Amazon-Kauf
Kinderärzte warnen vor Ökonomisierung des Gesundheitssystems

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Osnabrück – Nach der Übernahme des US-Gesundheitskonzerns One Medical durch Amazon warnen Kinder- und Jugendärzte vor einem Einstieg von Beteiligungsfirmen in die deutsche Gesundheitsversorgung. „Wir haben die Sorge, dass das zu uns rüberschwappt, dass sich Investoren etwa über Medizinische Versorgungszentren (MVZ) breitmachen wollen und die ärztliche Versorgung an sich reißen“, sagte Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). BVKJ-Präsident Fischbach: „Lauterbach muss Ökonomisierung des Gesundheitssystems Riegel vorschieben“ „Wir brauchen faire Wettbewerbsbedingungen, keine Machtkonzentration bei einigen wenigen Großkonzernen. Gesundheitsminister Karl Lauterbach muss der Ökonomisierung der Gesundheitsversorgung einen Riegel vorschieben“, so Fischbach. „Individuelle Kinder- und Hausärzte sind unverzichtbar.“ Der Onlinehändler Amazon hatte vor einer Woche One Medical gekauft. Die Firma unterhält in den USA unter anderem ein Netz mit 182 Hausarzt-Filialen. Für einen Jahresbeitrag von 200 Dollar können Kunden per App Arztleistungen buchen. Über einen Amazon-Einstieg in den europäischen Gesundheitsmarkt wird spekuliert, konkrete Hinweise gibt es nicht. Im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP wird der Aufbau von „Gesundheitszentren“ angekündigt, um die ärztliche Versorgung trotz Praxen-Sterben insbesondere auf dem Land sicherzustellen. Es gibt in Deutschland bereits Medizinische Versorgungszentren, die von Klinikkonzernen betrieben werden. „Wir halten das für ein mögliches Einfallstor für private Beteiligungsfirmen“, sagte BVKJ-Präsident Fischbach der „NOZ“. „Dazu darf es aber nicht kommen, denn mit stabilen Patient-Arzt-Verhältnissen, die gerade für die Kleinen ganz wichtig sind, könnte es dann schnell vorbei sein.“ Die Gesundheitsversorgung sei „Daseinsvorsorge und kein reines Wirtschaftsgut. Vielmehr muss die Politik die strukturellen Rahmenbedingungen für inhabergeführte Praxen endlich stärken.“

Türkei
Reges Interesse für neues Observatorium

von Nabi Yücel Seit Jahrtausenden beobachten Menschen das Universum, um den Hintergrund aller Himmelskörper wie Sterne, Kometen oder Planeten zu verstehen. Dabei versuchte die Menschheit stets, auch die Wechselwirkung der Objekte untereinander und zur Erde zu verstehen, Informationen zu sammeln und für sich zu nutzen. Der moderne Ackerbau ist nachweislich darauf zurückzuführen. In der anatolischen Hochebene der Provinz Erzurum haben über 10.000 Menschen zwischen dem 22. Juli und 25. Juli am neuerrichteten ostanatolischen Observatorium-Teleskop den Sternenhimmel bestaunt und damit ein Stück weit die Menschheitsgeschichte widergespiegelt. Zu den mehr als 10.000 Menschen stießen 1.800 Personen aus allen 81 Provinzen der Türkei hinzu, die sich für die Teilnahme an der viertägigen Veranstaltung beworben hatten. Sie hatten das Los-Verfahren gewonnen und konnten von Astrophysikern direkt erfahren, was es mit dem 4-Meter Spiegel nahe dem Skizentrum Konaklı auf sich hat. Das neue Ostanatolien-Observatorium ( türkisch: Doğu Anadolu Gözlemevi, kurz DAG) wird als bodengestütztes astronomisches Observatorium von der Atatürk-Universität in Erzurum betrieben. Das Observatorium, das mit wissenschaftlicher und technischer Unterstützung der TÜBİTAK und finanzieller Unterstützung des Entwicklungsministeriums, der Provinzverwaltung Erzurum sowie von 40 landesweiten Universitäten und sieben weiteren Observatorien in der Nähe des Berges Palandöken (3175 m Höhe) auf dem Karakaya (3170 m Höhe) errichtet wurde, gehört zu den modernsten Einrichtungen dieser Art. Die in den vergangenen Jahrzehnten gemachten Beobachtungen in der Region über atmosphärische Bedingungen, die günstigen meteorologischen Bedingungen während der vier Jahreszeiten, die sehr niedrige Lichtverschmutzung sowie Luftverschmutzung zeigten bereits vor der Projektierung, dass der Berg Palandöken und der Karakaya ein großes astronomisches Potenzial besitzen, um den Himmel zu beobachten. Aufgrund der Tatsache, dass einige der weltweit bestehenden Observatorien immer mehr der Licht- und Luftverschmutzung ausgesetzt sind, nahm das Projekt Anfang 2011 an Fahrt an. Das auf über 2,5 km² und 3.170 m über dem Meeresspiegel im Skigebiet Konaklı fertiggestellte Observatorium, 25 km südlich von Erzurum, beherbergt neben einem primären aktiven Spiegel, mit einem Durchmesser von 4 m, noch einen passiven Infrarot-Teleskop. Der Auftrag für den Bau des Teleskops wurde 2014 an die belgische Firma AMOS vergeben. Der Bau der rotierenden halbkugelförmigen Kuppel für das große Teleskop im November 2015 von der italienischen Firma EIE Group Srl übernommen. Die Fertigstellung des Observatoriums war eigentlich für Ende 2019 geplant, konnte aber aufgrund der weltweit grassierenden Pandemie erst im Frühjahr 2022 erfolgen. Zeitnah mit der Fertigstellung wurden weitere landesweite Teleskope, wie etwa der 1,5 m Spiegel des TÜBITAK-Observatorium in Antalya, zusammengeschaltet, um die ersten Tests zu durchlaufen. Mit den vernetzten Teleskopen, wird es nun möglich sein, Bilder mit noch höherer Auflösung zu erhalten, als sie z.B. das Hubble-Teleskop erreicht. Das Teleskop wird selbst in der Lage sein, Infrarotstrahlung in weitaus besserer Auflösung als das James-Webb-Teleskop wiederzugeben.

