Fußballrowdies
Fußball: Dynamo-Anhänger attackieren Rostock-Fans im Zug

Dresden (ots) – Am Samstagabend kam es im Zug RE 16528 von Dresden nach Leipzig verkehrend, im Bereich der Ortslage Coswig zu einer körperlichen Auseinandersetzung von Fußballanhängern der Vereine Dynamo Dresden und Hansa Rostock. Die Bundespolizei wurde durch einen Zeugen telefonisch darüber informiert, dass sich ca. 60 Personen im Zug schlagen würden. Die Situation war so eskaliert, dass der Zug nicht weiterfahren konnte. Daraufhin verlegten starke Bundespolizeikräfte der Abteilung Blumberg zum Bahnhof Coswig und unterstützten die örtlich zuständigen Bundespolizisten aus Dresden. Vor Ort wurde durch die Beamten festgestellt, dass eine sechsköpfige Gruppe Rostock Fans von einer 15 Personen umfassenden Gruppe Dynamoanhänger attackiert worden war. Es gab eine verletzte Person, die sich nicht in ärztliche Behandlung begeben wollte. Von allen Personen wurde die Identität ermittelt und die Bilder der Zugüberwachungskamera gesichert. Ein abschließendes polizeiliches Ergebnis ist noch nicht getroffen, da die Ermittlungen noch andauern.

Abgas-Skandal
VW Skandal Sensation: Gericht verurteilt Händler wegen schwerwiegender Mängel – Schadensersatz möglich

Lahr (ots) – Es ist eine juristische Bombe detoniert, die wegweisenden Charakter auch für deutsche Geschädigte hat: ein Gericht hat in Österreich festgestellt, dass ein Händler für die Manipulation durch VW im Abgasskandal einstehen muss und er die Verantwortung nicht auf den Hersteller abschieben kann. Das Gericht hat die Mängel als schwerwiegend eingestuft. Nach einem Bericht der Kronenzeitung bedeutet dies, dass Schadensersatz zu leisten ist. Die Folge soll laut der Rechtsanwälte, die das Klageverfahren führen, sein, dass Ansprüche auf Schadensersatz in Österreich eingeklagt werden können. Das Ziel des Verfahrens sei es, dass dem Kläger die entstandenen Schäden ersetzt werden. Die eingebaute Software entspreche nicht der Typisierung und deshalb stimme auch die Nova nicht. Dabei handelt es sich um die Normverbrauchsabgabe, die in Österreich einmal fällig werde bei der Zulassung eines PKW und vom Co2-Wert abhängt. Aufgrund der bestehenden Unsicherheiten, ob die Nachbesserung Nachteile und damit Folgeschäden wie Mehrverbrauch, Minderleistung oder eine Wertminderung mit sich bringt, fordert die Kanzlei deshalb von VW ein Anerkenntnis, dass VW für alle Schäden und Nachteile aufkommt, die entstehen können. Sollte es dazu nicht kommen, kündigt die Rechtsanwaltskanzlei bereits jetzt an, gerichtliche Hilfe gegen VW in Anspruch zu nehmen. Nach Ansicht der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, die mehrere tausend Geschädigte des VW Abgasskandals vertritt, hat das Verfahren in Österreich auch für Geschädigte in Deutschland wegweisenden Charakter. Rechtsanwalt und Fachanwalt Ralph Sauer teilt dazu mit: „Das österreichische Kaufrecht entspricht demjenigen in Deutschland. Inhaltlich wurde das Gewährleistungsrecht in der EU durch eine Richtlinie bereits 2002 vereinheitlicht und auch in Österreich umgesetzt. Österreichische und deutsche Kunden haben daher im Wesentlichen dieselben Rechte. Das Gericht in Österreich hat festgestellt, dass ein schwerwiegender Mangel vorliegt, der die Gewährleistungspflichten des Händlers auslöst. Dies muss auch in Deutschland gelten. Auch deutsche Gerichte werden deshalb nicht umhinkommen, einen schwerwiegenden Mangel anzunehmen und den Geschädigten Recht zu geben. Wir sind hier erst am Anfang.“ Besonders gravierend sind nicht nur mögliche Folgeschäden wie Mehrverbrauch und Minderleistung, sondern vor allem auch ein möglicher Minderwert der Fahrzeuge. Rechtsanwalt Ralph Sauer teilt dazu mit: „Zahlreiche unserer Mandanten berichten, dass sie entweder das Fahrzeug überhaupt nicht oder nur mit einem erheblichen Verlust verkaufen können. So wird von Wertverlusten bis zu 20% berichtet. Auch würden teilweise Mercedes- und BMW-Händler die Fahrzeuge überhaupt nicht in Zahlung nehmen.“ Zuletzt berichtet auch Focus Online über Wertminderungen. Michael Velte, Vorstandsvorsitzender des VMF (Verband der markenunabhängigen Fuhrparkmanagementgesellschaften e.V., sagte zu FOCUS Online: „Ein vom Hersteller durch die Manipulation ausgelöster Wertverlust betroffener Fahrzeuge führt zu einem betriebswirtschaftlichen Schaden bei den Gebrauchtwagenvermarktern. Vor allem sind die bei Vertragsbeginn kalkulierten Restwerte für alle manipulierten Fahrzeuge des Volkswagenkonzerns in der Regel nicht mehr erzielbar. Denn die möglichen Käufer können Risiken und Folgewirkungen der Abgasmanipulation immer noch nicht einschätzen und müssen beim Erwerb solcher Fahrzeuge explizit auf diesen Mangel hingewiesen werden.“ Nach der Rechtsprechung des BGH und des Oberlandesgerichts Jena berechtigt eine Wertminderung von 1% und mehr bereits zum Rücktritt vom Kaufvertrag. Nach den neusten Enthüllungen in den USA und der Verschiebung des Passat Rückrufs dürften die Rechte der VW Geschädigten einfacher durchgesetzt werden können. Das bestätigt jetzt auch das Urteil aus Österreich. Die Medien hatten berichtet, dass sich der Rückruf des VW Passats verschiebe, weil möglicherweise zu hohe Spritverbräuche durch die Nachrüstung entstehen. In den USA soll die Software noch 2015 verbessert worden sein, weil sie angeblich im normalen Fahrbetrieb zu oft in den Prüfstandmodus geschalten habe. Dadurch sei es zu einem hohen Dieselpartikelausstoß mit den entsprechenden negativen Folgen für den Dieselpartikelfilter gekommen. All dies kann negative Auswirkungen auf den Wert der Fahrzeuge haben, was deutsche Gerichte berücksichtigen müssen. Dies ist bisher noch nicht geschehen.

