Terrorismus
USA: 20-jähriger James Wesley Howell plante Attentat auf Gay-Parade in Los Angeles

Schwer bewaffneter Mann auf dem Weg zum Festival LA Pride aufgegriffen Los Angeles (nex) – Ein Mann mit einem ganzen Waffenarsenal im Auto wurde am frühen Sonntagmorgen in Kalifornien festgenommen. Er erklärte, dass er die Gay-Pride-Parade in Los Angeles habe angreifen wollen, teilte die Polizei mit. Es handelt sich dabei um den 20-jährigen James Wesley Howell aus dem Bundesstaat Indiana. Zunächst wurde Howell nachts um drei Uhr Ortszeit von den Nachbarn, die bemerkten, dass er einen weißen Acura Sedan falsch abgestellt hatte, der Polizei als Herumtreiber gemeldet. Als die Polizeibeamten eintrafen und ihn befragen wollten, war auf dem Beifahrersitz von Howells Auto ein Sturmgewehr zu sehen, was die Polizei zu einer gründlicheren Durchsuchung des Wagens veranlasste und zum Fund weiterer Waffen, Sprengstoff und Munition führte. Daraufhin erklärte er, dass er die Gay-Parade habe angreifen und „Menschen Schaden zufügen“ wollen. Mittlerweile hat das FBI die Ermittlungen von der örtlichen Polizei übernommen. Auf einer Facebookseite, die offensichtlich Howell gehöre, seien ein weißer – wie der in Kalifornien beschlagnahmte – Acura sowie Fotos, die dem Polizeifoto ähneln, zu sehen. Es gebe auf den ersten Blick keinen Zusammenhang zwischen der Festnahme in Santa Monica und dem Angriff in Orlando oder irgendeinen Hinweis, dass Howell Verbindungen zum Islamismus wie der Attentäter von Orlando, Omar Mateen, habe, erklärte “Wir glauben, dass die Festnahmen überhaupt nichts miteinander zu tun haben”, erklärte der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, bei der Eröffnung der Parade, die wie geplant unter strengen Sicherheitsvorkehrungen stattfand.  

Trump fordert Obamas Rücktritt
Michael Oren: Donald Trump wird vom Terroranschlag in Orlando profitieren

