Russisch-serbisches Treffen
Putin zu UN-Beitritt Kosovos: „Serbien kann sich auf Unterstützung Russlands verlassen“

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Moskau (nex) – Serbiens Präsident Tomislav Nikolić und der russische Präsident waren am Mittwoch in Moskau zu Gesprächen zusammengekommen. Laut Putin besprachen die Staatschefs der beiden traditionell einander sehr nahestehenden Länder die “regionale und internationale” Lage sowie die aktuelle und zukünftige Kooperation zwischen Russland und Serbien. Wie Nikolić kurz vor seiner Abreise mitgeteilt hatte, strebt Serbien keine Nato-Mitgliedschaft an. Nach dem Treffen mit Putin teilte Nikolić mit, dass Russland sein Land darin unterstützen werde, den Kosovo wieder in den serbischen Staat einzugliedern. Der russische Präsident Wladimir Putin habe bekräftigt, dass er die territoriale Integrität Serbiens, inklusive der angestrebten Wiedereingliederung des Kosovo, weiterhin unterstützen werde. Während des Gesprächs mit Nikolić sagte Putin: “Serbien kann sich überall, wo es seine territoriale Integrität und Souveränität, insbesondere in Bezug auf den Kosovo, schützt, auf die Unterstützung Russlands verlassen.” Serbien, das eine lange und enge Freundschaft, wenn nicht gar eine geschwisterliche Beziehung zu Russland pflegt, genießt auch große diplomatische Unterstützung vonseiten Russlands in der Verhinderung des UN-Beitritts des Kosovo. Der Kosovo erklärte 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien und wird gegenwärtig von 110 Ländern anerkannt.    

Aktion gegen Rechtsextremismus
Fußball: BVB Fan-Club schmeißt AfD-Symphatisanten raus

Dortmund (nex) – Wie viele Fanclubs deutscher Fußballvereine trägt auch der BVB-Supporter-Club „BVB Freunde Deutschland“ in seiner Satzung das Prinzip, sich aktiv gegen Gewalt, Diskriminierung und Rassismus einzusetzen. In Bezug auf die offensichtliche Hetze der AfD lassen die BVB Freunde nun Taten auf Worte folgen. „Die AfD-Partei artikuliert Hass und ermöglicht so klaren Rechtsextremismus. Das werden wir nicht unterstützen“, lautet die Begründung der Supporter. Sie versprechen darüber hinaus, ihre Mitglieder anhand der Fanclub-Liste zu überprüfen. Offenen Unterstützern der AfD und bekennenden AfD-Wählern würde in Zukunft die Mitgliedschaft entzogen. „Wer für die AfD wirbt, mit dem AfD-Logo im Profilbild unsere Seiten betritt oder rechtes Gedankengut verteilt, wird ausgeschlossen. Dazu haben wir jedes Recht und werden dies auch ohne Wenn und Aber durchsetzen.“ Beim BVB fallen vielen Fußballfans und Szenekennern sicherlich die Verbindungen zu rechten Hooligangruppen ein. So ist Siegfried Borchardt alias SS-Siggi, ehemaliges führendes Mitglied der Borussenfront, ein mehrfach vorbestrafter Aktivist der neonazistischen Freien Kameradschaften. 2014 wurde er sogar als Spitzenkandidat für Die Rechte in den Stadtrat Dortmunds gewählt, trat aber nach zwei Monaten wieder zurück. Besonders die Ultras des BVB gehen seit 2014 energisch gegen rechte Werber und Fangruppierungen vor – nach langen Jahren des Wegsehens ein sicheres Zeichen des Umdenkens. Die BVB Freunde Deutschland wollen mit ihrem Ausschluss nicht das Wahlrecht antasten, sondern sich mit aller Macht von der Botschaft rechter Parteien und Gruppierungen wie der AfD distanzieren. Im Gegensatz zu lokalen Unterstützern des BVB sind die BVB Freunde ein Zusammenschluss von ca. 1500 BVB-Fans aus ganz Deutschland.

Rüstungsindustrie
Türkei: Davutoglu will gesamte türkische Verteidigungsindustrie in staatlicher Hand

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Ankara (eurasia/nex) – Die Verteidigungsindustrie der Türkei werde verstaatlicht, hat der türkische Premierminister Ahmet Davutoglu angekündigt. Er machte diese Bemerkung im Rahmen eines Treffens mit Vertretern der nationalen Verteidigungsinstitutionen und Strafverfolgungsbehörden, berichtete der staatliche Fernsehsender „TRT Haber“.
Die Türkei habe in den letzten Jahren signifikante Erfolge auf dem Gebiet der Verteidigungsindustrie verwirklicht, kommentierte Davutoglu weiter. Seiner Meinung nach sei die Türkei auf dem Weg, ihre rüstungsindustrielle Abhängigkeit vom Ausland vollständig zu überwinden.
Die Produktion in der türkischen Verteidigungsindustrie sei in den ersten zwei Monaten dieses Jahres um 35 Prozent angestiegen, sagte der türkische Premierminister. Zuvor hatten Medien berichtet, dass die „Stiftung der türkischen Streitkräfte“ (TSKGV) zur Förderung des nationalen Verteidigungssektors im vergangenen Jahr 70 Millionen Türkische Lira eingenommen habe.
 

