Rüstungsindustrie
Türkische Armee plant 100-prozentige einheimische Produktion im Rüstungssektor

Ankara (eurasia/nex) – Abgefeuerte Katjuscha-Raketen der Terrormiliz IS, wie sie jüngst wieder auf die südosttürkische Stadt Kilis gefallen waren, stellen eine neue Gefahr für die Türkei dar. Zu diesem Ergebnis kam der Chefeinkäufer der türkischen Armee. Er sagte, Kilis könnte in Zukunft mit bewaffneten Drohnen geschützt werden. Auch werde das neue Luftabwehrsystem mit denen der NATO kompatibel gemacht. „Es ist technologisch schwer, sie [die Raketen]noch vor ihrem Abschuss zu entdecken und zu bekämpfen. Es gibt einige Staaten, die solche Frühwarnsysteme benutzen, aber ihre Systeme erreichen nur einen Teilerfolg. Die beste Methode wäre die Entwicklung eines Systems, das die Kapazität hat, die Region unter Gefahr zu beobachten und Ziele unverzüglich ins Visier zu nehmen. Dafür sind bewaffnete Drohnen ein gutes Beispiel“, sagte Ismail Demir, der Vorsitzende des Unterstaatssekretariats für Verteidigungsindustrie (SSM), in einem Exklusiv-Interview mit der türkischen Tageszeitung Hürriyet am Produktionsstandort des staatlichen Rüstungskonzerns Roketsan. In diesem Kontext bemerkte der Offizielle, dass sich türkische Kommandeure bisher sehr zufrieden über lokale türkische Rüstungsprodukte geäußert hätten. Diese seien im Vergleich von hoher Qualität.
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Demir sagte, die Türkei habe einen entscheidenden Punkt in der Entwicklung ihrer Rüstungsindustrie erreicht. Der Sektor ziele darauf ab, einige Schlüsselprodukte zu 100 Prozent aus eigenen Ressourcen herzustellen. Dabei lobte auch er die hohen Qualitätsstandards, die türkische Rüstungshersteller mittlerweile bieten und verwies explizit auf die Unternehmen Roketsan, Aselsan, Havelsan und Turkish Aerospace Industries (TAI). Der Chefeinkäufer der türkischen Armee sagte: „In der Vergangenheit versuchten wir lediglich, ausfindig zu machen, wo wir am besten unsere Verteidigungsgüter herholen sollten. Heute fragen wir uns: Wie können wir ein Produkt selber herstellen? Es ist natürlich nicht möglich, dass ein Land jedes Teil eines Produkts selbst herstellt. Es geht vielmehr darum, eine priorisierte Klassifizierung herzustellen. Also jene Produkte zu bestimmen, die am wichtigsten sind. Die Türkei hat in den verschiedensten Bereichen der Verteidigungsindustrie eine dringende Notwendigkeit verspürt, der wir den Kampf angesagt haben. Unsere Unternehmen sind bereit, diese Nachfrage zu bedienen. Unser Motto lautet wie folgt: Wir können die bessere Version eines jeden vom Menschen hergestellten Produkts machen.