UN-Klimakonferenz
Kinder warnen: Unsere Zukunft steht auf dem Spiel!

Berlin – Jugendliche und Kinder aus aller Welt fordern im Vorfeld der UN-Klimakonferenz COP26, dass ihre Kinderrechte gewahrt werden und damit ihr Rechtsanspruch auf Klimaschutz von den politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern mit aller Konsequenz anerkannt wird. Zudem sollen fossile Brennstoffe weniger und grüne sowie erneuerbare Energien stärker genutzt werden. Die internationalen Staats- und Regierungschefinnen und -chefs müssen jetzt entschlossen handeln, damit die globale Erderwärmung auf 1,5-Grad begrenzt und die Generationengerechtigkeit gewährleistet wird. Diese Empfehlungen wurden von Kindern und Jugendlichen erarbeitet und sind in den Klimabericht von Save the Children „Born into the Climate Crisis: Why we must act now to secure children’s rights“ eingeflossen. Der Bericht verdeutlicht, dass Kinder, die im Jahr 2020 geboren wurden, im Durchschnitt fast siebenmal mehr Hitzewellen, fast dreimal mehr Überschwemmungen und Ernteausfälle, 2,6-mal mehr Dürren und doppelt so viele Waldbrände erleben müssen als Menschen mit einem Geburtsdatum sechzig Jahre zuvor. „Wir Kinder sind vielleicht keine Klimawissenschaftlerinnen oder Klimawissenschaftler, aber wir wissen etwas Wichtiges: Wir müssen jetzt handeln! Bevor es zu spät ist, sonst werden wir es bereuen. Die Verantwortlichen von heute tragen die Zukunft der Menschheit auf ihren Schultern – unsere Zukunft“, betont der 14-jährige Emanuel, der als Klimaaktivist und Mitglied eines Kinderklimarates in Norwegen aktiv ist. Die Klimakrise ist eine Kinderrechtskrise, argumentiert Save the Children. Wenn Länder mit hohem Einkommen und hohen Emissionen keine drastischen Maßnahmen ergreifen, um die Umweltverschmutzung zu reduzieren und die globale Erwärmung auf 1,5-Grad zu begrenzen, werden Kinder und zukünftige Generationen die dramatischen Auswirkungen der Klimakrise zu spüren bekommen. Nach Ansicht von Save the Children sollte das politische und wirtschaftliche Handeln daher von den Interessen der Kinder geleitet werden. „Jeden Tag hören wir von Kindern, mit denen wir arbeiten, dass die Politikerinnen und Politiker nicht genug tun, um den katastrophalen Klimawandel zu begrenzen. In Sambia befragten wir 1.200 Kinder, und 71 % der Befragten erwarten, dass sie wegen der Folgen der Klimakrise ein schlechteres Leben haben werden als ihre Eltern. Dabei haben Kinder ein Recht auf Zukunft, sie sollten keine Angst vor ihr haben müssen. Die Rechte der Kinder, so wie sie in der UN-Kinderrechtskonvention garantiert sind, müssen die Klimapolitik leiten, auch die der künftigen deutschen Bundesregierung“, sagt Martina Dase, Klimasprecherin von Save the Children Deutschland. Kinder, vor allem aus Ländern mit geringem Einkommen, haben am wenigsten zur Klimakrise beigetragen, werden aber weiterhin am meisten darunter leiden. Die besonders stark betroffenen Kinder haben jedoch nach wie vor am wenigsten Mitspracherecht und sind kaum in nationalen und internationalen Entscheidungsgremien vertreten. Die Staats- und Regierungschefinnen und -chefs müssen die Anliegen der Kinder anhören, auf sie eingehen und alles tun, um ihre Zukunft zu schützen. „Diese COP ist eine der letzten Gelegenheiten, den Klimanotstand unter Kontrolle zu bringen und die steigenden Temperaturen zu stabilisieren. Die COP26 wird entweder durch den Ehrgeiz und die Führung der Vertragspartner in Bezug auf drastische Klimaschutzmaßnahmen in die Geschichte eingehen – oder durch ihr Versagen, indem sie den Kindern nicht zugehört haben und ihre Zukunft zerstören“, sagt Yolande Wright, Globale Direktorin für Kinderarmut, Klima und Stadtentwicklung von Save the Children International. Empfehlungen der Kinder für die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger der UN-Klimakonferenz (Quelle: „Born into the Climate Crisis: Why we must act now to secure children’s rights„):
  • Kinder und ihre Stimmen müssen stets respektiert und in Entscheidungen zum Thema Klima einbezogen werden.
  • Die Kinderrechte müssen zu jeder Zeit anerkannt werden.
  • Regierungen sollten Gemeinden stärker dabei unterstützen, die Umweltverschmutzung und den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu reduzieren und dafür sorgen, dass grüne und erneuerbare Energiealternativen für alle Menschen zugänglich sind.
  • Die Entscheider müssen alle Informationen, die ihnen über den Klimawandel vorliegen, berücksichtigen.

