Gastkommentar
„Russland und Iran wollen Status quo in Syrien beibehalten“

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Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge

In der iranischen Hauptstadt Teheran kamen am vergangenen Dienstag der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, sein russischer Amtskollege Wladimir Putin und der iranische Präsident Ebrahim Raisi zum 7. trilateralen Gipfeltreffen im Astana-Format zusammen.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die aktuellen Entwicklungen in Syrien und der Kampf gegen terroristische Gruppierungen, insbesondere die PKK/YPG und Daesh/IS sowie der Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

Für Putin war es seit Beginn des Russland-Ukraine-Krieges das erste internationale Treffen, bei dem die Ukraine nicht direkt auf der Tagesordnung stand. Aus Sicht des iranischen Präsidenten Raisi war es ebenfalls ein neuer Aspekt, weil dieser nach seiner Wahl an einem Gipfeltreffen mit Schwerpunkt Syrien im Astana-Format teilnahm.

Moskau und Washington halten sich nicht an Syrien-Übereinkunft mit der Türkei

Im Laufe der Unterredungen verwiesen Russland und der Iran auf die territoriale Integrität und Souveränität Syriens, während Präsident Erdoğan mit einer deutlichen Botschaft an beide anwesenden Staatschefs und mit einem kleinen Seitenhieb an die USA gerichtet, auf Sicherheitsaspekte der Türkei hinwies.

Die militärische Option zu einer erneuten Intervention behält sich die Türkei vor, da bisherige schriftliche Vereinbarungen mit Russland und den USA keine Ergebnisse gebracht haben. Ankara hatte 2019 zunächst mit Washington und später mit Moskau eine Übereinkunft erzielt, wonach sich PKK/YPG-Milizen entlang der gesamten syrisch-türkischen Grenze um 30 km zurückziehen.

Bis heute haben sich weder die Vereinigten Staaten noch Russland an den unterschriebenen Vertrag gehalten. Ankara hat eine über 900 km lange Grenze zum Nachbarland Syrien, aus der immer wieder Angriffe und Anschläge auf Zivilisten und Armee-Einheiten aus den von der Terrororganisation PKK/YPG besetzten Gebieten Syriens durchgeführt werden.

Aus diesem Grund hatte die Türkei seit 2016 bereits mehrfach in Syrien militärisch gegen die PKK/YPG und Daesh/IS interveniert und sich dabei unter anderem auf das Adana-Abkommen von 1998 mit Damaskus berufen. Diesen Vertrag hatte die Türkei damals mit Syrien unterzeichnet, weil das Assad-Regime über Jahre die Extremistenorganisation PKK mit Finanzmitteln, Waffen und Logistik unterstützt hatte.

Terrororganisationen in Syrien bedrohen Sicherheit der Türkei

In dem gemeinsamen Abschluss-Kommuniqué der drei Staaten wird unter Punkt 3 auf die „Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Terrorismus in all seinen Ausprägungen und Erscheinungsformen“ hingewiesen und die Präsenz und Aktivitäten von Terrororganisationen in Syrien verurteilt.

Diese Verlautbarung ist zwar wichtig, aber wegen der seit Jahren anhaltenden Sicherheitsbedrohung der Türkei durch Terrororganisationen wie der PKK/YPG, SDF oder Daesh/IS in Syrien hilft es nicht in der Praxis, weil die Extremistenorganisation vor allem von den Vereinigten Staaten massiv mit Waffen aufrüstet, Terroristen ausgebildet und finanziell unterstützt.

Die Abschlusserklärung spricht sich ferner gegen die illegale Förderung und den Verkauf von syrischem Öl und Gas in den von der PKK/YPG besetzten Gebieten Syriens aus, das als Botschaft an die USA gerichtet ist, die dort militärische Spezialkräfte und Berater unterhalten.

Vereinbarungen zur syrischen Provinz Idlib sollen umgesetzt werden

Ein weiteres Thema war die Situation in der syrischen Grenzprovinz Idlib, wo mehrere Millionen Syrer leben und auf internationale Unterstützung angewiesen sind und Hilfslieferungen in die Provinz über die Türkei gelangten. Alle drei Staaten haben sich darauf verständigt, im Zusammenhang mit Idlib die Vereinbarungen vollständig umzusetzen.

Ankara hat seit dem Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges mehr als vier Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen, wo bereits mehr als 3,7 Millionen Syrer leben. Eine Zuspitzung der Situation in Idlib würde nicht nur für die Türkei eine dramatische Zuspitzung der Flüchtlingssituation bedeuten, sondern hätte möglicherweise auch Konsequenzen für Europa.

Russland und der Iran wollen Status quo in Syrien beibehalten

Sowohl Russland als auch der Iran sind an einer Beibehaltung des Status quo in Syrien interessiert und sprachen sich gegen eine Militäraktion Ankaras aus. Moskaus Hauptaugenmerk ist derzeit auf den Ukraine-Krieg gerichtet und eine weitere Front in Syrien wäre nicht im Interesse der russischen Regierung.

Für die Führung in Teheran haben die abgebrochenen Wiener Atomgespräche Vorrang vor der Situation in Syrien, gleichwohl der Iran dort das Regime in Damaskus mit Waffen und Milizen unterstützt. In den letzten Wochen hatten die USA und auch Israel eine Warnung an den Iran gerichtet, sollte es Anstrengungen unternehmen, um an den Besitz von Nuklearwaffen zu gelangen und mit militärischen Mitteln gedroht.