“ Es sei wichtig, in der Lage zu sein, Produkte zu Hause zu entwickeln, die die Fähigkeit hätten, zu zerstören und aufzuklären. Dabei müsse eine hohe Qualität zugesichert werden können. „Unser Ziel ist es, eine 100-prozentige heimische Herkunft in solchen Produktionsbereichen zu erreichen, da die Zuverlässigkeit von ausländischen Quellen in diesem Bereich immer ein Problem ist. Obwohl die Türkei im Bereich der lokalen Verteidigungsindustrie ein Nachzügler ist, hat sie eine Kapazität in der Projektentwicklung von 15 Milliarden US-Dollar erreicht. In diesem Sektor sind mehr als 35 000 Menschen beschäftigt“, sagte Demir. Er fügte hinzu, die erworbene Expertise im Rüstungssektor könne in zahlreichen anderen Schlüsselbereichen weiterverwendet werden.
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Eigenen Angaben zufolge sind die Rüstungsexporte der Türkei inzwischen auf 1,67 Milliarden US-Dollar gestiegen. In den nächsten sieben Jahren hofft Ankara, den Export auf 25 Milliarden US-Dollar ankurbeln zu können. Weiter informierte Demir, dass das militärische Trainingsflugzeug Hürkus, welches vom Hersteller TAI entwickelt und gebaut wird, der türkischen Luftwaffe bis 2018 zur Verfügung gestellt werde. Eine bewaffnete Version des Flugzeugs soll als Nächstes folgen. Des Weiteren befinde sich ein neues U-Boot-Projekt in der Pipeline der türkischen Militärprokuratur.
Gemeinsame Arbeit mit NATO über Luftabwehrsystem entscheidend
Die Türkei werde schrittweise ein Luftabwehrsystem entwickeln, welches in die NATO integriert werden kann, sagte Demir. Eine Kooperation mit der NATO in diesem Feld würde den Prozess beschleunigen, ergänzte er. 2013 wählte die Türkei trotz bestehender europäischer und US-amerikanischer Alternativen einen chinesischen Anbieter für den Bau eines Langstrecken-Raketenabwehrsystems aus. Im November 2015 änderte Ankara seine Meinung und entschied sich für zwei lokale türkische Rüstungsunternehmen, die an Stelle dessen den Bau des Luftverteidigungssystems übernehmen sollen. Dazu Demir: „Wir haben das Projekt nicht annulliert. Wir haben es verändert. Wir werden in Kürze in einen neuen Entwicklungsprozess treten, an dem unsere lokalen Unternehmen Roketsan und Havelsan teilnehmen werden. Derweil führen wir jene unserer Projekte weiter, die Abwehrsysteme mit niedrigem, mittlerem und hohem Frequenzbereich umfassen. Wir werden allmählich die Bereiche ausweiten. Da wir auch keine direkte Akquisition betreiben werden, wird unser eigenes, allmählich entwickeltes System in die NATO-Struktur integriert werden. Hier sind unsere Türen für jede Unterstützung offen. Wir glauben, dass jegliche Zusammenarbeit mit der NATO den Prozess beschleunigen wird.“  
Erschienen bei eurasianews