Israel
Israelische Regierung will arabische Minderheit mit 8 Milliarden Euro fördern

Tel Aviv – Die israelische Regierung hat Mittel in Höhe von über Milliarden Euro bewilligt, um die sozioökonomischen Bedingungen für die arabische Minderheit des Landes zu verbessern, die seit langem über ihre Ausgrenzung klagt und derzeit von einer beispiellosen Verbrechenswelle heimgesucht wird. Der von der Regierung von Premierminister Nafatli Bennett am späten Sonntag genehmigte Plan sieht 30 Milliarden Schekel (etwa 8,07 Mrd. Euro) vor, die über fünf Jahre ausgegeben werden sollen, um „die Lücke im arabischen Sektor in den Bereichen Bildung, Soziales, Frauenbeschäftigung und vor allem im wirtschaftlich-kommunalen Bereich zu verringern“. Die Mittel würden unter anderem für die „Entwicklung der Beschäftigung, die Stärkung der Kommunen, die Verbesserung des Gesundheitswesens und die Förderung der Integration in Hightech- und Technologieberufe“ verwendet, so das Büro des Premierministers. Dabei sollen mehr als 375 Millionen Euro für die Förderung der Beschäftigung, darunter auch für den Ausbau von Sprachkursen, ausgegeben werden, damit eine „qualitative Integration“ in den Arbeitsmarkt gefördert werde. Auch die Betreuung in den Kindergärten soll ausgeweitet werden, um arabische Frauen zu veranlassen, zur Arbeit zu gehen, berichtet SNA unter Berufung auf eine Mitteilung auf der Webseite des Büros des Premierministers. Bennett, ein Rechtsnationalist, führt eine ideologisch uneinheitliche Acht-Parteien-Koalition an, die auf die Unterstützung der islamistischen Raam-Partei zählt, der ersten arabischen Partei, die in einer israelischen Regierung sitzt. Der Vorsitzende der Raam-Partei, Mansour Abbas, lobte den Finanzierungsplan in einem Facebook-Post und erklärte, ein solches Programm sei eine Bedingung für seine Zustimmung zur Unterstützung der Regierung Bennett gewesen. Abbas lobte auch einen separaten Plan in Höhe von 2,5 Milliarden Schekel, der am Sonntag verabschiedet wurde, um die steigende Kriminalität in der arabischen Gemeinschaft zu bekämpfen, in der in diesem Jahr bereits mehr als 100 Menschen ermordet wurden. „Unsere Gesellschaft verdient es, dass wir alles tun, was wir tun können, um unseren Söhnen und Töchtern Sicherheit zu bieten“, schrieb Abbas.  

NRW
Stamp erwartet keine Kursänderung unter NRW-Ministerpräsident Wüst

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Düsseldorf – Nach dem Rücktritt von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet blickt dessen Stellvertreter Joachim Stamp (FDP) optimistisch auf die zukünftige Zusammenarbeit der schwarz-gelben Koalition unter neuer Führung: „Ich erwarte mir die gleiche vertrauensvolle Zusammenarbeit auch mit Hendrik Wüst. Wir arbeiten seit Jahren sehr gut miteinander im Kabinett zusammen“, sagte Stamp im phoenix-Interview. Er äußerte sich zuversichtlich, dass Wüst bereits im ersten Wahlgang zum neuen Ministerpräsidenten gewählt werde: „Wir haben in fast viereinhalb Jahren keine einzige Abstimmung verloren, und das wird auch diesmal so sein“, so der FDP-Landesvorsitzende. Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat sein Ministerpräsidentenamt am Montagmorgen niedergelegt, um sein Mandat im neu gewählten Bundestag anzutreten. Zu Personalfragen und einer Verteilung der Ministerien in der möglichen Ampel-Koalition auf Bundesebene wollte sich der kommissarische Leiter der NRW-Regierung nicht äußern. Für ihn seien die inhaltlichen Fragen vorrangig: „Wie wir den menschengemachten Klimawandel entsprechend eindämmen können, so wie wir es uns vorgenommen haben, wie wir die Bildungspolitik umfassend voranbringen können, wie wir das Rentenproblem gemeinsam lösen. Und vor allem, wie wir bei der Digitalisierung so vorankommen, dass wir nicht international den Anschluss verlieren. Das sind enorme Herausforderungen. Und die kann man nur mit höchster Sachlichkeit und Präzision besprechen und nicht, indem irgendwelche Karrierepläne im Vordergrund stehen“, so Stamp.

Anwerbeabkommen
WDR-Schwerpunkt zu 60 Jahren deutsch-türkischer Einwanderungsgeschichte