Terrorismus
Menschenrechtsorganisation: PKK zwangsrekrutiert Kinder

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von Nabi Yücel Die Meldungen darüber, dass die Terrororganisation PKK, ihre bewaffnete syrische Schwesterorganisation YPG und die vom Pentagon daraus formierte SDF Kindersoldaten rekrutieren, Zivilisten verhaften, Oppositionelle ermorden, reißen nicht ab. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigt beinahe täglich Fälle aus der Region, in der die „syrisch-kurdischen Kräfte“ die Kontrolle ausüben. Seit 2011 gibt es das Syrische Netzwerk für Menschenrechte, kurz SNHR. Seit über sieben Jahren meldet diese in Großbritannien ansässige unabhängige Beobachtungsstelle auch Verbrechen der syrisch-kurdischen Kräfte, die in der Bürgerkriegsregion vorkommen und gemeldet werden konnten. Die Dunkelziffer der nicht gemeldeten Fälle dürfte laut Einschätzung der SNHR weit höher liegen. Dennoch ist das Interesse für massive Menschenrechtsverletzungen der syrisch-kurdischen Kräfte in den USA oder Europa nahezu gering. Die SNHR hat sich in den Jahren einen Namen gemacht und innerhalb der weltweit agierenden Menschenrechtsorganisationen etabliert. Seit dem 26. Juli arbeitet die SNHR offiziell auch mit der renommierten Amnesty International AI zusammen, um gemeinsam Daten über Menschenrechtsverletzungen in Syrien abzugleichen. AI hat selbst ein vitales Interesse daran, in Syrien Menschenrechtsverletzungen aufzudecken und aufzulisten. Hierbei richtet sich ihr Augenmerk auch auf die nicht staatlichen Akteure im Bürgerkriegsland. Vor allem Terrororganisation PKK, ihre bewaffnete syrische Schwesterorganisation YPG und die 2015 vom Pentagon daraus formierte Demokratische Kräfte Syriens SDF sticht bei Menschenrechtsverletzungen geradezu hervor. Die Meldungen sind nicht neu, die letzten Jahresberichte der Menschenrechtsorganisationen AI und Human Rights Watch HRW während der letzten Dekade zeigen, dass die Vorwürfe gegen die völkisch-kurdischen Kräfte in Nordsyrien keineswegs nur eine Randerscheinung sind. Man spricht inzwischen von einem systematischen Vorgehen gegen Zivilisten, Oppositionelle oder christliche Minderheiten. Sie rekrutieren weiterhin gewaltsam Kindersoldaten, was bereits 2015 dazu führte, dass der UN-Sonderbeauftragte des Generalsekretärs in seinem Jahresbericht über Kinder und bewaffnete Konflikte, das Vorgehen der „syrisch-kurdischen Kräfte“ scharf verurteile und ein sofortiges Ende forderte. Offenbar ist man in den Reihen der PKK, YPG, SDF oder dem politischen Arm PYD keineswegs bereit, die Berichte ernst zu nehmen, geschweige denn die Vorfälle abzustellen. Stets werden die Vorfälle konsequent geleugnet. Beinahe täglich berichtet die SNHR über Zwangsrekrutierungen von Kindern und Jugendlichen, die auf dem Heimweg oder beim Spielen geschnappt und in Trainingslager verschleppt werden. Dort werden sie im Umgang mit Waffen ausgebildet, werden mit einfachen Versprechen zum Kämpfen ermuntert. Die Meldungen der SNHR von nur wenigen Tagen lesen