Auf der Top-Agenda der Türkei steht die Bekämpfung der Bedrohung durch Terrororganisationen

Für die Türkei hat die Bekämpfung der Bedrohung der eigenen Sicherheit durch Terrororganisationen an der Grenze zu Syrien und Irak oberste Priorität. Bei dem trilateralen Treffen und auch vor der Teheran-Konferenz hatte die Türkei erneut einen Abzug der PKK/YPG-Milizen an der syrisch-türkischen Grenze unmissverständlich zum Ausdruck gebracht und wenn diese Forderung nicht umgesetzt wird, eine Militärintervention nicht ausgeschlossen.

Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Türkei und Iran werden ausgebaut

Beim Gespräch zwischen Präsident Erdoğan und seinem iranischen Amtskollegen Raisi wurde eine Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Investitionen in den Ausbau des Straßen- und Schienennetzes, die Erhöhung des Handelsvolumens und eine Kooperation im Verteidigungssektor beschlossen. Der russische Präsident Putin bedankte sich beim türkischen Präsidenten Erdoğan für dessen Bemühungen zur Eröffnung eines Korridors, um die Ausfuhr von Getreide aus der Ukraine zu ermöglichen.

Erschienen auf TRT Deutsch


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Kemal Bölge, studierter Politologe und Historiker. Er schreibt als freier Autor für verschiedene Online-Publikationen. Seine Schwerpunkte sind die Außen- und Sicherheitspolitik, insbesondere die Beziehungen EU-Türkei, die zukünftige Struktur der NATO und die Außen- und Sicherheitspolitik der Türkei.  
 

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Russland hat den Raketenangriff auf die Hafenstadt Odessa eingeräumt. Als Grund nennt das Verteidigungsministerium die Zerstörung von US-Waffen.

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Sport
Fußball in Europa und Amerika

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Das für den Fußball genutzte Feld ist mindestens 100 Meter lang und fünfzig Meter breit. Es ist in zwei Hälften durch eine halbe Linie geteilt, die die Mitte der beiden Berührungslinien verbindet. Ein Kreis mit einem Radius von 10 Metern markiert den Mittelpunkt. Zudem gibt es Markierungen an den Ecken, dem Anstoßpunkt und dem Strafraum. Das Tor ist an beiden Enden in der Mitte. Europa Fußball ist die beliebteste Sportart in Europa. Viele Leute suchen dort die besten Wettbonus-Angebote. Es gibt verschiedene Ligen und Turniere auf dem gesamten Kontinent, darunter die Champions League und die Europa League. Die meisten Länder in Europa haben mehr als eine Profiliga. Die besten Spieler der Welt spielen in Europa. Die Barclays Premier League ist der berühmteste dieser Wettbewerbe. Die Europäische Union ist eine der ältesten Fußballregionen der Welt. Der Kontinent ist auch die Heimat einer Reihe von großen Fußballmannschaften. Nordamerika CONCACAF ist die Abkürzung für die Confederation of North, Central America and Caribbean Association Football. Dies ist einer von sechs Leitungsgremien des internationalen Spiels. Die CONCACAF ist die Heimat einiger der aufregendsten Fußballspiele der Welt. Es gibt zahlreiche Ligen und Pokalwettbewerbe in ganz Nordamerika. Es gibt ein paar Länder, die ihre eigenen Nationalmannschaften haben. Das schnelle Wachstum des nordamerikanischen Fußballs hat dazu geführt, dass in diesen Ländern eine konstante Einstellung von Weltklasse-Spielern zu verzeichnen war. Nordamerikanische Fußballmannschaften sind erfolgreich, weil ihre Spieler sich auf der Weltbühne beweisen wollen. Unabhängig von der Größe der nordamerikanischen Fußballindustrie wird erwartet, dass die Zukunft des Sports leidenschaftlich und weltweit führend sein wird. Die American Soccer League begann 1996 mit nur zehn Teams und ist auf vierundzwanzig Teams angewachsen. Der Ausbau der Liga wird das Angesicht des Sports in Nordamerika schärfen und Fernsehrechte sichern. Fußballfans werden diese Gelegenheit zu schätzen wissen, Fußball auf höchstem Niveau zu sehen und ein wettbewerbsfähiges Umfeld zu genießen. Südamerika Es gibt viele verschiedene Sportarten in Südamerika, aber die beliebteste Sportart ist zweifellos Fußball. Auch wird auf professionellem und Amateurniveau in der gesamten Region gespielt, was es zu einer ausgezeichneten Wahl für diejenigen macht, die einen intensiven Sport suchen. Es ist in Argentinien, Brasilien und Chile weit verbreitet und eine beliebte Sportart für Amateur- und Profispieler. In Südamerika wird Fußball auf fast jedem Feld des Landes gespielt. Viele erstklassige Fußballspieler kommen aus Südamerika, darunter Pelé und Diego Maradona. Diese beiden legendären südamerikanischen Spieler sind auf der ganzen Welt zu bekannten Namen geworden und machen ihrem Land sehr stolz auf seine Fußballstars. Das Spiel hat eine lange Geschichte in Südamerika und stammt von Einwanderern aus Europa. Diese Einwanderer waren maßgeblich an der Entstehung des Sports beteiligt und halfen bei der Eingliederung neuer Bevölkerungsgruppen.

