Postsendung
Entwarnung am Kanzleramt nach Fund von verdächtiger Postsendung

Berlin (dts) – Nach der zeitweisen Absperrung des Bundeskanzleramts wegen einer verdächtigen Postsendung hat es Entwarnung gegeben: Alle Absperrungen seien wieder aufgehoben worden, hieß es seitens der Bundespolizei. Es ist demnach noch unklar, was sich in der verdächtigen Postsendung befunden habe, die zu der Absperrung geführt hatte.

Kölner Übergriffe
Ex-Familienministerin Schröder: Frauenbild der Muslime schuld an Vorfällen in Köln

Berlin (dts) – Als Konsequenz aus den Geschehnissen der Silvesternacht in Köln hat die frühere Familienministerin Kristina Schröder (CDU) zu einer offenen Debatte über gewaltbereite muslimische Männer aufgerufen. „Wir Demokraten dürfen das Thema der Gewaltbereitschaft vieler junger muslimischer Männer auf keinen Fall totschweigen“, sagte Schröder der „Rheinischen Post“. „Denn dann würden rechtspopulistische oder rechtsextreme Parteien erst Recht Zulauf bekommen“, sagte die CDU-Politikerin. Schröder sieht das Frauenbild vieler Muslime, wonach sich die Frau unter anderem in der Öffentlichkeit verhüllen soll, als mögliche Ursache für die Attacken der Silvesternacht. „In dieser Vorstellung gilt es dann als legitim, sich Frauen, die sich nicht dieser Vorstellung einer ehrbaren Frau unterwerfen, auch unehrenhaft zu nähern.“   Mehr zum Thema:

Ist Köln ein muslimisches Problem?

Eine Woche nach Erdoğan-Besuch
Ägypten: Kommt Präsident Mursi nach Druck aus Riad frei?

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Kairo (nex) – Ein Appellationsgerichtshof in Ägypten soll das Todesurteil gegen den ersten demokratisch gewählten Präsidenten des Landes, Mohammed Mursi, aufgehoben haben, der 2013 durch einen Militärputsch unter der Führung des heutigen Präsidenten Abdel-Fattah al-Sisi des Amtes enthoben worden war. Dies gab ein führendes Mitglied der Muslimbruderschaft unter der Zusicherung der Anonymität gegenüber der Tageszeitung Daily Sabah an. Ein weiteres Gericht habe Urteile gegen mehrere prominente Angehörige der Muslimbruderschaft aufgehoben und eine Wiederaufnahme der diesen zu Grunde liegenden Verfahren angeordnet. Unter den von dieser Entscheidung Begünstigten soll sich auch der Anführer der Gruppe, Mohammad al-Badie, befinden. Mursi, der neben 105 weiteren Politikern der Muslimbruderschaft angeklagt worden war, war in mehreren von Kritikern als rechtsstaatlich zweifelhaft beurteilten Prozessen wegen angeblicher Spionage für fremde Mächte zu einer lebenslangen Haftstrafe und wegen der angeblichen Beteiligung an einem Massenausbruch aus einem Gefängnis im Zuge der Unruhen im Zusammenhang mit dem „Arabischen Frühling“ 2011 zum Tode verurteilt worden. Aus einem Telefoninterview Mursis mit Al-Jazeera aus dieser Zeit ging jedoch hervor, dass Mursi trotz der massenhaften Flucht anderer Insassen das Gefängnis nicht verlassen hätte. Da die Entscheidung eine Woche nach dem Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan in Saudi Arabien erfolgt, wird nun spekuliert, ob es vonseiten Riads, das den Putsch gegen die gewählte Regierung 2013 unterstützt hatte, Druck auf die Regierung in Kairo gegeben habe. In Anbetracht der Zuspitzung der Spannungen in der Region, insbesondere zwischen dem Iran und Russland auf der einen, der Türkei und Saudi Arabien auf der anderen Seite sowie der sich abzeichnenden Wiederannäherung zwischen der Türkei und Israel könnte das ägyptische Regime eine zunehmende Isolation befürchten. Deshalb waren bereits im Vormonat erste Äußerungen vonseiten ägyptischer Offizieller zu verzeichnen, die sich für eine Wiederaufnahme der nach dem Putsch 2013 abgebrochenen diplomatischen Beziehungen zwischen Kairo und Ankara aussprachen.