Christliche Werte
Evangelische Kirche: „Jesus identifizierte sich mit Fremden“

Osnabrück (ots) – Bedford-Strohm hält menschenfeindliche Positionen mit einem Amt in der Kirche für unvereinbar. Nach Ansicht der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gibt es deutliche Spannungen zwischen vielen Äußerungen aus der AfD und zentralen Werten des Christentums. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte der EKD-Ratsvorsitzende Bischof Heinrich Bedford-Strohm, wenn in Parteiprogrammen oder von Personen offen menschenfeindliche Positionen vertreten würden, sei dies nicht mit einem Amt in der Kirche vereinbar. Der Schutz Schwacher und Fremder spiele in der Bibel eine zentrale Rolle Zum Bezug von AfD und Pegida-Bewegung auf das christliche Abendland sagte der Bischof: „Man kann sich nicht auf das christliche Abendland berufen, wenn man für die Abschottung Europas gegenüber Menschen auf der Flucht plädiert.“ Jesus Christus habe sich gerade mit den Fremden identifiziert. Der Kulturbegriff „christliches Abendland“ habe daher nur dann einen Wert, „wenn man das Wort christlich auch mit Leben füllt“. Gehe es um Menschenrechte oder um die Menschenwürde, gebe es keine Kompromisse. „Da müssen wir klar sein“, fügte Bedford-Strohm hinzu.  

World Monopoly Day
Frankfurter freuen sich über 750.000 Monopolydollar von Mr. Monopoly