Ein wahrer Gentleman
Istanbul: Mann erschießt Freund, weil dieser die Essensrechnung bezahlt

Istanbul (nex) – Ein Mann hat Medienberichten zufolge am gestrigen Montag in einem Istanbuler Restaurant seinen Freund erschossen, weil dieser die Rechnung für das Essen beglich. Idris Alakus und sein Freund Hasan Erdemir hatten eine Diskussion darüber, wer die Rechnung bezahlen sollte. Nachdem Erdemir diese beglichen hatte, verließ Alakus das Restaurant im Stadtteil Bakirköy. Wenige Augenblicke später kam Alakus zurück, schoss auf Erdemir und zwei weitere Personen, die mit am Tisch saßen. Der schwerverletzte Erdemir erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die beiden anderen Verletzten sind Berichten zufolge außer Lebensgefahr. Alakus, der sich nach der Tat auf der Flucht befand, wurde später von der Polizei gefasst.

Pressefreiheit
US-Journalisten David Lepeska wird Einreise in die Türkei verweigert

Istanbul (nex) – Wie ein US-Journalist auf Twitter mitteilte, habe man ihm auf dem Hauptflughafen von Istanbul die Einreise in die Türkei verweigert. Er sei vom Flughafen Istanbul-Atatürk nach Chicago zurückgeschickt worden. Der Journalist, der für das in New York erscheinende Journal Foreign Affairs und den ebenfalls in New York ansässigen Nachrichtensender Al Jazeera America schreibt, teilte mit, dass ihm für diese Entscheidung „kein Grund“ angegeben worden sei. Er verbrachte mehrere Stunden am Flughafen, bevor er in ein Flugzeug nach Chicago gesetzt wurde. Lepeska twitterte: „Wenn dir einmal die Einreise in ein Land verweigert wurde, bedeutet das dann, dass es fraglich ist, ob du jemals wieder von diesem Ort aus wirst schreiben können? Ich nehme es dir nicht übel, Türkei“.
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Unter das Foto, das er auf Instagram teilte, schrieb er: „Musste einen Flieger nach Chicago nehmen, nachdem mir die Einreise am Flughafen Atatürk-Istanbul verweigert wurde. Das wird nicht das Letzte sein, was ich von dir sehe, Türkei. Ich hege eine tiefe Zuneigung dir gegenüber, vielen Dank vor allem all den liebenswürdigen, lebhaften Menschen, die ich hier getroffen habe. Pass auf dich auf, Istanbul“. Bislang haben weder das Innen- noch das Außenministerium der Türkei in der Angelegenheit eine Erklärung abgegeben.

Weiterer Erfolg der deutschen Polizei
Berlin: PKK-Schutzgelderpresser Cem A. verhaftet

Berlin (nex) Nachdem im November letzten Jahres der 38-jährige PKK-Gebietsleiter Hamburgs und im Februar der hochrangige PKK-Anführer Muhsin K mit dem Codenamen „Delil“ in Stuttgart festgenommen wurden, ist der deutschen Polizei heute ein weiterer Schlag gegen das Terrornetzwerk PKK gelungen. Der 36-jährige Cem A. wurde am Dienstagmorgen in seiner Wohnung in Berlin-Friedrichshain verhaftet. Wie mehrere Medien unter Berufung auf Polizeimitteilungen berichten, stehe A. unter dringendem Verdacht, von türkischstämmigen Gewerbetreibenden durch Androhung von Gewalt für die Terrororganisation PKK Schutzgeld erpresst zu haben.
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Schon einen Tag zuvor hatten Fahnder in Bremen einen weiteren PKK-Aktivisten verhaftet. Bei dem mutmaßlichen Terroristen soll es sich um den 52-jährigen Ali D. handeln. Dieser wird verdächtigt, Gebietsverantwortlicher der PKK in Bremen zu sein. Laut Polizei soll er diese Funktion zuvor in Berlin ausgeübt haben.