Heute leben knapp drei Millionen Menschen mit eigener oder familiärer Einwanderungsgeschichte aus der Türkei in Deutschland, davon rund 950.000 in NRW. Was bewegt sie? Mit der Schwerpunktwoche ‚60 Jahre Hallo Almanya‘ zeigt der WDR, wie das im Herbst 1961 zwischen der Türkei und Deutschland geschlossene Vereinbarung immer noch Leben und Alltag der Türkei-stämmigen Deutschen prägt. Das am 30. Oktober 1961 zwischen der Türkei und Deutschland vereinbarte Anwerbeabkommen setzte den Startpunkt für zahlreiche Zuwandererbiografien, die heute ein fester Bestandteil der Einwanderungsgesellschaft geworden sind. Allein bis zum ‚Anwerbestopp‘ im Jahr 1973 kamen 867.000 sogenannte ‚Gastarbeiter‘ in die damalige Bundesrepublik und nach West-Berlin. Viele blieben, ihre Familien zogen nach, neue Freundschaften und neue Familien entstanden. Heute sind Menschen mit türkischer Zuwanderungsgeschichte in allen gesellschaftlichen Bereichen selbstverständlich vertreten, in Wirtschaft, Politik, Sport, Kunst und Kultur. Doch wie lebt es sich mit türkischen Wurzeln in Deutschland? Was bewegt die Türkei-stämmigen Deutschen? Wie gehen sie mit ihrer ganz persönlichen Lebensgeschichte um, die oft immer noch von dem vor 60 Jahren geschlossenen Abkommen geprägt wird. COSMO spricht dazu ab dem 25. Oktober mit Promis wie dem Musikproduzenten Mousse-T., Rapper Chefket oder Kabarettistin Idil Baydar, aber auch mit ganz normalen Türkeistämmigen Menschen. Die Gespräche mit den Promis gibt es im Radioprogramm von COSMO und auf Instagram. In der Videoreihe ‚Hallo Almanya‘ zeigen Menschen mit türkischen Wurzeln Dinge, die ihre Vorfahren mit nach Deutschland gebracht haben. Sie berichten, was sie bis heute damit verbinden und was diese Gegenstände mit ihrer Herkunft zu tun haben. Zum Beispiel verwendet ein türkischer Künstler für seine Werke alte Stoffe vom Marktstand seines Vaters. Eine Schauspielerin spricht über das alte Fischernetz ihres Vaters. Einige Filme der Reihe sind auf Deutsch, einige auf Türkisch. Zu sehen sind die Filme auf cosmoradio.de und auf dem Facebookprofil von Köln Radyosu, der türkischen Redaktion von COSMO. Aktuell setzt COSMO einen Musikschwerpunkt auf türkischen Rap. Aufwändig produzierte Audiobeiträge zeichnen unter anderem nach, wie in Berlin-Kreuzberg zum ersten Mal auf Türkisch gerappt wurde und wie die Kinder der Gastarbeiter durch den Hiphop eine kulturelle Stimme fanden. Im Ersten und der ARD Mediathek ist am 1. November die WDR/BR-Dokumentation ‚Auf nach Almanya‘ zu sehen (23.35 Uhr). Die Regisseurin Gülsel Özkan zeigt in ihrem Film, welche Auswirkungen die gesellschaftlichen Umbrüche in Deutschland auf die Migrantinnen und Migranten hatten, z.B. die Wirtschaftskrise, der spätere Anwerbestopp und die wechselnde wirtschaftliche und politische Situation in der Türkei. Der Film erzählt die Geschichte der Ankunft der Frauen und Männer aus der Türkei, ihre Veränderung, und wie sie unsere heutige Gesellschaft mit entwickeln und prägen. Das WDR Fernsehen nimmt mit vielen Lokalzeit-Sendungen das Thema regional in den Blick und sendet ausgewählte Spielfilme, die ab dem 31. Oktober auch in der ARD Mediathek verfügbar sind. WDR 5 sendet neben der aktuellen Berichterstattung unter anderem in ‚Neugier genügt‘ eine Reihe von Features, Beiträgen und Gesprächen zur Themenwoche, so zum Beispiel am 25. Oktober (10.00 – 12.00 Uhr) eine Redezeit mit Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) an der Universität Duisburg-Essen. Der Migrationsforscher, selbst als ‚Gastarbeiterkind‘ 1973 nach Berlin gekommen, erläutert Hintergründe und Bedeutung des Abkommens für die moderne deutsche Gesellschaft. Vom 24. bis 31. Oktober sendet WDR 3 einen Hörspielschwerpunkt zum Thema. Den Auftakt macht am 24. Oktober ‚Bitmemiş – Not finished yet‘ (WDR 2019). In dem von 19.04 – 20.00 Uhr gesendeten Hörspiel von Ralf Haarmann erzählen Drei junge Frauen der sogenannten ‚dritten Einwanderergeneration‘ von sich und ihren Großmüttern, die entgegen der landläufigen Meinung keine Anhängsel ihrer arbeitenden Männer waren, sondern – wie viele Türkinnen dieser Zeit – stark und absolut selbstständig. Zum Abschluss am 31. Oktober geht es ab 17.04 Uhr in ‚Güldens Schwester‘ (BR 2020) um die Lehrerin Fatma, die Zeugin eines schrecklichen Verbrechens wird und danach tief in ihre eigene Einwanderungsgeschichte eintaucht. Die Maus zum Hören begibt sich am 30.10. auf die Spur der sogenannten Kofferkinder: Oft arbeiteten in Deutschland damals beide Eltern ganztägig in der Fabrik oder im Bergbau. KiTa-Plätze gab es kaum, und die Gastarbeiter:innen hatten hier oft keine Vertrauten, die auf die Kinder aufpassen konnten. So wurden diese oft zu den Großeltern oder Verwandten in die Türkei zurückgeschickt. Sie hießen Kofferkinder, weil sie so oft ihre Koffer packen mussten. Die Maus zum Hören besucht außerdem eine Moschee in Istanbul, analysiert türkische Vornamen und beobachtet tanzende Derwische in Konya (Anatolien). Ausstrahlungstermine der Spielfilme im WDR Fernsehen zu ‚60 Jahre Hallo Almanya‘: 30.10.21
  • 8:15 Uhr: Zaun an Zaun mit Esther Schweins und Adnan Maral
Der spießige, türkischstämmige Bauleiter Kenan und seine Vermieterin, die chaotische Künstlerseele Lissi geraten ständig aneinander. Als ihr die Zwangsversteigerung droht, raufen sie sich zusammen und sie zieht sogar bei ihm ein.
  • 12:30 Uhr: Krüger aus Almanya mit Horst Krause, Anna Unterberger, Karim Günes
Bei der Komödie handelt sich um die Geschichte des Rentners Paul Krüger, der von seiner Enkelin zu ihrer Hochzeit mit ihrem türkischen Freund in die Türkei eingeladen wird und ihr diese ausreden will.
  • 22:30 Uhr: Einmal Hans mit scharfer Soße mit Idil Üner, Adnan Maral, Siir Eloglu
Multikulti-Komödie um eine junge Deutschtürkin, die schnell einen passenden Mann fürs Leben finden muss. Nach dem gleichnamigen Roman von Hatice Akyün.
  • 00:00 Uhr: Leberkäseland mit Neda Rahmanian, Murathan Muslu, Sascha Ö. Soydan
Untypische Integrationsgeschichte einer türkischen Zahnarztfamilie, die zwischen reaktionären Lehrern, spießigen Nachbarn und Schlagermusik den Leberkäse für sich entdecken und in Deutschland Fuß fassen. Die Geschichte beginnt in den 1960ern und begleitet die Familie über mehrere Jahrzehnte. 1.11.21
  • 10:45 Uhr: Der Hodscha und die Piepenkötter mit Anna Stieblich, Hilmi Sözer, Hasan Ali Mete.
Culture-Clash-Komödie nach dem gleichnamigen Roman von Birand Bingül. Ursel Piepenkötter, amtierende Bürgermeisterin von Lautringen, steht kurz davor, für ihre Partei in die kommende Bürgermeisterwahl zu ziehen. Doch die türkische Gemeinde der Stadt will endlich ihre neue Moschee bauen. Was deren Geistlichen, den neuen Hodscha, erfreut, bringt die Piepenkötter parteipolitisch enorm in die Bredouille. Es bleibt ihr nichts übrig, als die Pläne des Hodschas zu durchkreuzen. Doch dabei hat sie ihre Rechnung ohne Nuri Hodscha gemacht, der es mindestens genauso faustdick hinter den Ohren hat wie sie. Das Duell zweier hinterlistiger Dick- und Hitzköpfe nimmt seinen Lauf.
  • 21:45 Uhr: Türkisch für Anfänger mit Josefine Preuß, Elyas M’Barek und Anna Stieblich
Mit spritzigen Dialogen, einer Portion Frechheit und Unangepasstheit erzählt die Kinoadaption der TV-Serie ‚Türkisch für Anfänger‘, das Regiedebüt von Serienschöpfer Bora Dagtekin, die Geschichte der beiden Familien neu. Die Komödie über den Culture-Clash im unberührten Paradies zieht fröhlich und politisch unkorrekt Emanzipationsgedanken, Männlichkeitswahn und übertriebene Religiosität durch den Kakao und macht dabei vor keinem Klischee und Vorurteil halt. Der erfolgreichste deutsche Kinofilm im ersten Halbjahr 2012.
  • 23:30 Uhr: Shirins Hochzeit mit Ayten Erten, Jürgen Prochnow, Aras Ören
Einer der ersten aus türkischer Sicht erzählten deutschen Spielfilme, der das Leben der jungen Türkin Shirin darstellt. Sie ist bereits als Kind Mahmut versprochen. Eines Tages wirft ihr Vater mit einem Stein nach dem Verwalter, für den sie arbeiten, und wird verhaftet. Die Erstsendung des Spielfilms Shirins Hochzeit im WDR-Fernsehen löste massive Proteste rechtsextremistischer Kreise in der Türkei aus und führte auch zu einer kleinen Protestkundgebung türkischer Nationalisten vor dem WDR-Funkhaus in Köln. Ayten Erten, die Darstellerin der Shirin, wurde massiv bedroht und ihre Schauspielkarriere war nach dem Film quasi beendet. Seit den 80er Jahren ist kaum mehr etwas über sie bekannt.

