Boko Haram
Dutzende Tote und Verletze bei Anschlag in Nigeria

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Abuja (dts) – Bei einem erneuten Anschlag im Norden Nigerias sind am Dienstag mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 30 weitere wurden örtlichen Medienberichten zufolge verletzt. Demnach hatte sich am Morgen in der Stadt Zaria im Bundesstaat Kaduna ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Hinter dem Anschlag wird die radikalislamische Terrormiliz Boko Haram vermutet. Der Norden Nigerias ist eine Hochburg der Miliz. Sie setzt sich für die Einführung der Scharia in ganz Nigeria sowie ein Verbot westlicher Bildung ein und verübt immer wieder Anschläge.

Euro-Zone
Gabriel: Griechenlands Aufnahme in die Euro-Zone war „sehr naiv“

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Berlin (dts) – SPD-Chef Sigmar Gabriel hat erstmals eingeräumt, dass es ein Fehler gewesen sei, Griechenland in die Euro-Zone zu holen: „Die Aufnahme Griechenlands in den Euro ist aus heutiger Sicht sehr naiv erfolgt“, sagte Gabriel im Gespräch mit dem „Stern“. Schlimmer sei aber, dass alle viel zu lange zugeschaut hätten, wie das Land immer tiefer in die Krise geraten sei, fügte der Vize-Kanzler hinzu. Die Aufnahme Griechenlands in den Währungsverbund hatte maßgeblich die damalige rot-grüne Bundesregierung unter dem damaligen Kanzler Gerhard Schröder (SPD) vorangetrieben. Die Lehre aus dem Niedergang Griechenlands formulierte Gabriel so: „Nie wieder wegschauen, wenn sich ein Land nicht an die Spielregeln in Europa hält.“ Das gelte nicht nur für finanzielle Fragen. „Wir dürfen auch nicht wegschauen, wenn in Ungarn die demokratischen Spielregeln Europas verkommen. Oder wenn in EU-Staaten Bevölkerungsgruppen wie Sinti und Roma so schwer diskriminiert werden, dass ihnen nur die Flucht bleibt“, sagte Gabriel.  

Börse Frankfurt
DAX am Mittag mit Verlusten

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Frankfurt/Main (dts) – Die Börse in Frankfurt hat am Dienstagmittag zunächst Kursverluste verzeichnet. Kurz vor 12:30 Uhr wurde der Deutsche Aktienindex mit 10.846,03 Punkten berechnet. Dies entspricht einem Minus von 0,41 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste stehen die Anteilsscheine von Fresenius SE, SAP und der Deutschen Börse. Die Aktien von K+S, BMW und Adidas bilden die Schlusslichter der Liste.  

Nukleartechnologie
Atom-Verhandlungen mit dem Iran werden verlängert

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Wien (dts) – Die Atom-Verhandlungen mit dem Iran gehen in die Verlängerung: Nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini vom Dienstag werden die Gespräche erneut um einige Tage fortgesetzt. Ursprünglich wollten die Teilnehmer der Verhandlungen bis zum Dienstag eine Einigung erzielen, nachdem bereits eine ursprünglich geltende Frist Ende Juni endete und verlängert werden musste. An den Verhandlungen mit dem Iran nehmen Vertreter der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats – USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien – sowie Deutschlands teil. Das angestrebte Abkommen sieht eine friedliche Nutzung der Nukleartechnologie im Iran vor, eine Entwicklung von Atomwaffen im Land soll verhindert werden.  

