Türkisch-irakische Beziehungen
Türkei: Ministerpräsident Yildirim empfängt Mittwoch irakischen Amtskollegen Abadi

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Ankara (nex) – Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim wird am morgigen Mittwoch seinen irakischen Amtskollegen Haider al-Abadi im Cankaya-Palast, dem Ministerpräsidentenamt in Ankara, empfangen. Das teilte ein Sprecher Yildirims am gestrigen Montag mit.

Die Minister würden aller Voraussicht nach die Verbesserung der Kooperationsmöglichkeiten der beiden Länder zur Gewährleistung von Frieden, Stabilität und Sicherheit in der Region erörtern, sagte der Sprecher der Nachrichtenagentur Anadolu.

Ein weiteres Thema des Treffens sei die Entwicklung nach dem rechtswidrigen Referendum der separatistischen Regionalregierung (KRG) im Nordirak und der Schritte, die in dieser Hinsicht gemeinsam ergriffen werden können, fügte der Sprecher hinzu. Am 25. September stimmten fast 93 Prozent der Kurden der Autonomieregion im norden Iraks in einem Referendum für eine Abspaltung vom Irak. Bagdad hat das Referendum nicht anerkannt und es als illegal bezeichnet. Vor dem Referendum hatten sich bereits die USA, der Iran, die Türkei und auch die UNO gegen die Wahl ausgesprochen.

Daraufhin hatte am 11. Oktober  ein irakisches Gericht  die Verhaftung des Vorsitzenden und zwei weiterer Mitglieder der Wahlkommission angeordnet. Diese hatten das Unabhängigkeitsreferendum organisiert.

Die Türkei hatte in der vergangenen Woche ihre Bereitschaft zum Ausdruck gebracht, mit der irakischen Zentralregierung gegen die PKK in Kirkuk zusammenzuarbeiten und die KRG-Regierung dazu aufgerufen, “der Terrororganisation in dieser Region keinen Schutz zu bieten”. “Wir betonen erneut, welche Bedeutung wir dem Schutz der politischen Einheit und territorialen Integrität des Irak beimessen”, hatte das türkische Außenministerium in einer schriftlichen Erklärung bekannt gegeben. “Wir unterstreichen auch unsere Bereitschaft zu jeglicher Zusammenarbeit mit der irakischen Regierung für die Beendigung der PKK-Präsenz in irakischen Gebieten.” Die Türkei begrüße die Erklärung der irakischen Regierung, dass PKK-Mitgliedern in Kirkuk keine Toleranz gezeigt würde und die Mobilisierung dieser Gruppen als Kriegshandlung betrachtet würden, heißt es weiter in der Erklärung. Die KRG wird in dem Statement aufgefordert, “keinen weiteren Fehler zu begehen”, indem sie die Präsenz der PKK in der Region erlaube. Sie würde dafür “verantwortlich gemacht, wenn sie der PKK Unterschlupf gewähre”. In der Erklärung wird des Weiteren darauf hingewiesen, dass “die Türkei an der Seite der irakischen Regierung bei deren Schritten für dauerhaften Frieden und Stabilität im Land stehen wird”.

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– Syrien –

Idlib: Freude und Jubel über Einmarsch des türkischen Militärs

Wie bereits im vergangenen Jahr in der syrischen Stadt Dscharablus wurden die türkischen Streitkräfte auch bei ihrem Eintreffen gestern in Idlib von den Einwohnern als Befreier jubelnd empfangen.

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"Großzügiges humanitäres Geberland"
UN-Geberkonferenz: Türkei verspricht über 50 Millionen US-Dollar für Rohingya

Genf (nex) – Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge hat am gestrigen Montag die Türkei nach deren Zusage, die Rohingya-Flüchtlinge mit 50 Millionen US-Dollar unterstützen zu wollen, als „großzügiges humanitäres Geberland“ bezeichnet. „Ich möchte darauf hinweisen, dass die Türkei nach wie vor ein großzügiges humanitäres Spenderland ist, in dem sich gleichzeitig auch das größte Flüchtlingslager der Welt befindet“, sagte UN-Flüchtlingskommisar Filippo Grandi am gestrigen Montag gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu in Genf. Zuvor hatte Grandi an einer internationalen Geberkonferenz für die muslimischen Rohingya, die vor der Gewalt in Myanmar fliehen, teilgenommen, auf der die Türkei die Bereitstellung von 50 Millionen US-Dollar für die Flüchtlinge zusagte. „Wir müssen unsere Reaktion auf die sehr massive Krise weiter verbessern, die die größte und die sich am schnellsten entwickelnde der vielen vergangenen Jahre darstellt“, betonte Grandi. Die Geberkonferenz für die Rohingya hat gestern begonnen Auf der Geberkonferenz habe die Türkei „eine der größten, wenn nicht die größte Summe“ versprochen, so der Vorsitzende der Internationalen Organisation für Migration der Vereinten Nationen, William Lacy Swing, gegenüber Anadolu. Der ständige UN-Vertreter der Türkei in Genf, Naci Koru, erklärte auf der Konferenz: „Im Rahmen des humanitären Hilfsprogramms planen wir mittelfristige Unterkünfte für 100.000 Menschen auf einem Gebiet von drei Millionen Quadratmetern, zwei Feldkrankenhäuser, 10 Gesundheits- und Familiengesundheitszentren, Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung, sowie Nahrungsmittelhilfe in Form von frischen Erzeugnisse für die Gemeinden.“

