Fußball
Gehälter der Fußballprofis kennen scheinbar keine Grenzen – doch es gibt große Unterschiede!

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GESPONSERTER ARTIKEL Dass der Sport längst auch knallhartes Business ist, ist kein Geheimnis mehr. Manchmal könnte man sogar den Eindruck gewinnen, das Geld sei wichtiger als der Teamsport. Jedes Jahr werden höhere Zahlen bekanntgegeben, was Vermarktungsrechte und Spielergehälter angeht. Vor allem letztere sorgen regelmäßig für Kopfschütteln, denn die Beträge sind für Otto-Normal-Bürger kaum noch begreifbar. Dabei sind die Unterschiede zwischen den Fußballprofis enorm. Nicht nur was nationale und internationale Stars angeht, sondern auch innerhalb einer Liga.
FC Bayern München zahlt am besten
Die höchsten Gehälter in Deutschland zahlt bekanntermaßen der FC Bayern München. Im Durchschnitt verdient ein Spieler hier 5,28 Millionen Euro pro Jahr. Mehr als doppelt so viel wie bei Borussia Dortmund. Immerhin der Verein, der am zweitbesten zahlt. Bundesligisten wie Freiburg und Ingolstadt hingegen zahlen nur 0,42 Millionen Euro pro Jahr, bei Darmstadt sind es sogar nur 0,38 Euro im Mittel.
(Foto: pixa)
Die Zahlen des Magazins „Sportintelligence“ zeigen die große Diskrepanz innerhalb der ersten Bundesliga. Das Durchschnittsgehalt liegt hier demnach bei 1,34 Millionen Euro. Wer was genau verdient, ist nicht bekannt. Die Vereine halten sich da relativ bedeckt. Schließlich herrscht auch unter den Fußballprofis selbst viel Neid. Zu den Topverdienern dürften die Bayern-Stars Müller, Neuer und Lewandowski gehören, deren Spieler-Verdienst auf je 15 Millionen Euro pro Jahr geschätzt wird.
Im Ausland wird zum Teil deutlich mehr verdient
International betrachtet sind das trotz beachtlicher Summen eher bescheidene Werte. Laut Forbes belegte Neymar 2018 den dritten Platz der bestbezahlten Fußballer weltweit. Satte 73 Millionen US-Dollar soll sein Jahresgehalt betragen. Seinen Wechsel zu Paris Saint-Germain ließ sich der Verein zusätzliche 222 Millionen Ablöse kosten. Als Star bleibt es bekanntlich nicht beim Jahresgehalt, das der Fußballverein überweist. Schätzungen zufolge kommen Werbeeinnahmen in Höhe von 17 Millionen US-Dollar hinzu, so dass sich ein Gesamtverdienst von 90 Millionen US-Dollar ergibt. Häufig werben die Fußballprofis für Produkte und Dienstleistungen, für die sich die Fans ebenfalls begeistern können. Ein typisches Feld sind Sportwetten, die viele Profis auch selbst abgeben. Bwin ist Partner und Sponsor des FC Bayern München und von Real Madrid und schmückt sich gern mit Werbebildern der Stars, die die Marke auf der Brust tragen. Wer sich bei Bwin anmeldet trägt also indirekt auch zum Einkommen der Spieler und Vereine bei.
Lionel Messi erzielt höchstes Fußballergehalt der Welt
Platz zwei der Bestverdiener-Liste belegt Cristiano Ronaldo. Der Portugiese bekommt mit 61 Millionen US-Dollar zwar weniger von seinem Verein Real Madrid als Neymar, versteht es allerdings sich brillant zu vermarkten. Durch Werbung und Merchandising verdient er 47 Millionen zusätzlich, was ein jährliches Gesamteinkommen von 108 Millionen US-Dollar ergibt. Das stolzeste Fußballergehalt streicht Lionel Messi ein, der vom FC Barcelona im Jahr 84 Millionen US-Dollar überwiesen bekommt. Durch Werbeverträge mit Adidas, Pepsi, EA Sports und Co. steigen die jährlichen Einnahmen auf 111 Millionen US-Dollar an. Inwiefern solche Summen noch gerechtfertigt sind, sei dahingestellt. Fakt ist: Wer gute Leistung bringt, verdient auch gutes Geld. Denn nur wenn die Vereine ganz oben mitspielen, verdienen sie selbst am meisten. Auch innerhalb der Mannschaft wird Leistung honoriert, so dass es durchaus zu großen Gehaltsunterschieden kommt.

