"Gutgläubige Kanzlerin"
SPD mahnt rasche BND-Reform an

Berlin (dts) – Der SPD-Geheimdienstexperte Christian Flisek hat angesichts neuer orwürfe gegen den Bundesnachrichtendienst (BND) über eine mögliche Ausspähung von deutschen Diplomaten und europäischen Partnern eine rasche Reform der Rechtsgrundlagen des BND angemahnt. Entsprechende Vorschläge der SPD sollte das Bundeskanzleramt „schon aus Eigenschutz“ schleunigst umzusetzen, denn der Vorgang düpiere „auch eine gutgläubige Kanzlerin, die meinte, Freunde dürfte man nicht ausspionieren“, sagte Flisek in einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der NSA-Untersuchungsausschuss müsse seinen Untersuchungsauftrag jetzt unter Umständen erweitern. „Wir haben mit den NSA-Selektoren im BND offensichtlich nur die Spitze eines Eisberges an Schlamperei, Unfähigkeit und Organisationsversagen erkannt“, sagte Flisek. „Die Zeugen des BND haben uns im Ausschuss jahrelang vorgegaukelt, der BND arbeite korrekt, er spioniere weder Freunde noch Deutsche aus.“

Nato-Partnerschaft
Harald Kujat warnt Merkel vor militärpolitischen Zugeständnissen an Türkei

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Berlin (dts) – Der frühere Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel davor gewarnt, der Türkei im Gegenzug zu türkischem Wohlverhalten in der Flüchtlingsfrage militärpolitische Zugeständnisse für deren geplante Aktionen gegen das autonome Kurdengebiet in zu machen. „Eine Unterstützung der nationalen Politik der Türkei zur Verhinderung eines separaten Kurdenstaates wäre ein schwerer Verrat an der Nato als demokratische Wertegemeinschaft“, sagte Kujat dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Eine Unterstützung durch die Nato hätte „im Ergebnis viel schwerwiegendere Folgen“ als der mögliche Beitrag der Türkei bei der Bewältigung der Flüchtlingsfrage. „Die Nato darf Präsident Erdogan für seine Eroberungspolitik nicht den Arm reichen“, sagte Kujat. Der türkische Präsident Erdogan hatte mit Blick auf den bevorstehenden G-20-Gipfel am Wochenende in Antalya die Kurden in Syrien davor gewarnt, ihr Einflussgebiet entlang der türkischen Grenze weiter in Richtung Westen auszuweiten. „Es wird niemandem erlaubt, zum Westufer des Euphrat vorzustoßen“, hatte Erdogan erklärt. Rund 11.000 türkische Soldaten sollen sich bereits entlang der Grenze zu Syrien aufgestellt haben.

Bekämpfung der Fluchtursachen
Gipfel von Malta: EU sichert Afrika Milliardenhilfen zu

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Valletta (dts) – Die Europäische Union hat Afrika einen milliardenschweren Hilfsfonds zugesichert. Vertreter der 28-EU-Mitgliedsstaaten unterzeichneten beim Sondergipfel in Malta am Donnerstag ein entsprechendes Dokument. Mit den zusätzlichen 1,8 Milliarden Euro sollen vor allem Fluchtursachen in den Herkunftsländern bekämpft werden. Schwerpunkt sind unter anderem die Sahelzone und Nordafrika. Das Geld soll in die Bereiche Wirtschaft, Gesundheit und Umwelt sowie in den Kampf gegen Schleuserbanden fließen. Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete den Gipfel in Malta als Beginn eines längeren Prozesses, der eine neue Phase der Zusammenarbeit zwischen Europa und Afrika einleite.
 

Filmtipp
Robert De Niro: DIRTY GRANDPA

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DIRTY GRANDPA

München – Super-Hottie Zac Efron an der Seite von Hollywoods Schauspiellegende Robert De Niro: diese quietschbunte Komödie kann nur krachen! In einem durchgeknallten Roadtrip der Sonderklasse machen die beiden als Großvater und Enkel die Straßen unsicher und brechen dabei jedes nur erdenkliche Tabu.