Zum Thema

– Anwerbeabkommen – Themenabend: „Von Türken zu Almans“

Am 30. Oktober 1961 schlossen die Bundesrepublik Deutschland und die Türkei ein Anwerbeabkommen. 60 Jahre später blickt 3sat mit „3satThema: Fremde oder Freunde?“ am Mittwoch, 20. Oktober 2021, ab 20.15 Uhr in drei aktuellen Dokumentationen auf Geschichte und Gegenwart.

Themenabend: „Von Türken zu Almans“

Fall Kavala
Kommentar: „Die Türkei gab diesen Botschaften ihr Gesicht zurück“

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Die unmittelbare Androhung des türkischen Präsidenten Erdogan, zehn westliche Botschafter aus dem Land zu werfen, hat die westlichen Regierungen veranlasst sich der Einhaltung von Artikel 41 des Wiener Übereinkommens über diplomatische Beziehungen zu verpflichten. Ziehen wir Resümee: Am 18. Oktober, noch vor der Gerichtsverhandlung zur Untersuchungshaft von Osman Kavala, forderten zehn westliche Botschaften der Türkei auf sozialen Netzwerken die Freilassung von Osman Kavala. In einem gesondert aufgeführten Appell bezogen sich die Botschaften von Dänemark, Deutschland, Frankreich, Neuseeland, Kanada, Finnland, Schweden, Norwegen und den Vereinigten Staaten, dabei auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Staatspräsident Erdogan erklärte daraufhin am vergangenen Freitag, er werde das türkische Außenministerium anweisen, die am Appell beteiligten Botschafter als Persona non grata aus dem Land haben zu wollen. Am Montag erklärten die Botschaften der USA, Kanadas und der Niederlande öffentlich, sich der Einhaltung von Artikel 41 des Wiener Übereinkommens über diplomatische Beziehungen zu verpflichten. Was ist passiert? Die westlichen Regierungen hatten mit ihrem Bluff kein Erfolg, weil sie die Türkei, mit ihrer jahrhundertealten Tradition in der Diplomatie, nicht mit eingerechnet hatten. Man erhoffte sich, dass die Türkei über diese öffentliche Aufforderung der Botschaften einfach hinweg sieht und klein beigibt, ohne dass der Bluff von versierten Fachleuten bemerkt wird. Falsch gedacht!
(Screenshot/Twitter)
Als Diplomat einer anerkannten souveränen Nation muss man sich an internationales wie auch an nationales Recht halten. Man kann ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR), die über ein Verfahren entschied, die in der Türkei gegen Osman Kavala zwischen Oktober 2017 und Februar 2020 (endete mit einem Freispruch) geführt wurde, nicht auf ein neues strafrechtliches Verfahren anwenden, die seit Ende Februar 2020 bis heute andauert. Salopp gesagt: Man kann nicht mit einem Widerspruch gegen einen Strafzettel, noch einen weiteren Strafzettel anfechten. Genau das haben die zehn Botschafter aber getan. Und das war mehr als hirnrissig, geradezu peinlich!