Dreieich (ots) – Anlässlich des gestrigen World Monopoly Day hat Mr. Monopoly in der Frankfurter Innenstadt insgesamt 750.000 Monopolydollar unter die Leute gebracht. Weil er aufgrund der aktuellen Leitzinssenkung auch keine Zinsen mehr auf sein Geld bekommt, gibt die Hauptfigur des weltweit wohl erfolgreichsten und bekanntesten Brettspiels den Bürgern der Finanzmetropole einen aus. Von den verteilten 100 und 500 Monopolydollarscheinen konnten sich die Beschenkten einen Kaffee oder Donut „kaufen“. Am „World Monopoly Day“ feiert Hasbro alljährlich die Geburtsstunde dieses Brettspielklassikers. Mit dem Verkauf der Spielelizenz an Parker Brothers begann am 19. März 1934 der Siegeszug von Monopoly. Der Geburtstag jährt sich dieses Jahr zum 81. Mal und mittlerweile ist das Spiel in 47 Sprachen in 114 Ländern der Erde erhältlich. Würde man die Spielbretter aller bislang verkauften Einheiten aneinander legen, könnte man damit 3,5-mal den Erdball umrunden. „Wir wollen mit einem Augenzwinkern die aktuellen Geschehnisse am europäischen Finanzmarkt aufgreifen“, so Gabriel Ladwein, Brand Manager bei Hasbro Deutschland. „Dazu zählt auch die Diskussion um die Abschaffung des Bargeldes und weil Monopoly schon immer ein Stück weit ein Spiegelbild der Gesellschaft war, kommt im Herbst mit ‚Monopoly Banking Ultra‘ eine neue Version ohne Bargeld und mit variablen Mieten auf den Markt“, so Ladwein weiter.  

Internationaler Tag gegen Rassismus
Menschenrechtsinstitut: Politik und Behörden müssen entschieden gegen Rassismus vorgehen

Berlin (ots) – Anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus am 21. März erklärt das Deutsche Institut für Menschenrechte: „Die Übergriffe und Brandanschläge gegen Flüchtlingsunterkünfte und geflüchtete Menschen haben in den letzten zwei Jahren dramatisch zugenommen. Soweit Täter ermittelt wurden, kamen diese häufig nicht aus dem organisierten Rechtsextremismus. Auch die Einstellungsforschung zeigt seit Jahren, dass Stereotypen und negative Einstellungen gegen Juden, Sinti und Roma, Muslime, Flüchtlinge und Migranten in der deutschen Gesellschaft weit über rechtsextreme Milieus hinaus verbreitet sind. Entschiedenes Handeln gegen Rassismus und für den Schutz der Opfer rassistischer Anfeindungen und Gewalt ist dringend notwendig. Politik und Behörden sollten dabei keinesfalls die Fehler der Vergangenheit fortsetzen und ihre Maßnahmen auf die Bekämpfung des organisierten Rechtsextremismus engführen. Vielmehr muss Rassismus überall in der Gesellschaft in den Blick genommen werden. Polizei und Justiz müssen im Fall rassistischer Gewalt wirksam auf Seiten der Opfer eingreifen und effektiv gegen die Täter vorgehen. Dazu – das hat die Aufarbeitung des Behördenversagens im Fall des NSU gezeigt – müssen auch die Verfahren, Strukturen und Einstellungen in Polizei und Justiz kritisch hinterfragt werden. Der Justizgipfel des Bundes und der Länder am 17. März hat hierfür wichtige Maßnahmen verabredet, etwa die Bildung von Sonderdezernaten, das verstärkte Vorgehen gegen Hasskriminalität im Internet, die Entwicklung aussagekräftiger Statistiken zu Phänomenen der Hasskriminalität und ihrer Strafverfolgung und die Fortbildung der Justiz. Diese Maßnahmen werden jedoch nicht zum Ziel führen, wenn nicht zugleich die Engführung von Rassismus auf organisierten Rechtsextremismus aufgegeben wird.“

Glück
Bestsellerautor Manfred Lütz: „Unser Dorf ist glücklicher, seit wir Flüchtlinge haben“