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Washington, D.C. (nex) – Medien in den USA rechnen damit, dass das Massaker an Besuchern eines vorwiegend von Angehörigen der LGBT-Community frequentierten Nachtklubs im US-amerikanischen Orlando (FL), das am Sonntagmorgen mindestens 50 Tote und 53 Verletzte zur Folge hatte, das Rennen um die Präsidentschaft massiv beeinflussen könnte. Der designierte republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat den amtierenden Präsidenten Barack Obama zum Rücktritt aufgefordert, weil dieser in seinen bisherigen Reaktionen auf die Bluttat den „radikalen Islam“ nicht beim Namen genannt habe. Obama hatte im Zusammenhang mit dem Massenmord, dessen Täter nach bisherigen Erkenntnissen ein 29-jähriger Sohn afghanischer Einwanderer war, der im Schusswechsel mit der Polizei den Tod fand, von einem „Akt des Terrors und Akt des Hasses“ gesprochen. Gegenüber der israelischen Tageszeitung Haaretz geht der frühere Botschafter Israels in den USA und heutige Knesset-Abgeordnete Michael Oren davon aus, dass US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump von der Bluttat massiv profitieren wird. „Wäre das Motiv Hass gegen die LGBT-Community gewesen, hätte Hillary Clinton davon profitiert“, erklärte Oren. „Seit sich jedoch abzeichnet, dass dschihadistischer Islam das Motiv gegeben hat, wird die Tat Donald Trump nützen.“
(Foto: AA)
(Foto: AA)
Während Trump unmittelbar nach Verlautbarung der ersten Fakten über die Tat auf den mutmaßlichen Täter auf dessen muslimisch klingenden Namen, die afghanische Herkunft und dessen mutmaßliche Terrorkontakte hinwies, zeigte sich die designierte Kandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, sehr vorsichtig und „verurteilte, aber sagte nicht, was sie verurteilt“. Es sei damit zu rechnen, dass sie den Vorfall nutzen werde, um für restriktivere Waffengesetze zu werben. Insgesamt rechne Oren damit, dass Orlando, bekannt unter anderem für die Disneyworld, auch als Tourismusziel Schaden nehmen werde. Der mutmaßliche Täter hatte sich in einem Anruf bei den Sicherheitskräften während der Tat zur Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) bekannt und dieser wiederum in einer Erklärung die Verantwortung für die Tat übernommen. Es ist jedoch nach bisherigen Erkenntnissen ungewiss, ob und inwieweit der 29-Jährige tatsächlich Kontakte zu Angehörigen der Terrormiliz hatte. Ein unbeschriebenes Blatt war Omar Mateen, der mutmaßliche Täter, bei den US-Behörden jedenfalls nicht. Bereits 2013 und 2014 untersuchte das FBI mögliche Kontakte Mateens zu Daesh oder anderen extremistischen oder terroristischen Gruppen. Vor drei Jahren soll der mutmaßlich für das Blutbad vom Sonntagmorgen Verantwortliche durch radikale Äußerungen gegenüber Arbeitskollegen, in denen er mit vermeintlichen Terrorverbindungen geprahlt haben, die Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden auf sich gezogen haben. Das FBI will Mateen in diesem Zusammenhang zweimal verhört haben, dazu noch mit Zeugen gesprochen, Überwachungsmaßnahmen durchgeführt und Hintergrundchecks durchgeführt haben. Die Behörden seien jedoch nach eigenen Aussagen damals nicht in der Lage gewesen, den Wahrheitsgehalt vermeintlichen Aussagen zu verifizieren. Später soll Mateen noch einmal im Zusammenhang mit Moner Mohammad Abusalha, dem ebenfalls aus Florida stammenden ersten US-Bürger, der in Syrien ein Selbstmordattentat ausgeführt haben soll, über seine Kontakte zu diesem befragt worden sein. „Unseren Erkenntnissen nach war der Kontakt minimal und stellte zu jener Zeit keine substanzielle Beziehung oder Bedrohung dar“, hieß es vonseiten eines Behördensprechers gegenüber US-Medien. Ähnlich wie die extreme Rechte in den 1990er Jahren hat der IS im Westen ein System des „Terror-Franchisings“ eingerichtet. So genannte „Lone Wolf“-Attentäter, die besonders grausame Bluttaten begehen, können sich auf die Terrormiliz berufen und diese übernimmt im Gegenzug die Verantwortung dafür. Religiös war Omar Mateen dem Vater und der Ex-Frau zufolge nicht, die Angehörigen berichten lediglich von einem Wutausbruch, nachdem sich ein homosexuelles Paar in Gegenwart seiner damaligen Frau und seines Kindes geküsst hätten.  

Bangen um ALF-Darsteller
Los Angeles: ALF-Darsteller Michu Meszaros liegt im Koma – schlechte Prognose der Ärzte

