Türkei
Griechenland kritisiert Koranrezitation in Hagia Sophia

Türkei weist Kritik Griechenlands an Koranrezitation in Hagia Sophia zurück Ankara (nex) – Athens Vorwürfe wegen der Koranrezitation in der ehemaligen Moschee sei „inakzeptabel“, erklärt das türkische Außenministerium. Ein Sprecher des türkischen Außenministeriums bezeichnete die vor Kurzem geäußerte Kritik Griechenlands an der Koranrezitation in der Ayasofya (Hagia Sophia) als „inakzeptabel“. Tanju Bilgic, der mit der Nachrichtenagentur Anadolu sprach, lud Griechenland ein, „guten Willen“ zu zeigen und warf dem Nachbarland vor, den Bau einer Moschee in der eigenen Hauptstadt zu verbieten und die Glaubensfreiheit der türkischen Minderheit in Westthrakien beschneiden. Bilgics Bemerkungen kamen zwei Tage nach dem stark formulierten Statement des griechischen Außenministeriums, in dem Athen die Koranrezitation während des islamischen Fastenmonats Ramadan in der ehemaligen christlichen Kathedrale verurteilte. Der Vorgang „grenzt an Bigotterie“, heißt es in dem Statement des griechischen Außenministeriums vom vergangenen Montag. Weiter ist in der Mitteilung zu lesen: „Die Besessenheit von dem Wunsch, die an Bigotterie grenzt, muslimische Rituale in einem Monument, das zum Weltkulturerbe gehört, vollziehen zu wollen, ist nicht nachvollziehbar, und zeigt einen mangelnden Respekt für die und einen mangelnden Bezug zur Realität. Mehr noch: Solche Handlungsweisen sind mit modernen, demokratischen und säkularen Gesellschaften nicht vereinbar.“ Bilgic erwiderte darauf: „Wir möchten daran erinnern, dass Respekt für andere Religionen und Gebetsformen ebenfalls zu den Werten moderner, demokratischer und säkularer Gesellschaften zählen.“ Die Hagia Sophia diente als eine Kirche, bis das Osmanische Reich sie bei der Eroberung von Istanbul im Jahre 1453 in eine Moschee verwandelte. Sie wurde im Jahr 1935 auf Anweisung Mustafa Kemal Atatürks, des ersten Präsidenten der Republik Türkei, als Museum eröffnet.

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Ausländerkriminalität
Rückgang um 18 Prozent: Immer weniger Migranten straffällig

Wiesbaden (nex) – Eine Korrelation zwischen steigenden Einwanderungszahlen und höherer Kriminalität lässt sich einmal mehr nicht anhand der offiziellen Zahlen aus der amtlichen Kriminalstatistik nachweisen. Wie n-tv unter Berufung auf einen Bericht des Bundeskriminalamts (BKA) in Wiesbaden berichtet, gab es im ersten Quartal des Jahres insgesamt 69 000 strafbare Handlungen, in die nichtdeutsche Staatsangehörige mutmaßlich involviert waren. Dies entspreche einem Rückgang von 18 Prozent. Mehr als die Hälfte der Fälle betreffe dabei strafbare Handlungen gegen Vermögenswerte und Urkunden- oder sonstige Fälschungsdelikte. Der weit überwiegende Teil der Zuwanderer verhalte sich vollständig gesetzestreu, heißt es in dem Bericht. Vor allem Staatsangehörige jener Staaten, aus denen die meisten Flüchtlinge nach Deutschland gekommen waren – Syrien, Irak und Afghanistan – seien weit unterdurchschnittlich in den Verdacht geraten, in strafbare Handlungen involviert zu sein, anders als Algerier, Marokkaner, Georgier, Serben und Tunesier, die „deutlich überproportional“ unter den Tatverdächtigen zu verzeichnen seien. Immerhin seien dem Bericht zufolge auch die Straftaten gegen Einwanderer im ersten Quartal um sieben Prozent zurückgegangen. In 60 Prozent der Fälle habe es sich dabei um Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit gehandelt; in 83 Prozent der Fälle wurde wegen des Verdachts auf Körperverletzungsdelikte ermittelt. Eine bedeutende Rolle spielen jedoch immer noch rassistisch motivierte Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte und Asylbewerber. Die Zahl der Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte sowie gegen Asylbewerber „aus fremdenfeindlichen und persönlichen Motiven“ sei dem BKA zufolge anhaltend auf einem hohen Niveau geblieben. Im ersten Quartal sei es alleine bereits zu 345 Straftaten gegen Asylunterkünfte gekommen.