Erdogan in Moskau
Putin: Russland und Türkei planen gemeinsame Entwicklung von Hightech-Waffen

Moskau (nex) – Moskau und Ankara könnten bald mit der gemeinsamen Produktion von Hightech-Waffen beginnen, so der russische Staatspräsident Wladimir Putin bei einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen am Montag. „Wir können durchaus mit der gemeinsamen Entwicklung und Produktion von Hightech-Waffen beginnen“, sagte Putin. Er nannte jedoch keine weiteren Details, um welche Art von Waffen es sich dabei handelt. Auch in anderen Bereichen eröffneten sich gute Möglichkeiten zwischen der Türkei und Russland. Putin erwähnte etwa die Beteiligung türkischer Unternehmen an Bauprojekten in Russland. „Türkische Unternehmen haben in den letzten Jahren Projekte im Wert von 70 Milliarden Dollar realisiert – denken Sie nur an diese Zahlen! Das sind gute Zahlen“, zitiert die russische Nachrichtenagentur TASS Putin. „Es wurden zahlreiche Anlagen gebaut, sowohl im Rahmen der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Sotschi als auch für die Weltmeisterschaft“, fügte er hinzu. Desweiteren eröffneten sich in der Chemieindustrie, der metallurgischen Industrie, bei der Produktion von Düngemitteln, im Straßenverkehr und in der Automobilindustrie gute Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. „Wir stellen eine gute Entwicklung unserer Beziehungen fest. Das Handelsvolumen stieg um 15 Prozent und hat 25 Milliarden Dollar erreicht“, so Putin weiter.  Als Ziel sei ein Handelsvolumen von 100 Milliarden US-Dollar geplant.

Putin erwähnte in seiner Rede auch gemeinsame Großprojekte Russlands und der Türkei, wie etwa das Kernkraftwerk Akkuyu und die Gaspipeline TurkStream, dessen Offshore-Bereich kürzlich fertiggestellt wurde.

Das TurkStream-Projekt ist eine Exportgasleitung, die aus zwei 930 km langen Leitungen mit einer Kapazität von jeweils 15,75 Milliarden Kubikmetern besteht. Die Pipeline soll unter dem Schwarzen Meer von Russland in die Türkei verlaufen und sich auch weiter bis an die Grenzen der Türkei zu den Nachbarländern erstrecken. Die erste Linie von TurkStream ist für die Gasversorgung der türkischen Verbraucher bestimmt, während die zweite für die Gasversorgung Süd- und Südosteuropas bestimmt ist.

Dies ist das dritte Treffen der beiden Staatschefs in diesem Jahr. Im vergangenen Jahr hatten Putin und Erdogan sieben bilaterale Treffen und nahmen an einer Reihe von internationalen Gipfeltreffen teil. Beim heutigen Treffen in Moskau sei auch der Kauf des russischen Raketenabwehrsystems S-400 durch die Türkei besprochen worden. Die USA haben dieses Vorhaben Ankaras scharf verurteilt und ihren NATO-Partner gewarnt, dass sie, wenn der Kauf voranschreitet, die Teilnahme Ankaras am Jagdflugzeugprogramm F-35 neu bewerten müssten. „Die Türkei muss sich entscheiden“, warnte der amerikanische Vizepräsident Mike Pence letzte Woche. „Will sie ein echter Partner im erfolgreichsten Militärbündnis der Geschichte bleiben oder will sie die Sicherheit dieser Partnerschaft gefährden, indem sie solche rücksichtslosen Entscheidungen trifft, die unser NATO-Bündnis untergraben“, fragte Pence.

