Griechenland
Ex-Finanzminister Varoufakis vergleicht Libyens Haftar mit Kriegsverbrecher Karadzic

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Athen – Ein griechischer Oppositionsparteiführer hat Libyens abtrünnigen Kommandanten Khalifa Haftar mit dem ehemaligen bosnischen Serbenführer Radovan Karadzic, einem verurteilten Kriegsverbrecher, verglichen. Vor seiner Reise nach Berlin besuchte Haftar am Freitag den griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis und Außenminister Nikos Dendias in Athen „In Athen war heute der libysche Kriegsherr Haftar zu Gast. Ein Eigentor für die griechische Diplomatie – ähnlich wie in den 90er Jahren, als die von Mitsotakis snr. geführte Regierung Karadžić umarmte. Wie sind wir hierher gekommen? Alles begann mit dem unheiligen Bündnis Tsipras-Netanyahu-Exxon, um in der E. Med nach Öl & Gas zu bohren“, schrieb Yanis Varoufakis, der ehemalige Finanzminister Griechenlands, auf Twitter.
(Screenshot/Twitter)
Ein UN-Tribunal in Den Haag verurteilte Karadzic im vergangenen Jahr wegen Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verletzung der Gesetze und Bräuche des Krieges während des Bosnienkrieges 1992-1995 zu lebenslanger Haft. Türkei verurteilt Athen wegen Haftar-Besuch Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat der griechischen Regierung wegen des Empfangs des abtrünnigen libyschen Generals Chalifa Haftar „Sabotage“ der Friedensbemühungen vorgeworfen. „Haftar nach Griechenland einzuladen und die nationale griechische Agenda zu betonen, sabotiert die Bemühungen, Frieden nach Libyen zu bringen“, berichtet die Welt. Libyen-Konferenz in Berlin Mit dem Ziel die Gewalt in Libyen zu stoppen, hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel unter anderem den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, seinen russischen Kollegen Wladimir Putin, Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, den britischen Premier Boris Johnson und US-Außenminister Mike Pompeo nach Berlin geladen. In dem seit Jahren andauernden Konflikt in Libyen mischen zahlreiche internationale Akteure mit. General Haftar, der die von der UN anerkannte Einheitsregierung in Tripolis bekämpft, wird unter anderem von den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und Saudi-Arabien unterstützt. Die Türkei steht in dem Konflikt an der Seite der Einheitsregierung, meldet die Tagesschau. 

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Köln
Lauterbach will nicht bei Kölner Oberbürgermeisterwahl antreten

Köln – Der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach steht seiner Partei nicht als Kandidat für die Kölner Oberbürgermeisterwahl im kommenden September zur Verfügung. „Ich werde mich weiterhin auf meine Arbeit im Parlament und in meinem Wahlkreis in Mülheim und Leverkusen konzentrieren“, sagte Lauterbach dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Er sei in den zurückliegenden Wochen und Monaten von vielen Menschen in seinem Wahlkreis angesprochen worden, sich für das Spitzenamt im Rathaus zu bewerben, so Lauterbach. Innerhalb der SPD, deren Personalsuche andauert, galt der bekannte Gesundheitspolitiker als ein möglicher Kandidat. Ungeachtet seines Verzichts auf die OB-Kandidatur wolle er sich „stärker als in der Vergangenheit in den Kommunalwahlkampf einmischen“, kündigte Lauterbach an. Es gehe ihm vor allem um die Zukunft des Krankenhauses in Köln-Holweide sowie das Thema Verkehr. Den von Oberbürgermeisterin Henriette Reker und der Mehrheit des Stadtrates befürworteten Verbund der städtischen Krankenhäuser und der Universitätsklinik, lehnt der SPD-Politiker ab.

