Rosch ha-Schana
Türkei: Erdogan gratuliert Juden zum Neujahrsfest

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Ankara (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat in seiner Grußbotschaft zum jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana betont, dass alle türkischen Staatsbürger das Recht hätten, im Einklang mit ihrem Glauben zu leben. „Wir sind der Überzeugung, dass es das Grundrecht all unserer Staatsbürger ist, frei und im Einklang mit seiner Kultur, Religion und Tradition zu leben“, unterstrich er in seiner am Mittwoch veröffentlichten Botschaft. Erdogan wies darauf hin, dass die Türkei sehr bedacht darauf sei, dass alle ihre Staatsbürger ungeachtet ihrer Religion, Sprache, Rasse, Ethnie und ihres Glaubens in Frieden zusammenlebten. Nach jüdischem Glauben steht Rosch ha-Schana für den Beginn der Weltschöpfung und den Jahrestag der Geburt Adams und Evas, der ersten Menschen auf der Erde. In der Türkei leben etwa 18.000 Bürger jüdischen Glaubens, hauptsächlich in den Großstädten Istanbul und Izmir.

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USA
New York: Türkisches Wirtschaftszentrum wird planmäßig eröffnet

New York (nex) – Die Eröffnung des Türkischen Wirtschaftszentrums (Turkish Trade Center) in New York findet wie geplant am morgigen Donnerstag statt. Das Zentrum werde für die Türkei und die türkischen Exporteure die „wichtigste Brücke“ sein, um den US-Markt zu erschließen, so Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu in New York. Zeybekci wird das neue Zentrum nahe des weltbekannten Empire State Buildings morgen eröffnen. Unternehmen, die nicht die Möglichkeit haben, im Ausland selbst Zweigniederlassungen zu eröffnen, könnten in Zukunft ihre Geschäfte von diesen Zentren tätigen, so Zeybekci. Auch in anderen wichtigen Standorten wie etwa Chicago seien weitere Wirtschaftszentren geplant. Viele türkische Unternehmen hätten aufgrund von hohen Kosten, bürokratischer Hürden oder aus Sicherheitsgründen Schwierigkeiten, in ausländische Märkte einzutreten, so der Minister weiter.

„Wirtschaftszentren tragen nicht nur zur Optimierung des weltweiten Handels eines Landes bei, sondern auch dessen Image“, fügte er hinzu.

Laut Zeybekci werde das Zentrum in Manhattan 24 Unternehmen aus verschiedenen Sektoren wie etwa der Textilbranche beherbergen.

Das türkische Handelszentrum werde auch verschiedenen Ministerien und Organisationen der Zivilgesellschaft Möglichkeiten bieten, Aktivitäten und Veranstaltungen durchzuführen.

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Ratgeber
Mit der beruflichen Fahrgemeinschaft Steuern sparen