Durch eine Ehe mit der kontrollsüchtigen Meredith ist für Jason (Zac Efron) auch eine Partnerschaft in der Kanzlei seines Schwiegervaters in spe gesichert. Der lebenshungrige Großvater Dick (Robert De Niro) allerdings nötigt seinen spießigen Enkel noch kurz vor dessen Hochzeit, ihn nach Daytona zum Spring Break zu fahren – mit verheerenden Folgen. Während der sexbesessene Dick auf Parties, Kneipenschlägereien und durchzechten Karaoke Nächten sein Leben in vollen Zügen genießt, ist er andererseits fest entschlossen, Jason von dessen biederen Zukunftsplänen abzubringen. Und dazu ist dem alten Gauner wirklich jedes Mittel recht. Doch schon bald stellen der DIRTY GRANDPA und sein verklemmter Enkel auf der wildesten Reise ihres Lebens fest, dass sie so einiges voneinander lernen können… Kinostart: 11. Februar 2016 im Verleih der Constantin Film

Kampf gegen Terror
Deutschland: PKK-Gebietsleiter verhaftet

Hannover (nex) – Der mutmaßliche Gebietsleiter der terroristischen PKK und ihres in Europa tätigen Ablegers „Kurdische Demokratische Gesellschaft in Europa“ (CDK) im Gebietsverband Oldenburg sitzt in Untersuchungshaft. Dies teilt die Generalstaatsanwaltschaft Celle in einer Aussendung mit. Am gestrigen Mittwoch wurde der 38-jährige türkische Staatsangehörige auf Grund eines von der Generalstaatsanwaltschaft beantragten Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Oberlandesgerichts Celle vom 04.11.2015 durch Beamte des Landeskriminalamtes Niedersachsen und unterstützenden Kollegen des Landeskriminalamtes Bremen festgenommen. Am heutigen Vormittag ist der Beschuldigte dem Ermittlungsrichter des Oberlandesgerichts Celle vorgeführt worden. Dieser hat ihm den Haftbefehl eröffnet und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet. Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, sich als Mitglied an der PKK und damit einer ausländischen terroristischen Vereinigung beteiligt zu haben. Während die militärisch strukturierte Terrororganisation in der Türkei und in den kurdischen Siedlungsgebieten Syriens versucht, ihre ideologischen Vorstellungen durch Gewaltakte gegen Sicherheitskräfte, Armeeangehörige, Zivilisten und politisch Andersdenkende zu forcieren, haben die Kader in Europa vor allem die Aufgabe, Finanzmittel für die Organisation zu beschaffen und Nachwuchs für den Guerillakampf zu rekrutieren. Der Beschuldigte soll seit Mitte 2013 die Gebietsleiterfunktion im PKK-Gebiet Oldenburg ausgeübt und nach seinem Wechsel des Zuständigkeitsbereiches im August 2015 das PKK-Gebiet Hamburg geleitet haben. Den Ermittlungen zufolge soll er im Rahmen seiner Aufgaben als Gebietsleiter die organisatorischen, finanziellen, personellen und propagandistischen Angelegenheiten seines Zuständigkeitsbereichs geregelt haben. Hierzu soll er den ihm untergeordneten Kadern Aufträge und Weisungen erteilt und die ihm übergeordneten Kader über die Ergebnisse der Arbeit in seinem Zuständigkeitsbereich unterrichtet haben. Im Zuge der Ermittlungen wurden auch die Wohnräume des Beschuldigten in Bremen durchsucht.