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Tochter von Malcolm X würdigt Flüchtlingspolitik der Türkei

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Sondierungsgespräche
Peter Tauber (CDU): „Erst die Inhalte, dann die Posten“

Berlin (ots) – CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat sich zurückhaltend zur Forderung der Grünen nach einem zweiten Vizekanzler geäußert. Man sollte die Sondierungsgespräche nicht durch Personalfragen belasten, sagte Tauber am Montag im rbb-Inforadio. Erst müsse über Inhalte gesprochen werden, dann über Posten. Zur Forderung des CDU-Abgeordneten Hennrich, die Mietpreisbremse abzuschaffen, sagte Tauber: „Wir haben in der Tat festgestellt: die Mietpreisbremse funktioniert nicht. Wir haben an vielen Stellen nicht mal einen funktionierenden Mietpreisspiegel. Und wir haben im Wahlprogramm gesagt: Wir wollen in dieser Legislaturperiode 1,5 Millionen neue Wohnungen, wir wollen stärker das Wohneigentum fördern – gerade bei jungen Familien. Wir müssen auch beim sozialen Wohnungsbau etwas tun. Auch die Länder sind da gefordert.“ Wie das genau umgesetzt werde, etwa durch steuerliche Vergünstigungen oder finanzielle Unterstützung beim sozialen Wohnungsbau, müsse konkret besprochen werden. „Dass wir persönlich sagen, die Mietpreisbremse hat nicht funktioniert, das ist unabhängig von den Gesprächen unsere Position.“

#Metoo
Sexuelle Belästigungen im EU-Parlament – ein Deutscher „führend“

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Brüssel (nex) – Nachdem Belästigungs- und Vergewaltigungsvorwürfe gegen den US-Filmproduzenten Harvey Weinstein bekannt geworden sind, finden immer mehr Frauen den Mut, sich zu Wort zu melden, so auch Mitarbeiterinnen des Europaparlaments. Im Europaparlament soll es zu schwerwiegenden Fällen sexueller Belästigung gekommen sein. Die britische Zeitung „The Sunday Times“ und andere Medien hatten Vorwürfe von Parlamentsmitarbeiterinnen öffentlich gemacht. Männliche Abgeordnete sollen Frauen sexuell bedrängt oder begrapscht haben. Ein Parlamentarier soll vor einer jungen Assistentin sogar masturbiert haben. Laut „The Sunday Times“ seien unter den Beschuldigten mindestens zwei Deutsche, Einer von ihnen wird sogar als „führend“ bezeichnet. Antonio Tajani, EU-Parlamentspräsident in Straßburg zeigte sich „schockiert und entrüstet“ und kündigte Beratungen des Präsidiums an.

EU-Beitritt der Türkei
Erdogan: „Europa ohne Türkei führt zu Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit und inneren Konflikten“

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Ankara (nex) – Nach Ansicht des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ist die Europäische Union auf eine Vollmitgliedschaft der Türkei angewiesen. Ein Beitritt der Türkei in die EU sei die Lösung der immer schwieriger werdenden Probleme der Union, sagte er in einer Rede zum Gedenken an den Staatsgründer Bosnien-Herzegowinas, Alija Izetbegovic, am heutigen Montag. „Ein Europa ohne eine Türkei führt zu Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit und inneren Konflikten“, sagte Erdogan und ergänzte, dass nicht die Türkei die EU, sondern die EU die Türkei brauche. „Sie wollen es nicht zugeben, aber die Lösung der chronischen Probleme der EU liegt in der Vollmitgliedschaft der Türkei“, so der türkische Präsident weiter. Von EU-Politikern erwarte er eine „Rückkehr zur Vernunft“ und eine Beendigung der Drohungen. „Diejenigen, die glauben, dass sie uns mit Drohungen in die Knie zwingen können, werden sehr bald einsehen, dass dies ein großer Irrtum ist“, betonte Erdogan. Die Türkei werde sich von diesen „billigen politischen Manövern“ nicht provozieren lassen. Man werde unter keinen Umständen auf die sicherheitspolitischen Ziele verzichten, so Erdogan. Die deutsch-türkischen Beziehungen waren nach dem vereitelten Putschversuch im Juli vergangenen Jahres und Erdogans anschließendem Durchgreifen unter Druck geraten. Deutschland kritisiert die Massenverhaftungen und weigert sich, die Menschen auszuliefern, die die Türkei der Teilnahme am Staatsstreich beschuldigt. Deutschland fordert auch die Freilassung von rund einem Dutzend seiner Staatsbürger, die in den letzten Monaten verhaftet wurden. Türkische Regierungsvertreter werfen Deutschland vor, bei illegalen Gruppen und Terrororganisationen wie etwa der PKK ein blindes Auge zu haben.

