Cholera in Syrien
US-Ärztevereinigung warnt vor drohender Cholera-Epidemie in Syrien
(nex/AA) Der Präsident der in den USA ansässigen Ärztevereinigung „American Medical Association“, Dr. Ahmad Tarakji, hat vor einer Cholera-Epidemie in Syrien gewarnt. Ein Ausbruch könnte eine Bedrohungen internationalen Ausmaßes bedeuten, erklärte Tarakji am Montag gegenüber dem ebenfalls in den USA beheimateten Katastrophenwarndienst Disaster Alert Network. Dem Mediziner zufolge sei bereits ein Kind in Aleppo an der Krankheit gestorben, die zuvor bereits im Irak epidemische Ausmaße angenommen hatte. Das syrische Gesundheitssystem ist zusammengebrochen und das noch vorhandene Angebot an medizinischer Hilfe völlig unzureichend. Dies, so Tarakji, bedeute jedoch auch, dass sich diese Seuche auch schnell über die Grenzen hinweg ausbreiten könnte. Am 12. Oktober hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO auf ihrer Webseite eine Warnung angesichts von bislang 1263 bestätigten Cholerafällen im Irak ausgesprochen.
Die Organisation gab an, derzeit die erforderlichen Testreihen durchzuführen, um eine Präsenz der Cholera in Syrien bestätigen zu können. In besonderem Ausmaß durch die Cholera gefährdet sind Kinder und Erwachsene, deren Gesundheitszustand bereits angeschlagen ist. Die Krankheit wird umso heimtückischer, als ihre Ausbreitung dadurch erleichtert wird, dass viele bereits Infizierte über längere Zeit hinweg keine Symptome zeigen. Auf Grund des Bürgerkrieges ist die syrische Regierung nicht mehr in der Lage, das Wasseraufbereitungssystem im Land aufrechtzuerhalten. Dies und die katastrophalen Hygienebedingungen in den Kriegsgebieten stellen Risikofaktoren dar, die eine Ausbreitung der Cholera begünstigen können. Vor allem Binnenflüchtlinge innerhalb Syriens seien akut gefährdet. Mehr als 250 000 Menschen sind UN-Angaben zufolge bislang im seit 2011 tobenden syrischen Bürgerkrieg ums Leben gekommen. Das Land ist zwischen Einflussgebieten mehrerer bewaffneter Einheiten zerrissen. Gleichzeitig erlebt die EU ihre größte Flüchtlingskrise seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. In den ersten acht Monaten des Jahres 2015 sind bereits 500 000 Menschen aus dem syrischen Bürgerkriegsgebiet nach Europa geflohen.
Griechenland-Krise
EZB: Griechischen Banken fehlen bis zu 14,4 Milliarden Euro
Frankfurt/Main (dts) – Den vier größten griechischen Banken fehlen bis zu 14,4 Milliarden Euro, um die europäischen Regulierungsvorschriften einhalten zukönnen. Das gehe aus den Ergebnissen des Stresstests für die als systemrelevant eingestuften Kredithäuser Alpha Bank, Eurobank, National Bank of Greece und Piraeus Bank hervor, teilte die Europäische Zentralbank am Samstag mit.
Bereits am Freitag hatte die griechische Regierung dem Parlament ein Gesetz zur Rekapitalisierung der griechischen Banken vorgelegt, das am Samstag verabschiedet werden soll.
Aus für Fahimi
Fahimi steht nicht wieder als SPD-Generalsekretärin zur Verfügung
(dts) – Yasmin Fahimi will offenbar auf eine neue Kandidatur als SPD-Generalsekretärin verzichten. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Dem Bericht zufolge wird Fahimi bis zum SPD-Parteitag im Dezember Generalsekretärin bleiben und zum Jahreswechsel als Staatssekretärin ins Bundesministerium für Arbeit und Soziales wechseln.
Arbeitsministerin Andrea Nahles habe ihr den Posten angeboten, berichtet die SZ weiter. Fahimi wurde erst im Januar 2014 zur Nachfolgerin von Nahles als Generalsekretärin der SPD gewählt.
Infratest dimap-Studie
Umfrage: Mehrheit der Deutschen zufrieden mit Informationsangebot
Berlin (dts) – 88 Prozent der Bundesbürger bewerten das Informationsangebot von Zeitungen, Zeitschriften, Radio, Fernsehen und Internet in Deutschland als gut oder sehr gut. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap für das Medienmagazin „Töne, Texte, Bilder“ der Hörfunkwelle WDR 5. Nur jeder zehnte Deutsche hält demnach die Qualität des Informationsangebots der Medien für schlecht. So teilen auch 72 Prozent den Vorwurf der „Lügenpresse“ nicht – ein Begriff, der vor allem bei den Pegida-Protesten verwendet wird.