Das russische S-400-System ist mit einer Reichweite von 400 Kilometern gegen alle Typen von Flugzeugen über Drohnen bis zu Marschflugkörpern wirksam und könne Berichten zufolge auch taktische Raketen abfangen. Selbst Tarnkappenflugzeuge hätten keine Chance. Jedes System könne gleichzeitig 36 Ziele in bis zu 27 Kilometer Höhe mit insgesamt 72 Raketen beschießen. Das System ist mit vier Raketentypen kompatibel, die sich in Gewicht und Reichweite unterscheiden.

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– Kernenergie – Türkei: Atomkraftwerk Akkuyu soll bereits 2023 in Betrieb gehen

Das sich im Bau befindende Akkuyu Kernkraftwerk in der Türkei werde voraussichtlich im Jahre 2023 in Betrieb gehen. Dies teilte der türkische Minister für Energie und Bodenschätze Berat Albayrak über den Mikrobloggingdienst Twitter mit.

Türkei: Atomkraftwerk Akkuyu soll bereits 2023 in Betrieb gehen
 

Unterwasserarchäologie
Türkei: 3.600 Jahre altes Schiffswrack bei Antalya entdeckt

Antalya (aa) – Vor der türkischen Mittelmeerküste wurde ein etwa 3.600 Jahre altes Handelsschiff gefunden. Das 14 Meter lange, mit Kupferbarren beladene Schiffswrack, wurde von einem Unterwasserforschungsteam der Akdeniz Universität in Antalya entdeckt. Antalya-Gouverneur Munir Karaoglu begrüßte die Entdeckung als „Durchbruch“ in der Unterwasserarchäologie. „Es ist ein Wrack aus dem Jahr 1600 v. Chr.“. Wir sprechen von einem 3.600 Jahre alten Wrack“, sagte Karaoglu auf einer Pressekonferenz. „Die Länge des Schiffes betrug 14 Meter und das Gewicht der Kupferbarren beträgt 1,5 Tonnen“, fügte er hinzu. „Dies ist auch ein Schiff, das die frühesten Industrieprodukte der Welt transportierte“, sagte er. „Diese Eigenschaften machen es zu einem Durchbruch in der Wissenschaft.“ Es wird angenommen, dass das Schiff auf dem Weg zur Insel Kreta oder zur Ägäis in einen Sturm geraten ist und sank, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu.

"Sozialverträglicher Abbau"
Bayer: 4.500 Entlassungen in Deutschland

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Düsseldorf – Der Bayer-Vorstand hat sich mit den Arbeitnehmervertretern geeinigt: Von den 12.000 Stellen, die Bayer weltweit abbauen will, entfallen 4500 auf Deutschland, wie die „Rheinische Post“ aus gut informierten Kreisen erfuhr. Am Dienstag will der Vorstand die Mitarbeiter in einem Brief über die Maßnahme informieren. Demnach entfallen 3000 der 4500 abzubauenden Stellen auf Querschnittsfunktionen (etwa in Verwaltung und IT) und teilweise auf Synergien durch die Monsanto-Übernahme, 1000 Stellen auf andere Bereiche wie in der Forschung. In dem Brief betont der Bayer-Vorstand auch, dass der Abbau sozialverträglich erfolgen soll und betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen seien. Der Bayer-Sprecher wollte das auf Anfrage der Redaktion nicht kommentieren. Bayer hatte im November 2018 den Abbau von 12.000 Stellen angekündigt, aber noch nichts zu den Landeszahlen gesagt. Bayer hat in Deutschland 32.000 Mitarbeiter.