Der deutsche Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hatte im Juli dieses Jahres Fehler Deutschlands bei der Bekämpfung der Propaganda der Terrororganisation PKK eingeräumt.

Gabriel glaube, die Türkei habe damit recht, Deutschland zu warnen und zu fordern, nicht zuzulassen, dass die PKK Propagandaaktivitäten in Deutschland durchführe, hatte er auf einer Pressekonferenz im Bundesaußenministerium erklärt.

Er denke auch, dass es inakzeptabel sei, Auftritte türkischer Politiker zu verbieten, während gleichzeitig Plakate mit Öcalan-Porträts zugelassen würden, so Gabriel weiter. Er spielte damit auf  Versammlungen von PKK-Anhängern in Deutschland  an, bei denen Flaggen der Terrorgruppe und des Gründers Abdullah Öcalan zur Schau getragen wurden.

Deutschland hat die PKK 1993 als Terrororganisation eingestuft, aber die Behörden sträuben sich dagegen, strenge Maßnahmen gegen deren Propaganda, Finanzierung und Rekrutierungsaktivitäten einzuleiten. Auch in der EU und den USA wird sie als Terrororganisation gelistet. Die PKK sei nicht nur für die Türkei, sondern auch für Deutschland eine Bedrohung, warnte der Bundesaußenminister.

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– EU-Beitritt –

Türkischer Ministerpräsident Yildirim zweifelt an Absichten der EU

„Ein Schritt vor, zwei zurück – seit 40 Jahren geht das schon so. Was macht ihr? Trefft eine Entscheidung. Ständig versucht ihr, Schwierigkeiten bezüglich der Mitgliedschaft der Türkei zu erzeugen. Sagt, was eure wirkliche Absicht ist, und lasst uns keine Zeit verlieren“, sagte der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim in einer Rede auf dem Parteitag der regierenden AKP.

