Terror in der Türkei
Ankara: Mindestens 27 Tote nach Explosion am Kizilay-Platz

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Ankara (nex) – Mindestens 27 Menschen wurden am heutigen Sonntagabend getötet, nachdem sich auf dem Kizilay-Platz in der türkischen Hauptstadt Ankara eine Explosion ereignet hatte. Mindestens 75 Menschen wurden demnach verletzt. Die Detonation ereignete sich um 18.45 Ortszeit. Dies gab das Gouverneursamt von Ankara bekannt. Ein mit einer Bombe beladenes Fahrzeug soll zwischen zwei Passagierbussen in der Nähe stark frequentierter Bushaltestellen im Herzen der Innenstadt explodiert sein. Es ist von zahlreichen brennenden Fahrzeugen die Rede. Auch mehrere Busse sollen fast vollständig oder komplett ausgebrannt sein. Feuerwehrfahrzeuge und Rettungswagen eilten zum Ort des Geschehens, der auf Grund der Möglichkeit einer zweiten Explosion weiträumig abgesperrt wurde. Noch aus einer Distanz von 2,5 Kilometern konnte Rauch über der betroffenen Gegend wahrgenommen werden. Berichten zufolge sollen Terroristen auch die Bereitschaftspolizei angegriffen haben. Der Kizilay-Platz ist der bedeutsamste öffentliche Platz der Stadt, Hauptverkehrsknotenpunkt und ein Zentrum des Handels und der Unterhaltungsbranche. Der Ort der Explosion ist nur einen Kilometer von jenem Ort entfernt, an dem am 27. Februar PKK-nahe Terroristen 29 Menschen in einem Anschlag töteten. Die türkische Hauptstadt wurde am 10. Oktober 2015 auch zum Ziel eines Selbstmordanschlages durch einen der Terrormiliz IS (Daesh) zuzuordnendem Attentäter, bei dem 102 Menschen starben. Premierminister Ahmet Davutoglu hat den Nationalen Sicherheitsrat einberufen, um über Konsequenzen zu beraten.

Berlin
Bundespolizei bekommt Bodycams

Düsseldorf (ots) – Union und SPD haben sich darauf verständigt, die Bundespolizei künftig mit am Körper getragenen Kameras (Bodycams) auszustatten. „Bodycams können bei der Aufklärung von Übergriffen oder bei der Deeskalation bestimmter Situationen helfen“, sagte SPD-Innenexperte Burkhard Lischka der „Rheinischen Post“. Beim Einsatz von Bodycams auf Länderebene seien positive Erfahrungen gesammelt worden. So habe etwa auch die Zahl der Übergriffe auf Polizisten deutlich abgenommen. Deshalb sei sich die große Koalition einig, dass die Ausrüstung der Bundespolizisten mit Bodycams sinnvoll sei.

Düsseldorf
Einbruchsradar: Polizei erfuhr erst aus den Medien von Ministerplan

Düsseldorf (ots) – Die Kreispolizeibehörden des Landes sind vom nordrhein-westfälischen Innenministerium nicht darüber informiert worden, dass sie schon im April einen sogenannten Einbruchsradar einführen sollen. „Wir haben erst aus der Zeitung erfahren, dass wir das machen müssen“, sagte ein Leitender Ermittler einer Polizeibehörde im Rheinland der „Rheinischen Post“. Rainer Groß, Personalrat in der Kreispolizeibörde Wesel, bestätigte: „Wir wissen von nichts. So etwas einführen zu wollen, ohne die Behörden darüber in Kenntnis zu setzen, ist ein absolutes Unding.“ Das Innenministerium räumte ein, die Kreispolizeibehörden nicht ausreichend in Kenntnis gesetzt zu haben. „Sie bekommen bald von uns ein Konzept, worin alles geregelt ist und erklärt wird, was sie machen müssen“, sagte ein Ministeriumssprecher. Arnold Plickert, NRW-Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, bezeichnete die Kommunikationspanne als „sehr bedauerlich.“ NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte am vergangenen Mittwoch angesichts der dramatisch gestiegenen Einbruchszahlen angekündigt, dass ab April alle Polizeibehörden im Land einen Einbruchsradar einführen werden. Dabei sollen die Behörden einmal wöchentlich eine Karte ins Internet stellen, auf der die Einbrüche in ihrem Zuständigkeitsbereich vermerkt sind.

