DHKP/C-Gebäude gestürmt
Istanbul: Sicherheitsbehörden gelingt Schlag gegen Linksterroristen

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Istanbul (nex) – Die Türkei wird gleich an mehreren Fronten von terroristischen Vereinigungen bedroht, von der PKK über den IS bis hin zum „Parallelstaat“ der FETÖ. Die Sicherheitskräfte stellen Tag für Tag ihre Entschlossenheit unter Kontrolle, diesen Bedrohungen der nationalen Sicherheit gegenzusteuern. Am Mittwoch ist nun auch wieder ein bedeutsamer Schlag gegen den Linksextremismus gelungen. Im Zuge einer Antiterroroperation in Istanbul wurden in den frühen Morgenstunden mindestens sechs mutmaßliche Angehörige der „Revolutionären Volksbefreiungspartei – Front“ (DHKP/C) verhaftet. Die Antiterror-Polizei stürmte ein vierstöckiges Anwesen, das Berichten zufolge von der Jugendorganisation der linksextremistischen Terrororganisation genutzt worden sei, die im Verdacht steht, für eine Serie von Attentaten mit Schusswaffen und Bomben verantwortlich zu sein. Das gestürmte Wohnhaus mit Bezug zur DHKP/C soll sich Polizeiangaben zufolge in der Siedlung Okmeydani befinden. Eine Antiterroreinheit, unterstützt von Helikoptern, einem Wasserwerfer und der Feuerwehr, führte den Einsatz durch. Anfang des Monats wurden zwei türkische Polizeibeamte bei einem Angriff mit Schusswaffen und Handgranaten im Bezirk Bayrampasa verletzt. Zwei weibliche Attentäter, die Mitglieder der DHKP/C gewesen sein sollen, wurden in einer Operation im Anschluss an den Überfall neutralisiert. Die DHKP/C wird in der Türkei, den USA und der EU als terroristische Vereinigung gelistet. Nachdem es über eine längere Zeit hinweg ruhig um die Extremisten geworden war, ließen sie unter anderem 2013 mit einem Selbstmordanschlag auf die US-Botschaft in Ankara und im Vorjahr mit einem Anschlag auf das US-Generalkonsulat wieder aufhorchen.

Muslime in der Bundeswehr
Deutschland: Junge Muslime entdecken die Bundeswehr als Karriereweg