Türkischer Ministerpräsident Yildirim zweifelt an Absichten der EU
             

Council on Foreign Relations
Recherche: Das American Empire und seine Medien

Gegründet 1921 als eine private, überparteiliche Organisation zur »Erweckung Amerikas für seine weltweiten Pflichten«, prägen der CFR und seine inzwischen knapp 5000 renommierten Mitglieder seit Jahrzehnten die amerikanische Außenpolitik und deren mediale Darstellung. Wie ein bekanntes CFR-Mitglied einst erklärte, bestehe das Ziel tatsächlich in der Etablierung eines globalen »Imperiums«, allerdings ei‌‌nes der »benevolenten« (d.h. wohlwollenden) Art. Die folgende Abbildung zeigt – basierend auf den offiziellen Mitgliederlisten – erstmals das umfangreiche Mediennetzwerk des CFR und seiner zwei wichtigsten internationalen Partner-Organisationen: der Bilderberg-Gruppe (die primär die USA und Europa abdeckt) sowie der Trilateralen Kommission (die Nordamerika, Europa und Ostasien abdeckt). Beide wurden von Direktoren des Councils gegründet, um die Kooperation zwischen Eliten auf der internationalen Ebene zu fördern. Richard Harwood, der ehemalige leitende Redakteur und Ombudsmann der Washington Post, schrieb über den Council on Foreign Relations anerkennend, dass seine Mitglieder „am ehesten dem entsprechen, was man das herrschende Establishment der Vereinigten Staaten nennen könnte”. Harwood fuhr fort: “Die Mitgliedschaft dieser Journalisten im Council, was auch immer sie von sich selbst denken mögen, ist eine Bestätigung ihrer aktiven und wichtigen Rolle in öffentlichen Angelegenheiten und ihres Aufstiegs in die herrschende Klasse Amerikas. Sie analysieren und interpretieren die Außenpolitik der USA nicht nur; sie helfen sie zu machen. () Sie sind ein Teil des Establishments, ob sie es wollen oder nicht, und sie teilen die meisten seiner Werte und Ansichten.“ Allerdings machen Medienpersönlichkeiten nur rund fünf Prozent des umfangreichen CFR-Netzwerkes aus. Wie die folgende Abbildung zeigt, zählten und zählen zu den Mitgliedern des privaten Council on Foreign Relations unter anderem:
  • mehrere US-Präsidenten und Vize-Präsidenten beider Parteien;
  • nahezu alle Außen-, Verteidigungs- und Finanzminister;
  • die meisten Generalstabschefs und Kommandeure des US-Militärs und der NATO;
  • nahezu alle Nationalen Sicherheitsberater, CIA-Direktoren, UNO-Botschafter, Vorsitzende der Zentralbank (Fed), Weltbank-Präsidenten, sowie Direktoren des Nationalen Wirtschaftsrates;
  • einige der einflussreichsten Kongressabgeordneten (insb. Außen- und Sicherheitspolitiker);
  • zahlreiche Medienmanager und Top-Journalisten, sowie einige der bekanntesten Schauspieler;
  • zahlreiche prominente Akademiker, insbesondere in den Schlüsselgebieten der Ökonomie, der Internationalen Beziehungen, der Politik- und Geschichtswissenschaften und des Journalismus;
  • zahlreiche Führungskräfte von Think Tanks, Universitäten, NGOs, und der Wall Street;
  • sowie die Schlüsselmitglieder der 9/11-Kommission und der Warren-Kommission (JFK)
Bereits der eminente Ökonom und Kennedy-Unterstützer John Galbraith konstatierte: „Diejenigen von uns, die in der Wahlkampagne von Kennedy mitwirkten, wurden in der Regierung toleriert und durften mitreden, aber die Außenpolitik war dennoch in der Hand der Leute vom Council on Foreign Relations.“ Und John J. McCloy, der ehemalige Vorsitzende des CFR, Hochkommissar für Deutschland, Mitgründer der Atlantik-Brücke, Weltbankpräsident und Berater von insgesamt neun US-Präsidenten, erklärte der New York Times: „Wann immer wir in Washington einen Mann brauchten, blätterten wir einfach die Mitgliederliste des Councils durch und tätigten einen Telefonanruf nach New York.“ Damit wird ersichtlich, weshalb das Nachrichtenmagazin Der Spiegel den CFR einst als die „einflussreichste private Institution Amerikas und der westlichen Welt“ und als ein „Politbüro für den Kapitalismus“ bezeichnete. In diesem Sinne dürften auch das römisch inspirierte Logo des Councils(oben rechts in der Grafik) sowie dessen Motto zu verstehen sein: „ubique“ – allgegenwärtig. Der Politjournalist Richard H. Rovere formulierte es mit diesen Worten: „Die Direktoren des Council on Foreign Relations bilden eine Art Präsidium für jenen Teil des Establishments, der unser Schicksal als Nation in den Händen hält. … Selten gelingt es ihnen nicht, eines ihrer Mitglieder, oder zumindest einen ihrer Verbündeten, in das Weiße Haus zu bringen. Tatsächlich gelingt es ihnen meistens, dass die Kandidaten beider Parteien aus ihrer Sicht akzeptable Männer sind.“

Mit dieser Einschätzung lag er bis vor kurzem weitgehend richtig. So wurde 1993 der frühere CFR-Direktor George H.W. Bush von CFR-Mitglied Bill Clinton als US-Präsident abgelöst, auf den 2001 CFR-“Familienmitglied” George W. Bush folgte. 2008 unterlag CFR-Mitglied John McCain dem CFR-Wunschkandidaten Barack Obama, der bereits einen Monat vor seiner Wahl die Liste mit den Namen seines künftigen Kabinetts von CFR Senior Fellow (und Citigroup-Banker) Michael Froman erhielt, der unter Obama die Freihandelsverträge TTIP und TTP aushandelte und danach als Distinguished Fellow zum CFR zurückkehrte.

Erst bei den Präsidentschaftswahlen von 2016 konnte sich der Council, offenbar, nicht durchsetzen. Jedenfalls noch nicht.  
Mit freundlicher Genehmigung von SWISS PROPAGANDA RESEARCH  

Türkei
Türkischer Justizminister zur Gülen-Auslieferung: Alle Voraussetzungen erfüllt

