Washington (nex) – Als die türkische Botschaft in Washington in den 1950er Jahren Afroamerikaner zu einem gesellschaftlichen Ereignis einlud, löste dies eine diplomatische Krise zwischen Ankara und Washington aus.
Der US-Senat warnte die Türkei vor einem Treffen und das State Department riet den türkischen Diplomaten, die afroamerikanischen Gäste nur durch den Hintereingang hineinzulassen. Die Türken weigerten sich jedoch.
Der damalige türkische Botschafter Munir Ertegün antwortete, dass alle Gäste der Türkei gleichberechtigt durch die Haustür eintreten würden. Die Polizei von Maryland verhaftete daraufhin den Sohn des Botschafters, Ahmet Ertegün, wegen Verletzung der Segregationsgesetze in Annapolis.
Die türkische Botschaft in DC begann in den 1950er Jahren, Jazz-Konzerte zu veranstalten, weil der National Press Club sich geweigert hatte, die vom Sohn des türkischen Botschafters Ahmet Ertegün organisierten Veranstaltungen zuzulassen, da sie auch für Afroamerikaner offen waren.
Ahmet Ertegün ist Begründer des einflussreichen Jazz- und Soul-Labels Atlantic Record.
(Foto: Screenshot)Ragip Soylu via Twitter
Trabzon (nex) – Bei der Landung im türkischen Trabzon kam in der Nacht zum Sonntag eine Maschine mit 168 Menschen an Bord von der Piste ab, rutschte einen Abhang hinab und kam erst kurz vor dem Meer zum Stehen. Nun haben die Piloten über den Verlauf des Unglücks gesprochen. Es gibt demnach Hinweise auf ein technisches Problem
Die Piloten des Fliegers wurden inzwischen von Ermittlern der türkischen Luftfahrtbehörde zu dem Unglückselige befragt, bei dem keiner der Fluggäste und Besatzungsmitglieder zu Schaden kam.
Nach Angaben der Cockpit-Crew habe die Maschine „vollkommen normal bei der Landung aufgesetzt“ und sei dann auch ohne Probleme die Landebahn entlanggerollt. Ein „plötzlicher Schub im rechten Triebwerk“ habe die Boeing 737-800 von Pegasus Airlines „nach links Richtung Meer abdrehen lassen“, sagten die Piloten Ermittlern am gestrigen Montag.
Wie die Nachrichtenagentur Dogan berichtete, habe einer der beiden Piloten davon berichtet, dass sie gerade nach rechts abbiegen wollten, als es aus unbekannten Gründen einen Schub im rechten Triebwerk gegeben habe. „Wegen der Geschwindigkeit geriet das Flugzeug außer Kontrolle, drehte plötzlich nach links.
Die türkische Luftfahrtbehörde will nun die Blackbox der Maschine auswerten. Laut Dogan sollte am Montag mit der Bergung des Flugzeugs begonnen werden, das zunächst mit einem Kabel gesichert wurde. Da der Flughafen in Trabzon nur über eine Bahn verfügt, ist eine derartige Bergung wohl aber nur mit einer Unterbrechung des laufenden Flugverkehrs oder außerhalb dieser Zeiten möglich.
Thomas Bernhard
Berlin (ots) – Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) glaubt nicht, dass eine mögliche Große Koalition für die nötige Aufbruchstimmung in Deutschland sorgen würde. Aber immerhin sei die GroKo eine stabile Regierungsvariante.
