Ankara (nex) – Wie eine Quelle aus dem Ministerpräsidentenamt der Türkei mitteilte, kam Ministerpräsident Binali Yildirim am Mittwoch mit dem iranischen Außenminister Dschawad Sarif in Ankara zusammen.
Die Türkei wolle weiterhin die bilateralen wirtschaftlichen und Geschäftsbeziehungen mit dem Iran im Handels, Energie und Transportsektor intensivieren, berichtete die anonyme Quelle weiter. Yildirim habe erklärt, dass die Türkei und der Iran tiefgehende bilaterale Beziehungen hätten, die beide Länder noch verbessern wollten. Sarif habe angemerkt, dass der Iran die gleiche Entschlossenheit zum Erhalt des engen politischen Dialogs zeige. Der iranische Außenminister sei auch mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu zusammengekommen.
Die beiden hätten gemeinsam aktuelle Themen wie Syrien und regionale Entwicklungen erörtert, so die Quelle weiter.
Das türkische Energieunternehmen Unit International hatte im Juni einen 4,2-Milliarden-US-Dollar-Deal mit dem Iran bekanntgegeben. Man werde im Nachbarland insgesamt sieben thermische Kraftwerke mit einer installierten Gesamtkapazität von 6020 Megawatt errichten, hieß es aus der Konzernleitung. In einer Erklärung wurde zudem angekündigt, dass mit dem Bau der Kraftwerke bereits im ersten Quartal des Jahres 2017 begonnen werden würde.
Die nach der Aufhebung des Embargos gegen den Iran infolge des Atomabkommens vom Vorjahr eingetretene wirtschaftliche Wiederbelebung hat sich auch auf die Reiselust der iranischen Bevölkerung ausgewirkt. Dadurch sind auch zahlreiche Städte in der Türkei, darunter vor allem Istanbul, zu beliebten Urlaubszielen der Iraner geworden. Zwischen den beiden Ländern finden derzeit 18 regelmäßige Flüge pro Tag statt.
Düsseldorf (ots) – In der Debatte um die Verkürzung der Schulzeit bis zum Abitur hat Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) den Ländern zum Durchhalten geraten.
„Ich finde die Entwicklung erstaunlich“, sagte Wanka der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ zu dem Befund, dass immer mehr Länder wieder zum G9 und damit zum Abitur nach 13 Schuljahren zurückkehren.
„In Sachsen gibt es G8 seit 1948, ich selbst habe so meinen Abschluss gemacht. Und die Pisa-Erfolge Sachsens geben dem System recht. Wichtig ist also Kontinuität.“ Ein ständiges Hin und Her binnen weniger Jahre verunsichere Schüler, Eltern und Lehrer. „In NRW weiß man nicht, wie es nach 2018 weitergeht“, sagte die CDU-Politikerin. „Ich denke, dass es nicht an der G8-Reform selbst lag.“
Ständige Veränderungen sorgten für Ärger, „deswegen ist es wichtig, in der Bildungspolitik besonnen zu agieren. Aber vor Wahlen kommen dann zu oft Befürchtungen hoch. Dabei wäre es gut, einmal begonnene Reformen auch durchzuhalten“, sagte Wanka.
Von Sahin Karanlik
Wenn du denkst, du hast alle bescheuerten Aktionen bei Facebook längst gesehen, kommt eine noch größere Dämlichkeit daher.
Halal Challenge – dazu nimmt man im Supermarkt, wenn man sonst nichts zu tun oder keine anderen Freuden im Leben hat, Schweinefleisch aus der Kühltheke und legt sie zu Halal-Fleisch. Den ganzen Spaß filmt man natürlich und teilt ihn über die sozialen Netzwerke wie Facebook oder Twitter, dazu nominiert man einen weiteren Kandidaten, der ebenfalls zum nächsten Edeka marschiert und die Mitarbeiter dort mit seinem Schwachsinn nervt.
Ich will ja kein Spielverderber sein und ich gönne euch den Spaß, aber nicht ein Muslim juckt das. Muslime sind keine Vampire oder Gremlins, die beim Anblick von Schweinefleisch schmelzen oder zu Staub verfallen, als wäre es Sonnenlicht. Es ist für sie auch kein Kryptonit oder Silber, wie für Werwölfe. Sie schreien dann nicht vor Todesangst, laufen weg oder verlieren dadurch ihre Muslimkräfte.