Ukraine-Konflikt
Russland rückt von Türkei-Erklärung ab

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Moskau – In Istanbul war am Freitag ein Abkommen über die Ausfuhr von Millionen Tonnen ukrainischen Getreides unterzeichnet worden. Russland hatte in dem Abkommen zugesichert, die Schiffe über einen Seekorridor fahren zu lassen und nicht zu beschießen Nur einen Tag nach dem Abkommen wurde am Samstag die Hafenstadt Odessa bombardiert. Kiew machte Russland für den Angriff verantwortlich. „Gestern wurde der Export über den Seeweg vereinbart, und heute greifen die Russen den Hafen von Odessa an“, so Andrij Jermak, Chef des ukrainischen Präsidentenbüros. Der türkische Verteidigungsminister erklärte noch am selben Tag, dass Moskau mit dem Angriff nichts zu tun habe. „Die Russen haben uns gesagt, dass sie mit diesem Angriff nichts zu tun haben und dass sie die Angelegenheit sehr genau untersuchen“, hatte Hulusi Akar gestern versichert. Am Sonntag rückte der Kreml jedoch von dieser Darstellung ab. Wie die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, auf Telegram mitteilte, hat Russland bei dem Raketenangriff auf Odessa „militärische Infrastruktur“ zerstört. Dabei seien „hochpräzise“ Kalibr-Marschflugkörper eingesetzt worden. Damit sei ein Kriegsschiff der Ukraine und ein Lager mit mit von den USA gelieferten „Harpoon“-Raketen zerstört worden, so das Verteidigungsministerium in Moskau weiter. Welche Folgen der Angriff für das Getreideabkommen hat, ist noch unklar. Offenbar seien die Bereiche, in denen Getreide verladen werden kann und in denen das Getreide gelagert ist, nicht betroffen, berichtete die tagesschau.

Griechenland
Dr. Sadık Ahmet – der furchtlose Menschrechtsaktivist

von Kemal Bölge

Heute vor genau 27 Jahren, am 24. Juli 1995, starb Dr. Sadık Ahmet, der Menschenrechtsaktivist, Politiker und Chirurg aus Gümülcine/Komotini.

Er wurde am 7. Januar 1947 im Dorf Küçük Sirkeli (Ağra) bei Gümülcine in Nordostgriechenland geboren. Sein Vater gab ihm den Namen seines Vaters, der in der Ortschaft eine Mühle besaß und den Spitznamen „Müller“ (Değirmenci) trug. Ahmets Vater erzielte sein Einkommen über einen landwirtschaftlichen Betrieb und der Reparatur von Pferdewagenreifen. Nach der Grundschule besuchte Ahmet die Celal-Bayar-Gesamtschule, wo er auch seine Allgemeine Hochschulreife (Abitur) erlangte.

Türkische Identität wird nicht anerkannt

An den Universitäten von Ankara und Thessaloniki studierte er Medizin, dass er 1974 erfolgreich abschloss und war ab 1984 als Chirurg tätig. Neben seinem Beruf als Arzt widmete sich Ahmet den gesellschaftlichen Problemen der türkischen Minderheit im nordöstlichen Teil Griechenlands.

Ein wesentliches Merkmal dieser Problematik besteht darin, dass Athen sich weigert, die Ethnizität der Türken anzuerkennen und stattdessen den Begriff „griechische Muslime“ verwendet, obwohl diese Menschen sich als Türken muslimischen Glaubens betrachten.

In einer Unterschriftenaktion machte der charismatische Menschenrechtsanwalt und Politiker 1985 auf die Probleme der türkischen Minderheit aufmerksam, bei dem er schätzungsweise 15.000 Unterschriften sammelte. Für seinen unermüdlichen Einsatz der Grundrechte der türkischen Minderheit wurde er vor Gericht angeklagt und später zu 30 Monaten Gefängnis verurteilt.

Bei den griechischen Parlamentswahlen von 1989 wurde Ahmet als erster unabhängiger Abgeordneter der türkisch-muslimischen Minderheit ins Athener Parlament gewählt. Seine Wahl wurde jedoch später annulliert. Wegen einer Rede am 26. Januar 1990, wurde er wegen der Verwendung des Begriffs „Türken“ für die Minderheit in Westthrakien zu einer mehrmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt.

Dr. Sadık Ahmet: „Nur weil ich Türke bin, muss ich ins Gefängnis“

Vor Haftantritt erklärte Ahmet damals: „Nur weil ich Türke bin, muss ich ins Gefängnis. Wenn es strafbar ist, Türke zu sein, sage ich noch einmal, dass ich Türke bin und es auch bleiben werde.“

Der Anwalt für die Rechte und Freiheiten der türkischen Minderheit in Westthrakien

Durch eine Gesetzesänderung des Wahlrechts, wurde 1993 eine Drei-Prozent-Hürde für das griechische Parlament beschlossen, damit unter anderem unabhängige Kandidaten wie Sadık Ahmet nicht ins Parlament einziehen konnten. Zu seinen Charaktereigenschaften gehörte zweifellos seine Furchtlosigkeit.

