Bodrum (nex) – Trotz der jüngsten Terroranschläge in Ankara und Istanbul und der Konflikte im Südosten der Türkei sagen Ausländer, die an der Südwestküste des Landes leben, dass sie sich sicher fühlen.
Etwa 16 000 Europäer leben in der Provinz Mugla, die meisten unter ihnen sind nach Angaben der örtlichen Tourismusbehörde britische Staatsbürger. Mit ihren Sandstränden, ihrem warmen Klima und ihren Urlaubsorten wie Bodrum und Marmaris ist die Provinz Mugla ein beliebter Wohnort für Ruheständler, die sich nach einem entspannten Lebensstil in der Sonne sehnen.
(Foto: tur)
Janet Gordon aus Schottland ließ sich vor sieben Jahren in Bodrum nieder. „Wir sind sehr glücklich mit unserem Leben in Bodrum”, so Gordon gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi. „Es ist ein Paradies, die Menschen sind wunderbar. Also Leute, kommt nach Bodrum, denn es ist einfach wunderschön!”
Auch Mariyh Ropers lebt in Bodrum. „Ich fühle mich hier viel, viel sicherer als in England”, ruft sie. „Jeder hilft uns. Und dann das Wetter – sehen Sie sich doch mal das Wetter an, was kann man da noch sagen! Das Wetter hier ist tausendmal besser als in England. Also: Alles gut!“
Gillian Turley, ebenfalls aus England, kam vor zwei Jahren in die Türkei. „Ich habe hier ein paar wunderbare englische und türkische Freunde kennen gelernt. Hier sind alle so freundlich. Ich denke, dass die Sicherheit in der Türkei top ist. Es gibt hier nie Probleme.“ Die schweren Anschläge in Ankara und Istanbul, die auf die Rechnung der Terrororganisationen PKK und IS (Daesh) gehen, haben bei den Europäern zu Bedenken gegen die Türkei als Reiseziel geführt.
Nach Angaben des türkischen Ministeriums für Tourismus sind im Februar dieses Jahres 1,24 Millionen Touristen in die Türkei gekommen. Dies bedeutet einen Rückgang um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
New York (nex/ds/aa) – „Killing Ed“, die Dokumentation des unabhängigen Filmproduzenten Mark Hall, behandelt nach seinen Worten die Thematik der „Veruntreuung an den in den USA am meisten verbreiteten Charterschulen“ (charter school=öffentliche, von privaten Unternehmen geleitete Schule).
Die Dokumentation, die vor einigen Tagen in New York anlief und mittlerweile in vielen US-Bundesstaaten gezeigt wird, hinterfragt, warum sich an der Spitze der Charterschulen, die mit Steuergeldern der US-Bürger versorgt werden, die Schulen befinden, in deren Leitungsgremien sich eine von der Türkei als „Terrorist“ bezeichnete Person befindet.
Medienberichten in den USA zufolge wollte der Produzent mit der Doku die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Veruntreuung an den zur Parallelstaatsstruktur gehörenden Charterschulen in Texas richten.
In der Doku kommen Lehrer, die an diesen Schulen in Texas beschäftigt waren, Eltern, deren Kinder eine PDY-Charterschule besucht hatten, und Experten in dem Fachgebiet zu Wort.
In der Ankündigung der Doku wird betont, dass auch das FBI in jüngster Zeit Finanzermittlungen gegen die Charterschulen der Gülen-Bewegung in den USA führt. Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass die US-Regierung pro Jahr 500 Millionen US-Dollar in diese Charteschulen fließen lässt und die PDY-Schulen ein Riesenstück von diesem Kuchen abbekommen.
Texas zensiert Doku
Hall teilte in seiner Erklärung gegenüber den US-amerikanischen Medien mit, dass die Doku zwar in vielen Bundesstaaten gezeigt, in seiner Heimat Texas jedoch die Ausstrahlung verhindert werde und brachte seine große Traurigkeit darüber zum Ausdruck.
Hall führte weiter aus, dass es in der Doku ja hauptsächlich um die Charterschulen in Texas gehe und er nicht verstehe, warum die Ausstrahlung verhindert werde. Auch viele Filmfestivals in dem Bundesstaat würden die Doku ignorieren.
