Türkei
Paralympics in Rio: Türkische Sportler bringen neun Medaillen mit nach Hause

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Istanbul (nex) – Die Türkei ist mit neun Medaillen von den XV. Paralympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro in Brasilien nach Hause gekehrt und kann mit Stolz auf ihre bislang beste „Paralympicsbilanz“ blicken. Die türkischen Sportler gewannen bei den am vergangenen Sonntag zu Ende gegangenen Paralympischen Spielen, drei Gold-, eine Silber- und fünf Bronzemedaillen. Die Türkei nahm bislang sechsmal an den Paralympics teil und gewann dabei in den Jahren 2004, 2008 und 2012 Gold. Eine der türkischen Goldgewinnerinnen in Rio war die Gewichtheberin Nazmiye Muratli, die in der Gewichtsklasse bis 41 Kilogramm 104 Kilogramm hob und damit sowohl den paralympischen als auch den Weltrekord – Letzterer lag bislang bei 103,5 Kilogramm – brach. Abdullah Öztürk holte beim Tischtennis-Einzel der Klasse 4 Gold. Er beendete die Gruppenphase als Bester und gewann im Finale 3-1 gegen Xingyuan Guo aus China. Das türkische Frauen-Goalballteam, das auf ihren Erfolg als Europameister bauen konnte, brachte ebenfalls Gold mit nach Hause. Dies war die erste Teamgoldmedaille in der Paralympics-Geschichte der Türkei. Im Finale gegen China gewann die türkische Mannschaft mit 4-1 die dritte Auszeichnung für die Türkei in Rio. Unterdessen gewann ein weiterer Tischtennisprofi aus der Türkei, die 22-jährige Kübra Korkut, Silber im Frauen-Einzel (Klasse 7 – stehend). Sie schlug zunächst ihre Gegnerinnen Faiza Mahmoud aus Ägypten und die Argentinierin Giselle Munoz mit 3-0, verlor jedoch gegen die niederländische Spielerin Kelly van Zon mit 3-0 beim Spiel ums Gold. Korkut hatte zuvor das Gruppenmatch gegen van Zon mit 3-1 verloren. In den Sparten Judo, Leichtathletik, Sportschießen und Tischtennis gab es für die Türkei fünf Bronzemedaillen. Die Judokas Mesme Tasbag (Frauen, +70 kg) und Ecem Tasin, der Leichtathlet Semih Deniz (Männer 1.500 Meter – T11) und die Schütze Aysegül Pehlivanlar (Frauen, Sportschießen, 10 m Luftpistole, SH1) nahmen alle Bronze mit nach Hause. Beim Tischtennis gewannen Ali Öztürk, Abdullah Öztürk und Nesim Turan gegen China mit 2-1 und wurden dafür mit einer Bronzemedaille belohnt. für die Türkei im Männerteam (Männer, Mannschaft, Klasse 4-5 – sitzend). Im Medaillenspiegel belegt die Türkei somit Platz 34. Auf dem ersten Platz liegt mit 107 Gold-, 81 Silber- und 51 Bronzemedaillen China. Ihm folgt mit großem Abstand Großbritannien (64, 39, 44), und die Ukraine belegt den dritten Platz (41, 37, 39). Zusammen mit den neun Medaillen aus Rio darf sich die Türkei nun stolze Besitzerin von insgesamt 23 Paralympics-Medaillen – sechs Gold-, sechs Silber- und 11 Bronzeauszeichnungen – nennen.

Kalter Krieg 2.0
BILD-Chef: Russland ist größte Bedrohung in der digitalen Welt

BILD-Chef will einen digitalen RIAS wie einst in West-Berlin  Von Peter Z. Ziegler Basel (BZZ) – Bild.de-Chefredakteur Julian Reichelt ist ein Freund der klaren Worte. Reichelt, der derzeit beim 4. Cyber Security Summit an der Universität von Stanford in Kalifornien weilt, fordert einen „digitalen RIAS“. Der soll dem Westen im Cyber-Krieg gegen Russland und Wladimir Putin helfen. Reichelt warnt im Branchendienst kress News: „Die drei größten Bedrohungen in der digitalen Welt heißen Russland, Russland und Russland“. Russland sei das einzige Land der Welt, das Cyberkriegsführung und konventionelle Kriegsführung und Spezialoperationen offensiv und höchst raffiniert kombiniere. „Wir müssen im Interesse digitaler Freiheit Offensivstrategien entwickeln, um die Deutungshoheit in der digitalen Welt zurück zu erobern und die Konzepte von Wahrheit, Fakten und vertrauenswürdigen Institutionen wieder zu stärken“, ist Julian Reichelt überzeugt. Für den Chefredakteur von Bild.de steht fest: „Als die Sowjetunion über Radiowellen ihre Propaganda nach West-Berlin und West-Deutschland sendete, setzten die USA diesem Anschlag auf die Wahrheit den RIAS entgegen – den Rundfunk im amerikanischen Sektor. Was wir brauchen, ist ein RIAS-Konzept für das digitale Zeitalter!“ Das heisst klar und deutlich: zurück in den Kalten Krieg. 