sich zu Kindern und Jugendlichen deshalb wie folgt: 20. Juli – Die Demokratischen Kräfte Syriens SDF verhaften zehn Zivilisten, darunter ein Kind an einem SDF-Checkpoint in der Stadt Raqqa und bringen sie in ein unbekanntes Trainingslager. Am selben Tag wird einem anderen Bericht zufolge ein 22-Jähriger gegen seinen Willen an einem Checkpoint in der Stadt Tal Tamr nordwestlich des Gouvernements Hasaka festgenommen und in ein Trainingslager gebracht. 22. Juli – Ein sechzehnjähriger Junge aus dem Viertel al Mashlab in der Stadt Raqqa, wird von Angehörigen der Demokratischen Kräfte Syriens festgenommen, als er einen Kontrollpunkt im Viertel passiert und in ein Trainingslager im Gouvernement Raqqa verschleppt. 23. Juli – Ein 16-jähriger Jugendlicher aus der Stadt al Shaheil im östlichen Gouvernement Deir Ez-Zour, wird von Angehörigen der Demokratischen Kräfte Syriens festgenommen, als er einen Kontrollpunkt in der Stadt passiert. Er wird in ein Trainingslager verschleppt. Neben Zwangsrekrutierungen von Kindern und Jugendlichen, werfen Menschenrechtsorganisationen den syrisch-kurdischen Kräften vor allem ethnische Säuberungen, Entführung von Notablen religiöser Minderheiten – darunter christlichen Minderheiten, Verfolgung der Opposition, Mord und Totschlag vor. Die Meldungen der SNHR von nur wenigen Tagen lesen sich zu Entführung und Mord wie folgt: 11. Juli – Eine 32-jährige Lehrerin und ihr 38-jähriger Bruder aus dem Dorf Hasiya im Landkreis Ma’batli in den nördlichen Vororten des Gouvernements Aleppo werden von den Syrischen Demokratischen Kräften SDF festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht. Die Familie wird darüber weder informiert noch dürfen die Festgenommenen ihre Familienmitglieder kontaktieren. In 85 Prozent solcher Fälle spricht die SNHR von Folter und anschließendem gewaltsamen Verschwinden. 15. Juli – Ein 23-jähriger Mann aus der Stadt Hasaka wird von Angehörigen der Demokratischen Kräfte Syriens bei einer Razzia in seinem Haus im Viertel al Zuhour in der südlichen Stadt Hasaka festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht. 24. Juli – Mehrere Raketen der Demokratischen Kräfte Syriens treffen das Binnenflüchtlingslager Kuwait al Rahma südöstlich der Stadt Afrin in den nördlichen Vororten von Aleppo. Der Beschuss fordert ein Todesopfer und mehrere Verletzte. 25. Juli – Ein neunjähriges Mädchen wird von Milizen der Demokratischen Kräfte Syriens in der Stadt Manbidsch erschossen, als diese auf eine fliehende Person schieße. 25. Juli – Eine Zivilistin aus dem Dorf Tal al Damal im südlichen Gouvernement Aleppo wird bei einem Raketenbeschuss der Demokratischen Kräfte Syriens getötet.

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– Menschenrechtsverletzungen – Jesiden-Politiker: PKK muss Zwangsrekrutierung unserer Kinder stoppen

Jesidische Abgeordnete in der kurdischen Autonomieregion im Irak werfen der Terrororganisation PKK vor, ihre Kinder gegen ihren Willen zu entführen und zu Kampfhandlungen in Syrien zu zwingen.