Recherche
„Luanda Leaks“: Deutsches Geld für die reichste Frau Afrikas

Die Unternehmerin Isabel Dos Santos aus Angola, mutmaßlich reichste Frau Afrikas, hat offenbar systematisch von Vetternwirtschaft und Vorteilsnahme profitiert und so ihren wirtschaftlichen Aufstieg vorangetrieben. Diesen Verdacht erhärten interne Unterlagen zu ihren Geschäften, die NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ gemeinsam mit internationalen Medienpartnern auswerten konnten. Die 46-jährige Unternehmerin ist die Tochter des ehemaligen angolanischen Staatspräsidenten Jose Eduardo Dos Santos. Mit dessen Unterstützung soll sie große Wettbewerbsvorteile erhalten haben. Auch der Verdacht der Veruntreuung von Staatsgeldern steht im Raum. Ende Dezember hat die angolanische Justiz bekannt gegeben, dass man Konten und Firmenanteile beschlagnahmt habe. Isabel dos Santos bestreitet sämtliche Vorwürfe vehement. Es handle sich um eine Kampagne gegen ihre Familie. Die internationalen Recherchen stehen in keinem direkten Zusammenhang mit den Ermittlungen der angolanischen Justiz, allerdings gibt es Überschneidungen. Unter anderem hat die Justiz die Firmenanteile von Dos Santos an der Getränke-Firma Sodiba beschlagnahmt. Die Unterlagen belegen, dass Sodiba ein Darlehen der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erhalten hatte, mutmaßlich ohne dass eine umfassende Prüfung des Geschäfts durch die KfW stattgefunden hat. Mit den rund 50 Millionen Euro kaufte Dos Santos im Jahr 2015 eine Anlage zum Bierbrauen und zwei Abfüll-Linien bei der Krones AG aus der Oberpfalz. Problematisch macht das Engagement der KfW, dass der Aufstieg der Sodiba im afrikanischen Getränkemarkt neben dem Geld aus Deutschland auch ein Eingriff des Präsidenten zu verdanken war. Dos Santos‘ Vater nutzte seine Macht, um das Investitionsprojekt überhaupt erst zu genehmigen. Außerdem sagte seine Regierung dem Unternehmen Steuererleichterungen zu. Gleichzeitig gewährte eine Bank, die zu 75 Prozent dem angolanischen Staat gehört, der Sodiba ein Darlehen. Weder die KfW noch der Anlagenbauer Krones können ein Fehlverhalten an dem Geschäft erkennen. Mehr als 400 Firmen in 41 Jurisdiktionen haben Isabel Dos Santos und ihr Umfeld in den vergangenen Jahren gegründet, fast 100 davon in Steueroasen wie Malta, Mauritius und Hong Kong. Immer wieder haben diese Firmen von öffentlichen Aufträgen in Angola, von Beratertätigkeiten und von Darlehen profitiert. Salvadore de Freire, Menschenrechtsanwalt in Luanda, sagte dem ICIJ, Ex-Präsident „Dos Santos hat Angola wie seine persönliche Farm behandelt“. Im Herbst 2017 war Jose Eduardo Dos Santos nach 38 Jahren an der Spitze des Landes ausgeschieden. Er reagierte auf eine Anfrage nicht. Insgesamt geht die angolanische Justiz davon aus, dass Isabel Dos Santos sich in Höhe von mehr als einer Milliarde US-Dollar an angolanischen Staatskonzernen bereichert habe. Das Geld fordert die Justiz nun zurück. Seit 2016 führte Isabel Dos Santos zum Beispiel den staatlichen Ölkonzern Sonangol. Sie wurde abberufen, als ihr Vater aus dem Präsidentenamt ausschied. Noch am Tag ihres Ausscheidens wurden aus dem Konzern ausweislich der Unterlagen rund 38 Millionen US-Dollar auf ein Konto nach Dubai überwiesen. Im Rahmen der gemeinsamen Recherche hat Isabel Dos Santos dem Nachrichtensender BBC ein Interview gegeben: Sie bestreitet, das Geld veruntreut zu haben. Bei der Überweisung nach Dubai handle es sich um legitime Honorare für Beratungsleistungen. Die rund 715.000 Dokumente aus dem Inneren der Dos-Santos-Geschäfte wurden der afrikanischen Journalistengruppe PPLAAF zugespielt, die sie mit dem International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) teilte. Rund 120 Journalisten aus 20 Ländern haben die Unterlagen gemeinsam ausgewertet und veröffentlichen die Erkenntnisse unter dem Schlagwort „Luanda Leaks“, benannt nach der Hauptstadt Angolas. In Deutschland sind NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ an dem Projekt beteiligt. Isabel Dos Santos scheint nun die Flucht nach vorne zu suchen: In demselben Interview mit der BBC wurde sie mehrfach darauf angesprochen, ob sie sich in Zukunft vorstellen könne, als Präsidentin zu kandidieren – Dos Santos wollte das nicht ausschließen.