Des Weiteren betonte der Produzent, wie schwer es sei, eine Doku oder einen Film über Charterschulen zu drehen. Dies sei eines der Hauptprobleme des US-amerikanischen Bildungssystems, und die Menschen zögerten, bei diesem sensiblen Thema vor die Kamera zu treten, so Hall weiter.
Auf der Galaveranstaltung der Doku beantwortete die Charterschulenexpertin Sharon Higgins zusammen mit Hall Fragen der Zuschauer. Sie wies darauf hin, dass viele Einrichtungen, die Verbindungen zu den PDY-Schulen hätten, jedes Jahr eine Vielzahl von hochrangigen US-Amerikanern bei einer Reise in die Türkei begleiteten und dass dies die Öffentlichkeit äußerst störe.
Julien Dubuque Internationanles Filmfestival: „Killing Ed“ zum Kandidaten in der Kategorie „Beste Doku“ gekürtErmittlungen gegen die Charterschulen der Parallelstruktur in den USA dauern an.
Die FBI-Ermittlungen gegen die PDY-Schulen dauern seit 2014 an. In der ersten Phase der Ermittlungen stand der Vorwurf im Raum, dass 30 PDY-Charterschulen in Chicago, Conceptschulen genannt, in den Jahren 2003 bis 2013 mehr als fünf Millionen Dollar Unterstützung vom Staat erhalten und diese an ihre Mitglieder weitergeleitet und somit Veruntreuung betrieben hätten. Die Ermittlungen wurden zunächst in drei Bundesstaaten aufgenommen und werden derzeit in erweitertem Rahmen fortgesetzt.
Im November letzten Jahres schrieb das Kongressmitglied Raul Grijalva an den Bildungsminister Arne Duncan einen Brief mit dem Antrag auf einen Bericht über den Stand der Ermittlungen gegen die PDY-Schulen und richtete so die Aufmerksamkeit des Kongresses auf das Thema.
In den letzten Jahren stellen Charterschulen, die Fördergelder aus den Staatsfonds veruntreuen, immer wieder ein Streitthema dar.
Es ist eine Zunahme der Anklagen und Ermittlungen wegen Veruntreuung von staatlichen Fördergeldern gegen die Charterschulen der Parallelstruktur zu verzeichnen.
Düsseldorf (ots) – SPD-Fraktionsvize Carsten Schneider hat im Streit um eine Reform der Erbschaftsteuer den Druck auf die CSU als Koalitionspartner erhöht.
„Die Uhr läuft ab. Geändert wird am Koalitionskompromiss zur Reform der Erbschaftsteuer nichts mehr, da wird Herr Seehofer gegen eine Wand laufen“, sagte Finanzexperte Schneider der „Rheinischen Post“. Wenn es nicht „sehr bald“ einen fertigen Kompromiss gebe, werde es keine Umsetzung des Verfassungsurteils geben, sagte Schneider.
„Ich gehe davon aus, dass dann ab Mitte 2016 die Verschonung von Firmenerben wegfällt. Das wird dann Tausenden vor allem kleineren Unternehmen sehr schaden“, drohte der SPD-Fraktionsvize mit Blick auf die Blockadehaltung der CSU.
Amsterdam (nex) – Eine Woche nach dem Anschlag von Brüssel und der anschließenden Enthüllung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, die Türkei habe die Niederlande und Belgien über den Terrorverdacht bezüglich des im Juni 2015 ausgewiesenen späteren Attentäters Ibrahim el-Bakraoui in Kenntnis gesetzt, sind vonseiten der Niederländer Versäumnisse eingeräumt worden.
So räumte der Minister für Sicherheit, Ard van der Steur, ein, man habe in Amsterdam die E-Mail der Türkei über die Ausweisung des Terroristen Ibrahim el-Bakraoui zu spät bemerkt. Van der Steur, der das niederländische Parlament über die Ausweisung von Ibrahim el-Bakraoui informierte, erklärte, der Verdächtige sei bereits in Amsterdam eingetroffen gewesen, als die E-Mail bemerkt wurde. Üblicherweise, so der Minister, würden Behörden im Aufnahmeland vor der Ausweisung telefonisch informiert, allerdings hätte die Türkei diesbezüglich keine Verpflichtung gegenüber den Niederlanden gehabt, da el-Bakraoui nicht die niederländische Staatsangehörigkeit besessen habe.