Jesiden-Politiker: PKK muss Zwangsrekrutierung unserer Kinder stoppen

Nordirak
PKK übernimmt Verantwortung für Tötung kurdischer Dorfwächter

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von Nabi Yücel Der tödliche Angriff auf Touristen im Nordirak belastet bereits das Verhältnis zwischen Bagdad und Ankara. Der Angriff auf eine türkische Militärpatrouille, der Angriff auf die diplomatische Vertretung Ankaras in Mossul sowie der Beschuss einer Militärbasis im kurdischen Autonomiegebiet, tun ihr Übriges. In der vergangenen Woche endeten die ansonsten guten Beziehungen zwischen der irakischen und türkischen Regierung abrupt mit einem tödlichen Angriff auf Zivilisten in der nordirakischen Stadt Zaxo. Bagdad zeigte als Verantwortlichen sofort auf Ankara, während das türkische Außenministerium den Vorwurf strikt von sich abwies. Am vergangenen Dienstag starben bei einem Angriff der Terrororganisation PKK in der nordirakisch-kurdischen Autonomieregion ein türkischer Soldat sowie vier kurdischstämmige Dorfwächter, die eine Patrouille begleiteten. Laut dem türkischen Verteidigungsministerium gerieten die Gefallenen während der „Operation Kralle – Schloss (Pence Kilit)“ im türkisch-nordirakischen Grenzgebiet unter Beschuss. Inzwischen hat die Terrororganisation PKK die Verantwortung für den Angriff übernommen. Am selben Tag wurde in der Nacht zum Mittwoch eine türkische Militärbasis in der nordirakischen Region mit Raketen beschossen. Bislang ist nicht sicher, wer den Angriff startete. Bereits in der vergangenen Woche wurden von Unbekannten auf dieselbe Basis zwei Flugkörper mit Sprengstoff gelenkt, die jedoch neutralisiert werden konnten. Nun wurde das türkische Konsulat in der nordirakischen Stadt Mossul unter Beschuss genommen. Mehrere Raketen schlugen im Umkreis des Generalkonsulats ein. Verletzt wurde bei dem Angriff niemand. Laut dem nordirakischen TV-Sender Rudaw wurden nur Sachschäden festgestellt. Der Angriff erfolgte zeitnah mit einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates, die sich am Dienstag mit dem Angriff auf Zaxo befasste. Das türkische Außenministerium verurteilte den Angriff auf die türkische Vertretung in Mossul und forderte von den irakischen Behörden, die türkischen diplomatischen Vertretungen zu schützen. Ankara forderte energisch, dass die irakische Regierung gegen Terroristen in der Region vorgehen solle.

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Assyrisch-christlicher Journalist: Westliche Medien lassen keine kritischen Fragen über PKK oder YPG zu

Assyrische Christen und Aramäer sind frustriert über die Berichterstattung westlicher Medien zur Terrororganisation PKK und ihrem syrischen Ableger YPG. Die Berichte entsprächen nicht der Realität und wer Fragen stelle oder Einwände habe, werde in Europa nicht erhört.

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"Verstöße gegen das Völkerrecht"
Südafrika: Israel soll zum Apartheidstaat erklärt werden

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Pretoria – Die südafrikanische Regierung hat ihre Besorgnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass Israels fortgesetzte Besetzung „bedeutender Teile des Westjordanlandes“ und die Entwicklung neuer Siedlungen dort „eklatante Beispiele für Verstöße gegen das Völkerrecht“ sind, während der langjährige israelisch-palästinensische Konflikt weitergeht. „Das palästinensische Narrativ erinnert an Südafrikas eigene Geschichte der Rassentrennung und Unterdrückung“, sagte Naledi Pandor, Südafrikas Ministerin für internationale Beziehungen und Zusammenarbeit, auf dem zweiten Treffen der palästinensischen Missionsleiter in Afrika, das in der Hauptstadt Pretoria stattfand, berichtet Al Jazeera. „Als unterdrückte Südafrikaner haben wir die Auswirkungen von Rassenungleichheit, Diskriminierung und Verleugnung aus erster Hand erfahren, und wir können nicht tatenlos zusehen, wie eine weitere Generation von Palästinensern alleingelassen wird“,  so Pandor weiter. Pandor erklärte, Pretoria sei der Ansicht, dass Israel als Apartheidstaat eingestuft werden sollte und dass die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNGA) einen Ausschuss einrichten sollte, der prüft, ob es die Anforderungen erfüllt. Der palästinensische Außenminister Riad Malki, der an dem Forum teilnahm, sprach nach der Sitzung mit der staatlichen South African Broadcasting Corporation (SABC). „Wenn es ein Land oder mehrere Länder gibt, die das Leiden und den Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit Palästinas nachvollziehen können, dann sind es der afrikanische Kontinent und die Menschen in Afrika“, sagte Malki. Die erste palästinensische Botschaft in Südafrika wurde 1995 akkreditiert und markierte den Beginn der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Im Laufe der Jahre ist die südafrikanische Regierung ein starker Verbündeter Palästinas geblieben und hat die Befreiung des Landes sowohl materiell als auch öffentlich unterstützt. „Unsere Haltung zu Palästina war immer klar, konsequent und übereinstimmend mit der internationalen Gemeinschaft“, sagte Pandor. Einem aktuellen Bericht des Al-Mezan-Zentrums für Menschenrechte, einer zivilen Organisation mit Sitz im Gazastreifen, zufolge wurden in den letzten 15 Jahren rund 5.418 Palästinenser durch israelische Militäroperationen im umkämpften Gazastreifen getötet, darunter 1.246 Kinder und 488 Frauen. Eine kürzlich eingesetzte UN-Untersuchungskommission zur Untersuchung von Menschenrechtsverletzungen in den besetzten palästinensischen Gebieten, einschließlich Ost-Jerusalem, stellte in ihrem Bericht fest, dass Israel für schwere Menschenrechtsverletzungen an Palästinensern verantwortlich ist.