Kampf gegen den Terror
Türkei: Schwangere Polizistin unter Todesopfern des PKK-Terroranschlags in Mardin

Schwangere Polizistin in Südosttürkei getötet Mardin (nex/aa) – Eine schwangere Polizistin wurde das vierte Todesopfer eines Autobombenanschlags auf eine Polizeistation in der Südosttürkei, teilte eine Quelle aus dem Krankenhaus mit. Auf Grund von Restriktionen bezüglich öffentlicher Äußerungen sprach die Quelle mit der Nachrichtenagentur Anadolu unter der Bedingung der Anonymität. Die Polizistin sei zum Zeitpunkt ihres Todes in einem örtlichen Krankenhaus im sechsten Monat schwanger gewesen. Unter den Polizisten, die bei dem Anschlag ums Leben gekommen sind, befand sich eine weitere Frau, so die Quelle weiter. Sie starb am Anschlagsort Midyat, einer Kleinstadt in der Provinz Mardin, zusammen mit zwei Zivilisten. Die beiden Polizistinnen befanden sich im Eingangsbereich der Polizeistation im Dienst, als es um 11.00 Uhr Ortszeit (0900 GMT) zur Explosion kam. Über 30 weitere Personen wurden bei der Detonation verletzt, die an den umstehenden Gebäuden schweren Schaden verursachte.Eine Sicherheitsquelle teilte der Nachrichtenagentur Anadolu mit, dass die PKK für den Anschlag verantwortlich sei. Mardin ist eine der Provinzen im Südosten der Türkei, die unter der erhöhten Aktivität der PKK zu leiden hat, seit die von der Türkei, den USA und der EU als Terrororganisation eingestufte Gruppierung ihren bewaffneten Kampf im Juli vergangenen Jahres wiederaufgenommen hat. Seitdem haben fast 500 Mitglieder der Sicherheitskräfte ihr Leben verloren und wurden über 4900 PKK-Terroristen bei landesweiten sowie im Nordirak durchgeführten Operationen getötet.

Historikerkommission
Armenien-Resolution: Merkel ruft zur Bildung einer Historikerkommission auf