Kriminalität
Ermittler Tamer Bakiner lässt Bande falscher Polizisten aus Deutschland in Izmir auffliegen

Ermittler Tamer Bakiner lässt Bande falscher Polizisten aus Deutschland in Izmir auffliegen: Türkische Polizei nimmt nach Informationen von RTL und LKA Baden-Württemberg rund 45 Betrüger fest Köln – Unmittelbar vor einer großen Livesendung des Senders RTL über sogenannte falsche Polizisten aus Deutschland (Montag, 20:15 Uhr, live) ist der türkischen Polizei am Donnerstag nach Informationen von RTL ein spektakulärer Zugriff gelungen. Ausgelöst durch Hinweise des für RTL recherchierenden bekannten deutschen Ermittlers Tamer Bakiner gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg, führten Einsatzkräfte demnach eine umfangreiche Razzia in Izmir durch. Dabei sollen rund 45 Personen verhaftet worden sein. Der jetzt erfolgte Zugriff steht in unmittelbarem Zusammenhang mit Recherchen von Tamer Bakiner für das RTL-Spezial „Vorsicht – Falsche Polizisten!“ am kommenden Montag. Bakiner war es im Oktober gelungen, sich in ein Callcenter in Izmir einzuschleusen. Bei seinem Undercover-Einsatz hatte er dokumentieren können, mit welch perfiden Methoden die Betrügerbanden aus Deutschland dort vorgehen und sich dabei als falsche Polizisten ausgeben. Nachdem Bakiner das Vertrauen der Hintermänner gewinnen konnte, wurde er in einem Appartement Zeuge, wie sie ihre Opfer am Telefon unter der gefakten Polizei-Notrufnummer 110 unter Druck setzten und manipulierten. Mit versteckter Kamera konnte er dabei dokumentieren, wie die Männer eine Frau in Baden-Württemberg davon überzeugten konnten, wegen einer angeblichen Gefahrenlage einen Geldbetrag im mittleren fünfstelligen Bereich an Kollegen zu übergeben. Sofort informierte Tamer Bakiner das zuständige LKA in Stuttgart. Als es dann zwei Tage später vor dem Haus der Frau zur Geldübergabe kommen soll, griffen Polizeikräfte zu und verhafteten den sogenannten Abholer. Zugleich schaltete das LKA auch die türkische Polizei ein und versorgte die zuständige Behörde mit allen Informationen und Bildmaterial von Tamer Bakiner. Daraufhin beschloss die Polizei in Izmir, die Betrüger zunächst zu observieren und weiterführende Ermittlungen aufzunehmen. Am Donnerstagabend erfolgte nun der Zugriff. Dabei konnten offenbar auch alle Betrüger, die Tamer Bakiner bei seinem Undercovereinsatz erlebt und dokumentiert hatte, verhaftet werden. Eine offizielle Bestätigung der Festnahmen seitens der türkischen Behörden steht zwar noch aus, da noch nicht alle Personen dem Haftrichter vorgeführt werden konnten. Ein Sprecher des LKA Baden-Württemberg bestätigte jedoch auf Anfrage: „Wir gehen davon aus, dass das stimmt. Wir haben aber noch keine offizielle Bestätigung aus der Türkei.“ Immer mehr Menschen in Deutschland gehen dieser perfiden Spielart organisierter Kriminalität auf den Leim: Im Jahr 2018 wurden bundesweit rund 41.000 Fälle registriert, die Schadenssumme lag bei rund 50 Millionen Euro. RTL will am Montagabend mit Unterstützung des LKA Baden-Württemberg und der Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes in der Livesendung aufzeigen, mit welchen Maschen die Betrüger arbeiten und wie man sich dagegen schützen kann. Zuschauer, die bereits Opfer von falschen Polizisten geworden sind oder verdächtige Anrufe erhalten haben, können sich live unter der kostenfreien Hotline-Nummer 0800-2008008 melden. Für schriftliche Eingaben ist unter der Adresse falschepolizisten@rtl.de ein Email-Postfach eingerichtet. RTL.de und die Social-Media-Kanäle des Senders werden die Live-Sendung umfangreich begleiten (#falschepolizisten). Auf dem Onlineportal RTL.de läuft während der gesamten Sendung ein Liveticker mit Fakten, kurzen Videos und weiteren Fragen der Zuschauer. Die Doku ist im Anschluss bei TVNOW zu sehen, ntv wiederholt die Sendung am Dienstag um 19.10 Uhr.

