World Humanitarian Summit
Flüchtlingsgipfel: UNO-Chef kritisiert Abwesenheit der G7-Staaten

„Es ist enttäuschend, dass [einige] Weltführer hier nicht dabei sein konnten, insbesondere jene der G7-Staaten außer Frau Merkel aus Deutschland“, so Ban.

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UNO-Chef Ban Ki-moon prangert Abwesenheit der G7 auf dem Humanitären Weltgipfel (WHS) an

Istanbul (nex) – Ban Ki-moon erklärt, die Abwesenheit der Staats- und Regierungschefs der G7 – mit Ausnahme von Angela Merkel – auf dem Humanitären Weltgipfel sei keine Entschuldigung für Untätigkeit.

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon übte am gestrigen Dienstag scharfe Kritik an der Abwesenheit der Staats- und Regierungschefs der G7 mit Ausnahme der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem weltweit ersten Humanitären Weltgipfel in Istanbul.

„Es ist enttäuschend, dass [einige] Weltführer hier nicht dabei sein konnten, insbesondere jene der G7-Staaten außer Frau Merkel aus Deutschland“, sagte Ban auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem WHS-Gastgeber, dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan.

„Die Abwesenheit dieser Spitzenpolitiker stellt keine Entschuldigung für Untätigkeit dar. Sie haben eine besondere Verantwortung zur Förderung des Friedens und der Stabilität“, fuhr der UNO-Chef fort und fügte hinzu, dass er den Gipfel vor vier Jahren „aus Besorgnis über steigende Bedürfnisse im humanitären Bereich und sinkenden Willen aufseiten der Politik“ vorgeschlagen habe.

Die G7-Staaten, auch Gruppe der 7 genannt, besteht aus den weltweit bedeutendsten Industrienationen. Dem Gremium gehören Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, das Vereinigte Königreich und die USA an.

Während des Gipfels, an dem über 100 der insgesamt 193 UN-Mitgliedsstaaten und 55 Staats- und Regierungschefs teilnahmen, wurden Ansätze zur Lösung der sich verschlimmernden humanitären Krise erörtert.

Diese sind unter anderem: Vorbeugung und Beendigung von Konflikten, Beachtung der Regeln der Kriegsführung, Behandlung der Zwangsumsiedlungsfrage, Behandlung der Geschlechtergleichstellungsfrage, Bewältigung des Klimawandels, Beendigung der Notwendigkeit von Beihilfen und Investition in die Menschheit.

Die Türkei, Gastgeberin des ersten Humanitären Gipfels dieser Art, belegte nach den neuesten Zahlen des Türkischen Präsidiums für Internationale Kooperation und Koordination (TIKA) in den Jahren 2012 und 2013 auf der Liste der Länder mit dem größten humanitären Engagement den dritten Platz.

Nach einem weiteren Bericht über Globale Humanitäre Hilfe waren im Jahr 2013 die fünf größten Spendengeber die USA mit 3,8 Milliarden US-Dollar, gefolgt von EU-Institutionen mit 1,9 Milliarden US-Dollar, der Türkei mit einer Milliarde US-Dollar und Schweden mit 784 Millionen US-Dollar. Seit Beginn der Flüchtlingskrise hat die Türkei, die fast drei Millionen Syrer beherbergt, etwa 10 Milliarden US-Dollar für deren Versorgung ausgegeben.


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