New York
Türkei fordert UN zur Untersuchung der Menschenrechtsverletzungen der PYD auf

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New York (nex) – Die Türkei hat am gestrigen Montag die UNO dazu aufgerufen, die von der Terrororganisation PYD – dem syrischen Ableger der PKK – begangenen gravierenden Menschenrechtsverstöße zu untersuchen. „Der IS (Daesh) stellt eine enorme Bedrohung für die Region und auch darüber hinaus dar. Der Terror ist unser gemeinsamer Feind, und die Türkei bleibt dessen Bekämpfung nach wie vor entschlossen“, erklärte der Ständige UN-Vertreter der Türkei in Genf, Mehmet Ferden Carikci. „Wir würden aber die Aufmerksamkeit auch gerne auf die gravierenden Menschenrechtsverstöße der YPG lenken, bei denen eine separate, eingehendere Untersuchung sich lohnen würde.“ „Die Handlungen der YPG wie der Versuch, die Demographie zu ändern und die Entführung lokaler kurdischer Politiker können zum Zerfall Syriens führen“, warnte er. Carikci merkte an, dass das syrische Regime trotz entsprechender UN-Resolutionen den ungehinderten humanitären Zugang weiterhin blockiere und fügte hinzu: „Der Gemeinsame Untersuchungsmechanismus der UNO hat vor Kurzem bestätigt, dass das syrische Regime in mindestens zwei Fällen für den Einsatz chemischer Waffen verantwortlich ist, was sowohl ein Kriegsverbrechen als auch ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellt. Das Regime hat dieselbe Gesinnung wie der IS (Daesh), der ebenfalls chemische Waffen eingesetzt hat.“ Der Bericht enthalte auch Beweise für die Verbrechen des syrischen Regimes, so der UN-Botschafter weiter.

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Syrien: Kurden im Hungerstreik gegen PYD-Terror

 

UN sprechen von möglichem Kriegsverbrechen
SOS-Kinderdörfer verurteilen Angriff auf Hilfskonvoi in Syrien

München (ots/nex) – Die SOS-Kinderdörfer weltweit haben sich entsetzt über den Angriff auf den Hilfskonvoi der UN und des Roten Halbmondes in Syrien geäußert. SOS arbeitet in Aleppo eng mit dem Roten Halbmond zusammen. Auch die USA verurteilten den Angriff scharf. Die Attacke sei eine unerhörte Verletzung der Waffenstillstandsbestimmungen, so Außenamtssprecher John Kirby.

Das Ziel des Konvois sei dem syrischen Regime und der Russischen Föderation bekannt gewesen, und doch seien die Helfer getötet worden, so Kirby. Die USA würden jetzt die Aussichten auf eine Zusammenarbeit mit Russland in Syrien prüfen. Wie ein hochrangiger Regierungsbeamter sagte, sei der Vorfall ein herber Rückschlag für die Waffenruhe in Syrien. Nur das syrische Regime oder Russland könnten hinter dem Angriff stehen. Dem russischen Militär zufolge hätten Aufständische einen Großangriff auf Stellungen außerhalb von Aleppo gestartet. Darauf hätten die Regierungstruppen mit „massiver Artillerie“ reagiert.

Andreas Papp, Nothilfedirektor der SOS-Kinderdörfer, erklärte: „Wir verurteilen grundsätzlich jede Art von Angriffen auf humanitäre Helfer sowie gezielte Attacken auf Hilfskonvois aufs Schärfste. Unser tiefes Mitgefühl ist bei den Hinterbliebenen der getöteten Helfer, die ihr Leben geopfert haben, um das Leben anderer zu retten. Wir appellieren an alle Konfliktparteien in Syrien, internationale Menschenrechte und den kürzlich vereinbarten Waffenstillstand zu respektieren – und den sicheren Transport dringend benötigter Güter (Nahrung, Wasser, Medikamente etc.) für die Menschen in Aleppo und den anderen belagerten Gebiete zu garantieren“.