Türkei: Botschaften machen einen Schritt zurück


In den westlichen Staaten können Lokalpolitiker, Parlamentarier, ja sogar Regierungsvertreter diese Feinheiten des Rechts übergehen und damit quasi das eigene Volk volltrunken machen und Druck auf ein anderes Land ausüben. Aber in der Diplomatie stößt man mit solchen Halbwahrheiten und Lügen auf Granit, verliert dabei mitunter Zähne. Die Botschaften, die sich nun seit Montag zur Einhaltung von Artikel 41 des Wiener Übereinkommens über diplomatische Beziehungen verpflichten, dürfen nun als Gast weiterhin die Gastfreundschaft der Türkei genießen, weil die türkische Diplomatie diesen BotschafterInnen die Gelegenheit und Möglichkeit gab, sich von ihrem Fehltritt zu distanzieren. Ein einfaches, „ich gelobe es nicht mehr zu tun“, reichte da vollkommen aus. Nichtsdestotrotz muss man als Betrachter feststellen, dass die BotschafterInnen dieser westlichen Staaten kein Rückgrat oder Stolz besitzen. Bei so einer öffentlichen Schelte hätten die meisten längst die Koffer gepackt und hätten sich erst gar nicht auf weitere Geplänkel eingelassen. Aber das ist nun mal Diplomatie, wo das Gesicht wahren zur Grunddisziplin gehört. Die Türkei gab diesen Botschaften wohlwollend ihr Gesicht und Leumund zurück. Hoffenlich merken Sie sich das fürs nächste mal!
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Zum Thema

– AfD-Obmann Petr Bystron – Fall Osman Kavala: AfD kritisiert deutschen Botschafter

In der vergangenen Woche hatten die Botschafter einiger Länder, darunter auch Deutschland, in der Türkei die Freilassung des inhaftierten Unternehmers Osman Kavala gefordert.

Fall Osman Kavala: AfD kritisiert deutschen Botschafter

AfD-Obmann Petr Bystron
Fall Osman Kavala: AfD kritisiert deutschen Botschafter

Berlin – In der vergangenen Woche hatten die Botschafter einiger Länder, darunter auch Deutschland, in der Türkei die Freilassung des inhaftierten Unternehmers Osman Kavala gefordert. Unter Berufung auf Artikel 41 des Wiener Übereinkommens über diplomatische Beziehungen vom 18. April 1961, forderte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan daraufhin am Samstag eine Ausweisung der Diplomaten. Darin heißt es, dass der Botschafter und Mitglieder des diplomatischen Personals die Gesetze und Rechtsvorschriften des Landes zu beachten haben. Sie verpflichten sich ferner, sich nicht in dessen innere Angelegenheiten einzumischen. Auch die AfD hat das Verhalten der Botschafter kritisiert. Der Obmann der AfD-Bundestagsfraktion im Auswärtigen Ausschuss, Petr Bystron, sprach von „Polit-Aktivismus statt Diplomatie„. Erdogan habe „die Reißleine wegen der Einmischung in innere Angelegenheiten seines Landes“ gezogen. Bystron:
Die Freilassung von zu Unrecht gefangener Personen aus der Haft anzustreben, ist ein löbliches Ziel. Wenn es bei dieser Aktion wirklich um die Freilassung von Osman Kavala gegangen wäre, hätte es diplomatische Kanäle gegeben, um diese zu forcieren. Doch das Auswärtige Amt betrieb wieder nur Schaufenster-Politik und Polit-Aktivismus statt Diplomatie. Das ist seit vier Jahren das Kennzeichen der Amtsführung von Heiko Maas. Unter seiner Ägide wurde jedes Jahr ein deutscher Diplomat aus dem jeweiligen Gastland ausgewiesen – stets wegen Einmischung in innere Angelegenheiten. Diplomaten haben sich nicht in laufende Prozesse in ihren Gastländern einzumischen. Mit seinem Aktionismus überschritt der deutsche Botschafter Jürgen Schulz eine rote Linie, die das Gastland und seine staatlichen Organe brüskierte. Mit solchen Einmischungen erreichen Berlin und Brüssel nur eine weitere Verschlechterung des Verhältnisses zur Türkei. Das ist nicht im Interesse unseres Landes. Die Frage drängt sich auf, ob die Eskalation gewollt war, oder ob es sich nur um einen weiteren Dilettantismus des SPD-geführten Ministeriums unter der Führung des schlechtesten Außenministers aller Zeiten handelt.

Zum Thema

– Fall Kavala – Türkei: Botschaften machen einen Schritt zurück

Die Botschafter der USA, Kanadas und der Niederlande in der Türkei haben im Fall Osman Kavala angekündigt, sich an Art. 41 des Wiener Übereinkommens zu halten, der zur Einhaltung der Gesetze des Gastlandes verpflichtet.

Türkei: Botschaften machen einen Schritt zurück

Fall Kavala
Türkei: Botschaften machen einen Schritt zurück

Ankara – Die Botschafter der USA, Kanadas und der Niederlande in der Türkei haben im Fall Osman Kavala angekündigt, sich an Art. 41 des Wiener Übereinkommens zu halten, der zur Einhaltung der Gesetze des Gastlandes verpflichtet. Wie TRT Deutsch unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld des Präsidente weiter berichtet, begrüße der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Ankündigung der Botschaften zur Einhaltung von Artikel 41 des Wiener Übereinkommens über diplomatische Beziehungen. Darin heißt es, dass der Botschafter und Mitglieder des diplomatischen Personals die Gesetze und Rechtsvorschriften des Landes zu beachten haben. Sie verpflichten sich ferner, sich nicht in dessen innere Angelegenheiten einzumischen.