Absatzplus
VW steigerte 2015 Neuwagenverkauf in Deutschland

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Wolfsburg (dts) – Trotz des Abgas-Skandals hat der Volkswagen-Konzern im zurückliegenden Jahr mehr Neuwagen in Deutschland verkauft als im Jahr 2014. Das geht aus der aktuellen Neuzulassungsstatistik des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) hervor, über die die „Bild“ berichtet. Demnach wurden 2015 im gesamten Jahr 685.669 VW-Neuwagen in Deutschland zugelassen.

Das entspreche einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 4,4 Prozent. Auch auf dem Höhepunkt des VW-Skandals im Dezember 2015 stieg demnach die Zahl der VW-Neuzulassungen um 2,5 Prozent auf 50.887 Fahrzeuge.

EU-Politik
Tschechiens Ex-Außenminister Schwarzenberg für Umgestaltung der EU

Prag (dts) – Der ehemalige tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg fordert eine „überlegte Umgestaltung“ der Europäischen Union. „Die EU mischt sich oft in Dinge ein, die viel besser regional gelöst werden können“, sagte Schwarzenberg in einem Interview mit der Zeitschrift „Super Illu“. Andererseits gestalte die EU „genau das nicht, was eigentlich am wichtigsten wäre: nämlich eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik“, so Schwarzenberg. „Wir müssen klar gliedern, was wir föderal lösen müssen und was wir weiter national oder auch regional lösen können“, sieht Schwarzenberg als Konzept für eine EU-Reform und warnt: „Europa wird zugrunde gehen, wenn es die notwendigen Reformen nicht durchführt.“

Aegean Airlines
Arabisch-israelische Passagiere aus dem Flugzeug gemobbt

Athen (nex) – Nach einem Skandal rund um den Verweis zweier arabisch-israelischer Staatsangehöriger aus einer Maschine der Aegean Airlines auf dem Flughafen von Athen hat die Knesset-Abgeordnete Michal Rozin von der linksgerichteten Meretz-Partei eine Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses beantragt. Wie die Zeitung „Haaretz“ unter Berufung auf „Israel Radio“ berichtet, soll die Kabinencrew die beiden Passagiere dazu gedrängt haben, das Flugzeug zu verlassen, bevor dieses von Athen aus in Richtung Tel Aviv startete. Der Vorfall soll sich am Montagabend ereignet haben. Einige jüdisch-israelische Passagiere meinten, in den beiden Passagieren ein „Sicherheitsrisiko“ erkannt zu haben, blockierten den Abflug der Maschine, indem sie sich in den Gang stellten und wiegelten andere Passagiere dazu auf, mit ihnen zusammen gegen die Beförderung der beiden arabischen Fluggäste zu protestieren. Der Fluggesellschaft zufolge soll eine „anfangs kleine Gruppe“ in einer „sehr lautstarken und nachdrücklichen Art und Weise“ gefordert haben, dass die beiden Araber einer weiteren Sicherheitskontrolle unterworfen würden. Der Kapitän rief die Polizei, die noch einmal die Reisedokumente der zwei Passagiere kontrollierte, aber keinen Grund zur Beanstandung fand. Entgegen den Versuchen der Crew, die Gemüter zu beruhigen, schlossen sich weitere Passagiere den Protesten an. Der Abflug der Maschine verzögerte sich um eine Stunde, ehe sich die beiden arabischen Israelis bereit erklärten, das Flugzeug gegen die Reservierung eines Hotelzimmers und die Zahlung einer Geldsumme als Schadensersatz zu verlassen. Die Fluggesellschaft dankte den Passagieren zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal für die Kooperation und entschuldigte sich für diese „extrem unglückliche“ Episode. Die Abgeordnete Rozin will den Vorfall nicht auf sich beruhen lassen. „Der Staat Israel hat eine Verantwortung gegenüber seinen Bürgern“, erklärte die Politikerin. „Es kann nicht sein, dass eine Fluggesellschaft, die Flugverkehrsabkommen mit Israel unterfertigt hat, sich erlaubt, Passagiere auf Grund ihrer äußerlichen Erscheinung auf Zuruf anderer die Beförderung vorzuenthalten.“ Rozin machte auch den Premierminister und sein Kabinett für Vorfälle dieser Art verantwortlich. Diese „säen Angst und Hass durch Verleumdung und Aufwiegelung, und das ist das Resultat davon“. Die Regierung müsse verstehen, dass „die Stigmatisierung arabisch-israelischer Bürger als potenzielle Terroristen zu einem Verlust von Moral und Werten führt, der unsere Zukunft als Gesellschaft gefährdet“.