Nach ersten Informationen von Alia Al-Dalli, Direktorin der SOS-Kinderdörfer im Mittleren Osten und Nordafrika, befinden sich alle SOS-Mitarbeiter und freiwilligen Helfer in Sicherheit. „Unser Nothilfeteam in Aleppo ist für viele Not leidende Kinder und Familien im Einsatz. Und wir werden die Arbeit fortsetzen. Unser Team und zahlreiche Freiwillige werden weiter alles tun, um Kinder, jungen Menschen und Mütter zu unterstützen (Verteilen von Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten und Bereitstellen von temporären Unterkünften und Schutzzonen für Kinder). Es ist großartig, mit welchem Engagement unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trotz schwierigster Umstände Hilfe leisten. Wir tun alles in unserer Macht stehende, um für ihre Sicherheit und die ihrer Familien zu sorgen“.

Ausland
Trotz Terror: Haushaltsüberschuss der Türkei erreicht im August 3,6 Milliarden TL

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Ankara (nex) – Die türkische Haushaltspolitik bleibt weiterhin auf der Erfolgsspur. Wie Finanzminister Naci Ağbal am Montag mitteilte, hatte das Budget der Republik Türkei im August einen Überschuss von 3,6 Milliarden TL (1,08 Mrd. Euro) zu verzeichnen. Über den gesamten Zeitraum von Januar bis August hinweg waren es 4,9 Mrd. TL (1,47 Mrd. Euro). „Die öffentlichen Finanzen sind die wichtigste Säule, auf der die solide türkische Wirtschaft ruhen kann“, erklärte der Minister in einem Statement. Die Einkünfte des Staates beliefen sich im August auf insgesamt 50,9 Mrd. TL (15,26 Mrd. Euro), diesen standen Ausgaben in einer Gesamthöhe von 47,3 Mrd. TL (14,18 Mrd. Euro) gegenüber. Damit stiegen die Überschüsse gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 25,9 Prozent an. „Diese Ergebnisse zeigen deutlich, dass wir es mit der Haushaltsdisziplin ernst meinen“, fügte Ağbal hinzu. Die Haushaltseinnahmen seien mit 368,4 Mrd. TL (110,46 Mrd. Euro) in den ersten acht Monaten des Jahres um 15 Prozent gestiegen. Allein die Steuereinnahmen wuchsen um fast elf Prozent auf 298,1 Mrd. TL (89,38 Mrd. Euro) an. Bei den Ausgaben in einer Gesamthöhe von 316,3 Mrd. TL (94,84 Mrd. Euro) während dieses Zeitraums waren die größten Zuwächse mit fast 21 Prozent im Bereich von Gesundheit, Renten und Sozialem zu verzeichnen, um 21,1 Prozent wuchsen die Personalausgaben, während die Ausgaben für den Zinsendienst um 7,7 Prozent sanken. Bis zum Ende des Jahres will das Finanzministerium das Budgetdefizit nicht über 29,7 Mrd. TL (8,9 Mrd. Euro) ansteigen lassen.  

Terror in der Türkei
Anschlag auf Polizeigebäude in Osttürkei: PKK verletzt zwei Kinder

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Van (nex) – Zwei Kinder wurden am gestrigen Montagabend bei einem Terroranschlag der PKK im Osten der Türkei verletzt. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen griffen die PKK-Terroristen ein Polizeigebäude im Distrikt Ipekyolu der Provinz Van mit Raketen und Gewehren an. Die Wucht des Anschlags ließ die Fenster eines Hauses in der Nähe zersplittern. Die beiden vier- und zweijährigen Kinder in dem Haus wurden dabei verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. In Van fand vor Kurzem eine Anti-Terror-Operation gegen die von der Türkei, den USA und der EU als Terrororganisation eingestufte PKK statt. Letztere nahm im Juli 2015 seinen über 30-jährigen Kampf gegen den türkischen Staat wieder auf. Seitdem wurden bei PKK-Anschlägen mehr als 600 Sicherheitskräfte sowie zahlreiche Zivilisten, darunter auch Frauen und Kinder, getötet, während bei Anti-Terror-Einsätzen über 7.000 PKK-Terroristen eliminiert wurden.

