Türkei
Oppositionspolitiker Bahceli: „Parallelstaat ausradieren, PKK-Nester dem Erdboden gleich machen“
Ankara (nex) – Der Vorsitzende der oppositionellen Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP), Dr. Devlet Bahceli, hat das Vorgehen der Regierung gegen das Gülen-Netzwerk (FETÖ) gebilligt und ein noch entschlosseneres Vorgehen gefordert.
Es sei die Pflicht der Regierung, eine Säuberung der staatlichen Institutionen von allen mit der Gülen-Bewegung zusammenhängenden Strukturen, allen Verrätern und allen, die sich gegen die Türkei gestellt hätten, durchzuführen, erklärte Bahceli am Dienstag gegenüber der Parlamentsfraktion der MHP.
Was die „Parallelstruktur“ anbelange, müssten alle Strukturen im Inneren des Staates, die sich gegen die Türkei richteten, unschädlich gemacht werden. Es sei nötig, dass die Regierung „jeden einzelnen Namen“ nenne und die Struktur „ausradiere“. Bereits in der Vorwoche hatte Bahceli erklärt, seine Partei werde nicht zulassen, dass die Gülen-Bewegung aus Übersee die türkische Politik kontrolliere.
Die Türkei habe von der obskuren Vereinigung genug, sagte der MHP-Vorsitzende und machte deutlich: „Ich unterstreiche mit tiefster Überzeugung, dass wir keinen Wert auf politische Rezepte legen, die in Übersee konzipiert wurden, und dass wir diese niemals unterstützen werden“.
Europa League 2016 Viertelfinale
Jürgen Klopp landet heute in Dortmund
Dortmund (nex) – Der ehemalige BVB-Trainer Jürgen Klopp soll heute um 15.20 Uhr am Dortmunder Flughafen landen.
Dies habe der Marketing-Leiter des Airports Guido Miletic gegenüber den „Ruhr Nachrichten“ bestätigt. Auf Wunsch des FC Liverpool wird die Mannschaft direkt vom Flugfeld mit einem Bus abgeholt.
„Klopp und die Spieler werden nicht durch die Ankunftshalle gehen“, sagte Guido Miletic gegenüber den „Ruhr Nachrichten“. Die Besucherterrasse sei zwar geöffnet, von dort könnten die Fans aber nur das Einrollen beobachten.
Wie auch der FC Bayern München im März würde die englische Mannschaft allerdings nicht in einem Dortmunder Hotel, sondern im Sportzentrum Kaiserau in Kamen einchecken. Dies habe Hoteldirektor Carsten Jaksch-Nink gegenüber den „Ruhr Nachrichten“ bestätigt.
„Wir sind gut vorbereitet und werden ein guter Gastgeber sein. Jürgen Klopp kennt das Hotel bereits aus seiner BVB-Zeit, wir freuen uns auf den Besuch“, so Carsten Jaksch-Nink. 2012 sei sogar das Weltklasse-Team von Real Madrid Gast des Hotels gewesen.
Am Donnerstag spielt die Mannschaft des ehemaligen BVB-Trainers, FC Liverpool, im Signal Iduna Park gegen Borussia Dortmund.
Am Freitag um 11.45 würden Klopp und der FC Liverpool dann wieder die Rückreise antreten, so Miletic.
Illegale Aneignung von Daten
„Panama Papers“: Kanzlei Mossack Fonseca erstattet Anzeige gegen unbekannte Hacker
Panama-Stadt (nex) – Die von den Medien als spektakuläre Enthüllung angepriesenen „Panama Papers“, die vermeintliche oder tatsächliche Verbindungen von Politikern, Sportlern, Managern und anderen Prominenten zu dubiosen Briefkastenfirmen offenlegen sollten, könnten sich als Luftnummer entpuppen.
Neben bis dato noch fehlenden Hinweisen auf einen illegalen Charakter der offengelegten Transaktionen könnten nun auch Beweisverwertungsverbote greifen, da die Unterlagen auf rechtswidrige Weise erlangt worden sein sollen. Die betroffene Anwaltskanzlei Mossack Fonseca, von der die so genannten „Panama Papers“ stammen sollen, hat Strafanzeige gestellt, weil sie im Vorfeld der Veröffentlichungen zum Opfer eines Hackerangriffs geworden sei. Die bis dato mehr als elf Millionen Dokumente, um die es sich dabei handeln soll, seien auf Grund eines Angriffs von außen erbeutet worden.
Der Mitbegründer der Kanzlei, Ramon Fonseca, erklärte, sein Unternehmen habe gegen keine Gesetze verstoßen. Die Briefkastenfirmen seien auf legale Weise gegründet und im Einklang mit den geltenden Gesetzen geführt worden. Mit Steuerhinterziehung oder Geldwäsche habe die Geschäftstätigkeit nichts zu tun.
Es seien keine Dokumente vernichtet worden, allerdings hätten Medien den Inhalt illegal erlangter E-Mails in einer aus dem Zusammenhang gerissenen Art und Weise kolportiert. Mit dem isländischen Premierminister Sigmundur David Gunnlaugsson hat bislang ein Politiker auf Grund der Veröffentlichungen seinen Rücktritt erklärt.
