen sollen Kontakte in Haftanstalten eine Rolle gespielt haben. Die Studie soll nach dem Willen der Innenminister-Konferenz helfen, bessere Präventions-Konzepte zu erarbeiten.

Rückrufskandal
VW-Chef Winterkorn erklärt Rücktritt

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Wolfsburg (dts) – VW-Chef Winterkorn hat seinen Rücktritt erklärt. „Ich bin bestürzt über das, was in den vergangenen Tagen geschehen ist“, erklärte er über eine Mitteilung am Mittwochnachmittag. Vor allem sei er „fassungslos, dass Verfehlungen dieser Tragweite im Volkswagen Konzern möglich waren“. Als Vorstandsvorsitzender übernehme er die Verantwortung für die bekannt gewordenen Unregelmäßigkeiten bei Dieselmotoren. Er habe deswegen den Aufsichtsrat gebeten, mit ihm eine Vereinbarung zur Beendigung der Funktion als Vorstandsvorsitzender des Volkswagen-Konzerns zu treffen. „Ich tue dies im Interesse des Unternehmens, obwohl ich mir keines Fehlverhaltes bewusst bin“, so Winterkorn. Volkswagen brauche einen Neuanfang – auch personell. „Mit meinem Rücktritt mache ich den Weg dafür frei. Mein Antrieb war es immer, dem Unternehmen, vor allem unseren Kunden und Mitarbeitern zu dienen. Volkswagen war, ist und bleibt mein Leben. Der eingeschlagene Weg der Aufklärung und Transparenz muss weitergehen. Nur so kann wieder Vertrauen entstehen. Ich bin überzeugt, dass der Volkswagen Konzern und seine Mannschaft diese schwere Krise bewältigen werden.“

GMO
Russland wird keine genetisch veränderten Organismen zulassen

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Moskau (eurasia) – Russland wird keine genetisch veränderten Organismen bei der Produktion von Lebensmitteln zulassen, betonte der stellvertretende Premierminister der Russischen Föderation, Arkadi Dworkowitsch, mit Blick auf den diesbezüglichen Trend in Europa und den USA am Freitag. „Im Falle von genetisch veränderten Organismen (GMO) ist die Frage zwar nicht leicht zu beantworten, aber wir haben uns entschieden: Wir werden keine Produkte produzieren, die GMOs beinhalten“, sagte der Minister gegenüber Journalisten bei seinem Besuch der Landwirtschaftsmesse BioKirov-2015 vergangene Woche.
Zur gleichen Zeit betonte er, dass es essentiell sei, eine klare Trennlinie zu ziehen zwischen dieser Entscheidung, welche „zu keinem Zeitpunkt hintergangen wird“, und den Entwicklungen in der wissenschaftlichen Forschung. Diese werden in anderen Sektoren wie der Medizin gebraucht. „Es ist keine einfache Angelegenheit. Wir werden klare Trennungen auferlegen und einen legalen Rahmen schaffen“, schloss Dworkowitsch.   Zuerst erschienen auf eurasinews.de

Liebesdrama
Ermittlungen gegen „Ketchup-Leiche“ eingestellt

Bückeburg (dts) – Die Staatsanwaltschaft Bückeburg hat die Ermittlungen gegen die sogenannte „Ketchup-Leiche von Bückeburg“ und ihren Ehemann eingestellt. Das bestätigte ein Sprecher auf Nachfrage der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Das Paar hatte laut Polizei im Juni einen Mord inszeniert, um den Liebhaber der Frau loszuwerden. Dabei soll das Duo dem Mann ein Foto der Frau in einer vermeintlichen Blutlache liegend geschickt haben. Der Liebhaber glaubte an ein Verbrechen und alarmierte die Polizei. Die klärte dann allerdings auf, dass es sich bei dem Blut lediglich um Ketchup gehandelt habe. Laut Staatsanwaltschaft hätte sich das Ehepaar strafbar gemacht, wenn sie das Bild beispielsweise direkt an die Polizei geschickt und so eine Straftat vorgetäuscht hätte. Stattdessen habe sie das Foto aber an eine Privatperson gesendet. „Dass die Beschuldigten den Vorsatz hatten, dass der Adressat die Polizei benachrichtigt und das Bild auf diesem Wege an die Polizei gelangt, wird ihnen nicht mit der erforderlichen Sicherheit nachzuweisen sein“, zitiert die Zeitung einen Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Russland
Moskau: Putin und Erdogan eröffnen neue Zentralmoschee