Nur 20 Prozent gaben an, dass sie persönlich von „Lügenpresse“ sprechen würden, wenn sie an Zeitungen, Radio und Fernsehen in Deutschland denken. Von diesen 20 Prozent würden 53 Prozent AfD wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, 39 Prozent bezeichneten sich als Nichtwähler. 52 Prozent halten die Informationen in den deutschen Medien alles in allem für glaubwürdig. Etwa vier von zehn Befragten haben daran Zweifel und antworteten mit „nicht glaubwürdig“ (42 Prozent).
Deutliche Unterschiede zeigten sich dabei in der Studie von Infratest dimap mit Blick auf einzelne Medien. Die höchste Glaubwürdigkeit bescheinigten die Deutschen demnach dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk: 77 Prozent halten das öffentlich-rechtliche Radio für glaubwürdig, beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen sind es 71 Prozent. Nur 31 Prozent halten das Privatfernsehen für glaubwürdig, etwas besser sind die Werte für private Radiosender mit 45 Prozent. Auch Tageszeitungen genießen ein vergleichsweise großes Vertrauen, hier antworteten 68 Prozent mit „glaubwürdig“. Deutlich fiel dagegen das Urteil über die Boulevardpresse aus: Nur sechs Prozent der Befragten hält sie für „glaubwürdig“, 89 Prozent antworteten mit „weniger glaubwürdig“.
Das Internet ist für 31 Prozent der Befragten ein glaubwürdiges Medium, 53 Prozent der Deutschen bezweifeln dies. Konkrete Vorbehalte gibt es, was den Einfluss der Politik auf die Berichterstattung der Medien betrifft: Der Studie zufolge gehen 42 Prozent der Deutschen davon aus, dass es politische Vorgaben für die Medien gibt, 54 Prozent glauben das nicht.
Turkish Airlines EuroLeague
Basketball: Fenerbahçe Istanbul gelingt mit 77:66 gegen Real Madrid Revanche für Vorsaison
(nex/AA) Das türkische Spitzen-Basketballteam von Fenerbahçe Istanbul hat in der dritten Woche der Turkish Airlines Euroleague am Freitagabend Real Madrid mit 77:66 besiegt. Das Spiel in der Gruppe A war das erste Zusammentreffen der beiden Mannschaften nach der Semifinalserie im Mai des Jahres, als die Spanier es schafften, Fenerbahçe mit einem 96:87 aus dem Bewerb zu eliminieren. Am Freitag schafften es die „Gelben Kanarienvögel“ jedoch, den spanischen Vertreter in allen vier Vierteln auf Distanz zu halten. Im ersten Viertel war es dabei vor allem Ekpe Udoh, der Fenerbahçe bereits in den ersten drei Minuten mit 8:4 in Front geworfen hatte, der entscheidend zur 20:18-Führung nach diesem Durchgang beitragen sollte. In den zweiten zehn Minuten war es vor allem die Abschlussschwäche Reals, das lediglich zwei von 13 Drei-Punkte-Versuchen zum Erfolg bringen konnte, die zum Ausbau der Führung beitrug. In den Spielabschnitten der zweiten Hälfte vermochte Fenerbahçe das Spiel zu dominieren und vor 13 800 Besuchern in der Ülker Sportarena einen am Ende ungefährdeten Sieg sicherzustellen. Fenerbahçe weist nun zwei Siege aus den bisherigen drei Spielen der Gruppe A auf, Madrid verlor hingegen bereits zum zweiten Mal.
Integrations-TV
Bildungsministerin will Fernsehangebot speziell für Flüchtlinge
Berlin (dts) – Bundesbildungsministerin Johanna Wanka hat dazu aufgerufen, ein Fernsehangebot speziell für Flüchtlinge zu schaffen. Solche Sendungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen oder auch im Radio könnten einen Beitrag zur Integration leisten, sagte Wanka den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Sie könnten „demonstrieren, was in Deutschland normal ist, etwa die Gleichberechtigung von Frauen und Männern.“
Das ersetze nicht den Integrationskurs, habe aber den Vorteil, dass man Tausende Flüchtlinge sofort erreiche. Die Bildungsministerin sprach sich zugleich dafür aus, die erforderlichen zusätzlichen Lehrer auch auf unkonventionelle Weise zu gewinnen. So empfahl sie, Abschlüsse von Lehrern aus dem arabischen Raum anzuerkennen. „Gut integrierte Pädagogen aus diesem Kulturraum werden in Deutschland gerade dringend gebraucht.“
Außerdem hätten die Bundesländer die Möglichkeit, pensionierte Lehrer wieder einzustellen, und sie könnten auch Pädagogen einsetzen, die bisher nicht an Schulen arbeiteten. Darüber hinaus könnten die Länder die Zeiten für Lehramtsstudierende, die oft auf ihr Referendariat warteten, verkürzen. Die Herausforderung bestehe vor allem darin, viele neue Lehrer zu finden, die auch gut seien, betonte Wanka. „Wichtig ist, dass die Qualität des Unterrichts gesichert bleibt.“ Die Hälfte der Flüchtlinge, die gerade kommen, sei jünger als 25. Ihr Bildungsstand sei ganz unterschiedlich. Unter den 20- bis 25-Jährigen habe ein Drittel keine oder nur geringe Schulbildung. Ein weiteres Drittel habe das Gymnasium oder sogar eine Hochschule besucht.