Er setzte sich für die Rechte der türkischen Minderheit ein. Weil er sich unermüdlich für den Türkischunterricht für die Schülerinnen und Schüler der türkischen Minderheit einsetzte, die Identitäts- und Religionsfreiheit verteidigte, wurde Ahmet für die damalige griechische Regierung zu unbequem. Bei einem rätselhaften Verkehrsunfall im Dorf Susurköy/Sostis am 24. Juli 1995, der nie vollständig aufgeklärt werden konnte, kam Dr. Sadık Ahmet ums Leben.

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Türkische Regierung zeigt sich empört über die Schließung türkischer Minderheitsschulen in Westthrakien.

Türkei verurteilt Schließung türkischer Minderheitenschulen in Griechenland

Westthrakien
Türkei verurteilt Schließung türkischer Minderheitenschulen in Griechenland

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Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge

Die Türkische Regierung zeigt sich empört über die Schließung türkischer Minderheitsschulen in Westthrakien. Die Existenz von ethnischen Minderheiten wird in Griechenland systematisch geleugnet und gilt als ratio status (Staatsräson).

Der Beschluss des griechischen Bildungsministeriums und der Bildungsdirektion für Ost-Mazedonien/Thrakien zur Schließung von vier Grundschulen der türkisch-muslimischen Minderheit in Westthrakien, hat für scharfe Reaktionen der türkischen Regierung gesorgt.

Das türkische Außenministerium verurteilte die Schließung der Grundschulen, weil Athen wie jedes Jahr unter dem Vorwand von „Sparmaßnahmen“ und „rückläufiger Schülerzahlen“ Bildungseinrichtungen der türkischen Minderheit schließen lasse.

Mit Scheingründen hätten die dortigen Behörden in den letzten Jahren mehr als die Hälfte der Grundschulen der türkischen Minderheit in Westthrakien geschlossen. Die Umsetzung zur Schließung von Grundschulen der türkischen Minderheit werde unter dem Deckmantel der „vorübergehender Schließung“ praktiziert, was auf eine politische Systematik schließen lasse.

Schließung von Schulen der türkischen Minderheit verstößt gegen internationale Verträge

Tatsächlich verstößt die Schließung von Schulen der türkischen Minderheit gegen geltendes Recht in Griechenland, wie es Ozan Ahmetoğlu, Präsident der Türkischen Union von İskeçe/Xanthi, in einem Interview mit dem Nachrichtensender „CNN-Türk“ im August letzten Jahres formuliert hatte.

Durch den Vertrag von Lausanne hatten die Bildungseinrichtungen der türkischen Minderheit in Westthrakien einen Sonderstatus erhalten. In Anlehnung an die antiken Griechen bezeichnet sich Griechenland fortwährend als die „Wiege der Demokratie“, aber wenn es darum geht, internationale Abkommen umzusetzen und die Rechte von ethnischen Minderheiten anzuerkennen, ist Griechenland alles andere als demokratisch. Im Lausanner Vertrag ist der rechtliche Status der türkisch-muslimischen Minderheit eindeutig geregelt, aber Athen schert sich nicht darum.

Schutz von Minderheiten gehört zu den Grundwerten der EU

Die Europäische Union hat den Schutz von Minderheiten und die sprachliche Vielfalt im Vertrag von Lissabon zu den Grundwerten der EU erhoben, den auch Athen unterschrieben hat, aber in der Realität ist Griechenland das einzige Land in Europa, das ethnische Minderheit nicht anerkennt.

Die Existenz der türkisch-muslimischen Minderheit in Westthrakien wird in Griechenland systematisch geleugnet, deren Bevölkerungszahl auf 120.000 Personen beläuft und man spricht lieber von einer muslimischen Religionsgemeinschaft. Das gilt als Staatsräson in Griechenland. Vereine mit dem Namen „Türkisch“ wurden in Griechenland gerichtlich verboten, weil dort angeblich keine ethnischen Türken leben.

Verstoß gegen Vereinsfreiheit: Athen setzt seit 14 Jahren Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nicht um

Diesbezüglich hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) Griechenland 2008 in drei Verfahren wegen des Verstoßes gegen die Vereinsfreiheit nach Artikel 11 rechtskräftig verurteilt. Seit 14 Jahren weigert sich „die Wiege der Demokratie“ Urteile des EGMR umzusetzen, was gegen Artikel 46 Absatz 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention verstößt. Wer in der EU hat Athen jemals darauf aufmerksam gemacht, dass der Minderheitenschutz in den Mitgliedsstaaten zu den Kernwerten der EU gehört?

Ethnische Minderheiten in Griechenland, die es offiziell nicht geben darf

Nicht anders verhält sich Griechenland gegenüber der mazedonischen Minderheit, deren Zahl auf 40.000 Personen geschätzt wird. Nach offizieller griechischer Lesart gibt es keine mazedonische Minderheit, sondern slawisch-sprechende Griechen. Zu den weiteren Minderheiten in Griechenland gehören die Pomaken, ein ursprünglich petschenegisches Turkvolk, die albanische Minorität (Arvaniten und Tschamen), die Aromunen, die auch als Wlachen bezeichnet werden, sowie die Roma, die in der Alltagssprache abfällig als „Zigeuner“ bezeichnet werden.


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Gaming
Türkei als neuer Standort für Mobile Gaming?

