"Unser erster Lehrer ist Mustafa Kemal Atatürk"
Georgien: Neue türkische Schule als Alternative zu Gülen-Einrichtung

Mehr als 100 Schüler wechselten von der Gülen-nahen Privatschule im georgischen Batumi auf die neue vom türkischen Staat errichtete. Die Eltern nennen vor allem die Gewährleistung einer patriotischen Erziehung und eines guten Bildungsstandards als Gründe für ihre Entscheidung.

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Batumi (nex) – In der georgischen Küstenstadt Batumi öffnete am Montag die erste vom türkischen Staat betriebene Schule ihre Pforten. Die 24 Klassenzimmer umfassende Türkische Schule Batumi, die unter Mithilfe des Vorstandschefs der Metro-Holding, Galip Öztürk, errichtet worden war, hat auch bereits begonnen, ihre Bildungsaktivitäten zu entfalten.

Der Bildungsberater an der türkischen Botschaft in Tiflis, Tufan Karadeniz, sprach während der Eröffnungszeremonie von „neuen Leben und einem Seufzer der Erleichterung“, die sich unter türkischen Bürgern in Batumi ausbreiten. Die Schule werde dem türkischen Lehrplan folgen und dem Bildungsministerium unterstehen. Auch der türkische Generalkonsul in Batumi, Yasin Temizkan, unterstrich die Bedeutung der Lehranstalten und machte deutlich:

„Unsere Werte sind offensichtlich. Unsere Fahne ist offensichtlich. Unser erster Lehrer ist Mustafa Kemal Atatürk. Wir brauchen auch keine Ratschläge irgendwelcher anderer Leute. Lasst uns unsere Kinder erziehen, ihnen unsere Werte mitgeben und unsere Fahne. Lasst unsere Kinder unser Land voranbringen.“ Die Einrichtung der Schule kam gerade zur rechten Zeit für viele türkische Staatsbürger und ihre Kinder in Batumi.

Diese hatten mangels vorhandener Alternativen für türkische Bildung Verträge mit der Sahin Grundschule und der weiterführenden Schule in Batumi, die jedoch Verbindungen zur sogenannten FETO hatte. Die türkischen Eltern meldeten nach dem mutmaßlich von diesem Geheimbund organisierten Putschversuch vom 15. Juli ihre mehr als 100 Kinder von der Schule ab und stattdessen an der neu errichteten Türkischen Schule Batumi an.

„Nationale Einheit und Solidarität machen ein Land aus“, erklärte Kenan Eminoğlu, ein betroffener Vater, seinen Schritt. „Das ist mit einer nationalen Erziehung möglich. Unsere Nation verteidigt diese Werte. Deshalb schicke ich meine Kinder jetzt an diese Schule.“ Die Fethullistische Terrororganisation des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen wird beschuldigt, mehrere Versuche unternommen zu haben, mithilfe ihrer Anhänger innerhalb des Staatsapparats die gewählte Regierung von innen heraus zu stürzen, zuletzt am 15. Juli mithilfe eines versuchten Militärputsches, bei dem 240 Menschen ums Leben kamen und 2200 verletzt wurden.

Gülen soll bereits über Jahrzehnte hinweg strategisch daran gearbeitet haben, die staatlichen Institutionen zu unterwandern und einen von ihm dirigierten „Parallelstaat“ zu errichten.

 

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