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Neustadt a. d. W. (nex) – Sie schonen die Umwelt und meist auch den eigenen Geldbeutel: Fahrgemeinschaften für den werktäglichen Weg zur Arbeitsstätte sind eine gute Sache. Doch wie kann man dabei Steuern sparen? Welche Punkte muss man in Sachen Entfernungspauschale bei Fahrern und Mitfahrern beachten? Und was ist, wenn sich die Berufstätigen mit ihren jeweiligen Autos abwechseln? Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH) liefert Antworten und Rechenbeispiele. „Egal, ob Fahrer oder Mitfahrer: Jeder Teilnehmer einer beruflichen Fahrgemeinschaft kann die Entfernungspauschale als Werbungskosten steuerlich geltend machen, was übrigens auch für zusammenfahrende Eheleute und eingetragene Lebenspartner gilt“, so die Experten der Vereinigten Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH). Generell wird die Entfernungspauschale folgendermaßen berechnet: [0,30 Euro x Entfernungskilometer der einfachen Strecke zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte x Arbeitstage, an denen die Strecke tatsächlich zurückgelegt wurde.] Wichtig dabei ist, dass das Finanzamt nur den kürzesten Weg von der jeweiligen Wohnung zur ersten Arbeitsstätte anerkennt, wie die VLH-Steuerexperten anmerken. Ein Umweg wird nur akzeptiert, wenn er in Bezug auf die Strecke zwischen Wohn- und Arbeitsstätte verkehrsgünstiger ist und regelmäßig genutzt wird, zum Beispiel wegen des heftigen Berufsverkehrs oder einer Großbaustelle. Das bedeutet, dass der Fiskus für jedes Fahrgemeinschaftsmitglied den jeweils kürzesten bzw. verkehrsgünstigsten Weg berechnet. Die Umwege, die durch das Abholen oder das Nachhause-Bringen der Mitfahrer entstehen, zählen nicht. Mitfahrer müssen Obergrenze von 4.500 Euro pro Jahr beachten Auf der dargestellten Grundlage muss man nun verschiedene Fälle unterscheiden: Wenn kein Fahrgemeinschaftsmitglied in Sachen Entfernungspauschale den Betrag von 4.500 Euro im Kalenderjahr übersteigt, ist es unwichtig, ob und in welchem Umfang ein einzelner Teilnehmer den eigenen Pkw für die Fahrten genutzt hat. Sobald die Obergrenze von jährlich 4.500 Euro allerdings überschritten wird, interessiert sich der Fiskus den VLH-Experten zufolge dafür, wer sein eigenes Fahrzeug wie oft eingesetzt hat. Der Grund: Als Mitfahrer einer Fahrgemeinschaft darf man nur maximal 4.500 Euro Fahrtkosten im Jahr von der Steuer absetzen. Fahrer, die ihren eigenen Wagen bzw. einen zur eigenen Nutzung überlassenen Wagen einsetzen, können hingegen Fahrtkosten in unbegrenzter Höhe geltend machen. Klingt kompliziert, ist aber eigentlich recht einfach, wie die Rechenbeispiele der VLH-Steuerfachleute zeigen. Beispiel 1: Fahrgemeinschaft mit nur einem Fahrer Wolfgang und Paul sind Nachbarn. Sie arbeiten bei einem großen deutschen Autobauer. Deshalb bilden sie eine Fahrgemeinschaft, bei der aber nur der leidenschaftliche Fahrer Wolfgang seinen Wagen einsetzt. Paul ist hingegen stets Mitfahrer. Die Fahrgemeinschaft fährt die 80 Kilometer lange Strecke von den Wohnungen zur ersten Tätigkeitsstätte an insgesamt 210 Arbeitstagen im Jahr. Was bedeutet das steuerlich?

Für den Mitfahrer Paul ergibt sich laut VLH-Experten folgende Rechnung: [0,30 Euro Entfernungspauschale x 80 Kilometer x 210 Arbeitstage = 5.040 Euro.] Da der absetzbare Betrag für Mitfahrer aber auf 4.500 Euro im Jahr begrenzt ist, kann Paul nicht 5.040 Euro, sondern nur die besagten 4.500 Euro geltend machen.

Wolfgang errechnet für sich genau dieselben Zahlen. Als Fahrer kann er aber den vollen Betrag in Höhe von 5.040 Euro in seine Steuererklärung eintragen. Beispiel 2: Fahrgemeinschaft mit wechselnden Fahrern Nehmen wir wieder den oben beschriebenen Fall von Wolfgang und Paul mit einem einzigen Unterschied: Diesmal wechseln sich die beiden regelmäßig ab. Konkret: Wolfgang nutzt an 105 Arbeitstagen den eigenen Pkw, an den anderen 105 Tagen ist er Mitfahrer. Dasselbe gilt spiegelbildlich für Paul. Für Wolfgang ergeben sich dann folgende Zahlen: Zunächst berechnen die VLH-Profis die Entfernungspauschale für die Tage, an denen er Mitfahrer ist: [0,30 Euro Entfernungspauschale x 80 Kilometer x 105 Arbeitstage = 2.520 Euro.] Dieser Betrag liegt unterhalb der Mitfahrer-Obergrenze von 4.500 Euro im Jahr und kann somit komplett angegeben werden. Hinzukommen die Tage, an denen er den eigenen Pkw eingesetzt hat. Die Rechnung auch hier: [0,30 Euro Entfernungspauschale x 80 Kilometer x 105 Arbeitstage = 2.520 Euro.] Zusammengerechnet ergibt sich folgende Summe: [2.520 Euro (als Mitfahrer) + 2.520 Euro (als Fahrer) = 5.040 Euro (insgesamt).] Letztlich kann Wolfgang also 5.040 Euro an Fahrtkosten eintragen. Genau dieselbe Rechnung trifft auch auf Paul zu, der somit auch 5.040 Euro bei den Werbungskosten geltend machen kann. Fazit: Bei beruflichen Fahrgemeinschaften, die größere Entfernungen zurücklegen, kann es für den Einzelnen steuerlich von Vorteil sein, wenn sich die Mitglieder mit ihren jeweiligen Pkw beim Fahren abwechseln. Grund: Durch das Abwechseln wird die für Mitfahrer geltende Begrenzung des abzugsfähigen Betrags auf jährlich 4.500 Euro umschifft.