Olympia-Qualifikation
Volleyball-Damen nach 1:3 gegen Türkei vor dem Qualifikations-Aus

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Ankara (nex) – Die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft der Damen steht nach dem 1:3 (25:27, 25:23, 16:25, 17:25) gegen die Türkei in Ankara in der Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro bereits jetzt mit dem Rücken zur Wand. Nachdem bereits das Auftaktspiel gegen die Niederlande verlorengegangen war, kann nur noch ein Sieg im letzten Gruppenspiel am Mittwoch (15:30 MEZ) gegen Kroatien eine Teilnahme an der Qualifikationsendrunde am 8./9. Januar sichern. Die deutschen Volleyballerinnen hatten auch im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking 2008 und in London 2012 die Qualifikation verpasst, nun wollte Bundestrainer Felix Koslowski das „Wunder von Ankara“ wahrmachen. Dabei hatte das deutsche Team im ersten Satz sogar zwei Satzbälle und konnte im zweiten Satz einen 20:23-Rückstand umdrehen. Anschließend ging der Mannschaft jedoch die Luft aus und es mehrten sich vermeidbare Fehler. Bereits bei der EM im vergangenen Jahr hatte Deutschland im Viertelfinale gegen die Türkei mit 2:3 verloren. Der Sieger des derzeitigen Acht-Nationen-Turniers löst nun seine Direktfahrkarte nach Rio. Der Zweit- und Drittplatzierte bekommt noch die Chance, sich über ein weiteres Achterturnier, das vom 14. Mai bis 5. Juni in Japan stattfinden wird, zu qualifizieren.

Kommentar
Ist Köln ein muslimisches Problem?