Dem Nachrichtensender N24 sagte zu Guttenberg:
„Nach vier Monaten ‚Koalitionsgewurschtel‘ überrascht einen eigentlich nichts mehr. Trotzdem dürfen wir erleichtert sein, dass jetzt ein erster Schritt gemacht wurde, hin zu einer dann auch hoffentlich wieder stabilisierenden Regierung. Dass die jetzt nichts wirklich Neues bietet, liegt in der Natur der Sache. (…) Das ist eine Fortsetzung einer großen Koalition mit Protagonisten, die man im Wesentlichen kennt – und deswegen sollten die Hoffnungen hier auch nicht in den Himmel schießen. Aber wichtig ist, dass zumindest mal wieder eine handlungsfähige Regierung dran ist, die jetzt nicht nur eine Übergangsregierung ist. Vor dem Hintergrund dürfen wir froh sein, dass jetzt ein erstes Ergebnis erzielt wurde.“
Eigentlich bräuchte Deutschland einen Neustart – den werde es nun eher nicht geben, befürchtet zu Guttenberg:
„Deutschland hätte generell ein Neustart gutgetan – egal, in welcher Konstellation. Grundsätzlich glaube ich, dass Jamaika nicht für einen leichten Neustart gestanden hätte. (…) Von daher ist die traditionelle Zwei-Parteien-Koalition wahrscheinlich die stabilere. Ob sie jetzt für einen Neustart steht, wird sich weisen müssen, ich glaube, da müssen einige noch gewisse Sprünge vollziehen, um den Menschen auch das Gefühl zu geben, das ist tatsächlich etwas, das in die Zukunft reicht.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht zu Guttenberg nicht unbedingt geschwächt – aber sie müsse in Koalitionsgesprächen für die Unionspositionen kämpfen:
„Die Kraft der Bundeskanzlerin wird sich daran bemessen, wie sie aus den Koalitionsgesprächen herauskommen wird und wie sie sich letztlich darin zu positionieren weiß, mit ihrer Partei und den Unionsparteien – und dann ist der Auftrag vier Jahre und nicht zwei Jahre, wie manche schon murmeln. Sie hat viel Erfahrung, ich traue ihr schon zu, dass sie das auch entsprechend stark wird führen können.“
Istanbul (nex) – Fawzi al-Juneidi, der im vergangenen Monat zum Symbol der palästinensischen Opposition gegen die jüngste Entscheidung der USA wurde, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen, landete am Dienstag in Istanbul.
Am Montag teilte Rashad al-Juneidi, der Onkel des 16-Jährigen, der Nachrichtenagentur Anadolu telefonisch mit, dass sein Neffe am Montagmorgen auf Einladung der Istanbuler Stadtverwaltung Ramallah in Richtung Türkei verlassen habe.
(Foto: Screenshot/AA)
In der Türkei werde sich der 16-Jährige mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sowie weiteren türkischen Regierungsvertretern treffen.
Fawzi war am 7. Dezember in der Stadt Hebron (Al-Khalil) im Westjordanland festgenommen worden, nachdem er von schwer bewaffneten israelischen Soldaten auf dem Boden geschleift worden war.
Nach drei Wochen in israelischer Haft wurde er gegen Kaution freigelassen und kehrte am 28. Dezember zu seiner Familie zurück.
Ende letzten Jahres wurde ein Foto des Jugendlichen mit verbundenen Augen zum Symbol der heftigen palästinensischen Opposition gegen die Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump vom 6. Dezember, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen. Trumps Beschluss löste eine Welle von Verurteilungen in der arabischen und muslimischen Welt aus.
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Köln (ots) – In der NRW-SPD stoßen die Pläne für eine große Koalition auf erhebliche Kritik auch unter Spitzenpolitikern.
Der stellvertretende Vorsitzende der Landtagsfraktion, Thomas Kutschaty (Essen), sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, in dem Papier fänden sich „Kernanliegen der SPD wie die Bürgerversicherung, Schritte gegen die befristete Arbeit und ein verändertes Steuersystem“ nicht wieder.
„Das, was da vereinbart wurde, hätte man auch in den vergangenen vier Jahren schon regeln können. Es müsste schon noch etwas Sensationelles passieren, um mich von einer Fortsetzung der GroKo begeistern zu können“, sagte der frühere NRW-Justizminister. Er mache dem Verhandlungsteam der SPD keinen Vorwurf: „Mehr war eben nicht herauszuholen. Für mich wäre die Autorität der Parteispitze durch einen Nein zur GroKo nicht beschädigt.“
Sarah Philipp, stellvertretende Fraktionsvorsitzende aus Duisburg, sieht das ähnlich: „Für mich persönlich war das Ergebnis der Sondierungen enttäuschend“, sagte die Sozialexpertin der Zeitung. „Viele Punkte, die mir wichtig sind, finden sich darin nicht wieder.