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Ende der grausamen Praxis
Agrarminister Schmidt will Massentötung von Küken 2017 beenden

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Düsseldorf (ots) – Angesichts eines erneuten Anstiegs der Zahl massenhaft getöteter Küken auf mindestens 48 Millionen Tiere hat Agrarminister Christian Schmidt eine baldige Abkehr von der grausamen Praxis angekündigt. „Mein Ziel ist, dass das Töten männlicher Eintagsküken 2017 aufhört“, sagte der CSU-Politiker der „Rheinischen Post“. Bis dahin soll das Geschlecht des Kükens bei jedem Ei binnen Sekunden noch vor dem Brutbeginn ermittelt werden können. Außerdem gehe es um eine neue Hühnerrasse, die sich sowohl für die Eierproduktion durch weibliche als auch die Mast der männlichen Tiere eigne. Nach neuen Erhebungen des Ministeriums stieg die Zahl der weiblichen Küken allein in Brutanlagen mit mindestens tausend Eiern im vergangenen Jahr von 44,7 auf 48 Millionen. Experten gehen davon aus, dass im selben Umfang männliche Küken vergast und geschreddert werden, weil sie sich für die Mast nicht eignen. Nach mehreren gescheiterten Versuchen, das Massentöten auf gerichtlichem Wege zu unterbinden, wollen die Grünen in der nächsten Woche im Bundestag ein gesetzliches Verbot erreichen. Die Koalition lehnt den Antrag ab. „Ein Verbot ohne Alternative würde die Geflügelhaltung lediglich ins Ausland verlagern“, erklärte Schmidt. Dort habe Deutschland dann keinen Einfluss mehr auf Tierwohl und Kükenhaltung.

Ausland
Turkmenistan beginnt mit Erdgasförderung aus der Ost-West-Pipeline

Aschgabat (eurasia/nex) – Die zentral gelegene Ahal-Provinz Turkmenistans hat damit begonnen, erstes Erdgas aus der seit 2010 im Bau befindlichen Ost-West-Pipeline zu beziehen. Das geht aus einer Mitteilung des turkmenischen Energieministeriums hervor.

Die Erdgas-Pipeline, die das gesamte Land durchzieht, soll insgesamt 733 Kilometer lang werden. Die Verbindung soll noch in diesem Jahr komplett in Betrieb gehen und eine Transportkapazität von 30 Milliarden Kubikmeter Erdgas im Jahr aufweisen. In der Zwischenzeit wird in der Provinz eine Verdichterstation für die Pipeline errichtet. Das Erdgas, welches von der Ost-West-Pipeline transportiert wird, soll Benzinproduktionsunternehmen, die ebenfalls neu errichtet werden, und der landwirtschaftlichen Düngerproduktion dienen. In der Provinz Ahal sollen Gasturbinenwerke mit dem fossilen Rohstoff versorgt werden.

Zuvor war betont worden, dass der Export von Energieressourcen zu den Prioritäten der turkmenischen Energiestrategie zähle. Das turkmenische Energieministerium teilte mit, dass die Verknüpfung und die sich daraus ergebende Vereinigung der großen Erdgasfelder des Landes durch die Ost-West-Pipeline die beste Voraussetzung für den internationalen Export von turkmenischer Energie schaffe.

Turkmenistan rangiert auf Platz vier der weltweiten Rangliste der Länder mit den größten Erdgasreserven. Gegenwärtig exportiert Aschgabat Erdgas nach China und Iran. Russland hat seine Aufkäufe für 2016 aufgekündigt.