Erdogan in Moskau
Putin: Handelsvolumen zwischen Russland und der Türkei auf 25 Milliarden US-Dollar gestiegen

Moskau (nex) – „Wir stellen eine gute Entwicklung unserer Beziehungen fest. Das Handelsvolumen stieg um 15 Prozent und hat 25 Milliarden Dollar erreicht“, sagte der russische Staatspräsident Wladimir Putin bei einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan am Montag. Putin erwähnte in seiner Rede auch gemeinsame Großprojekte Russlands und der Türkei, wie etwa das Kernkraftwerk Akkuyu und die Gaspipeline TurkStream, dessen Offshore-Bereich kürzlich fertiggestellt wurde. Das TurkStream-Projekt ist eine Exportgasleitung, die aus zwei 930 km langen Leitungen mit einer Kapazität von jeweils 15,75 Milliarden Kubikmetern besteht. Die Pipeline soll unter dem Schwarzen Meer von Russland in die Türkei verlaufen und sich auch weiter bis an die Grenzen der Türkei zu den Nachbarländern erstrecken. Die erste Linie von TurkStream ist für die Gasversorgung der türkischen Verbraucher bestimmt, während die zweite für die Gasversorgung Süd- und Südosteuropas bestimmt ist. Dies ist das dritte Treffen der beiden Staatschefs in diesem Jahr. Im vergangenen Jahr hatten Putin und Erdogan sieben bilaterale Treffen und nahmen an einer Reihe von internationalen Gipfeltreffen teil. Beim heutigen Treffen in Moskau sei auch der Kauf des russischen Raketenabwehrsystems S-400 durch die Türkei besprochen worden. Die USA haben dieses Vorhaben Ankaras scharf verurteilt und ihren NATO-Partner gewarnt, dass sie, wenn der Kauf voranschreitet, die Teilnahme Ankaras am Jagdflugzeugprogramm F-35 neu bewerten müssten. „Die Türkei muss sich entscheiden“, warnte der amerikanische Vizepräsident Mike Pence letzte Woche. „Will sie ein echter Partner im erfolgreichsten Militärbündnis der Geschichte bleiben oder will sie die Sicherheit dieser Partnerschaft gefährden, indem sie solche rücksichtslosen Entscheidungen trifft, die unser NATO-Bündnis untergraben“, fragte Pence.

Türkei
Neuer Flughafen in Istanbul: Turkish Airlines befördert am ersten Tag 25.000 Passagiere

Istanbul (nex) – Die türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines (THY) hat an ihrem ersten Tag nach dem Umzug zu dem neuen Flughafen Istanbul mehr als 25.000 Passagiere befördert. „Ab 01:45 haben wir uns von 10.641 Gästen in 48 Flügen verabschiedet. Die Anzahl der ankommenden Passagiere lag bei 79 Flügen bei 14.582. Wir haben 21.792 Gepäckstücke abgefertigt und eine Leistungsrate von 84 Prozent erzielt“, zitiert das Nachrichtenportal „Daily Sabah“ einen Tweet des Presse-Vizepräsidenten der Airline, Yahya Üstün Turkish Airlines zog am vergangenen Wochenende zum neuen Flughafen in Istanbul um. Wie „Daily Sabah“ weiter berichtet, verabschiedete sich THY vom Flughafen Atatürk mit ihrem letzten internationalen Flug am Samstag um 02:00 Uhr nach Singapur. Das erste THY-Flugzeug startete um 14:00 Uhr vom neuen Flughafen zur türkischen Hauptstadt Ankara. In den 12 Stunden zwischen den beiden Flügen waren beide Flughäfen für den Flugbetrieb gesperrt. Die Flüge am neuen Flughafen werden nun schrittweise erhöht. Der neue Flughafen soll bei voller Auslastung mehr als 100 Fluggesellschaften und Flüge zu über 300 Zielen auf der ganzen Welt beherbergen sowie zu einem globalen Luftverkehrsdrehkreuz werden. Laut dem IGA-Konsortium, dem Auftragnehmer und Betreiber des Projekts, wird der neue Flughafen in den nächsten 10 Jahren, wenn alle vier Phasen mit sechs Start- und Landebahnen abgeschlossen sind, eine jährliche Kapazität von 200 Millionen Passagieren erreichen. Neuer Flughafen wird BIP um 79 Milliarden US-Dollar steigern Nach den Worten des türkischen Ministers für Verkehr, Schifffahrt und Kommunikation, Ahmet Arslan, wird der neue Flughafen einen großen Beitrag für die Wirtschaft leisten und Arbeitsplätze schaffen. Arslan zufolge werde der Flughafen einen erheblichen Beitrag zum Handel leisten und das BIP mit zusätzlichen 79 Milliarden US-Dollar um 4.9 Prozent steigern. Der türkische Verkehrsminister erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu im vergangenen Jahr, dass der Luftverkehrssektor in der Türkei große Fortschritte gemacht habe. Dies sei der Politik der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Fortschritt (AKP), die großen Wert auf den Bereich lege, zu verdanken.  