Familientragödie
Bayern: 22-Jährige tötet ihr neugeborenes Baby

Landshut (dts) – Im bayerischen Landkreis Landshut ist eine 22-jährige Frau festgenommen worden, die im Verdacht steht, ihr Kind unmittelbar nach der Geburt getötet zu haben. Der Vater der jungen Frau habe am Mittwochabend im Kofferraum des Autos seiner Tochter die Leiche eines Babys gefunden, die in einen Plastiksack eingewickelt war, teilte die örtliche Polizei am Donnerstag mit. Nach derzeitigem Ermittlungsstand habe die 22-Jährige ihre Schwangerschaft verschwiegen und vermutlich in den frühen Morgenstunden des vergangenen Freitags das Kind unversehrt zur Welt gebracht. Unmittelbar danach sei der Säugling durch „offensichtlich gewaltsames Einwirken“ getötet worden. Die 22-Jährige wurde vorläufig festgenommen und befindet sich in Polizeigewahrsam. Eine Obduktion am Donnerstagmorgen habe ergeben, dass eine gewaltsame Einwirkung auf den Neugeborenen todesursächlich gewesen sein dürfte. Der Vater des Kindes, dessen Personalien polizeilich bekannt sind, habe sich zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht am Tatort befunden. Nähere Hintergründe „insbesondere zu den Tatumständen und zur genauen Motivlage werden aufgrund der Tragik des Falles und der Rücksichtnahme auf die Hinterbliebenen bzw. Angehörigen nicht bekanntgegeben“, teilte die örtliche Polizei weiter mit.

Rekordfund
Türkei: Nach Suchbohrungen auf 100 Tonnen Gold gestoßen

Forschungsmannschaften treffen bei Suchbohrungen auf Goldfeld
İzmir (nex) – Nachdem das westtürkische Soma in der Provinz Manisa im letzten Jahr durch das größte Bergwerksunglück der türkischen Geschichte weltweit in die Schlagzeilen gekommen war, gibt es aus der auf diese Weise heimgesuchten Stadt endlich auch gute Nachrichten. Wie der türkische Medien bericheten, hat Energieminister Ali Rıza Alaboyun den Fund von 100 Tonnen Goldreserven in Soma bekanntgegeben. Diese Goldreserven sollen mit einem Beitrag von 2,5 Milliarden Dollar zur Konsolidierung des türkischen Staatshaushaltes und zur Stärkung der Wirtschaft im Lande beitragen. Die für die Türkei erfreuliche Nachricht kam aus dem Dorf Kiraz bei Soma der Provinz Manisa. Mannschaften der Mineralforschung, die bereits 2013 damit begonnen hatten, auf einer Gesamtlänge von 22 000 Metern zu bohren, seien dort auf Gold- und Kupferfelder gestoßen. Mit dem Fund würden die Goldreserven der Türkei von derzeit 700 Tonnen um 14 Prozent weiter ansteigen. Auch aus Konya war eine erfreuliche Nachricht zu verzeichnen. Dort wurden in Karapınar zwei Millionen Tonnen an Kohlereserven gefunden, was den zweitgrößten Wert nach den Kohlereserven in Afşin-Elbistan darstelle. Darüber hinaus betonte Alaboyun, dass es in Thrakien und Zentralanatolien große Schiefergasvorkommen gäbe. Bezüglich des Abbaus von Bor weise die Türkei, so Alaboyun, ebenfalls ein hohes Potenzial auf. Nicht weniger als 45 Prozent der weltweit verfügbaren Borsäure werden in der Türkei produziert. Der Verkauf aus Rohmaterial sei jedoch wenig lukrativ, weshalb man darauf setze, es als verarbeitetes Material in gewinnträchtigerer Weise zu verkaufen. Bor ist ein Industriesalz, das in etwa 250 unterschiedlichen Bereichen verwendet werde, darunter im Gesundheitswesen, der Landwirtschaft, der Verteidigungsindustrie oder der Chemie. Alaboyun zufolge habe sich die Regierung dazu entschlossen, mit BOROSİB eine speziell auf Bor spezialisierte Industriezone zu schaffen, wo Unternehmen, Institute, Universitäten, Kommunen, Banken und öffentliche Einrichtungen gemeinsam daran arbeiten sollen, die effizienteste Nutzung des Metalls sicherzustellen. [paypal_donation_button align=“left“]      
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Kritik an verkürzten Verfahren
BAMF: Personalrat hält Bearbeitung von Asylanträgen für „nicht rechtsstaatlich“