Sie haben nichts gegen das Tier an sich. Weder stört sie der Anblick, noch hassen sie es, oder sprechen täglich Verwünschungen gegen sie aus. Sie bedrohen deswegen keine Sparkassen, damit sie die Sparschweinchen aus der Filiale entfernen, oder reißen Seiten aus Zeitschriften oder Büchern raus, weil da ein Schwein abgebildet ist, wie es sonst verbreitet wird. Sie essen es einfach nur nicht. Das ist alles.
Und wenn es doch mal geschieht, dass sie aus Versehen davon kosten oder es ihnen untergejubelt wird, dann sind die nicht verflucht und kommen in die Hölle oder sind todunglücklich. Das geht laut Islam völlig in Ordnung. Da zuckt sogar der Prophet müde mit den Schultern.
Anstatt Schweinefleisch beim Rewe zu kaufen und sie beim türkischen Supermarkt ins Regal zu legen, in dem Glauben, dass die dann den Laden für verseucht halten und den Exorzisten bestellen, schaut doch in eurer Nachbarschaft, ob es nicht dort einen älteren Mitmenschen gibt, für den man die Einkäufe erledigen kann oder ihm vielleicht mal einen Döner mitbringen oder etwas von Burger King, oder mal jemanden, bei dem man weiß, er hat es nicht so dick mit der Kohle, einen Zehner zustecken.
Meinetwegen könnt ihr das dann filmen und teilen. Das wäre doch etwas nützliches, wofür man Geld und Zeit investieren kann. Aber wie ich die Blödheit im Internet kenne, ist das für einige Idioten ziemlich abwegig gedacht – lieber beim Supermarkt an der Ecke mit den Lebensmitteln spielen.
Dortmund (nex) – Wie eine Quelle aus dem Präsidialamt der Türkei mitteilte, hätten Präsident Recep Tayyip Erdogan und Bundeskanzlerin Angela Merkel am heutigen Donnerstag ein Telefongespräch geführt, in dem es hauptsächlich um die Syrienkrise gegangen sei.
Nach Angaben der anonymen Quelle habe Erdogan Merkel über die türkische Militäroperation Schutzschild Euphrat in Nordsyrien informiert. Erdogan und Merkel hätten auch die neuesten Entwicklungen in Aleppo, die Syrienkrise im Allgemeinen sowie den Kampf gegen den Terror erörtert, so die Quelle weiter.
Am 19. September beendete das syrische Regime die einwöchige von den USA und Russland initiierte Waffenruhe. Seitdem sind bei Angriffen auf Aleppo fast 500 Zivilisten getötet und Hunderte verletzt worden. Syrien befindet sich seit Anfang 2011, als Baschar al-Assads Regime Demonstrationen für Demokratie mit unerwarteter Brutalität niederschlug, in einem grausamen Bürgerkrieg.
Die im Libanon ansässige Nichtregierungsorganisation Syrisches Zentrum für Politische Forschung geht von mehr als 470.000 Toten seit Ausbruch des Krieges vor fünf Jahren aus.
Osnabrück (ots) – FDP-Chef Christian Lindner hat der AfD vorgeworfen, durch radikalisierte Rhetorik gewaltbereite Irrläufer anzustacheln. „Die Gewalt beginnt bei der Verrohung der Sprache“, sagte Lindner der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ mit Blick auf die jüngsten Anschläge in Dresden.
Er forderte die „friedliche Mitte der Gesellschaft“ auf, sich gegen Extremismus zu wehren. Wenn aber die AfD von „Lügenpresse“ und „versifften Altparteien“ spreche, „dann ist der gewalttätige Umsturz doch nur ein logischer nächster Schritt“, sagte der FDP-Bundesvorsitzende. Jeder Demokrat müsse widersprechen, wenn beispielsweise AfD-Chefin Frauke Petry den Begriff des „Völkischen“ verwende, der Politik nach Rasse und Blut meine.
