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Ex-Pentagon-Sprecher Gordon: Fethullah Gülen destabilisiert die Türkei von den USA aus

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New York (nex) – Der ehemalige Pentagon-Sprecher und pensionierte US-Marine-Kommandant, Jeffrey D. Gordon, sagte in einem Gespräch mit dem US-Sender Fox News Channel, dass Fethullah Gülen die Türkei von den USA aus destabilisiere. Gordon sagte am Donnerstag, dass die USA Fethullah Gülen, den Führer der Gülen-Bewegung, ausweisen sollten. Die Türkei bezeichnet diese Bewegung als eine Schattenorganisation und beschuldigt sie der Errichtung von Parallelgesellschaften in verschiedenen Ländern. „Die Türkei wird gerade von den USA aus destabilisiert und zwar von Fethullah Gülen. Er besitzt das größte Charterschulennetzwerk (charter school=öffentliche, von privaten Unternehmen geleitete Schule) in den USA. Die Türkei hat einen Haftbefehl gegen ihn ausgestellt, nachdem er versucht hat, die Regierung zu stürzen und diese durch eine Theokratie wie im Iran zu ersetzen. Die USA sollten ihn ausweisen, wir brauchen ihn hier nicht“, so Gordon. In der Türkei wird dem Prediger vorgeworfen, an der Spitze einer Terrororganisation zu stehen, die innerhalb des türkischen Staatsapparates eine Parallelstruktur gebildet haben soll mit dem Ziel, einen institutionellen Staatsstreich gegen die gewählte Regierung zu verüben. In diesem Zusammenhang soll die „Fethullistische Terrororganisation“ (FETÖ) unter anderem gesetzwidrige Lauschangriffe durchgeführt und Militärspionage begangen haben. Türkische Gerichte hatten im Vorfeld grünes Licht für die Erwirkung eines Auslieferungsantrags auf dem Wege der Interpol gegeben. Insgesamt vier Verfahrensakten, zwei aus Istanbul, eine aus Izmir und eine aus Bursa, die mit strafrechtlich relevanten Tatvorwürfen gegen mutmaßliche Angehörige der FETÖ in Verbindung stehen, wurden im Ersuchen zusammengefasst, das vonseiten des türkischen Justizministeriums nun an Interpol weitergeleitet werden soll. Auf der Basis des bilateralen Auslieferungsabkommens zwischen den USA und der Türkei soll eine Auslieferung des krimineller Machenschaften beschuldigten Predigers begehrt werden. Der langjährige Polizeikommissar und hochrangige Beamte im polizeilichen Nachrichtendienst der Türkei, Hanefi Avci, hatte das Gülen-Netzwerk im Staatsapparat als die größte Gefahr für die innere Sicherheit im Land bezeichnet. Der „Parallelstaat“, den die sogenannte „Hizmet-Bewegung” im Wege einer jahrelangen, strategisch durchgeplanten Aktion im Inneren von Justiz und Verwaltung errichtet habe, sei noch schwerer zu bekämpfen als bekannte terroristische Vereinigungen wie PKK, TIKKO oder DHKP/C. Avci machte deutlich, dass zur Bekämpfung des Gülen-Netzwerkes völlig andere Maßnahmen und Schritte erforderlich seien als beim Vorgehen gegen die PKK und andere terroristische Vereinigungen, die außerhalb des Staatsapparates in der Illegalität agierten und deren Strategien bekannt seien. Die Parallelstruktur habe hingegen zum Ende hin in allen wichtigen Institutionen des Staates ihre Schläfer gehabt und Teile des Apparates sogar vollständig kontrolliert. Auch wenn die Regierung sich des Problems mittlerweile bewusst sei und durch umfassende Umstrukturierungen, Vorruhestände und Entlassungen einiges von der Macht des Gülen-Netzwerkes gebrochen habe, befänden sich heute noch Elemente innerhalb der Bürokratie, deren Loyalität im Zweifel nicht dem türkischen Staat gelte. Darauf deute unter anderem die Tatsache hin, dass es zwei Staatsanwälten, gegen die Haftbefehle erlassen wurden, ebenso rechtzeitig gelungen sei, sich ins Ausland abzusetzen, wie auch anderen Persönlichkeiten, um die sich infolge ihrer Rolle beim Aufbau und der Finanzierung der „Parallelen“ die Schlinge immer enger gezogen habe. Hier habe einiges bezüglich der Koordination zwischen den Strafverfolgungs- und Verwaltungsbehörden nicht gestimmt. Es wird gemutmaßt, dass die Betreffenden Hinweise auf bevorstehende Razzien oder Verhaftungen erhalten hätten. Auch die Rolle eines dubiosen Twitteraccounts mit dem Namen „Fuat Avni“ ist noch nicht geklärt, der sich seit Anfang des Jahres 2014 als eine Art Wahrsager im Zusammenhang mit angeblich geplanten Maßnahmen der türkischen Justiz gegen mutmaßliche Angehörige des Gülen-Netzwerks geriert. Dennoch hätten, so Avcı, die umfangreichen Razzien und Umstrukturierungen der letzten Jahre in Polizei und Justiz der Parallelstruktur viel an Spielraum genommen und dieser ihre Wühlarbeit erschwert. Im letzten Jahr hatte in der Türkei eine umfangreiche Antiterror-Razzia auf mehreren Anwesen der Koza Ipek Holding stattgefunden, eines Mischkonzerns, der, wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, in Verdacht geraten ist, terroristische Aktivitäten im Zusammenhang mit dem „Parallelstaat“ finanziell unterstützt und Propaganda für eine terroristische Organisation betrieben zu haben. Sechs Personen wurden festgenommen, ein Haftbefehl gegen den Vorsitzenden der Gruppe, Akin Ipek, konnte nicht vollstreckt werden, weil dieser sich AA zufolge zwei Tage vor Beginn der Operation mit seinem Privatjet nach London abgesetzt habe. Avci bat trotz der tragischen Vorfälle in den letzten Tagen im Zusammenhang mit dem Terror der PKK nicht in Hoffnungslosigkeit zu verfallen: „Dieser Staat besitzt die Kraft und die Fähigkeit, vieles zu unternehmen. Man sollte niemals auf diese Provokationen eingehen, die Kontrolle verlieren und dagegen maßlos reagieren. Dadurch schadet man lediglich dem gemeinen Volk und dem Staat. Das bewusste Handeln muss unsere Haltung sein. Wer darüber hinaustritt und eigenständig versucht, ins Geschehen einzugreifen, könnte somit selbst Anarchie heraufbeschwören und vielleicht sogar den größten Schaden an der nationalen Sicherheit richten.“
Mehr zum Thema:
USA: Staatsanwälte untersuchen dubiose Geldflüsse des Gülen-Netzwerks
 