Zum Thema

– Abu Akleh-Tod – UN: Schüsse auf Akleh von israelischen Soldaten abgefeuert

Tod von Al-Jazeera-Journalistin Schirin Abu Akle: Tödliche Kugel soll in USA untersucht werden.

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Wirtschaft
Fitch bestätigt Polens „A“-Rating – stabiler Ausblick

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Frankfurt – Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Polens auf den internationalen Märkten bestätigt, indem sie der polnischen Wirtschaft ein „A-„-Rating mit stabilem Ausblick gab. Diese Bonitätsnote bleibt bereits seit mehr als 10 Jahren für Polen unverändert. Fitch, eine der drei großen Ratingagenturen der Welt, verwies auf Polens „diversifizierte Wirtschaft“ in Verbindung mit „einem recht soliden makroökonomischen Rahmen, der durch die EU-Mitgliedschaft und eine niedrigere Staatsverschuldung als bei anderen bewerteten Ländern verankert ist“. Fitch erklärte Ende letzter Woche, sie erwarte, dass die polnische Wirtschaft widerstandsfähig gegen externe Schocks und wachsende makroökonomische Herausforderungen bleibe, zum Teil aufgrund einer stabilen Haushaltsposition und einer verbesserten externen Bilanz. Die Agentur erwarte, dass sich die polnische Wirtschaft in der zweiten Hälfte dieses Jahres ein wenig verlangsamen werde, da „die hohe Inflation und die schwache Auslandsnachfrage den Verbrauch, die Investitionen und die Exporte beeinträchtigen“. Fitch:
Ein starker Arbeitsmarkt (die Arbeitslosigkeit ist auf einem Rekordtief und die Erwerbsquoten sind auf einem Rekordhoch) stützt den Binnenkonsum. Die öffentlichen Ausgaben/Investitionen werden mit dem Anstieg der EU-Investitionen zu einem wichtigeren Wachstumsmotor. Dies dürfte die Risiken eines abrupteren Abschwungs mildern.

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– Reisen – Türkei: Visumfreiheit für Polen

Die Türkei genehmigt visumfreies Reisen für polnische Bürger – Touristen und Transitreisende können bis zu 90 Tage bleiben.

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Ukrainisches Getreide
Türkei: Getreideexporte-Koordinierungszentrum wird eröffnet

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Istanbul – Ein neues gemeinsames Koordinierungszentrum in Istanbul, das im Rahmen der Vereinbarung zur Wiederaufnahme der ukrainischen Getreideexporte in die Welt eingerichtet wurde, soll nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums am Mittwoch offiziell eröffnet werden. Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar wird an der Eröffnungszeremonie teilnehmen, die in der Nationalen Universität für Verteidigung in Istanbul stattfinden wird. Am vergangenen Freitag unterzeichneten die Türkei, die Vereinten Nationen, Russland und die Ukraine ein wegweisendes Abkommen zur Wiederaufnahme der Getreideexporte über drei ukrainische Häfen, nachdem diese monatelang aufgrund des russisch-ukrainischen Krieges  blockiert waren. Im Rahmen der Vereinbarung wurde in Istanbul ein gemeinsames Koordinierungszentrum eingerichtet, das Inspektionen an den Ein- und Ausgängen der Häfen durchführen und die Sicherheit der Routen gewährleisten soll. Türkische Beamte haben betont, dass die Exporte so bald wie möglich wieder aufgenommen werden müssen, um die weltweite Nahrungsmittelkrise zu bewältigen und einen „hungrigen Planeten“ zu ernähren. Diese Einigung wurde als wichtiger diplomatischer Durchbruch gefeiert, nachdem monatelang befürchtet worden war, dass der Krieg in der Ukraine die zunehmende weltweite Nahrungsmittelkrise weiter verschärfen würde. Die Ukraine ist einer der größten Erzeuger von Weizen, Mais und Sonnenblumenöl, und der Krieg hat der so genannten „Kornkammer Europas“ großen Schaden zugefügt. Auf die Ukraine und Russland zusammen entfällt mehr als ein Viertel der weltweiten Weizenexporte. Russlands Krieg in der Ukraine hat die weltweiten Lebensmittelpreise in die Höhe getrieben, wobei die Entwicklungsländer die Hauptlast der Auswirkungen zu tragen haben. US-amerikanische und europäische Beamte haben Russland vorgeworfen, Lebensmittel zu Waffen zu machen, und forderten seit Monaten die Wiedereröffnung der ukrainischen Häfen. Die Krise kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Klimakatastrophen, Konflikte und die wirtschaftliche Belastung durch die Coronavirus-Pandemie in vielen Ländern, vor allem in Afrika und im Nahen Osten, bereits zu einer Verschärfung des Hungers geführt haben. Der Krieg in der Ukraine könnte die Zahl der Menschen, die von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sind, nach Angaben der Vereinten Nationen in diesem Jahr um 47 Millionen ansteigen lassen.