König Fußball
Mikronesien: 114 Gegentore in nur drei Spielen

Mikronesien: 114 Gegentore in nur drei Spielen

(nex) Während auf den meisten anderen Kontinenten das Leistungsgefälle im Weltfußball stetig geringer wird, gibt es sie in Ozeanien noch regelmäßig: die Spiele, die mit den richtig hohen Torspannen enden. In der Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2016 hat nun die U23-Nationalmannschaft von Mikronesien auf unangenehme Weise mit diesem Phänomen Bekanntschaft machen müssen, als sie in nur drei Spielen im Rahmen der Pacific Games in Papua-Neuguinea nicht weniger als 114 Gegentore kassierte. Dabei hatte das Turnier für die Mannschaft aus dem Inselreich im Pazifik, das sich auf mehr als 7 Millionen Quadratkilometer und über insgesamt 4000 Kilometer in der Länge erstreckt, noch mit einem Achtungserfolg begonnen: Gegen Tahiti, dessen erste Mannschaft immerhin 2013 Confed-Cup-Teilnehmer war, gab es immerhin „nur“ ein 0:30. Bereits gegen die Fidschi-Inseln – Anfang der 1980er Jahre selbst noch mit zwei zweistelligen Niederlagen gegen Australien und Neuseeland aus der WM-Qualifikation geflogen – hieß es jedoch schon 0:38. Und am Ende verlor man im dritten Spiel gegen die nicht gerade als Gigant bekannte Mannschaft aus Vanuatu gar mit 0:46, bereits zur Pause lag man dabei mit 0:24 zurück. Mikronesiens australischer Trainer Stan Foster sprach anschließend von einem Spiel zwischen „Jungen und Männern“. Da es ein U23-Spiel war, gilt das Ergebnis jedoch nicht als Weltrekord. Den höchsten Sieg in einem Pflichtländerspiel hält weiterhin – gleichfalls in Ozeanien – Australien mit dem 31:0 gegen Amerikanisch-Samoa in der WM-Qualifikation im Jahr 2001. Die erste Mannschaft Mikronesiens, die nicht FIFA-Mitglied ist und deshalb nicht an der WM-Qualifikation teilnimmt, hat in ihrer noch jungen Geschichte immerhin unter anderem auch schon einen 3:0-Sieg gegen Guam und gar ein 7:0 gegen die Nördlichen Marianen zu verbuchen. Beide datieren jedoch bis ins Jahr 1999 zurück. Die höchste Niederlage war hier ein 0:18 gegen Neukaledonien im Jahre 2003.

WM 1990
DFB-Weltmeistermannschaft kehrt nach 25 Jahren an den Kalterer See zurück

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Kaltern (nex) – Zum 25. Jahrestag des Titelgewinns zur Fußball-Weltmeisterschaft 1990 kehrt die deutsche Nationalmannschaft jener Tage noch einmal an ihre damalige Wirkungsstätte zurück. Ein Großteil des Kaders der damaligen Weltmeister und der damalige Trainer Franz Beckenbauer werden im Südtiroler Weinort Kaltern wieder zusammentreffen, wo man sich damals im DFB-Trainingslager auf das Turnier vorbereitet hatte. Die Alt-Weltmeister sollen für drei Tage dort bleiben, Beckenbauer äußerte gegenüber der dpa, es wäre ein „deutlicher Hinweis auf den wirklich fantastischen Zusammenhalt der Mannschaft“, dass 17 von 22 Spielern des damaligen Kaders nach einem Vierteljahrhundert noch einmal der Einladung folgen würden. Am 8. Juli 1990 verwertete Andreas Brehme in der 85. Minute den entscheidenden Foulelfmeter zum 1:0 gegen Finalgegner Argentinien in Rom und schoss Deutschland damit nach einem überzeugenden Turnier zum dritten Weltmeistertitel. Bereits in der Vorrunde hatte die deutsche Elf mit einem 4:1 im Eröffnungsspiel gegen Jugoslawien einen Auftakt nach Maß in Mailand erlebt und wurde nach einem weiteren deutlichen Sieg (5:1 gegen die Vereinigten Arabischen Emirate) und einem 1:1 gegen Kolumbien Gruppensieger. Im Achtelfinale des Turniers konnte man sich in sehr giftiger Atmosphäre mit einem 2:1 gegen die Niederlande durchsetzen, im Viertelfinale reichte ein Elfmetertor von Lothar Matthäus zu einem 1:0-Arbeitssieg gegen die Tschechoslowakei, ehe man sich nach einem dramatischen 1:1 n.V. im Halbfinale gegen England in Turin mit 4:3 im Elfmeterschießen durchsetzen konnte. Nun, 25 Jahre später, sollen ein Gala-Dinner, ein Freizeitprogramm mit Golf und Tennis und eine Weinverkostung die Rückkehr an den Ausgangspunkt des großen Triumphes umrahmen. Fehlen werden allerdings der damalige Starstürmer Jürgen Klinsmann und Co-Trainer Berti Vogts. Sie müssen sich als Trainer und Berater der US-Nationalmannschaft auf den Gold Cup vorbereiten, der am heutigen Dienstag (Ortszeit) mit der Begegnung zwischen Panama und Haiti und dem Debüt der USA gegen Honduras beginnt.

