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Kommentar: „Flüchtlinge kehren nach türkischer Offensive in ihre Heimat zurück“

Während die ganze Welt das syrische Flüchtlingsproblem erörtert, in USA und EU Rassismus ansteigt, bemüht sich die Türkei mit ihrer Syrien-Politik um eine freiwillige Rückkehr der syrischen Flüchtlinge. Ein Kommentar.

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Von Can Acun

Nach der Befreiung von Afrin Stadtzentrum und Afrin Kreisstadt von der Herrschaft der terroristischen Elemente im Rahmen der Operation Olivenzweig kehren nun die Zivilbürger nach Afrin zurück. Auch syrische Kurden, die vor der PKK/YPG Unterdrückung aus der Region geflohen waren, kehren in ihre Häuser zurück. Während die ganze Welt das syrische Flüchtlingsproblem erörtert, in USA und EU Rassismus ansteigt, bemüht sich die Türkei mit ihrer Syrien-Politik um eine freiwillige Rückkehr der syrischen Flüchtlinge.

Wir sehen, dass nach der Operation Schutzschild Euphrat, dank der Maßnahmen der Türkei für die Einkehr des Alltaglebens, die syrischen Flüchtlinge in der Türkei wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sind.

Die Türkei kämpft auf der einen Seite gegen den Terror in Syrien und schafft auf der anderen Seite sichere Häfen für die Zivilbürger. Nach der Operation Schutzschild Euphrat sind an die 200 Tausend syrische Flüchtlinge aus dem Ausland nach Syrien zurückgekehrt. Ferner seien tausende Syrer aus anderen Region Syriens nach Nord-Aleppo gekommen und hätten sich in befreite Regionen niedergelassen.

Die Türkei hat mit den Operationen in Syrien nicht nur die eigene nationale Sicherheit gewährleistet, sondern auch für die Syrer eine neue Hoffnung für eine sichere Zukunft erschaffen. Beispielsweise haben sich die Flüchtlinge, die vor den gemeinsamen Operationen der USA und PKK/YPG Milizen aus Tabka, Rakka und Deir ez-Zor geflohen sind, in Regionen niedergelassen, die mit der Operation Schutzschild Euphrat befreit wurden.

In die Regionen, die die USA der PKK/YPG unter dem Vorwand des Kampfes gegen Terror, überlassen haben, fand keine Rückkehr von Flüchtlingen statt, obwohl dieses Gebiet in Relation zu dem mit der Operation Schutzschild Euphrat befreiten Gebiet viel grösser war. In gleicher Weise sind die großen Siedlungsgebiete Homs, Zabadani, Darayya oder Aleppo, die vom Assad-Regime oder Russland mit großen Massakern erobert wurden, immer noch Geisterstädte geblieben. Innerhalb Syriens kehrten bislang Flüchtlinge nur in die Regionen, die mit der Operation Schutzschild Euphrat befreit wurden, zurück. Auch nach Afrin, die mit der Operation Olivenzweig befreit wurde, werden Zivilbürger und Flüchtlinge in Sicherheit zurückkehren können.

In den Regionen, die mit der Operation Schutzschild Euphrat befreit wurden, leben hunderttausende Flüchtlinge aus Tel Rıfat und Umgebung, die von der PKK/PYG vertreiben wurden. Diese Menschen veranstalten Kundgebungen und fordern die Türkei und die Freie Syrische Armee dazu auf nach Tel Rıfat und Umgebung vorzurücken und diese Region aus der Herrschaft der PKK/YPG zu befreien, um in ihre Häuser zurückkehren zu können. Die Türkei hat inzwischen entsprechende Schritte eingeleitet. Beispielsweise nehmen syrische Flüchtlinge in Diskussionen in Deutschland einen wichtigen Platz ein.

Vor allem die rechtsradikale AfD ist gegen die Aufnahme syrischer Flüchtlinge. Die AfD Partei hat in diesem Sinn eine Delegation nach Syrien entsandt, um Gespräche mit dem Assad-Regime bezüglich der Rückführung von syrischen Flüchtlingen in von Regime kontrollierte Gebiete zu führen. Die deutsche Öffentlichkeit hat Bedenken wegen möglicher Risiken für die zurückgeschickten Flüchtlinge aufgeworfen. Mögliche Folgen für Flüchtlinge wie Folter und Misshandlung zeigen die Unmenschlichkeit dieser Idee.

In Regionen, die durch die türkischen Streitkräften von terroristischen Elementen gesäubert wurde, kehren die Flüchtlinge freiwillig zurück. In gleicher Weise wird eine Operation im irakischen Sincar zur Eliminierung der PKK die Toren für eine Rückkehr der Flüchtlinge öffnen. Viele Jesiden, die im Gebiet Sincar von der IS (DAESH) angegriffen wurden, konnten von dort fliehen.

Obwohl inzwischen der IS aus dem Gebiet gesäubert werden konnte, leben immer noch 80 % der Jesiden in Flüchtlingslager außerhalb von Sincar. Letztendlich verhindert die PKK Existenz in der Region die Rückkehr der Jesiden in ihre Heimat. Wenn die Türkei gemeinsam mit der irakischen Zentralregierung PKK aus Sincar säubert, wird ein Großteil der Jesiden in ihre Häuser zurückkehren können. Die Türkei hat in all ihren Militäroperationen bewiesen, dass sie keine destruktive, sondern eine konstruktive Macht ist.

Erschienen bei TRT


Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.


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Can Acun     

Can Acun ist Forscher bei der SETA Foreign Policy Directorate in Ankara. Studium  Internationale Beziehung an der Yeditepe Universität in Istanbul.

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