Sterbefallzahlen
Lebenserwartung in Deutschland seit Corona gesunken

Die durchschnittliche Lebenserwartung betrug im Jahr 2021 für neugeborene Mädchen 83,2 Jahre und für neugeborene Jungen 78,2 Jahre. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hat sich die Lebenserwartung von Neugeborenen im Vergleich zum letzten Vorpandemiejahr 2019 deutlich verringert: Bei Jungen um 0,6 Jahre, bei Mädchen um 0,4 Jahre. Hauptgrund für diese Entwicklung sind die außergewöhnlich hohen Sterbefallzahlen während der Coronawellen. Die Entwicklung der Lebenserwartung zeigt Veränderungen der Sterblichkeit an, die von der Altersstruktur unabhängig sind. Sie ist deshalb besonders gut für Zeitvergleiche geeignet. Rückgang der Lebenserwartung in Ostdeutschland besonders deutlich In Ostdeutschland war der Rückgang der Lebenserwartung bei Geburt von 2019 auf 2021 besonders deutlich. Für Jungen nahm dieser Wert um 1,3 Jahre, für Mädchen um 0,9 Jahre ab. In Westdeutschland betrug der Rückgang bei den Jungen 0,4 Jahre und bei den Mädchen 0,3 Jahre. Die ostdeutschen Bundesländer waren ab der zweiten Welle besonders stark von der Pandemie betroffen. Die Lebenserwartung bei Geburt für Jungen beträgt nun 76,4 Jahre in Ost- und 78,6 Jahre in Westdeutschland – für Mädchen 82,7 Jahre im Osten und 83,3 Jahre im Westen. Etwa 70 000 bis 100 000 zusätzliche Sterbefälle in den ersten beiden Pandemiejahren Aufgrund des zunehmenden Anteils älterer Menschen an der Bevölkerung wird seit etwa 20 Jahren mit einer jährlich steigenden Zahl der Sterbefälle in Deutschland gerechnet. Gleichzeitig stieg die Lebenserwartung vor Beginn der Corona-Pandemie jedoch tendenziell an. Der Effekt der steigenden Lebenserwartung schwächte damit den Alterungseffekt ab. Bei gleichzeitigem Wirken beider Effekte stiegen die Sterbefallzahlen vor Beginn der Pandemie jährlich um durchschnittlich 1 bis 2 %. Bereits 2020 war der Anstieg im Vergleich zum letzten Vorpandemiejahr 2019 stärker ausgeprägt (+5 % auf 986 000 Sterbefälle). Nach den jetzt vorliegenden endgültigen Daten sind die Sterbefallzahlen 2021 um weitere 4 % oder etwa 38 000 Sterbefälle auf insgesamt 1,02 Millionen gestiegen. Ausgehend von 2019 wäre für 2021 eine Sterbefallzahl von 960 000 bis 980 000 erwartbar gewesen, also ein Anstieg um 2 bis 4 %. Tatsächlich ist die Zahl der Sterbefälle von 2019 auf 2021 um 9 % gestiegen. Bezogen auf die beiden Jahre 2020 und 2021 gab es demnach etwa 70 000 bis 100 000 zusätzliche Sterbefälle. Beim Robert Koch-Institut wurden in diesen beiden Jahren fast 115 000 COVID-19-Todesfälle gemeldet. Maßnahmen und Verhaltensänderungen im Zuge der Pandemie können auch dafür gesorgt haben, dass 2020 und 2021 weniger Sterbefälle durch andere Infektionskrankheiten wie beispielsweise die Grippe verursacht wurden. Methodische Hinweise: Die hier genannten Ergebnisse stammen aus sogenannten Periodensterbetafeln. Zur Berechnung wird die Zahl der Gestorbenen in einem bestimmten Zeitraum (zum Beispiel im Jahr 2021) ins Verhältnis zur Bevölkerung in den einzelnen Altersjahren gesetzt. In einer nach Geschlecht getrennten Tabelle zeigen Sterbetafeln dann an, wie viele Personen eines Ausgangsbestandes bis zu einem bestimmten Alter überleben und sterben. Auf Basis dieser Informationen gibt die Sterbetafel Auskunft über die geschlechtsspezifische durchschnittliche Lebenserwartung in den einzelnen Altersjahren. Es handelt sich bei Periodensterbetafeln um eine Momentaufnahme der Sterblichkeitsverhältnisse der gesamten Bevölkerung für den jeweils betrachteten Zeitraum. Die Berechnung enthält keine Annahmen dazu, wie sich die Lebenserwartung künftig entwickeln wird. Die Lebenserwartung Neugeborener gibt demnach an, wie lange sie den aktuellen Überlebensverhältnissen entsprechend durchschnittlich leben würden. Zur Analyse der Corona-Effekte in den Jahren 2020 und 2021 wurden Sonderberechnungen für einzelne Jahre durchgeführt. Komplette Sterbetafeln mit allen Detailinformationen werden von der amtlichen Statistik standardmäßig für Dreijahreszeiträume bereitgestellt, um übliche Schwankungen zwischen einzelnen Jahren zu einem gewissen Grad auszugleichen. Diese Sterbetafeln bilden die Grundlage für die Berechnung von sogenannten Versicherungsbarwerten und für Rechtsgeschäfte sowie steuerliche Zwecke. Sie werden auch für die Bundesländer berechnet. Für die Unterteilung in West- und Ostdeutschland wird Berlin in keinem der Landesteile berücksichtigt.