Türkisch-Palästinensisches Wirtschaftsforum
Palästinensischer Ex-Wirtschaftsminister Sinokrat: Die Türkei ist unser Vorbild

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Istanbul (nex) – Der ehemalige palästinensische Wirtschaftsminister Mazen Sinokrat betonte bei einer Rede, die er vor dem Türkisch-Palästinensischen Wirtschaftsforum hielt, dass sein Land die Türkei als Vorbild im Gesundheits-, Tourismus- und anderen Bereichen nehme. „Die öffentlichen und privaten Sektoren in Palästina brauchen die strategische wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Türkei“, hob Sinokrat hervor. Die Türkei war einer der ersten Staaten, der Palästina bei seiner Gründung im Jahre 1988 anerkannte. Sie befindet sich unter den nach Palästina exportierenden Ländern nach Israel, Jordanien und Italien an vierter Stelle. „Aber wenn man bedenkt, dass Israel türkische Produkte in der Türkei kauft und sie nach Palästina reexportiert, kann man durchaus sagen, dass wir auf Platz zwei stehen“, so der stellvertretende Vorsitzende der Vereinigung türkischer Exporteure (TIM) Mustafa Cikrikoglu. „Unsere Exporte [nach Palästina], die 2005 bei 9,4 Millionen Dollar lagen, haben sich seitdem verneunfacht und 2015 einen Wert von 82,2 Millionen Dollar erreicht“, so Cikrikcioglu weiter. Er wies auch darauf hin, dass der Außenhandel 83 % des palästinensischen Bruttosozialprodukts ausmache. „Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, die Handelswege freizumachen“, fügte er hinzu. Cikrikoglu merkte an, dass beide Länder bei ihrem bilateralen Handel vor denselben Hindernissen stünden, da Israel zusätzliche Zollsteuern verlange. Ein Freihandelsabkommen zwischen der Türkei und Palästina – das Land wird von mehreren Staaten der Welt anerkannt – wurde 2014 unterzeichnet und trat 2015 in Kraft. Die Veranstaltung wurde vom Türkischen Außenhandelsverband (DEIK) organisiert.