Pressefreiheit
Türkei: Journalist Thomas Seibert darf wieder berichten

Istanbul (nex) – Die Regierung in Ankara hat dem langjährigen Türkei-Korrespondenten Thomas Seibert jetzt doch die Akkreditierung gewährt und ihn eingeladen, ins Land zurückzukehren.
„Ich freue mich, dass alle Missverständnisse nun ausgeräumt sind“, sagte Seibert der Nachrichtenagentur AFP am Montag.
Vier Wochen nach seiner Ausreise sei er am Wochenende wieder in Istanbul eingetroffen.
Der ZDF-Korrespondent Jörg Brase und Seibert hatten die Türkei am 10. März verlassen müssen, weil ihre Presse-Akkreditierungen nicht verlängert wurden. Brase erhielt jedoch bereits zwei Tage später eine neue Akkreditierung und kehrte daraufhin wieder nach Istanbul zurück.
Der Entzug der Akkreditierung für die beiden Korrespondenten hatte für diplomatische Verstimmungen zwischen Berlin und Ankara gesorgt. Das ZDF-Studio Istanbul ist für die Berichterstattung aus der Türkei, dem Iran und Afghanistan zuständig. Ohne eine gültige Pressekarte ist ungehindertes Recherchieren, Durchführen von Interviews oder Besuchen von Pressekonferenzen nicht möglich.

Menschenrechtsverletzungen in Israel
Eurovision in Israel: Schwedische Künstler fordern zum Boykott auf

Stockholm (nex) – Rund 171 schwedische Künstler und Prominente haben einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie zum Boykott des Eurovision Song Contest auffordern, der nächsten Monat in Israel stattfinden soll. „Wir, schwedische Künstler und Kulturschaffende, die diesen Aufruf unterzeichnet haben, können nicht stillschweigend zusehen, wie Israel den Eurovision Song Contest benutzt, um ihre Verbrechen gegen das palästinensische Volk zu verschleiern“, so der Appell in der Zeitung Aftonbladet. „Nur wenige Tage nach dem israelischen Sieg im Eurovision Song Contest im Mai 2018 tötete die israelische Armee 62 Palästinenser, die gegen ihre gefängnisähnliche Gefangenschaft in Gaza protestierten. Sechs der Ermordeten waren Kinder“ so das Schreiben weiter. Solange Israel mit seiner Apartheidpolitik den Palästinensern ihre grundlegenden Menschenrechte verweigert, müsse man auf jede Teilnahme am israelischen Kulturaustausch verzichten. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem der Journalist Kajsa Ekis Ekman und der in Israel geborene Musiker Dror Feiler. Beide hatten an der Freedom Flotilla nach Gaza teilgenommen. Auch der Gründer der schwedischen Grünen Partei Per Gahrton gehört zu den Unterzeichnern. Im Einklang mit der BDS-Bewegung haben weltweit eine Reihe hochrangiger Persönlichkeiten und Organisationen einen Boykott des Eurovision Song Contest gefordert. Bereits im September vergangenen Jahres forderten Kulturschaffende aus verschiedenen Bereichen in einem offenen Brief zum Boykott auf.