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Ankara (nex) – Der türkische Justizminister Abdülhamit Gül sagte am Sonntag, dass die Türkei die Auslieferung des Führers des Gülen-Netzwerks FETÖ, Fetullah Gülen, aus den USA erwarte, da nun alle Verfahren abgeschlossen seien. Im Gespräch mit Journalisten in der Hauptstadt Ankara wies Gül darauf hin, dass keine Dokumente fehlten oder Verfahren anstünden, die die Auslieferung behindern könnten. „Beide Parteien haben alle Bedingungen für eine Auslieferung erfüllt“, sagte er und ergänzte: „Wir erwarten nun die Auslieferung.“ Die türkische Regierung beschuldigt Gülen, für den Putschversuch am 15. Juli 2016 verantwortlich zu sein, im Zuge dessen am Staatsstreich beteiligte Soldaten Panzer und Kampfjets unter ihre Kontrolle gebracht, das Parlamentsgebäude bombardiert und versucht zu haben, den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan zu entführen oder zu töten. 248 Menschen kamen in der Putschnacht gewaltsam ums Leben, fast 2.200 wurden verletzt. Dem Prediger wird des Weiteren vorgeworfen, mit der Gründung eines Parallelstaates seit Jahren für den Sturz der Regierung mithilfe seiner Unterstützer zu kämpfen, die den türkischen Staat vor allem in den Bereichen Militär, Polizei und Justiz infiltriert hätten.

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Studie
Altersvorsorge weltweit: Dänemark bleibt im sechsten Jahr in Folge Spitzenreiter

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Frankfurt (ots) – Im Vergleich der Altersvorsorgesysteme in 30 ausgesuchten Ländern liegt Deutschland auf dem 13. Platz. Spitzenreiter bleibt Dänemark, gefolgt von den Niederlanden und Australien. Die Schlusslichter des Rankings sind Indien, Japan und Argentinien. Das ist das Ergebnis des „Melbourne Mercer Global Pension Index 2017“ (MMGPI), der vom Beratungsunternehmen Mercer bereits zum neunten Mal in Kooperation mit dem Australian Centre for Financial Studies erstellt wurde. Die Studie untersucht und bewertet die Altersversorgung verschiedener Länder hinsichtlich ihrer Angemessenheit, Nachhaltigkeit und Integrität. Dabei wurden neben den staatlichen Rentensystemen und der betrieblichen Altersversorgung auch private Anlagen und Vorsorgemaßnahmen berücksichtigt. Dänemark landet im sechsten Jahr in Folge auf dem ersten Rang. 78.9 von 100 Punkten reichten, um erneut den Spitzenplatz einzunehmen. Allerdings liegen die Niederlande mit 0.1 Punkten Rückstand nur hauchdünn dahinter. Deutschland mit höchstem Punktezugewinn unter allen Ländern Aus deutscher Sicht fällt der diesjährige Ländervergleich mit einem Platz im vorderen Mittelfeld durchaus positiv aus. Obwohl Deutschland im Vergleich zu 2016 einen Rang auf den 13. Platz zurückfällt, konnte die Punktezahl in allen drei Sub- Indices – Angemessenheit, Nachhaltigkeit und Integrität – teils deutlich gesteigert werden. Dadurch stieg der erzielte Gesamtindexwert um 4.5 Punkte von 59.0 auf 63.5 – der höchste Punktezugewinn unter allen 30 analysierten Ländern. Auch bei der Bewertung nach Noten ging es nach oben, von C auf C+. „Auch wenn Deutschland im internationalen Vergleich einen Rang zurückfällt, zeigt die Studie deutlich, dass unser Rentensystem mit einem ‚gesunden Mix‘ aus gesetzlicher Rente, betrieblicher und privater Altersvorsorge auf einem guten Weg ist“, erklärt Dr. Udo Müller, Rentenexperte bei Mercer. „Aber trotz der signifikanten Verbesserung sollten wir die Studie zum Anlass nehmen, unser Rentensystem permanent auf den Prüfstand zu stellen und weitere Optimierungspotenziale zu identifizieren.“ Sein verbessertes Ranking verdankt das deutsche Altersversorgungssystem einer Überarbeitung und Erweiterung der Bewertungskriterien. Zum einen wurde der Sub-Index Nachhaltigkeit um den Indikator reales Wirtschaftswachstum ergänzt. „Ein langfristiges und stabiles Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes schlägt sich nicht nur positiv in der Arbeitsmarktstatistik und einer reduzierten Staatsverschuldung nieder, sondern eröffnet auch Spielräume für den Aufbau einer nachhaltigen Altersversorgung. Zudem stärkt eine solide Wirtschaft die bestehenden Altersversorgungssysteme. Der Index wurde daher um diesen Aspekt erweitert“ so Müller. Zum anderen wurde im Sub-Index Angemessenheit erstmals auch die freiwillige betriebliche Altersvorsorge für den Indikator Nettoersatzrate (Nettoversorgungsniveau) berücksichtigt. „Durch diese Erweiterung wird die Realität besser abgebildet und die Vergleichbarkeit mit anderen Ländern stärker gewährleistet. Schließlich hat die freiwillige Altersversorgung in vielen Ländern einen erheblichen Stellenwert“, erläutert Müller. Betriebsrentenstärkungsgesetz und Handlungsempfehlungen Noch keine Berücksichtigung bei der Bewertung fand das Betriebsrentenstärkungsgesetz, das im August 2017 erlassen wurde und ab 2018 in Kraft tritt. Jedoch ist laut der Studie davon auszugehen, dass sich dank der Reform der Gesamtindexwert in Zukunft noch weiter verbessern wird. Darüber hinaus könnten folgende Maßnahmen zu weiteren Verbesserungen des Altersvorsorgesystems beitragen:

– Anhebung der Mindestrenten für Niedriglohn-Rentner – Weitere Erhöhung der Erwerbsquote älterer Arbeitnehmer – Verbesserung der Kommunikation an die Leistungsempfänger – Erhöhung der Teilnahmequoten in der betrieblichen Altersversorgung.

„Ein Teil dieser Handlungsempfehlungen wird durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz bereits berücksichtigt. Wir sind daher davon überzeugt, dass das neue Gesetz mit der Förderung der bAV für Mitarbeiter mit geringeren Einkommen und weiteren Anreizen für die mitarbeiterfinanzierte Altersversorgung die deutsche Versorgungslandschaft langfristig stärken kann“, so Müller weiter. Kein Land mit Bestnote Nachdem sie 2016 noch die Bestnote A erhalten hatten, konnten Dänemark und die Niederlande diesmal nicht mehr die dafür notwendige 80-Punkte-Marke erreichen. Hauptgrund ist die erwähnte Überarbeitung und die damit verbundenen Abwertungen einzelner Bewertungskriterien. Entsprechend sorgten die reduzierte Gewichtung von Planvermögen und Beitragshöhe sowie das geringere Wirtschaftswachstum für die entscheidenden Punktverluste der beiden Länder – und somit für die Bewertung mit der Note B+. Drei Neulinge Die Neuzugänge Norwegen und Neuseeland schlugen sich bei ihrer Premiere mehr als achtbar. Norwegen stieg mit 74.7 Punkten direkt auf Platz vier ein und Neuseeland erreichte mit 67.4 Punkten und Rang neun auf Anhieb einen Top-10-Platz. Kolumbien, dem dritten Neuling, bescheinigt die Studie mit 61.7 Punkten ein solides Altersvorsorgesystem, das jedoch auch einige klare Risikofaktoren und Mängel aufweist. Nachhaltigkeit als wichtigster Faktor für Rentenreformen Laut Jacques Goulet, President Health und Wealth bei Mercer, sollten sich Länder insbesondere mit dem Aspekt der Nachhaltigkeit befassen, wenn sie zukünftige Rentenreformen konzipieren. „Weltweit haben eine steigende Lebenserwartung und niedrige Investmenterträge ebenso signifikante wie längerfristige Auswirkungen auf die Fähigkeit vieler Systeme, angemessene Rentenleistungen bereitzustellen – jetzt und in Zukunft.“ Darüber hinaus hätten diese Unwägbarkeiten den Gesetzgebern vor Augen geführt, dass die Frage nach generationenübergreifender Gerechtigkeit zunehmend an Bedeutung gewinnt „Japan, Österreich, Italien und Frankreich sind Beispiele für Volkswirtschaften, in denen die Rentensysteme nicht auf einem nachhaltigen Modell basieren, das aktuelle und zukünftige Generationen tragen kann.“ Schuld sind Goulets Ansicht nach eine ganze Reihe von Faktoren, darunter fehlende Rücklagen für die Zukunft, die geringe Zahl von älteren Arbeitnehmern auf dem Arbeitsmarkt sowie ein signifikanter demografischer Wandel. Best Practices als Leitfaden für die Zukunft Laut David Knox, Verfasser der Studie und Senior Partner bei Mercer, sind diese Ergebnisse jedoch kein Anlass für Endzeitstimmung. Vielmehr können alle Länder jetzt Maßnahmen ergreifen, um ihre Altersvorsorge zu verbessern. „Das Hauptziel des Index ist die Bewertung der verschiedenen Rentensysteme, und zwar mit dem Ziel, voneinander zu lernen und Best Practices zu identifizieren – für jetzt und für die Zukunft. Die Studie legt offen, welche Länder nachhaltige Altersvorsorgesysteme mit angemessenen Leistungen eingeführt haben und was man aus diesen Erfolgsstorys lernen kann.“ An den skizzierten Best Practices können sich andere Länder orientieren, um die politischen und ökonomischen Voraussetzungen für notwendige Reformen zu schaffen. Zur Methodik der Studie:

– Der Melbourne Mercer Global Pension Index wurde erstmalig im Jahr 2009 mit einem Ranking für 11 Länder erstellt. Im vergangenen Jahr wurden 27 Länder untersucht, 2017 umfasst der Index dank der Neuzugänge Kolumbien, Neuseeland und Norwegen 30 Länder. – Jedes Land ist auf einer Skala von 0 bis 100 bewertet. Der Gesamtindex ist der gewichtete Durchschnittswert der drei Sub-Indices Angemessenheit, Nachhaltigkeit und Integrität.