Dass diese Punkte in Koalitionsverhandlungen noch erfolgreich nachverhandelt werden können, sehe ich nicht. Meine große Skepsis gegenüber einer Neuauflage der großen Koalition ist seit dem Wochenende nicht geringer geworden“, sagte Philipp.
Am Montagabend hatte SPD-Chef Martin Schulz in Dortmund mit Parteimitgliedern über die Sondierungsergebnisse gesprochen. Am Dienstag trifft er sich mit rheinischen SPD-Delegierten in Düsseldorf. Kutschaty und Philipp gehören zum SPD-Bezirk Niederrhein.
Hamburg (nex) – In einschlägigen Internetforen rufen deutsche Rechtsextreme ihre eigene Klientel dazu auf, sich als Vormund für minderjährige Migranten zu bewerben. Aber nicht, um ihnen zu helfen.
In Hamburg hat der Kinderschutzbund, nach Meldungen der Nachrichtenagentur „dpa“ und des Portals „Spiegel online“ die Justiz vor Anfragen Rechtsextremer gewarnt, die eine Vormundschaft für minderjährige Flüchtlinge übernehmen wollen. Auch ein Sprecher der Sozialbehörde in Hamburg bestätigte dies inzwischen.
Aktivisten der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ hatten, die dpa berichtet, im Internet dazu aufgerufen, über diese Aufgabe nachzudenken, um mit den minderjährigen Migranten „über vorhandene falsche Erwartungen an ihr Gastland“ und „eine Zusammenführung mit der Familie in ihrer Heimat zu reden“. Ein Sprecher des Verfassungsschutzes bestätigte einen entsprechenden Internetbeitrag.
Laut den entsprechenden Medienmeldungen, haben sich Aktivisten des Hamburger Ablegers bereits beraten lassen und planen Schulungen zu dem Thema.
Der Kinderschutzbund wies gegenüber „Spiegel online“ darauf hin, dass wegen des Rückgangs der Flüchtlingszahlen derzeit nur wenige Vormünder benötigt würden.
Vor fünf Jahren trat die Identitäre Bewegung, wie Spiegel Online weiter schreibt,erstmals in Deutschland in Erscheinung. Sie nutzt vor allem das Internet als Plattform, um ihre Ideen zu verbreiten. Dort inszeniere man sich als junge nationale Bewegung – eine Mischung aus Burschenschaftler und Hipster.
Seit diesem Jahr beobachtet auch der Verfassungsschutz die Gruppe. Der Dienst geht von bis zu 300 Mitgliedern in ganz Deutschland aus.
Thomas Bernhard
Pristina (nex) – Die kosovarischen Behörden haben die Auslieferung von Moshe Harel, einem israelischen Bürger beantragt. Harel wird vorgeworfen, im Jahr 2008 in eine Organhandel-Affäre in der kosovarischen Medicus-Klinik involviert gewesen zu sein.
Laut Justizminister Abalid Tahiri haben die kosovarischen Behörden einen Auslieferungsantrag für Moshe Harel eingereicht, der derzeit in Zypern festgehalten wird, nachdem er Anfang des Monats verhaftet wurde.
Harel, der Hauptverdächtige im Medicus-Fall, war seit 2010 auf der Flucht und wurde 2015 zudem auch in Israel, neben sechs weiteren Verdächtigen, mit der Organisation illegaler Organtransplantation und internationalem Organschmuggel angeklagt. Er habe in armen Regionen der Türkei, Russlands, Moldawiens und Kasachstans menschliche Organe für den illegalen Transplantationshandel organisiert und seinen Opfern dabei Prämien in Höhe von bis zu 15.000 Euro versprochen.
Harel gilt als Kopf des aufgeflogenen Organhändlerrings. Ein weiterer Hauptakteur, ein türkischer Arzt namens Yusuf Ercin Sönmez, der in der Türkei als „türkischer Frankenstein“ bezeichnet wird, ist noch auf der Flucht.