Treffen in Brüssel
EU-Türkei-Gipfel: 72 Anforderungen bis zur türkischen Visafreiheit

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Brüssel (nex) – Die EU und die Türkei haben sich am Freitag auf ein Flüchtlingsabkommen geeinigt, das ein neues Kapitel im Beitrittsprozess des Landes öffnet. Den Kernpunkt des Abkommens bildet die Rückführung der Flüchtlinge in die Türkei, die illegal über Griechenland nach Europa kommen. Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu kam mit allen 28 EU-Staats- und Regierungschefs zusammen, um das Abkommen zu besiegeln, auf das große Hoffnungen gesetzt werden: Es soll die Flüchtlingsströme von Griechenland nach Europa eindämmen. Davutoglu erklärte: „Hauptziel dieses Abkommens ist den Tod von Kindern, Frauen, Jugendlichen und alten Menschen im Ägäischen Meer sowie in seiner Umgebung zu verhindern, auf diese Weise Schleppern den Boden zu entziehen und die legale Einwanderung zu ermöglichen.“ Des Weiteren hat Ankara die Einführung des visumfreien Reisens für ihre Bürger bis Ende Juni, die Beschleunigung der Beitrittsverhandlungen und weitere drei Milliarden Euro für die Belange der syrischen Flüchtlinge in der Türkei gefordert. „Der wichtigste Aspekt ist die Visumfreiheit“, betonte Davutoglu. „Wir hoffen, dass dies bis Ende Juni realisiert wird.“ Die Türkei muss in der Visumfrage 72 Anforderungen, unter anderem Migrationssteuerung, Gewährleistung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit, erfüllen. Die Türkei habe bereits 37 Punkte des Anforderungskatalogs verwirklicht. „Wir werden alle Anforderungen erfüllen und hoffen, dass die EU ihrerseits ihren Part erledigen wird“, merkte Davutoglu an. In dem Abkommen hat die EU der schnelleren Auszahlung der bereits versprochenen drei Milliarden Euro für die Belange der syrischen Flüchtlinge in der Türkei zugestimmt. Weiter wurde vereinbart, dass EU und Türkei innerhalb einer Woche gemeinsam eine Liste konkreter Projekte in diesem Rahmen erstellen werden. Im letzten Jahr haben Hunderttausende Flüchtlinge das Ägäische Meer in Richtung Griechenland überquert. Der türkische Ministerpräsident führte weiter aus, dass die Lebensbedingungen der syrischen Flüchtlinge in der Türkei in vielen Teilen der Welt auf große Anerkennung stießen. Die Türkei habe als eine der ersten Amtshandlungen nach den Parlamentswahlen im November Arbeitserlaubnisse für die in der Türkei lebenden syrischen Flüchtlinge eingeführt: „Jeder EU-Staats- und Regierungschef wird wohl zustimmen, wenn ich sage, dass das eine schwierige Entscheidung war“, gab Davutoglu zu bedenken. „Wir haben Flüchtlingscamps, in denen seit fünf Jahren 300 000 Menschen leben“, so der türkische Ministerpräsident weiter. Diese Camps hätten sich zu Dörfern und Städten, teilweise mit Schulen und Krankenhäusern, entwickelt. Syrische Flüchtlinge lebten Seite an Seite mit Türken zusammen und würden nicht diskriminiert, betonte er. Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi, der nach dem EU-Gipfeltreffen ebenfalls ein Statement in einer Pressekonferenz abgab, bekräftigte erneut die Unterstützung seines Landes für den EU-Beitrittsprozess der Türkei und fügte hinzu: „Die Türkei hat nach von der Europäischen Kommission im letzten Jahr veröffentlichten Zahlen weltweit die meisten syrischen Flüchtlinge aufgenommen und über 7 Milliarden Euro für deren Bedürfnisse ausgegeben.“  