Der Sub-Index Angemessenheit untersucht die derzeit gewährten Versorgungsleistungen und einige wichtige Gestaltungsmerkmale, wie beispielsweise Versorgungsniveau, steuerliche Anreize, Gestaltung der Altersversorgungsmodelle, Sparquote. Erstmalig wurde auch freiwillige betriebliche Altersvorsorge als Indikator für die Nettoersatzrate berücksichtigt (auf Basis von Werten der OECD). Der Sub-Index Angemessenheit wird als wichtigster Index mit 40 Prozent gewichtet. Der Sub-Index Nachhaltigkeit untersucht anhand mehrerer Indikatoren, ob das gegenwärtige System in Zukunft aufrechterhalten werden kann. Bei diesem Sub-Index spielen Faktoren wie zum Beispiel Rückdeckung, Finanzierung, Demografie, Staatsverschuldung und erstmalig auch von der Weltbank gemessenes reales Wirtschaftswachstum eine Rolle. Dieser Sub-Index wird mit 35 Prozent gewichtet. Der Sub-Index Integrität konzentriert sich auf den Bereich der Privatvorsorge und untersucht anhand verschiedener Indikatoren, wie „vertrauenswürdig“ und beständig das Vorsorgesystem ist. Hier spielen staatliche Aufsicht, Governance, Risikosteuerung und Kommunikation eine entscheidende Rolle bei der Beurteilung. Die Gewichtung liegt bei 25 Prozent. Zur Bewertung der einzelnen Länder wurden über 40 Indikatoren für erstrebenswerte Merkmale in allen Altersversorgungssystemen berücksichtigt. Die Studie wird unterstützt von der Regierung des australischen Bundesstaates Victoria. „Mit einem starken Finanzdienstleistungssektor und einem großen Pool an Talenten bleibt Melbourne wegweisend im Hinblick auf das Fondsmanagement, einem zentralen Bestandteil aller Pensions- und Rentensysteme“, sagt Ken Ryan, Member of the Order of Australia und Europa-Beauftragter von Victoria. „In dem im September veröffentlichten 2017 Global Financial Centres Index hat Melbourne den 13. Platz erreicht – ein Erfolg, der verdeutlicht, welchen Fortschritt die Regierung von Victoria in Bezug auf die Anerkennung von Victoria als führendes, weltweites Finanzzentrum gemacht hat. Zur Studie: 

ALTERSVORSORGE: DEUTSCHLAND ERREICHT HÖCHSTEN PUNKTEZUWACHS ALLER LÄNDER

Kampf gegen den Terror
Türkei: Soldat bei Kämpfen gegen PKK ums Leben gekommen

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Van (nex) – Ein türkischer Soldat wurde während einer Anti-Terror-Operation in der osttürkischen Provinz Van getötet, zwei weitere verletzt. Dies teilte das Büro des Gouverneurs am gestrigen Sonntag mit.

Bei einem weiteren, von einer örtlichen Gendarmerie im Landkreis Baskale durchgeführten Einsatz wurden drei PKK-Terroristen getötet. Die 1978 gegründete PKK hatte seit den 1980-er Jahren gegen die Türkei für die Gründung eines unabhängigen kurdischen Staates gekämpft. Später änderte sie ihr Ziel und verlangt seitdem die Autonomie der überwiegend von Kurden bewohnten Regionen der Türkei. Die von den USA, der Türkei und den USA als Terrororganisation eingestufte PKK nahm im Juli 2015 ihren 30-jährigen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat wieder auf. Seitdem sind Tausende Menschen bei PKK-Anschlägen in der Türkei gestorben. Der deutsche Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hatte im Juli dieses Jahres Fehler Deutschlands bei der Bekämpfung der Propaganda der Terrororganisation PKK eingeräumt. Gabriel glaube, die Türkei habe damit recht, Deutschland zu warnen und zu fordern, nicht zuzulassen, dass die PKK Propagandaaktivitäten in Deutschland durchführe, hatte er auf einer Pressekonferenz im Bundesaußenministerium erklärt. Er denke auch,  dass es inakzeptabel sei, Auftritte türkischer Politiker zu verbieten, während gleichzeitig Plakate mit Öcalan-Porträts zugelassen würden, so Gabriel weiter. Er spielte damit auf Versammlungen von PKK-Anhängern in Deutschland an, bei denen Flaggen der Terrorgruppe und des Gründers Abdullah Öcalan zur Schau getragen wurden. Deutschland hat die PKK 1993 als Terrororganisation eingestuft, aber die Behörden sträuben sich dagegen, strenge Maßnahmen gegen deren Propaganda, Finanzierung und Rekrutierungsaktivitäten einzuleiten. Auch in der EU und den USA wird sie als Terrororganisation gelistet. Die PKK sei nicht nur für die Türkei, sondern auch für Deutschland eine Bedrohung, warnte der Bundesaußenminister.
Berlin: Kurden demonstrieren gegen PKK-Terror
   