Bildung gegen Fremdenhass
Wanka: Mehr Bildung gegen Pegida
(dts) – Bundesbildungsministerin Johanna Wanka hat dazu aufgerufen, den fremdenfeindlichen Pegida-Märschen mit einer Bildungsoffensive zu begegnen: „Bildung ist mit das Stärkste, was man gegen Fremdenhass einsetzen kann. Deswegen brauchen wir mehr politische Bildung“, sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Wir müssen die Wertschätzung für Demokratie stärken. In den Schulen müssen die Vorzüge demokratischer Verhältnisse besser vermittelt werden.“
Dabei komme es auch auf die Haltung der Lehrer an. Wanka richtete einen Appell an alle Lehrer, dafür zu werben, „dass sich Schulabgänger für den Bundesfreiwilligendienst melden oder Dienst in Erstaufnahmeeinrichtungen leisten“. Bei manchen Bildern von Pegida könne man nur Scham und Wut empfinden, sagte Wanka. „Frau Merkel in Nazi-Uniform, das ist ungeheuerlich!“ Gegen Volksverhetzung müsse ganz konsequent das Strafrecht eingesetzt werden. „Und es ist wichtig, dass die Bürger mit sehr viel Fremdenfreundlichkeit dagegenhalten und zeigen: Deutschland ist nicht so.“
Krieg gegen den Terror
Terroristen finanzieren sich mit Tabakschmuggel
Berlin (dts) – Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, hat sich für eine wirksamere Bekämpfung des internationalen Schmuggels von Tabakprodukten ausgesprochen. Sicherheitsbehörden hätten Hinweise, dass sich Gruppen wie der „Islamische Staat“ und al-Qaida auch durch diese Form der organisierten Kriminalität finanzierten, sagte er dem „Spiegel“. Der illegale Handel mit Zigaretten und anderen Tabakprodukten sei besonders lukrativ.
Das in Paris ansässige „Zentrum zur Erforschung des Terrorismus“ CAT schätzt, dass Terrororganisationen durch den Zigarettenschmuggel bis zu 20 Prozent ihrer jährlichen Einnahmen beziehen. Das Gesamtvolumen dieser Deals beträgt etwa 600 Millionen Dollar. Die EU-Tabakrichtlinie, die im vergangenen Jahr in Brüssel verabschiedet wurde, sieht neue Kontrollverfahren vor, um den Schmuggel zur erschweren. Alle Experten sind sich einig, dass ein solches System zur lückenlosen Überwachung von der Herstellung bis zum Endkunden erforderlich ist und anders als bisher von der Industrie unabhängig sein sollte.
1. Bundesliga
Frankfurt trotzt Bayern 0:0 ab
Frankfurt/Main (dts) – Eintracht Frankfurt hat dem FC Bayern München zum Auftakt des 11. Spieltags ein 0:0 abgetrotzt. Die gewohnt dominanten Bayern waren zwar das spielbestimmende Team, konnten in den ersten 45 Minuten aus ihrer Feldüberlegenheit aber nur selten wirklich zwingende Chancen kreieren, während sich die Frankfurter auf die Defensivarbeit verlegten. Auch in der zweiten Hälfte waren die Bayern die tonangebende Mannschaft, es gelang dem deutschen Rekordmeister aber schlussendlich nicht, einen Treffer zu erzielen.
Es ist das erste Mal in der laufenden Saison, dass die Bayern ein Bundesligaspiel nicht für sich entscheiden können. In der Tabelle liegen die Münchener mit 31 Punkten aber weiterhin unangefochten auf Platz eins. Die Frankfurter stehen zumindest vorübergehend auf Rang elf der Tabelle und haben nun 13 Punkte auf dem Konto.
Bukarest
Dutzende Tote nach Explosion in Bukarester Nachtclub
Bukarest (dts) – In der rumänischen Hauptstadt Bukarest hat es am Freitag bei einer Explosion in einem Nachtclub Dutzende Tote gegeben. In ersten Berichten war von mindestens 25 Todesopfern die Rede. 88 weitere Personen wurden verletzt.
Anscheinend wurden in dem Club Feuerwerkskörper gezündet. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren bis zu 400 Menschen anwesend, auf dem Programm stand ein Rockkonzert. Nach der Explosion gab es eine Massenpanik.