Als Grund für den Boykottaufruf nannten die Künstler Menschenrechtsverletzungen Israels gegen Palästinenser. Zu den über 140 Unterzeichnern aus Europa, Nordamerika und Australien gehören Pink-Floyd-Mitbegründer Roger Waters, der belgische Sänger Helmut Lotti, die schwedischen Musiker Karin und Olof Dreijer, der norwegische Musikproduzent Nils Petter Molvaer sowie der finnische Regisseur Aki Kaurismäki und die britischen Filmemacher Ken Loach und Mike Leigh.

„Wir, die unterzeichnenden Künstler aus Europa und darüber hinaus, unterstützen den Appell palästinensischer Künstler, den von Israel veranstalteten Eurovision Song Contest 2019 zu boykottieren“, so die Kulturschaffenden in dem in der britischen Tageszeitung „The Guardian“ veröffentlichten Brief. „Bevor die Palästinenser nicht in den Genuss von Grundrechten wie Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichbehandlung kommen, sollte es keine Normalität mit einem Staat geben, der ihnen diese Grundrechte verwehrt“, so der Aufruf weiter. Die EBU (Europäische Rundfunkunion) solle den Event an ein anderes Land vergeben. Im Januar dieses Jahres forderten zudem über 60 internationale NGOs einen Boykott der Veranstaltung und schrieben in einem offenen Brief einer portugiesischen Zeitung, dass „wie beim Kampf gegen die Apartheid in Südafrika nur durch wirksamen und anhaltenden internationalen Druck Israel gezwungen sein wird, seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen und die Menschenrechte der Palästinenser zu achten“. Der Schritt spiegelte eine Stimmung wider, die Anfang vergangener Woche von 50 einflussreichen Kulturschaffenden geäußert wurde, die die BBC aufforderten, den Eurovision Song Contest zu boykottieren. In einem vom Guardian veröffentlichten Brief schrieben die Künstler:
„Wir können die systematische Verletzung der palästinensischen Menschenrechte durch Israel nicht ignorieren“.
Zu den Unterzeichnern des Briefes gehören die Modedesignerin Vivienne Westwood, der Musiker Roger Waters und die Schauspielerin Miriam Margolyes.

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– Schweden – Rechtspolitiker will Moschee für Flüchtlinge bauen

Mark Collins, einem schwedischen Politiker der rechten Partei “Sverigedemokraterna” (Die Schwedendemokraten), die nicht gerade für ihre Migrantenfreundlichkeit bekannt ist, droht für seinen Vorschlag, in seiner Stadt eine Moschee bauen zu wollen, ein Parteiausschluss.

Rechtspolitiker will Moschee für Flüchtlinge bauen

Mailand
Papst Franziskus macht Europa und USA für den Tod von Kindern in Kriegen verantwortlich

Mailand (nex) – Papst Franziskus macht Europa und die Vereinigten Staaten für den Tod von Kindern in Syrien, Jemen und Afghanistan verantwortlich und sagte am Samstag, dass reiche westliche Länder Konflikte schürten, indem sie Waffen in Kriegsgebieten verkauften. In einem Gespräch mit Schülern und Lehrern des Mailänder San Carlo-Instituts sagte Franziskus, dass der Grund für die vielen Kriege auf der Welt „reiche Europäer und Amerikaner“ seien, berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press. Diese verkauften Waffen, mit denen Kinder und Menschen getötet würden. Ohne diese Feuerkraft hätte es in Ländern wie Afghanistan, Jemen und Syrien keinen Krieg gegeben. „Ein Land, das Waffen produziert und verkauft, hat den Tod jedes Kindes und die Zerstörung jeder Familie auf seinem Gewissen“, sagte Francis.  In Bezug auf die Notwendigkeit für die Länder, Migranten aufzunehmen und zu integrieren, wies Francis die Bedenken der Regierungen, die Asylbewerber nicht einreisen lassen wollen, zurück. Ausländer seien nicht die einzigen Kriminellen in Italien. „Auch wir haben viele davon“, sagte Francis. „Die Mafia wurde nicht von Nigerianern erfunden. Die Mafia gehört uns“, sagte er. „Wir könnten alle Gefahr laufen, kriminell zu werden. Migranten bringen uns Reichtum, weil Europa von Migranten geschaffen wurde.“