Ein Kommentar von Thorsten Reuters Ein Großstadtbahnhof, es ist knapp nach Mitternacht, tausende Menschen haben sich versammelt, um den Jahreswechsel zu begehen, es ist schon reichlich Alkohol geflossen. Was dann passiert ist, darüber gehen die Schilderungen auseinander, es kann jedoch als einigermaßen gesicherte Erkenntnis angesehen werden, dass die Aussagen im Polizeibericht am nächsten Morgen von einer „entspannten Einsatzlage“ und einem „friedlichen Verlauf“ der Silvesterfeiern in der Innenstadt nicht wirklich präzise das widerspiegeln, was Dutzende Menschen, vor allem Frauen, die vor Ort anwesend waren, wahrgenommen hatten. Auch wenn es zahlreiche Zeugenaussagen gibt, die Meldungen widersprechen, die über gleichsam bürgerkriegsähnliche Zustände am Kölner Bahnhof berichtet hatten, kann auf Grund anderer Zeugenaussagen und upgedateten Polizeiberichten davon ausgegangen werden, dass sich mehr als 1000 Personen auf dem Areal vor dem Bahnhof befanden, als Böller in die Menge flogen. In weiterer Folge nutzten unter anderem offenbar organisierte Banden – es war später die Rede von polizeibekannten Intensivtätern – die unübersichtliche Situation und die alkoholbedingte Beeinträchtigung vieler Anwesender aus, um sich diesen zu nähern. Dabei soll es in nach Angaben der Polizei in mehr als 60 Fällen zu sexuellen Übergriffen auf Frauen gekommen sein – die teilweise Selbstzweck gewesen sein und zum Teil den Zweck verfolgt haben sollen, Mittätern zeitgleich den erleichterten Zugriff auf Taschen und Wertgegenstände zu ermöglichen. Die Banden sollen vorwiegend aus Personen nordafrikanischer oder arabischer Herkunft zwischen 15 und 35 Jahren bestanden haben. Ohne Zweifel stellt es eine neue Qualität krimineller Energie dar, wenn Banden auf eine derartig generalstabsmäßig organisierte Weise eine Zusammenkunft überfallen und Raubzüge gegen fremdes Eigentum gezielt mit sexuellen Übergriffen anreichern. Man sollte meinen, die Erfahrung der Silvesternacht sollte vor allem für die Sicherheitsbehörden Anlass bieten, um die bisherigen Strategien gegen die Bandenkriminalität auf den Prüfstand zu stellen. Man sollte auch meinen, die Politik würde ihnen dabei Rückendeckung geben. Die Reaktionen waren jedoch andere. Die Übergriffe von Köln wurden einmal mehr – und dabei vor allem von Politikern und Persönlichkeiten, die bereits vor Jahren die öffentliche Dämonisierung der muslimischen Einwanderercommunity als profitable Erwerbsquelle entdeckt hatten – zum Anlass genommen, eine restriktivere Einwanderungspolitik, insbesondere mit Blick auf die Aufnahme von Flüchtlingen, zu fordern. Darüber hinaus wurde einmal mehr in einschlägigen Publikationen die Story von der „Maskulinisierung des öffentlichen Raumes“ und des vermeintlich „mittelalterlichen“, „patriarchalischen“, „archaischen“ und „frauenfeindlichen“ (nicht Zutreffendes bitte streichen!) Wesens der „gewaltlegitimierenden Männlichkeitsnormen in der muslimischen Kultur“ und des „muslimischen Frauenbildes“ aufgetischt und in unterschiedlicher Akzentuierung und in qualitativ unterschiedlicher Orthografie von „Emma“ über Kristina Schröder bis hin zum Pegida-Pöbel zur Sprache gebracht. Dabei störte einmal mehr weder die Tatsache, dass es sich nach ersten Erkenntnissen bei den Tätern nicht um Flüchtlinge, sondern um polizeibekannte Elemente handelte, die bereits des Öfteren mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren, noch die Aussage des Vize-Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei in NRW, Arnold Plickert, der von „stark alkoholisierten“ Männern aus dem nordafrikanischen und arabischen Raum sprach – was mit Blick auf die Lehren der islamischen Religion bezüglich des Alkoholkonsums die Annahme nahelegt, dass es um die Frömmigkeit der Verdächtigen nicht zum Besten bestellt sein dürfte. Es gäbe viele Debatten, die zu führen sich angesichts der Vorfälle von Köln empfehlen würde. Dabei kommt der AfD-Fraktionsvorsitzende Björn Höcke dem Kern der Sache möglicherweise sogar sehr nahe, wenn er davon spricht, dass die Ereignisse in Köln einen Vorgeschmack auf den „drohenden Kultur- und Zivilisationszerfall“ gäben. Nur ist dieser Zerfall keiner, der erst irgendwann einmal drohen würde, und er hat auch wenig mit einwanderungsbedingten Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur zu tun, sondern er zeichnet sich bereits seit Längerem und zu unterschiedlichsten Gelegenheiten ab. Dass überall, wo Massenaufläufe stattfinden, Kriminelle ihre Chance wittern, ist kein Geheimnis. Selbst am Rande der Fanmeilen des „Sommermärchens“ der Fußball-WM 2006, die wohl zu Recht als Paradebeispiel für friedliche, völkerverbindende Festatmosphäre gilt, die das Land insgesamt zu einem besseren gemacht hätte, waren allein in NRW 7000 Straftaten zu verzeichnen, zumeist Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Diebstähle. In Berlin gab es 2900 Anzeigen wegen diverser Delikte – wobei auch solche gegen die körperliche Integrität eine bedeutsame Rolle spielten -, in Stuttgart waren es immerhin 1100, in München 713. An den Spielorten in Sachsen, Rheinland-Pfalz und Hessen bewegte sich die Zahl der Anzeigen zwischen 419 und 580. In jenen Ländern, in denen keine Spiele stattfanden, wurden im Zusammenhang mit der WM weniger als 100 Straftaten angezeigt. Offenbar finden manche strafbaren Handlungen also überhaupt nur dann statt, wenn auch ein Ereignis, das Massen anzieht, mit im Spiel ist. Dass diese Kriminelle gleichsam magisch