Kirche gegen AfD
Kardinal Woelki gegen AfDs Anti-Islam-Politik

Köln (nex) – Der Kardinal von Köln, Rainer Maria Woelki, hat den jüngst bekannt gewordenen Plänen der Alternative für Deutschland (AfD), sich ein „islamkritisches“ Programm zu geben, in einer Videobotschaft eine klare Absage erteilt. „Eine ganze Religion, ja, eine der großen Weltreligionen wird hier in gehässiger Absicht an den Pranger gestellt“, bemerkte Woelki mit Blick auf den unter anderem von den Vizeparteichefs Beatrix von Storch und Alexander Gauland forcierten Versuch, Meme aus dem Bereich des antimuslimischen Rassismus wie von wegen „der Islam“ wäre eine „Ideologie“, die „nicht mit dem Grundgesetz vereinbar“ wäre, in das offizielle Programm einer politischen Partei zu reklamieren. Woelki wirft angesichts der offenkundigen Absicht der AfD, ein Sonderrecht für Muslime zu schaffen mit dem Ziel, diese gezielt zu schikanieren und in ihrer Religionsausübung zu behindern, die Frage auf, ob es nicht vielmehr diese politischen Ziele der AfD wären, die gegen das Grundgesetz verstoßen würden. „Wer Muslime, so wie die AfD-Parteispitze, verunglimpft, der sollte sich klar machen, dass Gebetshäuser und Moscheen hier genauso durch das Grundgesetz geschützt sind wie unsere Kirchen und Kapellen“, erklärte Woelki in seinem jüngst über domradio.de verbreiteten Statement. Ein Blick ins Grundgesetz hätte gereicht, so Woelki, um festzustellen, dass in Deutschland Religionsfreiheit gelte. So dürfe niemand, weder Christen noch Muslime, aufgrund seines Glaubens diskriminiert oder verfolgt werden. „Nie wieder dürfen bei uns Menschen aufgrund ihrer Rasse, Herkunft oder Religion ausgegrenzt und verfolgt werden“, machte der Kardinal deutlich und zog den Schluss:  „Nein, solche Alternativen für Deutschland brauchen wir nicht!“ Die Botschaft Rainer Maria Woelkis folgt dem seit mehreren Jahrzehnten auch vom Vatikan verfochtenen Kurs, eine Solidarität unter den Gläubigen der Weltreligionen aufzubauen, um die religiösen Rechte aller gegen deren Infragestellung durch säkularistische Ideologien zu verteidigen. Von Europa ausgehend hatten vor allem politische Ideologien wie Kommunismus, Nationalsozialismus oder auch ein radikaler Säkularismus aktiv versucht, die Ausübung von Religion und die Weitergabe religiöser Überlieferungen zurückzudrängen und zu unterminieren, um auf diese Weise Konkurrenz zur jeweiligen verbindlichen Staatsideologie auszuschalten. In Parteien der AfD engagieren sich jedoch zahlreiche Christen, die glauben, die Zurückdrängung der religiösen Konkurrenz in Form des Islam durch den Staat würde ihnen am Ende größeren Spielraum ermöglichen, um das in Europa immer stärker an Bedeutung verlierende Christentum wiederzubeleben. Auf den Rückhalt Kardinal Woelkis können sie dabei offenbar nicht zählen.

London
Einseitige Türkei-Darstellung: Britische Medienaufsicht ermittelt gegen russische RT

Untersuchung gegen russischen Sender RT in Großbritannien wegen einseitiger Türkei-Kritik eingeleitet London (nex) – Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom untersucht zurzeit, ob ein Verstoß des staatseigenen russischen Multichannel-Netzwerks RT gegen die Rundfunkregeln vorliege, weil es die türkische Regierung kritisiert habe, ohne einer Gegendarstellung Raum zu bieten. Die Behörde teilte mit, dass eine Beschwerde über die am 5. und 23. März ausgestrahlten Ausgaben der eigens für das britische Publikum entwickelten „Going Underground“-Show des englischsprachigen Senders eingegangen sei. In den besagten Ausgaben wurde die Politik der türkischen Regierung und ihr Umgang mit der kurdischen Bevölkerung kritisiert. In einer Sequenz der Sendung vom 5. März ist ein Gast zu sehen, der behauptet, dass die Türkei „einen genoiziden Krieg“ gegen die kurdische Bevölkerung führe. Dabei wird einer gegenteiligen Meinung kein Raum geboten. Die in Großbritannien geltenden Regeln für Rundfunkanstalten sehen vor, dass Sender mit Sitz in Großbritannien – wie eben RT – verpflichtet sind, in ihren Nachrichtensendungen die „Unparteilichkeit“ zu wahren. Ein Ofcom-Sprecher erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu: „Wir untersuchen zurzeit, ob während der Diskussion in der Sendung über die Politik und Handlungen der türkischen Regierung gegen unseren Grundsatz der Unparteilichkeit verstoßen wurde.“ RT hat in der Vergangenheit bereits 14 Mal Regeln der Ofcom verletzt. Die letzten vier Male fanden im September 2015 statt, in deren Folge RT in der Sendezeit eine schriftliche Erklärung der Medienaufsichtsbehörde verlesen musste. Das Netzwerk, das sich früher Russia Today nannte, wurde von der russischen Regierung gegründet und ging 2005 an den Start.