Flug FZ981
Flugzeugabsturz in Südrussland: 62 Tote

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Moskau (nex) – Wie russische Behörden mitteilten, sind beim Absturz eines Passagierflugzeugs aus Dubai alle 62 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Die Maschine von Flydubai stürzte am Samstagmorgen – 03.40 Uhr Ortszeit – beim zweiten Landeanflug auf den Flughafen der Stadt Rostow am Don in Südrussland ab. In der Region herrschte zum Zeitpunkt des Absturzes Unwetter mit Regen und starken Winden. An Bord der Boeing waren 55 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder. Flydubai bestätigte den Absturz. «Das Flugzeug konnte aufgrund schwieriger Bedingungen nicht sofort landen und drehte eine Schleife. Beim zweiten Landeanflug kam es zu dem Absturz», sagte ein Vertreter der Sicherheitsbehörden der russischen Agentur Tass. Wie der regionale Chef des russischen Zivilschutzes, Igor Oder, gegenüber der Agentur Interfax erklärte, sei die Maschine beim Aufprall auf die Landebahn zerbrochen. Wegen des Unwetters seien eine Maschine der russischen Aeroflot und eine Maschine aus Prag zum etwa 250 Kilometer entfernten Flughafen von Krasnodar geflogen. Ein Flugzeug aus der Türkei sei zum Flughafen in Istanbul zurückgekehrt.      
   

Terror in Istanbul
Selbstmordanschlag auf dem Istiklal-Boulevard: Mindestens vier Tote, 20 Verletzte

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Istanbul (nex) – Mindestens vier Tote und 20 Verletzte forderte ein Selbstmordanschlag am Samstagvormittag auf dem bekannten Istiklal-Boulevard nahe dem Taksim-Platz im Herzen von Istanbul. Der Anschlag ereignete sich an der Ecke zur Balo-Straße vor dem Amt des Bezirksbürgermeisters von Beyoglu. Unter den Toten ist auch der Attentäter selbst, erklärte Istanbuls Gouverneur Vasip Sahin in einer Erklärung. Die gesamte Fußgängerzone wurde komplett abgeriegelt, Polizeibeamte und Rettungseinheiten wurden zum Ort des Geschehens beordert. CNN Türk zufolge hatte sich der Täter auf sein Ziel zubewegt, als auf Höhe eines Döner-Restaurants die Bombe detonierte. Die Dogan-Nachrichtenagentur berichtete, dass sechs verletzte Opfer ins Haseki-Krankenhaus eingeliefert wurden, eines davon in kritischem Zustand. Zwei weitere Schwerverletzte wurden in das Sisli-Etfal-Krankenhaus gebracht. Über den Hintergrund des Anschlages ist noch nichts Näheres bekannt. Zuletzt wurden türkische Großstädte vor allem von Terrorakten linksextremistischer oder separatistischer Gruppen wie der „Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front“ (DHKP-C) und der PKK bzw. Anschlägen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) heimgesucht.

Star-Versicherungen
Die Top 10 der teuersten Promi-Versicherungen: Kim Kardashians Po für 19 Mio. Euro