Los Angeles (nex) – Große Sorge um einen Helden der Kindheit und Jugend vieler Menschen, die in den 1980er Jahren aufgewachsen waren: Der in Budapest geborene US-amerikanische Schauspieler Michu Meszaros liegt seit einer Woche in einem Krankenhaus in Los Angeles im Koma. Die Ärzte geben nach seiner Einlieferung eine schlechte Prognose ab. Dies teilte der Manager des 76-Jährigen einem Promi-Portal aus den USA mit. Der nur 83 Zentimeter große Meszaros hatte in der Zeit zwischen 1986 und 1990 die Titelrolle in der von NBC produzierten Sitcom „ALF“ (stand für „Außerirdische Lebensform“) verkörpert und zusammen mit Michael Jackson zwei Werbespots für den Getränkehersteller Pepsi gedreht. Die in insgesamt 102 Episoden produzierte Serie rund um einen fellüberzogenen, Katzen fressenden Außerirdischen vom Planeten Melmac, der den Alltag einer amerikanischen Vorstadtfamilie auf den Kopf stellt – später folgten noch eine Zeichentrick-Adaption und ein Kinofilm -, gehörte zu den beliebtesten Formaten des Abendprogramms im Westdeutschland der späten 1980er Jahre. Bereits vor acht Jahren hatte Meszaros einen Schlaganfall erlitten, seither war sein Gesundheitszustand chronisch angeschlagen. In der Vorwoche war der Schauspieler regungslos in seinem Badezimmer aufgefunden worden, berichten US-Medien.

Maghreb-Staaten
Grüne lehnen weitere Gespräche über sichere Herkunftsländer ab

Saarbrücken (ots) – Grünen-Chefin Simone Peter hat weitere Verhandlungen mit der Bundesregierung über die Einstufung der Maghreb-Staaten als sicher abgelehnt. Peter sagte der „Saarbrücker Zeitung“: „Es gibt keine Bereitschaft für einen Deal.“ Die Grüne betonte weiter, man habe häufiger mit der Bundesregierung beraten, wie man die Situation der Asylsuchenden verbessern könne. „Oft hat das eher zu Verschärfungen als zu Verbesserungen geführt oder Verabredungen wurden nicht eingehalten“, erklärte Peter. Zudem lasse sich nicht einfach wegwischen, „dass die drei Länder nicht sicher sind“. Darüber hinaus sei es „ein Ammenmärchen, dass Asylanträge von Menschen aus als sicher eingestuften Herkunftsstaaten mit der gleichen Qualität geprüft werden“. Sie gehe deshalb davon aus, „dass nach der Bundestagfraktion die Länder am Freitag im Bundesrat nicht zustimmen werden“, so Peter.

Neo-Rechte
Hilmar Steffen: „Nazis sind nicht mehr als solche zu erkennen“

Halle (ots) – In Sachsen-Anhalt wandelt sich die Neonazi-Szene. Sie tritt unauffälliger und jugendaffiner auf. „Der klassische Neonazi mit Bomberjacke und Springerstiefeln hat ausgedient“, sagte Hilmar Steffen, zuständiger Referatsleiter beim Landes-Verfassungsschutz, der  Mitteldeutschen Zeitung. Rechtsextremisten seien häufig nicht mehr als solche zu erkennen. Das gelte für Gruppierungen wie die „Unsterblichen“ oder auch die sogenannten „Autonomen Nationalisten“. Sie gelten als extrem gewaltbereit und sind in ihrer schwarzen Kleidung von Linksautonomen kaum zu unterscheiden, etwa bei Demonstrationen. 2014 stufte der Verfassungsschutz rund 1 300 Personen in Sachsen-Anhalt als Rechtsextremisten ein. Genaue Zahlen für das vergangene Jahr will Behördenpräsident Jochen Hollmann erst im neuen Jahresbericht nennen, der im Juli vorgestellt werden soll. Nach Informationen der Zeitung ist sowohl die Zahl der Rechtsextremen als auch die Zahl der durch sie begangenen Strafttaten angestiegen.