Future Energy Forum
Kasachstan setzt ungeachtet des Ölpreises seinen Ausbau der erneuerbaren Energie fort

Astana, Kasachstan (PRN) – Kasachstan wird die aktive Entwicklung erneuerbarer Energiequellen in den kommenden Jahrzehnten ungeachtet des Ölpreises fortsetzen; dies erklärte der kasachische Energieminister Kanat Bozumbayev beim Future Energy Forum in Astana. Der Minister betonte, die kasachische Regierung habe mit der Entwicklung von Ökostrom begonnen, als der Ölpreis bei 120 USD pro Barrel stand, und würde ihre Anstrengungen auch dann weiter fortsetzen, wenn er unter 20 USD pro Barrel fielen. „Kasachstan wird seine erneuerbaren Energiequellen bis 2020 nach und nach in den nationalen Energiemix integrieren. Von 2020 bis 2030 wird das Land einen aktiveren Ansatz verfolgen. Um dies zu erreichen, haben wir einen Regulierungsrahmen geschaffen sowie klare Indikatoren, mit deren Hilfe wir die Entwicklung des staatlichen Planungssystems überwachen können, und technische Instrumente, um das Potenzial abzuschätzen“, so Bozumbayev. „Die Republik verfügt schon jetzt über mehr als 48 in Betrieb befindliche Anlagen für die Gewinnung erneuerbarer Energie mit einer Gesamtkapazität von 252,37 MW (hydroelektrische Kraftwerke – 122,99 MW, Windkraftanlagen – 71,87 MW, Solarstromanlagen – 57,16 MW; Biogasanlagen – 0,35 MW), die 0,94 % der in Kasachstan produzierten Energie beisteuern“, fügte ein weiterer Forumsteilnehmer hinzu, Magzum Mirzagaliev, der stellvertretende Energieminister von Kasachstan. Bis 2020 beabsichtigen die Regierungsbehörden, 23 Solarstromanlagen, ca. 20 Windkraftanlagen, mehr als 20 hydroelektrische Kraftwerke und eine Reihe hydroelektrischer Minikraftwerke in Auftrag zu geben. Dem kasachischen Energieminister zufolge hat Kasachstan seinen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemission von 2021 bis 2030 festgelegt: 15 % als absolutes Ziel und 25 % als hypothetisches Ziel bis 2030 im Vergleich zu 1990. Darüber hinaus wird bis 2020 die Produktion von Erdgas etwa 65 Mrd. Kubikmeter pro Jahr erreichen. Dieses Jahr wird die Produktion auf etwa 43 Milliarden Kubikmeter geschätzt. „Neben dem Anschub des Exports von Erdgas ermöglicht es uns die Erhöhung der Produktion, Gas auf dem inländischen Markt einzusetzen und gasbefeuerte Stromerzeugung anstelle von Kohlestrom zu nutzen. Dies wird uns dabei helfen, die Umweltauswirkungen des nationalen Energiesystems zu verringern und den Ausstoß von Treibhausgasen in die Atmosphäre zu reduzieren“, merkte Bozumbayev an. Die internationale Sonderausstellung EXPO-2017 mit dem Thema „Future Energy“ [Energie der Zukunft], die im nächsten Jahr in Astana stattfinden wird, ist eines der wichtigsten Projekte im Rahmen des nationalen Programms für die Entwicklung grüner Energie. Der Vorstandvorsitzende der Landesgesellschaft Astana EXPO-2017, Akhmetzhan Yessimov, der auch eine Rede beim Forum hielt, wies darauf hin, dass die „EXPO-2017 eine wichtige wissenschaftliche und politische Rolle bei der Schaffung eines neuen grünen Modells für die Weltwirtschaft spielt. Bis jetzt haben 103 Länder und 17 internationale Organisationen ihre Teilnahme an der EXPO-2017 in Astana bestätigt. Die Konstruktion läuft nach Plan: Wir haben bereits 85 % der Arbeiten abgeschlossen. Mehr als 13.700 Menschen und 560 Ausrüstungseinheiten sind am Konstruktionsprozess beteiligt“, teilte er mit. Über die EXPO-2017 in Astana Die internationale Sonderausstellung EXPO-2017 in Astana zum Thema „Future Energy“ [Energie der Zukunft] ist eine Ausstellung und Freizeitveranstaltung, die zwischen vom 10. Juni bis zum 10. September 2017 in Astana stattfinden wird. Die Ausstellung läuft über 93 Tage und verspricht, eines der spektakulärsten Kulturereignisse des Jahres 2017 zu werden. Mehr als 3.000 thematische, kulturelle und unterhaltsame Events sollen im Rahmen der Ausstellung stattfinden. Es wird erwartet, dass die Veranstaltung insgesamt 5 Millionen Mal besucht wird. Als Teil der Astana EXPO-2017 werden weltweite Strategiedokumente aufgesetzt, um eine energieeffiziente Lebensweise und die breite Nutzung erneuerbarer Energien zu fördern.