Mobile Spiele haben in der Welt des Gamings vor allem in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Sie punkten durch ihre leichte Verfügbarkeit, denn mit dem Smartphone lassen sich die Spiele immer und überall starten. Dazu werden viele Apps kostenlos angeboten und können durch In-App-Käufe erweitert werden. Für die Hauptfunktionen der Spiele muss daher gar kein Geld ausgegeben werden. Immer mehr Entwickler fokussieren sich nun auf den Markt der mobilen Spiele und machen damit große Umsätze. Dazu zählen sowohl zahlreiche deutsche als auch türkische Unternehmen, die mit ihren Appspielen internationale Erfolge feiern. Nun sprechen Experten sogar davon, dass sich in der Türkei eine Art Silicon Valley der mobilen Spiele entwickeln könnte. Wir sehen uns die Zahlen einmal genauer an! Große Genrevielfalt im mobilen Gaming Mit den technologischen Fortschritten in der mobilen Elektronik ist es keine große Überraschung, dass sich auch Mobile Gaming rasant weiterentwickelt. Wurden früher vor allem simple Rätsel- und Gelegenheitsspiele auf dem Smartphone genutzt, so findet man jetzt deutlich komplexere Games mit HD-Grafiken für Android und iOS. Dabei haben sich ganz neue Genres im Mobile Gaming durchgesetzt, wie etwa MOBA, Strategiespiele oder Ego-Shooter. Sogar einige Disziplinen, die aus dem eSport bekannt sind, wurden mittlerweile durch eine mobile Version ergänzt. Titel wie League of Legends: Wild Rift von dem Entwickler Riot Games oder Call of Duty Mobile aus dem Hause Activision zeigen im Store von Google Play vor, wie gut das bei den Spielern ankommt. Dazu spielt der iGaming-Sektor eine immer größere Rolle für mobile User. Entwickler für Online-Casinos bringen am laufenden Band Slot mit innovativen Gameplays hervor. So findet man heute moderne Automaten wie Gonzo’s Quest Megaways auf Plattformen wie PokerStars Vegas, die bspw. auf eine wechselnde Anzahl an Gewinnlinien und zusätzlichen Bonusgames setzen. Gespielt werden können die Slots sowohl im mobilen Browser als auch in der App, die von der Plattform bereitgestellt wurde. Die Genrevielfalt ist groß und das Gaming auf mobilen Geräten wird immer ernstzunehmender. Das zeichnet sich auch an der Industrie ab, denn viele Entwickler widmen sich nun vollständiger der Produktion von Spieleapps. Türkei als Industriestandpunkt für Mobile Games Die Spielbranche ist in der Türkei enorm gewachsen und soll schon bald jährliche Umsätze in Milliardenhöhe erreichen. Rund die Hälfte davon wird nur mit mobilen Spielen gemacht. Einige große Studios führen die Bewegung an, dazu zählen die Entwickler von Good Job Games, Soner Kara und Fast Free Games. Alleine in der Türkei gibt es einen Markt von etwa 30 Millionen Spielern, natürlich sind die türkischen Apps auch über die Grenzen hinweg beliebt. Beliebte Games aus türkischen Studios sind z. B. das Mahjong-Puzzle Zen Match, das im Store Google Play über 10 Millionen Mal heruntergeladen wurde. Das türkische Rennspiel Traffic Racer zählt sogar unglaubliche 100 Millionen Downloads . Immer wieder hört man nun, dass sich in der Türkei ein Mekka für mobile Entwickler bilden könnte. Das ist nicht verwunderlich immerhin, findet man im Land tausende Game-Studios, die sich auf Smartphones und Tablets spezialisiert haben. Von den ca. 180.000 Publishern im Google Play Store stammen etwa 2.800 nur aus der Türkei – das sind rund 2 Prozent. Insgesamt findet man derzeit fast 10.000 türkische Spieleapps auf der Plattform. Auch an Hand der Bewertungen sieht man, dass die Entwickler in der Türkei die Nase vorne haben. Mit einem durchschnittlichen Rating von 3,98 von 5 Sternen liegen sie etwas über dem allgemeinen Durchschnitt von 3,92. Das mag zwar nicht nach viel klingen, beweist jedoch, auf welchen Niveau in der Türkei produziert wird. Die meisten Umsätze werden mit Werbeeinschaltungen in den Spielen gemacht, an zweiter Stelle kommen In-App-Käufe. Bezahlte Spiele findet man nur wenige aus türkischer Hand und so werden nur etwa 3% das jährlichen Umsatzes mit App-Käufen gemacht. Die mobile Spielebranche in der Türkei wächst und gedeiht derzeit hervorragend. Tausende Studios produzieren Apps am laufenden Band und liefern eine Qualität, die am internationalen Markt problemlos standhalten kann. Sogar für internationale Firmen soll der Standort interessant geworden sein, wodurch die Branche weiterwächst. Damit könnte sich im Land schon bald ein Silicon Valley der Mobile Games bilden.  

Finanzen
Online-Know-how für mehr Sichtbarkeit bei der Kundenakquise

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Eine steigende Inflationsrate, schlechte Aussichten bei der Rente und die wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie: In Krisenzeiten wie diesen steigt die Nachfrage nach kompetenter Vermögensberatung.

Wer als Finanzberaterin oder Finanzberater diesen Trend langfristig für seine Akquise nutzen will, muss online am Ball bleiben. Mit ein paar Tipps ist das gar nicht so schwer.

