Studie
Wenn Online-Dating zum Burnout führt

Die meisten Menschen daten online. Doch die Zahl der Nutzer:innen, die sich vom Online-Dating ausgebrannt fühlt, nimmt stetig zu.

Teilen

Die meisten Menschen daten online. Doch die Zahl der Nutzer:innen, die sich vom Online-Dating ausgebrannt fühlt, nimmt stetig zu. In der aktuellen Studie untersucht Dr. Wera Aretz, Psychologieprofessorin an der Hochschule Fresenius in Köln, wie Online-Dating-Burnout entsteht.

Es ist die erste Studie in Deutschland, die sich diesem Thema aus wissenschaftlicher Perspektive widmet. Dazu vergleicht das Forschungsteam die Ergebnisse mit den Angaben von Personen, die keine Online-Dating-Portale nutzen. Daher sind auch Menschen, die nicht online daten, eingeladen, an der Studie teilzunehmen. Die zwölfminütige Teilnahme an der Online-Befragung ist ohne Anmeldung oder Registrierung möglich.

Online-Dating-Burnout

Ein Großteil der Online-Dating-User:innen verbringt viel Zeit auf Dating-Plattformen, swipt eifrig Profile und kommuniziert mit Matches. Zu den ersehnten Treffen kommt es dann jedoch häufig nicht. Dennoch treibt die Hoffnung auf die große Liebe sie weiter an. Ein Teufelskreislauf, denn der langfristige Erfolg bleibt oftmals aus. Die mögliche Folge: Ein Online-Dating-Burnout.

„Auch wenn viele Userinnen und User zu Beginn Spaß beim Online-Dating haben, kann eine sehr lange und zu intensive Nutzung auch negative Folgen für die Psyche haben“, erklärt Prof. Dr. Wera Aretz. So berge beispielsweise die große Auswahl an möglichen Partner:innen für bestimmte Persönlichkeitstypen die Gefahr, sich überfordert zu fühlen und sich nicht entscheiden zu können. Ein weiteres Beispiel ist das Ghosting, das sich ungünstig auf das Selbstwertgefühl auswirken könne.

„Diese und weitere Faktoren können psychisch sehr belastend sein und zu einem Online-Dating-Burnout führen“, so Aretz weiter. „Dieses neu aufgekommene Phänomen wirft wichtige Fragen zur mentalen und zum Umgang mit digitalen sozialen Interaktionen auf. Es ist daher wichtig, die Ursachen, Symptome und präventiven Maßnahmen im Kontext des Online-Dating-Burnouts zu analysieren, um ein besseres Verständnis für die damit verbundenen Risiken zu entwickeln und mögliche Lösungsansätze zu entwickeln. Dies wollen wir mit unserer aktuellen Studie untersuchen.“

Die Studie vergleicht Online-Dating-Nutzer:innen mit Personen, die Online-Dating-Portale nicht oder nicht mehr nutzen. Daher kann jede:r diesen Fragebogen beantworten – ganz gleich, ob der Teilnehmende noch niemals Online-Dating genutzt hat, derzeit kein Online-Dating mehr verwendet oder aber aktive:r Nutzer:in ist.

Die Online-Umfrage können Interessierte hier ausfüllen: https://bit.ly/41fHojN

Auch interessant

Psychische Anforderungen bei der Arbeit gut gestalten

Berlin - Störungen im Arbeitsablauf, hohe Arbeitsintensität oder ein schlechtes zwischenmenschliches Klima wirken sich negativ auf das Wohlbefinden von Beschäftigten aus und können auch...

Pistorius räumt Fehler ein: Keine Genehmigung für Auslandsreisen nötig

Berlin – Nach wochenlanger Verwirrung um eine mögliche Genehmigungspflicht für längere Auslandsaufenthalte hat Verteidigungsminister Boris Pistorius einen Fehler im Wehrdienstgesetz eingeräumt. „Diese Regelung hat für...

China stellt 1.000-PS-Supersportler Denza Z vor

Peking – Der chinesische Elektroautohersteller BYD hat auf der Automesse in Peking sein neues Hypercar Denza Z vorgestellt. Das viersitzige Elektrofahrzeug soll zunächst in...

Palästinenser: Israel hält seit Jahren Steuermillionen zurück

Jerusalem - Der palästinensische Premierminister Mohammad Mustafa warnte am Sonntag eindringlich vor den Folgen der israelischen Finanzpolitik. „Die Besatzung kürzt unsere Mittel seit Jahren,...

Papst Leo XIV.: „Ich trage das Foto eines getöteten muslimischen Jungen bei mir“

Rome - Papst Leo XIV. hat enthüllt, dass er ständig das Foto eines muslimischen Jungen bei sich trägt, der während der israelischen Invasion im...

Headlines

Çelik: „Neutralitätspolitik der Türkei ist keine Schwäche“

Ein Gastkommentar von Özgür Çelik Das Magazin Foreign Affairs veröffentlichte am 27. April 2026 eine Analyse von Aslı Aydıntaşbaş mit...

Ex-Mossad-Chef: „Ich schäme mich, Jude zu sein“

Jerusalem - Der ehemalige Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad, Tamir Pardo, hat die israelischen Aktionen im besetzten Westjordanland scharf...

Palästinenser: Israel hält seit Jahren Steuermillionen zurück

Jerusalem - Der palästinensische Premierminister Mohammad Mustafa warnte am Sonntag eindringlich vor den Folgen der israelischen Finanzpolitik. „Die Besatzung...

US-Kongress diskutiert Schutzrechte für Amerikaner in der israelischen Armee

Washington D.C. - Laut Berichten von Military.com zielt eine Initiative im US-Kongress darauf ab, wichtige militärrechtliche Schutzmaßnahmen auf US-Bürger...

Meinung

Kleine Bewegung. Große Wirkung: Kampagne für mehr Aktivität

Berlin - Drei von vier Deutschen fordern politisches Handeln für Bewegung. Das zeigt eine Studie, initiiert vom Wort & Bild Verlag, in Zusammenarbeit mit...

Çelik: „Neutralitätspolitik der Türkei ist keine Schwäche“

Ein Gastkommentar von Özgür Çelik Das Magazin Foreign Affairs veröffentlichte am 27. April 2026 eine Analyse von Aslı Aydıntaşbaş mit dem Titel „Die Bedrohung der...

Araştırma: ChatGPT kullanımı beyin aktivitesini önemli ölçüde azaltıyor

Cambridge – MIT Media Lab tarafından yapılan bir araştırma, ChatGPT ve diğer AI asistanlarının kullanımının beyin aktivitesini büyük ölçüde azalttığına dair ilk kanıtları sunuyor. Araştırma,...

Wall Street Journal: Türkiye’nin durdurulması gerekiyor

Konuk Yazar: Özgür Çelik Bradley Martin tarafından kaleme alınan ve 4 Mart 2026 tarihinde Wall Street Journal'da yayımlanan "Türkiye'yi Dizginlemek İçin Acil Bir İhtiyaç" (An...

Araştırma: Dini İnanç, Gençleri Kaygı Bozukluklarından Koruyan Temel Bir Faktör

Almanya - Bochum Ruhr Üniversitesi (RUB) tarafından yürütülen güncel bir araştırma, dini inancın çocukların ve gençlerin ruh sağlığı için kritik bir koruyucu faktör olduğunu...