Angela Merkel
CDU/CSU legen in Wählergunst massiv zu

Berlin (dts) – Die Union kann während der Eskalation der Griechenland-Krise deutlich zulegen. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, kämen CDU/CSU demnach auf 43 Prozent, das sind 3,5 Punkte mehr als eine Woche zuvor, berichtet die „Bild“ unter Berufung auf das Meinungsforschungsinstitut INSA. INSA-Chef Hermann Binkert erklärte das Plus mit der Rolle Schäubles in den Verhandlungen mit Griechenland und den anderen Euro-Partnern. „Die Deutschen vertrauen in der Griechenland-Krise auf die Union. Sie stehen vor allem hinter Finanzminister Wolfgang Schäuble und setzen auf seine Standfestigkeit“, sagte Binkert gegenüber „Bild“. Dagegen verlieren SPD (24 Prozent), Linke (9 Prozent) und AfD (vier Prozent) verlieren im aktuellen INSA-Meinungstrend je einen halben Punkt, die FDP (4 Prozent) sogar einen Punkt. Die Grünen können sich hingegen um einen halben Punkt auf zehn Prozent verbessern. Für den INSA-Meinungstrend wurden 2.189 Wahlberechtigte vom 3. bis 6. Juli 2015 befragt.  

Ci-Nex Film Review
TERMINATOR: GENISYS

Schmetterlingseffekte – Terminator: Genisys

Review von Julius Zunker
Düsseldorf (nex) – Zeitreisefilme gibt es nun noch und nöcher. Dabei einige Klassiker wie „Zurück in die Zukunft“ und eben „Terminator“ Franchise. Letztere bekommt nun in wenigen Tagen ihren neusten Aufguss. In den USA läuft „Terminator: Genisys“ bereits, in Deutschland wird der Action / Science-Fiction Kracher mit Arnold Schwarzenegger in seiner berühmtesten Rolle ab Donnerstag in den Kinos zu sehen sein. Für echte Fans der Geschichte um Sarah Connor, John Connor und die unfreundlichen / freundlichen Cyborgs aus der Zukunft des Jahres 2029 wird sich eines sicherlich nie ändern: Die Reihe endet mit James Camerons Meisterwerk „Terminator: Judgement Day“. Hier wurden Sprüche geprägt, an denen bis heute kaum jemand vorbeigekommen ist und eigentlich wurde die Geschichte auch zu Ende erzählt. Sofern eine Geschichte, die in einer ungewissen, postapokalyotischen Zukunft beginnt und mit einer Zeitreise in die Mitte der 80er Jahre überhaupt so etwas wie einen Anfang und ein Ende hat. Regisseur Alan Taylor (Thor – The Dark World) und Drehbuchgespann Laeta Kalogridis (Shutter Island) und Patrick Lussier (Drive Angry) versuchen nun nicht wirklich das Rad neu oder weiter zu drehen. Im Gegensatz zum eher mäßigen 4. Teil mit Christian Bale als John Connor um den Ursprung der Zeitreise und Jonathan Mostows handzahmen aber zumindest die Originalgeschichte fortführenden 3. Teil, setzt „Terminator: Genisys“ nun da an, wo alles begann: Im Jahre 2029 mit dem verzweifelten Versuch der künstlichen Intelligenz Skynet einen cybernetischen Killer in die Vergangenheit zu schicken und Sarah Connor zu erledigen, bevor sie den Architekten des maschinellen Untergangs John Connor (Jason Clarke) gebären kann. Um dies wiederum zu vereiteln, sendet John Connor seinen engsten Vertrauten Kyle Reese (Jai Courtney) ebenfalls zurück durch die Zeit um genau das zu verhindern. Die Geschichte ist bekannt (und wer sie nicht kennt, der findet im neusten Teil mit Kyle Reese einen hilfreichen Erzähler), dieses Mal aber läuft etwas gewaltig schief. Kyle Reese findet sich nämlich nicht einer unbedarften Sarah Connor (Emilia „Khaleesi“ Clarke) gegenüber, sondern einer, die auf sein Eintreffen vorbereitet ist und sich längst in Gesellschaft eines umprogrammierten Terminators (Arnold Schwarzenegger) befindet. Den nennt sie zu allem Überdruss auch noch „Paps“. Infolgedessen entspinnt sich eine zunächst komplizierte, dann wirre und schließlich zu vernachlässigende Geschichte um verknotete Zeitlinien, deren Parallelen und natürlich um tödliche Terminatoren. Von denen gibt es nämlich gleich drei in der Vergangenheit: Den guten (aber alten) Terminator an Sarah Connors Seite (Arnold Schwarzenegger), den bösen (aber jungen) Terminator aus dem Jahr 1984 (CGI Arnold Schwarzenegger) und den liquiden Terminator der nachfolgenden Baureihe (Lee Byung-hun). Dazwischen werden dann immer wieder mit viel Liebe zum Detail bekannte Szenen der Franchise neu aufgelegt und nachgebaut und Los Angeles wieder einmal in Schutt und Asche gelegt. Als hätte die Stadt der Engel in der letzten Zeit nicht schon genug unter der Zerstörungswut von Filmschaffenden gelitten. Schauspielerisch schafft es „Terminator: Genisys“ in keinster Weise an die ersten beiden Teile heranzukommen. Tricktechnisch und dank gutem 3D-Einsatz kann der Film in den Actionsequenzen aber überzeugen. Schade ist, dass er nach und nach sich immer wieder selbst referiert. Dies geschieht besonders durch Zugpferd Arnold Schwarzenegger. Der hat zwar Spaß an seiner Rolle, wirkt aber wie der alte Onkel, der auf Partys Jahr für Jahr dieselbe Geschichte erzählt. Die wird jedes Mal ein wenig bunter, allerdings auch mit jeder Wiederholung unglaubwürdiger. Für wen die Reihe schon immer nach dem zweiten Teil endete, wird auch der fünfte Teil nicht wirklich etwas sein. Alle anderen können ihn relativ guten Gewissens ansehen, sollten aber nicht viel cybernetische Neuerungen unter der künstlichen Haut des neuen Terminators erwarten.