Bombenalarm in Halberstadt
Vibrierender Penisring löst Sprengstoffalarm aus
Halberstadt (nex) – Wie Medien unter Berufung auf eine Agenturmeldung berichten, hat die Mitarbeiterin einer Spielothek die Polizei gerufen, weil es aus einem Mülleimer getickt und gesummt haben soll.
Aus Sorge vor einer Bombe habe die Polizei daraufhin die Spielothek sowie umliegende Geschäfte evakuiert, etwa 90 Menschen in Sicherheit gebracht und eine Straße gesperrt.
In dem Mülleimer hätten LKA Beamte dann einen vibrierenden Penisring entdeckt. Wer das Sexspielzeug in dem Mülleimer entsorgt habe, sei bislang unklar.
Duisburg
Ombudsmann der Loveparade-Opfer: Entscheidung ist eine Keule für die Betroffenen
Düsseldorf (ots) – Der Ombudsmann der Loveparade-Opfer, Pastor Jürgen Widera, wertet die Entscheidung des Duisburger Landgerichts als „Keule“ für die Eltern der ums Leben gekommenen Jugendlichen und für die Verletzten.
Ein Kläger, mit dem er nach der Entscheidung gesprochen habe, sei „völlig geschockt“, sagte Widera der „Rheinischen Post“. Mit einer solchen Entscheidung habe er nicht gerechnet. „Ich hoffe sehr, dass dies jetzt nicht das letzte Wort ist, sondern die Staatsanwaltschaft Einspruch dagegen einlegt“, sagte Widera, der 2013 von der Stadt Duisburg als Ansprechpartner für die Opfer der Loveparade-Katastrophe eingesetzt worden ist.
Seine Kritik richtet sich vorrangig gegen das Gericht. Er finde es „sehr eigenartig“, dass die Richter mehr als zwei Jahre benötigt hätten, um festzustellen, dass die Anklage nicht ausreichend sei.
Kampf gegen den Terror
Türkei: Erdogan will PKK-Anhängern den Pass wegnehmen
Erdogan: PKK-Anhängern soll Staatsbürgerschaft aberkannt werden
Ankara (nex) – Zum ersten Mal seit dem Zusammenbrechen des Waffenstillstands mit der PKK hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan den Anhängern der Terrororganisation mit dem Verlust der Staatsbürgerschaft gedroht.
Erdogan machte am heutigen Dienstag den Vorschlag, den Unterstützern der kurdischen Rebellen, die sich im Kampf mit den Regierungstruppen befinden, die türkische Staatsbürgerschaft abzuerkennen.
„Möchten wir verhindern, dass sie Schaden anrichten, müssen wir jede erdenkliche Maßnahme dafür ergreifen, also auch den Anhängern der Terrororganisation die Staatsbürgerschaft aberkennen“, stellte Erdogan in seiner Rede in Ankara mit Bezug auf die illegale Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) klar.
„Diese Menschen verdienen es nicht, unsere Staatsbürger zu sein“, betonte Erdogan. „Wir sind nicht verpflichtet, irgendjemanden zu tragen, der Verrat an seinem Land und Volk begeht. Für Terroristen gibt es zwei Optionen: Entweder ergeben sie sich oder sie werden einer nach dem anderen in ihren Löchern neutralisiert. Für die Türkei gibt es keinen dritten Weg mehr:“
Trotz Aufrufen zur Rückkehr an den Verhandlungstisch vonseiten der PKK-Terroristen und ihnen verbundenen politischen Figuren werde es aus der Sicht des türkischen Staates weder Verhandlungen noch andere sonstige Gespräche geben, erklärten sowohl Präsident Erdogan als auch der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu am vergangenen Montag.
„Es wird nicht den Hauch von Toleranz noch einen Schritt zurück in dieser Angelegenheit geben“, hob Erdogan hervor. […] „Es gibt nichts zu verhandeln oder zu bereden – das haben wir in der Vergangenheit auf anderen Wegen versucht“, erinnerte er und fügte hinzu, dass der Staat zuvor im Versöhnungsprozess jeden Versuch in dieser Richtung unternommen habe.
Auf der Versammlung der parlamentarischen Fraktion der Partei für Gerechtigkeit und Fortschritt (AKP) am heutigen Dienstag erklärte Davutoglu: „Es gibt vom Kampf gegen den Terror keinen Weg mehr zurück und es wird auch niemals einen geben.“
Naher Osten
Irak: Turkmenen wollen an neuer Regierungsbildung in Bagdad beteiligt werden
Bagdad (nex/eurasia) – Turkmenische Politiker haben am Samstag von der Schiiten-Regierung in Bagdad gefordert, dass sie bei der Bildung eines neuen Ministerkabinetts vertreten werden. Sie warnten, der Mangel an politischer Repräsentanz der Minderheit könnte in schwerwiegenden „Krisen“ münden.