Zum Thema

– Meinung – Kommmentar: Was hat Osman Kavala, was Julian Assange nicht hat? Zwei inzwischen international bekannte Haftinsassen sorgen seit Wochen regelmäßig für Schlagzeilen. Jetzt aber überschlagen sich die Ereignisse um den Kulturmäzen Osman Kavala und Wikileaks-Gründer Julian Assange.
Kommmentar: Was hat Osman Kavala, was Julian Assange nicht hat?

Trading
Drei Crypto Trading Strategien für Anfänger

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Es gibt unzählige Möglichkeiten, vom Handel mit Kryptowährungen zu profitieren. Handelsstrategien helfen Anfängern wie Profis dabei, ihre Techniken in einem konsistenten Rahmen zu organisieren und immer wieder anwenden zu können. Die Techniken können so kontinuierlich verbessert und überwacht werden und werden so schließlich zur eigenen Strategie. Anfänger profitieren zudem von vorgefertigten Strategien, die grundsätzlich sehr leicht anzuwenden sind und nach ausreichend Training an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können. Die beiden wichtigsten Aspekte, die bei der Entwicklung einer Handelsstrategie berücksichtigt werden müssen, sind die technische Analyse (TA) und die Fundamentalanalyse (FA). Bevor Anfänger sich eine passende Strategie suchen sollten sie sich also mit diesen beiden Faktoren auseinandersetzen, um verstehen zu können worauf welche Strategie basiert und wie sie funktioniert. Es gibt unzählige Strategien, die auch für den Handel mit Kryptowährungen verwendet werden können. Wir haben uns die drei beliebtesten Strategien für Anfänger genauer angesehen. Unser Bericht konzentriert sich hauptsächlich auf Strategien für Kryptowährungen. Diese können jedoch auch für andere Finanzanlagen wie Währungen, Aktien, Optionen oder Edelmetalle genutzt werden. Was ist eine Handelsstrategie? Die Strategien für das Crypto traden können als umfassender Ansatz für alle Kauf- und Verkaufsaktivitäten beschrieben werden. Die Strategie stellt einen Rahmen dar, der die wichtigsten Vorgehensweisen und Merkmale beim Handel festhält. Es gibt viele Strategie-„Vorlagen“, die von Tradern mit sammeln von Erfahrung angepasst werden können, sodass fast jeder Trader schlussendlich seine ganz eigene Strategie entwickelt hat. Der Handelsansatz kann zudem dazu beitragen, das Risiko von Verlusten zu minimieren, indem viele unnötige Schritte eliminiert werden. Eine Strategie ist grundsätzlich nicht zwingend erforderlich, um am Handel mit Kryptowährungen oder anderen Vermögenswerten teilzunehmen, kann aber schwerwiegende Verluste vermeiden. Oft passieren unerwartete Dinge, die den Markt beeinflussen, wer dann nicht vorbereitet ist und eine Strategie hat, die in jedem Fall greift, handelt schnell emotional und verliert viel Geld. Mit anderen Worten, mit einer Trading-Strategie ist jeder Trader auf alle möglichen Ereignisse vorbereitet und kann überlegt handeln. Emotionale und impulsive Entscheidungen können so eliminiert werden, denn diese erhöhen das Verlustrisiko extrem. Die Handelsstrategien Es gibt verschiedene Handelsstrategien, die für einen aktiven oder passiven Handel geeignet sind. In diesem Artikel werden aktive Handelsstrategien vorgestellt, die für Anfänger und fortgeschrittene Trader geeignet sind. Die aktiven Strategien erfordern mehr Zeitinvestment und Aufmerksamkeit, da sie eine häufigere Überwachung und Portfoliomanagement benötigen als passive Strategien. Swing-Trading-Strategie Beim Swing Trading handelt es sich um eine Strategie, die für den kurzfristigen und längerfristigen Handel gedacht ist. Die Positionen werden länger als einen Tag gehalten, aber maximal einen Monat. Viele Strategie-Anwender beschränken sich beim Halten der Positionen auf maximal eine Woche. In gewisser Weise kann Swing Trading als das Zwischenmaß von Daytrading und Trend-Trading verstanden werden. Beim Daytrading werden Positionen am selben Tag gekauft und verkauft. Die Trend Trading Strategie wird im Folgenden erläutert. Swing-Trader versuchen grundsätzlich, die sogenannten Volatilitätswellen (Swings) auszunutzen, die sich gern über mehrere Tage oder Wochen hinziehen. Swing-Trader können eine Kombination aus technischen und fundamentalen Faktoren nutzen, um ihre Handelsideen umzusetzen. Es ist bei dieser Strategie möglich, dass Geduld gefragt ist, da es länger dauern kann, bis grundlegende Veränderungen reproduziert werden. Swing Trading ist möglicherweise die am besten geeignete aktive Handelsstrategie für Anfänger. Ein wesentlicher Vorteil des Swing-Tradings besteht darin, dass die Swings eine gewisse Zeit benötigen, um klare Signale zu geben und dennoch sind sie kurz genug, sodass es nicht allzu schwierig ist, den Überblick zu behalten. Dies gibt Tradern ausreichend Zeit, um über ihre Entscheidungen nachzudenken. In den meisten Fällen haben sie genügend Zeit, um auf die Entwicklung des Handels zu reagieren. Beim Swing Trading können Entscheidungen relativ „langsam“ und rational getroffen werden. Trend-Trading-Strategie Die Trend Trading Strategie, auch als Positionshandel bekannt, ist eine Handelsstrategie, bei der die Trades über einen längeren Zeitraum gehalten werden. Im Normalfall halten Trend-Trader die Positionen einige Monate. Wie der Name dieser Strategie bereits erahnen lässt versuchen die Trader die Informationen zu nutzen, die sie zum Beispiel auf bekannten Portalen wie Coinmarketcap finden. Ein großer Vorteil dieser Strategie, Trend-Trader können in einem Aufwärtstrend eine Long-Position eingehen und in einem Abwärtstrend eine Short-Position und somit sowohl bei steigenden als auch fallenden Kursen Profit machen. Bei der Trend-Strategie wird davon ausgegangen, dass sich der Basiswert weiterhin in Trendrichtung bewegt. Allerdings müssen Trend-Trader auch die Möglichkeit einer Trendumkehr berücksichtigen. Die Trader können gleitende Durchschnitte, Trendlinien und andere technische Indikatoren nutzen, um zu versuchen, ihre Erfolgsquote zu erhöhen und finanzielle Risiken zu mindern. Trend-Trading kann perfekt für Anfänger sein, wenn sie sich ausgiebig mit der Strategie und den Analyse-Tools auseinandersetzen und ihr Wissen erweitern. Scalp-Trading-Strategie Bei der Scalp-Trading-Strategie handelt es sich um eine der schnellsten Handelsstrategien, die es gibt. Trader versuchen bei dieser Strategie kleinste Kursbewegungen und Trends auszunutzen, um Gewinn zu machen. Es ist eine Strategie, bei der sich die Trader darauf konzentrieren, immer wieder kleine Bewegungen auszunutzen. Scalp-Trader wollen die Positionen nicht lange halten, sondern schnell wieder verkaufen, um die nächste Bewegung zu erwischen. Es ist durchaus üblich, dass Scalp-Trader Positionen innerhalb von Sekunden öffnen und schließen. Aus diesem Grund wird Scalp-Trading oft mit dem Hochfrequenzhandel (HFT) in Verbindung gebracht. Diese Strategie kann besonders lukrative sein, wenn ein Trader auf eine Marktineffizienz stößt, die immer wieder vorkommt und die er ausnutzen kann. Jedes Mal, wenn es passiert, kann der Händler kleine Gewinne erzielen, die sich im Laufe der Zeit summieren. Scalp-Trading eignet sich im Allgemeinen hervorragend für liquide Märkte, bei denen das Ein- und Aussteigen von Positionen relativ reibungslos und vorhersehbar ist. Scalp-Trading ist eine fortgeschrittene Handelsstrategie, die aufgrund ihrer Komplexität nicht für absolute Anfänger empfohlen wird. Die Strategie erfordert auch ein tieferes Verständnis der Mechanik von Märkten. Wer die Scalp-Strategie anwenden möchte, sollte sich zuerst einmal auf einem Demo-Konto ausprobieren und trainieren.