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Auch die USA hätten auf effektivere Weise informieren können, so der Minister. Immerhin seien die Brüder El-Bakraoui auch auf der Terrorliste des FBI geführt gewesen. Die Aufarbeitung der Affäre hatte noch weitere Skandale zutage gefördert. So habe auch das FBI sechs Tage vor den Terroranschlägen in Brüssel die Niederlande im Zusammenhang mit den Brüdern el-Bakraoui gewarnt. Amsterdam habe diese Information vom 16. März am nächsten Tag an belgische Sicherheitsbehörden weitergeleitet und vor einem möglichen Terroranschlag gewarnt, den Brahim und Khaled el-Bakraoui ins Auge gefasst haben könnten.
Berlin (nex) – Nach dem Anstieg der Wohnungseinbruchsdiebstähle in Deutschland hat der Bund Deutscher Kriminalbeamten (BDK) die georgische Mafia für große Teile der Einbrüche verantwortlich gemacht.
Die Täter sind Teil der Organisierten Kriminalität. Dahinter steckt in vielen Fällen die georgische Mafia, die in Georgien gezielt Verbrecher anspricht und sie nach Deutschland schickt. Hier beantragen sie – ohne Aussicht auf Erfolg – Asyl und brechen in den acht bis zwölf Monaten, in denen sie im Asylverfahren stecken, regelmäßig ein“, so BDK-Vorsitzende André Schulz gegenüber der „Bild“-Zeitung .
Die Einbruchskriminalität liege in Deutschland im wesentlichen in der Hand weniger großer Banden. Für einen Großteil der Einbrüche in Deutschland seien hochmobile, reisende Tätergruppen verantwortlich. „Professionelle Banden aus Südosteuropa gehen dabei regelrecht auf Raubzug in Deutschland, nehmen sich ganze Landstriche und Städte auf einmal vor“, so Schulz weiter. Auch Täter aus dem Westbalkan seien für einen Großteil der Straftaten verantwortlich.
Kurdische Parteien verlangen mindesten 20 Prozent der Sitze der neuen irakischen Regierung
Bagdad (nex) – Irakisch-kurdische Parlamentarier kündigten am Sonntag an, dass sie ein Angebot von weniger als 20 Prozent der neuen Regierungsposten nicht akzeptieren würden. Den Auftrag zu Regierungsbildung hat der Ministerpräsident Haider al-Abadi erhalten. Die Ankündigung kam am vergangenen Sonntag nach dem Treffen der kurdischen Parteispitzen mit dem Parlamentspräsidenten Saleem al-Jubouri.
„Die Kurden werden ein Angebot von weniger als 20 Prozent der Ministerposten in egal welchem neuen Kabinett nicht akzeptieren“, erklärte die kurdische Parlamentsabgeordnete Ala Talabani während einer Pressekonferenz.
„Die Kurden sollten am politischen Prozess teilnehmen”, fügte sie hinzu. „Diese Regierung sollte die Fehler der vorhergehenden Regierungen nicht wiederholen.“
Der Vorsitzende der Bewegung für Wandel (Gorran) im irakischen Parlament, Hoshyar Abdullah, erklärte, die fünf kurdischen im Parlament vertretenen Parteien hätten eine Einigung in der Frage der erwarteten Regierungsumbildung erzielt und fuhr fort:
„Präsident Fuad Masum und wir sind uns darin einig, dass die Zugewinne der kurdischen Parteien in der neuen Regierug mitberücksichtigt werden sollten.“
Die im irakischen Parlament vertretenen kurdischen Parteien sind: Demokratische Partei Kurdistan, Patriotische Union Kurdistans, Bewegung für Wandel, Islamische Gruppe Kurdistan und Islamische Union Kurdistan.
Zuvor hatte Abadi ein Reformpaket als Teil der Bemühungen zur Korruptionsbekämpfung angekündigt. Dazu gehört auch das Vorhaben, die Minister im aktuellen Kabinett, die Mitglieder von Parteien sind, durch Technokraten zu ersetzen.