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Berlin
Nach Bedrohung durch Muslime: Sprecher einer Unterkunft verbietet Christen Interviews zu geben

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Berlin (ots) – Christliche Flüchtlinge in Berlin erheben schwere Vorwürfe gegen den Sprecher der Sozialverwaltung, Sascha Langenbach. Sie hatten sich zuvor über Bedrohungen durch muslimische Flüchtlinge in den Tempelhofer Hangars beklagt. Zwei der bedrohten Flüchtlinge erklärten dem Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb), Langenbach habe ihnen eine sichere Unterkunft zugesagt, verbunden mit der Aufforderung „dann bitte keine Interviews mehr mit Journalisten vom Fernsehen oder der Zeitung zu machen“. Die Iraner hatten sich zuvor in der B.Z. offen über ihre Diskriminierung durch muslimische Flüchtlinge geäußert. Die von Langenbach zugesagte sichere Unterkunft haben die beiden Iraner von der Senatsverwaltung bislang nicht bekommen. Pfarrer Gottfried Martens von der evangelisch-lutherischen Dreieinigkeitsgemeinde Berlin-Steglitz sagte dazu dem rbb, er halte es für problematisch, Flüchtlinge auf diese Weise unter Druck zu setzen, die aus einem Land kämen, wo sie keine Meinungsfreiheit hätten. Pfarrer Martens hat den beiden jungen Männern inzwischen ein Zimmer bei Mitgliedern seiner Gemeinde vermittelt. Sascha Langenbach wollte sich auf rbb-Anfrage zu dem Vorfall nicht äußern.

„Muslime erfanden Justin Timberlake“
New York: Satirische Plakatkampagne gegen Islamfeindlichkeit in der U-Bahn

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New York (nex) – Eine Reihe satirischer Plakate, die islamfeindliche Parolen aufs Korn nehmen, während sie für einen Film aus dem Jahr 2013 werben, tauchen derzeit in New York auf. Insgesamt sechs Motive wurden schwerpunktmäßig in New Yorker U-Bahn-Stationen angebracht, nachdem ein Gericht die städtische Transportgesellschaft dazu verpflichtet hatte, diese anzubringen. Zuvor war die Werbung abgelehnt worden mit der Begründung, sie verstoße gegen das geltende Verbot für politische Werbungen – eine Auffassung, der sich das Gericht nicht anschloss. Ein Display zeigt beispielsweise die Aufschrift: „Die hässliche Wahrheit über Muslime: Muslime haben großartige Frittata-Rezepte“; andere listen „Facts“ über Muslime auf, darunter „Muslime haben das Konzept des Hospitals erfunden“; „Erwachsene Muslime schaffen mehr Push-Ups als Baby-Muslime“ oder „Muslime erfanden Justin Timberlake“ – ergänzt um den kurzen Disclaimer: „Nun, das mit dem Hospital stimmt, an den anderen beiden könnte etwas dran sein“. Die Urheber der Kampagne sind Negin Farsad und Dean Obeidallah, die auf diesem Wege ihre Dokumentation „Die Muslime kommen!“ bekannt machen wollen.

Wirtschaftswachstum
Türkei: Fitch Ratings erhöht Wachstumsprognose auf 3,5 Prozent

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Ankara (nex) – Brian Coulton, Chefanalyst der Ratingagentur Fitch Ratings, hat erklärt, dass seine Institution ihre Wachstumsprognose über das Jahr 2016 für die Türkei von ursprünglich drei auf 3,5 Prozent gesteigert habe. Coulton fügte auch hinzu, dass belastbare Daten aus dem Jahre 2015 auch kurzfristig auf eine Steigerung der ökonomischen Dynamik hindeuteten. „Mit dem Rückenwind durch einen höheren Mindestlohn und niedrige Ölpreise hat sich auch die Binnennachfrage erhöht“, so der Ökonom. Die Türkei weist damit die am stärksten nach oben korrigierte Vorhersage für dieses Jahr unter allen Industrie- und Schwellenländern aus, die von Fitch analysiert werden. Unterdessen wird für 2017 ein Wachstum von 3,6 Prozent vorhergesagt. Sorgen bereitet hingegen weiterhin die Entwicklung in der Russischen Föderation, wo die ursprüngliche Prognose eines Minus von 0,5 Prozent sogar noch nach unten auf 1,5 Prozent korrigiert werden musste. Das nächste Kreditrating und der nächste Bericht von Fitch Ratings zur Türkei sollen am 19. August verkündet werden.

Burger erobern Frankreich
Fast Food statt Haute Cuisine: Burger ist beliebteste Mahlzeit in Frankreich