"Zweckentfremdung von Wohnraum"
Düsseldorfer OB fordert Meldepflicht für Airbnb

Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hat eine Meldepflicht für Ferienwohnungsportale wie Airbnb gefordert, um besser gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum vorzugehen. Die Plattformbetreiber sollten darüber Auskunft geben müssen, „wie oft und für welche Zeiträume die Vermietung einer bestimmten Wohnung vermittelt wurde“, schreibt Geisel in einem Gastbeitrag für den „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Nur dann wird es möglich sein, mit vertretbarem Aufwand der Zweckentfremdung von Wohnraum Einhalt zu gebieten.“ Der OB beklagte, es gebe eine „besondere Beißhemmung“ des Gesetzgebers gegenüber der „Internet Economy“. Die Zweckentfremdung von Wohnungen mit Hilfe von Airbnb verschärfe aber den „in den meisten Metropolen ohnehin bereits bestehenden Mangel an Wohnraum“. Geisel beklagte, bisher könne man dem Problem „ohne eine aufwendige Wohnungsaufsichtsbürokratie oder die Schaffung von Anreizen zu nachbarlichem Denunziantentum“ kaum beikommen.

Libyen-Konferenz
Putin: Dialog mit der Türkei konstruktiv

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Libyen-Konferenz: Treffen zwischen Putin und Erdogan in Berlin Berlin – Im Rahmen der Libyen-Konferenz in Berlin traf am Vormittag der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin zusammen. Bei der teils öffentlichen und teils vertraulichen Unterredung sagte Erdogan: „Unsere gemeinsamen Anstrengungen haben auf dem Felde für eine gewisse Ruhe gesorgt. Jedoch werden wir die eigentlichen Früchte unserer Mühen mit dem Zusammentreffen bei der Libyen-Konferenz in Berlin ernten.“ Erdogan: „Projekte im Rahmen bilateraler, nationaler Interessen zum Abschluss gebracht“ Der Großteil des Gipfeltreffens zwischen Erdogan und Putin fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Bei der für Journalisten freien Runde sagte der türkische Präsident: „Unser intensiver und konstruktiver Dialog und unsere mehrdimensionale Kooperation hat eine enorme Bedeutung für die Lösung der Probleme in unserer gemeinsamen Region und Nachbarschaft. Das Jahr 2019 haben wir für die bilateralen Beziehungen [zwischen Russland und der Türkei] gut genutzt. Wir haben das Raketenabwehrsystem S-400 trotzt großen Drucks vorangebracht und im Rahmen unserer nationalen Interessen zum Abschluss gebracht.“ Erdogan sagte ferner, dass das Pipline-Projekt „Turkish Stream“ oder das Nuklearreaktorprojekt Akkuyu wichtige strategische Entwicklungen in den türkisch-russischen Beziehungen einnähmen. Putin: „Haben gelernt, Gemeinsamkeiten und Kompromisse zu finden“ „Sehr geehrter Herr Präsident, mein verehrter Freund, ich bin glücklich darüber, dass ich Sie erneut treffe. Wir waren alle erfreut über den gemeinsamen Gipfel am 8. Januar und die Führung in Istanbul. Wir haben zudem an der Eröffnungszeremonie des Projekts „Turkish Stream“ teilgenommen und denken, dass das Projekt sowohl für unsere beiden Staaten als auch für die europäischen Länder eine sehr wichtige Entwicklung darstellt“, sagte Putin. Der russische Präsident wies zudem auf die Kooperation zwischen beiden Staaten hin und sagte: „Unser auf allen ebenen stattfindender Dialog ist konstruktiv, arbeits- und sachorientiert. Wir haben gelernt, Gemeinsamkeiten und Kompromisse zu finden.“ Putin sagte, dass beide Staaten in regionalen Fragen wie beim Thema Syrien, Iran oder Libyen wichtige Schritte unternommen und in Istanbul beide libyschen Konfliktparteien zur Waffenruhe aufgerufen hätten. Trotzt einiger Zwischenfälle sei der russische Präsident glücklich, dass die Konfliktparteien der Waffenruhe zugestimmt hätten und sich auch daran hielten. Aufgrund dieser Umstände sei es überhaupt zur heutigen Libyen-Konferenz in Berlin gekommen. „Sowohl auf libyscher als auch auf europäischer Seite seien aufgrund der Vorfälle in dem Bürgerkriegsland alle Parteien tief besorgt“, so der russische Präsident.

