CIA-Dokumente
„IS-Türkei-Öldeal“: CIA entschuldigt sich für falsche Behauptungen

Der US-Geheimdienst CIA hat sich bei der Türkei mit einer schriftlichen Erklärung wegen ihrer Behauptung, den Ölhandel zwischen der Türkei und dem IS (Daesh) enthüllt zu haben, entschuldigt.

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Urla (nex) – Der US-Geheimdienst CIA hat sich bei der Türkei mit einer schriftlichen Erklärung wegen ihrer Behauptung, den Ölhandel zwischen der Türkei und dem IS (Daesh) enthüllt zu haben, entschuldigt. Die englischsprachige Tageszeitung Daily Sabah berichtet dies am heutigen Freitag unter Berufung auf diplomatische Kreise.

Demnach hätten hochrangige diplomatische Quellen berichtet, dass der Zwischenfall sich im September 2014 während der UN-Sicherheitsratssitzung in New York ereignet habe.

Während des Treffens zwischen US-Außenminister John Kerry und seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu habe Ersterer angedeutet, dass die USA in Besitz von Dokumenten seien, die den Öldeal der Türkei mit dem IS (Daesh) belegten.

Die USA hätten jedoch die besagten Dokumente erst nach mehrmaligem Auffordern der Türkei im Januar 2015 vorgelegt, so die Quellen weiter.

Nach einer sorgfältigen Überprüfung der CIA-Dokumente hätten Mitarbeiter des türkischen Geheimdienstes MIT festgestellt, dass die in dem Dokument angegebenen geografischen Daten, die anzeigen sollen, wo der vermeintliche IS-Türkei-Öldeal stattgefunden habe, in Wahrheit eine Asphaltanlage in der südostanatolischen Stadt Kilis zeigten.

Aus diplomatischen Kreisen heiße es laut Daily Sabah, dass nach diesem Zwischenfall die US-amerikanischen Regierungsvertreter ihren Fehler akzeptiert und sich Anfang des Jahres 2015 bei der Türkei entschuldigt hätten.

Obwohl die Türkei Mitglied der von den USA angeführten Anti-IS (Daesh)-Koalition ist, kursieren in den internationalen Medien immer wieder Behauptungen, dass die Türkei Öl mit Hilfe des IS (Daesh) schmuggle. Mehrere US-amerikanische Medienkanäle hatten 2014 und Anfang des Jahres 2015 von dem vermeintlichen Deal berichtet. Als jedoch auch Russland infolge der Kampfjetkrise vom November 2015 die Türkei des Ölhandels mit dem IS (Daesh) beschuldigte, wiesen die USA die Behauptungen kategorisch von sich.

Der US-Botschafter in der Türkei, John Bass, habe am 28. Januar dieses Jahres den diplomatischen Quellen zufolge in einem schriftlichen Statement Folgendes erklärt

„Wir lehnen den Vorwurf, die türkische Regierung stehe in Verbindung mit dem IS (Daesh), um Öl zu schmuggeln, ab. Wir haben keinen Beweis entdeckt, der eine solche Anschuldigung stützt. Tatsächlich ist der Ölschmuggel des IS dank dem Einsatz der Türken und den anderen Anti-IS-Koalitionsmitgliedern mit den Angriffen auf die Ölförderungsanlagen sowie die Transportinfrastruktur mit der Zeit zurückgegangen.“


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