anziehen, ist unter anderem damit erklärbar, dass es leichter ist, in der Großstadt nach einer Straftat in einer Menschenmenge unterzutauchen als auf dem Dorf an der Bushaltestelle. Der Alkohol sorgt in solchen Fällen regelmäßig für ein noch weiter erhöhtes Risiko. Wobei es auch regelmäßig zu beobachten ist, dass sich vor allem sexuelle Übergriffe dort mehren, wo übermäßiger Alkoholkonsum für Enthemmung sorgt. So schlagzeilte die Süddeutsche Zeitung im Oktober 2012: „Sexuelle Übergriffe auf dem Oktoberfest – Helfer stoßen an ihre Grenzen“. Es sollen sich im Zusammenhang mit der „Wies’n“ bereits in den ersten Tagen 91 Frauen an den Frauennotruf gewendet haben. Auf Mallorca, einer der beliebtesten Urlaubsinseln für Europäer zwischen 15 und 35, ist die Kriminalitätsrate signifikant höher als auf dem spanischen Festland. Drogen- und Sexualdelikte sowie Bandenkriminalität sind dort rapide im Aufwind, teils werden selbst Partys für Kinder zwischen 12 und 15 Jahren zum Schauplatz von Übergriffen. Die Regierung der Insel hat aus diesem Grund rigide Alkoholverbote und Verhaltensmaßregeln für weite Teile des Territoriums erlassen. Wie auch auf dem Oktoberfest sind auch auf dem „Ballermann“ regelmäßig nur wenige Muslime anzutreffen. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, steigern sich jedoch die üblichen Verdächtigen einmal mehr in einen Rausch der Ethnisierung und küchenpsychologisch religiös-kulturellen Deutung von Verhaltensformen hinein, die mit Herkunft oder Religion nichts zu tun haben. Die gleichen deutschen Rechten, die noch vor wenigen Jahren jeden Hinweis auf die Untaten der Nazis empört mit dem Hinweis zurückgewiesen hatten, man dulde keinen Vorwurf der „Kollektivschuld“ oder „Sippenhaftung“, werden jetzt nicht müde, Einwanderer und dabei vor allem Muslime pauschal für die Untaten säkularisierter Krimineller haftbar zu machen, die selbst oder deren Eltern irgendwann einmal aus Nordafrika oder dem arabischen Raum hierhergekommen waren. Linus Blacha kommentierte dazu treffend auf Facebook: „Wir leben in einem Rechtsstaat, in dem Schuld individuell und nicht kollektiv geahndet wird. Wenn es zulässig wäre, angesichts der Übergriffe von Köln die Zuwanderungspolitik infrage zu stellen, dann müsste es angesichts von über 800 Anschlägen auf Flüchtlingsheime auch zulässig sein, Pegida, AfD und NPD zu verbieten und die Anhänger zu inhaftieren.“ Was in diesem Zusammenhang als besonders heuchlerisch erscheinen muss, ist jedoch die selektive Entdeckung der Frauenrechte durch rechte Islamfeinde. Die schlecht gespielte Empörung über sexuelle Übergriffe nordafrikanischer Einwanderer auf deutsche Frauen bei gleichzeitiger Teilnahmslosigkeit angesichts sexueller Übergriffe auf dem Oktoberfest bis hin zur Solidaritätskampagne für Personen wie den 2007 in der Türkei verhafteten Marco W. sagt mehr als jede Statistik. Die meisten Vergewaltigungen finden in den USA statt Aber selbst die straft die Story von den „gewaltlegitimierenden Männlichkeitsnormen in der muslimischen Kultur“ Lügen. Die weltweit meisten Vergewaltigungen finden durchwegs in Ländern statt, in denen der Anteil der Muslime gering ist. An erster Stelle liegen dabei die USA, gefolgt von Südafrika, Schweden (wo der Tatbestand besonders weit gefasst ist, siehe den Fall Assange), Indien, England, Deutschland, Frankreich, Kanada, Sri Lanka und Äthiopien. Zu den Hochburgen häuslicher Gewalt gegen Frauen gehören übrigens auch zahlreiche lateinamerikanische Länder – so wurde, wie auf dieser Plattform berichtet wurde, in Mexiko vor wenigen Monaten angesichts zahlreicher Fälle von „Femizid“ die „Gender-Warnstufe“ ausgerufen. Der „Stürmer“ Es gehörte bereits zu den wesentlichen Elementen der Nazi-Propaganda, Gruppen, die man zum Abschuss freigeben wollte, eine besonders hohe Neigung zu sexueller Gewalt oder Enthemmung anzudichten. In der nationalsozialistischen Hetze gegen die Juden, wie man sie aus dem „Stürmer“ oder „Jud Süß“ kennt, wurde ausgiebig von dieser Form der Dämonisierung Gebrauch gemacht. Da „Islamkritiker“ keine allzu kreativen Menschen sind, greifen sie offenbar gerne heute noch auf dieses bewährte Hausmittel der politischen Hetze zurück. Die berechtigte Empörung über ihren Rassismus sollte jedoch nicht dazu führen, nach den Ereignissen von Köln einfach zur Tagesordnung überzugehen. Köln ist eine Manifestation des Kultur- und Zivilisationszerfalls, aber es ist nicht die einzige. Wir müssen wieder offensiv über Sitte und Moral reden, über zwischenmenschliche Umgangsformen, über Respekt gegenüber dem Mitmenschen. Wir müssen den Mut wiederfinden, Enthemmung, Grenzüberschreitungen und Maßlosigkeit zurückzuweisen, ohne Angst vor dem Spießervorwurf. Und wir müssen auch wieder religiösen Werten einen Platz in der Öffentlichkeit zurückerkämpfen. Denn es sind meist von ihren religiösen Wurzeln entfremdete Einwanderer, die sich in ihrer Übergriffigkeit oft noch unerträglicher gebaren als hiesige Hedomaterialisten – wahrscheinlich, weil diese ganze Tabubrecherei, Grenzüberschreitung, Enthemmung usw. für sie noch etwas Neues ist, während dasselbe bei den Einheimischen schon etwas Routinemäßiges hat, das mit der Zeit langweilig geworden ist. Zielführender als rassistische Schuldzuweisungen wäre es immer noch, schon jedem Kind früh genug beizubringen: Asoziales Verhalten ist nicht „cool“, sondern asozial. Unabhängig davon, ob der Betreffende Kevin, Ahmet oder Paul heißt.   [paypal_donation_button]   Mehr zum Thema:

Gewalt gegen Frauen: Mexikanischer Gouverneur ruft „Gender-Alarmstufe“ aus

USA
Obama stellt Pläne zur Verschärfung der Waffengesetze vor

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Washington (dts) – US-Präsident Barack Obama hat am Dienstag seine Pläne zur Verschärfung der Waffengesetze vorgestellt. Käufer und Verkäufer von Schusswaffen sollen künftig stärker überprüft werden, erklärte Obama. Diese Überprüfung solle effizienter gemacht werden. Gleichzeitig soll die Einhaltung bestehender Waffengesetze stärker überprüft werden. Darüber hinaus sollen psychisch instabile Menschen künftig bessere Hilfe erhalten. Auch legale Waffen müssten sicherer gemacht werden, betonte Obama. Die USA seien das einzige Industrieland der Welt, in dem es so häufig und so viele Opfer durch Waffengewalt gebe, beklagte der sichtlich bewegte US-Präsident: „Wir fangen an, zu denken, das sei normal.“ Er sei sich sicher, dass es einen Weg gebe, Waffengewalt zu reduzieren, der mit der US-Verfassung vereinbar sei. Wegen der Blockadehaltung im Kongress will Obama das Waffenrecht im Land im Alleingang verschärfen. Bereits am Montag hatte Obama sich dazu mit Justizministerin Loretta Lynch beraten.

Köln
Demo gegen Gewalt gegen Frauen in Köln

Köln (dts) – Nach den Übergriffen in der Silvesternacht haben am Dienstagabend zahlreiche Menschen in Köln gegen Gewalt gegen Frauen protestiert.

Nach Polizeiangaben nahmen zwischen 250 und 300 Menschen an der von verschiedenen Gruppen organisierten Demonstration teil. Die Teilnehmer forderten unter anderem besseren Schutz von Frauen vor Gewalt. Laut Polizei gibt es bisher 90 Strafanzeigen im Zusammenhang mit den Übergriffen in der Silvesternacht.
Kölns Polizeipräsident Wolfgang Albers zufolge gibt es bisher allerdings noch keine Erkenntnisse über die Täter. Bundeskanzlerin Angela Merkel verurteilte die „widerwärtigen Übergriffe und sexuellen Attacken“ und forderte eine harte Antwort des Rechtsstaats. Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker kündigte unterdessen eine Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen für Großveranstaltungen in der Stadt an.