Beben in Mexiko
Ausnahmezustand: Zahl der Toten nach Erdeben in Mexiko steigt auf 224

Mexiko-Stadt (nex) – Nach genau 32 Jahren erschütterte gestern ein weiteres heftiges Erdbeben das Land. Damals starben über 9.000 Menschen. Wie beim jetzigen Beben wurde auch damals besonders Mexiko-Stadt getroffen. Das Erdbeben von 1985 zählt zu den schwersten in der Geschichte Mexikos Innerhalb von zwei Wochen ist Mexiko nun zum zweiten Mal von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht worden. Mit der Stärke 7,1 erschütterte das Beben am gestrigen Dienstag das Gebiet rund um die Hauptstadt. In Mexiko-Stadt sind unzählige Gebäude eingestürzt. Rettungskräfte bargen aus einem zerstörten Schulgebäude mehr als 20 tote Kinder. Nach offiziellen Zahlen kamen mindestens 226 Menschen ums Leben. Die Zahl der Todesopfer steigt allerdings stündlich. Wegen der vielen eingestürzten Gebäude wird noch mit weiter steigenden Opferzahlen gerechnet, so ein Sprecher des Innenministeriums. Auf das Erdbeben folgten mehrere Nachbeben. In der 20-Millionen-Metropole spielten sich Berichten zufolge chaotische Szenen ab. Menschen schrien und rannten zwischen den Autos herum, Sirenen heulten und Ampeln vielen aus. „Ich kann nicht aufhören zu weinen, es ist der gleiche Albtraum wie 1985“, so eine Überlebende gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Bereits vor zwei Wochen waren bei einem Erdbeben im Süden des Mexikos über 90 Menschen ums Leben gekommen. Das Beben mit der Stärke 8,2 war der heftigste in Mexiko seit 100 Jahren.  

Tierschutz
Anonyme Meldestelle in Niedersachsen: 371 Hinweise in drei Jahren

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Osnabrück (ots) – Bei der zunächst heftig kritisierten anonymen Meldestelle des Landes Niedersachsen für Verstöße im Tierschutz- und Lebensmittelbereich sind drei Jahre nach Einrichtung 371 Hinweise eingegangen. Das teilte das Agrarministerium auf Anfrage der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ mit. Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer (Grüne) sagte, die Meldestelle habe sich „sehr bewährt.“ Kühe schlecht gehalten, Eier nicht gestempelt 189 Tipps hätten sich dabei auf den Bereich Lebensmittel bezogen. So seien in einem Fall 2400 Eier aus Supermärkten entfernt worden, die keinen Stempel aufwiesen. 103 Hinweise gingen zum Thema Tierschutz ein. In Nordniedersachsen sei dadurch eine Kuhhaltung aufgeflogen, bei der Rinder nach Angaben des Ministeriums in einem zu kleinen, dunklen und verdreckten Stall lebten. „Der Tierhalter wurde verwarnt, musste die Tiere in einem anderen Stall unterbringen und hat den Tierbestand mittlerweile aufgegeben““, sagte ein Behördensprecher. CDU: Davon halten wir nichts Für den Fall eines Wahlsieges der CDU im Oktober, ist der Fortbestand der Meldestelle allerdings fraglich. Ein Sprecher von Unionsspitzenkandidat Bernd Althusmann sagte: „Davon halten wir nichts. Eine Abschaffung begrüßen wir.“ Die CDU unterstütze die Misstrauenskultur der rot-grünen Landesregierung nicht. Die Meldestelle war am 1. Oktober 2014 eingerichtet worden. Verbands-Vize Hilse: Wer Durchbruch will, braucht nationale Strategie Die Bauern in Deutschland fordern eine national einheitliche Strategie für mehr Tierwohl. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Bauernverbands-Vizepräsident Werner Hilse: „Wer den Durchbruch beim Tierwohl will, braucht eine nationale Nutztierstrategie.“ Hilse bemängelte, dass es sowohl vonseiten der Wirtschaft als auch in zahlreichen Bundesländern entsprechende Bemühungen gebe mit teils ganz unterschiedlichen Vorstellungen und Ansätzen. „Das geht so nicht“, sagte Hilse. Der Vorsitzende des niedersächsischen Bauernverbandes Landvolk forderte: „Der Bauer in Niedersachsen muss die gleichen Voraussetzungen haben wie derjenige in Bayern oder Brandenburg.“ Am Mittwoch kommen Landwirte aus ganz Deutschland in Osnabrück zusammen, um über die Zukunft der Tierhaltung zu sprechen.  