Als „Opportunismus“ wertete Lindner das Verhalten der Leipziger CDU-Bundestagsabgeordnete Bettina Kudla , die durch den Gebrauch des Nazi-Begriffs „Umvolkung“ auffiel und ein Übertrittsangebot der AfD bekam. „Dahinter steckt vermutlich keine Überzeugung, sondern nur ein PR-Trick“, sagte der Vorsitzende der Liberalen. Weil Kudla keinen Wahlkreis mehr von der CDU erhalte, entdecke sie plötzlich AfD-Jargon.
Lindner forderte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dazu auf, in der Flüchtlingspolitik nicht nur rhetorisch eine Wende zu vollziehen. Bei Merkel fehle die „Konsequenz im Handeln“. Er erwarte, dass die Kanzlerin die nordafrikanischen Länder bereist, um dort Abkommen zur Rücknahme illegaler Flüchtlinge durchzusetzen.
„Sonst muss denen die Entwicklungshilfe gestrichen werden“, sagte der FDP-Chef. Nötig sei ferner ein Einwanderungsgesetz in Deutschland, das klar zwischen Schutz für Flüchtlinge auf Zeit und Migranten unterscheide, die dauerhaft bleiben könnten.
Köln (nex) – Die Vorsitzende der IG Keupstraße in Köln, Meral Sahin, hat die Aussagen von Beate Zschäpe im NSU-Prozess als „lächerlich“ bezeichnet. „Die Äußerungen haben nicht den geringsten Wert“, sagte Sahin dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Sahin erklärte dazu: „Über Dutzende Verhandlungstage hinweg hat sie geschwiegen, nichts zur Aufklärung beigetragen und jetzt auf einmal fällt ihr angeblich ein, dass sie ihre Meinung geändert hat. Was soll man mit so etwas anfangen?“
Der rechtsextreme Nationalsozialistische Untergrund (NSU) hatte in der überwiegend von türkischen Migranten bewohnten Keupstraße in Köln-Mülheim einen Nagelbombenanschlag verübt, bei dem 22 Menschen verletzt wurden. Zschäpe hatte sich am Donnerstag vor Gericht erstmals selbst geäußert und ihr „Fehlverhalten“ bedauert.
Sie verlas eine kurze Erklärung, in der sie einräumte, sich früher „durchaus mit Teilen des nationalistischen Gedankenguts“ identifiziert zu haben. Dies sei heute jedoch nicht mehr so. „Heute beurteile ich Menschen nicht nach Herkunft und politischer Einstellung, sondern nach Benehmen“, wird Zschäpe auf heute.de zitiert.
Beim Verlesen der kurzen Erklärung habe sie Medienberichten zufolge sehr schnell mit leiser Stimme gesprochen und nervös gewirkt.Zschäpe habe in ihrer kurzen Erklärung ihre Entschuldigung an die Opfer des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) und ihre Hinterbliebenen bekräftigt und auf eine ihrer früheren, von einem Anwalt verlesenen Erklärungen. verwiesen.
Şanlıurfa (nex) – Im laufenden Schuljahr 2016/17 wird die türkische Regierung Bildung für bis zu 450 000 syrische Kinder sicherstellen. Das erklärte der stellvertretende Bildungsminister Orhan Erdem am Mittwoch.
Erdem legte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu dar, dass es derzeit 814 000 syrische Kinder im Schulalter in der Türkei gebe und im letzten Jahr für 340 000 von ihnen eine regelmäßige Beschulung sichergestellt werden konnte. „In diesem Jahr ist es unser Ziel, sie alle in den Bildungsprozess zu bringen.
Derzeit gibt es aber nur Kapazitäten für 400 000 bis 450 000 von ihnen“, erklärte der Politiker. Die Türkei müsse die Kosten für die Bildung der Flüchtlingskinder derzeit selbst tragen, da die versprochenen drei Milliarden Euro aus dem Flüchtlingspakt mit der EU noch nicht eingetroffen wären.
Der türkische EU-Minister und Chefverhandler Ömer Çelik sagte am Montag, die türkische Regierung und NGOs hätten seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien mehr als 25 Milliarden US-Dollar für die Betreuung der fast drei Millionen syrischen Flüchtlinge in der Türkei aufbringen können. Das Schuljahr in der Türkei dauert vom 19. September bis zum 9. Juni.