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Berlin (nex) – Wie viele Muslime derzeit in der Bundeswehr ihren Dienst absolvieren, ist nicht bekannt. Soldaten steht es frei, ihre religiöse Zugehörigkeit anzugeben, das bedeutet aber auch, dass manche dies nicht tun und auf diese Weise statistisch nicht erfassbar sind. Noch Anfang 2014 schätzte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime (ZDM), Aiman Mazyek, die Zahl der muslimischen Soldaten in der Bundeswehr auf 1600. Vier Jahre zuvor hatte die „Welt“ von etwa 1000 geschrieben. In jedem Fall wirft die Frage nach der Zahl der muslimischen Soldaten technische Fragen auf wie jene nach der Institutionalisierung einer eigenen Militärseelsorge, die nicht selten an den Unklarheiten über die richtigen Ansprechpartner oder an Schwierigkeiten bezüglich möglicher Partner für staatskirchenrechtliche Vereinbarungen scheitern. Auch spielen Fragen eine Rolle wie jene nach der Gewährleistung einer schweinefleischfreien Ernährung, Gelegenheiten zu ritueller Waschung oder zur Verrichtung der Gebete. Die „Stuttgarter Zeitung“ hat kürzlich dem Alltag von Muslimen in der Bundeswehr eine längere Reportage gewidmet. Sie schildert Eindrücke vom täglichen Leben muslimischer Soldaten aus Baden-Württemberg, aber im Grunde illustriert sie, dass die zunehmend multireligiöse Note in der Bundeswehr die Truppe vor keine nennenswerten Schwierigkeiten stellt und sogar in vielen Bereichen eine Vorbildwirkung zu entfalten vermag. Die Bundeswehr, so berichten alle von der „Stuttgarter Zeitung“ befragten muslimischen Soldaten, hätte sich sehr gut auf die multireligiöse Basisverbreiterung eingestellt. Die Integration gehe innerhalb der Truppe schnell und problemlos vonstatten, die Situation sei eine viel bessere, als in weiten Teilen der muslimischen Community selbst angenommen würde. Zwar gebe es an manchen Orten auch rassistische Vorfälle, aber dort, wo diese ruchbar würden, würden sie rigoros geahndet. Muslimische Soldaten genießen demnach innerhalb der Truppe umfassende Gleichberechtigung, respektvollen Umgang und ihre Leistungen würden anerkannt – nicht selten in noch höherem Maße als im zivilen Leben. Deshalb bedauern es muslimische Soldaten in der Bundeswehr, dass es immer noch erhebliche Vorbehalte innerhalb der Einwanderercommunity gegenüber der Truppe und dem Gedanken an eine Karriere innerhalb derselben gebe. „Muslime haben größere Vorurteile gegenüber der Bundeswehr als die Bundeswehr gegenüber Muslimen“, erklärte der Berufssoldat Arif Ünal gegenüber der „Stuttgarter Zeitung“. Die Bundeswehr habe, so berichten er und zahlreiche weitere Muslime, die in der deutschen Armee dienen, bedeutsame Schritte unternommen, um jedem Soldaten unabhängig von seiner Religionszugehörigkeit ein Leben gemäß seinen religiösen Überzeugungen zu ermöglichen. In den Kantinen der Bundeswehr werde in der Regel mindestens ein schweinefleischloses Gericht angeboten, es gebe zumindest ein Gemüsegericht, für Feldübungen gebe es ein spezielles Verpflegungspaket für Muslime. Im Fall starker akuter Beanspruchung könnten Muslime im Ramadan das Fasten nachholen. Ein Problem bleibe lediglich das Fehlen geeigneter Ansprechpartner und von Gebetsräumen, wobei Ersteres am Fehlen entsprechender staatskirchenrechtlicher Vereinbarungen scheitere, Zweiteres zumindest in größeren festen Unterkünften pragmatisch gelöst werden könne. Auf Wunsch prüfe man, ob man auf zivile seelsorgerische Unterstützung etwa durch lokale Moscheevereine zurückgreifen könne. In Baden-Württemberg sollen bereits 24 Prozent aller Soldaten im Landeskommando Muslime sein. Eine genaue Zahl sei jedoch nicht verfügbar, da, so Andreas Steffan, der Sprecher des Landeskommandos Baden-Württemberg, zur „Stuttgarter Zeitung“, die Muslime „so unauffällig ihren Dienst verrichten, dass nicht einmal in den Zeiten von Pegida jemand darauf aufmerksam wird“. Rassismus könne bei der Truppe weniger gedeihen als anderswo, meint der Sprecher weiter. Wo solche Tendenzen auftreten und das Vertrauensverhältnis in der Truppe belasten, trenne man sich von den betreffenden Elementen. Die Bundeswehr sei ein bedeutsamer Weg für junge Menschen aus der Einwanderercommunity, in Deutschland Karriere zu machen. „Wir fördern die Leute und zeigen ihnen, dass sie in unserer Gesellschaft etwas zählen. Deshalb kommen Migranten gerne zu uns.“

Grausiger Fund
Mexiko: Fußballer sucht nach verschossenem Ball und findet Leiche

Mexiko-Stadt (nex) – Ein Amateurligaspiel in Mexiko wurde am Sonntag abgebrochen, nachdem ein Spieler, der einen verschossenen Ball im Umfeld des Stadions wiederzufinden versuchte, bemerkte, dass sich in einer neben der Anlage gelegenen Senkgrube eine Leiche befand. Umgehend wurde die Feuerwehr des etwa 90 Kilometer von Mexiko-Stadt entfernten Bezirkes El Ocote herbeigerufen und barg die Leiche, die als jene der 22-jährigen Leticia Jesus Doroteo identifiziert wurde. Sie soll der Zeitung El Grafico zufolge nur wenige Stunden dort abgelegt worden sein, nachdem sie in der Gemeinde San Pedro de la Hortaliza zum Tanzen ausgegangen sein soll. Die Polizei ermittelt nun wegen eines Gewaltverbrechens. Eine Mordkommission wurde gebildet.