Putin würdigt muslimischen Beitrag zu „Frieden und gesundem Menschenverstand“ Moskau (nex) – Der Präsident der Russischen Föderation, Vladimir Putin, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, haben am heutigen Mittwoch gemeinsam die neu errichtete Zentralmoschee in Moskau eingeweiht.
(Foto: AA)
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Die neue Moschee wurde an der gleichen Stelle errichtet, an der die 2011 abgerissene, kleinere und 100 Jahre alte Vorgängermoschee gestanden hatte. Sie bietet 10 000 Gläubigen Platz. Insgesamt gibt es in Moskau etwa zwei Millionen Muslime, die meisten von ihnen aus den nordkaukasischen Republiken im Süden Russlands, aus Aserbaidschan und früheren Sowjetrepubliken in Zentralasien zugewandert. Derzeit gibt es sechs Moscheen in der Millionenmetropole, in einigen Fällen war das Bestreben, weitere zu errichten, an Obstruktion aus der Stadtverwaltung und vonseiten einiger Anwohner gescheitert.
(Foto: AA)
(Foto: AA)
Präsident Putin nutzte die Gelegenheit, um einmal mehr der muslimischen Community in der Stadt und in der gesamten Föderation den Rücken zu stärken. In Gegenwart des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan sagte Putin: „Muslimische Meinungsführer haben stets zur Entwicklung von Frieden und gesundem Menschenverstand gegen Extremismus in Russland beigetragen.“ Der russische Präsident verurteilte zudem die Ausbeutung des Islam durch die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). „Es gibt Versuche, in zynischer Weise religiöse Überzeugungen für politische Ziele auszubeuten“, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Sputnik den Präsidenten. Putin erklärte, der IS würde „eine großartige Weltreligion kompromittieren, den Islam kompromittieren, Hass verbreiten, Menschen töten – darunter Geistliche – und Objekte des Weltkulturerbes zerstören“. Die Ideologie des IS sei „auf Lügen gegründet und eine schändliche Pervertierung des Islam.“ Die Türkei spielte bei der Konzeption der neuen Moschee eine wichtige Rolle. So hat die staatliche Religionsbehörde der Türkei, Diyanet, bei der designerischen Gestaltung des Interieurs der Moschee mitgeholfen. Im Anschluss an die Eröffnungszeremonie war ein Treffen zwischen Putin und Erdoğan vorgesehen. Dabei soll über die zunehmende russische Präsenz in Syrien gesprochen worden sein und über Moskaus Unterstützung für das Regime Bashar al-Assads in Damaskus, die eine der größten Belastungen der türkisch-russischen Beziehungen darstellt. Erdoğan soll Putin gegenüber einmal mehr erklärt haben, dass das Regime Assads den Hauptfaktor für Instabilität in der Region wäre und das die Friedensinitiativen Russlands und des Irans wahrscheinlich erfolglos bleiben würden, solange Assad an der Macht bleibe. Auch Differenzen rund um das Energieprojekt Turkish Stream sollen ausgeräumt werden, mittels dessen russisches Erdgas durch das Schwarze Meer und die Türkei in vier Pipelines mit einer Kapazität von 63 Milliarden Kubikmetern transportiert werden sollen.
(Grafik: dailysabah)
(Grafik: dailysabah)
Die Türkei wollte bereits die erste Linie in Betrieb nehmen, die eine Kapazität von 15,75 Milliarden Kubikmetern aufweist, der Start des Projekts scheiterte jedoch daran, dass keine Vereinbarung zwischen der Türkei und Russland zustande gekommen ist. Neben Erdoğan waren auch Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas und Kasachstans Präsident Nursultan Nazarbayev zur Eröffnungsfeier eingeladen. Die 1904 erstmals in Moskau errichtete Moschee ist die größte Europas und parallel zur Abtragung der ursprünglichen begann bereits im Mai 2005 die Rekonstruktion, die zehn Jahre später endgültig abgeschlossen war. Dem stellvertretenden Vorsitzenden des Russischen Muftirats, Rushan Abbyasov, zufolge flossen 170 Millionen US-Dollar in das Projekt.