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Wirtschaft
Forbes: Jeff Bezos ist nicht mehr der reichste Mensch der Welt

New York – Wie das US-Wirtschaftsmagazin Forbes berichtet, hat der Franzose Bernard Arnault, CEO des französischen Unternehmens LVMH, Amazon-Chef Jeff Bezos als reichsten Mensch der Welt abgelöst. Der Grund sei ein Preisanstieg der LVMH-Aktien um 0,7 Prozent. Dadurch sei sein Vermögen um 1,9 Milliarden US-Dollar auf 116 Milliarden US-Dollar gestiegen. Der Aktienkurs von Amazon sei dagegen um 0,7 Prozent gefallen. Bezos Vermögen sei aus diesem Grund um 760 Millionen US-Dollar auf 115,6 Milliarden geschrumpft. Die börsennotierte LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton SE ist der weltweite Branchenführer der Luxusgüterindustrie, der Rechte an über 70 verschiedenen Marken hält, die weltweit in über 3940 Geschäften vertrieben werden. Zu den Marken gehören unter anderem Givenchy, Kenzo und Tag Heuer. Der Konzern entstand im September 1987 durch die Fusion der Unternehmen Louis Vuitton und Moët Hennessy,  
 
 

Fußball International
Rückkehr in die Türkei: Podolski unterzeichnet bei Antalyaspor

Antalya – Lukas Podolski steht Medienberichten zufolge vor einer Rückkehr in die Türkei. Der frühere Fußball-Nationalspieler werde beim Erstligisten Antalyaspor einen Vertrag bis zum Ende der kommenden Saison unterzeichnen, berichtet der Stern unter Berufung auf türkische Medien. Türkische Medien zeigten heute Fotos Podolskis bei der Ankunft in Antalya. Hunderte begeisterte Fans erwarteten ihn. Bereits von 2015 bis 2017 stand Podolski in der Türkei unter Vertrag, damals bei Galatasaray Istanbul. Podolskis japanischer Ex-Klub Vissel Kobe hatte am Samstag offiziell bekanntgegeben, dass man den Vertrag mit dem früheren deutschen Nationalspieler nicht verlängern werde. Der Vertrag läuft damit zum 31. Januar aus. Poldi postete auf Twitter ein Flugzeug und einen Skorpion. Der Skorpion ist das Symbol von Antalyaspor.
(Screenshot/Twitter)
Die Hoffnung der Kölner Fans auf ein Comeback beim 1. FC Köln hat sich demnach zerschlagen. Podolski habe dem Bundesligisten angeboten, in den nächsten eineinhalb Jahren als Standby-Profi zur Verfügung zu stehen. Die Kölner hätten sich wegen der bereits großen Zahl von Angreifern im Kader jedoch dagegen entschieden, berichtet der Stern weiter.

Libyen-Konferenz
Erdogan an Europa: Die Welt lässt sich nicht durch Klagen und Jammern verbessern