Baby und Familie
Apothekenmagazin: Bauchlage bei Babys kein Grund zur Sorge

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Baierbrunn (ots) – Wenn sich das Baby im Schlaf selbst auf den Bauch dreht, brauchen es Eltern zum Schutz vor plötzlichem Kindstod nicht wieder auf den Rücken zu legen. „Kinder, die gelernt haben, sich vom Rücken auf den Bauch zu drehen, lassen sich meist nicht davon abhalten, dies auch im Schlaf zu tun“, erläutert die Kinderärztin Dr. Claudia Saadi im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. „In diesem Fall dürfen Sie Ihr Kind auf dem Bauch liegen lassen. So lauten die geltenden Empfehlungen, die sich auf die American Academy of Pediatrics beziehen.“ Experten gehen laut Saadi davon aus, dass die Kleinen beim eigenständigen Drehen in die Bauchlage darauf achten, dass ihre Atemwege frei bleiben. „Sie wenden den Kopf entsprechend.“ Die Kinderärztin rät aber, das Kind unbedingt im Schlafsack ins Bett zu legen. „Achten Sie darauf, dass keine Kuscheltiere oder Kissen im Kopfbereich liegen, die die Atemwege verlegen könnten.“

Konservative Grundsatzreden
Erdogan: „Zerstörung von Familien und Werten ist keine Befreiung“

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Ankara (nex) – In seiner Rede zum Frauentag vor in der Metallarbeitergewerkschaft (Türk Metal) organisierten Arbeiterinnen brach der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eine Lanze für die Familie und traditionelle Wertvorstellungen. Er gab dabei seiner Überzeugung Ausdruck, dass das westliche Verständnis von Emanzipation, das primär von ökonomischen Nützlichkeitsüberlegungen gekennzeichnet sei, tatsächlich nicht annähern so „befreiend“ sei wie die Mutterschaft. „Meiner Meinung nach hat ein Gedankengut, das das Leben auf die Parenthese der ‚wirtschaftlichen Freiheit‘ reduziert, den größten Schaden für Frauen nach sich gezogen“, erklärte der Präsident und warf die Frage auf: „Wie sollte sich die Arbeit einer Mutter jemals in Geld bemessen lassen?“ Der westlichen Gesellschaft und ihrem Kult der gegen traditionelle Lebensformen gerichteten Selbstverwirklichung und Kinderlosigkeit warf er Versagen vor. „Man kann Frauen nicht befreien, indem man die Institution Familie zerstört und Werte eliminiert. Im Gegenteil, das ist ein Ansatz, der einer Ausbeutung von Frauen auf allen Ebenen erst den Weg bereitet. Jeder Versuch, die Arbeit oder den Körper von Frauen auszubeuten, zielt auf die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft. Im Westen kann man die bitteren Resultate dieser Bedrohung erkennen an der Schwächung der Institution Familie, am demografischen Absturz und am Zusammenbruch der Werte“, fügte Erdogan hinzu. Das türkische Staatsoberhaupt unterstrich den „ehrenvollen Platz“, den Frauen in der Gesellschaft innehätten. „Ohne euch würden wir nicht existieren“, betonte Erdoğan.

„Die ‚Befreier‘ waren die größten Unterdrücker“

Am Nachmittag erneuerte er im Rahmen einer Ansprache während eines Empfangs im Präsidentenpalast seine Kritik an westlichen Konzepten von einer Befreiung der Frau und kritisierte dabei insbesondere die oppositionelle CHP, die über lange Zeit hinweg durch weitreichende staatliche Gestaltungsmaßnahmen eine gesellschaftliche Annäherung der Türkei an den Westen zu erzwingen versuchte. „Es gibt Kreise, die östliche Gesellschaften, Traditionen und sogar die Religion mit Unterdrückung, Despotismus und Brutalität gleichzusetzen versuchen. Für diese Kreise stellen die Familie und die Religion die beiden Haupthindernisse auf dem Weg zur Befreiung der Frau dar. In den Augen dieser Leute glorifiziert der Islam nicht die Frau oder bringt ihr höchste Wertschätzung entgegen, sondern ist er ein Element, das Frauen nichtssagend machen würde. Exakt diese Kreise waren es, die Millionen Frauen in diesem Land im Namen der ‚Befreiung‘ und ‚Zivilisation‘ unterdrückt und entrechtet haben“, so Erdogan. Teilweise mit brutaler Gewalt durchgesetzte Kopftuchverbote im öffentlichen Raum seien „Ausläufer dieser Gedankenwelt“ gewesen.