Transfer
Werder Bremen sichert sich die Dienste von US-Sturmtalent Joshua Sargent

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Bremen (ots) – Der SV Werder Bremen hat sich die Dienste von Sturmtalent Joshua Sargent gesichert. Der derzeit 17-Jährige wechselt 2018 von St. Louis Scott Gallagher Missouri an die Weser und wird zu seinem 18. Geburtstag seinen Profivertrag in Bremen unterschreiben. „Wir haben Joshua schon sehr lange im auf dem Zettel, von daher war es für uns keine große Überraschung, dass er durch seine auffälligen Leistungen in der Vergangenheit international immer wieder auf sich aufmerksam gemacht hat. Umso mehr freut es uns, dass wir ihn trotz zahlreicher anderer Angebote von europäischen Topclubs von unserer Philosophie beim SV Werder überzeugen konnten und ihn nun bei seiner weiteren Entwicklung begleiten und unterstützen können. Er bringt sehr gute Voraussetzungen mit und gehört zu den vielversprechendsten Talenten seines Jahrgangs weltweit“, erklärt Tim Steidten, Leiter Kaderplanung und Scouting des SV Werder Bremen Ab dem 10. Oktober wird Joshua Sargent mit der amerikanischen Nationalmannschaft an der U 17-Weltmeisterschaft in Indien teilnehmen. In Bremen wird der Angreifer dann bereits zu Beginn des neuen Jahres erwartet. „Josh soll bereits den Verein und die Stadt kennenlernen. Er wird dann mit unserer U 23 trainieren und ab dem Sommer dann auch im Spielbetrieb mitwirken“, erklärt Steidten. Der jungen Angreifer freut sich auf seine neue Herausforderung, auch wenn erst einmal andere Aufgaben anstehen: „Meine volle Konzentration liegt jetzt erst einmal auf der Weltmeisterschaft und meine verbleibende Zeit in Missouri. Aber ich freue mich schon auf das kommende Jahr und die neue sportliche Herausforderung in Bremen. Werder hat sich einfach sehr um mich bemüht und in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass sie jungen Talenten wie mir, einen optimalen Start in den Profifußball ermöglichen können. Von daher fiel mir die Entscheidung, meine Karriere in Bremen fortsetzen zu wollen, nicht schwer.“ Josh Sargent spielt momentan beim St. Louis Scott Gallagher Missouri Soccer Club. Der 17-Jährige nahm mit den USA in diesem Sommer bereits an der U 20-Weltmeisterschaft in Korea teil. In fünf Spielen erzielt er dort vier Treffer und gab eine Vorlage.

EU-Türkei-Beziehungen
Laura Batalla: Stopp der EU-Beitrittsverhandlungen mit Türkei wäre „tödlicher strategischer Fehler“

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Brüssel (nex) – Ein Stopp der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei wäre ein „tödlicher strategischer Fehler“, erklärte die Generalsekretärin des Türkei-Forums im Europäischen Parlament, Laura Batalla, gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu.

„Der Beitrittsprozess der Türkei sollte nicht ausgesetzt oder beendet werden. Das wäre ein tödlicher strategischer Fehler der EU-Seite“, hatte Batalla Anfang dieser Woche in Brüssel gewarnt.

