Umsiedlung der Ahiska-Türken
Auf Wunsch Erdogans: Weitere Ahiska-Türken aus der Ukraine in der Türkei angekommen

„Unser Präsident hat bei seinem Ukrainebesuch im vergangenen Jahr Vereinbarungen zur Übersiedlung der Ahiska-Türken in die Türkei getroffen“, so der stellvertretende Gouverneur von Erzincan, Ahmet Türköz.

Teilen

Ankara (nex) – Über 300 Mescheten aus der Region der turksprachigen Minderheit in der Ostukraine kamen am heutigen Freitagmorgen in der osttürkischen Provinz Erzincan an.

Die Ahiska-Türken mussten während des jüngsten Konflikts zwischen den ukrainischen Streitkräften und russischen Separatisten ihr Zuhause in Slowjansk, einer Stadt in der Ostukraine verlassen.

Die auch als Ahiska-Türken bezeichnete Volksgruppe musste während des Konflikts zwischen den ukrainischen Streitkräften und prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine ihr Zuhause verlassen. Dies ist nun die vierte Gruppe, die in die Türkei gebracht worden ist.

Etwa 1.200 Ahiska-Türken sind seit dem vergangenen Dezember in drei Gruppen im Distrikt Üzümlü in Erzincan angekommen, wo das Gouverneursamt ihnen möblierte Wohnungen zur Verfügung gestellt hat. Der stellvertretende Gouverneur von Erzincan, Ahmet Türköz, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, dass etwa 595 Familien in die Provinz gebracht werden sollen.

„Unser Präsident hat bei seinem Ukrainebesuch im vergangenen Jahr Vereinbarungen zur Übersiedlung der Ahiska-Türken in die Türkei getroffen“, so Türköz.

Im April vergangenen Jahres setzte die Türkei Regelungen um, die die legale Aufnahme von 3000 Ahiska-Türken als Asylsuchende ermöglichte. Nach Angaben der World Ahiska Turks Association leben etwa 25.000 Ahiska-Türken in der Türkei. Sie wurden im Jahr 1944 durch den Sowjetführer Josef Stalin aus ihrer Heimat, der Meschetenregion in Georgien, vertrieben.

Sowohl vor als auch nach ihrer Deportation erfuhr die Volksgruppe Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen. Diejenigen, die 1990 in die Ukraine emigrieren konnten, lebten in Elendsquartieren, die von Saisonarbeitern genutzt wurden.

Nach Angaben der World Ahiska Turks Association leben etwa 25.000 Ahiska-Türken in der Türkei. Sie wurden im Jahr 1944 durch den Sowjetführer Josef Stalin aus ihrer Heimat, der Meschetenregion in Georgien, vertrieben. Sowohl vor als auch nach ihrer Deportation erfuhr die Volksgruppe Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen. Diejenigen, die 1990 in die Ukraine emigrieren konnten, lebten in Elendsquartieren, die von Saisonarbeitern genutzt wurden.

 


Auch interessant:

Ahiska-Türken: “Möge Gott die Türkei und Präsident Erdogan segnen”

 

Auch interessant

Netanjahu fordert Ermittlungen gegen Soldaten aus Gaza-Dokumentarfilm „NAZA“

Tel Aviv - Der preisgekrönte Dokumentarfilm „NAZA“ wirft Fragen zur israelischen Kriegsführung im Gazastreifen auf. Anhand von Aussagen von 24 anonymisierten Soldaten und Geheimdienstmitarbeitern...

Digitale Vignette in Tschechien: Was Autofahrer wissen sollten

Wer mit dem Auto nach Tschechien reist oder das Land auf dem Weg in ein anderes Reiseziel durchquert, sollte sich frühzeitig mit der dort...

Die Nirim-Affäre: Israels frühestes Staatsgeheimnis

Es war ein einzelner Tagebucheintrag von Israels erstem Premierminister David Ben-Gurion, der den Fall für Jahrzehnte festhielt — ohne dass die Öffentlichkeit je davon...

AfD-Landtagspräsident gewählt: Ein gefährlicher Schlag gegen die Demokratie

Gastkommentar von Kemal Bölge Die Wahl eines Rechtsextremisten zum neuen Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt ist ein Affront gegen die parlamentarische Demokratie in Deutschland. Es kommt noch...

Nach Wahl von AfD-Politiker: SPD-Abgeordneter warnt vor großer Katastrophe

Berlin - Der SPD-Bundestagsabgeordnete Macit Karaahmetoğlu hat scharf auf die Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Präsidenten des Landtags von Sachsen-Anhalt reagiert. Karaahmetoğlu bezeichnete...

Headlines

Israel: Opposition attackiert Netanyahu als „zu pro-palästinensisch“

Tel Aviv - Wenige Wochen vor den schicksalhaften Parlamentswahlen in Israel am 27. Oktober offenbart der Wahlkampf eine bemerkenswerte...

Indiens Jugend fordert die Regierung heraus

Neu-Delhi - In Indien ist in den vergangenen Monaten eine Protestbewegung entstanden, die vor allem von jungen Menschen getragen...

Kommentar: „Die AKP steckt in ihrer schwersten Krise“

Ein Gastkommentar von Kemal Bölge İsmail Saymaz und Murat Ağırel sind investigative Journalisten in der Türkei. Beide schreiben über aktuelle...

Nobelpreisträgerin Navi Pillay: „Israel begeht einen Völkermord“

Genf– Israel hat im Gazastreifen Völkermord an den Palästinensern begangen, erklärte die Unabhängige Internationale Untersuchungskommission der Vereinten Nationen für...

Meinung

BND-Skandal: Ex-Chef Hanning und seine Verbindungen zum Mossad

Berlin - In Deutschland sorgen Berichte über die Verbindungen des wegen Spionageverdachts festgenommenen ehemaligen Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes (BND), August Hanning, für Aufsehen. Wie die Nachrichtenplatform...

Die Nirim-Affäre: Israels frühestes Staatsgeheimnis

Es war ein einzelner Tagebucheintrag von Israels erstem Premierminister David Ben-Gurion, der den Fall für Jahrzehnte festhielt — ohne dass die Öffentlichkeit je davon...

Rapor: Afrika Gençliği Ruh Sağlığında Dünya Lideri

Londra - Maddi refah, ruh sağlığının garantisi değil. Şubat 2026 sonunda yayımlanan yeni bir küresel rapor, zihinsel esenlik haritasını temelden sarstı. İngiltere, Japonya ve Yeni...

CHP: Vatandaşlar ile Parti Arasındaki Artan Kopuş

Nabi Yücel Vatandaşlarla partiler arasındaki giderek derinleşen kopuş, Türkiye'nin en köklü partisi CHP üzerinden somut biçimde gözlemlenebilir. Cumhuriyet Halk Partisi, 38. Olağan Kurultay'ın ardından ve...

Geleceğin Cumhurbaşkanı: Hakan Fidan

Polat Karaburan Recep Tayyip Erdoğan, yarım asrı aşkın bir süredir Türkiye’nin siyasi hayatına yön veriyor. 1976 yılında merhum Necmettin Erbakan’ın siyasi hareketinde filizlenen bu yolculuk,...