Merkel ruft zur Bildung einer Historikerkommission zu den Ereignissen von 1915 auf Berlin (nex) – Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte am gestrigen Dienstag, dass der Tod von armenischen und türkischen Osmanen im Jahr 1915 von einer Historikerkommission untersucht werden sollte. Merkel sagte, Deutschland sollte die Kommission ebenfalls unterstützen. „Die Geschichte zwischen der Türkei und Armenien sollte von einer Historikerkommission behandelt werden, die auch wir unterstützen sollten“, erklärte sie auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev in Berlin. „Ich werde weiterhin diesbezüglich Gespräche sowohl mit der türkischen als auch mit der armenischen Seite führen.“ Deutschland und das Osmanische Reich waren während des Ersten Weltkriegs Alliierte. Deutschland hat des Weiteren nach dem Zweiten Weltkrieg eigene Erfahrungen bei der geschichtlichen Erforschung von Massensterben gesammelt. In Bezug auf Letzteres erklärte Merkel, Deutschland werde sich weiterhin mit dem Vermächtnis des Holocaust beschäftigen, bei dem unter dem Nazi-Regime sechs Millionen Menschen ermordet worden waren. Merkels Stellungnahme zur Armenierfrage kommt nach dem symbolischen Votum des Bundestags in der vergangenen Woche, bei dem die Abgeordneten den Tod der Armenier im Jahr 1915 in Ostanatolien zu einem Genozid erklärten. Die Türkei hatte wiederholt dazu aufgerufen, eine internationale Kommission von Historikern zu bilden, um den Streit über die Ereignisse von 1915 zu einem Ende zu bringen. Die Türkei akzeptiert, dass auf beiden Seiten infolge eines Aufstands der armenischstämmigen Osmanen, die sich auf die Seite der einfallenden Russen schlugen, viele gestorben sind. Ankara betrachtet dies aber nicht als Genozid. Hinsichtlich eines aktuelleren Streits zwischen der Türkei und Armenien erklärte Merkel, dass Deutschland seinen derzeitigen Vorsitz bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) dazu nutzen werde, das Problem des besetzten Bergkarabach zu lösen. Die Enklave wurde von armenischen Sezessionisten eingenommen, als in den späten 1980-er Jahren die Sowjetunion zusammenbrach. Sie wird von der internationalen Gemeinschaft einschließlich der Türkei, einer engen Verbündeten Aserbaidschans, als aserbaidschanisches Territorium anerkannt. Trotz eines im Jahr 1994 abgeschlossenen Waffenstillstandsabkommen kommt es sehr häufig zu Grenzscharmützeln. Aliyev verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass das Problem entsprechend den UN-Resolutionen, die die territoriale Integrität Aserbaidschans anerkennen, gelöst werden könne. Merkel erwiderte, dass Deutschland die Sicht Aserbaidschans teile: „Die Lösung der Bergkarabach-Frage wird auch der Verbesserung der Beziehungen zwischen der Türkei und Armenien dienen.“

Abschied von Muhammad Ali
Muhammad-Ali-Begräbnis: Erdogan und Abdullah II. geben Redezeit an Überraschungsgäste ab

Louisville/KY (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und der jordanische König Abdullah II. werden zu Gunsten zweier Überraschungsredner auf ihre eingeplanten Redebeiträge im Rahmen der bevorstehenden Begräbniszeremonie für die am letzten Wochenende verstorbene Boxlegende Mohammad Ali verzichten. Dies berichtet der „Telegraph“ unter Berufung auf Bob Gunnell, den Sprecher der Familie des verstorbenen Spitzensportlers. Ursprünglich waren beide Staatschefs als Redner im Rahmen der Zeremonie vorgesehen, die am kommenden Freitag im KFC Yum! Centre in Louisville stattfinden wird. Nach der Zusage der Überraschungsgäste habe man sich jedoch aufseiten der Organisatoren dafür entschieden, diese anstelle der ausländischen Staatsgäste auf die Rednerliste zu nehmen. Beide Präsidentenbüros hätten „großzügig und verständnisvoll“ auf das Ansinnen reagiert, so Gunnell. Zur Abschiedszeremonie im Yum! Centre werden 15 000 Teilnehmer erwartet, hieß es vonseiten der Veranstalter. Zum Jenazah, dem muslimischen Totengebet, sollen 14 000 Personen erscheinen. Unter den vorgesehenen Rednern befinden sich Attalah Shabazz, die Tochter des Bürgerrechtskämpfers Malcolm X, Alis Witwe Lonnie, seine älteste Tochter Maryum und der US-Schauspieler Billy Crystal. Bereits am Donnerstag wird es eine 30-minütige öffentliche islamische Gedenkfeier in der Freedom Hall geben, wo Ali einst gekämpft hatte. Diese wird vom kalifornischen Gelehrten Imam Zaid Shakir geleitet. Das Programm sei strikt an Willen des verstorbenen Boxchampions ausgerichtet, erklärte Gunnell. „Er wollte ein Begräbnis, das sein Leben reflektiert, und wie er gelebt hat“, so der Familiensprecher. „Er wollte, dass jeder teilnehmen kann. Er war der Champ des Volkes, und das sollte sich auch auf seinem letzten Weg zeigen.“ Vor allem sollte das Begräbnis Muslimen wie Nichtmuslimen offenstehen, damit Menschen aller Glaubensrichtungen teilnehmen könnten, hieß es vonseiten der Familie, „damit sie auch etwas lernen können und mehr wie Muhammad Ali sein können, der jedem sein Herz geöffnet hat“. Die Feier sei kein politisches Statement und es gehe darin nicht um Politik, sondern darum, wie Muhammad Ali sein Leben gelebt hätte. Der mehrmalige Schwergewichtsweltmeister, der an der Parkinson-Krankheit litt, starb am Freitag im Alter von 74 Jahren in Arizona.