Drei-Kind-Familie als Ideal

Erdogan geißelte in diesem Zusammenhang auch die Ideologie der „Geburtenkontrolle“, die er als einen Versuch qualifizierte, die türkische Nation „auszulöschen“. „Im Moment versinkt der Westen in Panik“, erklärte Erdogan. „Wisst Ihr auch, warum? Seine Bevölkerung überaltert. Leider haben diese Kampagnen auch in unserem Land ihre Spuren hinterlassen, was sich auch an einer Alterung unserer Bevölkerung infolge einer sinkenden Geburtenrate zeigt. Wir benötigen aber eine steigende Bevölkerungszahl. Und dabei sind die Mütter die Hauptakteure.“ Präsident Erdogan hatte auch in der Vergangenheit mehrfach die Familie mit mindestens drei Kindern zum gesellschaftlichen Ideal erklärt und sich für eine Verschärfung der Gesetzgebung zur Abtreibung ausgesprochen, die er als „Mord“ bezeichnete.

Muslime gegen Zwangsverheiratung
Nigeria: Muslimische Gelehrte und Scharia-Richter unterstützen Kampagne gegen Kinderehen

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Lagos (nex) – Muslimische Verbände im Norden Nigerias haben im Rahmen einer Aufklärungskampagne ein 14 Minuten langes Video gedreht, das sich gegen Zwangs- und Kinderehen richtet. In der Produktion mit dem Titel „Zu jung, um zuzustimmen, zu jung, um gerichtet zu werden“ sprechen sich lokale Islamgelehrte gegen diese in Teilen des Landes immer noch verbreiteten Praktiken und betonen die Notwendigkeit der Zustimmung einer Frau zur Gültigkeit einer Ehe. Die Gelehrten richten den Fokus auf die Gefahren der Verheiratung von Kindern und geben dieser Praxis die Schuld an hohen Scheidungsraten und gesundheitlichen Problemen. Die Videokampagne wurde in Zusammenarbeit mit den drei Frauenförderungsinitiativen N-Map, Women’s Rights Advancement and Protection Initiative und Isa Wali Empowerment Initiative lanciert. In einem gemeinsamen Statement der drei NGOs heißt es: „Um das Ziel der Kampagne zu erreichen, hat ‚Zu jung, um zuzustimmen‘ mit Islamgelehrten, traditionellen Autoritäten und Rechtgelehrten Interviews geführt, die themenbezogene Lehren des Koran und zahlreiche Hadithe [Sprüche des Propheten Mohammed] interpretiert haben.“ Die Kampagne ist eine Reaktion auf die jüngst wieder zu verzeichnende Zunahme von Kinderehen in einigen Staaten des Nordens Nigerias. Die Urheber der Kampagne weisen auf den Fall der 14-jährigen Wasilat Tasiu hin, die zur Ehe gezwungen worden und anschließend ihren Ehemann vergiftet haben soll. Tasiu sollte des Mordes angeklagt werden, mittlerweile sollen Gruppen zufolge, die Solidaritätskampagnen organisiert haben, mehrere gegen sie erhobene Vorwürfe fallengelassen worden sein. Amina Hanga von der Isa Wali Empowerment Initiative erklärte, die Videokampagne solle vor allem das Bewusstsein dafür schärfen, wie wichtig es sei, Mädchen die Möglichkeit zum Abschluss einer Ausbildung zu gewähren. „Mädchen eine Chance zu geben, trägt zur Entwicklung der Gesellschaft bei. Hat eine Frau keine Bildung, leidet nicht nur sie, sondern es leiden auch ihre Kinder, die von den Konsequenzen belastet werden“, erklärte Hanga.