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Berlin (dts) – Der Gesamtpersonalrat des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hält die Rechtsstaatlichkeit bei der aktuellen Bearbeitung von Asylanträgen von Syrern und Eritreern für nicht gegeben. In einem Brandbrief an den Behördenleiter Frank-Jürgen Weise, der der „Welt“ vorliegt, sprechen die Personalvertreter von „systematischen Mängeln“ bei den bisher umgesetzten Maßnahmen zur Verfahrensbeschleunigung und zur Erhöhung der Anzahl der Entscheidungen. Diese seien „mit einem rechtsstaatlichen Verfahren nicht vereinbar“, heißt es in dem vierseitigen Brief vom Mittwoch. Demnach sind die verkürzten schriftlichen Verfahren für Asylsuchende aus Syrien und Eritrea „mit dem Rechtsstaatsgebot nicht vereinbar“. Nach der Erfahrung der Bearbeiter sei davon auszugehen, dass es einen „hohen Anteil von Asylsuchenden gibt, die eine falsche Identität angeben, um eine Bleibeperspektive mit der Möglichkeit des Familiennachzugs etc. zu erhalten“. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte in diesem Zusammenhang von einer Schätzzahl von rund 30 Prozent der Asylsuchenden gesprochen, die sich als Syrer ausgeben würden, in Wahrheit aber keine seien. Die Personalvertreter widersprechen zudem der offiziellen Darstellung der Nürnberger Behörde, wonach die BAMF-Mitarbeiter die Angaben zur Identität akribisch prüfen würden. „Tatsächlich verzichtet das Bundesamt auf eine Identitätsüberprüfung.“ Syrer sei derzeit, wer sich „schriftlich im Rahmen einer Selbstauskunft als Syrer bezeichnet (im Fragebogen an der richtigen Stelle ein Kästchen ankreuzt) und der Dolmetscher (in der Regel weder vereidigt noch aus Syrien kommend) dies bestätigt“. Die Dolmetscher würden in keinem Arbeitsverhältnis zum BAMF stehen. Noch seien sie in irgendeiner Weise auf die Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland vereidigt. „Letztlich wird diesen Dolmetschern alleine die Prüfung des Asylgesuchs überlassen.“ Eine solche „massenhaft praktizierte Entscheidungspraxis“ steht nach Ansicht der Personalvertreter „mit einem rechtsstaatlichen Verfahren nicht im Einklang“. Der Personalrat fordert BAMF-Chef Weise auf, umgehend wieder zu einer gründlichen Kontrolle der Identität der Flüchtlinge zurückzukehren. „Selbst wenn ein Asylsuchender aus Syrien ein Personaldokument vorlegt, ist eine Echtheitsprüfung zwingend geboten“, heißt es in dem Brief. Hintergrund sind Meldungen über eine hohe Anzahl von gefälschten syrischen Pässen. Trotz Warnungen aus dem Innenministerium seien die Entscheider „angehalten, ohne erfolgte Echtheitsprüfung diesem Personenkreis den Flüchtlingsstatus zuzuerkennen“. Der Wegfall der Überprüfung „erleichtert zudem auch das Einsickern von Kämpfern der Terrormiliz IS nach Mitteleuropa und stellt ein erhöhtes Gefährdungspotential dar“. Auf deutlichen Widerstand trifft auch die deutlich verkürzte Einarbeitungszeit für neue BAMF-Entscheider, die nach Kenntnisstand der Personalvertreter nach einer drei- bis achttägigen Einarbeitungsphase bereits eingesetzt werden und „massenhaft Bescheide“ ausstellten. Mit Blick auf die für die Qualität einer Entscheidung notwendige Vorbildung der Mitarbeiter ist von einer „Schnellschuss-Qualifizierung“ die Rede: Die Herabsetzung der Einarbeitungszeit von früher drei Monaten könne die neuen Mitarbeiter aus fachfremden Bereichen „unmöglich in die Lage versetzen, im rechtsstaatlichen Sinne individuelle und sachlich/juristisch fundierte (Grund)Rechtsprüfungen vorzunehmen mit möglicherweise existentiellen Folgen für die Antragssteller“. Die Personalvertreter fordern den BAMF-Chef auf, trotz einer notwendigen Beschleunigung bei der Bearbeitung der Anträge ein „rechtsstaatliches Verfahren im Sinne einer (echten) Identitätsprüfung“ auch bei Flüchtlingen aus Syrien, dem Irak und Eritrea zu gewährleisten.