"Lokomotive für großartige Führung und Humanität"
Erdogan-Hetze trägt Früchte: Zahl der Anhänger nimmt weltweit zu

Führerschaft des türkischen Präsidenten wird in Südafrika gelobt Kapstadt (nex) – Gemeindevertreter aus Ägypten, Marokko, dem Irak, Palästina und Somalia sind sich einig, dass Erdogan ein ‚Rollenmodell‘ für die muslimische Welt darstellt. Gemeindevertreter aus Ägypten, Marokko, dem Irak, Palästina und Somalia haben während einer Veranstaltung im südafrikanischen Kapstadt die Führung des türkischen Präsidenten gelobt und als eine Quelle der Inspiration für die muslimische Welt bezeichnet. Mehrere Teilnehmer des Events schwenkten Türkeiflaggen und hielten Poster von Recep Tayyip Erdogan hoch. Der Vertreter der palästinensischen Gemeinde, Basel Bagria, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu: „Nun, warum danken wir Erdogan? Deshalb, weil er ein Rollenmodell für Führerschaft darstellt, wonach alle muslimischen Länder streben. Die Türkei ist zu einem Zentrum für alle Muslime der Welt geworden.“
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„Der Westen beklagt sich über die syrischen Flüchtlinge, die Türkei aber hat ein System geschaffen, das allen Syrern Würde gibt und Weiterentwicklung ermöglicht.“ Nach den Worten des somalischen Gemeindevertreters Abdullah Ali Hassan hat Erdogan mit seinem Somaliabesuch im Jahr 2011 das Land der Welt geöffnet. „All die mächtigen Staaten zögerten zu helfen. Sie redeten nur“, erklärt Hassan auf der Veranstaltung. „Erdogan hat die negative Wahrnehmung Somalias geändert und lässt jetzt die größte diplomatische Basis in Mogadischu errichten.“ Somalia entwickle sich kontinuierlich in Richtung Stabilität. Noch in diesem Jahr würden Wahlen stattfinden, ergänzte er. Hassan fügte hinzu, dass die Schlüsselfrage nun sei: „Wie viele Erdogans braucht die Welt noch?“ Der marokkanische Wissenschaftler Mustapha Saidi sagte, dass Erdogan die „Lokomotive“ für großartige Führung und Humanität sei.
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„Die Türkei führt die muslimische Welt an, selbst muslimische Minderheiten auf der ganzen Welt kommen in den Genuss von Erdogans Projekten“, sagt Saidi.” Der Vertreter der irakischen Gemeinde, Omar Saidi’ul Naimi betonte: „Ich bin stolz auf Erdogan als ein Führer – was ich leider nicht über die Machthaber meines eigenen Landes behaupten kann.Sehen Sie doch nur, wie die Türkei sich entwickelt.“ Die Veranstaltung wurde vom Vertreter der ägyptischen Community, Aadil Abdullah geleitet, der auch darauf hinwies, wie der türkische Präsident an die Macht kam und wie er die Türkei durch seine „Werte und Tugenden“ im Erfolg einte.
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Neo-Rassismus
Islamfeindlichkeit in Europa: Muslimische Politiker ohne Chancen