Ankara (nex) – Yigit Bulut, einer der Chefberater des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, sagte, das Land müsse in Betracht ziehen, mit einem Staatsfonds oder einer Gruppe von Staatsbanken die Bank in Frankfurt zu kaufen. Bulut machte den Vorschlag via Twitter, den größten Kreditgeber Deutschlands in eine „Türkische Bank“ zu verwandeln.
Die Aktien der größten Investmentbank Europas haben in diesem Jahr bereits fast die Hälfte ihres Werts verloren. Sie erreichten am vergangenen Dienstag einen Rekordtief – das US-amerikanische Justizministerium hat der Deutschen Bank eine Strafe von 14 Milliarden US-Dollar für Hypothekengeschäfte angedroht.
Die US-Ratingagentur hat am vergangenen Freitag die Kreditwürdigkeit der Türkei auf Ramschniveau gesenkt. Als Begründung hat sie dabei das verlangsamte Wirtschaftswachstum sowie die Verschlechterung der Kreditbedingungen aufgeführt.
„Es gibt einige gute Firmen innerhalb der EU, die in Schwierigkeiten geraten könnten und wir müssen bereit sein, um uns an diesen eine Mehrheitsbeteiligung zu sichern“, schrieb Bulut auf Twitter. Dafür seien private wie auch staatliche Investitionen notwendig. Er fragte den türkischen Präsidenten direkt:
„Würde es Sie nicht glücklich machen, wenn aus der Deutschen Bank die Türkische Bank würde?“
Der Vorschlag könnte den Deutschen sauer aufstoßen – wird doch die Deutsche Bank trotz aller Beschwerlichkeiten als ein „Nationalheld“ angesehen und hat in der deutschen Wirtschaft eine wesentliche Rolle gespielt.
Weitere Opfer des Supermarkt-Schlägers von Lichtenberg gesucht
Berlin (nex) – Nach dem Tod eines mutmaßlichen Ladendiebes, der auf Misshandlungen durch den Leiter eines Bahnhofs-Supermarktes in Berlin zurückgeführt wird, ermittelt die Polizei gegen den Mann wegen des Verdachts auf Körperverletzung mit Todesfolge.
Außerdem vermuten die Ermittlungsbehörden, dass es noch weitere Vorfälle ähnlicher Art gegeben haben soll. Der Filialleiter wurde am Dienstag festgenommen. Auf die Spur des mutmaßlichen Supermarkt-Schlägers kam die Polizei nach dem Tod eines 34-jährigen Moldawiers, der am 20. September an den Folgen schwerer Gesichtsverletzungen gestorben war.
(Facebook/Screenshot)
Dieser soll am Freitag zuvor von dem 29-jährigen Verdächtigen beim Ladendiebstahl erwischt worden sein. Statt den Dieb anzuzeigen oder die Polizei zu rufen, soll der Filialleiter ihn schwer misshandelt haben. Zwei Tage später suchte der Geschädigte einen Arzt auf, der diesen ins Krankenhaus einwies.
Dort verstarb der Mann. Neben dem tatverdächtigen Filialleiter wurde auch noch ein zweiter leitender Verantwortlicher des Supermarktes festgenommen. Die Polizei geht davon aus, dass es nicht der erste Fall von Selbstjustiz innerhalb des Ladens war und sucht nun nach Zeugen und Opfern ähnliche Übergriffe.
Pressemitteilung der Polizei Berlin: Nach tagelangen intensiven Ermittlungen unserer 8. Mordkommission und der Staatsanwaltschaft Berlin wurde vorgestern ein Supermarkt im Bahnhof Lichtenberg kurzfristig geschlossen und durchsucht.Ermittlungen hatten ergeben, dass es sich bei dem Supermarkt wahrscheinlich um den Tatort zu einem Verbrechen handelt, bei dem ein Mann misshandelt wurde und wenig später an seinen Verletzungen erlag.
Bei dem Polizeieinsatz mit über 40 Beamten wurden zwei Verantwortliche des Lebensmittelmarktes vorläufig festgenommen. Zudem erfolgte eine intensive Spurensuche.
Hintergrund: Am 19. September 2016 erschien ein Mann mit schweren Gesichtsverletzungen in der Praxis eines Arztes in Lichtenberg und gab an, zwei Tage zuvor geschlagen worden zu sein. Der Arzt veranlasste die stationäre Aufnahme in ein Krankenhaus. Von dort wurde die Polizei informiert.