Im Juli 2017 begann das Gericht in Pristina das Wiederaufnahmeverfahren gegen den Medicus-Klinikbesitzer Lutfi Dervishi, seinen Sohnes Arban Dervishi und den Chefanästhesisten Sokol Hajdini, die alle der Beteiligung an organisierter Kriminalität im Zusammenhang mit Menschenhandel beschuldigt werden.
Im März 2016 hatte das Berufungsgericht des Kosovo ihre Verurteilungen bestätigt und Dervishi und seinen Sohn acht Jahre sowie Hajdini fünf Jahre hinter Gitter gebracht. Aber das Oberste Gerichtshof hatte das ursprüngliche Urteil wegen Verfahrensfehlern aufgehoben.
In dem Urteil hieß es, dass „mehrere illegale Nierentransplantationen“ in der Klinik im Jahr 2008 stattgefunden haben. Der für den Fall zuständige EULEX-Staatsanwalt erklärte, dass Transplantatempfänger, hauptsächlich Israelis, mehr als 70.000 Euro für die Nieren bezahlt hatten.
Die Polizei durchsuchte die Medicus-Klinik 2008, nachdem der damals 23-jährige Türke Yilmaz Altun, dessen Niere entfernt worden war, am Flughafen von Pristina zusammenbrach.
Die Klinik wurde auch in einem Bericht des Europarates erwähnt, in dem behauptet wurde, dass Teile der Kosovo-Befreiungsarmee während des Konflikts 1999 mit den Organen der Gefangenen gehandelt hätten.
Diese und andere Behauptungen führten schließlich zur Gründung eines Sondertribunals in Den Haag, das ehemalige UCK-Kämpfer für Kriegs- und Nachkriegsverbrechen vor Gericht stellen soll.
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Hakkari (nex) – Bei einem Anschlag der Terrororganisation PKK in der südosttürkischen Provinz Hakkari, ist am Sonntag ein Soldat der türkischen Streitkräfte ums Leben gekommen.
Die Milizen seien vom Irak aus ins türkische Staatsterritorium eingedrungen und hätten bei Cukurca eine Militärbasis angegriffen. So eine namentlich nicht genannte Person aus Militärkreisen gegenüber türkischen Medien. Bei dem Angriff habe ein Granatsplitter den Soldaten Bülent Alp am Hals getroffen. Er sei später im Krankenhaus von Hakkari der Verletzung erlegen.
Die 1978 gegründete PKK hatte seit den 1980-er Jahren gegen die Türkei für die Gründung eines unabhängigen kurdischen Staates gekämpft. Später änderte sie ihr Ziel und verlangt seitdem die Autonomie der überwiegend von Kurden bewohnten Regionen der Türkei.
Die von den USA, der Türkei und den USA als Terrororganisation eingestufte PKK nahm im Juli 2015 ihren 30-jährigen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat wieder auf.
Seitdem sind Tausende Menschen bei PKK-Anschlägen in der Türkei gestorben.
Der deutsche Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hatte im Juli dieses Jahres Fehler Deutschlands bei der Bekämpfung der Propaganda der Terrororganisation PKK eingeräumt.
Gabriel glaube, die Türkei habe damit recht, Deutschland zu warnen und zu fordern, nicht zuzulassen, dass die PKK Propagandaaktivitäten in Deutschland durchführe, hatte er auf einer Pressekonferenz im Bundesaußenministerium erklärt.
Er denke auch, dass es inakzeptabel sei, Auftritte türkischer Politiker zu verbieten, während gleichzeitig Plakate mit Öcalan-Porträts zugelassen würden, so Gabriel weiter. Er spielte damit auf Versammlungen von PKK-Anhängern in Deutschland an, bei denen Flaggen der Terrorgruppe und des Gründers Abdullah Öcalan zur Schau getragen wurden.