Auf einschlägigen Online-Portalen präsent sein

Wer für seine Vermögensbildung einen Experten sucht, hat sich in der Vergangenheit oft auf Empfehlungen aus dem Familien- oder Freundeskreis verlassen. Diese persönlichen Tipps können für die Kunden gut funktionieren, allerdings haben Finanzberater auf diese Art von Empfehlung bestenfalls durch ihre gute Beratungsleistung indirekten Einfluss.

Digitale Bewertungsportale wie WhoFinance.de erweitern dagegen die Möglichkeiten zur Kundengewinnung ungemein: Hier haben Finanzexperten die Möglichkeit, sich und ihre Dienstleistung dauerhaft zu präsentieren. Gleichzeitig bewerten Kunden auf der unabhängigen Plattform die Beratungsdienstleistung ihrer Beraterin oder ihres Beraters. Jede Bewertung wird dabei vom Anbieter intern überprüft, das ganze Verfahren sorgt bei allen Beteiligten für mehr Transparenz.

Ein weiterer Vorteil für Finanzberater ist die regionale Sichtbarkeit, die ihnen die Plattform bietet. Potenzielle Klienten müssen auf der Startseite nur ihre Postleitzahl eingeben, und schon werden ihnen Finanzexperten in ihrer Region vorgestellt, mitsamt ihren Bewertungen.

Ein gutes Beispiel für die Funktionalität des Portals ist die WhoFinance-Seite der tecis Finanzdienstleistungen AG. Die tecis-Beraterinnen und -Berater kommen in der Gesamtbewertung auf 4,9 von 5 Sternen. Zu den Bewertungskriterien gehören unter anderem das Angebot, die Kommunikation sowie die Servicequalität der Berater. Insgesamt geben die Finanzexperten von tecis dabei eine gute Figur ab: Von insgesamt 707 Kunden haben 619 mit 5 Sternen eine Höchstbewertung für ihren tecis-Berater abgegeben (Stand Juli 2022).

Die eigene Website pflegen

Der eigene Auftritt im Netz ist heutzutage Pflicht. Das gilt für Finanzberater ebenso wie für alle anderen, die ihre Produkte und Dienstleistungen verkaufen wollen. Wer digital affin ist, kann mit etwas Know-how seine Seite selbst erstellen und pflegen, ohne einen Dienstleister dafür beschäftigen zu müssen.

Dabei ist allerdings wichtig, dass die Infos über die eigene Beratungsleistung möglichst SEO-konform sind. Das heißt: Wer mithilfe von Keyword-Analysen und anderen SEO-Tools seinen Internetauftritt optimiert, erhöht mittel- und langfristig seine Chancen auf bessere Sichtbarkeit im Netz. Auf diese Weise gelangt die Website auf die ersten Plätze der Suchmaschinenergebnisse von Finanzkunden, die nach Beratern suchen.

Allerdings braucht es einiges an Geduld, bis sich dieser Effekt einstellt – und gegebenenfalls einen Experten, der die Berater-Website mit professionellen SEO-Maßnahmen kontinuierlich optimiert.

Social-Media-Kanäle nutzen

Jedes Unternehmen muss heute in den sozialen Netzwerken präsent sein, um gerade junge Zielgruppen zu erreichen. Dienstleister im Finanzsektor machen da keine Ausnahme. Wer auf Facebook mit den geeigneten Finanzthemen auf sich aufmerksam macht, gewinnt bei der digitalaffinen Generation Z garantiert an Aufmerksamkeit. Zudem können Beraterinnen und Berater mit fachlich interessanten Beiträgen auf LinkedIn von sich reden machen.

Wer sich mit Bewegtbildern profilieren möchte, kann für den eigenen YouTube-Kanal Videos erstellen, die sich um aktuelle Themen wie die Inflation, Bitcoins oder nachhaltige Fonds drehen. Die Zuschauer nehmen dabei nicht nur den Informationsmehrwert mit, sondern registrieren auch die Kompetenz der YouTube-Finanzberater.

Selbst wer sich nicht unbedingt vor einer Kamera wiederfinden möchte, kann im Netz mit seinem Fachwissen glänzen – mithilfe eines Podcasts. Bereits jetzt gibt es zahlreiche Finanzdienstleister, die sich mit regelmäßig erscheinenden Hörbeiträgen über Aktien, Altersvorsorge, Fonds oder Immobilien bei potenziellen Kunden profilieren.


Die hier zur Verfügung gestellten Informationen sind keine Anlage- oder Finanzberatung. NEX24 gibt keine Kauf- und Verkaufsempfehlungen. Bitte betreiben Sie eigene Nachforschungen und suche professionellen finanziellen Rat bevor Sie eine Investmententscheidung treffen.

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Verträge für Getreidelieferungen aus Ukraine in Istanbul unterzeichnet