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Brüssel (nex) – Das Wiederaufblühen von Rassismus und Intoleranz in Europa richtet sich nun auch gegen muslimische Politiker, die von europäischen Parteien auf Wahllisten gesetzt worden waren, um Stimmen aus der Einwanderercommunity anzuziehen. Einige von ihnen wurden nach Hetzkampagnen und auf der Basis haltloser Anschuldigungen zum Rückzug gedrängt, andere haben sich dem Druck nicht gebeugt. Schwerpunkte der Kampagnen sind Belgien und die Niederlande, aber auch in Schweden, Deutschland und Großbritannien hat es jüngst Vorfälle dieser Art gegeben. Aufhänger für Kampagnen gegen muslimische Politiker sind unter anderem vermeintliche Kontakte zu angeblich oder tatsächlich von Extremisten beeinflussten Nichtregierungsorganisationen oder unbequeme Standpunkte in Fragen wie etwa dem so genannten „Armenischen Genozid“. In Großbritannien beschuldigte etwa der konservative Kandidat für das Amt des Bürgermeisters, Zac Goldsmith, seinen Gegner Sadiq Khan, dieser unterhalte Verbindungen zu Radikalen. In Schweden räumte vor einer Woche der den Grünen angehörige Wohnbauminister Mehmet Kaplan sein Amt, nachdem ihm im Rahmen einer heftigen Medienkampagne angebliche Kontakte zu Anhängern der Terrormiliz IS (Daesh) und eine Nähe zu den „Grauen Wölfen“ nachgesagt worden war. „Ich habe keinen Einfluss darauf, wer zu Veranstaltungen kommt oder nicht“, hatte Kaplan bezüglich wiederholter Vorwürfe wegen der Teilnahme an Treffen erklärt, an denen auch Extremisten teilgenommen haben sollen. Alle betreffenden Organisationen, bei denen er zu Gast war, seien in Schweden legal. „Man hat versucht, mich als Rassisten und radikalen Islamisten darzustellen, obwohl meine Partei und ich immer gegen Rassismus, Islamophobie, Antisemitismus und jede Art von Extremismus eingetreten sind“, erklärte Kaplan. Der Rücktritt fiel in eine Phase von Spannungen innerhalb des rot-grünen Minderheitenkabinetts unter Premierminister Stefan Lofven in Schweden. Auch das Grünen-Mitglied Yasri Shamsudin Khan, gleichzeitig Generalsekretär der „Schwedischen Muslime für Frieden und Gerechtigkeit“, hat die Partei verlassen, nachdem innerhalb der eigenen Reihen eine Kampagne gegen ihn geführt wurde. Grund dafür war, dass er einer schwedischen Journalistin nicht die Hand geschüttelt, sondern diese stattdessen mit Hand auf der Brust und Verbeugung begrüßt hatte. Auch Yasin Ipek, ein Stadtrat in Sigtuna, wurde zum Rückzug gedrängt, nachdem er an einer Iftar-Veranstaltung einer NGO teilgenommen hatte, die den Grauen Wölfen nahe stehen soll. „Eine PKK-Sympathisantenmafia aus türken- und islamfeindlichen Journalisten in den schwedischen Medien führt eine unglaubliche Kampagne, um junge türkische und muslimische Politiker aus ihren Ämtern zu vertreiben“, erklärte Ipek. Die parteilose Hamburgische Bürgerschaftsabgeordnete Nebahat Güclü, die aus einem ähnlichen Grund zum Austritt aus der Partei Bündnis 90/Die Grünen gedrängt worden war, sagte, dass die Führungen der politischen Parteien Politiker aus Einwanderercommunitys zwar als Stimmenmagnete akzeptieren, aber sie von der Entscheidungsfindung ausschließen wollten.

Bundesligatourismus
Über 300 Millionen Euro Tourismuseinnahmen durch die Bundesliga

