Berlin – Der Migrationsexperte Schammann fordert von der Bundesregierung, Asylbewerber in Deutschland besser zu integrieren.
Im rbb24 Inforadio kritisierte er am Mittwoch vor allem die finanziellen Kürzungen bei den Integrationskursen. Das würde auch diejenigen treffen, die sich wirklich integrieren wollen, sagte das Mitglied im Sachverständigenrat für Migration.
Generell beobachte er beim Thema Migration viel Symbolpolitik. Viel wichtiger seien europäische Lösungen, etwa die Umsetzung des gemeinsamen Asylsytems. Die dürften aber nicht allein auf Abschottung abzielen. Im Koalitionsvertrag fehlten Möglichkeiten zur Öffnung legaler Einreisewege.
„Grade die Integrationswilligen werden damit getroffen und das bedeutet, dass wir insgesamt in dem Integrationsbereich – auch vor Ort, in den Kommunen – immer mehr Unsicherheit erleben. Strukturen brechen weg, Professionalität, die wir erreicht haben in den letzten zehn Jahren, wo wirklich auch Kommunen sich besser aufgestellt haben, da wird nun die Axt angelegt, weil auch viele Bundesländer nicht mehr bereit sind, da so intensiv reinzugehen und viele Kommunen aus Angst vor der AfD ihre Integrationsstrukturen streichen.“
Schammann fordert: „Da müsste jetzt der Bund viel stärker reingehen und Bekenntnis zu Integration formulieren und das fehlt bislang völlig.“ Generell warnte Schammann davor, dass Abschreckung und Desinteresse letztlich nicht nur auf Geflüchtete wirke, sondern auch auf potenzielle Fachkräfte aus dem Ausland. Rund ein Jahr nachdem der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD vorgestellt wurde, sieht der Experte also großen Nachbesserungsbedarf.
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