Immobilien
Mietpreise steigen in 75 von 80 deutschen Großstädten

Ein Vergleich der Angebotsmieten von Wohnungen in 80 deutschen Großstädten im jeweils 1. Halbjahr 2022 und 2021 von immowelt zeigt:
  • In 75 von 80 untersuchten Städten haben sich die Mieten innerhalb von 12 Monaten erhöht
  • Da Immobilienkauf schwerer leistbar: Nachfrage nach Mietwohnungen zieht deutschlandweit an
  • Weitere Anstiege in teuren Städten: Hamburg und Düsseldorf (jeweils +7 Prozent), Köln (+4 Prozent), München (+3 Prozent)
  • Kleinere Großstädte mit deutlichsten Zuwächsen: Lübeck (+14 Prozent), Rostock (+13 Prozent) und Münster (+10 Prozent)
Der Mietpreisanstieg in deutschen Großstädten nimmt kein Ende. Verglichen mit dem Vorjahr haben sich die Angebotsmieten in 75 von 80 Großstädten im ersten Halbjahr 2022 verteuert. In der Spitze sind die Mietpreise gar um 14 Prozent gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von immowelt, in der die mittleren Angebotsmieten von Bestandswohnungen (40 bis 120 Quadratmeter) im jeweils 1. Halbjahr 2022 und 2021 verglichen wurden. Die Nachfrage nach Mietwohnungen hat sich zuletzt deutschlandweit stark erhöht. So orientieren sich Wohnungssuchende, für die der Traum vom Eigenheim in der Großstadt angesichts hoher Kaufpreise und gestiegener Bauzinsen nicht mehr bezahlbar ist, zunehmend in Richtung Mietmarkt. Die vielerorts heiß gelaufenen Märkte werden dadurch nochmal zusätzlich belastet. Mieten in hochpreisigen Großstädten werden immer teurer In vielen Großstädten mit bereits sehr hohem Mietpreisniveau haben sich die Kosten für eine Mietwohnung innerhalb eines Jahres weiter erhöht. So ist die mittlere Angebotsmiete in Hamburg um 7 Prozent gestiegen und liegt nun bei 12,50 Euro pro Quadratmeter. Auch in Düsseldorf zahlen Mieter für die Kaltmiete 7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im benachbarten Köln (+4 Prozent) sowie in München (+3 Prozent) haben sich Mietwohnungen in den vergangenen 12 Monaten ebenfalls weiter verteuert. Eine Ausnahme unter den hochpreisigen Städten ist Frankfurt am Main, wo das Preisniveau verglichen mit dem Vorjahreszeitraum stagniert. Die Mietpreisanstiege in vielen Großstädten korrespondieren mit einer steigenden Nachfrage auf dem Mietmarkt. Insbesondere wegen der deutlich gestiegenen Bauzinsen ist es seit Jahresbeginn zu einer Verschiebung der Nachfrage von Kauf- zu Mietimmobilien gekommen. So sind im 2. Quartal dieses Jahres deutschlandweit die Anfragen für Mietobjekte, die auf immowelt.de inseriert wurden, im Vergleich zum Vorjahr um 34 Prozent gestiegen. Die Anfragen für Kaufimmobilien sind dagegen im gleichen Zeitraum um 17 Prozent zurückgegangen. Stärkste prozentuale Anstiege in kleineren Großstädten Am deutlichsten fallen die prozentualen Anstiege in kleineren Großstädten aus. Das größte Plus gab es in Lübeck, wo die Mietpreise um 14 Prozent geklettert sind – von 8,50 Euro auf 9,70 Euro pro Quadratmeter. Dahinter folgt Rostock mit einem Zuwachs von 13 Prozent. Das Mietpreisniveau in der Ostseestadt ist mit 6,80 Euro pro Quadratmeter allerdings nach wie vor vergleichsweise niedrig. Deutlich teurer sind Mietwohnungen in Münster, wo sich die mittlere Angebotsmiete innerhalb eines Jahres um 10 Prozent auf 11,00 Euro pro Quadratmeter erhöht hat. Ähnlich stark fällt der prozentuale Anstieg in Neuss, Oberhausen, Ulm und Osnabrück aus (jeweils +9 Prozent). Zusätzliche Belastung durch steigende Nebenkosten Neben der Verteuerung der Kaltmieten droht Mietern auch durch den erwarteten Anstieg der Nebenkosten eine deutliche finanzielle Mehrbelastung. Angesichts der gestiegenen Energiepreise müssen Mieter voraussichtlich mit Mehrausgaben von mehreren hundert Euro jährlich rechnen. Sollte die Bundesregierung auf die dritte Stufe ihres Notfallplans Gas wechseln, könnte es sogar noch deutlich teurer werden. Dann wäre es Versorgungsunternehmen nämlich erlaubt, die gestiegenen Preise am Gasmarkt direkt an die Endverbraucher durchzureichen.