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Istanbul – Bei den unter Vermittlung der Türkei durchgeführten Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland zu Getreidelieferungen über das Schwarze Meer ist ein Durchbruch erzielt worden. Wegen dem Russland-Ukraine-Krieg ist die Ausfuhr von rund 25 Millionen Getreide blockiert. Zur Vertragsunterzeichnung landete heute Mittag eine russische Sondermaschine auf dem Istanbuler Flughafen. An Bord war eine Delegation unter Vorsitz des russischen Verteidigungsministers Sergej Schoigu.
Im Beisein von UN-Generalsekretär Antonio Guterres und des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan unterzeichneten heute die Delegationen Russlands und der Ukraine im Dolmabahce-Palast in Istanbul die Verträge für die Getreidelieferungen.
UN leitet Koordinierungszentrum in Istanbul 
Nach Angaben des türkischen Verteidigungsministers Hulusi Akar sei in “technischen und taktischen Fragen” eine Einigung erzielt worden. Hierzu gehöre ein gemeinsames Koordinierungszentrum in Istanbul sowie gemeinsame Kontrollen in den Abfahrts- und Zielhäfen. Auf der Schifffahrtsroute sei die Sicherheit der Schiffe gewährleistet.
Wie die Tagesschau unter Berufung auf die Nachrichtenagentur dpa berichtet, soll das Koordinierungszentrum von den Vereinten Nationen geleitet werden. In dem Koordinierungszentrum sollen Vertreter Russlands, der Ukraine und der Türkei zusammenarbeiten. Kemal Bölge/Istanbul

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Zaxo-Anschlag
Yetkin zum Zaxo-Anschlag: Der Zeitpunkt ist von Bedeutung

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Ankara – In einem Kommentar hat der regierungskritische Journalist und Chefredakteur der englischsprachigen Tageszeitung Hürriyet Daily News, Murat Yetkin, auf den Zeitpunkt des Angriffs auf Zivilisten in der nordirakischen Provinz Dohuk aufmerksam gemacht. Bei dem Angriff wurden laut bisherigen Meldungen mindestens acht Zivilisten getötet. Hierzu Yetkin:
„Der Zeitpunkt des Anschlags ist bezeichnend. Am Tag zuvor traf sich Präsident Tayyip Erdoğan mit dem iranischen Präsidenten Ibrahim Reisi und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Teheran zu den Astana-Gesprächen, deren offizielles Ziel Syrien ist. Er traf sich auch mit dem iranischen Obersten Führer Ali Chamenei in Teheran, und wie die beiden anderen Staatsoberhäupter konnte er von Chamenei keine Unterstützung für eine Militäroperation auf syrischem Territorium erhalten; im Gegenteil, ihm wurde geraten, sich mit dem syrischen Regime zu treffen. In diesem Zusammenhang ist auch die politische Erklärung von Sadr, dem religiösen Führer der irakischen Schiiten, bemerkenswert, in der er die Türkei auf ungewöhnliche Weise verurteilt.“
Auf dem Rückflug in die Türkei richtete Erdoğan seine Frustration an die USA und sagte offen, dass sich die USA aus dem Gebiet östlich des Euphrat in Irak zurückziehen sollten und dass die Unterstützung für die PKK von den USA komme. Er fügte hinzu, dass die Syrien-Operation auf der Tagesordnung stehe und auf der Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates am 21. Juli erörtert werde, solange es ein Terrorproblem gebe. US-Präsident Joe Biden teilte bereits mit, dass er Erdoğan während der Madrider Gespräche am 28. Juni auf die Bedeutung der Erhaltung der Stabilität in der Ägäis und Syrien hingewiesen habe. Erdoğan hatte jedoch bereits am 23. Mai eine mögliche Operation angedeutet, die auch am 26. Mai im NSC diskutiert wurde. Um die türkische Strategie der „Verhinderung des Terrorismus an der Quelle“ umzusetzen, würde Erdogan keine Rücksicht darauf nehmen, was die USA, Russland, der Iran und vor allem die syrische Regierung, die das Einsatzgebiet ist, sagen. Sattelitenbilder In seinem Kommentar wies Yetkin zur Untersuchung des Anschlags auch auf Sattelitenbilder hin. „Es gibt nicht nur türkische Drohnen in der Region. Drohnen, auch die der USA und des Iran, kreisen dort. Es gibt auch Satelliten, die das Gebiet überblicken. Es gibt nicht nur den TürkSat-Beobachtungssatelliten. Seit Jahrzehnten beobachten die USA, Russland, Israel, der Iran sowie britische, französische und chinesische Satelliten die Region von oben. Wenn der türkische Außenminister (Mevlüt) Çavuşoğlu eine gemeinsame Untersuchung fordert, bedeutet das, dass Ankara den Bildern vertraut, die ihnen vorliegen“, so Yetkin. Analyst Mete Yarar: Die Geschehnisse müssen umfassend bewertet werden So erklärte auch Mete Yarar, Analyst für nationale Sicherheit, dass die Geschehnisse umfassend bewertet werden müssten. Das trilaterale Treffen in Teheran, die militärischen Operationen im Nordirak sowie in Nordsyrien, die angekündigte Offensive gegen die Terrororganisation PKK in den von Russland, dem Iran und den USA kontrollierten syrischen Gebieten, dass alles müsse in die Bewertung mit einfließen. Laut Yarar habe die Türkei bei dem Treffen einen bestimmteren Ton gefahren als sonst. Ankara setze alles daran, dem Terrorismus in der Region die Existenzgrundlage zu entziehen, was manchen Akteuren offensichtlich Kopfschmerzen bereite. Das könne die Türkei, weil ihre militärischen Fähigkeiten das erlauben würden. Die zuletzt ins All geschossenen Spionagesatelliten, die bewaffneten wie unbewaffneten Drohnen, vor allem aber die nachrichtendienstlichen Aktivitäten und die militärische Präsenz in der Provinz Dohuk stören viele andere Aktivitäten und durchkreuzen anderweitige Pläne. Ankara habe das Ziel, so Yarar, die Region mit allen Mitteln von Terroristen zu befreien und damit die Region zu stabilisieren. Das störe offensichtlich andere Akteure in dieser Unruheregion. Karaburan/Yücel