Kilis von Raketen getroffen
Türkei: Zwei Tote durch Geschossteile aus IS-Gebiet

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Kilis (nex) – Mindestens zwei Personen wurden lokalen Behörden zufolge getötet, als am Dienstagnachmittag Projektile von syrischem Territorium aus abgefeuerter Raketen die südosttürkische Grenzprovinz Kilis trafen. Türkischen Behörden zufolge sollen Teile von acht Katjuscha-Raketen, die von der syrischen Seite der Grenze aus abgefeuert worden seien, in einer Gegend hinter dem Gebäude des staatlichen Krankenhauses von Kilis, namentlich dem Wohnviertel Kazim Karabekir, eingeschlagen sein. Dabei sei eine Person so schwer verletzt worden, dass sie später im Krankenhaus starb. Auch zwei Kinder, die in einem Auto mitgefahren seien, seien auf einer Ausfahrtsstraße von Kilis durch Schrapnellteile getroffen worden. Eines der Kinder (4) soll nach Angaben des Gouverneurs von Kilis ebenfalls im Krankenhaus gestorben sein. Infolge der Ereignisse wurden Polizeieinheiten in die Gegend verlegt und die Bewohner dazu aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen. Seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges waren türkische Grenzstädte wie das fünf Kilometer von Syrien entfernte Kilis immer wieder zum Ziel von Artilleriefeuer geworden. Die türkische Armee antwortete darauf im Regelfall mit Vergeltungsschlägen, so auch diesmal, wo die Streitkräfte mit schwerem Granatfeuer auf Ziele der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) reagiert haben. Die Raketen- und Granatenteile, die Kilis getroffen hatten, sollen von einem Daesh-kontrollierten Territorium gekommen sein. Trotz des seit zwei Wochen in Kraft befindlichen Waffenstillstandes wird in vereinzelten Regionen Syriens weitergekämpft.

Zunehmende Zweifel an „Unteilbarkeit“
Umfrage: Mehrheit der Israelis betrachtet Jerusalem als „geteilte Stadt“

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Jerusalem (nex) – Eine Mehrheit der Israelis geht von einer faktischen Teilung der Stadt Jerusalem in einen jüdischen Westen und einen palästinensischen Osten aus. Dies besagen die Ergebnisse einer Umfrage, die ein israelischer Think-Tank Anfang der Woche veröffentlicht hat. Dem Israel Democracy Institute zufolge haben fast zwei Drittel der befragten jüdischen Israelis der Aussage zugestimmt, das Konzept eines „vereinten Jerusalems“ sei gescheitert. Im Jahre 1999 hatten nur 44 Prozent dieser Aussage zugestimmt. Unter den arabischen Einwohnern Jerusalems stimmten 47 Prozent der These zu, Jerusalem sei eine geteilte Stadt. In den Monaten zuvor hatte der israelische Oppositionsführer Isaac Herzog mehrfach gefordert, Palästinenser und Israelis „physisch und politisch“ voneinander zu trennen. In der „New York Times“ schrieb Herzog am Freitag, dieser Schritt sei erforderlich, da unter den gegebenen Umständen eine Zwei-Staaten-Lösung nicht möglich sei. Im Jahr 1980 hatte Israel seine Doktrin von Jerusalem als „unteilbarer und vereinter Hauptstadt“ verkündet, obwohl eine Mehrheit innerhalb der internationalen Gemeinschaft diesen Schritt nicht anerkannte, sondern Ostjerusalem als „besetztes Gebiet“ betrachtete. Eine Abkehr von dieser Position könnte jedoch als pragmatischer Schritt betrachtet werden, um eine spätere Friedenslösung im Palästinakonflikt zu erleichtern.

Integration durch Sport
DOSB: Wie der Sport Flüchtlingen eine neue Heimat schafft

