S-400-Sanktionen
USA: „Fuck the EU“-Nuland kritisiert Türkei wegen Varoscha

Laut einer hochrangigen US-Diplomatin ist Präsident Joe Biden weiterhin für eine Aufrechterhaltung der CAATSA-Strafmaßnahmen gegen die Türkei wegen ihres Kaufs des russischen S-400-Raketenabwehrsystems.

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Washington – Laut einer hochrangigen US-Diplomatin ist Präsident Joe Biden weiterhin für eine Aufrechterhaltung der CAATSA-Strafmaßnahmen gegen die Türkei wegen ihres Kaufs des russischen S-400-Raketenabwehrsystems.

Washington würde zudem weitere Sanktionen verhängen, falls Ankara zusätzliche große Waffensysteme aus Moskau kaufen sollte, so Vize-Außenministerin Victoria Nuland in einer Aussage vor dem Kongress. Nuland verurteilte auch die Ankündigung der türkisch-zypriotischen Behörden, Varoscha, eine verlassene Stadt, für eine mögliche Ansiedlung teilweise wieder zu öffnen.

„Fuck the EU!“ Mit diesem Ausruf ging Victoria Nuland 2014 in die Geschichte ein. Nuland war in der Präsidentschaftszeit von Barack Obama unter Außenminister John Kerry die zuständige Unterstaatssekretärin für Europa.

Auf einem YouTube-Video war damals eine private Unterhaltung zwischen Nuland und Geoffrey Pyatt zu vernehmen, dem US-Botschafter in der Ukraine. In dem Tonbandmitschnitt eines Telefonats, den Unbekannte im Internet veröffentlichten äußerte Nuland in weniger schönen Worten ihre Missachtung gegenüber der Europäischen Union.

Im Gespräch mit Pyatt erklärte Nuland die Position der EU bei der Lösung der damaligen Krise in der Ukraine könne ignoriert werden. „Fuck the EU“ – also „Scheiß auf die EU“ – ist wörtlich auf dem Mitschnitt zu hören. Nuland verwies auf Pläne, einen UN-Vertreter und damaligen Vizepräsident Joe Biden in die Verhandlungen einzubeziehen.

Nuland war als Unterstaatssekretärin für Europa vor allem in der Ukraine im Einsatz. Sie betrieb dort eine energisch anti-russische Politik, was schließlich zum Putsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten der Ukraine, Wiktor Janukowytsch, führte.

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