Flüchtlingskrise
Shakira: Aylan Kurdi darf nicht vergessen werden

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New York (nex) – Der kolumbianische Popstar Shakira hat am Dienstag gesagt, dass die Welt die schrecklichen Bilder des syrischen Kleinkindes Aylan Kurdi, dessen Leiche an einen türkischen Strand Anfang des Monat angespült worden ist, nicht vergessen werden sollte. Auf einer Pressekonferenz im UN-Hauptquartier hat Shakira die aktuelle Lage der Flüchtlinge als „eine der größten humanitären Krisen unserer Zeit“ bezeichnet. „Das Image des kleinen Jungen ist tragisch und wir sollten es nicht ignorieren und schon gar nicht vergessen. Es sollte uns auf die Notlage von Flüchtlingen aufmerksam machen“. „Wir müssen einen gemeinsamen Ausweg aus dieser humanitären Krise finden“, hat Shakira gesagt. „Die Flüchtlinge haben es verdient, eine Heimat zu besitzen. Ich weiß, dass es überall Rassismus gibt, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir in naher Zukunft eine Welt haben werden, in der menschliche Bedürfnisse und Rechte über Fahnen, Grenzen, Egoismus und Rassismus stehen.“ Auf die Frage, welches Lied sie für die syrischen Flüchtlingskinder singen wird, antwortete Shakira, die ebenfalls Botschafterin des UN-Kinderhilfswerks ist, dass sie John Lennons „Imagine“ präsentieren wird. „Ich habe über die Textpassagen dieses Liedes von John Lennon nachgedacht. Imagine… stellen sie sich vor, alle Menschen teilen sich die Welt. Warum können wir uns nicht einfach die ganze Welt teilen? Was hält uns zurück?“ hat sie gefragt. Die Welt steht der größten Flüchtlingskrise seit Jahrzehnten gegenüber. Tausende von Asylbewerbern, besonders aus mittelöstlichen und afrikanischen Ländern, fliehen vor Krieg und Verfolgung. Die Mehrheit dieser Asylbewerber sind Syrer, die auf der Flucht vor dem in Syrien herrschenden Bürgerkrieg sind, der seit 2011 mehr als 250.000 Leben gefordert hat.

"Herzen verändern"
Kardinal Óscar Maradiaga erwartet viel von Papst-Rede im UN-Hauptquartier

New York (dts) – Der Papst-Vertraute Kardinal Óscar Maradiaga erwartet viel von der Rede des Papstes am kommenden Freitag im UN-Hauptquartier in New York: „Ich bin sicher, er wird sie mit prophetischer Kraft halten. Ein bisschen wie Jesus in der Synagoge von Kapernaum wird er versuchen, die Ohren zu füllen mit Worten der Bibel“, so Maradiaga im Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Er wird keinen bloßen Vortrag halten, sondern prophetisch reden.“ Maradiaga kennt die Rede nicht, er ahne aber: „Er wird seine Autorität als Mann des Evangeliums, also als Versöhner nutzen. Bei den UN wie im US-Kongress will er sich weder von seinen Kritiken einschüchtern noch von den Lobeshymnen der Fans schmeicheln lassen.“ Maradiaga, einer der engsten Vertrauten von Papst Franziskus und der Leiter einer Reformgruppe, die Kurie und Weltkirche erneuern soll, weiß: „Kein Papst darf sich der Aufgabe entziehen, die Politik des Vaterunsers zu leben“, so Maradiaga: „Der Papst soll also den Politikern einen Weg weisen, und zwar durch das Evangelium.“ An Franziskus schätzt er besonders „sein Talent zur Freundschaft“. Überrascht habe dieser ihn „mit der Klugheit, die er im Umgang mit allen Staatsoberhäuptern beweist“. Der erste große Erfolg sei seine Rede vor dem Europäischen Parlament in Straßburg gewesen. „Er tat es mit Parrhesia, also Freimut“, so der Kardinal. Von den bisherigen Neuerungen in Rom sei es das Schwierigste gewesen, „einzusehen, dass es nicht reicht, organisatorische Strukturen zu ändern oder eine neue Apostolische Konstitution zu erlassen“, so der Papstvertraute: „Wir müssen die Herzen verändern!“

Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel
Moskau warnt vor Stationierung neuer US-Atomwaffen in Deutschland

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Berlin/Moskau (dts) – Russland hat vor der Stationierung neuer US-Atomwaffen in Deutschland gewarnt. Sollte ein entsprechender Medienbericht zutreffen, wäre Moskau gezwungen, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, sagte Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow. Das Vorhaben könne zu einer Zerstörung des strategischen Gleichgewichts in Europa führen. Russland wäre in diesem Falle gezwungen, dass Gleichgewicht in Europa wiederherzustellen, so Peskow. Das ZDF-Magazin „Frontal 21“ hatte zuvor berichtet, dass die Vorbereitungen für die Stationierung neuer US-Atombomben auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz in diesen Tagen beginnen und sich dabei auf US-Haushaltspläne berufen. In diesen sollen Gelder vorgesehen sein, um das neue Atombombensystem B 61-12 auch in die deutschen „Tornado“-Jagdbomber zu integrieren.

