Iran-Krieg
Mossad-Versprechen: Netanjahu frustriert über ausbleibenden Aufstand im Iran

Laut New York Times ist Benjamin Netanjahu frustriert über den ausbleibenden Aufstand im Iran. Mossad-Einschätzungen zur Destabilisierung Teherans stehen in der Kritik.

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Tel Aviv – Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist intern offenbar zunehmend frustriert darüber, dass ein erwarteter Volksaufstand gegen die Führung in Teheran bislang ausgeblieben ist.

Berichten zufolge basierte die israelische Strategie maßgeblich auf der Einschätzung des Mossad, wonach gezielte Angriffe und wirtschaftlicher Druck ein Machtvakuum im Iran provozieren würden.

Wie die New York Times unter Berufung auf aktuelle und ehemalige Regierungsbeamte aus Israel und den USA berichtet, wächst in den Sicherheitszirkeln die Kritik an den Prognosen des Auslandsgeheimdienstes Mossad.

Dieser hatte dem Ministerpräsidenten offenbar zugesichert, dass die iranische Bevölkerung die Gelegenheit nutzen würde, um das System zu stürzen, sobald die militärische Infrastruktur der Revolutionsgarden (IRGC) durch israelische Präzisionsschläge geschwächt sei.

Mossad-Einschätzungen in der Kritik

Trotz massiver Sabotageakte und der gezielten Tötung hochrangiger Funktionäre innerhalb des Irans blieb die von israelischen Strategen erhoffte Kettenreaktion in der Zivilgesellschaft aus. Interne Quellen deuten darauf hin, dass Netanjahu die Geheimdienstführung nun für die Fehleinschätzung der sozialen und politischen Stabilität des Iran verantwortlich macht.

In Sicherheitskreisen wird diskutiert, ob der Mossad die Wirksamkeit der iranischen Sicherheitsapparate unterschätzt oder die Stimmung innerhalb der Bevölkerung falsch interpretiert hat. Die Frustration in Jerusalem wiege schwer, da die israelische Militärplanung der letzten Monate stark auf dem Szenario eines internen iranischen Kollapses aufbaute.

Strategische Neuausrichtung nach ausbleibendem Umsturz

US-Beamte bestätigten gegenüber der New York Times, dass die ausbleibende Destabilisierung des Irans auch Auswirkungen auf die regionale Koordinierung hat. Während Israel auf einen schnellen Regimewechsel setzte, warnen Geheimdienstanalysten in Washington nun vor einer weiteren Eskalation, da Teheran seine internen Strukturen trotz der Angriffe festigen konnte.

Der Bericht verdeutlicht die wachsende Kluft zwischen der politischen Führung in Israel und den Nachrichtendiensten hinsichtlich der langfristigen Erfolgsaussichten der aktuellen Konfrontationsstrategie.

Der Iran-Krieg seit Februar 2026

Der Krieg gegen den Iran begann am 28. Februar 2026 mit massiven Überraschungsangriffen der USA und Israels auf strategische Ziele im gesamten Land. Bei diesen Luftschlägen wurde der Oberste Führer Ali Chamenei sowie zahlreiche weitere hochrangige Regierungsbeamte getötet. Teheran reagierte umgehend mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, US-Stützpunkte und mit den USA verbündete Staaten im Nahen Osten.

Obwohl die Militäroperation ursprünglich auf eine schnelle Enthauptung des Systems abzielte, dauert der Konflikt bereits länger an als von den Strategen in Washington und Tel Aviv prognostiziert. Entgegen der Erwartungen eines Zusammenbruchs übernahm Chameneis Sohn, Mojtaba Chamenei, die Macht und stabilisierte die Führung der Islamischen Republik.

Ein zentraler Schauplatz der Auseinandersetzung bleibt die Straße von Hormus. Die strategisch wichtige Schifffahrtsroute ist seither durch Blockaden und Sabotageakte weitgehend gelähmt, was zu einer massiven Krise der globalen Energieversorgung geführt hat.

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