Verkehrspolitik
Mehrheit der Deutschen für den digitalen Führerschein

Der digitale Impfpass hat es vorgemacht, der digitale Führerschein ist jedoch vorerst gescheitert. Im vergangenen Jahr wurde der Prototyp einer entsprechenden App-Anwendung angeboten. Aufgrund von technischen Problemen hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) jedoch entschieden, die zugehörigen Apps wieder aus den Online-Stores zu nehmen. Dennoch spricht sich die deutsche Bevölkerung mehrheitlich für die Einführung eines digitalen Führerscheins aus: 46 Prozent halten den digitalen Führerschein für „eher sinnvoll“ oder „sehr sinnvoll“. Dagegen halten ihn 42 Prozent für „eher nicht“ oder „gar nicht sinnvoll“. Die restlichen zwölf Prozent machen keine Angabe oder haben keine Meinung. Das hat eine repräsentative Ipsos-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands unter 1.000 Personen ab 16 Jahren ergeben. „Der digitale Führerschein bietet handfeste Vorteile für Bürger:innen und Behörden bei Bewerbungen, Mietwagen oder Carsharing oder auch bei Führerscheinkontrollen oder dem Entzug der Fahrerlaubnis“, sagt Marc-Philipp Waschke, Referent für Fahrerlaubniswesen beim TÜV-Verband. Auch Fahranfänger:innen könnten von einer digitalen Lösung profitieren. „Nach der Fahrprüfung könnte die digitale Fahrerlaubnis innerhalb weniger Minuten freigeschaltet werden. Fahrschüler:innen bräuchten nicht mehr Tage oder Wochen auf den Kartenführerschein warten“, sagt Waschke. Darüber hinaus könnten zahlreiche bürokratische Prozesse beispielsweise bei Fahrverboten oder Fahrerlaubnisentzügen mit der richtigen Umsetzung der digitalen Fahrerlaubnis vereinfacht werden. Vor allem Jüngere sehen die Vorteile einer digitalen Anwendung Auffällig sind in der Umfrage die unterschiedlichen Einschätzungen zwischen Jung und Alt sowie zwischen den Geschlechtern. Während 62 Prozent der 16- bis 29-Jährigen den digitalen Führerschein sinnvoll finden, sind es in der Generation 60 Plus nur 37 Prozent. Und 53 Prozent der befragten Männer finden den digitalen Führerschein sinnvoll, aber nur 40 Prozent der Frauen. „Der digitale Führerschein sollte den Kartenführerschein ergänzen, aber nicht unbedingt ersetzen. Fahrerinnen und Fahrer sollten sich entscheiden können, ob sie eine Karte oder eine App nutzen möchten“, sagt Marc Fliehe, Leiter Digitalisierung und IT-Sicherheit beim TÜV-Verband.

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Die türkische E-Automarke TOGG, hierzulande auch als „Erdogan-Auto“ bezeichnet, hat in Deutschland ihre erste Auslandszentrale eröffnet.

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