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Reuters: Türkische Wirtschaft wächst und überwindet allmählich Währungskrise

Die türkische Wirtschaft kommt nach der Währungskrise wieder zunehmend auf stabilere Beine.

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Istanbul – Die türkische Wirtschaft kommt nach der Währungskrise wieder zunehmend auf stabilere Beine.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Montag unter Berufung auf das türkische Statistikamt berichtet, kletterte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen April und Juni saison- und arbeitstäglich bereinigt zum Vorquartal um 1,2 Prozent. Das war das zweite Wachstum in Folge.

Um die starke Inflation der letzten Monate einzudämmen, ließ der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, Anfang Juli die Leitzinsen um 4,25 Prozent drastisch senken und wurde dafür heftig kritisiert.

Notenbankchef Murat Uysal, der nach dem Rauswurf von Murat Cetinkaya Anfang Juli dessen Posten übernommen hatte, senkte die Zinsen  von 24 auf 19,75 Prozent. Wie die Wirtschaftszeitung Handelsblatt weiter berichtet, hat sich Erdogans Entscheidung bisher jedoch als rational erwiesen.

„Die Wirtschaft scheint das Schlimmste hinter sich zu haben“, schreibt Handelsblatt.

Handelsblatt weiter:

Es ist aber nicht nur die Zentralbank, die Einfluss auf die türkische Wirtschaft hat. Der Kauf russischer S400-Abwehrraketen durch die türkische Regierung sorgte dafür, dass sich viele Unternehmer und Investoren in dem Land vor Sanktionen aus den USA fürchteten. Am Ende gab es faktisch kaum Strafmaßnahmen.

Nusret Altinbas, Chef der türkischen Investmentfirma Alnus Yatirim, ist überzeugt, dass viele Anleger und Analysten dies falsch eingeschätzt hätten. „Auch die großen Ratingagenturen gingen davon aus, dass der Druck auf der Türkei steigt“, erklärt er das Vorgehen von Fitch und Moody’s, die ihr Türkeirating in diesem Sommer erneut herabgesetzt haben. Doch letztlich habe sich die Lage entspannt.

Die türkische Währung hatte im vorigen Jahr rund 30 Prozent an Wert verloren. Dies führte zu höheren Zinsen, mehr Inflation und einer deutlich geringen Inlandsnachfrage.

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