"Unser erster Lehrer ist Mustafa Kemal Atatürk"
Georgien: Neue türkische Schule als Alternative zu Gülen-Einrichtung

Batumi (nex) – In der georgischen Küstenstadt Batumi öffnete am Montag die erste vom türkischen Staat betriebene Schule ihre Pforten. Die 24 Klassenzimmer umfassende Türkische Schule Batumi, die unter Mithilfe des Vorstandschefs der Metro-Holding, Galip Öztürk, errichtet worden war, hat auch bereits begonnen, ihre Bildungsaktivitäten zu entfalten. Der Bildungsberater an der türkischen Botschaft in Tiflis, Tufan Karadeniz, sprach während der Eröffnungszeremonie von „neuen Leben und einem Seufzer der Erleichterung“, die sich unter türkischen Bürgern in Batumi ausbreiten. Die Schule werde dem türkischen Lehrplan folgen und dem Bildungsministerium unterstehen. Auch der türkische Generalkonsul in Batumi, Yasin Temizkan, unterstrich die Bedeutung der Lehranstalten und machte deutlich: „Unsere Werte sind offensichtlich. Unsere Fahne ist offensichtlich. Unser erster Lehrer ist Mustafa Kemal Atatürk. Wir brauchen auch keine Ratschläge irgendwelcher anderer Leute. Lasst uns unsere Kinder erziehen, ihnen unsere Werte mitgeben und unsere Fahne. Lasst unsere Kinder unser Land voranbringen.“ Die Einrichtung der Schule kam gerade zur rechten Zeit für viele türkische Staatsbürger und ihre Kinder in Batumi. Diese hatten mangels vorhandener Alternativen für türkische Bildung Verträge mit der Sahin Grundschule und der weiterführenden Schule in Batumi, die jedoch Verbindungen zur sogenannten FETO hatte. Die türkischen Eltern meldeten nach dem mutmaßlich von diesem Geheimbund organisierten Putschversuch vom 15. Juli ihre mehr als 100 Kinder von der Schule ab und stattdessen an der neu errichteten Türkischen Schule Batumi an. „Nationale Einheit und Solidarität machen ein Land aus“, erklärte Kenan Eminoğlu, ein betroffener Vater, seinen Schritt. „Das ist mit einer nationalen Erziehung möglich. Unsere Nation verteidigt diese Werte. Deshalb schicke ich meine Kinder jetzt an diese Schule.“ Die Fethullistische Terrororganisation des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen wird beschuldigt, mehrere Versuche unternommen zu haben, mithilfe ihrer Anhänger innerhalb des Staatsapparats die gewählte Regierung von innen heraus zu stürzen, zuletzt am 15. Juli mithilfe eines versuchten Militärputsches, bei dem 240 Menschen ums Leben kamen und 2200 verletzt wurden. Gülen soll bereits über Jahrzehnte hinweg strategisch daran gearbeitet haben, die staatlichen Institutionen zu unterwandern und einen von ihm dirigierten „Parallelstaat“ zu errichten.  

"Jenseits kommerzieller Interessen"
Die Finalisten des New Music Award 2016 stehen fest