Armenien-Resolution
Armenischer Patriarch: Deutschland missbraucht das Leid der Armenier

Istanbul (eurasia/nex) – Istanbuls armenischer Patriarch hat am Dienstag die politische Instrumentalisierung der Ereignisse von 1915 scharf kritisiert. Er hat die Resolution des deutschen Bundestages, wonach das Osmanische Reich einen Völkermord an Armeniern verrichtet habe, in Frage gestellt.
In einem Brief an den türkischen Präsidenten schrieb Erzbischof Aram Atesyan: „Wie wir das viele Male zuvor ausgedrückt haben, es ist sehr schade, dass das Leid, welches ein Trauma unter Armeniern auslöste, in der politischen Arena missbraucht wird.“ Der Erzbischof bemerkte, es sei inakzeptabel, dass sich Vertreter deutscher Bürger eine beliebige Meinung oder Gesetze zu einem Thema machen, welches nichts mit dem deutschen Volk zu tun hat. Der Brief stellt die jüngste Reaktion dar, nachdem Berlin osmanische Übergriffe im Ersten Weltkrieg als Völkermord denunzierte. Die Türkei indes erkannte stets die Tragödie im ersten Weltkrieg an, als hunderttausende Opfer auf beiden Seiten in Ostanatolien entstanden. Einige Armenier stellten sich im Weltkrieg aufseiten russischer Truppen, die gegen das Osmanische Reich eine Invasion durchführten. Das zaristische Russland bediente sich armenischer Elemente, um die osmanische Rückfront mittels eines subversiven Andockens an armenische Guerillas aufzubrechen. Ankara rief wiederholt dazu auf, eine internationale Historikerkommission ins Leben zu rufen, um den Disput beizulegen.

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Erschienen bei unserem Kooperationspartner Eurasianews

Fußball-EM 2016
Public Viewing und Hupkonzert? Mit diesen Tipps kommen Sie ohne rote Karte durch die EM