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Paris (nex) – Während rechte Politiker vor Dönerbuden und dem Exodus von Schweinefleisch aus den Kantinen warnen, geht die Tendenz bezüglich der kulinarischen Vorlieben in Frankreich immer deutlicher in Richtung der US-amerikanischen Küche. Einer jüngst im britischen „Telegraph“ veröffentlichten Studie zufolge bieten bereits drei Viertel aller französischen Restaurants den Hamburger auf ihrer Speisekarte an. 80 Prozent der befragten Gastronomen sagten zudem, dass der Burger auch ihr meistverkauftes Gericht sei. „Die Burger-Mania in Frankreich ist nicht aufzuhalten“, erklärte Bernard Boutboul, der Direktor der hinter der Studie stehenden Nahrungsconsultingfirma Gira Conseil. Wie auch in den USA selbst ist der Absatz von Burgern stetig im Steigen begriffen, der Umsatz von Burgerketten hat im Jahr 2013 die 70-Milliarden-Marke übertroffen. Dieser Trend wurde insbesondere durch die Verbreitung der preislich gehobenen Ketten wie Shake Shack oder Five Guys gestützt. In Frankreich hingegen befinden sich auch die traditionellen Fast-Food-Ketten wie McDonald’s, Burger King oder die einheimische Kette Quick immer noch im Aufwind und verkaufen zusammen etwa ein Drittel aller Burger in Frankreich. Dazu kommen Qualitätsrestaurants, die den so genannten „ehrlichen“, sprich: handgemachten Burger anbieten. Boutbouls Studien zufolge wurden im Vorjahr in Frankreich 1,19 Milliarden Burger verzehrt, etwa 16 pro Person und Jahr, was einem Anstieg von elf Prozent entsprechen würde. Dagegen wurden nur noch 1,23 Stück der bis dato beliebtesten Mahlzeit in Frankreich, dem „Jambon Beurre“, einem Baguette mit Butter und Schinken, abgesetzt. Boutboul rechnet damit, dass innerhalb der nächsten beiden Jahre die Burger auch hier gleichziehen werden. Der Burger habe sich auch in Frankreich von einem Fast Food zu einem „Way of Life“ entwickelt und gilt mittlerweile auch in Restaurants der oberen Kategorie als salonfähig – für US-Ketten eine Einladung, auf diesen Zug aufzuspringen: In wenigen Wochen wird Five Guys sein erstes Restaurant eröffnen. An der Weltspitze im Burgerverzehr bleiben trotzdem noch die US-Amerikaner: In den USA wurden 2014 mehr als neun Milliarden Burger verkauft, was 28 verzehrte Exemplare pro Person und Jahr bedeutet.

Außenwirtschaft
Türkei: Leistungsbilanz profitiert von niedrigen Ölpreisen und sinkender Inflation

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Ankara (nex) – Das Leistungsbilanzdefizit der Türkei betrug im Januar 2,22 Mrd. US-Dollar, was einen Rückgang von 216 Millionen gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres bedeutet. Dies teilte die türkische Zentralbank am Donnerstag mit. Das laufende Defizit der letzten 12 Monate fiel von 42,9 Mrd. im Januar 2015 auf 31,9 Mrd. im vergangenen Januar. „Die Entwicklung des Leistungsbilanzdefizits ist hauptsächlich zurückzuführen auf einen Rückgang des Defizits im Bereich des Gütertransfers in Höhe von 250 Millionen auf derzeit 2,84 Mrd. und einem Rückgang des Defizits bei den Primäreinkommen, das um 25 Millionen US-Dollar auf derzeit 434 Millionen fiel“, hieß es im Bericht der Bank. Insbesondere die gefallenen Ölpreise hätten sich in signifikanter Weise positiv auf das derzeitige Leistungsbilanzdefizit und die Inflation ausgewirkt. Auch die Ratingagentur Moody’s hatte damit gerechnet, dass die Preisentwicklung auf den Ölmärkten zu einem Rückgang in diesen Bereichen führen würde. Seit Mitte 2014 sind die Ölpreise um etwa 65 Prozent gefallen, die Entwicklung ging von 115 US-Dollar pro Barrel auf unter 30 US-Dollar Anfang des Jahres 2016, womit der tiefste Stand in sieben Jahren und der schnellste Absturz seit 2008 markiert wurde. Derzeit liegt der Preis im Schnitt wieder bei 40 US-Dollar per Barrel. Die Energieimporte der Türkei sanken dem Statistikamt TurkStat zufolge im Jahr 2015 um 31 Prozent im Vergleich zum Jahr davor. Insgesamt habe man im Vorjahr Energieimporte im Gegenwert von 37,8 Mrd. US-Dollar zu verzeichnen gehabt, um 17 Mrd. weniger als 2014. Insgesamt importierte die Türkei im Vorjahr Waren und Dienstleistungen im Wert von 207 Mrd. US-Dollar, ein knappes Fünftel davon entfiel auf Energieimporte. Die Exporte der Türkei beliefen sich im Januar 2016 auf insgesamt 9,6 Mrd. US-Dollar, was einem Rückgang um 22 Prozent gegenüber dem Januar des Vorjahres gleichkommt. Die Importe lagen demgegenüber bei 13,4 Mrd. US-Dollar, was einem Minus von 19,7 Prozent entspricht.