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Osnabrück (ots) – Wie das Dorf des Bestsellerautors durch Flüchtlinge glücklicher wurde – Das Lesen von Glücksratgebern findet der Autor „schrecklich“ – Eigene Bücher entstehen im Urlaub in Venedig. Manfred Lütz, Psychiater und Bestsellerautor („Wie Sie unvermeidlich glücklich werden“), hält die Ratgeberliteratur zum Thema „Glück“ für absurd: „Bevor ich mein Glücksbuch geschrieben habe, habe ich nicht systematisch Ratgeber gelesen, um nicht unbewusst zu plagiieren. Erst danach habe ich diese Bücher gelesen, und es war wirklich schrecklich“, sagte der 62-Jährige der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Da gibt es zum Beispiel ein ,World Book of Happiness‘: 200 Glücksspezialisten aus allen Ländern der Welt beschreiben da auf jeweils zwei, drei Seiten, was sie für das Glück halten. Das sind 400 anstrengende Seiten, und zu 95 Prozent sind das reine Banalitäten. Zum Beispiel, man sollte mal ausspannen und Freundschaften pflegen.“ Problematisch sei an Glücksratgebern auch, dass diese sich auf die Produktion von Glücksgefühlen fokussierten: „Glück ist kein Ego-Trip. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Unser Dorf hier im Rheinland ist glücklicher, seit wir Flüchtlinge haben, weil viele Menschen, die bislang nur ihre Rente aufgezehrt haben, jetzt Deutschkurse geben oder Flüchtlinge zum Arzt begleiten. Es gibt viel mehr Kommunikation im Dorf, man sieht mehr lächelnde Gesichter. Menschen in Not zu helfen erlebt man als in sich sinnvoll, und das macht glücklich.“ Erfolg ist nach Meinung des Autors nicht notwendig für ein gelingendes Leben, das habe er auch seinen Töchtern mit auf den Weg gegeben: „Wir haben unseren Töchtern Glück gewünscht, aber keinen Erfolg. Man soll die Fähigkeiten, die man mitbekommen hat, fleißig einsetzen, und ob man dann damit Erfolg hat, das hängt von so vielen Zufällen ab. Das ist nicht wirklich wichtig.“ Seine Bücher schreibt Lütz im Urlaub: „Für ein Buch brauche ich so zwischen vier und sechs Wochen. Die letzten Bücher sind in Venedig entstanden. Über Tag fahre ich mit einem Boot durch Venedig, weil ich die Stadt sehr liebe. Wenn mir Ideen kommen, notiere ich sie auf einem Zettel und abends schreibe ich dann.“ Trotz seines Erfolges als Autor ist es für Lütz undenkbar, seinen Beruf als Psychiater und Chefarzt des Alexianer-Krankenhauses in Köln aufzugeben. Nur noch Bücher zu schreiben sei langweilig: „Da hat man dann nichts mehr, worüber man schreiben kann, und dreht sich nur noch um sich selbst. Ich finde es immer noch interessant, im Krankenhaus tätig zu sein. Durch den Kontakt zu den Patienten behält man auch eine gewisse Erdung.

"Bürgerliche und rechtsbürgerliche Kräfte"
Kultur-Autor Christoph Hein: AfD nicht in die Nazi-Ecke stellen

Halle (ots) – Der Schriftsteller Christoph Hein („Der fremde Freund“, „Glückskind mit Vater“) warnt davor, die AfD „in die Nazi-Ecke zu stellen“, meldet die Mitteldeutsche Zeitung. „Ich halte es für falsch, sie in die Nazi-Ecke zu stellen“, sagt der Schriftsteller über die Partei im Gespräch mit der Mitteldeutschen Zeitung. „Wenn wir das lange genug machen, sind die dann tatsächlich dort. Es gibt bürgerliche und rechtsbürgerliche Kräfte in dieser Partei, die sich genau dagegen wehren, aber wenn die Presse, die Bevölkerung und die anderen Parteien sie in diese Nazi-Ecke stellen, dann werden wir erleben, dass sie auf einmal dort landen.Und da könnte es ein böses Erwachen geben, auch für die CDU.“ Über die Situation in Sachsen-Anhalt nach den Landtagswahlen sagt der 71-jährige Autor weiter: „Es gibt ein heftiges Erschrecken im Land, aber es gibt etwas an diesem Wahlergebnis, das ich nicht als schrecklich, sondern sogar als positiv bewerte: Wir wissen etwas genauer, in welchem Land wir leben. Wir hatten nach 1945 das große Problem, dass in Folge der überschweren Schuld der Deutschen etwa zum Thema Antisemitismus oder Fremdenfeindlichkeit in der Bevölkerung geschwiegen wurde. Wer sich irgendwie in diese Richtung bewegte, zumal in Ostdeutschland, war sofort ein Krimineller. Wir können mit Verboten einiges regeln, aber es geht unter der Decke weiter. Wir haben jetzt ein bisschen genauer erfahren, wo wir sind. Die Leute werden das, was sie tatsächlich glauben und meinen, jetzt offener sagen.“ Für Hein, der in Berlin und Havelberg lebt, stehe demnach fest: „Klar sehen, auch auf die politischen Verhältnisse, ist immer ein Gewinn.“ Hein stellte auf der Leipziger Buchmesse seinen neuen Roman „Glückskind mit Vater“ vor. Heute Abend wird in Magdeburg die von dem US-Amerikaner Sidney Corbett komponierte Oper „Die Andere“ uraufgeführt, zu der Hein das Libretto schrieb.  