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Der aus San Francisco stammende Online-Spiele-Anbieter Zynga („Farmville“) hat für 1,8 Milliarden US-Dollar den türkischen Handyspiele-Entwickler Peak aus Istanbul übernommen.

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Türkei
Microsoft-Gründer Bill Gates besucht mit seiner Yacht Bodrum

Bodrum – Microsoft-Gründer Bill Gates kann offenbar nicht genug von den unberührten Küsten der Türkei bekommen. Am Sonntag tauchte der Microsoft-Gründer und einer der reichsten Männer der Welt bei seinem zweiten Besuch in der Türkei innerhalb von vier Monaten mit seiner 107- Meter-Yacht „Lara“ in Bodrum auf. Dort besichtigte er Medienberichten zufolge die Burg und das Bodrum-Museum für Unterwasserarchäologie. Die „Lana“, ein 107 Meter und 16 Meter breites langes maritimes Wunderwerk, das acht Kabinen mit eigenem Bad und sieben VIP-Kabinen sowie einen großen Pool und ein türkisches Bad bietet, hatte Anfang der Woche vor Kuşadası, einem weiteren beliebten Urlaubsort an der türkischen Westküste, vor Anker gelegen. Von dort aus reiste Gates zu den antiken Ruinen von Ephesus bei Izmir und zum naheliegenden Haus der Mutter Maria (türkisch Meryemana evi) Das Gebäude ist ein restauriertes byzantinisches Kirchen- oder Klostergebäude, das von Pilgern als zeitweiliger Wohnort und mögliches Sterbehaus Marias, der Mutter Jesu, betrachtet wird. Der Philanthrop besuchte das Haus zum ersten Mal bereits 2005
(Screenshot/MSN)

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Madonnas Ex-Ehemann, renommierter britischer Regisseur und Filmproduzent Guy Ritchie (Snatch, Sherlock Holmes), schwärmt in einem Video über die Türkei.

Britischer Regisseur Guy Ritchie will „alle Filme“ in der Türkei drehen
     

Meinung
Kommmentar: Was hat Osman Kavala, was Julian Assange nicht hat?