#hotpantsverbot
Hotpantsverbot in Deutschland

Schwarzwald: #hotpantsverbot an Realschule wird zum Twitter-Trendtopic

Horb-Altheim (nex) – Woran lassen sich die heißesten Sommer in Deutschland ohne lange Recherche in Wetterdatenbanken erkennen? Vor allem an den Sommerlochdiskussionen über die Kleidungssitten im Umfeld deutscher Schulen. Bereits im überdurchschnittlichen Frühsommer 2003 hatte die Leitung der Kooperativen Gesamtschule in Sehnde bundesweite Schlagzeilen gemacht, als sie vor allem Bauchfreitops und Hot Pants an ihrer Schule den Kampf ansagte. „Wegen der Hitze sind einige Schüler sehr offenherzig bekleidet zur Schule gekommen, mit Kleidung, die an allen Ecken und Enden zu kurz war“, hieß es damals in einem Schreiben der Schulleiterin Helga Akkermann an die Eltern der Schülerinnen – die offenbar nicht zu jenen 98 Prozent der NDR-Zuschauer gehörten, die in einem TV-Voting zum Thema für strengere Kleiderordnungen Partei ergriffen. Ähnlich äußerte man sich nun auch in einem Elternbrief seitens der Schulleitung der Werkrealschule in Horb-Altheim im beschaulichen Schwarzwald, wo es heißt, man habe „gehäuft festgestellt, dass Mädchen der Werkrealschule sehr aufreizend gekleidet sind“. Diese Entwicklung stimme nachdenklich und deshalb habe man beschlossen, dass man fortan „keine aufreizende Kleidung dulden“ werde. Gleichzeitig wolle man eine verbindliche Kleiderordnung erarbeiten. Immerhin wird sichergestellt, dass sich besonders findige Mädels nicht durch besonders unpassende Kleidung zum Schulschluss die eine oder andere Freistunde erschleichen oder Zeit bis zum regulären Unterrichtsende schinden, indem sie sich zum Umziehen nach Hause schicken lassen. Denn: „Wer zu aufreizend gekleidet ist (zum Beispiel bauchfreies Shirt, Hotpants…), der bekommt von der Schule ein großes T-Shirt gestellt, das er/sie sich bis zum Schultagsende anziehen muss“, heißt es weiter in dem Schreiben. Immerhin: Es hätte ja auch ein Pullover sein können. Im Unterschied zu 2003 sind mittlerweile auch soziale Netzwerke zentrale Elemente des täglichen Lebens und so kam es, wie es kommen musste, und nicht nur der Schwarzwald, sondern der gesamte deutsche Sprachraum hatte sein Aufregerthema – und das zu einem Zeitpunkt, da man ähnliche Aufrufe zur Verhüllung im niederbayerischen Pocking oder im brandenburgischen Michendorf noch gar nicht gänzlich verkraftet hatte. Immerhin verschanzten sich die schulischen Sittenwächter diesmal nicht hinter in Schulnähe einquartierten Flüchtlingen, auf deren Sensibilitäten man Rücksicht nehmen wolle, sondern gab unumwunden zu, dass man Hot Pants und Bauchfreitops selbst nicht sehen wolle. Unter dem Hashtag #hotpantsverbot entbrannte binnen kurzer Zeit eine so heftige Debatte, dass dieser es sogar neben #Varoufakis, #Weltkusstag und #Lufthansa in die Trending Topics schaffte. Immerhin blieb man weitgehend beim Thema und schweifte nicht auf Nebenschauplätze wie das Abendland oder die Werte der Aufklärung ab. Diesmal trafen klammheimliche oder offene Befürworter des „Hotpantsverbotes“ und Anhänger von Schuluniformen auf Gegner einer solchen Regelung, die darin eine Diskriminierung sahen, da sie allein auf Mädchenkleidung abziele – was ja auch zutrifft: Immerhin ist Conchita Wurst ja nicht mehr schulpflichtig. Auch von „victimblaming“ ist die Rede, denn immerhin sei ja die Trägerin solcher Kleidung nicht für das verantwortlich, was andere darin hineininterpretierten. Und das wohl mit Fug und Recht: Immerhin könnte man halbnacktes Auftreten auch als Hinweis auf viele arme Menschen in der Welt deuten, die sich nichts Anständiges anzuziehen leisten können.

Varoufakis-Rücktritt
Efklidis Tsakalotos wird neuer griechischer Finanzminister

Athen (dts) – Nach dem Rücktritt von Yanis Varoufakis wird Efklidis Tsakalotos neuer griechischer Finanzminister. Das wurde am Montag in Athen bekannt. Tsakalotos war bislang stellvertretender Außenminister gewesen. Zudem trat er als Chef-Verhandler der griechischen Regierung im Schuldenstreit auf. Der Wirtschaftsprofessor tritt nach Ansicht von Beobachtern wesentlich zurückhaltender und konstruktiver auf als Varoufakis. Während der letzten Eurogruppen-Treffen saß er stets an der Seite von Varoufakis. Tsakalotos studierte Wirtschaft, Politik und Philosophie an den Universitäten Oxford und Sussex und erlangte seinen PhD im Jahr 1989 in Oxford. Von 1989 bis 1993 war er an der University of Kent tätig, von 1994 bis 2010 dann an der Wirtschaftsuniversität Athen.