Hamburg (ots) – Freude, Begeisterung und Party – das erwartet uns während der EM in Frankreich. Deutschland befindet sich in dieser Zeit im Ausnahmezustand und jeder scheint die Dinge lockerer als sonst zu nehmen. Damit die Freude nicht getrübt wird, sollte man jedoch einige rechtliche Abseitsfallen umgehen: Gerade Lärmbelästigung und Ruhestörung gehören zu den häufigsten Streitthemen der Deutschen. Das zeigt auch der „Streitlotse“ von ADVOCARD, Deutschlands größter Plattform für Streit-Fragen: Das Thema Lärm rangiert immer unter den Top 3 der meistgelesenen Beiträge. Anja-Mareen Decker, Leiterin der Rechtsabteilung bei der Rechtsschutzversicherung ADVOCARD, gibt Tipps, wie Fußballfans die EM ohne juristische Nachspielzeit genießen können. Feiern, aber richtig: Ruhezeiten und Hausregeln einhalten Wer das Fußball-Großereignis daheim sehen möchte, sollte auf seine Nachbarn Rücksicht nehmen. Treibt das gute Wetter die Schaulustigen nach draußen, wird im Garten oder auf dem Balkon oftmals lautstark gefeiert. Bis 22 Uhr ist das nach deutschem Recht auch kein Problem. Danach sind laute Gespräche, Fernseher-Geräusche oder Musik allerdings tabu. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Anzeige oder mit einem Bußgeld rechnen. Offizielle „Public Viewing“-Veranstaltungen auf öffentlichen Plätzen oder in Gaststätten benötigen eine Sonderlizenz, mit der lautstarke TV-Übertragungen auch nach 22 Uhr erlaubt sind. Das Anfeuern der Lieblingsmannschaft ist häufig auch Anlass für ein ausgedehntes Grillfest. Hausbesitzer, die ihren Grill im eigenen Garten aufstellen können, müssen sich hierzu grundsätzlich keine weiteren Gedanken machen. Bewohner einer Mietwohnung dagegen sollten zunächst ihren Mietvertrag prüfen. Wird das Grillen hier ausdrücklich untersagt, sollte man sich daran halten, um keine Abmahnung oder gar eine Kündigung zu riskieren. Beinhaltet der Mietvertrag keine Regeln zum Grillen, darf zumindest der entstehende Rauch nicht in die Wohnung des Nachbarn ziehen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, investiert in einen Elektrogrill, der das Rauchproblem minimiert. Autokorso und Hupkonzert: Was geht, was nicht? Streng genommen sind Autokorsos nach der Straßenverkehrsordnung verboten. Wer beim Sieg der Lieblingsmannschaft an einem Autokorso teilnimmt, sollte besser angeschnallt bleiben und sich während der Fahrt nicht aus dem Fenster hängen. Dann gibt es in der Regel auch keine Probleme mit der Polizei. Ebenso verhält es sich mit Hupkonzerten. Zwar werden diese meistens toleriert, stellen aber streng genommen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld bestraft werden kann.

USA
Beerdigung Muhammad Alis: Türkischer Präsident Erdogan wird Trauerrede halten

Erdogan, König Abdullah II. und Bill Clinton unter den Rednern bei der Trauerfeier

Dortmund (nex) – Nach Angaben des Sprechers der Familie Ali, Bob Gunnell, werden Tausende Trauernde, darunter auch ausländische Würdenträger und Berühmtheiten, zur Beerdigung der Boxlegende Muhammad Ali erwartet.

Wie ein Sprecher der Familie am Montag mitteilte, wird der türkische Präsident Tayyip Erdogan an der öffentlichen Gedenkfeier teilnehmen und eine Trauerrede halten.

Der Nachrichtenagentur AFP gegenüber bestätigte ein Sprecher des türkischen Präsidialamtes, dass der türkische Präsident Erdogan am Mittwochabend in die USA fliegen werde, um an der Beerdigung Muhammad Alis in dessen Geburtsstadt Louisville, Kentucky teilzunehmen.

Muhammed Alis Tod wurde mit großer Trauer in der Türkei aufgenommen. Präsident Erdogan sagte in einem Tweet: „Möge Allah barmherzig mit Muhammad Ali sein, dessen Mut, Überzeugung und Entschlossenheit die gesamte Menschheit inspirierte. Ali war ein außergewöhnlicher Athlet und ein bemerkenswerter Mann von guten Taten, der die Herzen von Millionen Menschen eroberte.“

„Sein lebenslanger Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung wird nie vergessen werden“, so Erdogan weiter. Gunnell teilte auf einer Pressekonferenz am gestrigen Montag mit, dass für eine islamische Trauerfeier am kommenden Donnerstag in der Freedom Hall 33 500 Tickets sowie 15 500 Tickets für eine weitere Andacht am kommenden Freitag im KFC Yum! Center, beide in Louisville/Kentucky, zur Verfügung stünden.

Auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, der Schauspieler Bill Crystal, der Journalist Bryant Gumbel, Alis Ehefrau Lonnie und noch weitere Redner sind vorgesehen.

Etwa 18 000 Menschen werden zu dem Totengebet in der Freedom Hall erwartet. Hier besiegte Muhammad Ali 1961 Willi Besmanoff bei seinem letzten Kampf in seiner Geburtsstadt.

Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen würden bei dem Gottesdienst Reden halten, so Gunnell weiter.

„Alles, was wir hier machen, hat Muhammad Alis Segen und war von ihm so gewollt“, erklärte Gunnell. „Es war sein Wunsch, dass sich bei der Trauerfeier sein Leben und seine Lebensweise widerspiegeln. Und er wollte, dass jeder die Möglichkeit hat, dabei zu sein. Er war der Champion der Menschen, deshalb wollte er, dass seine Trauerfeier das auch widerspiegelt.“

Das Totengebet wird der kalifornische Imam und Gelehrte Zaid Shakir leiten.

„Es ist mehr als passend, dass die Menschen die Gelegenheit haben werden, ihn mit einer überwältigenden Gedenkfeier zu verabschieden und dafür danken wir der Familie“, sagte Shakir, der ebenfalls auf der Pressekonferenz anwesend war.

Das Weiße Haus hat noch nicht entschieden, ob Präsident Barack Obama an der Trauerfeier teilnehmen wird.

Muhammad Ali starb im Alter von 74 Jahren infolge „eines septischen Schocks aufgrund unspezifizierten natürlichen Ursachen„, teilte Gunnell Journalisten am vergangenen Samstag mit.

Als Einziger gewann Muhammad Ali dreimal den Titel als Weltmeister im Schwergewicht. Berühmt wurde Ali durch seinen unorthodoxen Kampfstil. Außerhalb des Boxrings war er wegen seiner charismatischen Persönlichkeit sowie seines sozialen und politischen Engagements sehr beliebt.

Transfer
BVB-Dortmund verpflichtet türkisches Super-Talent Emre Mor

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Dortmund (nex/bvb) – Der achtmalige Deutsche Meister Borussia Dortmund hat einen weiteren Spieler für die kommende Saison verpflichtet: Emre Mor wechselt vom dänischen Erstligisten FC Nordsjaelland zum Champions-League-Teilnehmer an die Strobelallee. „Emre Mor ist ein hochveranlagter und in der Offensive vielseitig einsetzbarer junger Spieler mit riesigem Entwicklungspotenzial“, betont BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Mor, gerade 18 Jahre alt und in Dänemark geboren und aufgewachsen, verfügt auch über einen türkischen Pass, hat gerade seine ersten A-Länderspiele absolviert und gehört wie Borussia Dortmunds Profi Nuri Sahin dem EM-Kader der Türkei an. „Der BVB ist ein großartiger Klub in Europa mit einzigartigen Fans. Ich freue mich riesig auf die neuen Mannschaftskollegen und kann den Saisonstart sowie mein erstes Spiel für die Borussia kaum mehr abwarten“, so der 18-Jährige. Mor kam 2015/2016 in der dänischen Superligaen 13 Mal zum Einsatz, er erzielte dabei zwei Tore und bereitete zwei Treffer vor. Beim BVB unterschreibt Mor einen Fünfjahres-Vertrag bis zum 30. Juni 2021.

Flucht vor Gläubigern
Arrestbefehl gegen Vural Öger: Ist der ehemalige Multimillionär ins Ausland geflüchtet?