Larnaca (nex) – Die Flugzeugentführung in Larnaca, die am Dienstag die Welt in Atem hielt, fand ein glimpfliches Ende. Es war schnell klar, dass kein terroristischer Hintergrund vorlag, die vermeintliche Sprengstoffweste des am Ende ohne Blutvergießen festgenommenen mutmaßlichen Entführers aus Ägypten entpuppte sich als Attrappe und alle Passagiere konnten die betroffene Maschine der Egypt Air wohlbehalten verlassen.
Der 59-jährige mutmaßliche Entführer wollte Medienberichten zufolge mit seiner Aktion auf Zypern Asyl erpressen und seine Frau sehen, die auf der Insel lebt. Nicht nur, dass er sein Vorhaben sang- und klanglos aufgeben musste, dürfte den Misserfolg des mutmaßlichen Täters am Ende als besonders bitter erscheinen haben lassen. Zusätzlich hat ihm eine schottische Geisel, der 26-jährige Ben Innes aus Aberdeen, am Ende auch noch die Show gestohlen.
Während der sechs Stunden dauernden Entführung trat der Schotte an den vermeintlich mit einer Sprengstoffweste bewaffneten Geiselnehmer und bat diesen um ein „Selfie“, das ihm zur Überraschung aller auch gewährt wurde. Anschließend sendete der während der Aufnahme grinsende Innes der „Daily Mail“ zufolge das Bild an seinen Mitbewohner mit dem Vermerk: „Du weißt, dein Junge macht sich nicht ins Hemd. Schalt‘ die Nachrichten ein!“ Ein Crewmitglied fertigte am Ende das Foto an, ein Journalist verbreitete es anschließend via Twitter. „Ich weiß nicht genau, warum ich es das gemacht habe“, erklärte der Schotte der „Sun“ gegenüber. Er wollte in der Not fröhlich bleiben. Stolz war der Brite, der nach dem Ende der Geiselnahme nach Schottland zurückkehrte, dennoch: „Es dürfte das beste Selfie überhaupt sein“, meinte Innes gegenüber den Medien.
Brüssel (nex) – PKK-Unterstützer haben zum wiederholten Mal in Folge in Brüssel Infozelte errichtet, ohne Konsequenzen vonseiten der Behörden befürchten zu müssen und somit erneut Kontroversen in der Türkei ausgelöst.
Nach den Terroranschlägen des IS in der vergangenen Woche in Belgien, bei denen 40 Menschen getötet wurden, kamen Fragen auf, warum die Behörden des Landes in keiner Weise auf die Präsenz des Zeltes der PKK-Anhänger reagierten, wo doch diese Organisation in den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft ist.
Das erste Zelt wurde vor dem Gebäude des Europäischen Rates in Brüssel während des Flüchtlingsgipfels zwischen der Türkei und der EU mit der bis Ende März 2016 gültigen Genehmigung der belgischen Regierung errichtet. Trotz der Versprechen, gemeinsam gegen den Terror zu kämpfen, führte diese Vorgehensweise der belgischen Regierung zu Stirnrunzeln in der Türkei und veranlasste den türkischen Außenminister, den Belgischen Botschafter am 20. März in Ankara einzubestellen.
Mehr zum Thema: PKK-Kurden greifen Polizei und Friedensdemonstranten mit Steinen und Böllern anDer türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kritisierte Belgiens Entscheidung, PKK-Unterstützern die Errichtung von Zelten vor dem Türkei-EU-Gipfel in Brüssel zu erlauben. „Sie haben erst jetzt die [PKK-]Flaggen und Poster abgehängt“, sagte Erdogan und bezeichnete die Antwort aus Brüssel als unentschlossen und unaufrichtig. Er wies darauf hin, dass die Türkei von den europäischen Ländern mehr Empathie erwarte und er bereit sei, sich die Ratschläge der Brüsseler Behörden und anderer internationaler Institutionen anzuhören, solange diese fair seien.
Außenminister Mevlüt Cavusoglu rief seinen belgischen Amtskollegen Didier Reynders an und teilte ihm mit, dass Ankara die von Anhängern einer Terrororganisation erricheten Zelte im Zentrum der EU als „inakzeptabel“ betrachte und verlangte deren sofortige Entfernung.