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Frankfurt/Main (ots) – Es ist das Thema dieser Wochen, Monate und wohl auch der kommenden Generationen: Menschen, die nach Deutschland flüchten und Zugang zur Gesellschaft suchen – Migration und Integration. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) möchte mit einer Sonderausgabe von „Sportdeutschland – Das Magazin“ beispielhaft zeigen, welche Rolle der Sport beim Aufeinandertreffen unterschiedlicher Menschen und Kulturen einnehmen kann. Die Grundsatzfrage lautet: Können andere Gesellschaftsbereiche vom Sport lernen? Das Magazin wird in diesen Tagen verschickt und steht von heute an auch online. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat diese Sonderausgabe ermöglicht. Das BAMF stellt zusammen mit dem Bundesministerium des Innern auch die finanziellen Mittel für das Programm „Integration durch Sport“ (IdS) bereit, das der DOSB (und seine Vorgängerorganisation) seit mehr als 25 Jahren koordiniert und steuert. Die Magazingeschichten vermitteln ein vielschichtiges Bild davon, wie sich Menschen über und durch den Sport begegnen und wie daraus im besten Fall nachhaltige Beziehungen werden. Den Mittelpunkt bilden drei Reportagen: aus einer Erstaufnahmeeinrichtung bei Potsdam, in der Flüchtlinge durch eine lokale Sportinitiative ihren Lebenskreis erweitern; aus einem Badmintonverein nahe Tübingen, der Shabal Ahmed aus Pakistan die Tür nach Deutschland geöffnet hat; und aus dem niedersächsischen Georgsmarienhütte, in dem ein Fußballtrainer Anfang der 90er-Jahre vier Jungen aus der ehemaligen Sowjetunion auf richtige Lauf- und Lebenswege führte. Es sind Texte, die fast idealtypisch nachbilden, wie Integrationsphasen von der Ankunft in Deutschland über das Angekommen-sein bis zum Heimat-gefunden-haben ablaufen könnten. Darüber hinaus kommen viele Prominente zum Thema Flucht und ihrem Verständnis von Nationalität zu Wort; darunter: Aydan Özuguz, die Flüchtlingsbeauftragte der Bundesregierung, die Goldene-Kamera-Preisträgerin Dunja Hayali, der Ex-Fußballprofi und Social-Media-Experte Hans Sarpei, Fußball-Weltmeister Per Mertesacker, der Russendisko-Literat Wladimir Kaminer, die Jugendbuchautorin Kirsten Boie und der Physiker, Wissenschaftsjournalist und Moderator Ranga Yogeshwar, dessen luxemburgisch-indisch-deutsche Biografie eine Art Blaupause zum Thema Migration liefert. Das persönliche Schicksal, so sagt er im großen Interview, kann uns „viel eher sensibilisieren“ als der Blick von oben. Das 68-seitige Magazin, gemeinsam herausgeben von DOSB und der Deutschen Sport Marketing (DSM), erscheint in einer Auflage von 25 000 Exemplaren und wird unter anderem bundesweit in den Lounges der Deutschen Bahn sowie an den Flughafen-Gates von Lufthansa, Air Berlin und Condor ausliegen.

Europäische Werte
„Zanzu“: Steuerfinanzierte BzgA lanciert eigene „Sexualaufklärungs“-Plattform für Flüchtlinge

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Berlin (nex) – Die aus Steuermitteln finanzierte „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ versorgt nicht nur alteingesessene Bürger der Bundesrepublik Deutschland Jahr für Jahr in Plakatkampagnen und Radiospots unaufgefordert mit Tipps rund um das Sexualleben. Nun hat die Einrichtung offenbar auch Flüchtlinge und Asylbewerber als Zielgruppe entdeckt. Wie die rechtskonservative Wochenzeitung „Junge Freiheit“ berichtet, soll künftig die Online-Plattform Zanzu mit Ratschlägen und Handreichungen zur Sexualität zur Seite stehen und auch in Gebärdensprache darüber informieren, wie die „sexuelle Vielfalt“ in der „offenen Gesellschaft“ beschaffen sei oder wo sich denkbarerweise Möglichkeiten für „Kontakt für Gelegenheitssex“ fänden. Für nur der arabischen Sprache Kundige finde sich sogar eine Übersetzungshilfe. Mit plastischen Bildern untermalt, werden Nutzer der Seite in weiterer Folge in epischer Breite über Details Fachausdrücke aus dem Bereich des Geschlechtslebens unterrichtet. Eine Altersbeschränkung existiert nicht. Stattdessen gibt es sogar eine ganze Ebene für „Beziehungen und Gefühle“ – offenbar hält es die vom deutschen Staat alimentierte BzgA für dringend erforderlich, Flüchtlinge darüber in Kenntnis zu setzen, dass es so etwas in Deutschland gibt. Ärzte und Berater von Asylbewerbern sollen demnach als Multiplikatoren der Seite dienen, auf der man sich bis zu den visualisierten Erklärungen durchklicken kann. Neben den detaillierten Anweisungen und ausführlichen Erklärungen darf natürlich der stete Hinweis auf Verhütung nicht fehlen. Am Ende könnte sich ja noch jemand in der Ansicht befinden, Fortpflanzungsorgane hätten etwas mit Fortpflanzung zu tun.