Berlin (ots) – Ob XXL-Beine oder sexy Po: Fast alles kann man versichern. Das Versicherungsportal versicherungsriese.de hat die Top 10 der teuersten Star-Körper gefunden. Ob Mariah Carey oder Cristiano Ronaldo: Superstars sind weltweit bekannte Marken. Kein Wunder, dass die Größen aus Sport und Show-Business ihre Markenzeichen bestens versichern. Das Versicherungsportal knip.de hat in einer Top 10 die teuersten Star-Versicherungen untersucht – mit erstaunlichen Ergebnissen. Auf Platz 1: Pop-Star Mariah Carey. Ihre Beine sind für rund 730 Millionen Euro versichert! Auf Platz 2 liegt Fußballstar Cristiano Ronaldo, dessen Beine es auf rund 140 Millionen Euro bringen. Würde er sich eine schwere Verletzung zuziehen, so könnte er diese Versicherungssumme kassieren. Wie kommt man auf einen so hohen Versicherungswert? Marcus Ruske, Experte des Verbraucherportals knip.de: „Je wichtiger ein Körperteil, desto höher die Summe. Sänger und Sportler brauchen ihre Beine für Auftritte und Werbespots, daher sind diese hoch versichert.“ Platz 3 belegt Sängerin Janet Jackson. Der Wert ihrer Po-Versicherung stieg nach einem Sturz auf 45 Millionen Euro. Die Beine von Sängerin Taylor Swift sind mit 36 Millionen Euro versichert und damit auf Platz 4. Das Lächeln von Schauspielerin Julia Roberts liegt auf Platz 5: Nimmt das bekannte Lächeln der Pretty Woman ernsthaft Schaden, dann werden Experten zufolge 21 Millionen Euro fällig. Marcus Ruske vom Versicherungsportal knip.de: „Deutsche Stars sind selten so teuer. So sind die Beine von Top-Model Heidi Klum mit rund 2,5 Millionen vergleichsweise günstig taxiert.“ Für normale Arbeitnehmer gilt: Wer in einem Unternehmen angestellt ist, muss keine einzelnen Körperteile versichern. Experten raten dann jedoch zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Top 10 der teuersten Promi-Versicherungen: Platz 1: Mariah Carey, Beine für 750 Mio. Euro Platz 2: Cristiano Ronaldo, Beine für 140 Mio. Euro Platz 3: Janet Jackson, Po für 45 Mio. Euro Platz 4: Taylor Swift, Beine für 36 Mio. Euro Platz 5: Julia Roberts, Lächeln für 21 Mio. Euro Platz 6: Jennifer Lopez, Po für 20 Mio. Euro Platz 7: Kim Kardashian, Po für 19 Mio. Euro Platz 8: Daniel Craig, Körper für 8 Mio. Euro Platz 9: Tom Jones, Brusthaar für 5,5 Mio. Euro Platz 10: Bruce Springsteen, Stimme für 5 Mio. Euro

Ausland
Israel: Palästinensische Kinder erhalten mehrjährige Haftstrafen für Steinwürfe

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Jerusalem (nex) – Sieben palästinensische Kinder wurden wegen Steinewerfens zu Haftstrafen zwischen einem und drei Jahren verurteilt. Ein israelisches Gericht verurteilte vergangenen Donnerstag sieben palästinensische Kinder wegen Steinewerfens zu langen Haftstrafen. Die Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren bekamen Haftstrafen zwischen einem und drei Jahren, weil sie Steine auf israelische Autos geworfen hätten, teilte Addameer, eine Organisation, die sich für die Rechte palästinensischer Inhaftierter einsetzt, in einer Statusmeldung auf Facebook mit. Nach Angaben von Addameer befinden sich mindestens 406 palästinensische Kinder in israelischen Gefängnissen, ein Viertel sind jünger als 16 Jahre. Die Mehrheit der 700 Kinder, die jedes Jahr strafrechtlich verfolgt werden, steht wegen Steinewerfens vor Gericht. Die palästinensische Nachrichtenagentur Maan berichtete, dass die Jugendlichen schon im Juni 2015 verhaftet worden seien.