Syrische Regierung sei nun „in viel besserer Verfassung als vor Russlands Intervention“, so Dunford
Washington (nex) – Die Regierung des syrischen Präsidenten Baschar Al-Assad sei letztes Jahr kurz davor gewesen zu fallen, bevor Russland eingegriffen und sie gestützt habe, erklärte am vergangenen Dienstag der US-amerikanische Top-Militär. Assad sei nun aber „in viel besserer Verfassung als vor Russlands Intervention“, so General Dunford.
„Lassen Sie mich ehrlich sein und sagen, dass ich denke, dass die syrische Regierung noch im Juli oder August letzten Jahres schwankte und momentan stabil dasteht. Assad und sein Regime sind nun in einer viel besseren Verfassung als vor der Intervention Russlands“, brachte General Joseph Dunford, Vorsitzender des Generalstabs, während einer Diskussionsrunde am Center for Strategic and International Studies seine Gedanken zum Ausdruck.
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Dunford wies darauf hin, dass Russland unter dem Vorwand, gegen den IS (Daesh) vorzugehen, im vergangenen September in Syrien interveniert habe. Moskau habe sich jedoch, obwohl es noch sehr viel gegen diese terroristische Gruppierung zu tun gebe, nun zurückgezogen.
Die Mehrzahl der russischen Luftschläge sei nach Angaben des Pentagon gegen von den USA und der Türkei unterstützte Oppositionsgruppen durchgeführt worden. Der General erklärte, dass Russland nicht nur die USA weltweit, sondern auch die Stabilität in Osteuropa, vor allem in der Ukraine, vor Herausforderungen stelle. Es gebe einen militärischen „Konkurrenzkampf“ mit den USA, so Dunford weiter, der US-amerikanische Interessen beeinträchtige.
„Die Gegner wissen genau, wo für uns die Grenze liegt, um entschlossene militärische Maßnahmen zu ergreifen, und bewegen sich deshalb unter diesem Level“, hob Dunford mit Anspielung auf Russland und China hervor und fuhr fort:
„Sie verfolgen kontinuierlich ihre Interessen und wir verlieren unseren Wettbewerbsvorteil – und offen gesagt, werden unsere Interessen nachteilig beeinflusst.“ Dem General zufolge werden sich in der kommenden Woche US-Kommandeure treffen, um die Vorgehensweise gegen globale Gegenspieler gemeinsam zu erörtern. Er empfiehlt, dass das US-Militär mit Russland zur Vermeidung von Fehleinschätzungen auf militärischer Augenhöhe kommunizieren sollte. Dunford habe mit seinem russischen Pendant dieses Jahr „dreimal“ gesprochen. Die Gespräche seien „professionell“ verlaufen.
San Francisco (nex) – Vor zwei Jahren beklagte sich der Social-Media-Weltkonzern Twitter noch bitterlich über vermeintliche „Zensur“ durch die türkische Regierung, als diese infolge einer – mutmaßlich von der „Fethullistischen Terrororganisation/Parallelstaatsstruktur“ (FETÖ/PDY) gesteuerten – konzertierten Kampagne zur Verbreitung illegal angefertigter Video- und Tonaufnahmen von Personen des öffentlichen Lebens vorübergehend den Zugang zu der Plattform gesperrt hatte.
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Am Dienstag unterband der Kurznachrichtendienst seinerseits die Nutzung eines Hashtags „WeLoveErdoğan“, der erst zwei Stunden zuvor kreiert worden war und es in der Kürze der Zeit an die Spitze des Nutzerzuspruchs geschafft hatte.
Der Hashtag wurde mehr als 520 000 Mal verwendet und schaffte es damit auf Platz eins auf der Liste der weltweiten Trending Topics (TT). Eine Erklärung für die Entfernung des an der Spitze gelandeten Hashtags hat die Leitung des Onlinedienstes bis dato noch nicht geliefert. Auf die grundlose Entfernung des Trend-Schlagwortes reagierten Nutzer mit den neuen Hashtags #WeStillLoveErdoğan und #TwitterCensoredErdoğan.
Der türkische Präsident selbst traf am Dienstag zu einem mehrtägigen offiziellen Besuch in den USA ein. Im Rahmen dieser mehrtägigen Visite wird Erdoğan mit Vizepräsident Joe Biden zusammenkommen, hochrangige Persönlichkeiten der Geschäftswelt treffen, um so die türkische Wirtschaft zu beleben, und ein islamisches Zentrum in Maryland einweihen.