Sanktionen
Exporte nach Russland im ersten Halbjahr um 31,5 Prozent zurückgegangen

Berlin/Moskau (dts Nachrichtenagentur) – Die Exporte der deutschen Wirtschaft nach Russland sind in den vergangenen anderthalb Jahren stark zurückgegangen: 2014 sanken sie um 6,6 Milliarden Euro oder 18,4 Prozent. Im ersten Halbjahr 2015 betrug der Rückgang 4,8 Milliarden Euro oder 31,5 Prozent, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervorgeht, die der „Rheinischen Post“ vorliegt. Die Bundesregierung macht dafür aber nicht allein die Sanktionen gegen Russland verantwortlich. Als „zentralen Faktor“ für den Rückgang der deutschen Exporte nach Russland im Jahr 2014 und 2015 sieht die Bundesregierung ihrer Antwort zufolge „den wirtschaftlichen Abschwung in Russland“, der neben strukturellen Schwächen und gewachsenen Kapitalabflüssen vor allem vom niedrigen Ölpreis herrühre. Der Linken-Bundestagsabgeordnete Thomas Lutze warf der Bundesregierung vor, „hinsichtlich der Konsequenzen der eigenen Sanktionen im Dunkeln zu tappen“. Die Bundesregierung habe scheinbar keine genaue Kenntnis über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Sanktionen gegen Russland. Dies sei angesichts der proklamierten „Zielgerichtetheit“ fatal.

Lufthansa-Streik
Lufthansa beziffert Streikschaden auf „deutlich zweistelligen Millionen-Bereich“

Frankfurt/Main (dts) – Der seit sechs Tagen andauernde Streik der Flugbegleiter führt bei Lufthansa zu erheblichen finanziellen Belastungen: „Dies ist der längste Streik, den die Kunden der Lufthansa, unsere Mitarbeiter und unsere Partner je erleben mussten. Der finanzielle Schaden liegt schon jetzt in einem deutlichen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich“, sagte Vorstandsmitglied Bettina Volkens gegenüber „Bild“. Dennoch werde Lufthansa gegenüber der Gewerkschaft UFO hart bleiben, kündigte Volkens an: „Leider müssen wir diesen Konflikt aushalten für eine erfolgreiche Zukunft der Lufthansa – ganz besonders auch für unsere Mitarbeiter.“ Volkens forderte die Flugbegleiter gegenüber „Bild“ zum Einlenken auf: „Mit dem Streik sägen sie an dem Ast, auf dem wir alle sitzen. Die Einzigen, die sich darüber freuen, sind unsere Wettbewerber.“ Die Managerin warnte zugleich vor weiteren Streiks in der Adventszeit. Auf die Frage, ob Kunden zur Weihnachtszeit mit Streiks rechnen müssten, sagte Volkens: „Ich kann und will mir das nicht vorstellen. Wir müssen unseren Mitarbeitern noch deutlicher machen, dass die Veränderungen für ihre Zukunft und ihre beruflichen Perspektiven wichtig und nicht gegen sie gerichtet sind.“