Syrienkrieg
Videoaufnahmen: Russische Kampfflugzeuge werfen weiße Phosphorbomben über Wohngebiete in Aleppo ab

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Aleppo (nex) – Die Videoaufnahme eines russischen Kampfflugzeugs, das Zivilisten in der zweitgrößten syrischen Stadt Aleppo zum Ziel hat und weiße Phosphorbomben abwirft, ist am Wochenende aufgetaucht. Weißer Phosphor ist eine leicht entflammbare und giftige chemische Substanz, die durch internationale Übereinkommen verboten ist und deren Verwendung ein Kriegsverbrechen darstellt. Nach Angaben türkischer Militärs zeigt das Video vom 8. Juni, wie russische Kampfflugzeuge auf das nördlich von Aleppo liegende Gebiet Handarat zielen. In der Aufnahme sieht man, wie russische Kampfflugzeuge weißen Phosphor abwerfen, der in der Luft und auf dem Boden unter Explosionen und aufsteigendem weißem Rauch verbrennt. Berichten zufolge wurden bei den Angriffen zwei Kinder getötet und sechs Zivilisten verletzt. Die Verwendung dieser Waffen in zivilen Gebieten ist ein klarer Verstoß gegen das Übereinkommen der Vereinten Nationen über konventionelle Waffen von 1980 und stellt ein Kriegsverbrechen dar, so die Quelle weiter. Der Rauch weißen Phosphors verursacht plötzliche Narben in der Lunge und endet tödlich: Es führt zum Ersticken der Menschen. Er verbrennt den menschlichen Körper von innen heraus. Handarat liegt am Korridor, der die von der Opposition gehaltenen Viertel von Aleppo mit dem übrigen von Rebellen gehaltenen syrischen Territorium und dem Rest der Weilt verbindet. Das syrische Regime hat das Ziel, diesen Korridor zu unterbrechen, um Aleppo zu belagern. Es möchte wahrscheinlich so eine humanitäre Katastrophe für Hunderttausende Zivilisten auslösen, die noch immer in den von den Oppositionellen gehaltenen Teilen des ehemaligen Handelszentrums von Syrien wohnen.

Ramadan 2016
Istanbul: Gemeinsames Fastenbrechen mit Armeniern und Griechen

Istanbul (nex) – Führer und Mitglieder verschiedener Religionsgemeinschaften wie der armenischen oder griechisch-orthodoxen Gemeinde kamen anlässlich des Fastenmonats Ramadan am vergangenen Freitag zu einem gemeinsamen Mahl, dem Iftar, mit dem Muslime ihr Fasten brechen, zusammen. Der von der Stadtverwaltung Beyoglu ausgerichtete Iftar auf dem berühmten Taksim-Platz wurde zu einem Zeichen der Solidarität verschiedener Glaubensgemeinschaften. An der Veranstaltung nahmen folgende Personen teil: der stellvertretende Ministerpräsident Numan Kurtulmus, der ehemalige EU-Minister Volkan Bozkir, der stellvertretende Vorsitzende der Partei für Gerechtigkeit und Fortschritt (AKP) Mehmet Müezzinoglu, der bekannte armenischstämmige Fotograf Ara Güler, der Schriftsteller Iskender Pala, der Mufti von Istanbul Rahmi Yaran, der ebenfalls armenischstämmige Bischof Sahak Mashalian, der stellvertretende Patriarch der Alten Assyrischen Kirche Metropolit Yusuf Cetin und der Vorsitzende der türkischen Minderheitenstiftungen Laki Vingas. Ein weiterer Iftar wurde am vergangenen Donnerstagabend von der türkisch-jüdischen Gemeinde vor der Großen Synagoge von Edirne für die Muslime der Stadt ausgerichtet. Die Mitglieder dieser Gemeinde waren in den 1930er-Jahren während der Ereignisse von Thrakien gezwungen worden, die westtürkische Stadt Edirne zu verlassen. Die von der türkischen Regierung restaurierte und im vergangenen Jahr eröffnete Synagoge hat die jüdische Kultur in der Stadt, in der nur eine jüdische Familie lebt, wiederbelebt. Die Synagoge wird des Öfteren von Gemeindemitgliedern aus anderen Städten besucht; im vergangenen Monat wurde nach Jahrzenten wieder das erste rauschende Hochzeitsfest gefeiert. Hunderte Menschen saßen an Tischen auf der Straße vor der Synagoge, die anlässlich der Veranstaltung mit Türkeiflaggen und Postern mit der Aufschrift „Geschwisterlichkeit auf der Straße“ geschmückt waren. Die muslimischen Gläubigen brachen ihr Fasten, als ein muslimischer Geistlicher von einer auf die Straße gestellten Kanzel aus den Adhan, den muslimischen Gebetsruf, sprach, was das Ende des Fastens für den Tag bedeutet.