Einen Tag später erlag das Opfer seinen schweren Kopfverletzungen.
Die Ermittlungen im Supermarkt und anschließende Vernehmungen ergaben, dass der Verstorbene in den Morgenstunden des 17. September als Ladendieb in dem Geschäft festgestellt wurde. Anstatt ihn der Polizei zu übergeben, soll er von dem 29-jährigen Filialleiter derart körperlich misshandelt worden sein, dass er an den Folgen der Verletzungen verstarb. Gegen den 29-Jährigen wurde gestern ein Haftbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge erlassen.
Die Ermittlungen zu weiteren, gleichgelagerten Vorfällen in diesem Markt dauern an. Es liegen bereits diverse Erkenntnisse und Aussagen vor, dass es in der Vergangenheit dort zu weiteren tätlichen Angriffen, unter anderem auf Ladendiebe, gekommen war.
In diesem Zusammenhang fragt unsere 8. Mordkommission:
– Wer kennt das abgebildete Opfer?
– Wer kann nähere Angaben zu seinem Aufenthalt in den vergangenen Wochen machen?
– Wer weiß, wo sich das Opfer am Sonnabend, dem 17. September 2016, und in der Nacht vom 18. zum 19. September aufgehalten hat?
– Wer kennt eine Person, die in der Vergangenheit ebenfalls in dem Supermarkt tätlich angegriffen wurde und dies nicht bei der Polizei angezeigt hat?
Hinweise nimmt die 8. Mordkommission unseres Landeskriminalamtes Berlin in der Keithstraße 30 in Tiergarten unter der Telefonnummer (030) 4664 – 911 888, per Telefax an die Nummer (030) 4664 – 911 899, per E-Mail an lka118@polizei.berlin.de oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
New York (nex) – Die 22-jährige US-amerikanische Journalistin Noor Tagouri hat mit einem Interview in dem für pornografische Inhalte bekannten Magazin „Playboy“ eine Kontroverse ausgelöst.
Die Mitarbeiterin eines Videonachrichten-Netzwerks posiert als erste Muslimin in Jeans und mit Kopftuch in der jüngsten Ausgabe der umstrittenen Publikation, die neben Nacktaufnahmen von Frauen auch Features und Artikel zu unterschiedlichen Themen des Tagesgeschehens und des gesellschaftlichen Lebens beinhaltet. Sie wird dabei im Rahmen einer Artikelserie über Frauen und Männer vorgestellt, die „alles riskiert haben, um das zu tun, was sie lieben“.
Tagouri erzählt in dem Beitrag über ihre Lebensziele und ihre Kindheit und Jugend in den USA. Die Amerikanerin mit libyschen Wurzeln will zur ersten Moderatorin einer Haupt-Nachrichtensendung mit Kopftuch werden. Tagouri erklärt zu ihrem Auftritt, sie wollte auf diese Weise eine Gelegenheit nutzen, um rassistischen Stereotypen und Diskriminierung von Muslimen in den USA entgegenzuwirken.
Noor Tagouri ist nicht nur Journalistin, sondern auch Aktivistin. Aktuell setzt sie sich besonders gegen Menschenhandel und Gewalt gegen Frauen ein. Zu Weihnachten sowie an anderen Feiertagen mobilisiert sie Freiwillige und verteilt Nahrungsmittel und Kleidung an Obdachlose. Sie engagiert sich auch für Flüchtlinge und Palästina. Des Weiteren kreierte sie eine Bekleidungsedition; mit dem Erlös aus dem Verkauf unterstützt sie Frauen in Not.
Obwohl Tagouri sich für Playboy nicht ausgezogen hat, stieß die junge Frau, die bereits mit 20 Jahren ein College-Studium in Maryland beendete, in der muslimischen Community auf völliges Unverständnis. Auf muslimischen Blogs und Online-Plattformen wird Tagouri vorgeworfen, sie habe mit ihrem Auftritt zur Legitimierung einer Publikation beigetragen, die geradezu symbolhaft für die Degradierung von Frauen zu Sexualobjekten stehe.
„Wir können nicht anfangen, mit dieser Plattform zusammenzuarbeiten, nur weil ihr Image weicher geworden ist“, kritisierte etwa „The Muslim Vibe“.