Berlin
Airbnb-Chef: Wir nehmen Berlinern keine Wohnungen weg

Airbnb ist ein 2008 gegründetes US-Unternehmen für Buchung und Vermietung von Unterkünften. Sowohl private als auch gewerbliche Vermieter vermieten ihr Zuhause oder ein Zimmer unter Vermittlung des Unternehmens. Airbnb übernimmt jedoch keine rechtlichen Verpflichtungen.

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Airbnb wehrt sich gegen den Vorwurf, die Wohnungsnot in Berlin zu verschärfen

Berlin (ots) – Die Vermietungsplattform nehme Menschen keine Wohnungen weg, sagte der Deutschlandchef von Airbnb, Alexander Schwarz, am Dienstag im rbb-Inforadio.

„Der Großteil der Gastgeber auf Airbnb vermietet das eigene Zuhause, um selber etwas dazuzuverdienen.“ Beispielsweise wenn sie im Urlaub oder auf Geschäftsreise seien. „Das ist eine effiziente Wohnraumnutzung, die auch für Berlin wichtig ist, um die Frage von Wohnraumschaffung und Wohnraumerhalt zu klären, während der Tourismus immer stärker wird“, so Schwarz.

Der Berliner Senat geht derzeit mit dem sogenannten Zweckentfremdungsverbot dagegen vor, dass Wohnungen an Touristen vermietet werden.

Schwarz begrüßte die Pläne des Senats, wonach Privatleute Wohnungen künftig für eine gewisse Zeit vermieten dürfen:

„Wir gehen davon aus, dass die Berliner Regierung tatsächlich ein Zeichen setzen möchte in Richtung Innovation, Progression und Bürgernähe.“ Für Berlin sind 60 Tage im Jahr im Gespräch. Der Airbnb-Chef verwies allerdings auf Hamburg, wo dies gut 180 Tage erlaubt ist.

Airbnb ist ein 2008 gegründetes US-Unternehmen für Buchung und Vermietung von Unterkünften. Sowohl private als auch gewerbliche Vermieter vermieten ihr Zuhause oder ein Zimmer unter Vermittlung des Unternehmens.

Im Jahr 2017 hat Airbnb rund 700.000 Gastankünfte bei Berliner Gastgeberinnen und Gastgebern verzeichnet. Die meisten Reisenden (146.000 Gastankünfte) kamen aus Deutschland, gefolgt von den USA (83.000) und Großbritannien (76.000). Nach Europa und Nordamerika war Lateinamerika die Region, aus der die meisten Reisenden 2017 nach Berlin kamen.

Die Gäste, die 2017 eine Unterkunft auf Airbnb in Berlin buchten, blieben im Durchschnitt 4,2 Nächte in der Stadt – deutlich länger als der durchschnittliche Reisende nach Berlin (2,4 Nächte*). Die durchschnittliche Gruppengröße der Reisenden betrug 2,2 Gäste. Im letzten Jahr buchten bereits mehr als ein Drittel der Gäste auf Airbnb bei Gastgebern außerhalb der touristischen Zentren** und trugen zur lokalen Wirtschaft bei.

Laut einer kürzlich vorgestellten Studie von DIW Econ gaben Gäste auf Airbnb in ganz Deutschland 2016 mehr als 1 Milliarde Euro für Güter und Dienstleistungen vor Ort aus, wovon der Gastronomiesektor und die Kulturwirtschaft am meisten profitierten.

Alexander Schwarz, Geschäftsführer Airbnb: „Die Gastgeberinnen und Gastgeber, die ihr Zuhause zeitweise an Reisende vermieten, spiegeln die Vielfalt und Offenheit Berlins wider. Die Gäste, die über Airbnb eine Unterkunft in Berlin buchen, schätzen das individuelle Reisen jenseits des Massentourismus. Airbnb setzt sich für verantwortungsvollen Tourismus ein und möchte gemeinsam mit der Stadt daran arbeiten, dass Reisende auch die Berliner Stadtteile außerhalb der touristischen Zentren entdecken.“

Auf Airbnb bieten überwiegend Privatpersonen, sogenannte Home Sharer, ihr Zuhause zeitweise für Reisende an. Darüber hinaus nutzen auch Anbieter des traditionellen Gastgewerbes wie Bed & Breakfasts, Boutique-Hotels oder Serviced Apartments die Airbnb-Plattform.

Airbnb arbeitet weltweit mit Städten und Gemeinden zusammen, um gemeinsam faire und zeitgemäße Home Sharing-Regeln zu gestalten und den administrativen Aufwand für die Verwaltung sowie für Gastgeber zu verringern. Airbnb hat bereits mit über 340 Städten und Regionen Vereinbarungen zur automatisierten Einhebung der jeweiligen Tourismusabgaben über die Plattform geschlossen. 2017 hat Airbnb mit der Stadt Dortmund eine solche Vereinbarung geschlossen und ist bereits auf zahlreiche andere Städte, darunter Berlin, zugegangen. Airbnb ist zuversichtlich, mit weiteren Städten zeitnah eine entsprechende Vereinbarung schließen zu können.

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