„Während unseres Treffens mit dem Premierminister und Vertretern der verschiedenen politischen Blöcken haben wir keine Bereitschaft verspürt, auch turkmenische Persönlichkeiten als Kandidaten für die Kabinettsbildung aufzunehmen“, sagte Ersat Salehi, ein turkmenischer Parlamentsabgeordneter mit engen Beziehungen zur Türkei, bei einer Pressekonferenz im Bagdader Abgeordnetenhaus.Regierungsbildung im Irak: Kurdische Parteien verlangen mindesten 20 Prozent der Posten
Salehi, dem sich weitere turkmenische Parlamentsabgeordnete anschlossen, führte an, dass die irakische Turkmenengemeinde zahlreiche qualifizierte Kandidaten ausweise, die die Regierung berücksichten sollte. Im irakischen Parlement wird die turkmenische Minderheit durch neun Abgeordnete repräsentiert. In der Vergangenheit hielten die Turkmenen lediglich einen Ministerposten. Das war seinerzeit der des Ministers für Menschenrechte. Vergangenes Jahr wurde der Posten allerdings von Haidar al-Abadi wieder eingestellt. Die irakische Zentralregierung erklärte nach Protesten von Parteimitgliedern des Schiitenführers, Muktadar as-Sadr, in der Bagdader Green Zone, dass ein neues Kabinett aufgestellt werde. Im Irak leben rund drei Millionen Turkmenen, die ethnisch, kulturell und sprachlich eine enge Beziehung zu den Türken der Türkei pflegen. Die Turkmenen leben vorwiegend in den irakischen Provinzen Mosul, Erbil, Kirkuk, Salahaddin und Diyala. Sie stellen mit 13 Prozent der Gesamtbevölkerung die drittgrößte Ethnie des mehrheitlich arabisch geprägten Landes. Die ölreiche Stadt Kirkuk wird weitgehend als Siedlungshochburg der türkischen Minderheit betrachtet. Im Siedlungsgebiet der Turkmenen, welches auch als „Turkmeneli“ bezeichnet wird, finden sich 20 Prozent der Erdölreserven Iraks wieder.
Erschienen bei unserem Kooperationspartner Eurasianews
Türkei
Weltgrößter Flughafen: Mehr als 13.000 Menschen aus sechzehn Ländern beschäftigt
„Rund-um-die-Uhr-Einsatz“ auf neuem Istanbuler Flughafen
Istanbul (nex/aa) – Auf dem dritten Flughafen von Istanbul, dessen erste Etappe 2018 eröffnet werden soll, sind mehr als 13.000 Menschen aus über 16 Ländern beschäftigt.
Die Bauarbeiten am neuen Istanbuler Flughafen, der voraussichtlich der größte der Welt sein wird, gehen 24 Stunden am Tag, an sieben Tagen die Woche mit mehr als 13.000 Arbeitern aus 16 Ländern vonstatten.
Die erste Etappe soll voraussichtlich 2018 eröffnet werden.
Das Projekt zählt in Größe der Fläche und Zahl der Beschäftigten zu den größten seiner Art. In den ersten zweieinhalb Jahren des Projekts, die die Errichtung von Einkaufszentren, Hotels, soziale und religiöse Einrichtungen umfassten, betrugen die Kosten circa sechs Milliarden Euro.
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Der Flughafen wird Anschluss an Bus, Bahn und Hochgeschwindigkeitszüge haben. Zur Einhaltung von Fristen werden Infra- und Suprastrukturarbeiten (Unter- und Oberbauarbeiten) an mehreren Orten zeitgleich durchgeführt. https://youtu.be/wAETimnGmbQ Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kündigte im Oktober letzten Jahres an, dass der neue Flughafen in Sachen Umweltfreundlichkeit ein Exempel statuieren werde. „Dieser Flughafen wird mit seiner Fähigkeit der Energieselbstversorgung ein umweltfreundlicher Ort sein“, betonte er. „Ein weiteres hervorzuhebendes Merkmal ist seine barrierefreie Bauweise.” Die Wartebereiche des neuen Flughafens sollen mit echten Pflanzen dekoriert werden. Erdogan wies darauf hin, dass mit der Eröffnung des neuen Flughafens Istanbul den Airport mit der größten Passagierkapazität der Welt sein Eigen nennen werde.
Mega-Projekte Türkei: Größter Staudamm wird schon 2018 fertig
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Berg-Karabach-Konflikt
Verteidigungsministerium von Aserbaidschan: Waffenruhe in Berg-Karabach vereinbart
Baku (nex) – Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Baku gilt ab sofort im Konflikt um Berg-Karabach eine Waffenruhe. Darüber einigten sich Aserbaidschan und die Kaukasus-Truppen. Demnach gelte die Feuerpause ab 5. April 2016, 12:00 Uhr (Ortszeit).
Dutzende Menschen wurden bei den Gefechten in den vergangenen Tagen getötet. Die Spannung zwischen Aserbaidschan und der Berg-Karabach-Region, die von Armenien unterstützt wird, eskalierte am Freitagabend.