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Berlin (ots) – Auf geht’s nach Berlin – die Finalisten für den New Music Award 2016 stehen fest! Die jungen Radioprogramme der ARD nominieren die neun talentiertesten Newcomer, Musiker und Bands aus ganz Deutschland: Ansa Sauermann, Chefboss, Giant Rooks, Kytes, L’aupaire, Phaenotypen, Teesy, Tiavo und Van Holzen. Die Finalisten zeigen ihre musikalischen Qualitäten am Freitag, 9. Dezember 2016 in den legendären Probehallen von Black Box Music in Berlin. Live und vor Publikum spielen sie dort, wo sonst renommierte Bands wie Rammstein, Sido oder Die Ärzte ihre großen Tourneen proben. Wer den begehrten New Music Award mit nach Hause nehmen darf, entscheidet eine unabhängige Jury mit Vertretern der beteiligten Sender sowie Branchenexperten. Nominierte Künstler und Bands: Ansa Sauermann aus Dresden – MDR Sputnik Chefboss aus Hamburg – N-JOY (NDR) Giant Rooks aus Hamm – 1LIVE (WDR) Kytes aus München – PULS (BR) L’aupaire aus Gießen – YOU FM (hr) Phaenotypen aus Worpswede bei Bremen – Bremen Vier (Radio Bremen) Teesy aus Berlin – Fritz (rbb) Tiavo aus Saarbrücken- 103.7 UNSER DING (SR) Van Holzen aus Ulm – DASDING (SWR) Der New Music Award ist eine Gemeinschaftsproduktion von Bremen Vier (Radio Bremen), DASDING (SWR), 1LIVE (WDR), Fritz (rbb), MDR SPUTNIK, N-JOY (NDR), PULS (BR), 103.7 UnserDing (SR) sowie YOU FM (hr). Die Gewinner des New Music Award in den vergangenen Jahren waren Kraftklub aus Chemnitz, Exclusive aus München, Bonaparte und Lary, beide aus Berlin, Tonbandgerät aus Hamburg, Antilopen Gang aus Düsseldorf und Aachen, Captain Capa aus Bad Frankenhausen sowie OK Kid (ehemals Jona:S) aus Gießen. Sie bespielen inzwischen erfolgreich große Hallen und Festivals in Deutschland. Riesige Chance für die Zukunft In Deutschland gibt es zahlreiche musikalische Talente mit enormem Potenzial in Songwriting und Live-Performance, die im schnelllebigen Musikbusiness oft nicht ausreichend wahrgenommen werden. Die hoffnungsvollsten Newcomer zu finden und zu fördern, ist ein wichtiges, gemeinsames Anliegen der neun jungen Radioprogramme der ARD. Mit geballter Kompetenz und breitem Netzwerk bieten sie vielversprechenden Musikern bereits zum neunten Mal mit dem New Music Award die Chance, sich deutschlandweit zu präsentieren, und sorgen für die wichtige Öffentlichkeit jenseits kommerzieller Interessen.

UN-Generalversammlung
Erdogan: „Die Welt ist größer als fünf“

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Ankara (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan erklärte am gestrigen Montag auf einer Pressekonferenz vor seiner Abreise nach New York, dass er auf der 68. UN-Generalversammlung den Kampf gegen den Terror des Gülen-Netzwerks FETÖ, der PKK und des IS (Daesh) sowie den Erfolg der Militäroperation Schutzschild Euphrat und die zur Korrektur der Struktur des UN-Sicherheitsrats notwendigen Reformen ansprechen werde. „Meine Rede auf der Generalversammlung wird einen guten Anlass bieten, den anderen Staaten die vom FETÖ – der Gruppe, die hinter dem vereitelten Putschversuch vom 15. Juli steckt – ausgehende Bedrohung zu erläutern“, sagte Erdogan. „Wir enthüllen die dunklen Seiten des FETÖ bei jeder Gelegenheit. Von nun an wird kein Land mehr ein sicherer Hafen für FETÖ sein.“ Erdogan fügte hinzu, dass er auch seinen berühmten Ausspruch „Die Welt ist größer als die fünf“ wiederholen werde, den er bereits mehrmals auf verschiedenen Plattformen in Anspielung auf das Vetorecht der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats getätigt hatte. Der türkische Präsident weist schon seit Längerem darauf hin, dass die Struktur des UN-Sicherheitsrats geändert werden sollte, da es nicht gerecht sei, dass lediglich fünf Staaten bei die ganze Welt betreffenden wichtigen Fragen ein Vetorecht hätten, während andere Länder in dem Rat gar nicht vertreten seien. Erdogan nimmt an der 71. Sitzungsperiode der UN-Generalversammlung sowie an der Generaldebatte mit dem Thema „Die Ziele für nachhaltige Entwicklung: Ein gemeinsamer Kraftakt zur Transformation unserer Welt“ teil. Er wird während des UN-Gipfels auch mit US-Vizepräsident Joe Biden, dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani, dem katarischen Emir Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, dem japanischen Premierminister Shinzo Abe sowie dem griechischen Premierminister Alexis Tsipras zusammenkommen. Erdogan wird des Weiteren am von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon organisierten Arbeitsessen sowie an dem von US-Präsident Barack Obama und der First Lady Michelle Obama ausgerichteten Empfang teilnehmen.