Eine Einstellung der Gespräche wäre eine „Lose-Lose-Situation“, weil die Türkei und die EU „extrem miteinander verknüpft“ seien, und das nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch, so die Türkei-Forum-Chefin weiter.

Nach dem vereitelten Putschversuch vom Juli vergangenen Jahres hatten die Spannungen zwischen einigen EU-Staaten und der Türkei zugenommen. Deutsche Politiker hatten daraufhin öffentlich die Einstellung, das EU-Parlament in einer nicht bindenden Resolution ein Einfrieren der Beitrittsverhandlungen gefordert.

Der Europäische Rat wird die Verhandlungen mit der Türkei im kommenden Monat erörtern, obwohl einige Mitgliedsstaaten wie Ungarn, Finnland, Litauen und Irland sich gegen den deutsche Vorschlag zur Aussetzung der Gespräche positioniert haben.

Batalla betrachtet eine offizielle Beendigung der Verhandlungen sei „nicht wahrscheinlich“, da diese einstimmig beschlossen werden müsste.

Die Türkei sollte hinsichtlich der  Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit unterstützt werden, zwei Punkte, die das Europäische Parlament beunruhigten, so die Diplomatin weiter.

Batalla sagte auch, dass der technische Prozess des EU-Beitritts „politisiert“ worden sei.

Wir wissen, dass es Probleme mit Menschenrechten in der Türkei gibt”, zitierte die Rheinische Post Finnlands Außenminister Timo Soini in der estnischen Hauptstadt Tallinn. Er sei aber nicht dafür, die Verhandlungen zu stoppen. Dialog mit Ankara sei der beste Weg, um mit Problemen umzugehen. Eine Absage an einen Abbruch habe es auch aus Litauen gegeben: “Nein, nein, nein”, sagte Berichten zufolge Minister Linas Linkevicius. und: “Wir sollten den Prozess fortsetzen.” Es sei nicht einfach, man müsse aber zu Vereinbarungen stehen. Wie RP unter Berufung auf die griechische Zeitung “Kathimerini” weiter berichtet, habe Frankreichs Präsident Emmanuel Macron angekündigt, einen “Bruch” zwischen der EU und der Türkei “verhindern” zu wollen. Die Türkei sei “ein wesentlicher Partner”. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich beim TV-Duell am Sonntag erstmals überraschend deutlich für das Ende der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei ausgesprochen und diese Woche auch eine “Neuausrichtung” der Türkei-Politik angekündigt.

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Studie
10 Millionen Kindersklaven weltweit

Osnabrück (ots) – Weltweit müssen 152 Millionen Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten. Knapp die Hälfte dieser Kinder setzen dabei ihre Sicherheit oder ihre physische und psychische Gesundheit aufs Spiel. 19 Millionen Kinderarbeiter sind jünger als 11 Jahre. Diese Zahlen veröffentlichte die Internationale Arbeitsorganisation ILO gestern während der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. Erstmals hat die ILO gemeinsam mit der Internationalen Organisation für Migration und der privaten Walk Free Foundation die Situation in über 105 Ländern ausgewertet. »Die Zahlen zeigen, dass es keinen nennenswerten Fortschritt im Kampf gegen die Ausbeutung von Kindern gibt – im Gegenteil: 40 Millionen Menschen unterliegen nach ILO-Angaben der Sklaverei, darunter 10 Millionen Kinder,« erklärte Jörg Angerstein, Vorstandssprecher von terre des hommes. »Von diesen Kindern sind knapp drei Viertel Mädchen, die beispielsweise sexuell missbraucht oder zwangsverheiratet werden«. Besonders in Kriegs- und Konfliktgebieten laufen Kinder Gefahr, ausgebeutet und versklavt zu werden. Das zeigt die aktuelle Situation in Syrien. »Der Krieg in Syrien hat die Lebensgrundlage von mehr zwölf Millionen Menschen zerstört. Wir beobachten einen drastischen Anstieg von Kinderarbeit in Syrien und den Nachbarländern«, so Jörg Angerstein. »Damit Kinderarbeit und Sklaverei endlich beendet werden, müssen Arme und diskriminierte Bevölkerungsgruppen endlich wirksam gefördert und vor Ausbeutung geschützt werden. Die Instrumente dazu liegen vor, etwa die ILO- Konventionen gegen Zwangsarbeit und gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit oder die UN Nachhaltigkeitsziele. Was fehlt, ist der politische Wille, diese Verpflichtungen auch umzusetzen«. terre des hommes kämpft in 32 Ländern gegen Sklaverei und Ausbeutung: In Indien und dem Nahen Osten schützen wir Mädchen vor Zwangsheiraten. In der Textilindustrie Südindiens konnte terre des hommes bereits 34.000 junge Mädchen aus der Sklaverei befreien. In Kriegsgebieten schützen wir Kinder vor weiterer Gewalt und Ausbeutung.