Euro 2016
UEFA untersucht Fangewalt beim Spiel England gegen Russland

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Mindestens 30 Fußballfans wurden während der Ausschreitungen am gestrigen Samstag verletzt. Genf (nex) – Der europäische Fußballverband UEFA hat am heutigen Sonntag ein Verfahren gegen den russischen Fußballverband wegen Fangewalt eingeleitet, die das EM-Auftaktspiel zwischen Russland und England am gestrigen Samstag trübte. Mindestens 30 Personen wurden bei Ausschreitungen zwischen rivalisierenden Anhängern im und um das Stadion herum in der südfranzösischen Stadt Marseille verletzt. Auslöser der Gewalt war das Ausgleichstor Russlands in letzter Minute, womit das Spiel mit 1:1 endete und die russischen Fans sich daraufhin mit Gewalt Zugang zu einem für die englischen Fans vorgesehenen Block verschafften. Nach diesen Ereignissen hat die UEFA nun ein Verfahren gegen den russischen Fußballverband wegen Ausschreitungen, rassistischen Verhaltens und des Zündens von Feuerwerkskörpern eingeleitet. Die UEFA wird am kommenden Dienstag ein Urteil verkünden. „Ein englischer Fan wurde schwer verletzt“, teilte Mathieu Duroselle, Sprecher der Polizei von Marseille, der britischen Tageszeitung Telegraph mit. „Sein Herz stand still, der Mann konnte aber von einem anwesenden Polizisten dank einer Herzmassage vor Ort reanimiert werden.“ Der russische Sportminister Witali Mutko war der Auffassung, die Ereignisse würden „übertrieben“ dargestellt werden. Die britische Boulevardzeitung Daily Mail zitierte ihn mit den Worten: „Es gab keine Ausschreitungen, das wird übertrieben, hier ist alles in Ordnung. Als das Spiel endete, gab es keine Schranke zwischen den Fans. Die Briten waren natürlich verärgert, aber alles löste sich schnell auf.“ Mark Whittle, der Sprecher des englischen Fußballverbands (FA) erklärte, dass die Vorfälle zu bedauern seien. „Der FA ist sehr erschüttert wegen der schrecklichen Szenen, die sich abgespielt haben und verurteilt natürlich ein solches Verhalten“, sagte er laut Sky News. „Nun liegt es in den Händen der zuständigen Behörden, die in die Ereignisse involvierten Personen zu ermitteln und mit diesen schnell und in angemessener Weise zu verfahren. Der FA fordert seine Fans eindringlich auf, sich respektvoll zu verhalten und England auf die richtige Weise zu unterstützen.“ https://youtu.be/Jot7TVp5uak  

Über 50 Tote und mehr als 50 Verletzte
USA: Attentäter identifiziert als Omar Mateen