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Zahl der Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Staaten binnen zehn Jahren mehr als verdreifacht

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Wiesbaden – Die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer, die aus Staaten außerhalb der Europäischen Union (EU) befristet zum Arbeiten nach Deutschland gekommen sind, ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Ende 2021 waren 295 000 Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Staaten erfasst Ende 2021 waren gut 295 000 Menschen im Ausländerzentralregister erfasst, die eine befristete Aufenthaltserlaubnis für eine Erwerbstätigkeit hatten. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat sich deren Zahl damit innerhalb von zehn Jahren mehr als verdreifacht (+226 %). Zum Jahresende 2011 waren noch gut 90 500 Menschen mit einem solchen Aufenthaltstitel in Deutschland erfasst. Knapp ein Viertel (24 %) der ausländischen Arbeitskräfte waren Ende 2021 akademische Fachkräfte mit einer sogenannten Blue Card. Diese wurde 2012 EU-weit mit dem Ziel eingeführt, dem Mangel an hochqualifizierten Fachkräften zu begegnen. Voraussetzung für den Erhalt der Blue Card ist ein Hochschulabschluss sowie ein konkretes Arbeitsplatzangebot mit einem Bruttojahresgehalt von mindestens 56 400 Euro. In sogenannten Mangelberufen gilt eine geringere Gehaltsgrenze von 43 992 Euro brutto. Ende 2021 arbeitete knapp die Hälfte (48 %) der Personen mit Blue Card in einem Mangelberuf, etwa als Ärztinnen und Ärzte oder in der IT. Indien häufigstes Herkunftsland Ausländerinnen und Ausländern, die Ende 2021 mit einer Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke der Erwerbstätigkeit in Deutschland lebten und arbeiteten, hatten am häufigsten die indische Staatsangehörigkeit: 11 % waren Staatsangehörige des asiatischen Staates. Auch die Staatsangehörigkeiten der Balkanstaaten Bosnien-Herzegowina (9 %) und Kosovo (7 %) waren häufig vertreten. Auch Arbeitskräfte-Zuwanderung aus EU-Staaten hat zugenommen Deutlich größer als die Zahl der Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Staaten ist die all jener Menschen, die aus Staaten innerhalb der EU zum Arbeiten nach Deutschland gekommen sind. Im vergangenen Jahr traf dies nach Ergebnissen des Mikrozensus auf 1,65 Millionen Menschen hierzulande zu. Auch hier gab es einen Anstieg: +19 % gegenüber 2017, als diese Daten erstmals erhoben wurden. Die meisten der aus EU-Staaten zugewanderten Arbeitskräfte hatten bereits ein festes Arbeitsplatzangebot, als sie nach Deutschland kamen: Im vergangenen Jahr betrug ihr Anteil gut 71 %. Knapp ein Viertel (23 %) der zugewanderten EU-Arbeitskräfte stammte 2021 aus Polen, dem damit häufigsten Herkunftsland. Danach folgten Rumänien (16 %) und Italien (13 %). 43 % aller zugewanderten Arbeitskräfte kamen seit 2014 Insgesamt betrachtet – also unabhängig von Staatsangehörigkeit und aktuellem Aufenthaltstitel – lebten im vergangenen Jahr knapp 2,72 Millionen Menschen in Deutschland, die in erster Linie wegen der Arbeit zugewandert sind. Fast die Hälfte von ihnen (43 %) kam seit 2014 nach Deutschland, weitere 15 % in den Jahren zwischen 2008 und 2013. Allerdings spiegeln sich auch die während der 1960er Jahre geschlossenen Abkommen zum Anwerben von Arbeitskräften in den Daten wider: 15 % der zugewanderten Arbeitskräfte, die 2021 in Deutschland lebten, waren bereits zwischen 1950 und 1975 ins Land gekommen. Methodische Hinweise: Die Angaben zu Personen mit Aufenthaltstitel zum Zwecke der Erwerbstätigkeit beziehen sich auf Auswertungen des Ausländerzentralregisters zu Ausländerinnen und Ausländern mit einer Aufenthaltserlaubnis nach §§18 bis 21 Aufenthaltsgesetz. Auch Ausländerinnen und Ausländer mit anderen Aufenthaltstitel können in Deutschland einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Die Zahlen zu zugewanderten Arbeitskräften aus EU-Staaten sowie zum Zuzugsjahr beruhen auf Auswertungen des Mikrozensus. Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund 1 % der Bevölkerung in Deutschland befragt wird. In der Auswertung werden Befragte berücksichtigt, die als Hauptgrund für die Zuwanderung Arbeit oder Beschäftigung angegeben haben. Alle Angaben beruhen auf Selbstauskünften der Befragten. Um aus den erhobenen Daten Aussagen über die Gesamtbevölkerung treffen zu können, werden die Daten an den Eckwerten der Bevölkerungsfortschreibung hochgerechnet. Der Mikrozensus wurde 2020 methodisch neugestaltet. Die Ergebnisse ab dem Berichtsjahr 2020 sind deshalb nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar. Ausführliche Informationen zu den Änderungen sowie den Auswirkungen der Neugestaltung und der Corona-Krise auf den Mikrozensus sind auf einer eigens eingerichteten Sonderseite verfügbar.