Deutschland hat die PKK 1993 als Terrororganisation eingestuft, aber die Behörden sträuben sich dagegen, strenge Maßnahmen gegen deren Propaganda, Finanzierung und Rekrutierungsaktivitäten einzuleiten. Auch in der EU und den USA wird sie als Terrororganisation gelistet. Die PKK sei nicht nur für die Türkei, sondern auch für Deutschland eine Bedrohung, warnte der Bundesaußenminister.
Von Thomas Bernhard
Im Jahr 2016 geriet die Qualitätsmarke ‚Urlaub in der Türkei‘ durch verschiedene Probleme wie beispielsweise dem niedergeschlagenen Putschversuchs und Terroranschläge in die Krise. Gab bereits die Saison 2017 wieder Grund zur Hoffnung, könnte das laufende Jahr, zumindest hinsichtlich der Gästezahl, diese Krise zu Ende gehen. Auch die Deutschen, vor allem Familien mit Kindern, kommen wieder in die Türkei. Die Hotels an der türkischen Riviera stellen für die im April beginnende Saison vermehrt ein.
Gegenwärtig ist es an der türkischen Riviera nicht gerade überfüllt und die
Strände sind leer, sowie die meisten Hotels geschlossen. Aber, das ist kein Wunder, auch wenn es hier mit durchschnittlichen 15° am Tag weitaus angenehmer ist, als in Deutschland, die Saison beginnt zumeist erst im April eines Jahres.
Und doch ist man nicht nur in der Provinzhauptstadt Antalya, sondern auch in den Urlaubsregionen drum herum, guten Mutes, was die Saison 2018 angeht. Erwartet man doch in der Region in diesem Jahr einen Anstieg der Touristen-Zahl auf über 14 Millionen. Auch der Anteil deutscher Urlauber dürfte, ausgehend von einem sehr starken Ansteigen der Zahl der so genannten Frühbucher in Deutschland, wieder ebenso stark ansteigen. Besonders deutsche Familien mit Kindern haben sich schon jetzt für einen Türkei-Urlaub in 2018 entschieden und Diesen fest gebucht.
Besonders im vergangenen Dezember und jetzt im Januar können die internationalen Touristik-Unternehmen förmlich einen Run der Frühbucher auf Urlaub an der türkischen Riviera verzeichnen. Und auch die dortigen Hotels reagieren bereits und stellen überproportional Personal ein.
Wie Europas größter Reiseveranstalter TUI am vergangenen Mittwoch mitteilte seien Buchungen für den kommenden Sommer im Vergleich zum Vorjahr um 70 Prozent gestiegen.
„Nach zwei Jahren des Rückgangs ist die Türkei wieder ein beliebtes Reiseziel für deutsche Urlauber geworden, mit einem Buchungsplus von 70 Prozent zu Beginn der Saison“, sagte der deutsche Reiseveranstalter in einer Pressemitteilung.
Der TUI-Konzern kündigte Hunderte von zusätzlichen Flügen nach Antalya, dem beliebtesten Reiseziel der Türkei, an und fügte fast 100.000 Sitzplätze aus den deutschen Städten Hamburg, Hannover, Frankfurt, Leipzig, Düsseldorf, Köln, Nürnberg, München und Stuttgart hinzu.
Bereits 2017 stiegen die Zahlen der Buchungen, besonders aus Russland, aber auch aus Deutschland, wieder an und das obwohl Kreise der deutschen Politik aus verschiedenen Gründen das Gegenteil erwirken wollte. 2017 allerdings wurde dieser Anstieg, besonders am deutschen Markt, über vermehrte Buchungen der Türkei über Last Minute-Angebote zu besonders günstigen Preiskonditionen erreicht. Beim mittelständischen Touri-Unternehmen Bentour, mit Sitz in der Schweiz, gab es beispielsweise, wie bei vielen Anderen auch, 2016 eine Woche Antalya für 350 Euro all inklusive.