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Frankfurt/Main (nex) – Unter Gläubigern macht sich Nervosität breit, das Landgericht Frankfurt/Main hat sogar einen Arrestbefehl gegen ihn erlassen: Befindet sich Tourismus-Pleitier Vural Öger längst unter anderem Namen in Paraguay und mit ihm seine privaten Millionen? Es deuten jedenfalls, glaubt man „Spiegel online“, einige Aspekte darauf hin, dass der Geschäftsmann und ehemalige EU-Parlamentarier untergetaucht sein könnte. Nachdem Öger Ende des Vorjahres mit seinem Unternehmen VÖ Travel nach knapp zwei Jahren der Geschäftstätigkeit Insolvenz angemeldet hatte, soll es, so SpOn, zu einer „Reihe verdächtiger Vermögensmanipulationen in den vergangenen Monaten“ gekommen sein. Und man vermutet, dass Öger offenbar bereits untergetaucht sei. Um einen Arrestbefehl gegen einen Schuldner zu erwirken, muss einem Richter glaubhaft gemacht werden, dass eine „kurzfristige Vermögensverschiebung“ drohe und dass „ohne Verhängung des Arrests die Vollstreckung des im Urkundeverfahren begehrten Titels vereitelt oder jedenfalls erschwert wird“. Gefahrenelemente wie „Verschleuderung“ von Vermögenswerten oder „Verschleierung ihres Verbleibs“ konnten die Gläubiger, zu denen das frühere Joint Venture Sun Express, aber auch Turkish Airlines gehören sollen, offenbar mit ausreichender Glaubwürdigkeit belegen. Ob es ihnen am Ende möglich sein wird, ihre Zahlungsansprüche durchzusetzen, steht jedoch in Anbetracht der Entwicklung in den Sternen. Ögers Anwalt zufolge befinde sich der Geschäftsmann in Deutschland, eine frühere Mitarbeiterin will ihn hingegen in Istanbul gesichtet haben. Es geht offenbar um Forderungen in Höhe von etwa 17 Millionen Euro, die Öger auf Grund einer selbstschuldnerischen Bürgschaft notfalls aus seinem Privatvermögen heraus aufbringen müsste. Der Arrestbeschluss erstrecke sich einem Sprecher des Gerichts zufolge auf eine Forderung in einer Höhe von einer Million Euro, berichtet „Focus online“. Wirksam wird der Beschluss jedoch erst, sobald die betreibende Partei es schafft, diesen ihrem Schuldner zuzustellen. Dies könnte angesichts des unbekannten Aufenthaltsortes Ögers mit gewissen Schwierigkeiten verbunden sein. Öger hatte sich im Angesicht seines Insolvenzantrages als „Opfer von Erdoğan und Putin“ betrachtet. Das Türkei-Reisegeschäft sei drastisch eingebrochen und infolge des Syrien-Konflikts herrsche in der Tourismusbranche des Landes ein ruinöser Preiskrieg mit Übernachtungen im Fünfsternehotel für 40 Euro oder Flügen in die Türkei für 70 Euro. „Wir mussten zuletzt jede Reise subventionieren“, erklärte Öger im Dezember gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Seit dem Abschuss eines russischen Flugzeugs durch die türkische Armee im November sei „das Geschäft endgültig erledigt“. Russische Buchungen seien infolge der Boykottaufrufe aus Moskau um die Hälfte zurückgegangen. Sein Unternehmen VÖ Travel solle jedoch auch den Markt und seine eigenen Möglichkeiten völlig falsch eingeschätzt haben. Statt der geplanten 100 000 Kunden soll man, so „touristik aktuell“, 2015 nicht einmal 15 000 Pauschaltouristen begeistern haben können. Anfang der 2000er Jahre hatte es den Unternehmer, der zuvor mit „Öger Tours“ ein erfolgreiches Reiseunternehmen aufgebaut hatte, das er später an Thomas Cook verkaufte, in die Politik gezogen. Er ließ sich für die SPD ins Europaparlament wählen. Seine Äußerungen gegen das Kopftuch und sein skurriler Einsatz für einen wegen des Verdachts des Kindesmissbrauchs in türkischer Untersuchungshaft sitzenden deutschen Urlauber hatten jedoch sein Ansehen innerhalb der türkischen Einwanderercommunity drastisch sinken lassen.

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