Brüssel
US-Botschafter Gardner sieht Flüchtlingskrise als europäisches Problem

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Düsseldorf (ots) – Der amerikanische Botschafter bei der Europäischen Union, Anthony Gardner, sieht die Flüchtlingskrise als europäisches Problem. „Es ist in erster Linie ein Problem, das Europa lösen muss. Und ich glaube, dazu ist mehr Europa nötig – nicht weniger“, sagte er der „Rheinischen Post“. Die USA haben bislang nur 10.000 Flüchtlinge aufgenommen. Im kommenden Jahr sollen es 20.000 werden. „Im Vergleich zu der riesigen Zahl, die Deutschland aufnimmt, ist das nicht viel. Wir wissen das“, räumte der Botschafter ein. Gardner unterstrich jedoch die Hilfsbereitschaft der Amerikaner. „Wir geben Geld und Erfahrung. Niemand leistet mehr humanitäre Hilfe in Syrien als die USA. Und wir unterstützen die EU im Kampf gegen Kriminelle.“ Außerdem gäben die USA ihre Erfahrung weiter, wie „man Menschen an einer Grenze identifizieren und kontrollieren kann“.

Berlin
Ursula von der Leyen will die Bundeswehr vergrößern

Hannover (ots) – Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will die Bundeswehr vergrößern: Die Zahl der soldatischen Planstellen soll zunächst um 7000, die der Zivilbeschäftigten um 3000 erhöht werden. Das berichtet das Redaktions Netzwerk Deutschland (RND). In einem zweiten Schritt werde eine Personalverstärkung um insgesamt 15 000 Stellen angestrebt, um auf die neuen Herausforderungen der Truppe zu reagieren. Von den derzeit 185 000 Planstellen seien aktuell weniger als 179 000 besetzt. Der jetzt fertiggestellte Plan, der in Kürze vorgestellt werden soll, entspricht in seiner ersten Stufe unter anderem den Forderungen, die der Bundeswehrverband sowie der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels, gestellt hatten.

Landtagswahlen
Oppermann sieht SPD in Rheinland-Pfalz in einer „grandiosen Aufholjagd“

Osnabrück (ots) – Die SPD ist im Landtagswahlkampf in Rheinland-Pfalz laut Bundestagsfraktionschef Thomas Oppermann „inmitten einer grandiosen Aufholjagd“. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Oppermann, Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) habe in wenigen Monaten mehr als zehn Prozentpunkte Rückstand aufgeholt. „Ich bin mir sicher, dass sie am Ende vorne liegen wird“, sagte der SPD-Fraktionschef. Auch in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt werde die Partei bis zur letzten Minute kämpfen. Auf die Frage, ob es nach der Landtagswahl eine Personaldiskussion um Parteichef Sigmar Gabriel geben werde, antwortete Oppermann: „Damit rechne ich in keiner Weise“. Die SPD trete im Gegensatz zur Union geschlossen auf. „Wir haben in der Grundsatzfrage Einigkeit, wir diskutieren über Details.“ Bei den Unionsparteien sei es umgekehrt: „Dort passt einigen die Politik der Kanzlerin ganz grundsätzlich nicht.“ Wenn es nach den Wahlen Personaldiskussionen geben werde, dann in der Union. Dass die AfD voraussichtlich in allen drei Landtagen vertreten sein werde, sei Grund zur Sorge. Die Partei biete keine Lösungen an und habe keine Konzepte. Oppermann zeigte sich aber überzeugt, dass die AfD wieder von der Bildfläche verschwinden werde, wenn es gelinge, die Flüchtlingskrise so zu bewältigen, dass niemand den Eindruck habe, der Staat oder einzelne Bürger seien damit überfordert. Oppermann forderte des Weiteren große Anstrengungen für die Integration der Flüchtlinge mit Bleiberecht. „Da müssen wir jetzt klotzen und dürfen nicht kleckern. Was wir heute investieren, wird sich schon morgen auszahlen“, so Oppermann. Auf der anderen Seite sei aber auch klar, dass Deutschland nicht jedes Jahr eine Million Flüchtlinge aufnehmen könne. Die deutsche Bevölkerung dürfe nicht gegen die Flüchtlinge ausgespielt werden. Oppermann erklärte, in der Flüchtlingspolitik trage Angela Merkel den Kurs der Sozialdemokraten mit. Es sei der Plan der SPD seit September, eine europäische Lösung zu suchen, Fluchtursachen zu bekämpfen und die Lage der Flüchtlinge in den Herkunftsländern zu stabilisieren. „Wenn die Kanzlerin jetzt versucht, ihn auf europäischer Ebene umzusetzen, unterstützen wir sie dabei“, sagte der SPD-Fraktionschef. Zu den aktuellen Zuständen im griechischen Grenzort Idomeni sagte er, diese seien ein direktes Resultat nationaler Alleingänge und schwer zu ertragen. „Dass jetzt Griechenland als schwächstes Glied in der EU-Kette plötzlich die gesamte Last tragen soll, ist selbst für hartgesottene Flüchtlingsgegner in Europa kaum akzeptabel“, sagte Oppermann. Er sei zuversichtlich, dass der EU-Gipfel am 17. März einer europäischen Lösung ein Stück näherkomme. Generell müsse die illegale Migration unterbunden werden. „Der unkontrollierte Zustrom organisiert von kriminellen Schleuserorganisationen zerstört auf Dauer die Akzeptanz für Flüchtlinge in unseren Ländern.“