EU-Türkei-Gipfel
Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter kritisiert europäisch-türkisches Flüchtlingsabkommen

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Düsseldorf (ots) – Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat das europäisch-türkische Flüchtlingsabkommen scharf kritisiert. „Angela Merkel hat eine europäische Lösung erreicht – aber damit ihre eigene humanitäre Haltung aufgegeben“, sagte Hofreiter der in „Rheinischen Post“. „Denn der Deal mit der Türkei geht zu Lasten der Flüchtlinge“, sagte der Grünen-Politiker. „Es mag eine individuelle Scheinprüfung geben, in der Realität werden nun die Flüchtlinge, die es nach Europa schaffen, wieder in die Türkei zurückverfrachtet. Sie werden vom Individuum, das nach Schutz sucht, zur reinen Verschiebemasse herabgewürdigt“, sagte Hofreiter. Europa versäume mit diesem Deal, selbst Verantwortung für eine seiner wichtigsten Nachbarschaftsregionen zu übernehmen. „Die Verantwortung wird abgegeben an eine immer autokratischer agierende Türkei. Über die Probleme der Türkei wird hinweggeschaut, um das Land als sicher einstufen zu können. Das wird sich für die Zukunft rächen.“

Zu Ferienbeginn erhöhtes Passagieraufkommen
Verdi: Zu wenig Fluggastkontrolleure in Köln/Bonn

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Düsseldorf (ots) – Die Gewerkschaft Verdi hat dem Essener Sicherheitsunternehmen Kötter zu Beginn der Osterferien in NRW erneut vorgeworfen, zu wenig Fluggastkontrolleure am Flughafen Köln/Bonn einzusetzen. Der zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretär Özay Tarim sagte der „Rheinischen Post“: „Es kann nicht sein, dass die Sicherheit darunter leidet, dass zu wenig Personal vorhanden ist und die eingesetzten Mitarbeiter unkonzentriert werden, weil sie nicht genügend Pausen bekommen.“ Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi fehlten am Donnerstagmorgen 68 Kräfte, am Freitagmorgen 60. Kötter übernimmt im Auftrag der Bundespolizei die Kontrollen der Passagiere in Köln/Bonn. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen einräumen müssen, nicht die von der Bundespolizei geforderte Anzahl an Luftsicherheitsassistenten bereitstellen zu können, aber nach zwei Spitzentreffen versprochen, mehr Personal einzustellen. Das Unternehmen äußerte sich auf Anfrage der „Rheinischen Post“ nicht zu den Zahlen, erklärte allerdings: „Um dem zu Ferienbeginn üblicherweise deutlich erhöhten Passagieraufkommen gerecht zu werden, hat unser Unternehmen eine Reihe von innerbetrieblichen und organisatorischen Maßnahmen am Flughafen Köln-Bonn ergriffen. Diese wurden im Vorfeld mit dem Betriebsrat abgestimmt.“ Gleichzeitig gewährleiste Kötter zur Ferienzeit „konsequent die gewohnt hohen Sicherheitsstandards“

World Airport Awards
Changi-Airport in Singapur erneut bester Flughafen der Welt – München wieder auf Platz drei

London (nex) – Bereits zum sechsten Mal gewann Singapurs Flughafen Changi-Airport den Titel des besten Flughafens der Welt. Vergeben wird dieser seit 1999 von dem Londoner Luftfahrtinstitut Skytrax jährlich auf der Basis einer Passagierumfrage, an der dieses Mal 13,25 Millionen Fluggäste aus 106 Ländern teilnahmen.
Südkoreas Incheon landete wie bereits im Vorjahr auf Platz zwei. München sicherte sich als bester Europäer noch vor Tokio und London wie auch letztes Jahr den dritten Platz. Zürich rutschte vom sechsten auf den siebten Platz, Flughafen Charles de Gaulle in Paris machte als „Most Improved Airport“ den größten Sprung in der Umfrage. Er kletterte von Platz 95 auf Platz 48. Istanbul Atatürk Airport schaffte es nicht einmal in die Top 100.
1    Singapore Changi Airport 2    Incheon International Airport 3    Munich Airport 4    Tokyo International Airport (Haneda) 5    Hong Kong International Airport 6    Chubu Centrair Nagoya 7    Zurich Airport 8    London Heathrow Airport 9    Kansai International Airport 10  Hamad International Airport
 
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