Bentour-Geschäftsführer Deniz Ugur in einem aktuellen Beitrag der deutschen ARD:“Diese Preise sind natürlich nicht stellvertretend für die Preise, die eigentlich gebraucht werden, um alle Leistungsträger ordentlich zu bezahlen. Richtig ist, dass ein Flug im Minimum 200 bis 250 Euro im Einkauf kostet. Zusätzlich kosten gute Hotels pro Woche auch pro Person mindestens 300 bis 500 Euro im Einkauf. Dazu kommen noch Transferleistungen usw.“ Preise von 350 Euro pro Reise hätten den wahren Kosten also nicht entsprochen.
Wie die Niedrigpreise trotzdem möglich waren, erklärt Alaattin Özyürek von der halbstaatlichen Entwicklungsagentur WDMA in Antalya: „Die Regierung hat zwar nicht die Hotels direkt unterstützt, aber die Fluggesellschaften und die Reiseveranstalter. Da hilft sie indirekt. „Keines der 2500 Hotels in Antalya habe schließen müssen, sagt er. Aber natürlich wurden damals Mitarbeiter entlassen. Jetzt sollen sogar noch zusätzliche Leute eingestellt werden.
Nun sind „die Erwartungen an das Jahr 2018 sehr hoch“, allein schon wegen der Frühbuchungen. So manches der Touristik-Unternehmen vermeldet jüngst da sogar einen Anstieg zu Jüngsten des Türkei-Urlaubs un über 200%. Auch deutsche Touristen buchen wieder die Türkei, wurde es doch an anderen Urlaubszielen sehr voll und teuer. Eine Familie bezahlte vergangenen Sommer für zehn Tage Spanien im Durchschnitt gut 5000 Euro, in der Türkei waren es 3000 Euro.
Außerdem gab es in den vergangenen Monaten keine Anschläge mehr. Und für etwaige und reale innenpolitische Probleme in den Urlaubsländern interessieren sich Pauschalurlauber, auch aus Deutschland, sofern das Thema Sicherheit nicht direkt tangiert ist, selten. Da sind eben eher, neben dem Preis, Themen wie Service, Atmosphäre, Wetter und Ähnliches maß- und ausschlaggebend.
Und gerade da, in der Summe dieser Gründe ist die gastfreundliche Türkei ohnehin führend. Das wissen nicht nur dortige Stammgäste und die Familien; mit und ohne Kinder.
Von M. Arslan
Der Begriff „Selfitis“ wurde erstmals im Jahr 2014 von der britischen Tageszeitung Daily Telegraph verwendet, um Menschen zu verspotten, die ständig Selfies machten. Nach drei Jahren glauben Psychologen, dass „Selfitis“ zu einer echten psychischen Krankheit geworden ist und sagen, dass Menschen, die an „Selfitis“ leiden, professionelle Hilfe suchen sollten
Um auf das wachsende Problem aufmerksam zu machen, hatten sich die Nottingham Trent Universität in Großbritannien und das Thiagaraja Institut in Indien entschlossen, das Phänomen wissenschaftlich zu untersuchen.
Die Ergebnissen der Studie zeigt nach Auffassung der beteiligten Wissenschaftler und Psychologen, dass „Selfitis“ tatsächlich eine psychische Störung ist und ernst genommen werden sollte.
Die Studienteilnehmer stammen überwiegend aus Indien. Das Land kann was Selfies angeht auf ein negativ Rekord blicken. Dort soll es die meisten Selfie-Opfer geben – umgekommen durch waghalsige und lebensgefährliche Selfies.
Der Studie zufolge gibt es drei Arten von Selfitis. Die leichteste Form der psychischen Erkrankung könne man, so die Ergebnisse der Studie, bei Personen erkennen, „die täglich drei Selfies machen, diese aber nicht auf den sozialen Netzwerken posten“. Wohingegen Personen, die regelmäßig ihre Selfies im Internet teilen, unter akuter Selfitis leiden sollen.
Der schwerste Fall sei die chronische Selfitis. „In diesem Fall posten die Betroffenen bis zu sechs Mal am Tag ihre Bilder in den sozialen Medien“.
Die Psychologen führen diese Art von Erkrankung auf einen Mangel an Selbstvertrauen und dem Gefühl dazu zu gehören, zurück.
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