Flüchtlingspolitik
Vereinten Nationen: Deutschland muss Flüchtlingsschutz weiter verbessern

Berlin (ots) – UNHCR, das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen, hat die Mitglieder des neuen Bundestags aufgerufen, den Flüchtlingsschutz in Deutschland und Europa weiter zu verbessern. Die Abgeordneten müssten insbesondere darauf hinwirken, die gesellschaftliche Offenheit gegenüber Flüchtlingen und die Verantwortung Deutschlands für internationalen Flüchtlingsschutz zu bewahren. UNHCR richtet sich mit konkreten politischen Handlungsvorschlägen an die Mitglieder des 19. Bundestags. Die Abgeordneten sollten darauf hinwirken, den Flüchtlingsschutz auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene zu stärken. Grundkonsens des Handelns in diesem Politikfeld müsse weiterhin sein, dass Flüchtlinge Schutz benötigen und eine Rückkehr in ihre Heimat nicht möglich ist. Die breite Aufnahmebereitschaft der deutschen Gesellschaft wurde bisher von diesem Verständnis getragen. Die politischen Akteure seien in der Verantwortung, dies weiter zu vermitteln. In dem Papier schlägt UNHCR vor, die Integration von Flüchtlingen besser zu fördern. Das Potenzial der Flüchtlinge für ihre eigene Integration könnte durch die verstärkte Mitgestaltung des Integrationsprozesses besser genutzt werden. Eine erfolgreiche Integration fußt häufig auf der emotionalen, sozialen und wirtschaftlichen Unterstützung durch die Familie. Daher solle wie vorgesehen der Familiennachzug zu subsidiär geschützten Personen ab März 2018 wieder uneingeschränkt ermöglicht werden. Zudem müssten beim Familiennachzug verstärkt praktikable und flexible Lösungen Anwendung finden, die der tatsächlichen Familiensituation gerecht werden. Die Kontingente für sichere Zugangswege auszubauen, nennt das Papier als weiteres Kernanliegen. Die jährliche Aufnahmequote von aktuell 500 Plätzen über das Resettlement-Programm könne deutlich angehoben werden. Programme für humanitäre Aufnahme aus Krisensituationen und die privat unterstützte Aufnahme sollten auch künftig möglich sein und der politische Handlungsspielraum hierfür bewahrt werden. Großzügige Aufnahmeprogramme wären für andere Staaten, die ebenfalls viele Flüchtlinge aufgenommen haben, ein wichtiges Signal der Solidarität. Deutschland könne diese Staaten zudem durch verstärkte Entwicklungszusammenarbeit noch stärker unterstützen. Auf europäischer Ebene gelte es sicherzustellen, dass der individuelle Zugang zum Asylverfahren und somit zum Schutz in der Europäischen Union nicht ausgehöhlt werde. Qualität und Effizienz des Asylverfahrens sollten auf nationaler Ebene nachhaltig verbessert werden, etwa durch eine Qualitätsoffensive und kostenlose Verfahrensberatung. Die beachtlichen Leistungen bei Aufnahme, bei den Asylverfahren und den gesamtgesellschaftlichen Integrationsbemühungen würdigt UNHCR nachdrücklich. Sie haben Deutschland auch international eine glaubwürdige Stimme verliehen. Diese Stimme ist bei der Bewältigung der globalen Herausforderungen durch Flucht und Vertreibung unverzichtbar geworden. So treibt Deutschland internationale Vereinbarungen zur Verantwortungsteilung in Flüchtlingssituationen entscheidend voran. Dieses Gewicht gelte es auch bei der Prävention und Lösung von Konflikten einzusetzen, die nach wie vor Hauptursache von Fluchtbewegungen weltweit seien. Deutschland engagiert sich zudem finanziell sehr stark und ist mittlerweile zum zweitgrößten bilateralen Geber von UNHCR-Hilfsprogrammen geworden. Der Finanzbedarf für den Schutz von Flüchtlingen ist weltweit weiter enorm angestiegen. Umso wichtiger sei es, dass Deutschland die Haushaltsmittel für humanitäre Bedarfe und Beiträge für UNHCR nach Möglichkeit weiter steigere.

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