Landtagswahlen
AfD-Gründer Bernd Lucke sieht Zukunftschancen der AfD trotz Wahlerfolgen skeptisch

Berlin (ots) – Der Gründer der Alternative für Deutschland, Bernd Lucke, sieht die Zukunftschancen der Partei trotz Wahlerfolgen skeptisch.
Zwar finde die AfD derzeit viele Mitglieder und Wähler. Doch sie lebe vor allem von der derzeit aufgeheizten emotionalen Stimmung, schreibt er in einem Gastbeitrag für Tagesspiegel Causa, das Online-Debattenmagazin des Tagesspiegels.
„Die Emotionalität ist für die heutige AfD essentiell. Würde sie abkühlen, wäre die Partei dahin, denn inhaltlich hat sie wenig zu bieten“, so Lucke.
 
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Ringen-EM in Lettland
Ringen-EM: Türke Riza Kayaalp gewinnt zum fünften Mal in Folge Gold – Rekord!

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Riga (nex) – Der türkische Ringer Riza Kayaalp gewann am Samstag bei den Ringer-Europameisterschaften in der lettischen Hauptstadt Riga zum fünften Mal in Folge Gold – ein Rekord.  Kayaalp schlug seinen ukrainischen Gegner Oleksandr Chernetsky in der Klasse bis 130 Kilogramm im griechisch-römischen Stil im Finale und wurde somit zum fünften Mal in Folge Europameister. Dies ist sein sechster EM-Titel als Senior. Zuvor ging Kayaalp aus fünf europäischen Turnieren in den Jahren 2010 , 2012, 2013, 2014 und 2016 als Sieger hervor. Der 26-Jährige triumphierte auch bei den Europameisterschaften im Jahr 2015 in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. Sein Gegner Chernetsky wurde Vizemeister und bekam die Silbermedaille. Bronzemedaillen in der Kategorie gingen an den Schweden Johan Magnus Euren und den Weißrussen Iossif Tschuhaschwili. Somit haben bisher drei türkische Ringer Goldmedaillen gewonnen. Ringerin Yasemin Adar gewann eine Goldmedaille. Bereits am Donnerstag gewann auch Ringer Soner Demirtas in der 74-Kilo-Klasse der Männer im Freistil Gold. Er besiegte seinen aserbaidschanischen Gegner Jabrayil Hasanov mit 2:1. Die Meisterschaft dauert noch bis Sonntag.
Türkische Ringerin Yasemin Adar (Foto: aa)
Türkische Ringerin Yasemin Adar (Foto: aa)
     

Tarifpolitik
Metall NRW rechnet mit hitziger Tarifrunde

Düsseldorf (ots) – Kurz vor dem Verhandlungsauftakt am kommenden Montag hat der Präsident von Metall NRW, Arndt Kirchhoff, die Gewerkschaft scharf attackiert. Der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ sagte der Arbeitgebervertreter: „Früher hat die Gewerkschaft ihre Forderungen wenigstens einigermaßen sauber begründet. Also Inflationsrate plus Produktivitätsentwicklung und eine Umverteilungskomponente.“ Da ihr die Werte aber derzeit nicht schmeckten, würden jetzt einfach andere genommen, zum Beispiel die Zielinflation der Europäischen Zentralbank oder die Trendproduktivität. „Das sind Phantasiezahlen, die mit der Realität nichts mehr zu tun haben. Das ist unredlich. Die IG Metall sollte sich von ihrem gefährlichen Wunschdenken verabschieden und zu solider Tarifpolitik zurückkehren.“ Mit Blick auf die von der IG Metall ins Auge gefassten 24-stündigen Warnstreiks sagte Kirchhoff: „Schon beim letzten Mal gingen die sogenannten Warnstreiks deutlich über das Übliche hinaus. Wenn sich die IG Metall da noch einmal steigert und wir der Auffassung sind, dass das unverhältnismäßig ist, können wir das gerichtlich prüfen lassen.“ Kirchhoff rechnet nicht mit schnellen Ergebnissen: „Aufgrund der genannten Rahmenbedingungen wird das eine extrem schwierige Runde werden.“

Verbrechen
Polizeimitteilung: Osterhasenfrau verschwunden

Rockenhausen (ots) – In der Nacht von Freitag, den 11.03.16 auf Samstag, den 12.03.16 ist in einem Vorgarten in Winnweiler im Anger dem Osterhasenmann die Osterhasenfrau (kleinere Figur auf dem Bild) abhandengekommen.

Die Polizei fordert die Verantwortlichen auf, die Dame doch zurückzubringen. Hinweise bitte an die Polizei in Rockenhausen.