USA: Über 50 Tote und mehr als 50 Verletzte bei Angriff auf Club in Orlando Orlando (nex) – Omar Mateen, ein 29-jähriger in den USA geborener US-Bürger wurde als der Verdächtige identifiziert, der am heutigen Sonntag im Pulse Nightclub in Orlando im Bundesstaat Florida bei einer Massenerschießung mindestens 50 Menschen erschoss und mehr als 50 Menschen verletzte. Wie die Strafverfolgungsbehörden gegenüber dem Nachrichtensender ABC News erklärten, seien Mateens Eltern in Afghanistan geboren. Mateen habe für eine gewisse Zeit unter Beobachtung der US-Behörden gestanden, sei aber nicht Gegenstand einer besonderen Ermittlung gewesen. Wie die Polizei bestätigt hat, sind bei dem Angriff am frühen Sonntagmorgen über 50 Menschen gestorben und mindestens 50 verletzt worden. Der Angriff auf den Pulse Club habe sich gegen 02.00 Uhr Ortszeit ereignet, teilte der Polizeichef von Orlando John Mina mit.
(Foto: AA)
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Der Bürgermeister von Orlando Buddy Dyer beschrieb den Angriff als ein schreckliches Verbrechen, das eine bleibende Wirkung auf die Stadt haben werde. Der Angriff wurde zunächst online vom Club auf dessen Facebookseite bekannt gegeben: „alle raus aus pulse und lauft los“. Die Polizei von Orlando berichtete drei Stunden später von dem Angriff via Twitter und beschrieb diesen in einem weiteren Tweet als einen „Massenanfall von Verletzten“. Ein vom örtlichen TV-Sender WESH 2 ausgestrahltes Video zeigt den Club von außen. Es sind Dutzende Schüsse im Hintergrund zu vernehmen. Polizeichef Mina erklärte, dass die Polizei um 5 Uhr Ortszeit entschieden habe, die Opfer in dem Club zu retten. Er teilte mit, dass der Angreifer eine Faustfeuerwaffe und ein Sturmgewehr bei sich geführt habe. In einem späteren Tweet teilte die Polizei mit, dass „der Schütze im Club tot ist“. Ein Sheriff des Orange County beschrieb beim Briefing den Angriff als „einen Fall des Inlandsterrors“. WESH 2 berichtete, dass ein Krankenhaus in der Nähe des Clubs mehrere Verletzte aufgenommen habe. Die Polizei teilte per Twitter mit, dass eine kontrollierte Explosion durchgeführt worden sei. Einige User in den sozialen Medien hatten dies für einen weiteren Anschlag gehalten.

Ausland
Iran: Türkei wird alternde Ölraffinerien erneuern

Türkei möchte alternde Ölraffinerien im Iran erneuern Ankara (nex) – Der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci teilte am Freitag mit, dass türkische Unternehmen beabsichtigten, an der Erneuerung der alternden Technologie der iranischen Ölraffinerien mitzuwirken. Nach einem Bericht der türkischen Tageszeitung Habertürk gab Zeybekci an, dass die Türkei fünf weitere Handelsreferenten in den Iran entsenden werde, die wiederum von fünf ortsansässigen Angestellten begleitet würden in dem Bemühen, die Beziehungen beider Länder nach der Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran zu stärken. Zeybekci teilte mit, dass er als Co-Vorsitzender die gemeinsam mit Russland und dem Iran eingerichtete Gemischte Wirtschaftskommission leiten werde. Der Minister fügte hinzu, dass die türkische Eximbank dank neuen Finanzierungsmodellen die unterstützende Rolle einer Versicherungsgesellschaft übernehmen werde. Zeybekci kam am vergangenen Freitag auch mit türkischen Unternehmern zusammen, die ihm zu seiner neuen Aufgabe gratulierten. Berichten zufolge hätten sich die Unternehmer während des Treffens beim Wirtschaftsminister über den aktuellen Stand der Beziehungen der Türkei zu Russland, dem Iran und Libyen informiert. In diesen Ländern sind Projekte türkischer Unternehmer von den diplomatischen Auseinandersetzungen und den inneren Unruhen betroffen. Nach dem Ostafrikabesuch des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in der vergangenen Woche, der Uganda, Kenia und Somalia umfasste, brachten die Unternehmer auch ihren Wunsch, an den zukunftsträchtigen Sektoren in Afrika wie Tourismus, Energie, Landwirtschaft und im Baugewerbe teilnehmen zu dürfen, zum Ausdruck.

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