Berlin
Bundespolizei zerschlägt rumänische Kabeldiebesbande

Potsdam (ots) – Bundespolizisten haben in den Morgenstunden des 17. März 2016 in Berlin und Brandenburg mehrere Wohn- und Geschäftsräume durchsucht und dabei eine Metalldiebesbande zerschlagen. Insgesamt wurden durch die Ermittler sieben Haftbefehle vollstreckt. Durch ihre Beutezüge hatten die mutmaßlichen Kriminellen einen Schaden von ca. 1.000.000 Euro am Eigentum der Deutschen Bahn verursacht.
(Foto: Bundespolizei)
(Foto: Bundespolizei)
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt die Bundespolizei seit November 2015 gegen die Berliner Gruppierung. Die Männer im Alter zwischen 20 und 35 Jahren hatten sich auf den Diebstahl kupferhaltiger Rückleiterkabel an Bahntrassen spezialisiert und erzielten ihren Gewinn durch den Verkauf des Metalls. Bei der Tatbegehung agierten sie arbeitsteilig und konspirativ. Das Amtsgericht Tiergarten stellte daher neben fünf Durchsuchungsbeschlüssen für Privatwohnungen auch zwei Beschlüsse für Berliner Altmetallhändler aus. Bei den Verhafteten handelt es sich um rumänische Tatverdächtige. Gegen weitere mutmaßliche Täter wird ermittelt. Insgesamt richteten sich die international geführten Ermittlungen gegen bis zu 17 Personen. Im Rahmen der Durchsuchungsmaßnahmen stellten die Beamten in den durchsuchten Objekten neben Einbruchswerkzeug auch umfangreiches Beweismaterial, darunter Mobiltelefone, Datenträger, Kfz-Unterlagen, Kontoauszüge und Quittungen sowie Unterlagen aus der Buchhaltung sicher. An dem Schlag gegen die Bande waren über 200 Beamte der Bundespolizei beteiligt. Auch ein Polizeihubschrauber kam hierbei zum Einsatz. Der Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Dr. Dieter Romann sagt hierzu: „Ich danke der ermittlungsführenden Dienststelle sowie der Generalstaatsanwaltschaft Berlin für diesen wichtigen Erfolg. Darüber hinaus bedanke ich mich in diesem Zusammenhang aber auch ganz ausdrücklich bei den rumänischen Sicherheitsbehörden für die hervorragende Zusammenarbeit.“

Freispruch im Porsche-Prozess
Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking muss nicht in den Knast

Stuttgart (ots) – Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking muss nicht in den Knast – er wurde vielmehr auf ganzer Linie rehabilitiert. Für die Staatsanwaltschaft, die sowohl Wiedeking als auch seinen einstigen Finanzchef Holger Härter ins Gefängnis schicken wollte, ein herber Schlag. Doch nicht einmal ein später Freispruch kann Angeklagte dafür entschädigen, dass sie jahrelang zu Unrecht mit einem Makel leben mussten. Ein derart langes Verfahren wirkt auch ohne Verurteilung wie eine Strafe. Doch auch in der Staatsanwaltschaft arbeiten Menschen. Bei manch einem bricht sich allerdings wohl auch der Ehrgeiz Bahn, einen prominenten Angeklagten zur Strecke zu bringen. Bei einem Strafverfahren geht es aber um die Wahrheit. Diese ist im Wiedeking-Prozess vom Gericht hoffentlich gefunden worden, auch wenn der Jagdeifer der Staatsanwälte dazu wenig beigetragen hat.

Israel
Palästina: Türkisches NGO-Ärzteteam soll Verletzte behandeln

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Gaza (nex) –  Ärzte weltweit, eine türkische medizinische Nichtregierungsorganisation, wird im Gazastreifen eine Reihe von Operationen durchführen. Die Organisation möchte Palästinenser behandeln, die bei einem kürzlich stattgefundenen israelischen Angriff auf den Küstenstreifen verletzt wurden. Dr. Hava Sula, Mitglied des Ärzte weltweit, gab an, dass ein fünfköpfiges Team der türkischen Hilfsorganisation vergangenen Samstag in Gaza angekommen sei. „Das Team wird 20 Operationen in Gaza durchführen“, sagte Sula der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag. Die NGO habe vor einem Jahr bei israelischen Behörden die Genehmigung für die Durchführung von Operationen in Gaza eingeholt.
Heute sind wir in Gaza, um die Wunden unserer Geschwister zu heilen”, so Sula weiter. 
Die türkische Ärztin wies darauf hin, dass der Gazastreifen wegen der Blockade an einer Verknappung der medizinischen Ausrüstung leide.
Viele Menschen, die während des israelischen Krieges verletzt wurden, waren wegen der gesperrten Grenzübergänge nicht in der Lage, auszureisen“, erklärte sie.
Israel startete Anfang Juli 2014 einen 51 Tage dauernden Krieg im Gazastreifen mit dem Ziel, die Fähigkeit palästinensischer Gruppierungen, Israel mit Raketen anzugreifen, einzudämmen.Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden bei den israelischen Angriffen mindestens 2.322 Menschen getötet und etwa 11.000 verletzt.