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– „Dann geht doch nach Hause!“ – Türkei-Deutsche widersprechen Serdar Somuncu: „Wir sind schon länger als eine Woche hier.

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Kommentar
Sharing Economy: Noch nie haben Unternehmen in so kurzer Zeit derart stark expandiert

Ein Kommentar von Ernst Wolff Am 29. März ging in New York ein Unternehmen an die Börse, das 2012 gegründet wurde, bisher noch keinen Gewinn erwirtschaftet, in den vergangenen zwei Jahren aber einen Verlust von $ 1,5 Mrd. gemacht hat. Der erste Kurs der Aktie lag um 20 Prozent höher als der Ausgabepreis, brachte dem Konzern insgesamt $ 2,3 Mrd. ein und ließ seinen Gesamtwert auf mehr als $ 24 Mrd. ansteigen.  Dieses auf den ersten Blick unverständliche Ereignis ist kein Zufall, sondern das Produkt einer Entwicklung, die erst vor wenigen Jahren begonnen hat und unser Leben, vor allem das des Mittelstands, in Zukunft entscheidend verändern wird.  Bei dem Unternehmen handelt es sich um den Fahrdienstleister Lyft, der sich mit seinem Konkurrenten Uber derzeit einen erbitterten Kampf um die Vorherrschaft auf dem US-Markt liefert. Beide sind Teil einer der wohl außergewöhnlichsten Branchen, die die Weltwirtschaft je hervorgebracht hat: der Sharing Economy.  Noch nie haben Unternehmen in so kurzer Zeit derart stark expandiert, den Weltmarkt so schnell erobert und ihren Gründern trotz enormer Verluste solche Gewinnchancen eröffnet wie diese auf Internetplattformen basierenden Vermittlerdienste.  Allerdings gibt es auch keine Branche, die ihre vermeintlichen Ideale in derartiger Weise ins Gegenteil verkehrt und sich die schlimmsten Auswüchse des gegenwärtigen Finanzsystems in solch geballter Form zu eigen gemacht hat. Angeblich ging es den Gründern darum, den Menschen und der Umwelt zuliebe Ressourcen zu schützen und vorhandene Güter – wie im Falle von Uber und Lyft das eigene Auto – und – im Falle von AirBnB die eigene Wohnung – zu „teilen“. Sharing Economy heißt ja nichts anderes als Ökonomie des Teilens.  Das allerdings stellt sich schon bei einem oberflächlichen Blick auf die drei größten US-Unternehmen der Branche als unmöglich heraus: Lyft und Uber verfügen über keine eigenen Mietautos und AirBnB über keine eigenen Apartments, könnten also auch bei bestem Willen gar nichts teilen.  Wie aber sieht ihr Geschäftsmodell dann aus? Schlicht und einfach folgendermaßen: Geteilt wird nicht das, was man selbst hat, sondern das, was andere besitzen – allerdings mit dem Ziel, sich selbst zu bereichern.  Grundlage der Sharing Economy sind das Internet und die moderne Kommunikations-Technologie. Sie dienen als Plattform für Vermittlungsdienste. Uber und Lyft vermitteln Fahrdienste, AirBnB vermittelt Wohnraum. Andere Plattformen vermitteln Kredite, Haushaltshilfen, Handwerker, Busfahrten, Hotelunterkünfte, Essenslieferungen und Liebesbeziehungen – es gibt kaum noch einen Bereich, in dem nicht versucht wird, nach dem Prinzip der Sharing-Industrie Geld zu machen – und das mit weitreichenden Folgen.  