Nach ihrer Rückkehr wohnt sie nun in Salzhausen
Jenny Elvers nach Auszeit in Marbella wieder in Deutschland

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Berlin (dts) – Nach einem Jahr Auszeit in Marbella wohnt Schauspielerin und Moderatorin Jenny Elvers mit ihrem Partner und Sohn Paul wieder in der Lüneburger Heide. „Es war alles zu viel geworden“, erklärte die 43-Jährige im Gespräch mit „Gala“ ihre Beweggründe, Deutschland temporär den Rücken zu kehren. „Der Auslöser war dann schließlich, dass ein Fotograf einen Peilsender unter meinem Auto befestigt hatte. In Marbella haben wir in einer geschützten Siedlung gewohnt, da fühlte ich mich sicherer.“ Nach ihrer Rückkehr wohnt sie nun in Salzhausen. „Es macht einen Unterschied, ob die Produktionsfirma hört, du kommst aus Marbella angeflogen oder aus der Heide.“ Dort geht ihr Sohn bereits zur Schule. „Paul findet das gut. Es gibt hier ein gutes Gymnasium mit einer Spanisch-Klasse. Er ist ein glückliches, offenes Kind.“

Emmaus-Gemeinschaft
Pädophilie-Skandal: Grüne zu „Anerkennungszahlungen“ an Opfer bereit

Pädo-Skandal: Grüne zu ersten „Anerkennungszahlungen“ an Opfer sexuellen Missbrauchs bereit
Berlin (nex) – Die späte Aufarbeitung des Pädophilie-Skandals in der Partei „Bündnis 90/Die Grünen“ hat nun auch finanzielle Konsequenzen. Wie die Deutsche Presse-Agentur mitteilt, wollen die Grünen nun auch an drei Betroffene sexuellen Missbrauchs eine „eine Zahlung in Anerkennung des ihnen zugefügten schweren Leides“ leisten, wie es Parteisprecherin Simone Peter am Montag in Berlin formulierte. Es soll dabei um Fälle langjährigen sexuellen Missbrauchs Anfang der 1980er Jahre in der Emmaus-Gemeinschaft auf dem Dachsberg in Kamp-Lintfort gehen.
Die Grünen trugen dafür eine „institutionelle Mitverantwortung, der wir uns stellen“, heißt es aus der Bundesgeschäftsstelle. Auf Empfehlung des Anhörungsbeirates habe dies der Bundesvorstand im Einvernehmen mit dem geschäftsführenden Landesvorstand Nordrhein-Westfalen entschieden, so die dpa. Nachdem die Grünen nicht zuletzt deshalb in der Endphase des Bundestagswahlkampfes 2013 rapide an Boden verloren hatten, weil Verbindungen der Partei zur Pädophilenszene während der 1980er Jahre und Parteibeschlüsse jener Ära, die auf eine Unterstützung pädophiler Anliegen hinausliefen, zum Thema gemacht worden waren, hat sich die Partei 2014 dazu entschlossen, ihre Pädophilie-Beschlüsse offenzulegen, sich davon zu distanzieren und sich bei den Opfern zu entschuldigen.
„Wir bedauern zutiefst, dass die grüne Partei in ihren Anfangsjahren pädosexuellen Aktivisten und ihren Positionen Raum gelassen hat“, bekräftigte Peter laut dpa. Im Bund und in den Ländern fanden Anliegen pädophiler Aktivisten bei den Grünen lange Gehör. In einer Bundesdrucksache aus dem Jahre 1985 forderte die Grüne Fraktion: „Traditionelle Moralvorstellungen sollen verschwinden.“ Man wollte „Schutzgüter wie Virginität, Geschlechtsehre und ähnliches“ abschaffen und hielt eine „Entkriminalisierung der Pädosexualität […] angesichts des jetzigen Zustandes ihrer globalen Kriminalisierung (für) dringend erforderlich“. Auf ihrer Landeskonferenz in Lüdenscheid (März 1985) forderten die Grünen in NRW etwa, dass „gewaltfreie Sexualität“ zwischen Kindern und Erwachsenen „niemals Gegenstand strafrechtlicher Verfolgung sein“ dürfe. Sie sei „im Gegenteil von allen Restriktionen zu befreien, die ihr in dieser Gesellschaft auferlegt sind”.