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Zwei inzwischen international bekannte Haftinsassen sorgen seit Wochen regelmäßig für Schlagzeilen. Jetzt aber überschlagen sich die Ereignisse um den Kulturmäzen Osman Kavala und Wikileaks-Gründer Julian Assange. Im Berufungsverfahren um Julian Assange, der seit April 2019 im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in Einzelhaft einsitzt, kommt Bewegung hinein. Das Berufungsverfahren vor dem High Court findet nächste Woche am 27. und 28. Oktober statt. Dabei wird darüber entschieden, ob man der Berufungsklage der USA stattgibt oder ob die Entscheidung des Westminster Magistrates Court, Assange an die USA aufgrund der bis zu 175-jährigen Haftandrohung nicht auszuliefern, Bestand hat. Bis heute hat sich zum Fall Julian Assange kein einziger westlicher Botschafter, geschweige denn mit weiteren Botschaftern, je öffentlich geäußert oder nahm/nahmen an den Verfahren in London teil. Wieso das von Bedeutung ist, darauf komme ich noch! Am 18. Oktober wurde der Prozess um Osman Kavala fortgesetzt, der seit Oktober 2017 – mit einer Unterbrechung im Oktober 2020 – in Untersuchungshaft sitzt. Zahlreiche Prozessbeobachter, darunter Menschenrechtler, Journalisten sowie Botschafter von 10 westlichen Staaten waren wie immer erneut anwesend. Die Anwesenheit von zehn westlichen Botschaftern, darunter dem deutschen Botschafter Jürgen Schulz, führte an und für sich nicht zum Eklat, der heute die Schlagzeilen füllt. Es war der öffentliche Appell der zehn westliche Botschafter, der vor Prozessbeginn in sozialen Netzwerken über die botschaftseigenen Kanäle öffentlich gemacht wurde. Darin forderten die zehn Botschafter die Türkei in einem knackigen Einzeiler auf, den 64-jährigen Osman Kavala sofort freizulassen. Es war daher nur eine Frage der Zeit, wann die türkische Regierung auf diese massive Einmischung in innere Angelegenheiten reagiert. Wenige Tage später griff der türkische Präsident Erdogan Botschafter Jürgen Schulz und neun seiner Kollegen, darunter auch den Botschafter der USA und weiterer NATO-Verbündeter, erstmals an. Türkische Medien zitierten den Staatschef mit den Worten, die an die Botschafter gerichtet war: „Wer seid Ihr überhaupt? Steht Euch das denn zu, der Türkei eine Lektion zu erteilen?“ Am Freitag gab Präsident Erdogan laut Medienberichten dem türkischen Außenministerium die Anweisung, die zehn Botschafter zu „persona non grata“ zu erklären. Sprich, die Botschafter, die am 18. Oktober diesen Appell an die Türkei gerichtet haben, sind im Land unerwünscht. Ob dieses auch offiziell an die besagten Länder notifiziert wurde, ist nicht bekannt. Laut dem Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen [Artikel 9, Absatz 1] kann ein Empfangsstaat [hier die Türkei] dem Entsendestaat [hier den zehn Staaten] jederzeit ohne Angabe von Gründen mitteilen, dass der Botschafter oder ein Mitglied des diplomatischen Personals ihm nicht genehm ist. Wenn man in diesem Zusammenhang einen konkreten Bezug zu Osman Kavala herstellen will, kann im Übereinkommen der Artikel 41, Absatz 1 herangezogen werden. Darin heißt es, dass der Botschafter und Mitglieder des diplomatischen Personals die Gesetze und Rechtsvorschriften des Landes zu beachten haben. Sie verpflichten sich ferner, sich nicht in dessen innere Angelegenheiten einzumischen. Das heißt unterm Schlussstrich, dass die Türkei sich im Grunde gar nicht erst begründen muss, wenn sie ein Mitglied der Botschaft eines Landes zur persona non grata erklärt. Es ist schlichtweg ihr gutes Recht, eine Person nicht im Land haben zu wollen; weil einem die Nase nicht gefällt, der schlechte Ruf vorauseilt oder schlechte Manieren hat. Nach dieser öffentlichen Schelte durch Erdogan, müssten die Botschafter nun von alleine ihre Koffer packen, wenn sie denn Rückgrat besitzen. Schließlich hat Erdogan sie hinauskomplimentiert. Der Botschafter von Dänemark hatte zusammen mit KollegInnen aus Deutschland, Frankreich, Neuseeland, Kanada, Finnland, Schweden, Norwegen und den Vereinigten Staaten medienwirksam und öffentlich die sofortige Freilassung von Osman Kavala gefordert. Was hat nun Osman Kavala, was Julian Assange nicht hat? Was macht Osman Kavala so wertvoll als Julian Assange? Seit 2010 wurde Assange geradezu verfolgt, 2012 verschanzte er sich als politischer Flüchtling in Ecuadors Botschaft in London. Im April 2019 wurde Assange in der ecuadorianischen Botschaft von der britischen Polizei festgenommen und zu einer Haftstrafe von fünfzig Wochen verurteilt, da er sich durch seine Flucht in die Botschaft der Justiz entzogen habe. Die fünfzig Wochen sind längst vorüber, Assange ist seitdem aber weiterhin im Hochsicherheitsgefängnis! Kein westlicher Botschafter hat sich zur Inhaftierung von Assange geäußert. Kein westlicher Botschafter hat bis heute ein Appell an die Gerichte in London gerichtet, geschweige denn, war bei einer Verhandlung von Assange zugegen. Kein einziger westlicher Botschafter hat dabei öffentlich auf Menschenrechte gepocht, konnte sich bislang auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) oder einen Appell des Europaparlaments berufen. Man hat also die diplomatischen Geflogenheiten penibel eingehalten, ja sogar stillschweigen geübt. Wer von den 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie der USA, Kanada oder Neuseeland diesen Weg verlässt, um für einen Eklat zu sorgen, hat in der Diplomatie nichts zu suchen und kann seine Koffer packen. Übrigens ist es doch bemerkenswert, dass nur 10 Botschafter sich dazu hinreißen ließen, sich öffentlich in innere Angelegenheiten eines Landes einzumischen. Wieso hat man also keine Handhabe im Fall Julian Assange? Was hat Osman Kavala, was Julian Assange nicht hat? Kavala eignet sich sehr gut, um politisch Druck auf die Türkei auszuüben, die türkische Regierung zu destabilisieren, die türkische Justiz ins schlechte Licht zu rücken. Julian Assange wäre Zündstoff für die eigene westliche Zivilisation an sich. Diese Heuchelei ist unerträglich! Die Entscheidung, die zehn Botschafter zu persona non grata zu erklären, ist richtig. Denn, eine Forderung, ein Einknicken, schon werden die nächsten Forderungen gestellt, bis irgendwann vielleicht auch Abdullah Öcalan freigelassen wird. Atatürk hat diese Manöver der westlichen Länder von Anbeginn an verhindert und dem Grenzen gesetzt, um die Souveränität der Türkei sicherzustellen. Damals war es richtig, heute ist es umso wichtiger es richtig zu stellen!
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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