Dortmund (nex) – In dieser Bundesligasaison kämpfen wieder 18 Teams um Punkte, Platzierungen und den Meistertitel. Etwa 13 Millionen Zuschauer werden die Spiele insgesamt verfolgen. Davon werden 1.377.000 Fans ihre Mannschaft auch auswärts unterstützen, was verschiedenen lokalen Unternehmen riesige Einnahmen bescheren wird. Dies berichtet GOEURO Für die gesamte Tourismusindustrie bedeutet die aktuelle Bundesligasaison Einnahmen in Höhe von 301.710.000 €. Diese Zahl bedeutet Platz 2 in Europa – hinter der englischen Premier League – und das obwohl in der Bundesliga, anders als in den anderen europäischen Topligen, nur 18 anstatt 20 Mannschaften antreten und es dementsprechend weniger Spiele gibt. Den größten Gewinn wird Dortmund mit 28.000.000 € erzielen. Ingolstadt kann dagegen nur etwa 5.000.000 € Einnahmen erwarten. Besonders ausdauernd müssen die Fans von Hertha BSC Berlin sein, die bei Auswärtspielen am Ende der Saison über 17.000 Kilometer Reiseweg hinter sich bringen. Die Frankfurter und Darmstädter Fans legen dagegen weniger als 10.000 Kilometer zurück. Die Studie bezieht sich auf die Einnahmen durch landesweiten und lokalen Transport, Übernachtungen sowie Essen und Getränke. Die Ticketpreise für die Spiele wurden nicht mit einbezogen. Die Zahlen stammen aus Daten von Deutschland Tourismus und UNWTO, Ergebnisse von Public Catering über die Saison 2014/15 der 1. und 2. Bundesliga, Preise des lokalen Nahverkehrs sowie GoEuros eigener Übernachtungs-, Bier-, und städtischer Verkehrspreisindex. Für die Transportbranche wurden Durchschnittspreise aus der Datenbank von GoEuro verwendet.

Gesundheitsschutz aus der Muttermilch
Ernährung mit Muttermilch fördert die Gehirnentwicklung

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Baar/Berlin (ots) – Liebe und eine optimale Ernährung sind für das Gedeihen von Babys besonders wichtig. Die Ernährung mit Muttermilch verbindet für gesunde Säuglinge beides: engen Kontakt zur Mutter und eine an den individuellen Bedarf des Kindes angepasste Versorgung mit Nähr- und Schutzstoffen. Auch für zu früh Geborene leisten Muttermilch und möglichst früher Hautkontakt mit den Eltern einen entscheidenden Beitrag. Auf dem von Medela zum elften Mal organisierten Still- und Laktationssymposium in Berlin diskutierten neun Wissenschaftler aus fünf Ländern mit über 400 Teilnehmern aus 41 Ländern die neuesten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zur Bedeutung der Muttermilch und die Umsetzung der Erkenntnisse in die klinische Praxis. Für Associate Professor Donna Geddes, University of Western Australia, Perth, spielen schon Schwangerschaft und die ersten Lebensjahre eine zentrale Rolle, um nicht übertragbaren, chronischen Erkrankungen im späteren Leben vorzubeugen. Vor allem Muttermilch mit ihrem genau auf den Bedarf des Säuglings zugeschnittenen Gehalt an Nährstoffen und einer einzigartigen Vielfalt an bioaktiven Inhaltsstoffen verringert das Risiko für Übergewicht im späteren Leben. Gestillte Kinder erkranken seltener an einem Metabolischen Syndrom, das seinerseits als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus gilt. In den ersten fünf Lebensjahren finden im Gehirn bedeutende Entwicklungen statt. Dazu gehört die für die Nachrichtenübermittlung wichtige Vernetzung, bei der vor allem die myelinisierte weiße Substanz eine Rolle spielt. Associate Professor Sean Deoni, Brown University, Providence/USA, fand heraus, dass sich bei ausschließlich gestillten Kindern eine verstärkte Entwicklung der myelinisierten weißen Hirnsubstanz zeigte. Zudem waren die visuellen Fähigkeiten, die sprachliche Ausdrucksfähigkeit und das Sprachverständnis der gestillten Kinder besser. Diese Ergebnisse unterstützen die Erkenntnis, dass die Ernährung mit Muttermilch die Gehirnentwicklung fördert. Die in Deutschland lehrenden Ärzte und Professoren Matthias Keller, Susanne Herber-Jonat und Thomas Kühn wie auch Josef Neu aus Florida betonten eindringlich den Wert der möglichst frühen Gabe von Muttermilch an zu früh Geborene auf der Intensivstation. Muttermilch bietet Schutz vor der nekrotisierenden Enterokolitis (NEC) und ist in vieler Hinsicht prägend für eine gute Langzeitentwicklung.