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Mehr als 40 Millionen Menschen weltweit sind Opfer von Sklaverei

Berlin
Flüchtlingskind findet 14.000 Euro in U-Bahn

Berlin (nex) – Eine 16-Jährige hat am Freitag in der U-Bahnlinie 6 eine Handtasche mit 14.000 Euro gefunden. Eine 78-jährige Berlinerin hatte die Tasche zuvor in dem Zug vergessen. Das Mädchen übergab den Fund seiner Mutter, die die Tasche am Wochenende bei der Polizei ablieferte. Das berichtet die Berliner Morgenpost. Wie die Zeitung weiter berichtet, soll es sich bei der Finderin um ein Flüchtlingskind aus dem Irak handeln, das seit Januar 2016 mit seiner fünfköpfigen Familie in einer beliner Flüchtlingsunterkunft lebt.

Ihre Tochter sei auf dem Weg zur Schule gewesen, als ihr in der U-Bahn die ältere Frau mit den vielen Taschen auffiel.  Als sie das nächste Mal nach der Frau schaute, war sie weg, aber eine Tasche lag noch da, so die Mutter der 16-Jährigen Pravda S. gegenüber der Morgenpost.

„Meine Tochter hat die Tasche mitgenommen, ist damit zu mir gekommen und hat mir davon erzählt. Dann sind wir zur Polizei gegangen“, sagte Pravda S.

Die Besitzerin der Handtasche habe sich sehr gefreut. Zu den genauen Umständen des Fundes habe die Polizei zunächst noch nicht viel sagen können. Die ehrliche Finderin mache gerade eine Ausbildung zur Sozialarbeiterin.

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Studie
Mehr als 40 Millionen Menschen weltweit sind Opfer von Sklaverei

New York (ots) – Mehr als 40 Millionen Menschen sind einer Schätzung von Menschenrechtsgruppen zufolge weltweit Opfer von Sklaverei. „Ein Teil unserer Kleidung und unserer Nahrungsmittel wird von Zwangsarbeitern hergestellt, ebenso werden einige der Gebäude, in denen wir leben und arbeiten, von ihnen errichtet und gereinigt“, heißt es in dem am Dienstag von den Menschenrechtsorganisationen Walk Free Foundation, ILO und IOM veröffentlichten Bericht. Die gemeinsame Zählung der Organisationen geht davon aus, dass 2016 mindestens 40,3 Millionen Menschen Opfer moderner Sklaverei waren. Die Schätzung sei noch zurückhaltend. Der Studie zufolge arbeiteten etwa 24,9 Millionen Menschen gegen ihren Willen in auf Baustellen, Farmen, Fabriken und Fischerbooten. 15,4 Millionen Menschen waren Opfer von Menschenhandel oder zwangsverheiratet. Drei Viertel aller Sklaven weltweit seien demnach weiblich und ein Viertel minderjährig. „Da ein großer Teil der modernen Sklaverei in Zusammenhang mit Migration steht, ist eine bessere Migrationspolitik zum Schutz von Opfern und der Verhinderung von Zwangsarbeit von fundamentaler Bedeutung“, so die Studie. In Afrika sowie im Asien-Pazifik-Raum sei die moderne Sklaverei am meisten vorbereitet. Sogar in Europa gebe es der Studie zufolge über 3,6 Millionen Zwangsarbeiter. Für die Studie seien in 48 Ländern 71.000 Menschen befragt worden.

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