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New York – In einem Gastbeitrag in der US-Tageszeitung Politico äußerte sich der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan  zur Lage in Libyen und der bevorstehenden Friedenskonferenz in Berlin am morgigen Sonntag. In dem am heutigen Samstag veröffentlichten Artikel mit dem Titel „Der Weg zum Frieden in Libyen führt durch die Türkei“, schreibt Erdogan, dass „es ein Fehler historischen Ausmaßes wäre, Libyen der Gnade eines Kriegsherren zu überlassen“. „In Libyen herrscht seit fast einem Jahrzehnt ein blutiger Bürgerkrieg. Und doch ist die internationale Gemeinschaft bisher ihrer Verantwortung zur Beendigung der Gewalt und zur Wiederherstellung von Frieden und Stabilität nicht gerecht geworden. Heute müssen wir mit den Konsequenzen dieser Gleichgültigkeit leben“, so Erdogan. Die von den Vereinten Nationen anerkannte Regierung Libyens werde seit mehreren Jahren von dem Kriegsherrn Khalifa Haftar angegriffen. Dieser werde unter anderem „von antidemokratischen Regierungen Ägyptens, Saudi-Arabiens und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt“, so Erdogan weiter. Erdogan warnte Europa vor neuen Bedrohungen, wenn es die international anerkannte libysche Regierung, Government of National Accord (GNA), nicht unterstütze. „Unsere europäischen Freunde und Verbündeten müssen verstehen, dass sie die Welt nicht einfach durch Klagen und dem Ausdruck ihrer Besorgnis ändern können. Das Völkerrecht, die Demokratie und die Menschenrechte können nicht verteidigt werden, ohne eine gewisse Verantwortung zu übernehmen. Das mögliche Versagen der EU, Libyens Regierung angemessen zu unterstützen, wäre ein Verrat an ihren eigenen Grundwerten, einschließlich Demokratie und Menschenrechte“, sagte Erdogan. Darüber hinaus werde Europa auf eine Reihe neuer Probleme und Bedrohungen stoßen, wenn Libyens rechtmäßige Regierung fallen sollte, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu den türkischen Staatschef. Terroristische Organisationen wie ISIS und Al-Qaida, die in Syrien und im Irak eine militärische Niederlage erlitten haben, würden einen fruchtbaren Boden finden und wieder erstarken. Bereits jetzt kämpften einige Gruppen, die die Ideologie dieser Terrororganisationen weitgehend teilen, darunter die Madkhali-Salafis, an der Seite Haftars. Wenn der Konflikt weiter wütet, würde die Gewalt und die Instabilität auch zu mehr irreguläre Migration nach Europa führen, so Erdogan. Die Türkei werde Libyens Sicherheitskräfte ausbilden und ihnen helfen, Terrorismus, Menschenhandel und andere schwerwiegende Bedrohungen der globalen Sicherheit zu bekämpfen, fügte er hinzu. Europa müsse mit der Türkei zusammenarbeiten. Die EU müsse der Welt zeigen, dass sie „ein relevanter Akteur auf der internationalen Bühne ist“, so Erdogan. Die bevorstehende Friedenskonferenz in Berlin sei ein sehr wichtiger Schritt in diese Richtung. Inmitten eines fragilen Waffenstillstands zwischen der international anerkannten libyschen Regierung und den libyschen Kriegsherren loyalen Kräften, lud Bundeskanzlerin Angela Merkel hochrangige Vertreter aus der Türkei, Russland, den USA, China, Frankreich, Großbritannien und anderen regionalen Akteuren zu einer eintägigen Konferenz in Berlin ein. Haftar-Truppen besetzen Ölhäfen Kurz vor der Berliner Libyen-Konferenz haben die Truppen des abtrünnigen libyschen Generals Chalifa Haftar die wichtigsten Öl-Export-Häfen des Landes blockiert, berichtet die Tagesschau unter Berufung auf eine Mitteilung des staatlichen libyschen Ölkonzerns NOC. Damit habe Haftar den Druck kurz vor dem hochrangigen Treffen in Berlin erhöht.    

Großbritannien
Harry und Meghan verlieren Titel „Königliche Hoheit“

London – Der britische Prinz Harry und seine Frau, Herzogin Meghan, dürfen sich nicht länger „Königliche Hoheit“ nennen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf eine Mitteilung des Buckingham-Palast vom Samstag. Die beiden hatten kürzlich angekündigt, von ihrer Rolle als Mitglieder des engeren Königshauses zurückzutreten. Laut dem Statement haben sich Prinz Harry und Herzogin Meghan mit der Königsfamilie geeinigt und wollen ab dem Frühjahr ihre Titel abgeben. Somit verlieren sie auch die finanzielle Unterstützung, die sie bislang erhalten hatten.
„Der Herzog und die Herzogin werden ihre königlichen Titel nicht mehr benutzen, da sie nicht länger Mitglieder der königlichen Familie sind. Der Herzog und die Herzogin von Sussex sind Ihrer Majestät und der königlichen Familie dankbar für ihre fortwährende Unterstützung, während sie das nächste Kapitel ihres Lebens beginnen“ zitiert der Focus aus der Mitteilung.
Auch die staatlichen Ausgaben für die Renovierung von Frogmore Cottage, welches ihr britisches Familienhaus bleiben soll, würden sie zurückzahlen.