Weil das Internet und die Kommunikations-Technologie keine Grenzen kennen, breiten sich Sharing-Unternehmen in kürzester Zeit international aus und beginnen in vielen Fällen schon bald nach ihrer Gründung, weltweit zu agieren. Ihr Wachstumspotenzial führt dazu, dass Großinvestoren wie Hedgefonds oder Staatsfonds mit Milliardenbeträgen in das Geschäft einsteigen und ihm extrem rücksichtslose und aggressive Methoden aufzwingen. Sie verlegen die Firmensitze in Steueroasen, rationalisieren, wo es nur geht, und streichen das Personal drastisch zusammen. Da sie mit denen, an deren Arbeit sie verdienen, keine Arbeitsverträge abschließen, sondern ihnen gegenüber nur als Vermittler auftreten, umgehen sie – ganz legal – bestehende Arbeitsgesetze: Sie brauchen keine Tariflöhne zu zahlen, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu leisten und keine Kündigungsfristen einzuhalten. Dafür verlangen sie höchstmögliche Flexibilität, fördern die Scheinselbständigkeit und verwandeln die einzelne Arbeitskraft zu einem jederzeit austauschbaren Rad in einem Getriebe, das nur einem Ziel dient: Das Sharing-Unternehmen zum Marktführer zu machen. Dem Erreichen dieses Ziels wird sogar über lange Zeit der Gewinn untergeordnet. Unter dem beschönigenden Slogan „Wachstum vor Profit“ wird knallhartes Preisdumping betrieben, um Konkurrenten auszuschalten und sich ganze Wirtschaftszweige zu unterwerfen. Der Fahrdienstleister Uber zum Beispiel hat in den Jahren 2016 und 2017 $ 7,5 Mrd. Verlust gemacht, weil er die eigenen Fahrten bezuschusst hat – nur um Konkurrenten in den Ruin zu treiben.  Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Sharing-Economy sind verheerend: Es entsteht eine riesige Schar von Abhängigen, die als Scheinselbständige und Subunternehmer der Willkür der Sharing-Unternehmen ausgesetzt sind. Mittelständische Betriebe werden rund um den Globus durch einen Preiskampf, in dem sie chancenlos sind, in die Enge getrieben und haben schlussendlich nur noch als Franchise-Nehmer eine Überlebenschance. Entziehen kann sich diesem Prozess kaum jemand, da Sharing-Unternehmen – wie die Verluste von Uber und Lyft zeigen – bereit sind, jahrelange extreme Durststrecken hinzunehmen, nur um am Ende ihr Maximalziel zu erreichen: Sich den globalen Markt zu unterwerfen, um dann die eigene Monopolstellung auszunutzen, die Preise in die Höhe zu treiben… und richtig abzukassieren.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Ernst Wolff
Ernst Wolff ist freier Journalist und Autor des Buches Finanz-Tsunami: Wie das globale Finanzsystem uns alle bedroht“.
Wolff, geboren 1950, aufgewachsen in Südostasien, Schulzeit in Deutschland, Studium in den USA. Der Journalist und Spiegel-Bestseller-Autor (»Weltmacht IWF«) beschäftigt sich seit vierzig Jahren mit der Wechselbeziehung von Politik und Wirtschaft. Sein Ziel ist es, die Mechanismen aufzudecken, mit denen die internationale Finanzelite die Kontrolle über entscheidende Bereiche unseres Lebens an sich gerissen hat: »Nur wer diese Mechanismen versteht und durchschaut, kann sich erfolgreich dagegen zur Wehr setzen.«